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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Faltpropellertest



Pinsel
30.04.2009, 09:21
In der neuen "Yachting Monthly" werden diverse Props getestet. Anbei der Link für den ersten Überblick der gängigen Fabrikate: http://www.ybw.com/gallery/folding_props.
Die Zeitschrift, in welcher die Ergebnisse stehen, müsst Ihr Euch (leider) schon selber kaufen..........

Henk06
30.04.2009, 12:28
...oder mal hier schauen:

http://www.bomarine.net/index.php/download-document/61-segeln-test-schroeven.html

Tamino
30.04.2009, 14:01
Der Test bestätigt meine sehr guten Erfahrungen mit dem Autoprop

Abyss
30.04.2009, 17:56
Ich hatte bisher bei meiner Etap 28i, 18 PS/Saildrive 120S nur 2-blättrigen Fest-Propeller.
Heute kam die Testfahrt mit dem 2 blättrigen Faltpropeller von Volvo.
Das "KLack" beim Aufklappen ist sehr leise und kaum wahrnehmbar. Die viel diskutierten Einschränkungen beim Rückwärtsfahren bzw. Aufstoppen kann ich nicht bestätigen. Kein Unterschied zum Festpropeller. Auch Vorwärts kein Leistungsabfall zu Erkennen. Also nur Vorteile!

Grüße Marian

crascher
01.05.2009, 08:23
in der zeitschrift segeln war im heft 10/2008 ebenfalls ein test von 11 faltpropellern und dagegen mit 1 festpropeller. ausgefallen gut bzw. segeln tipp waren die propeller von gori,allpa,autoprop und varioprofile. wer fragen zum test hat oder eine kopie braucht kann sich ja melden.
gruß
crascher

TransOcean
04.05.2009, 21:22
...wenn ein mitdrehender 2-flügliger Festropeller 25% des Gesamtwiderstandes eines Rumpfes ausmacht, dann ist es ja gradezu absurd lächerlich, dass bei Yardstickregatten nur 1 Yardstickpunkt Differenz verrechnet wird, wenn man vom jeweiligen Standard abweicht :mad:

Oder: Wer von Fest- auf Faltpropeller wechselt, dürfte deutlich mehr als den einen Punkt gewinnen!

Erstaunlich,
findet
TO

Abyss
05.05.2009, 00:21
Bei mir macht der Unterschied > 0,5 kn aus. Wieviele Punkte sind das?

TransOcean
05.05.2009, 07:08
Bei mir macht der Unterschied > 0,5 kn aus. Wieviele Punkte sind das?

Naja, ich würde sagen, dass 0,5 kn etwa 10% Geschwindigkeitsunterschied sind und also auch etwa 10% der Yardstickwerte ausmachen sollte -- aber da gehe ich davon aus, dass die halbwegs linear sind, was ich nicht weiss....

girouette
05.05.2009, 23:28
Hallo,

ich habe auf unserem 33" Königskreuzer einen rechtsdrehender 3-flügligen Volvo-Penta Faltprop, der mit 17x12 etwas überdimensioniert ist. Das Boot hat einen Skeg vor dem Ruder. Der Ausgang der Prop-Welle ist etwas nach Backbord versetzt, vermutlich damit sie man besser ziehen kann.
1) Vorwärts zieht das Schiff unter Motor dauernd nach Backbord. Das könnte man vielleicht auf die unter einem Winkel zur Bootsachse austretende Welle zurückführen. Unter Segeln läuft es prima gerade aus.
2) Rückwärts haben wir einen dramatischen Radeffekt. Beim Anfahren zieht das Heck auch nach Backbord, etwa 70 bis 80 Grad. Das macht Hafenmanöver richtig spannend.

Verseht das jemand?
Fragt, Hellmut

JollyJumper
23.06.2009, 17:04
Hallo,

ich habe auf unserem 33" Königskreuzer einen rechtsdrehender 3-flügligen Volvo-Penta Faltprop, der mit 17x12 etwas überdimensioniert ist. Das Boot hat einen Skeg vor dem Ruder. Der Ausgang der Prop-Welle ist etwas nach Backbord versetzt, vermutlich damit sie man besser ziehen kann.
1) Vorwärts zieht das Schiff unter Motor dauernd nach Backbord. Das könnte man vielleicht auf die unter einem Winkel zur Bootsachse austretende Welle zurückführen. Unter Segeln läuft es prima gerade aus.
2) Rückwärts haben wir einen dramatischen Radeffekt. Beim Anfahren zieht das Heck auch nach Backbord, etwa 70 bis 80 Grad. Das macht Hafenmanöver richtig spannend.

Verseht das jemand?

Hallo Helmut,
ich glaube ich verstehe es:
Wie Du schon vermutest - liegt es wohl an der versetzten Welle, dadurch steht der Propeller nicht rechtwinklig zur Schiffslängsachse. Wie ein Außenborder, der geschwenkt wird zum steuern, schiebt der schräg stehende Propeller bei Vorwärtsfahrt das Boot nach Backbord.
Bei Rückwärtsfahrt dreht der Propeller links herum und damit hast Du den Radeffekt - Heck nach Backbord. Durch die schräg stehende Welle wird das sogar noch unterstützt.
Schönen Gruß

cr838
24.06.2009, 08:41
Hallo,

genau so ist es.

Die Richtung, in der das Heck beim Rückwärtsgeben versetzt wird, kann man sich recht einfach merken: den Prop als Rad betrachten und überlegen in welche Richtung ein solches sich bewegen würde. Der fragliche Prop ist rechtdrehend --> Rückwärts also links --> Heck wird nach Backbord versetzt. Beim Anlegen ist dies die Schokoladenseite.

Die Stärke des Versatzes hat übrigens wenig mit dem Typ des Props, aber mehr mit dessen Durchmesser zu tun.

SOPHIE
24.06.2009, 22:44
Im Test wird für den Flexofold-Propeller angegeben: Keine Anode.

Wir haben einen dreiflügeligen Flexofold-Propeller und der hat natürlich eine Anode.

Im übrigen snd wir recht zufrieden damit.

SOPHIE.

Ralf-T
25.06.2009, 11:54
Im Test wird für den Flexofold-Propeller angegeben: Keine Anode.

Wir haben einen dreiflügeligen Flexofold-Propeller und der hat natürlich eine Anode.

Im übrigen snd wir recht zufrieden damit.

SOPHIE.

Wir sind auch zufrieden damit. Ob der Zweiflügler anders reagiert, weiß ich nicht.

Hobbit
25.06.2009, 17:20
Im Test wird für den Flexofold-Propeller angegeben: Keine Anode.

Wir haben einen dreiflügeligen Flexofold-Propeller und der hat natürlich eine Anode.

Im übrigen snd wir recht zufrieden damit.

SOPHIE.

Im Test war der zweiflügelige Flex-o-fold, und der hat tatsächlich keine Anode (wie aber wohl die meisten 2-Flügler).

Das Testergebnis aus der Yacht bezüglich des 2-flügeligen Flex-o-fold Propellers kann ich weitgehend bestätigen:

Vorwärts recht gut, hohe Geschwindigkeit bei relativ niedriger Drehzahl (verglichen mit vorherigem Gori bei gleicher Abmessung) und dabei ziemlich ruhig (weniger Kavitation als Gori).

Rückwärts ist der Wirkungsgrad wohl eher schlecht, vor allem Aufstoppen dauert recht lange.

gerdHH
26.06.2009, 11:27
...oder mal hier schauen:

http://www.bomarine.net/index.php/download-document/61-segeln-test-schroeven.html


Hallo ,
die Zeitschrift hat im MAI 2009 eine Berichtigung veröffentlicht.

Demnach gab es grundsätzliche Berechnungsfehler. Die Resultate fallen deutlich anders aus. Unter anderem der Flex-O-Fold kommt in der neuen Berechnung deutlich besser weg, und hat jetzt auch einen Segeln-TIPP (einer von dreien) bekommen.

Auf der Seite des Magazins gibts noch weitere Hintergründe zum Test.

Neue Fassung:
http://www.segeln-magazin.de/GegendenStrom.pdf

Grüße GerdHH

Ralf-T
26.06.2009, 15:47
Die Engländer und Amis schwärmen ja vom Kiwi Prop mit Kunstoffblättern.

http://www.kiwiprops.co.nz/

Acer
26.06.2009, 16:03
Moin.

Bei meiner Oceanis 373 ist Fetsprop drunter, ich wollte den eigentlich schon längst gg eien Gori o.ä. austauschen.

Auch wenn eigentlich nicht ängstlich, habe ich mich etwas durch Steggebrabbel verunsichern lassen. Bei einigen Yanmars bzw. deren Getrieben soll es zum Getriebeschaden gekommen sein, wenn man flink den Gang wechselt. Grund (angeblicher): Welle kommt schon auf Drehzahl, während Prop sich noch umfaltet, dann kommt ruckartig Drehmoment auf die Welle und knack.

Unsinn oder gibt es Erfahrungen, die das bestätigen (hoffe, ist nicht zu sehr ot)

OL

Abyss
26.06.2009, 17:14
Das Aufklappen geht so zaghaft vor sich, dass Du es nicht wirklich bemerkst - und damit das Getriebe auch nicht. Fuer mich ueberwiegen die Vorteile (Speed beim Segeln, Getriebe wird geschont, da es nicht immer im Leerlauf rumeiern muss. Auch beim Motoren kann ich nicht klagen, bei 1900 Umdrehungen mache ich reale 6kn)
Einzige Angst: Das ein Teil (Propeller) waehrend der Fahrt verloeren geht, da die Fixierungsschrauben angeblich nicht immer halten. Ich checke meinen daher bei jeder Gelegenheit tauchend und sehe so, ob er auch noch leichtgaengig auf und zu geht.

Gruss Marian

leebedoo
30.06.2009, 09:35
Die Engländer und Amis schwärmen ja vom Kiwi Prop mit Kunstoffblättern.

http://www.kiwiprops.co.nz/

Ich habe einen Kiwi Prop an einer Reinke mit OM636 und Hurth HBW100 Getriebe.

Ich bin absolut zufrieden. Die Leistung vor und Zurück wird gut ins Wasser gebracht.

Acer
30.06.2009, 09:42
Klar, die Vorteile liegen auf der Hand. Mir persönlich bereitet die Vorstellung der Bremse unter Wasser fast körperliche Schmerzen.

Aber mit der Vorstellung, dass sich unter Wasser etwas auf und zuklappt, muss ich mich erst anfreunden.

Womit ich mich wohl nicht werde anfreunden können, sind Props aus Plaste. Jaja, ich weiss, der Werkstoff ist prima und ggf. sogar besser als Metall. Dennoch, der "Bauch" segelt halt mit.

Ist halt der alte Spruch: Wer Kunstoff kennt nimmt Stahl, wer Stahl kennt nimmt Edelstahl :D

OL

leebedoo
30.06.2009, 14:24
Plaste oder nicht, ich hatte auch so meine Bedenken, obwohl in NZ sehr viele so einen Kiwi fahren. Ich bin zum Hersteller im Vorort in Auckland (St.Heliers Bay) persönlich gefahren und fand sehr kompetente Leute vor (eigener Werftbetrieb, der Besitzer ein engagierter Ingenieur und Tüftler).

Als ich zur Sicherheit ein Reserve Blatt mitkaufen wollte, war der Chef mit folgendem Vorschlag zur Stelle:

Ein Prop frisch aus dem Karton wurde in einen Schraubstock gespannt, ich bekam einen 5 KG Fäustel in die Hand und das Versprechen, wenn ich es schaffe, mit dem Hammer den Prop zu zerstören, bekomme ich meinen für umsonst.

Da macht man gerne den Test. Ich habe den Preis voll bezahlen müssen. Der Chef rief dann noch einen kräftigen Gesellen herbei, der mal richtig draufgedroschen hat, auch nur leichte Kratzer.

Noch zur Einstellung, meiner hat 17 Zoll, Pitch voraus 21°, zurück 23°. Der Pitch ist einstellbar mit einem Inbus, der Preis vor Ort ca. 700 Euro, nicht schlecht für einen Super Verstell Propeller.

Acer
30.06.2009, 14:33
Wie lange sind diese Kiwi-Props schon im Einsatz?

Gruss

OL

Andreas120
30.06.2009, 15:50
Zitat Marian:

Einzige Angst: Das ein Teil (Propeller) waehrend der Fahrt verloeren geht, da die Fixierungsschrauben angeblich nicht immer halten. Ich checke meinen daher bei jeder Gelegenheit tauchend und sehe so, ob er auch noch leichtgaengig auf und zu geht.

Mmmh.
Der Gedanke trieb uns nach Demontage und Wieder-Zusammenbau unseres Gori-Faltprops auch um.
Die Flügel sind mit zwei Madenschrauben ÜBEREINANDER gesichert (bei der Demontage nicht sofort erkannt; sorgte zunächst für Verwirrung). Die obere haben wir zusätzlich mit Loc-Tite eingesetzt. Jetzt schlafen wir ruhig...

Grüße

Andreas