PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : In 9 Stunden zum SRC



ReiKlei
09.07.2007, 00:07
Dem DSV das Geschäft versaut?

Liebe Funkinteressierte,

da bin ich aber platt.

So lese ich gerade auf Seite 12 YACHT 15-2007, dass man in 9 Stunden zum angeblich legalen SRC kommen kann.
Und es ist doch kein April sondern schon Juli!



Alternativ zum deutschen UKW-Schein bieten wir Kurse für das englische SRC Zeugnis an:
der Kurs ist in Englisch und dauert einen ganzen Tag (9.00 - 18.00 Uhr), bei Bedarf mit deutscher Übersetzung.
Die Prüfung findet am selben Tag statt, und besteht aus praktischen Tests während des Unterrichts und einem Theorie-Fragebogen: es sind 15 Fragen in 30 Minuten zu beantworten, davon 11 "multiple choice" Fragen.
Danach Ausstellung des Scheins durch die Royal Yachting Association (RYA).Termine sh. unten.
Der RYA Schein ist international anerkannt.
Vorteil: Geringer Zeitaufwand bei geringeren Kosten, kein Prüfungsstress. Wir können uns auf das für die echte Praxis wichtige Funken in Englisch konzentrieren.
Wenn Sie das "NATO-Alphabet" (Alpha, Bravo, Charlie, usw.) beherrschen, geht alles viel leichter. Also runterladen und vorab auswendig lernen!

Glaubt ihr das?
Dann dürfte doch wohl das große Geschäft aus den Funkzeugnissen für den DSV zu Ende sein.

Ich erinnere an die Kritiken in anderen Threads zu Geschäftemacherei.

Der Preis für den Schnellerwerb ist etwa so hoch wie derjenige für die Quälerei.

Um hier keine Werbung für die betreffende Firma zu machen, lest es bitte selbst in der o.a. YACHT nach.


Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sowie das Bundesverkehrsministerium bestätigen, dass die auf diese Weise erworbenen Funklizenzen in Deutschland gültig sind.
Was soll man davon halten?
Verantwortungsbewußt oder verantwortungslos,
jemandem nach 9 Zeitstunden das SRC zu geben – oder gar zu schenken?

... und da bringen die Anderen noch zum 1. Oktober neue Prüfungsfragen raus (UBI ebenfalls) hi, hi hi - :o :p :confused:

MuS

Reiner

JochenG
09.07.2007, 00:30
DSV das Geschäft versaut?
Um hier keine Werbung für die betreffende Firma zu machen, lest es bitte selbst in der o.a. YACHT nach.

Die Werbung wurde hier schon gemacht, vor 4 Tagen. Guckst Du im entsprechenden SRC->RYA Trööt http://forum.yacht.de/showthread.php?t=92311

Mir bleib auch der Mund offen stehen und mich hat gewundert das noch niemand das aufgegriffen hat, um einmal mehr auf die hiesige "Art" des Prüfungswesens einzugehen. Es geht ja offenbar auch ganz anders und wenn man mal die Texte des Anbieters Schneider da durchliest, also ich kann da nichts von wegen Verantwortungslos erkennen. Die RYA ist ja nun auch nicht irgendein Hampelmännchenverband und da die Sache v.a. auf rechtlicher Basis absolut wasserdicht und dem international gültigen Bestimmungen entspricht, darf man sich schon fragen wieso sich bislang nur ein Anbieter findet, der diesen Weg beschreitet.

ReiKlei
09.07.2007, 01:09
.... darf man sich schon fragen wieso sich bislang nur ein Anbieter findet, der diesen Weg beschreitet.

Sicherlich kannst auch Du und ich und Andere können es auch,
nämlich sich die Instruktoren=Prüfer von England einladen -
oder gleich kostenmindernd den Herrn Schnei.....,
der wird sich ja vor Anfragen und wahrscheinlich vor Aufträgen gar nicht mehr retten können.

MuS

Reiner

oskaronsea2
09.07.2007, 07:34
Klasse, endlich Wettbewerb

Ein Tag üben und lernen in einer kleinen, intensiv beschulten Gruppe langt dafür auch.

Viele Grüße

Klaus

kunjani
09.07.2007, 08:38
Man kann auch das LRC in 4 Tagen machen ;)

http://www.yachtcom.co.uk/lrc/

da man fragt sich wirklich, was in den Köpfen der Beamten hierzulande vor sich geht. :mad:

Gruss

K.

Nelson
09.07.2007, 08:51
Das reicht ja eigentlich auch. Sooooviel Wissen benötigt man wirklich nicht,umn ein paar Knöpfe zu bedienen. Und das Meiste vergißt man wieder. Ist ja auch nciht wichtig, wann welches Fernmeldeabkommen oder SOLAS vereinart wurde. Hauptsache man kann funken UND wahrt Funkdisziplin.

Klar, das Nato-Alphabet muß man im Schlaf können, aber das wars dann.

Sinn42
09.07.2007, 09:03
Wenn man gut Englisch spricht und etwas technisches Verständnis hat, kann man auch die deutsche Version in dieser Zeit schaffen. Den Fragenkatalog muß man natürlich drauf haben. Ich habe den SRC Kurs mit 14 Personen und zwei Geräten gemacht. Wenn man dann Leute dabei hat, die am Gerät eine Stunde brauchen und dann noch Schwierigkeiten mit Englisch haben, kommen alle um 8 zum Kurs und der letzte sitzt erst um 5 am Gerät.
Die Alternative wäre mehr Geräte und Ausbilder. dann wird's aber teurer.

Nelson
09.07.2007, 12:00
Eines der Ursachen ,daß es lange dauert, sind die Geräte. Dabei muß man sich eh bei jedem Gerät in die Bedienungsanleitung einarbeiten. Es bringt also nichts, auf einem Gerät zu trainieren.

Aber klar, Ingenieure machen das blind, andere tun sich recht schwer und müssen trainieren.

bajou
09.07.2007, 13:34
Also, ich habe keine 9 Stunden bis zum damals noch ROC-1 GMDSS international (jetzt SRC+UBI) gebraucht ... LRC war dann so ungefähr 10-12 Stunden (inkl. privatem Lernen für die Prüfung) - aber das dürfte individuell unterschiedlich sein.

Seien wir doch mal realistisch, der Stoff ist sehr überschaubar, die Anforderungen an die Prüfung eher mau und die Prüfer meist auch noch extrem tolerant gegen Fehler. Wer ein gewisses Talent für die Materie hat, sollte bei den derzeitigen Prüfungen durchaus in der Zeit prüfungsreif sein.

bajou
09.07.2007, 13:36
Man kann auch das LRC in 4 Tagen machen ;)

http://www.yachtcom.co.uk/lrc/

da man fragt sich wirklich, was in den Köpfen der Beamten hierzulande vor sich geht. :mad:

Gruss

K.

LRC kann man auch in Deutschland als Wochenendkursus absolvieren mit Prüfung am Sonntag nachmittag ...

Karl_Kutter
09.07.2007, 13:39
Wenn man gut Englisch spricht ... kann man auch die deutsche Version in dieser Zeit schaffen.
Wozu muß man gut Englisch können um die deutsche Version zu schaffen???
:confused:

Sinn42
09.07.2007, 13:54
Man muß nicht "gut" Englisch können, es erleichtert aber die Sache sehr, wenn man die Sprüche (und die müssen doch wohl überall auf Englisch sein, oder?), ohne viel zu überlegen gleich ins Englische übersetzen und aufsagen kann.

Föschbe
09.07.2007, 19:42
[QUOTE=JochenG]Die Werbung wurde hier schon gemacht, vor 4 Tagen. Guckst Du im entsprechenden SRC->RYA Trööt http://forum.yacht.de/showthread.php?t=92311

Hallo zusammen,

um etwas kurz richtig zu stellen: Ich habe mit der Fa. Schneider nicht das gringste zu tun und mache daher auch keine Werbung. Es tritt hier nur die berühmte Duplizität der Ereignisse ein. Der Artikel in der Yacht hat mich daher in der Tat doch zum Grinsen angeregt.:)

Meine Intension lag zunächst lediglich in der Frage der Anerkenntnis des besagten Scheines. Auf diese Möglichkeit gestoßen bin ich durch die Web-Site von Schoenecke-Skipperteam (www.skipperteam.de). Nach der Absolvierung der unheimlich theorielastigen SBFS und SKS, erschien mir hier die Möglichkeit zu einer eher praxisorientierten Absolvierung dieses "Pflichtscheins". Zudem noch mit weniger Zeitaufwand und m. E. auch günstiger. Daher werde ich den Schein auch gem. RYA machen.;)

Beste Grüße
Föschbe

ReiKlei
09.07.2007, 20:21
Liebe Gemeinde,

der Anbieter ermutigt die "Drückeberger" - darf man sie so nennen (ich könnte auch einer für LRC werden!!!) ? -
((Wer weiß in England eine preiswerte Frühstückspension; PKW vorhanden; biete 4 Mitfahrerplätze gegen Kostenumlage - und
in Dünkirchen gehen wir vorher "fruit der mer und soup de poisson" essen))

mit folgendem Satz:


Prüfung: einfacher Multiple Choice Test am Kursende mit dem Ausbilder.
Wer trotzdem durchfallen sollte, bekommt einen kostenlosen zweiten Kurs! ......


Deswegen habe ich folgende Fragen:

1. Warum wird bei der obigen Fomulierung beim Multiple Choice Test das Wort einfach hinzugesetzt.
2. Was will man damit erreichen?
3. Wie einfach ist der Test?
4. Ist das Erlernen der Materie (Fachterminologie in einem Tag?) wirklich so einfach?
5. Bekommt man als Druchfaller solange einen kostenlosen Kurs, bis auch der Ungeeignete zum Bestehen hingebogen worden ist?
6. Bei welchen Kriterien/Umständen/Folgen wird einem der Schein verweigert?

Ist es tatsächlich nach deutschem Recht zulässig, dass der bezahlte Ausbilder zugleich auch der Prüfer ist?
(Gefahr der Begünstigung im/durchs Amt)

Zu dem in der Klammer Geschriebenen mögen sich doch mal die Herren Rechtsanwälte in dieser Community äußern.

Kleine Story zum Nachdenken:
Habe mal vor 1 Jahr einen english muttersprachlichen derart guten Atlantiksegler-Skipper im Mittelmeer bei Dunkelheit am Strand stehend -,
mit mir auf die nächtliche Weite des Meeres sehend, in etwa 6 nm ein ca. 150 m langen Frachter mit selbstverständlich brennenden Ankerlichtern vor Anker liegend, - gefragt, ob er mir sagen könnte, wo der Bug und wo das Heck ist.

Er wurde verlegen und konnte es nicht! :o

Wird Ähnliches mit den Schneller-Schein-Leuten eintreten - oder höre ich nur falsche Glocken läuten?


Vielen Dank im Voraus
und
MUS

Reiner

dcnac-2007
09.07.2007, 20:22
Habe den SRC auch vor zwei Jahren in Deutschland gemacht.

15 % der Fragen haben etwas mit dem Umgang des Gerätes und dem Umgang mit eben sochen zu tun.
15 % mit der Abwicklung des Funverkehrs und den Texten.

70 % ist auf gut deutsch gesagt Schei........e!

Wenn die Engländer diesen ganzen Mist mit: Wo melde ich meine Funke an, Wie funktioniert die Abrechung, Was bedeut diese und jene Abkürzung usw. usw. weglassen.
Dann ist es kein Wunder, das man dafür nur neun Stunden braucht.

Mal ehrlich, da wird so viel Mist in Deutschland gefragt das weis kein Schwein nach drei Tagen mehr.

Die beste Frage ist immer noch die nach dem Handy. Da gibt es sogar zwei.

Kann man genauso fragen: Warum kann man mit dem Taxi nicht nach Helgoland fahren.

Gruss dcnac-2007

kunjani
09.07.2007, 21:54
Kann man genauso fragen: Warum kann man mit dem Taxi nicht nach Helgoland fahren.

Gruss dcnac-2007

LOLOL

Kann man nicht?? :confused:

K.

klueverbaum
10.07.2007, 10:29
.....vor Anker liegend, - gefragt, ob er mir sagen könnte, wo der Bug und wo das Heck ist.

Er wurde verlegen und konnte es nicht.....

und was lernen wir davon? hätte sich der frager nach vorne und hinten erkundigt, wäre die frage echt gut gewesen.
das gleiche gilt bei fragen nach steuerbord und backbord....
die einen wissen's die andern sind trotzdem gute segler oder auch nicht. ist da ein deutscher prüfer anderer meinung?

Matthias Axmann
10.07.2007, 11:19
Kann man genauso fragen: Warum kann man mit dem Taxi nicht nach Helgoland fahren.

Weil auf Helgoland ein Fahrverbot besteht.

lol Axi

Ralf-T
10.07.2007, 11:23
Ich habe den SRC erst vor einem Jahr gemacht und weiß so gut wie nichts mehr davon, obwohl der Ausbilder sehr erfahren und ein Mann der Praxis war. Für alle Fälle habe ich eine Tafel auf der das Wichtigste draufsteht, im Mayday-Fall ist es eh wurscht, ob man es korrekt macht oder nicht, solange man den roten Knopf noch drücken kann.

Wenn ich überlege, wieviel "unnötiger Füllstoff" (Zitat Ausbilder) in den Fragenkatalog eingearbeitet ist, wundert es nicht warum die Ausbildung so aufwendig und teuer ist.

Dann diese unglaubliche Arroganz des Prüfers, der mich beim Buchstabieren der MMSI anblaffte, ich soll das stöhnen lassen und statt "Oh Oh" gefälligst "zero zero" sagen. Auf mich wirken diese Typen wie verkrachte Existenzen, die noch nie auf See gefunkt haben, geschweige denn je auf See waren.

PegasusReiter
10.07.2007, 12:04
ich habe den SRC hier bei uns im verein gemacht. samstag/sonntag crashkurs mit ca. 12 stunden insgesamt. den rest habe ich mir mit dem buch und den fragekatalog angeignet. auf die prüfung habe ich dann anschließend 3 wochen gelernt. ich denke die theoriefragen könnte man sehr stark aufs wesentliche kürzen.

JochenG
10.07.2007, 12:36
Kann man genauso fragen: Warum kann man mit dem Taxi nicht nach Helgoland fahren.

Antwort 1: Weil die (Luft)Brücke geschlossen wurde.
Alternativ: Weil die Brücke dorthin, im Krieg zerstört wurde.

Antwort 2: Wieso soll das nicht gehen? Guckt ihr http://www.am-mueggelsee.de/helgo.htm


Ich überlege aber auch, weil ich den SRC immer wieder vor mir herschiebe, ob ich nicht nen Radurlaub in Sündengland mache und dabei mal hier http://www.yachtcom.co.uk/src/ vorbei schaue. Apropo, wenn mal genauer hinschaut, auf der Seite findet sich auch eine Liste von Pensionen etc. !


Ich denke nicht, dass das ein Schmalspurschein wäre oder ist. Der Trick besteht aber wohl darin, davon auszugehen das die Leute die den Kurs besuchen, bzw. den Schein erhalten wollen, das nicht aus Sammelleidenschaft, sondern der Erkenntnis einer sinnvollen Notwendigkeit heraus tun. Und wie andere schon wiederholt angedeutet haben, wenn man sich für die Scheine auf das eigentliche, wirklich wichtige beschränkt, bzw. konzentriert und den gesamten Blödkrams wegläßt, der einem in keiner Weise hilft, sich praktisch und sicher im Funkverkehr zu bewegen, wenn der Kopf also nicht direkt mit "tausend" Gesetzen und Mist blockiert wird, bleibt genug Platz um sich das essentielle merken zu können, nachdem man es zuvor begriffen hat.

Die Überforderung der Lernenden mit unnötigen, überflüssigem, also Ballast, ist eines der wesentlichen Kennzeichen des Deutschen Scheinwesens. Lernen was wichtig ist, um sicher anfangen zu können, ist der beste Weg. Und wenn man dann später wirklich mal eine Frage hat, die konkret nichts mit der Abwicklung von Funkverkehr zu tun hat, sondern irgendwas anderem, dann ist es kein Problem sich DANN danach zu erkundigen, bzw. z.B. hier Hilfe/Rat zu holen.


Ach jo:

Prüfung: einfacher Multiple Choice Test am Kursende mit dem Ausbilder.
Wer trotzdem durchfallen sollte, bekommt einen kostenlosen zweiten Kurs! ......

Deswegen habe ich folgende Fragen:

1. Warum wird bei der obigen Fomulierung beim Multiple Choice Test das Wort einfach hinzugesetzt.

Ich denke es ist nicht ein einfacher Multiple Choice Test gemeint, sondern dass man eben anstatt viel Tammtamm, eben halt einfach nur nen MC-Test verteilt und fertig.
Ich selber bin kein Fan von Multiple Choice, sondern eher von reproduziertem Wissen, aber ja nun.... Es gibt auch intelligente und eben schwierige MC-Tests, wo wirkliches Wissen nötig ist. Gut, es geht auch anders, siehe den nachfolgenden Witz.

Während einer Prüfung (Multiple Choice) geht der Professor durch die Reihen und sieht einen Prüfling der enien Würfel wirft.
"Na? Haben wir uns aufs raten verlegt?"
"Nein herr Professor, ich überprüfe nur meine Antworten."

ocean_sailor
10.07.2007, 16:25
Die Prüfung ist nicht einfacher, nur die Fragestellung ist besser.
Die Prüfung kann z.B. auf der Bootsaustellung in Southampton in einem Seitenraum abgelegt werden. Die Prüfung ist hauptsächlich auf die Praxis ausgerichtet.
Der alte englische UKW Schein kann auf den SRC Upgegraded werden. Es werden nur Prüfungsfragen über GDMS gefragt. Die Vorbereitung inklusive Prüfung 4 Stunden.....

Ich habe meinen UKW Schein auch auf der Bootsshow in Southampton gemacht. Die Vorbereitung mit Lehrbuch und Audio Tapes.

Plane den Upgrade auch wieder in England zu machen.

Habe auch Kurse für das UKW Sprechfunkzeugniss in Deutschland gegeben und alle haben die Prüfung bestanden, aber die Abnahme war noch von der Regulierungsbehörde oder wie der Verein zu der Zeit hieß.

ickwetoknix
10.07.2007, 16:52
Ich habe den SRC erst vor einem Jahr gemacht und weiß so gut wie nichts mehr davon, obwohl der Ausbilder sehr erfahren und ein Mann der Praxis war. Für alle Fälle habe ich eine Tafel auf der das Wichtigste draufsteht, im Mayday-Fall ist es eh wurscht, ob man es korrekt macht oder nicht, solange man den roten Knopf noch drücken kann.

Wenn ich überlege, wieviel "unnötiger Füllstoff" (Zitat Ausbilder) in den Fragenkatalog eingearbeitet ist, wundert es nicht warum die Ausbildung so aufwendig und teuer ist.

Dann diese unglaubliche Arroganz des Prüfers, der mich beim Buchstabieren der MMSI anblaffte, ich soll das stöhnen lassen und statt "Oh Oh" gefälligst "zero zero" sagen. Auf mich wirken diese Typen wie verkrachte Existenzen, die noch nie auf See gefunkt haben, geschweige denn je auf See waren.
############################################

Sooo einen aus den "untersten REAGL" hatte ich auch...

a) hatt mit dem Zanke weil bei mir "Lern & Prüfungsstoff "immer EINE Einheit bilden" ...

b) natürlich - ließ DER mich durchfallen ...

c) bin gleich 5 Tage später 300 Km weiter gefahren > dort die Prüfung bestanden...

d) um dann flott nach Bonn eine Dienst-Aufsichtsbeschwerde an die
Regulierungsbehörde zu senden

Mit gr. Freude würde ich all jene die soo einen Schein machen wollen - zum
Schnellbesohlen senden ... bloß nicht zu solch Profilierugsneurotikern
wie ich sie erleben durfte...

ReiKlei
11.07.2007, 11:40
Moin,

keine Meinung mehr?
Ist ja auch ein so bedeutungsloses Thema.

MuS

Reiner

fennekjolle
14.07.2007, 23:04
Hi alle, ich bin der
Ralf

Mein Nick kommt von meiner ersten Jolle eine(m)(r) Fennek.

Bin sehr an SRC interessiert, jetzt wohl nach der neuen Schnellmethode.

Warum soll man sich quälen, wenn es auch anders geht?


Möchte schon vorab lernen.

Wer hat die 11 Fragen zum Multiple Choice SRC Test?
Würde die gerne mal "studieren".

Und die übrigen zusätzlichen 4 Fragen auch.

Wer ist so nett und kann die Fragen hier mal einstellen oder sagen, wo man die runterladen oder sehen kann?

Schönen Dank und schönes Wochenende!

Es grüßt der RalfS

illupodimare
15.07.2007, 00:01
Entschuldigung, aber der Benutzer hat angegeben, dass er keine E-Mails erhalten möchte, die über dieses Forum verschickt werden. Wenn Sie diesen Benutzer trotzdem kontaktieren möchten, wenden Sie sich bitte an den Administrator (http://forum.yacht.de/sendmessage.php), der Ihnen vielleicht weiterhelfen kann.

Schicke Ihnen die Fragen, wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse einstellen.

fennekjolle
15.07.2007, 09:15
Entschuldigung, aber der Benutzer hat angegeben, dass er keine E-Mails erhalten möchte, die über dieses Forum verschickt werden. Wenn Sie diesen Benutzer trotzdem kontaktieren möchten, wenden Sie sich bitte an den Administrator (http://forum.yacht.de/sendmessage.php), der Ihnen vielleicht weiterhelfen kann.

Schicke Ihnen die Fragen, wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse einstellen.

Recht haben Sie :o

Sorry Anfängerfehler. Wo kann man im Profil denn seine E-Mail Adresse freigeben?

Bitte die Fragen hierhin: fennekjolle@gmx.de

oder auch - und besser für Alle einsehbar hier im Forum.

Vielen Dank schon mal im Voraus und schönen, heißen Sonntag!!!!!


Grüße vom RalfS

illupodimare
15.07.2007, 12:25
... empfohlen nur für Mutige, deren Bereitsteller (Provider) einen
Schmutzfänger (spam filter) eingeschaltet hat - Hasenfüße, Bes-
serwisser und Menschen mit unaufrichtigen Absichten geben die
E-Mail-Adresse besser nicht bekannt.

Gehen Sie oben auf die blaue Leiste, klicken Sie dort auf das
Wort "Kontrollzentrum" und folgen Sie den Optionen. Gutes
Gelingen !

Carlo

Föschbe
15.07.2007, 14:43
Hallo Carlo,

da ich bereits zu einem SRC nach RYA angemeldet bin, würde ich mich auch gerne auf die Sache gut vorbereiten. Ob ich wohl auch die Fragen des MC-Testes bekommen könnte?

Im Vorraus vielen Dank!

Gruß
Föschbe

georg_s22
15.07.2007, 22:50
Ich verstehe nicht ganz, was an den 9 Stunden so aufregend ist. Wenn das wie in der Überschrift gelehrt wird, sind es unter dem Strich auch ca. 9 Stunden. Dazu kommt, zugegeben, noch eine mögliche individuelle Nachbereitung.

Das SRC ist doch schon gegenüber dem -zuvor notwendigen- Betriebszeugnis abgespeckt und auf Yachten zu geschnitten. Übersetzungen von "der verrutschen Ladung" kommen nicht mehr vor und auch nicht die Fragen nach der "Abrechnung des Telefonats in Sonderziehungsrechten".

Einen korrekten Funkspruch sollte man aber schon auf die Reihe bringen. Wenn jemand 3 mal die Notruftaste drückt und anschließend bei Rückfrage erklärt, dass das wohl ein Bedienungsfehler gewesen sei, wird dadurch deutlich, dass die Gerätekenntnis eben nicht ausreichend ist (passiert im vergangenen Sommer nahe Avernakö). Ferner passiert es immer wieder, dass Klönschnack auf 16 gehalten wird oder dort sogar einige Musik zu übertragen probieren.

Ob solche Ausreißer nun durch eine entsprechende Prüfung verhindert werden, sei dahingestellt. Aber zumindest die Sensibilität ist vermittelt worden. Ferner ist auch vermittelt worden, wie und wann ein Notruf, eine Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldung zu erstellen sind. Da irgend jemand dann solche Meldungen empfängt und aufschreiben will/muss, ist die Form derselben eben nicht belanglos. Ich möchte (nicht) sehen, was passiert, wenn in einer Notmeldung der Schiffsname und die Position irgendwie gesendet werden. Hat dann jemand, der das notieren will, noch eine reelle Chance das korrekt zu tuen?

fennekjolle
15.07.2007, 22:50
... empfohlen nur für Mutige, deren Bereitsteller (Provider) einen
Schmutzfänger (spam filter) eingeschaltet hat - Hasenfüße, Bes-
serwisser und Menschen mit unaufrichtigen Absichten geben die
E-Mail-Adresse besser nicht bekannt.

Gehen Sie oben auf die blaue Leiste, klicken Sie dort auf das
Wort "Kontrollzentrum" und folgen Sie den Optionen. Gutes
Gelingen !

Carlo

Dank für den Hinweis. Der Empfehlung bereits gefolgt!

Aber, ......

auf dem e-Mail Konto ist der Fragenkatalog (noch) nicht eingegangen.

War das Angebot seriös?

Kommt da noch was?

Grüsse RalfS

Tamino
15.07.2007, 23:18
Wenn man den Kurs didaktisch gut bringt und von allem unnötigen Wissen befreit, sollte es kein Problem sein, ihn zu bestehen.
Ich habe meinen ersten Funkschein ohne Kurs direkt in Bremen gemacht. Man liest sich das Buch durch und gut ist.
Den 2. Schein habe ich mit Kurs gemacht, war gesellschaftlich ganz nett, inhaltlich hätte man es aber auch sehr viel schneller geschafft.
Multiple Choice -Tests können einfach sein, wenn die Fragen und Antworten klar gestellt werden. Häufig werden aber Fallstricke oder doppelte Verneinungen eingebaut, die kein Wissen verlangen, sondern Konzentration.

illupodimare
15.07.2007, 23:21
... War das Angebot seriös? ... Kommt da noch was?

... war unsesriös - es kommt nichts mehr.

fennekjolle
16.07.2007, 05:18
... war unsesriös - es kommt nichts mehr.

Einfach ganz "toll" :mad: bei einem so bedeutungsvollen Thema.

Wie kommen Föschbe und ich denn jetzt an die Fragen?

Es herrscht eine eigenartige "Stille" um diese Problematik hier.

Dachte nach ReiKlei`s Beitrag würde hier im Forum ein Aufschrei der kommerziellen Schulen entstehen. :confused: ;)



Ich verstehe nicht ganz, was an den 9 (((durchgehenden))) Stunden so aufregend ist.

Uns hat mal ein offensichtlicher Pädagogik Profi in einem Ausbildungsseminar der BerufsGenossenschaft Folgendes gesagt:


Rede über Alles, aber nie über 45 Minuten

Er selbst hatte sich an die Weisheit exakt gehalten. Das Lernen hat Spaß gemacht. Die Lerneffektivität war sehr hoch!

Jetzt rechnet mal.

Wie soll ich bei 6,75 h effektiver Lernzeit all das SRC Wissen bekommen?

Müssen/dürfen wir auch noch eine Mittagspause abziehen?

Ist da ein "Heilpraktiker" der Wassersportausbildung am Werke?

Viele Grüsse

RalfS

kunjani
16.07.2007, 08:24
Müssen/dürfen wir auch noch eine Mittagspause abziehen?


NEIN - Du sollst lernen, nicht (fr)essen :D

K

JochenG
16.07.2007, 09:00
Uns hat mal ein offensichtlicher Pädagogik Profi in einem Ausbildungsseminar der BerufsGenossenschaft Folgendes gesagt:


Er selbst hatte sich an die Weisheit exakt gehalten. Das Lernen hat Spaß gemacht. Die Lerneffektivität war sehr hoch!

Das ist Standard und findet sich in jedem halbwegs seriösem Buch über diese Thematik. Also richtiges und effektives Lernen/Vermitteln, nicht SRC. :)
Hintergrund ist die Aufnahmekapazität und die Notwendigkeit dem Kopf auch immer wieder eine Pause zu gönnen, um aufgenommenen Lerninhalt etwas zu verdauen und wieder "Platz" zu bekommen. Ergo sollte man spätestens alle 45-max. 60 Min. lernen, eine Pause von ca. 15 Min machen (hängt alles etwas von der Gewöhnung, aber auch den Lernenden und dem Lernstoff ab).
Superoptimal ist es wenn man Abends lernt und dann schlafen geht. Dann ist die Quote des optimalen verarbeitens und behaltens am höchsten. Geht natürlich nicht, wenn man einen Kurs macht, der an einem Tag abläuft.

Wie man das alles dann in die kurze Zeitspanne hinein packt? Indem die Leute nicht völlig "blank" da auftauchen. Es wird, wenn man genau die Angebote liest, auch von dem zugehörigen Buch gesprochen und ... äh, ich weiß den Wortlaut nicht mehr, aber meine es wird auch erwähnt das man das Buch kennen, also gelesen haben sollte. Dann ist eben nichts total neu und man kann sich direkt mit dem wichtigen befassen, der Bedienung, den Texten bzw. Abläufen und was da sonst noch wirklich wichtiges ist. Und dann sollte das alles auch in 9h Komplettzeit hineinpassen.

Bonnie
19.07.2007, 20:30
Hallo,
die Funkzeugnissdiskusion in Deutschland ist mir ziemlich egal.
Bei einem Charter verlange ich in Zukunft, fals eine Funke an Bord ist, die Außerbetriebsetzung.
Wenn das nicht hilft kein Charter in Deutschland.
Dänemark ist auch nicht weit und Polen wird kommen.
In der Ostsee kommt jeder Charterer mit dem Handy aus.

ixarus
30.07.2007, 15:38
Scheine, Scheine, Scheine.........
Ich weiss nur eines: In meiner 5-jährigen Zeit als Segellehrer für SKS und SSS habe ich KEINEN EINZIGEN Schüler gehabt, der SEGELN konnte!!
Fazit: Der DSV hat offensichtlich Null Interesse daran, dass seine Offshore-Prüflinge segeln können! Es geht ihm ausschliesslich um die Verwaltung seiner Belange.
Mein Eindruck: Es gibt eine Art "Mafia" bestehend aus DSV, Verkehrsministerium und Vercharterern! Diese 3 Gruppen haben natürlich ein Interesse an maximalem Verwaltungsaufwand, da das ihre Existenz sichert.
Fazit für mich: Funkgerät wird verschrottet und Mitgliedschaft im DSV wird gekündigt. Sorry, aber Segeln ist für mich gleichbedeutend mit Freiheit und Eigenverantwortung! Den typischen "Verwaltungs-Blues" habe ich noch nie mitgemacht. Falls dann auch noch die Kennzeichnungspflicht kommt, flagge ich aus oder suche mir ein neues Hobby! Auf Eskapaden der Obrigkeit reagiere ich extrem allergisch! Es lebe die Liberalität und Eigenverantwortung!!

Matthias Axmann
30.07.2007, 16:42
Scheine, Scheine, Scheine.........
Ich weiss nur eines: In meiner 5-jährigen Zeit als Segellehrer für SKS und SSS habe ich KEINEN EINZIGEN Schüler gehabt, der SEGELN konnte!!

Es wäre ja auch schlimm, wenn ich als Schüler das schon könnte was ich eigentlich lernen will. Dann könnte ich mir eigentlich die Segelschule sparen. Und natürlich kann ich von einem SSSler mehr erwarten als von einem SKSler.

Gruß axi

ixarus
31.07.2007, 10:25
Hallo Matthias!
Ich glaube ich muss das Problem mal etwas deutlicher erklären. Da treten Leute zu einer einwöchigen Ausbildungsfahrt mit anschliessender Prüfung an, die keinerlei Jollenerfahrung haben und präsentieren als "Befähigungsnachweis" ihrer Segelpraxis ein "Meilenbuch", wo sie fein säuberlich je einzelne Meile als Mitfahrer auf "Animationstörns" auflisten. SEGELN können die nicht, wollen aber nach Erhalt des SKS-Scheins eigenverantwortlich chartern, was ihnen auch gestattet ist. Die Strategie der Prüfungsvorbereitung ist dann logischerweise ein Einüben von Standartmanövern. Auf sich allein gestellt bei minimal anderen Verhälnissen zeigt sich aber dann eine maximale Hilflosigkeit. SEGELN können die dann immer noch nicht.
FRÜHER war der A-Schein Pflicht bevor man den weiterführenden BR-Schein machen durfte.......
Ich habe Fälle erlebt, wo SSS-Aspiranten, sobald etwas mehr Welle war, alle Nase lang ne "Patentwende" gefahren sind. Halsen kann sowieso GARKEINER! Sorry, die Ausbildungspolitik des DSV geht VOLL an der Realität (Seemannschaft + physikalische Grundkenntnisse) vorbei!
Sorry, harten Worte aus der Praxis........ ;)

georg_s22
31.07.2007, 23:44
Ich glaube ich muss das Problem mal etwas deutlicher erklären. Da treten Leute zu einer einwöchigen Ausbildungsfahrt mit anschliessender Prüfung an, die keinerlei Jollenerfahrung haben und präsentieren als "Befähigungsnachweis" ihrer Segelpraxis ein "Meilenbuch", wo sie fein säuberlich je einzelne Meile als Mitfahrer auf "Animationstörns" auflisten. SEGELN können die nicht, ...

Deswegen lassen wir uns, als Verein, auch nicht auf 1-Wochentörns ein. Sicher ist das mit einer 2-wöchigen Ausbildung auch nicht so viel besser, aber doch ein bischen.

Die Art des heran Gehens, nämlich Schein vor alles, können wir nicht ändern, höchstens versuchen, das Beste daraus zu machen bzw. Schwachpunkte abzuwenden.

FFeelliikkss
02.08.2007, 09:55
Hallo,
dies habe ich gerade beim DSV gelesen:
(...)
In der vorliegenden Form kann das RYA-Funkbetriebszeugnis nicht anerkannt werden. Deutschland liegt damit auf einer Linie mit anderen EU-Staaten.
(...)
Quelle:
http://www.dsv.org/index.cfm?RUBRIK=1144&STYLE=default&&CS=B505420630BE241E633D7DB989E3E2AD&Article_ID=1155

So einfach ist das also nicht die deutschen Prüfungen zu umgehen.

Gruß,
FFeelliikkss

ocean_sailor
02.08.2007, 10:46
Dieses Mal hat der DSV ein Problem. Die Prüfung in England hat die gleichen Anforderungen wie die deutsche Prüfung. Der Prüfungsstoff ist international vorgeschrieben.
Mir hat man in GB bescheinigt vom Ministerum für Verkehr, dass die Prüfung nach den Internationalen Regeln durchgeführt wurde und Die Bundesrepublik hat mir das Dokument "Anerkenntnis eines ausländischen Seefunkzeugnisses" ausgestellt.
Es ging also.
Hier geht es um das gebrochene Monopol des DSV´s....

Das mit den 9 Stunden ist dummes Zeug. Man benötigt auch in England mehr Zeit. Der Kursus dauert einen Tag, aber ohne Vorbereitung hat man keine Chance die Prüfung zu bestehen.
Der 9 Stunden Kurs ist nur eine Auffrischung.

käptn igloo
02.08.2007, 19:14
hmm, ich denke, gegen die prüfung in england wird es schwer etwas zu sagen geben.
aber was haltet ihr von veranstaltern, die als referenten in deutschland, der schweiz oder österreich gleichzeitig die "prüfung" abnehmen und das patent kriegt man dann aus england zugeschickt???
wenn wir öschi´s das deutsche SRC oder LRC machen, haben wir zwar den kurs in österreich, aber zur prüfung müssen wir dann nach deutschland (passau, freilassing usw.) fahren...

das deutsche patent, das ein öschi in deutschland macht, ist in österreich auch per gesetz anerkannt!

kunjani
02.08.2007, 20:55
Moin,

einfürallemal: ganz egal wo du eine Prüfung für das SRC o. LRC ablegst, oder von wo es wohin es geschickt wird, ist es international anerkannt!

Darüber hinaus schlenzen rund 80% ohne Funkzeugnis im SSb Bereich :p

Gruss

K.

yamay
03.08.2007, 00:36
Moin,

einfürallemal: ganz egal wo du eine Prüfung für das SRC o. LRC ablegst, oder von wo es wohin es geschickt wird, ist es international anerkannt!

Darüber hinaus schlenzen rund 80% ohne Funkzeugnis im SSb Bereich :p

Gruss

K.



Das mit dem "ein für alle Mal" würde ich noch nicht unterschreiben. In der das SRC/LRC betreffenden Cept-Empfehlung haben sich die Cept-Staaten auf einen einheitlichen Prüfungsumfang geeinigt.

www.ero.dk/documentation/docs/doc98/official/pdf/REC3104E.PDF

Wenn sich herausstellen sollte, dass die englische Prüfung diesen Anforderungen nicht entspricht, gibt es ein Problem.
Offensichtlich haben bereits mehrere Staaten festgestellt, dass das der Fall ist. Dadurch ist die Vereinbarung zu gegenseitigen Anerkennung nicht mehr gültig.


Zu SSB:
Für deutsche Skipper dürfte die genannte Rate wohl kaum stimmen.
Zum einen gibt eine Menge Segler mit dem Allgemeinen Sprechfunkzeugnis für den Seefunkdienst.
Zum anderen haben viele Segler eine gültige Amateurfunklizenz. In Europa hat die KW bei weitem nicht die Bedeutung an Bord wie z.B. in vielen Überseerevieren oder auf großer Fahrt.
Einer der Hauptgründe für das Betreiben einer KW-Station an Bord ist die Teilnahme an Sailmail/winlink. Für beides ist ein Rufzeichen erforderlich.

International mag das anders sein, wobei ich auch da die hohe Rate der Nichtlizensierten anzweifle. Insbesondere die US- und die kanadischen Segler haben in der überwiegenden Mehrheit ein HAM-Rufzeichen.

Fair winds

YAMAY

hansjo
03.08.2007, 03:15
Moin,
ich hab mal eine Frage: Was ist eigentlich ein SRC? Das ist kein Witz, ich weiss es wirklich nicht.

Jan Brass
03.08.2007, 04:23
gibt es kostenlos

http://www.ruhr-uni-bochum.de/sirub/Lern-UKW/Lern_SRC_Fragenkatalog.htm

yamay
03.08.2007, 09:51
Moin,
ich hab mal eine Frage: Was ist eigentlich ein SRC? Das ist kein Witz, ich weiss es wirklich nicht.

Ich zitiere von der Website des Prüfungsausschusses Bremen.

"Das beschränkt gültige Funkbetriebszeugnis (Short Range Certificate - SRC) ist ein international gültiges Funkzeugnis. Es wird benötigt, um am weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS) und am UKW-Sprechfunk auf See teilnehmen zu können. Nach Übergang der Prüfungshoheit auf die Verbände ist dieses Zeugnis der Nachfolger des UKW-Betriebszeugnisses I."

Das LRC ist entsprechend das Long Range Certificate.

Fair winds

YAMAY

Benjamin
03.08.2007, 10:24
Ich zitiere von der Website des Prüfungsausschusses Bremen.

"Das beschränkt gültige Funkbetriebszeugnis (Short Range Certificate - SRC) ist ein international gültiges Funkzeugnis. Es wird benötigt, um am weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS) und am UKW-Sprechfunk auf See teilnehmen zu können. Nach Übergang der Prüfungshoheit auf die Verbände ist dieses Zeugnis der Nachfolger des UKW-Betriebszeugnisses I."

Das LRC ist entsprechend das Long Range Certificate.

Fair winds

YAMAY

Sorry, aber das ist -selbst wenn es von einem Prüfungsausschuss ist- nicht ganz richtig. Im Gegensatz zum SRC umfasst das BZ1 auch noch zusätzlich den Binnenbereich. Um mit heute erwerbbaren Zeugnissen die gleichen Dinge machen zu dürfen wie mit dem BZ1 muss man das SRC und das UBI machen. Also zwei Prüfungen statt einer. Selbstverständlich wird auch für zwei Prüfungen statt nur für eine kassiert. (Nein, ich denk mir nichts böses dabei...)

Im übrigen verstehe ich nicht, warum ihr euch so aufregt. Es besteht doch überhaupt kein Zwang einen Kurs zu machen um an die Kenntnisse für die Prüfung zu kommen. Der eine lernt das in wenigen Stunden, ein anderer vielleicht nie. Darüber hinaus ist es doch auch egal wie blödsinnig die Fragen sind. Erzählt den Leuten was sie hören wollen und fertig. Später funkt ihr dann sowieso so, wie es die Praxis erfordert.

Benjamin

kunjani
03.08.2007, 17:38
Zu SSB:
Für deutsche Skipper dürfte die genannte Rate wohl kaum stimmen.


Hi Yamay,

mag sein, ich meinte und meine immer internationale Gepflogenheiten.

Mal ehrlich, wen interessiert es in der Karibik, der Südsee oder in Südafrika, woher Dein Funkzeugnis stammt. Darüber hinaus benutzen viele Segler ihr SRC Kennzeichen auch für das SSB.

Davon abgesehen, wird mit den immer günstiger werdenden Tarifen für das SAT-PHONE das SSB in naher Zukunft nicht mehr notwendig sein.

Gruss

K.

Elbe-1
04.08.2007, 08:17
In der Ostsee kommt jeder Charterer mit dem Handy aus.
Wer auf der Ostsee oder sonstwo nur mit dem Mobiltelefon unterwegs ist, handelt verantwortungslos und asozial: Er behält sich selbst die Möglichkeit vor, Hilfe von den Seenotleitzentralen herbeizurufen, bleibt aber taub für die möglichen Hilfe- und Dringlichkeitsrufe anderer.

Er handelt darüber hinaus unseemännisch, indem er leichtfertig auf Informationen verzichtet, die es nur per Seefunk gibt, etwa Sicherheitsmeldungen oder die regelmäßigen Lageberichte der Verkehrszentralen.

Elbe-1

yamay
04.08.2007, 09:33
Hi Yamay,

mag sein, ich meinte und meine immer internationale Gepflogenheiten.

Mal ehrlich, wen interessiert es in der Karibik, der Südsee oder in Südafrika, woher Dein Funkzeugnis stammt. Darüber hinaus benutzen viele Segler ihr SRC Kennzeichen auch für das SSB.

Davon abgesehen, wird mit den immer günstiger werdenden Tarifen für das SAT-PHONE das SSB in naher Zukunft nicht mehr notwendig sein.

Gruss

K.

Hallo Kunjani,

in der von Dir als Beispiel genannten Karibik ist das Kurzwellenfunkgerät (SSB-Radio) das Standard-Kommunikationsmittel innerhalb der Community.

Im 1:1 Kontakt mag das SAT-Telefon z.B. den eMail- und den Wetterempfang künftig mehr und mehr übernehmen, wenn es noch erheblich billiger wird.

Der Kontakt mit der Heimat läuft schon heute teilweise über SAT-Telefon und Internet. Das Internet (mehr und mehr über WLAN) ist für eine Tasse Kaffee oder sogar kostenlos fast überall zugänglich. Kostenlose Dienste, wie Skype, sind heute der Standard fürs weltweite Telefonieren. Ich wüsste nicht, weshalb ich Geld für ein SAT-Telefon ausgeben sollte. Ich erreiche von meinem Ankerplatz fast immer einen WLAN-Access-Point und muss noch nicht mal das Schiff verlassen.

Es gibt weltweit hunderte von SSB-Netzen, auf denen sich die Segler täglich treffen, um sich über das Wetter, Sicherheit, gegenseitige Hilfe usw. auszutauschen. Das kann das SAT-Telefon ohnehin nicht leisten.

Übrigens würde ich die "Schwarzfunker" in der Karibik eher bei 20% als bei 80% sehen. HAMs unter den US-Seglern veranstalten in Buchten, in denen man während der Hurrikansaison liegt, sogar Kurse für die Lizenzprüfung.

So ganz gesetzlos geht es auch außerhalb Europas nicht zu.

Fair winds

YAMAY

Michael60
06.08.2007, 10:35
gibt es kostenlos

http://www.ruhr-uni-bochum.de/sirub/Lern-UKW/Lern_SRC_Fragenkatalog.htm

Hallo,

die letzte Seite mit der Zusammenstellung der Fragen auf den Fragebögen ist interssant. Gibt es eine solche Zusammenstellung auch für die Fragebögen des LRCs?

Michael

yamay
06.08.2007, 13:24
Schau mal hier:
www.elwis.de/Freizeitschifffahrt/hinweise-sprechfunk-funkzeugnisse/Fragenkatalog-LRC.pdf

Fair winds

YAMAY

Segler-HJ
06.08.2007, 13:31
Hallo,
die Frage ging wohl für den LRC dahin, für jeden einzelnen Fragebogen eine Liste der Fragennummern aus dem Gesamtkatalog zu erhalten, die im jeweiligen Fragebogen Verwendung finden.
Der Link nach elwis ist da nicht hilfreich.

HErzlicher Gruß

HaJo

Michael60
06.08.2007, 14:22
Hallo,
die Frage ging wohl für den LRC dahin, für jeden einzelnen Fragebogen eine Liste der Fragennummern aus dem Gesamtkatalog zu erhalten, die im jeweiligen Fragebogen Verwendung finden.
Der Link nach elwis ist da nicht hilfreich.

HErzlicher Gruß

HaJo

.. richtig, so dachte ich.

Wie beantwortet man eigentlich Fragen, die in dem neuen Fragenkatalog eine andere Antwort bekommen haben. Z.B. die Fragen nach den Inmarsat-System (A und E ist passé) oder im SRC die Frage nach den Kosten der Abrechnungseinheiten, die nun nicht mehr in Goldbarren;) oder Sonderziehungsrechten bezahlt werden? Der neue Fragenkatalog gilt ja erst ab 01.10.2007.

Michael

wassersportschule
07.08.2007, 09:14
Sehr geehrter Herr SCHNEIDER,

wenn Sie in der YACHT Seite 12 YACHT 15-2007 schon einen so tollen Anschub für das sich bei Ihnen wohl nicht mehr zu stoppende und unweigerlich anbahnende Geschäft mit dem von Ihnen angebotenen „UK“ SRC wegen der Unbequemlichkeiten um das „deutsche“ SRC bekommen haben,so sei es doch erlaubt zu hinterfragen und dann erklären Sie sich doch hier mal bitte öffentlich.

Wir denken, dass Sie das mit Ihrem verlockenden Sonderangebot der Leserschaft von YACHT (siehe oben) und der Leserschaft in diesem Forum unbedingt schuldig sind.

Wir erwarten von Ihnen eine öffentliche Erklärung über „Ihr System“.

„Grauzone“ und „Geldschneiderei“ sollen doch angeblich bisher ausschließlich beim DSV praktiziert worden sein.
Sie wollen doch offensichtlich fairer agieren und deswegen bitten wir Sie hier in „dieser heiklen Angelegenheit“ um Aufklärung und eine breite Transparenz darüber, was bei der von Ihnen „praktizierten und von Ihnen begleiteten Aktion“ so ganz Anders und vorteilhafter sein soll.

Wie geht das nur: SRC in nur 9 Stunden? - um einmal die Fragestellung des Thread Autors aufzugreifen. ;)

Bitte nehmen Sie, Herr SCHNEIDER, (http://charterzentrum.wordpress.com/2007/05/18/src-es-geht-auch-einfacher) uns das Unbehagen.

Viele Grüße

von Gerhard von der Wassersportschule ABC

wassersportschule
07.08.2007, 09:34
Lese gerade auf Herrn Schneider's Seite:


11.04.2006 08:41:54 >>>
Sehr geehrter Herr Schneider,

gern bestätigen wir Ihnen auch auf diesem Wege, dass
Funkbetriebszeugnisse die nach den internationalen Regelungen (Artikel S47 Radio Regulations) ordnungsgemäß in anderen Ländern erworben wurden
entsprechend ihres Geltungsbereiches auch bei uns anerkannt werden.
Umschreibungen sind weder möglich noch erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen
Zentrale Verwaltungsstelle

i. A. Hannelore Meincke

Damit dürften die hier mit Herrn Schneider's Hilfe auf deutschem Territorium erworbenen SRC Scheine nur "schein" bleiben.

Frau Meineke lässt auch clevererweise den Bezug zu deutschen Staatsbürgern in ihrem Statement weg.

Wird Frau Meineke in naher Zukunft von übergeordneter Stelle zurückgepfiffen?

Welche Funktion bekleidet Frau Meineke überhaupt in der ZVS?
Ist sie Telefonistin?


Grüsse

Gerhard

illupodimare
07.08.2007, 09:50
... Darüber hinaus ist es doch auch egal wie blödsinnig
die Fragen sind. Erzählt den Leuten was sie hören wollen und
fertig ... Benjamin
... gehören gebrandmarkt. Sie sind die Weggefährten ineffizienten
Denkens und Handelns. Sie propagieren den Weg in Anpassung
und Unmündigkeit. Ihre Protegés möchten gern die Unschuldigen
sein, wenn es auf den Weg zum Kadaver-Gehorsams geht. Sie
sind es nicht. Sie sind erwachsen, denken wie Schulkinder und
empfehlen ihr Denken auch noch den Mündigen. Setzen - 5 !

wassersportschule
10.08.2007, 00:52
Bitte doch Herr Schneider (http://forum.yacht.de/showpost.php?p=663922&postcount=59)

lG

Gerhard

wassersportschule
21.08.2007, 21:06
Was sagt den nun YACHT dazu? (http://forum.yacht.de/showpost.php?p=659997&postcount=1)

War es eine Falschmeldung?

V.G.
Gerhard

Ausgeschiedener User
21.08.2007, 21:13
iss scho wieder http://www.cosgan.de/images/smilie/tiere/g080.gif - Saison ?


_

yamay
21.08.2007, 21:17
Muss wohl so sein.
Keiner spricht mit ihm. Weder der Herr Schneider noch der Herr YACHT.
Armer Teufel.

Mitfühlend

YAMAY

wassersportschule
21.08.2007, 21:38
Muss wohl so sein.
Keiner spricht mit ihm. Weder der Herr Schneider noch der Herr YACHT.
Armer Teufel.

Mitfühlend

YAMAY

Warum habt Ihr euere Beiträge nicht schon früher gebracht?

Hier gehts doch um Koooohle und Thread Hebung.

Wenn ihr schreibt, kann ich es mir doch dann sparen.

Schon ca. 4.000 Clicks! ;)


G.

wassersportschule
21.08.2007, 21:43
iss scho wieder http://www.cosgan.de/images/smilie/tiere/g080.gif - Saison ?


_

Die Ente http://www.cosgan.de/images/smilie/tiere/g080.gif ist wohl immer für eine hohe Quote (=Clicks) gut.

Liebe Grüsse

G.

pilgrimBL
22.08.2007, 12:43
Jetzt fangt ihr wieder an, den guten und sinnvollen SRC-Schein zu zerhacken. Dabei höre ich immer wieder Argumente über die man nur den Kopf schütteln kann. Der SRC/LRC ist endlich international vorgeschrieben. Alles was vorher da war, war nur halbherziger Mist. UND: diese Scheine sind für die Berufsschifffaht entwickelt worden. Und der ganze "Füllstoff" ist schon wichtig und nützlich. Und natürlich macht es einen Unterschied, ob ich "Zero" sage, oder "OH" oder "Dot". Es geht darum, einen internationalen gemeinsammen Wortschaft zu schaffen, der auch erkennbar ist, wenn die Aussprache alles andere als Englisch ist. Das war vorher nicht so, trotz IMO-Englisch. Aber wer kann das denn schon? Ich habe, als ich noch Nautiker war, auf der Brücke oft die andere überhaupt nicht verstanden. Die haben irgendwas in Englisch dahingeschwafelt. Das ist nun vorbei. Endlich ein Funkwesen, fast so wie bei der Luftfahrt. Und zum SRC-LRC gibt es auch keine Alternativen, wie z.b. KW oder Handy. Zusätlich ist das ok, aber keinesfalls stattdessen!

Was problematisch ist: die Art und Weise, wie die Prüfungen für die Segler von den Verbänden abgenommen werden. Das hat schon fast militärische Züge gehabt. Aber es ist abhängig von den betreffenden Prüfer, wer jedoch die Fragen gelernt hat, und auch Funken kann, wird die Prüfung auch bei den schlechtesten Prüfern bestehen werden.

Was wir für den Segelsport brauchen, ist eventuell ein SRC-Light-schein. Aber soweit ist man bei "SOLAS" noch nicht. Und darauf warten lohnt sich auch nicht.

Ich möchte mal wissen, wieviele von den Postern hier den SRC wirklich gemacht haben? Es ist doch nicht schwerr: Fragenbuch kaufen, lernen und sich prüfen lassen. Das geht alles weniger Wochen. Und gut ist.

Ich habe 1985 mein "allgemeines Sprechfunkzeugnis" erworben. Dazu gehörte noch Morsen (Ton und Licht) und der gesammte Telegrammverkehr. Natürlich auch der Notfunkverkehr. Verglichen mit dem SRC, war das ne echte Aufgabe. Das ist heute alles soooo viel einfacher geworden.

Und wer mit seinem Handy auf die Ostsee will, der soll es doch machen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich.

So, nun fallt über mich her. Aber bitte nur wirkliche SRC-Schein-Inhaber!:D

Piratensmart
22.08.2007, 13:16
Hilft der englische SRC beim schwierigsten Problem überhaupt?

Bei meinem SRC Kurs gab es hauptsächlich Schwierigkeiten bei den Seglern, die Englisch nie gelernt hatten oder deren Schulenglisch schon Jahrzehnte verstaubt war.

Hier fehlt halt, analog zum Flugfunk, ein deutschsprachiger SRC. So was gibt es in der Sportfliegerei und berechtigt eben zum Flugfunkverkehr im deutschsprachigen Raum. Könnte beim segeln analog in Nord- und Ostsee gelten.

Nicht jeder Segler kann und möchte neben dem Funkschein eben noch einen kompletten Sprachkurs machen.

Zu teuer? Manch blöde Frage? Durchformulieren statt Multiple Choise? Nun das sind Ärgernisse, aber keine echten Hindernisgründe.

LG
Michael

urowilli
22.08.2007, 13:19
Hallo,

PilgrimBL hat Recht, so schwer ist das nicht und die Prüfer sind sehr fair und tolerant.

Urowilli

yamay
22.08.2007, 13:45
@ PilgrimBL

Einige Fragen stellen sich mir schon, wenn ich Deinen Beitrag durchlese.

SRC und LRC sind doch wohl nicht für die Berufsschifffahrt entwickelt worden oder? Heißen die nicht ROC und GOC?

Das allgemeine Sprechfunkzeugnis für den Seefunkdienst (General Ship Radiotelephone Opertor's Certifikate) habe ich auch. Allerdings war da in der Ausbildung nix mit Morsen per Licht und Ton. Obwohl es Kurzwelle einschloss, wurden bei diesem Zeugnis keine Englischkenntnisse verlangt, was mich seinerzeit sehr wunderte.

Du meinst wahrscheinlich das Allgemeines Seefunkzeugnis. Daneben gab es noch die Seefunkzeungisse 1. und 2. Klasse.
Abgenommen wurde meine Prüfung damals noch von der OPD Hamburg.

Glaubst Du wirklich, dass im Rahmen der SRC-Vorbereitung - ob per Kurs oder "Fragenbuch", wie Du vorschlägst, irgend jemand so nebenbei Englisch lernt, der vorher kein Wort Englisch gesprochen hat?

Das Englisch der Piloten ist auch nicht immer zum totlachen. Ich wurde schon des öfteren auf dem Flug nach London von englischen Passagieren nach einer Durchsage des deutschen Flugkapitäns gefragt, um was es da eigentlich ging.

Es sollen sogar schon Flugzeuge abgestürzt sein, weil sich Piloten und Flugsicherung nicht verstanden haben.

Das BFZ I und II kannst Du ohnehin nicht mit dem SRC vergleichen. Das BFZ II sieht als Flugsicherungssprache Deutsch vor.
Weshalb beim SRC ein, wenn auch sehr reduziertes, englisches Vokabular verlangt wird, habe ich bis heute nicht verstanden.

Fair winds

YAMAY

Michael60
22.08.2007, 13:58
Hallo,

zwischenzeitlich habe ich auch die Prüfung zum SRC/LRC erfolgreich abgelegt. Richtig aufwändig ist das Ganze nicht, wobei mir das Auswendiglernen der Abkürzungen, Kanäle und Frequenzen nicht einfach fiel. Das Lernen für die etwa 370 Fragen, die etwa 60 Übersetzungen und die Übungen für UKW, Grenzwelle und Inmarsat sollte man nicht auf die letzte Woche vor der Prüfung verlegen. Dann wird es eng.
Englisch war grundsätzlich kein Problem. Die wenigen neuen Vokabeln sind schnell gelernt und und "unterwegs nach" werde ich auch in Zukunft nicht mit "underway to" übersetzen. Der Sinn der Texte ist manchmal dubios oder weiß jemand, was zu tun ist, wenn man innerhalb eines Radius von 2 sm einen großen Abstand halten soll?

Bei der praktischen Prüfung war schon zu erkennen, dass die Prüfer nicht darauf aus waren, irgendjemand vorzuführen. Es wurde viel geholfen so dass man schon den Spruch bringen kann: Es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Nächste Woche werde ich mit dem neuen Schein protzen können;)

Schönen Gruß

Michael

Piratensmart
22.08.2007, 14:14
...Englisch war grundsätzlich kein Problem. Die wenigen neuen Vokabeln sind schnell gelernt und und "unterwegs nach" werde ich auch in Zukunft nicht mit "underway to" übersetzen.

Schönen Gruß

Michael


Das gefragte Englisch ist nicht schwer - wenn Du eben Englisch kannst.... Die paar extra Vokabeln sind auch schnell durch.

Wer kein Englisch kann, wird die Prüfung nicht bestehen oder besser gesagt sie auch nie antreten können. Was ist jetzt mit dem erfahrenen Ostseeskipper? Darf er nicht mehr chartern? Muss er auf den Sicherheitsgewinn durch Funk verzichten? Das ist meine Kritik.... aber damit wären wir vomThema englischer SRC schon zu weit weg.

LG
Michael

pilgrimBL
22.08.2007, 14:20
@ PilgrimBL

Einige Fragen stellen sich mir schon, wenn ich Deinen Beitrag durchlese.

SRC und LRC sind doch wohl nicht für die Berufsschifffahrt entwickelt worden oder? Heißen die nicht ROC und GOC?

Das allgemeine Sprechfunkzeugnis für den Seefunkdienst (General Ship Radiotelephone Opertor's Certifikate) habe ich auch. Allerdings war da in der Ausbildung nix mit Morsen per Licht und Ton. Obwohl es Kurzwelle einschloss, wurden bei diesem Zeugnis keine Englischkenntnisse verlangt, was mich seinerzeit sehr wunderte.

Du meinst wahrscheinlich das Allgemeines Seefunkzeugnis. Daneben gab es noch die Seefunkzeungisse 1. und 2. Klasse.
Abgenommen wurde meine Prüfung damals noch von der OPD Hamburg.

Glaubst Du wirklich, dass im Rahmen der SRC-Vorbereitung - ob per Kurs oder "Fragenbuch", wie Du vorschlägst, irgend jemand so nebenbei Englisch lernt, der vorher kein Wort Englisch gesprochen hat?

Das Englisch der Piloten ist auch nicht immer zum totlachen. Ich wurde schon des öfteren auf dem Flug nach London von englischen Passagieren nach einer Durchsage des deutschen Flugkapitäns gefragt, um was es da eigentlich ging.

Es sollen sogar schon Flugzeuge abgestürzt sein, weil sich Piloten und Flugsicherung nicht verstanden haben.

Das BFZ I und II kannst Du ohnehin nicht mit dem SRC vergleichen. Das BFZ II sieht als Flugsicherungssprache Deutsch vor.
Weshalb beim SRC ein, wenn auch sehr reduziertes, englisches Vokabular verlangt wird, habe ich bis heute nicht verstanden.

Fair winds

YAMAY

klar, wer kein Englisch kann, fällt bei SRC/LRC durch. Hier ist eine Hürde, die übersprungen werden muss. Alternativen dazu sehe ich nicht. Kein Englisch=kein SRC/LRC. Ganz einfach.

Es werden IMMER Unfälle geben, trotz SRC/LRC!

Wenn ich etwas mit dem Flugfunk vergleiche, dann nur das: Jetzt kommt ein "Standart" in das Seefunkwesen. Vorher konnte doch jeder machen was er wollte (fast).

Ich meine das allgemeine (UKW) Sprechfunkzeugniss für den Seefunkdienst.

SRC/LRC/ROC/GOC ? wie ich sehe, hast du keine dieser Qualifikationen.

Wenn nicht für die Handelsschifffahrt ausgelegt, für wenn dann (laut SOLAS) ?

:(

yamay
22.08.2007, 21:23
klar, wer kein Englisch kann, fällt bei SRC/LRC durch. Hier ist eine Hürde, die übersprungen werden muss. Alternativen dazu sehe ich nicht. Kein Englisch=kein SRC/LRC. Ganz einfach.

Es werden IMMER Unfälle geben, trotz SRC/LRC!

Wenn ich etwas mit dem Flugfunk vergleiche, dann nur das: Jetzt kommt ein "Standart" in das Seefunkwesen. Vorher konnte doch jeder machen was er wollte (fast).

Ich meine das allgemeine (UKW) Sprechfunkzeugniss für den Seefunkdienst.

SRC/LRC/ROC/GOC ? wie ich sehe, hast du keine dieser Qualifikationen.

Wenn nicht für die Handelsschifffahrt ausgelegt, für wenn dann (laut SOLAS) ?

:(

Ich habe ein wirkliches Problem, Dich zu verstehen.

Es gibt und gab keine allgemeines (UKW) Sprechfunkzeugnis für den Seefunkdienst. Was es gibt/gab, war das beschränkt gültige Sprechfunkzeugnis für den Seefunkdienst. Bei beiden war/ist nichts mit Morsen, daher der Name Sprechfunkzeugnis.

Es konnte auch vor Einführung des SRC/LRC nicht jeder machen, was er wollte. Die vor der OPD abzulegenden Zeugnisse hatten nur andere Bezeichnungen.

Wenn Du den Unterschied zwischen den einzelnen Funkzeugnissen wissen möchtest, einfach mal googeln. SRC und LRC sind jedenfalls für die Sportschifffahrt und für die kleine Berufsschifffahrt unter 300 BRT zugelassen.

Für ausrüstungspflichte Schiffe nach SOLAS sind ROC und GOC vorgeschrieben.

Ich muss hier nicht mit meinen Qualifikationen protzen, Geh davon aus, dass ich sogar noch ein paar mehr habe.

Im übrigen gibt es keinen Grund aggressiv zu werden, nur wenn einer mal eine andere Meinung hat als Du.

YAMAY

Gundel3
22.08.2007, 21:31
Hmm,

also bei mir nannte man das Dingens anno 95 " Allgemeines Sprechfunkzeugnis für den Seefunkdienst " . Nicht nur für UKW gültig.

Morsen mußte man nicht .

Ciao
Dieter

yamay
22.08.2007, 21:46
Hmm,

also bei mir nannte man das Dingens anno 95 " Allgemeines Sprechfunkzeugnis für den Seefunkdienst " . Nicht nur für UKW gültig.

Morsen mußte man nicht .

Ciao
Dieter


Richtig, so hieß es.

Daneben gab das Beschränkt gültige Sprechfunkzeungis..... nur für UKW.

Beide hatten mit Morsen nichts zu tun, wie Du richtig scheibst.

Fair winds

YAMAY

wassersportschule
28.08.2007, 22:42
Herr Schneider,

wie gut läuft Ihr Geschäft denn jetzt (http://forum.yacht.de/showpost.php?p=663922&postcount=59)?

Dank Anschub durch YACHT. :o

L.G.

G.

LKWMAN
29.08.2007, 06:13
Die Yacht hatt eigentlich nur bestätigt das er Recht hat .
Die Idee war doch seine eigene .
Ist doch gut so wenn mal einer gegen den Strom schwimmt !
Der ganze Prüfungszauber davor ist doch eine Zumutung sollte abgeschaft werden.
Wenn sich das durchsetzt werden sicher mehr Leute einen Funkschein ablegen.
Das ist doch dann OK oder?

Axel

pilgrimBL
29.08.2007, 09:34
Richtig, so hieß es.

Daneben gab das Beschränkt gültige Sprechfunkzeungis..... nur für UKW.

Beide hatten mit Morsen nichts zu tun, wie Du richtig scheibst.

Fair winds

YAMAY

Habe meine alten Unterlagen mal genauer befragt und muss dir recht geben: Das Morsen (Licht und Ton) waR damals eine Zusatzqualifikation, die mit dem "allgemeinen Sprechfunkzeugniss" nichts zu tun hatte.

Dennoch ist im Grunde das wesentliche: die neuen Regeln für das Funken (GMDSS) sind schon sehr vorteilhaft für alle. Und die Kosten dafür halten sich im Rahmen (SRC Lehrgang), verglichen mit den vielen (vielleicht auch unnützen) Dingen, die im Laufe des Jahres fürs Boot/Hobby gekauft werden.

Ich persönlich habe das im Selbststudium gelernt, das minimiert die Kosten. Und mein Englisch ist auch nicht soooooo toll, aber dafür allemal ausreichend.

wieder alles gut ? ;)

pilgrimBL
29.08.2007, 11:25
Hier nochmal die Kosten für den SRC Schein:

Lehrbuch SRC/UBI 12 Euro
Simulationsprogramm PC 49 Euro
Prüfungskosten SRC 88 Euro
Fequenzuteilungsurkunde 100 Euro
Fequenzuteilungsurkunde Gebühr 30 Euro/Jährlich

UKW DSC Funkgerät 180 Euro
DP07 (freiwillig!) 33 Euro/Jährlich

Also alles zusammen 492 Euro !

Verglichen mit anderen Anschaffungen für den Segelsport ist das doch noch zu vertreten. Und ich verstehe immer noch nicht, warum soviele Charterskipper sich dagegen wehren, die haben ja "nur" Kosten in Höhe von 149 Euro. Wahrscheinlich liegt es an der Faulheit (Sorry) und nicht an fehlenden Intelligenz.
:D

yamay
29.08.2007, 13:35
wieder alles gut ? ;)

Natürlich!
Lässt sich doch alles klar stellen.

Fair winds

YAMAY

billy
30.08.2007, 10:58
Hallo,

Wenn ich mein Handy einschalte und 110 oder 112 anrufe, lange dummes Zeug quatsche, was ist dann? Brauche ich nicht auch für mein Handy ein Sprechfunkzeugnis? Nein! Da wird vorausgesetzt, daß ich mich selber schlau mache und das Gerät bestimmungsgemäß nutze.
Bei meinem VHF aber muß ich erst mal beweisen, daß ich die Tasten kenne, und mich an die Regeln halten kann.
In der Steinzeit ohne Vollduplex war es schon notwendig, sich mit den Tarifberechnungen und Einstellungen auseinanderzusetzen, da häufig im Hafen funklose Segler mal mit zuhause sprechen oder ein Telegramm zwecks Ersatzteilbeschaffung absetzen wollten, zumal in kleineren Häfen auch keine Telefonmöglichkeit an Land gegeben war. Aber heuer?
Hört mal die Schiff-Schiff-Kanäle, oder verfolgt mal den Revierfunk. Was da an Schwachsinn und nichtkonformen Ausdrücken von "Scheinheiligen" und auch von den Profis (Lotsen) gebraucht wird, ist nicht vorbildlich. Die Revierberichte werden in katastrophalem Englisch verlesen usw.
Da stellt sich schon die Frage, ob dieser ganze Quatsch mit den "Scheinprüfungen" nicht sinnlos ist. Es würde doch reichen, eine vernünftige Unterweisung mit anschließender Unterschrift hierzu, daß die Unterweisung erfolgt ist. Damit ist die Hemmschwelle für Mißbrauch dann ziemlich hoch.

Ob britischer Schein oder chinesischer, der Gebrauch der Funke wird dadurch nicht besser.


Übrigens gilt ähnliches für die Schiffahrt. Als Fußgänger oder Fahrradfahrer wird vorausfgesetzt, daß ich die Verkehrsregeln kenne, und das ich mich beim Queren der Fahrbahn vergewissere, daß ich kein Auto "behindere", ebensolches könnte man vom Sportbootfahrer im Fahrwasser erwarten.....

mfg

billy

pilgrimBL
30.08.2007, 11:37
Hallo,

Wenn ich mein Handy einschalte und 110 oder 112 anrufe, lange dummes Zeug quatsche, was ist dann? Brauche ich nicht auch für mein Handy ein Sprechfunkzeugnis? Nein! Da wird vorausgesetzt, daß ich mich selber schlau mache und das Gerät bestimmungsgemäß nutze.
Bei meinem VHF aber muß ich erst mal beweisen, daß ich die Tasten kenne, und mich an die Regeln halten kann.
In der Steinzeit ohne Vollduplex war es schon notwendig, sich mit den Tarifberechnungen und Einstellungen auseinanderzusetzen, da häufig im Hafen funklose Segler mal mit zuhause sprechen oder ein Telegramm zwecks Ersatzteilbeschaffung absetzen wollten, zumal in kleineren Häfen auch keine Telefonmöglichkeit an Land gegeben war. Aber heuer?
Hört mal die Schiff-Schiff-Kanäle, oder verfolgt mal den Revierfunk. Was da an Schwachsinn und nichtkonformen Ausdrücken von "Scheinheiligen" und auch von den Profis (Lotsen) gebraucht wird, ist nicht vorbildlich. Die Revierberichte werden in katastrophalem Englisch verlesen usw.
Da stellt sich schon die Frage, ob dieser ganze Quatsch mit den "Scheinprüfungen" nicht sinnlos ist. Es würde doch reichen, eine vernünftige Unterweisung mit anschließender Unterschrift hierzu, daß die Unterweisung erfolgt ist. Damit ist die Hemmschwelle für Mißbrauch dann ziemlich hoch.

Ob britischer Schein oder chinesischer, der Gebrauch der Funke wird dadurch nicht besser.


Übrigens gilt ähnliches für die Schiffahrt. Als Fußgänger oder Fahrradfahrer wird vorausfgesetzt, daß ich die Verkehrsregeln kenne, und das ich mich beim Queren der Fahrbahn vergewissere, daß ich kein Auto "behindere", ebensolches könnte man vom Sportbootfahrer im Fahrwasser erwarten.....

mfg

billy

Führerschein jetzt auch für Radfahrer ?
:p

JochenG
30.08.2007, 11:40
Bei meinem VHF aber muß ich erst mal beweisen, daß ich die Tasten kenne, und mich an die Regeln halten kann.

Beim Telefon blockiert man bei dummen Gequatsche aber keinen kompletten Kanal und behindert damit nicht andere Teilnmehmer, die vielleicht was viel wichtigeres loswerden wollen oder müssen.

Wenn Berufsnutzer einen, für unsere Ohren, blödsinnig erscheinendes Zeugs quasseln, dann tun sie es aber auf Arbeitskanälen, auf denen wir ohnehin nichts zu suchen haben, bzw. wo wir, bspw. an ner Schleuse, dann ja nicht gehindert werden, durch "korrekte" Funksprüche zu glänzen (und damit aufzufallen :) ).

Eine Grundlagenausbildung in Funksprache /-verkehr ist absolut sinnvoll und ich denke auch notwendig. Aber was man hierzulande so abgefordert bekommt, ist zum großen Teil jenseits der Spur, also überflüssig.
Was ich mittlerweile allerdings für ein gewachsenes Hemmnis erachte, ist die EXTREME Steigerung bei den Kosten für eine (Erstzulassung) einer Frequenzuzuteilung - 100 Euro, Hallo? Das ist mal eben eine Kostensteigerung um wieviel mal 100%? Bei Kosten, die beinah schon an den Anschaffungspreis eines einfachen Funkgeräts heranreichen, für das Ausstellen einer einfachen Urkunde, da werden sich viele wohl bedanken und für sich entscheiden, dass es ja wohl auch anders geht (eben Telefon, was sehr schnell ein tödlicher Irrtum sein kann, im Fall des Erkennens dann aber zu spät).

Vollmar
30.08.2007, 11:52
Wahrscheinlich liegt es an der Faulheit (Sorry) und nicht an fehlenden Intelligenz.:D


Ich würde mal mit kleineren Geschützen schießen.
Zunächst einmal machen die meisten ja einen Lehrgang vor der Prüfung. Also noch mal 200-300 Eu dazu. Ich weiß, es ginge auch ohne. Nur, ich habe ja auch den Schein. Welcher Neuling aber weiß denn schon von den ganzen Sinnlos-Fragen der Prüfung(siehe den entspr. anderen Thread)? Ist es also wirklich so sicher, aus reinem Selbststudium heraus die Prüfung zu bestehen? Zudem sind 99% der Segler ja leider gezwungen, ihr Geld mit anderen Tätigkeiten zu verdienen, weshalb auch der Zeitfaktor nicht zu übersehen ist. Wer also so faul wäre, der kriegt auch nicht das Geld für die ganze Segelei zusammen.

Ich halte diesen Schein-Blödsinn auch nur für Geld-Abzocke. Siehe den Bericht in der jüngsten Yacht. In anderen Ländern interssiert es kein Schw.., welche Paßbild-Zettel man in der Tasche hat. Und, säuft da etwa jede Stunde einer ab, weil ohne Schein ja keiner wissen dürfte, wie Funkverkehr geht?

Bisher hat jeder scheinlose Charterskipper die Quäke nur angemacht, um von Delta-Papa Dietzel den Wetterbericht zu hören. Jetzt geht das bald nicht mehr, weil die Funkgeräte aus vielen Charteryachten kleiner 12m rausfliegen. Und dann??? Dann fahren die ohne Wetterbericht wohl sicherer durch die Gegend?

Hier geht's nur um Abzocke und sonst gar nichts.
Punkt.



BL

pilgrimBL
30.08.2007, 13:03
Ich würde mal mit kleineren Geschützen schießen.
Zunächst einmal machen die meisten ja einen Lehrgang vor der Prüfung. Also noch mal 200-300 Eu dazu. Ich weiß, es ginge auch ohne. Nur, ich habe ja auch den Schein. Welcher Neuling aber weiß denn schon von den ganzen Sinnlos-Fragen der Prüfung(siehe den entspr. anderen Thread)? Ist es also wirklich so sicher, aus reinem Selbststudium heraus die Prüfung zu bestehen? Zudem sind 99% der Segler ja leider gezwungen, ihr Geld mit anderen Tätigkeiten zu verdienen, weshalb auch der Zeitfaktor nicht zu übersehen ist. Wer also so faul wäre, der kriegt auch nicht das Geld für die ganze Segelei zusammen.

Ich halte diesen Schein-Blödsinn auch nur für Geld-Abzocke. Siehe den Bericht in der jüngsten Yacht. In anderen Ländern interssiert es kein Schw.., welche Paßbild-Zettel man in der Tasche hat. Und, säuft da etwa jede Stunde einer ab, weil ohne Schein ja keiner wissen dürfte, wie Funkverkehr geht?

Bisher hat jeder scheinlose Charterskipper die Quäke nur angemacht, um von Delta-Papa Dietzel den Wetterbericht zu hören. Jetzt geht das bald nicht mehr, weil die Funkgeräte aus vielen Charteryachten kleiner 12m rausfliegen. Und dann??? Dann fahren die ohne Wetterbericht wohl sicherer durch die Gegend?

Hier geht's nur um Abzocke und sonst gar nichts.
Punkt.



BL
langes gerede ohne viel sinn.....
Wetter gibs auch im Radio: morgens um 6.40 Uhr der erste. Schau mal bei www.dradio.de/seewetter.
Gerade der jüngste Bericht in der Yacht zeigt doch, wie an dem Thema vorbeidiskutiert wird. Mit sehr viel weniger Aufwand hätte man doch längst den SRC Schein machen können. Stattdessen wird ernstmal in Frage gestellt und sich gegen neues gewehrt.

:p

Elbe-1
30.08.2007, 18:30
Hier geht's nur um Abzocke und sonst gar nichts.
Punkt.
Herzlichen Glückwunsch zu Deinem simplen Weltbild.

Elbe-1

billy
30.08.2007, 19:19
Hallo,

nur mal so: ich gehöre zu den "Scheinheiligen", d.h. ich habe alle diese Prüfungen vor langer Zeit mal absolviert. Trotzdem halte ich diese für überholt (s.o.).

Leider findet dieses Gequatsche auch auf "Arbeitskanälen" statt. Mal richtig reinhören.


Ich wußte nicht, daß bei 110 und 112 unbegrenzt Kanäle vorhanden sind. In unserer Einsatzzentrale sind nur eine Handvoll People am Hörer(Mik).


mfg

billy

JochenG
30.08.2007, 19:54
Leider findet dieses Gequatsche auch auf "Arbeitskanälen" statt. Mal richtig reinhören.

Ich wußte nicht, daß bei 110 und 112 unbegrenzt Kanäle vorhanden sind. In unserer Einsatzzentrale sind nur eine Handvoll People am Hörer(Mik).

Solange das Gequatsche von den dort Arbeitenden kommt, ist es ja deren Bier.
Aber quatsch mal nen Lotsen oder Schleusenkanal "zu", oder gar CH 16 (es reicht nenTräger der lange genug gesendet wird), man wird sich wundern wie schnell sich behördliche Boote, oder die die da sonst so rumsausen und auf diese Arbeitskanäle brauchen, bei einem einfinden und deutlich sagen, was sie davon halten.


Hingegen 110 / 112 - wer dort nur zum Spaß anruft, bezahlt diesen Spaß sehr schnell, sehr teuer, über die nachfolgende Anzeige wegen missbräuchlicher Nutzung von Notrufnummern.
Verloren geht aber so schnell kein Anrufer. Wer im Notfall anruft und, sei es vor Aufregung, oder mangels "Ahnung", nicht in der Weise (die 5 W´s - Wer, Wo, Was, Wieviele, Warten auf Antwort) notfallanruft, wie es sich eben "gehört", dem wird verziehen, es ist ja immerhin ein Notfall.

Gell? Und das Personal ist dann geschult genug, sollte es zumindest, die Anrufer wieder auf die Spur zu bringen. Wobei es auch hier so gewisse Fälle gibt, die man nicht für möglich halten mag. Wie den Fall der sich in Schleswig Holstein mal zutrugt, wo jemand eine brennende Scheune (auf dem Land) meldete, die Leitzentrale aber sagte "für den Kreis sind wir aber nicht zuständig, rufen sie bitte die zuständige Leitzentrale (des Kreises sowiesoblabla) an und melden sie den Brand dort", was der Anrufer mangels Kenntnis der Anschlußnummer nicht konnte und also nciht tat, er hatte schließlich nur mal eben den allg. Notruf 112 gewählt. Und also brannte die Scheine noch eine Weile weiter vor sich hin, "unbeobachtet". Womit wir beim Gequatsche, oder besser, der auch bei Profis immer wieder anzutreffenden Inkompetenz wären.

wassersportschule
03.09.2007, 22:16
Was sagt eigentlich der DSV = "unser Vormund" zum Thema?

Grüße

G.

HEINO
04.09.2007, 21:07
9 Stunden reichen auch.
Ich hab das Allgemeine Sprechfunkzeugnis. Wozu ich jetzt diesen ganzen Mist lernen sollte, doch nur um den unnützendsten Typen in den blauen Blazern, die sich auch auf den Messen für die wichtigsten überhaupt halten, die Taschen zu füllen.

Wenn ich also heute mein Simrad ohne Selektivruf gegen einen Billigheimer mit dem Feature wechseln würde, reicht doch die Bedienungsanleitung lesen, das Teil programmieren und die ordnungsgemäße Registrierung. Fertig.

Mit ist nichts bekannt, was von den Regierenden und den DSV-Leuten in den letzten 10 Jahren vernünftiges gemacht wurde. Von Fäkalientankpflicht für alle angefangen, bis zuletzt Signalmittelprüfung und diesen Käse hier.

Und den Hafen Darsser Ort schaffen se auch nicht zugänglich zu halten.

Bei 20% Arbeitslosen da. Lassen lieber für Baggerarbeiten sonstwo Leute aus EU anreisen.


Gruß
HEINO

wassersportschule
04.09.2007, 22:05
Wie soll man das Alles (http://funk-kurs-forum.mine.nu/fkf/) in nur 9 Stunden lernen können?

... fragt sich
Gerhard

dhyanesh
04.09.2007, 22:11
Ich habe die Prüfung gerade gemacht.
99% sind Blödsinn. Der Rest den man wissen sollte steht in der Bedienungsanleitung des Funkgerätes.
Reine Geldmache des DSV.

handbreit
dhyanesh

wassersportschule
04.09.2007, 22:16
........99% sind Blödsinn........

handbreit
dhyanesh

Vorher mit Zittern in die Prüfung. :(

Hinterher "groß Tönen" :o

Trotzdem herzlichen Glückwunsch, wenn es denn wahr ist (dein Profil sagt nichts über dich aus) und du hier nicht nur Stimmung machen willst.

Manche mir vorliegenden Betriebsanleitungen sind fehlerhaft, nicht gemeint ist hinsichtlich "Knöpfchen drehen".

Grüsse

G.

dhyanesh
04.09.2007, 23:13
Natürlich mit Zittern in die Prüfung.
Diese tollen Abkürzungen auswendig zu lernen.
Meine Liebste ist MfS.
Zu wissen wie ein Seefunktelegramm aussehen muss. (Werden Telegramme überhaupt noch zugestellt?)
Zu wissen wie schnell sich die Funkwellen ausbreiten.
All das bringt mich in der Praxis wirklich weiter.

Deswegen finde ich den Scheinwahn überzogen. Ein Tag Vorbereitung sollte ausreichen um die Bedienung des Gerätes zu erklären.

handbreit
dhyanesh

pilgrimBL
05.09.2007, 08:59
Ich habe die Prüfung gerade gemacht.
99% sind Blödsinn. Der Rest den man wissen sollte steht in der Bedienungsanleitung des Funkgerätes.
Reine Geldmache des DSV.

handbreit
dhyanesh

Na, dann ma Butta bei die Fische:

Welche sind die 10 unwichtigsten Fragen bei SRC?

pilgrimBL
05.09.2007, 09:01
Natürlich mit Zittern in die Prüfung.
Diese tollen Abkürzungen auswendig zu lernen.
Meine Liebste ist MfS.
Zu wissen wie ein Seefunktelegramm aussehen muss. (Werden Telegramme überhaupt noch zugestellt?)
Zu wissen wie schnell sich die Funkwellen ausbreiten.
All das bringt mich in der Praxis wirklich weiter.

Deswegen finde ich den Scheinwahn überzogen. Ein Tag Vorbereitung sollte ausreichen um die Bedienung des Gerätes zu erklären.

handbreit
dhyanesh
Ja, ja....das kenne ich noch aus der Schulzeit: "warum soll mein Sohn Englisch lernen, der wird später mal Bauer...."
Alles schon dagewesen. Bei soooo viel Dummheit trägt sich dieser Trend noch Jahre dahin....versprochen!

Elbe-1
05.09.2007, 17:12
Zu wissen wie ein Seefunktelegramm aussehen muss. (Werden Telegramme überhaupt noch zugestellt?)
In der Sache ist das nicht mehr wichtig, aber die CEPT-Vorgaben sehen dieses
Teilgebiet nun mal vor. So schwierig sind die paar Fragen auch nicht zu erlernen,
und deren Anwesenheit sichert die CEPT-Konformität und damit die weltweit
gesicherte Anerkennung des deutschen SRC.

Im Übrigen finde ich es immer faszinierend, wie jemand, der gerade eine Prüfung
bestanden hat, sich sogleich zum Richter über ebendieselbe aufschwingen will:

Wenn einer, der mit Mühe kaum
gekrochen ist auf einen Baum,
Schon meint, daß er ein Vogel wär,
So irrt sich der.

Wilhelm Busch aus: Hernach (1908) - Der fliegende Frosch.

Elbe-1

dhyanesh
05.09.2007, 17:26
@Elbe1

Sag mal der Krückstock in deinem Hintern macht der keine Schmerzen?
Als aufrechter Scheingläubiger muss man den haben!

Ich habe genug gesegelt um beurteilen zu können ob der SRC Schein in der Deutschen Ausfertigung Sinn macht.

handbreit
dhyanesh

pilgrimBL
05.09.2007, 23:39
Na, dann ma Butta bei die Fische:

Welche sind die 10 unwichtigsten Fragen bei SRC?

WO BLEIBEN DIE ANTWORTEN ?

Wenns in Detail geht, kneifen die meisten....immer dasselbe Ententheater...:mad:

dhyanesh
06.09.2007, 06:30
Dann beantworte doch folgende Fragen und erläutere den Sinn der Fragen.


Was bedeutet die Abkürzung AC?

In welchem Frequenzbereich kann mit SAR-Einheiten Seefunkverkehr abgewickelt werden?

Welcher Dienst wird auf der Frequenz 518kHz ausgestrahlt?

Welche Angaben stehen im Kopf eines Seefunktelegrammes?

Woraus setzt sich das Entgelt für ein Seefunkgespräch zusammen?

In welcher Maßeinheit wir der elektrische Wiederstand gemessen?

Was bedeutet die Abkürzung LUT?

Welches Betriebsverfahren gilt im Funkverkehr zwischen Seefunkstellen und Luftfunkstellen?

Was bedeutet die Abkürzung LT?

Was ist eine Aktivantenne?

In welcher Vorschrift ist die internationale Rufzeichenreihe festgelegt?


u.s.w

Was hilft mir das Wissen um obige Fragen im täglichen Gebrauch des Funkgerätes an Bord meiner Yacht?


Also her mit den Antworten und nicht schummeln und nachschlagen.

handbreit
dhyanesh

Piratensmart
06.09.2007, 07:05
In welchem Frequenzbereich kann mit SAR-Einheiten Seefunkverkehr abgewickelt werden?

Welcher Dienst wird auf der Frequenz 518kHz ausgestrahlt?

Welches Betriebsverfahren gilt im Funkverkehr zwischen Seefunkstellen und Luftfunkstellen?

Was ist eine Aktivantenne?

In welcher Vorschrift ist die internationale Rufzeichenreihe festgelegt?




Warum sollten diese Fragen Ballast sein?



Was bedeutet die Abkürzung AC?


In welcher Maßeinheit wir der elektrische Wiederstand gemessen?


Was ist eine Aktivantenne?

Ist ein wenig Allgemeinwissen und Wissen über die Technik wirklich Blödsinn?

Wer sich für das Segeln interessiert lernt vieles, und vieles was ein Autofahrer wohl nie brauchen würde... Aber ein wenig Lernstoff über das Funkgerät bringt Dich hier so aus der Fassung? :confused:

LG
Michael

dhyanesh
06.09.2007, 08:11
Nicht schwätzen.
Beantworten und begründen warum mir die Antworten im täglichen Umgang mit der Funke helfen.

Meiner Frau ist es völlig egal und auch völlig unklar wie der Diesel im Schiff funktioniert. Bedienen kann sie ihn trotzdem.

handbreit
dhyanesh

Piratensmart
06.09.2007, 08:41
Nicht schwätzen.
Beantworten und begründen warum mir die Antworten im täglichen Umgang mit der Funke helfen.
...
handbreit
dhyanesh


Wir sind hier nicht in der Prüfung (den SRC hab ich schon... ), sondern in der Diskussion. Und deshalb schreibe ich hier meine Ansichten und nicht eine zweite Prüfung :p

LG
Michael

Michael60
06.09.2007, 08:47
Nicht schwätzen.
Beantworten und begründen warum mir die Antworten im täglichen Umgang mit der Funke helfen.

Meiner Frau ist es völlig egal und auch völlig unklar wie der Diesel im Schiff funktioniert. Bedienen kann sie ihn trotzdem.

handbreit
dhyanesh

Hallo dhyanesh,

auf Anhieb fällt mir keine vor mir abgelegte Prüfung ein, wo ich den Inhalt später zu 100% im "richtigen Leben" verwenden konnte. Und gerade bei den ganzen "Freizeitscheinen" ist es doch nun wirklich so, dass man gerade mal einen Bruchteil des möglichen Wissens zu dem entsprechendem Thema lernen muss.

Ich sehe eine Prüfung eher als Aufforderung an, sich etwas mehr mit einem bestimmten Thema zu beschäftigen, als unbedingt erforderlich.

Michael

Namba Tu
06.09.2007, 09:05
Also ich gebe dhyanesh vollkommen Recht.
Ist da nicht zu viel in den "Schein" hineingepackt worden um ihn teurer zu machen?
Im Überigen,-nur zum Vergleich-,lese ich Beipackzettel auch nicht weiter wenns Schwangere betrifft.

Hannes der Frieslandfan.

pilgrimBL
06.09.2007, 14:40
Dann beantworte doch folgende Fragen und erläutere den Sinn der Fragen.


Was bedeutet die Abkürzung AC?

In welchem Frequenzbereich kann mit SAR-Einheiten Seefunkverkehr abgewickelt werden?

Welcher Dienst wird auf der Frequenz 518kHz ausgestrahlt?

Welche Angaben stehen im Kopf eines Seefunktelegrammes?

Woraus setzt sich das Entgelt für ein Seefunkgespräch zusammen?

In welcher Maßeinheit wir der elektrische Wiederstand gemessen?

Was bedeutet die Abkürzung LUT?

Welches Betriebsverfahren gilt im Funkverkehr zwischen Seefunkstellen und Luftfunkstellen?

Was bedeutet die Abkürzung LT?

Was ist eine Aktivantenne?

In welcher Vorschrift ist die internationale Rufzeichenreihe festgelegt?


u.s.w

Was hilft mir das Wissen um obige Fragen im täglichen Gebrauch des Funkgerätes an Bord meiner Yacht?


Also her mit den Antworten und nicht schummeln und nachschlagen.

handbreit
dhyanesh

Ups... diese Fragen sind Müll ?

Aktivantenne ist dir unbekannt ?
Und du weist nicht, warum du auf 518 Khz nicht funken kannst ?
Elektrische Wiederstände sind zuviel für dich ?
Du bist in Seenot, ein Heli kreist über deinen Kopf. Du weißt nicht was er will/macht und kannst ihn nicht über UKW erreichen.

Genau aus diesem Grunde kann man nur sagen: Hände weg von der Funke und auch von der PINNE ! :p

Bleib einfach bei deinem Handy, das passt viel besser zu dir. Und du wirst sicherlich auch einen Weg finden, damit PAN PAN oder SECURITE Gespräche zu führen. Auch wenn dich keiner hört.

pilgrimBL
06.09.2007, 14:44
Also ich gebe dhyanesh vollkommen Recht.
Ist da nicht zu viel in den "Schein" hineingepackt worden um ihn teurer zu machen?
Im Überigen,-nur zum Vergleich-,lese ich Beipackzettel auch nicht weiter wenns Schwangere betrifft.

Hannes der Frieslandfan.

tolle vergleiche ! Machst du das bei Verträgen genauso ?

Fals du es nicht wusstest: jede Frage kostet 50 CENT. ;)

Elbe-1
06.09.2007, 14:44
Beantworten und begründen warum mir die Antworten im täglichen Umgang mit der Funke helfen.
Hast Du mal eine Gesellen- oder Meisterprüfung abgelegt, das Abitur bestanden oder einen Universitätsabschluss erworben? Falls ja, wüsstest Du, dass man niemals im Leben genau die Fragen gestellt bekommt, die einem ein Prüfer vorlegt. Und mit hinreichender Lebenserfahrung wüsstest Du auch, warum das nicht besonders wichtig ist.

Elbe-1

P.S.: Die Fragen nach dem Seefunktelegramm dienen dazu, dass Dein SRC,
anders als der englische Schein, problemlos international anerkannt wird.

dhyanesh
06.09.2007, 15:45
[QUOTE=pilgrimBL]Ups... diese Fragen sind Müll ?

Aktivantenne ist dir unbekannt ?
Und du weist nicht, warum du auf 518 Khz nicht funken kannst ?
Elektrische Wiederstände sind zuviel für dich ?
Du bist in Seenot, ein Heli kreist über deinen Kopf. Du weißt nicht was er will/macht und kannst ihn nicht über UKW erreichen.

Genau aus diesem Grunde kann man nur sagen: Hände weg von der Funke und auch von der PINNE ! :p




Funken mit UKW Seefunk auf 518kHz?
Was soll ich mit Wiederständen?
Funke aufschrauben und mit Wiederständen auf 518kHz tunen?

handbreit
dhyanesh

dhyanesh
06.09.2007, 15:48
Hast Du mal eine Gesellen- oder Meisterprüfung abgelegt, das Abitur bestanden oder einen Universitätsabschluss erworben? Falls ja, wüsstest Du, dass man niemals im Leben genau die Fragen gestellt bekommt, die einem ein Prüfer vorlegt. Und mit hinreichender Lebenserfahrung wüsstest Du auch, warum das nicht besonders wichtig ist.

Elbe-1

P.S.: Die Fragen nach dem Seefunktelegramm dienen dazu, dass Dein SRC,
anders als der englische Schein, problemlos international anerkannt wird.

Berufliche Abschlüsse brauche ich zum Geldverdienen. Habe ich auch.
Da ich über Lebenserfahrung verfüge finde ich den DSV SRC Schein überflüssig.
Wozu den Kopf mit Ballast füllen der nie gebraucht wird?

handbreit
dhyanesh

pilgrimBL
06.09.2007, 16:15
:D
Berufliche Abschlüsse brauche ich zum Geldverdienen. Habe ich auch.
Da ich über Lebenserfahrung verfüge finde ich den DSV SRC Schein überflüssig.
Wozu den Kopf mit Ballast füllen der nie gebraucht wird?

handbreit
dhyanesh
Das entwickelt sich "Privat-Duell"....


wahrscheinlich ist dir und deiner Frau auch egal, wieso wir Wind haben. Solange er bläst.... wer auch immer (wo auch´immer :D )

Namba Tu
06.09.2007, 17:21
tolle vergleiche ! Machst du das bei Verträgen genauso ?

Fals du es nicht wusstest: jede Frage kostet 50 CENT. ;)


Hi Pilgrim!

- Keine Sorge, meine Verträge sind schon OK.

- Es geht hier nun auch nicht um die reinen Prüfingsfragen a 50 Cent,- juckt mich auch nicht weiter.

Aber:

Wenn eine Frage nach Widerstand etc. im Prüfungskatalog existiert, muss der Dozent darauf eingehen und diesen Sachverhalt erklären.
Physiker und Elektroniker schlucken sicherlich solche Details in grossen Brocken.

Normal gestrickte Sailors wohl weniger.

Dieser m.M. unsinnige Ballast verlängert daher unnötig den notwendigen Lehrinhalt und wird kostengemäss zwangsläufig durch den Kursteilnehmer getragen.

So isses meint Hannes der Frieslandfan.

pilgrimBL
06.09.2007, 18:08
:p
Hi Pilgrim!

- Keine Sorge, meine Verträge sind schon OK.

- Es geht hier nun auch nicht um die reinen Prüfingsfragen a 50 Cent,- juckt mich auch nicht weiter.

Aber:

Wenn eine Frage nach Widerstand etc. im Prüfungskatalog existiert, muss der Dozent darauf eingehen und diesen Sachverhalt erklären.
Physiker und Elektroniker schlucken sicherlich solche Details in grossen Brocken.

Normal gestrickte Sailors wohl weniger.

Dieser m.M. unsinnige Ballast verlängert daher unnötig den notwendigen Lehrinhalt und wird kostengemäss zwangsläufig durch den Kursteilnehmer getragen.

So isses meint Hannes der Frieslandfan.

Ich stelle mir das dann so vor: der frisch gebackene Funker kauft sich ein Funkgerät und als Antenne (muss die überhaupt?) könnte ich ja auch das Achterstag nehmen... oder die alte vorhanden Radio-Ukw Antenne mitnutzen...
Aber welches Kabel als Antennekabel, auch da gibs mehere zur Auswahl...

Zu Blöd, dass ich da im Lehrgang gepennt habe. Macht nichts, ab ins Forum und schnell finden sich Ideoten (z.b. ICH!) die nichts anderes zu tun haben, als auf blöde Fragen zu antworten.

Soweit meine Geschichte...

Elbe-1
06.09.2007, 18:28
Ist da nicht zu viel in den "Schein" hineingepackt worden um ihn teurer zu machen?
Das ist doch zig-mal hier zu lesen gewesen: Was in den "Schein" hineingehört, hat die CEPT festgelegt, zuletzt 1994. Damals hatte der DSV mit der ganzen Sache noch nichts zu tun, sondern die Prüfungen nahm das Bundesamt für Post und Telekommunikation (BAPT) ab, das später in Regulierungsbehörde (RegTP) umbenannt wurde.

Elbe-1

dhyanesh
06.09.2007, 19:25
:p

Ich stelle mir das dann so vor: der frisch gebackene Funker kauft sich ein Funkgerät und als Antenne (muss die überhaupt?) könnte ich ja auch das Achterstag nehmen... oder die alte vorhanden Radio-Ukw Antenne mitnutzen...
Aber welches Kabel als Antennekabel, auch da gibs mehere zur Auswahl...

Zu Blöd, dass ich da im Lehrgang gepennt habe. Macht nichts, ab ins Forum und schnell finden sich Ideoten (z.b. ICH!) die nichts anderes zu tun haben, als auf blöde Fragen zu antworten.

Soweit meine Geschichte...

Noch blöder ist das diese Fragen im Lehrgang nicht vorkommen!

handbreit
dhyanesh

Elbe-1
06.09.2007, 21:32
Noch blöder ist, dass diese Fragen im Lehrgang nicht vorkommen!
Die Lehrgänge sind nicht genormt: Die eine Schule oder der eine Dozent macht es so, die andere Schule und der andere Dozent anders. Es ist zugegebenermaßen schwierig, einen wirklich guten Ausbildungsleiter zu finden, der nicht nur erfolgreich auf die Prüfung vorbereitet, sondern sinnvolles Wissen für den Bordalltag vermittelt.

Elbe-1

dhyanesh
06.09.2007, 21:55
Das ist doch zig-mal hier zu lesen gewesen: Was in den "Schein" hineingehört, hat die CEPT festgelegt, zuletzt 1994. Damals hatte der DSV mit der ganzen Sache noch nichts zu tun, sondern die Prüfungen nahm das Bundesamt für Post und Telekommunikation (BAPT) ab, das später in Regulierungsbehörde (RegTP) umbenannt wurde.

Elbe-1


Ja was denn jetzt?
Sind die Lehrgangsinhalte von der CEPT festgelegt oder nicht?

Wenn sie festgelegt sind sollten sie überall gleich gelehrt werden.
Wenn nicht festgelegt sind spricht das nur für meine Behauptung das die Deutsche Ausbildung Blödsinn ist.

handbreit
dhyanesh

Elbe-1
06.09.2007, 22:10
Ja was denn jetzt?
Sind die Lehrgangsinhalte von der CEPT festgelegt oder nicht?
Von der CEPT sind die Prüfungsinhalte festgelegt, nicht die Lehrgangsinhalte. Lies doch selbst nach, der Link wurde hier wiederholt gepostet.

(Was es tatsächlich gibt, sind Musterlehrgänge im Rahmen des STCW, aber das betrifft die professionelle Schifffahrt.)


Wenn nicht festgelegt sind spricht das nur für meine Behauptung das die Deutsche Ausbildung Blödsinn ist.
Es gibt keine festgelegte "Deutsche Ausbildung". Du darfst Dich auch autodidaktisch vorbereiten. Ich habe das bei meinem damaligen UKW-Betriebszeugnis so gemacht (zusätzlich mit dem Simulationsprogramm von Bahrl).

Elbe-1

dhyanesh
06.09.2007, 23:20
Langsam wirds sinnlos.
Wozu brauche ich ein Seefunkgerät?
Was muss ich wirklich wissen um das Gerät bedienen zu können?
Sind wirklich alle diese Fragen notwendig?
Warum muss ich dann trotzdem eine spezielle technische Schulung machen die von der DSV Prüfung nicht erfasst wird?
Ich denke es wäre besser nur eine einfache Prüfung machen zu müssen. Die Englische Form von einem Tag Ausbildung incl. Prüfung reicht doch aus.
Die Akzeptanz der Funke speziell des DSC Controllers sollte doch stark angehoben werden. Das das der Sicherheit auf dem Wasser zuträglich ist steht außer Frage. Diese Deutsche Ausbildung sprich Prüfung ist doch eher abschreckend.

So morgen gehe ich segeln. Die Funke ist schon eingebaut und jetzt auch legal.

handbreit
dhyanesh

funklaus
07.09.2007, 11:21
Es wird zeit, daß ich mich selbst mal äußere: ich bin Klaus Schneider und hab das ganze Schlammassel verursacht. Ich hatte es nach 20 Jahren DSV Ausbildung einfach satt, mich ständig bei meinen Segelschülern für den Prüfungsfragenschrott entschuldigen zu müssen. Ich könnte mir die Finger wundtippen, ich gebe nur ein Beispiel:
Frage: Welche Schiffe müssen mit einer Funkanlage ausgerüstet werden ?
Antwort: Funkausrüstungspflichtige Schiffe
Das wäre ja noch leicht, aber 80 % der SRC- und insbesondere auch der UBI- Prüfungsfragen haben mit der sicheren Bedienung eines Funkgerätes,mit gerade mal 4 Knöpfchen,nichts zu tun, und mit der sog.Funkdisziplin erst recht nicht. Die englische RYA-Ausbildung ist strikt praxisorientiert, sie dauert einen Tag mit Prüfung, und man weiss am Ende worauf es ankommt. Was nützt mir im Notfall wenn ich weiss dass man mir nach den Vorschriften des GMDSS zu Hilfe kommen sollte, wenn ich im Kurs mangels echten Funkgeräten (Simulation auf LAPTOP) nicht weiss wie ich das Gerät bedienen muss? Die Engländer schreiben vor daß max 3 TN pro echtem Gerät im Kurs sitzen dürfen, die max.TN-Zahl ist auf 12 beschränkt. Die Funklehrer und Prüfer (Assessor) werden in England ausgebildet, bei uns kann jeder ausbilden
Das BMVBS (Ministerium) das BSH und der DSV haben mir v o r dem Start der RYA-SRC-Ausbildung schriftlich zugesichert, daß der RYA-SRC in D anerkannt wird und wg. EU Bestimmungen anerkannt werden muss.
Ich war gestern (06.09.07) in HH bei dem DSV, und habe die UBI-Zusatzprüfung abgelegt. Mein RYA-SRC wurde vom D S V anerkannt, und ich kam in den Genuss der sog. Zusaztprüfung, die ein anerkanntes SRC voraussetzt. Auf meine Frage , die ich dem PA-Vorsitzenden Pöhlmann stellte, nachdem er mir den UBI ausgestellt hatte
"Sie erkennen den RYA-Schein ja an ? " kam die
Antwort: " Ja, die Ministerien streiten sich noch, es ist alles noch unklar , und wir müssen den Schein jetzt anerkennen"
d.h. der RYA Schein ist in D anerkannt, und m u s s anerkannt werden.
Dass nun das BMVBS aussagt : der RYA-SRC wird in D nicht anerkannt,
stimmt n i c h t , der DSV, vom BMVBS beauftragt die Prüfung durchzuführen, erkennt ihn an (auf Weisung des BMVBS, nehme ich mal an)
Warum dann das Theater ? Geht es etwa um Prüfungsgebühren und nicht um die Ausbildung oder Prüfung ?
Die englische Ausbildung ist der deutschen theorielastigen Ausbildung haushoch überlegen, denn es ist ein einfacher pädagogischer Grundsatz für die Ausbildung von Hobby-Sportlern: weniger ist fast immer mehr !
Die erste Pressemitteilung des BMVBS (12.06) sagt: es wäre ein Bruch des EU Rechts den britischen SRC nicht anzuerkennen.
Die zweite Pressemitteilung (27.07) sagt:
der britische RYA-SRC ist nicht gleichwertig mit dem deutschen SRC !!!! Was bedeutet das und wer beurteilt das ? Müssen alle SRC weltweit gleichwertig mit unserem SRC sein , soll am deutschen Prüfungs(un) wesen, wieder mal die Welt genesen ? Britische Wassersportler sind besser ausgebildet als deutsche, weil es heisst : PRAXIS, PRAXIS, PRAXIS.
Theoriekurs ja, aber bitte kein Studium für Hobbysegler. (Vergleich SSS mit dem weltweit anerkannten britischen Yachtmaster Offshore)
Alle Argumente die gegen den RYA-SRC vorgeschoben werden, sind Scheinargumente, und sollen die Wassersportler verunsichern, damit der große Schwupp der Segler und Motorbootfahrer, die jetz zur Prüfung antreten müssen, in die Arme des DSV muss. Und für das britische SRC soll es womöglich eine Nachprüfung (Nachtigall ick hör dir trapsen, Prüfungsgebühren !) geben. Lächerlich ! Wirklich lächerlich, und typisch deutsche Behörde: eine weitere Prüfung !
Schlussfolgerung : wer jetzt den RYA-SRC macht hat einen auch in D gültigen Schein, und international, zB Kroatien oder Frankreich , egal wo, ist der britische SRC anerkannt. Rückwirkend kann es keine Nichtanerkennung geben, da der Schein j e t z t anerkannt ist.
Ich grüße Euch alle

Antwort:

carsten.sauerberg
07.09.2007, 11:32
Wenn das so ist, habe ich daran Interesse. Ganz gut Englisch kann ich, das mit den 4 Knöpfchen werde ich schon begreifen, einen Tag Zeit wird sich finden lassen. Gibt es Kurse bei uns in Schleswig-Holstein oder zur Not HH? Carsten

Namba Tu
07.09.2007, 11:39
Für diesen Beitrag bedankt sich:
Hannes der Frieslandfan.

dhyanesh
07.09.2007, 12:30
Endlich klare Worte!

Dankeschön.



handbreit
dhyanesh

P.S.
Ärgerlich ist nur das die 9h Version 2 Wochen zu spät kommt.
Ich habe gerade die DSV Ausbildung gemacht.

pilgrimBL
07.09.2007, 13:33
...... Was nützt mir im Notfall wenn ich weiss dass man mir nach den Vorschriften des GMDSS zu Hilfe kommen sollte, wenn ich im Kurs mangels echten Funkgeräten (Simulation auf LAPTOP) nicht weiss wie ich das Gerät bedienen muss? Die Engländer schreiben vor daß max 3 TN pro echtem Gerät im Kurs sitzen dürfen, die max.TN-Zahl ist auf 12 beschränkt.....
Antwort:

Ich hatte mich hier in Berlin erkundigt, wie der Kurs zu SRC abläuft. Dazu hbe ich mir die vorhandenen Geräte angesehen. Alle hatte die Prüfungsgeräte zur freien Nutzung der Prüflinge aufgebaut. Auch ausserhalb der Schulungszeit, es musste nur ein Ausbilder im Raume sein.

Also, das ist sicherlich von Ort zu Ort verschieden. Und wenn das bei dir nur als Simulation auf dem Notebook abläuft, dann kann man sich den Kurs schenken und gleich alles zuhause lernen. So tat ich es dann auch.

Und nochmals: ich perönlich empfinde die Fragen nicht als Ballast, auch wenn die eine oder andere Frage lächerlich ist. Die Empörung darüber steht aber in keinem Verhältnis zu den Fragen. Auch wüsste ich gerne, wie die Fragen in diesem engl. Kurs formuliert sind.

Hintergrudwissen hat noch niemanden geschadet. Und die Fragen sind doch nun wirklich "pipifax" und in wenigen Minuten einfach und schnell zu beantworten. Mehr Probleme sind dann bei den Übersetzungen vorhanden, aber darüber hat hier noch keiner gesprochen. Bei der praktischen Prüfung ist dann auch die gesammte Praxis relevant.

Ich bleib dabei: viel Wind um nichts....

:)

funklaus
07.09.2007, 13:55
Hallo,
Also bei mir gibt es im englischen Funkkurs nur echte Geräte, das mal vorweg. Das hast du falsch verstanden. Es geht auch nicht nur um die Prüfungsfragen. Da gibt es in der Einschätzung von Person zu Person Unterschiede, der ein findet es leicht, ein anderer tut sich schwer. Es geht darum, daß man einen langen Kurs besucht, viel unnützes Zeug lernen muss, auch wenn viele sagen ist nicht so schwer, dann 2 -4 Wochen später zu einer Prüfung antreten muss.
Die Engländer sind funkmäßig besser ausgebildet, das kann ich bei jedem Törn in Südengland beobachten, sie sind vor allem sehr disziplinert und halten die Regeln strikt ein. Und man macht einen Tag Kurs und Prüfung. Die RYA-Kurse sind in Englisch, und das hat noch keinem geschadet. Mit Erklärungen in Deutsch. Wenn du in Griechenland in Seenot bist, wird dich in Deutsch keiner verstehen. Und warum dann nicht den ganzen Kurs in Englisch ?
Handbreit...

funklaus
07.09.2007, 14:03
Die RYA-Prüfungsfragen sind im Multiple Choice Verfahren. Das ist leicht. Die Prüfung zum deutschen Schein, war bis 2003 auch im Multiple choice Verfahren, aber das weiss ja keiner mehr. Der DSV übernahm 2003 die Hoheit von der REG TP, und der DSV oder das BMVBS haben bei diesem Wechsel die Prüfung schwerer gemacht, und nun beschweren sie sich, daß die englische (übrigens auch französische, holländische uvam) Prüfung zu leicht sei. Jedes Kind weiss daß Multiple choice leichter ist, als komplizierte, bürokratische Antworten auswendig lerenn zu müssen.
Funklaus

pilgrimBL
07.09.2007, 15:46
Die RYA-Prüfungsfragen sind im Multiple Choice Verfahren. Das ist leicht. Die Prüfung zum deutschen Schein, war bis 2003 auch im Multiple choice Verfahren, aber das weiss ja keiner mehr. Der DSV übernahm 2003 die Hoheit von der REG TP, und der DSV oder das BMVBS haben bei diesem Wechsel die Prüfung schwerer gemacht, und nun beschweren sie sich, daß die englische (übrigens auch französische, holländische uvam) Prüfung zu leicht sei. Jedes Kind weiss daß Multiple choice leichter ist, als komplizierte, bürokratische Antworten auswendig lerenn zu müssen.
Funklaus
Ich kenne die Multiple Choice Verfahren noch aus meiner Schulzeit. Es ist nicht leichter als normale Verfahren. Wenn die "Richtigkeit" der Antwortmöglichkeiten dicht beieinander liegen, fällt die Auswahl schwerr. Zum Teil wird man auch noch dabei "vom richtigen Wege" abgeleitet. Ich persönlich bin von diesem System aus gutem Grunde nicht überzeugt. Ganz im Gegenteil.

MC-Verfahren sind auf alle Fälle für die Prüfer vorteilhaft, das spart viel viel Zeit. Und ich frage mich oft, wie die Prüfer meine Schrift entschlüsselt hatten. Aber sie haben es jedesmal geschaft.

Den ganzen Kurs auf Englisch zu gestallten, ist sicherlich eine Herausforderung. Für den engl. Schein ist das jedenfalls nur konsequent.

:)

Elbe-1
07.09.2007, 17:03
Es wird zeit, daß ich mich selbst mal äußere: ich bin Klaus Schneider und hab das ganze Schlammassel verursacht. Ich hatte es nach 20 Jahren DSV Ausbildung einfach satt, mich ständig bei meinen Segelschülern für den Prüfungsfragenschrott entschuldigen zu müssen.
Mit der Funkausbildung bzw. den Funkprüfungen hat der DSV erst seit dem
1.1.2003 zu tun, nicht seit 20 Jahren.



Dass nun das BMVBS aussagt : der RYA-SRC wird in D nicht anerkannt,
stimmt n i c h t , der DSV, vom BMVBS beauftragt die Prüfung durchzuführen, erkennt ihn an (auf Weisung des BMVBS, nehme ich mal an)
Wie Du richtig schreibst, ist der DSV mit der Durchführung der Prüfungen beauftragt. Die Fragen der Anerkennung ausländischer Zertifikate ist eine rechtliche Frage. Das ist allein eine Sache des Verkehrsministeriums, nicht des DSV.

Ebenso ist nicht erkennbar, was das alles mit der EU zu tun haben soll. Diese Dinge sind im Rahmen der CEPT, nicht der EU harmonisiert. Das gilt für den Seefunk wie auch beispielsweise für den Amateurfunk. Wenn ein ausländisches Funkzeugnis hierzulande anerkannt werden soll, muss es den CEPT-Bestimmungen entsprechen. Daran hat das Verkehrsministerium inzwischen offenbar Zweifel bekommen, weshalb es die Sache vom BSH prüfen lässt.



Die englische Ausbildung ist der deutschen theorielastigen Ausbildung haushoch überlegen, denn es ist ein einfacher pädagogischer Grundsatz für die Ausbildung von Hobby-Sportlern: weniger ist fast immer mehr !
Die Ausbildung an den meisten Hamburger Segelschulen, dort sind mir die Verhältnisse einigermaßen vertraut, ist mitnichten theorielastig. Sie ist allerdings mit Preisen ab 150 Euro für meist 2 1/2 Tage Unterricht deutlich preiswerter als Ihr Angebot von 200 Euro für einen einzigen Tag. Dieser erhebliche Preisunterschied wird durch die höheren deutschen Prüfungs- bzw. Ausstellungskosten nur unwesentlich beeinflusst.



Die erste Pressemitteilung des BMVBS (12.06) sagt: es wäre ein Bruch des EU Rechts den britischen SRC nicht anzuerkennen.
Das war offenbar eine voreilige Bewertung, die sich hinterher bei näherer Betrachtung dessen, was die Briten als SRC bezeichen, als nicht tragfähig erwies. Das ist unschön, aber Fehler passieren eben auch schon mal einem Ministerialbeamten.



Die zweite Pressemitteilung (27.07) sagt:
der britische RYA-SRC ist nicht gleichwertig mit dem deutschen SRC !!!! Was bedeutet das und wer beurteilt das? Müssen alle SRC weltweit gleichwertig mit unserem SRC sein , soll am deutschen Prüfungs(un) wesen, wieder mal die Welt genesen?
Es geht schlicht und ergreifend um die Frage, ob das britische Zeugnis den Vorgaben der CEPT entspricht oder nicht. Mit dümmlichen Anspielungen auf kaiserliche Großmannssucht aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg hat das nichts zu tun.



Schlussfolgerung: wer jetzt den RYA-SRC macht hat einen auch in D gültigen Schein, und international, zB Kroatien oder Frankreich , egal wo, ist der britische SRC anerkannt. Rückwirkend kann es keine Nichtanerkennung geben, da der Schein j e t z t anerkannt ist.
Ihre Schlussfolgerung ist fehlerhaft: Der Status eines in Deutschland erworbenen Funkzeugnisses des britischen Seglerverbands RYA ist unklar, was nach den Worten der zweiten Stellungnahme auch für weitere europäische Länder gilt. Wer es erwirbt, muss damit rechnen, dass er später eine Zusatzprüfung in Deutschland ablegen muss. Darüber entscheidet aber das Verkehrsministerium, nicht eine Yachtschule aus Dresden, die damit eigene kommerzielle Interessen verfolgt.

Elbe-1

funklaus
07.09.2007, 17:08
Ich kenne die Multiple Choice Verfahren noch aus meiner Schulzeit. Es ist nicht leichter als normale Verfahren. Wenn die "Richtigkeit" der Antwortmöglichkeiten dicht beieinander liegen, fällt die Auswahl schwerr. Zum Teil wird man auch noch dabei "vom richtigen Wege" abgeleitet. Ich persönlich bin von diesem System aus gutem Grunde nicht überzeugt. Ganz im Gegenteil.

MC-Verfahren sind auf alle Fälle für die Prüfer vorteilhaft, das spart viel viel Zeit. Und ich frage mich oft, wie die Prüfer meine Schrift entschlüsselt hatten. Aber sie haben es jedesmal geschaft.

Den ganzen Kurs auf Englisch zu gestallten, ist sicherlich eine Herausforderung. Für den engl. Schein ist das jedenfalls nur konsequent.

:)
MC Tests können schwer oder leicht sein, klar kann man die Antworten so ähnlich machen, daß man sich schwer tut. Aber das war in der deutschen MC Prüfung, die bis 2003 in Kraft war, nicht der Fall, und ist in der englischen SRC-MC Pürfung ebenfalls leicht, weil die falschen Antworten ganz leicht zu erkennen sind. Wenn jemand aufpasst und sich ein paar Sachen merkt, Basic-Englisch kann, besteht er auch die praktische und die theoretische Prüfung am gleichen Tage, und muss nicht zwei Wochen später zu einer Prüfung antanzen. Und nochmals: es ist überhaupt nicht einzusehen, daß man, um ein relativ einfaches Gerät bedienen zu lernen, wochenlang einen Abendkurs besucht; oder zwei bis drei ganze Tage. Im Schnitt schaffen es Leute die beruflich stark engagiert sind, nicht allein die Prüfung zu machen. Als ich vor dreissig Jahren, als Student diese Prüfungen machen musste, hab ich auch alle Kurse gemieden, und mich allein vorbereitet.

Elbe-1
07.09.2007, 17:09
Ich kenne die Multiple Choice Verfahren noch aus meiner Schulzeit. Es ist nicht leichter als normale Verfahren. Wenn die "Richtigkeit" der Antwortmöglichkeiten dicht beieinander liegen, fällt die Auswahl schwer.
Genau so ist, und es kommt hinzu, dass es keine teilweise richtigen Antworten gibt wie heute, sondern immer nur Alles oder Nichts.

Elbe-1

funklaus
07.09.2007, 17:31
Mit der Funkausbildung bzw. den Funkprüfungen hat der DSV erst seit dem
1.1.2003 zu tun, nicht seit 20 Jahren.



Wie Du richtig schreibst, ist der DSV mit der Durchführung der Prüfungen beauftragt. Die Fragen der Anerkennung ausländischer Zertifikate ist eine rechtliche Frage. Das ist allein eine Sache des Verkehrsministeriums, nicht des DSV.

Ebenso ist nicht erkennbar, was das alles mit der EU zu tun haben soll. Diese Dinge sind im Rahmen der CEPT, nicht der EU harmonisiert. Das gilt für den Seefunk wie auch beispielsweise für den Amateurfunk. Wenn ein ausländisches Funkzeugnis hierzulande anerkannt werden soll, muss es den CEPT-Bestimmungen entsprechen. Daran hat das Verkehrsministerium inzwischen offenbar Zweifel bekommen, weshalb es die Sache vom BSH prüfen lässt.



Die Ausbildung an den meisten Hamburger Segelschulen, dort sind mir die Verhältnisse einigermaßen vertraut, ist mitnichten theorielastig. Sie ist allerdings mit Preisen ab 150 Euro für meist 2 1/2 Tage Unterricht deutlich preiswerter als Ihr Angebot von 200 Euro für einen einzigen Tag. Dieser erhebliche Preisunterschied wird durch die höheren deutschen Prüfungs- bzw. Ausstellungskosten nur unwesentlich beeinflusst.



Das war offenbar eine voreilige Bewertung, die sich hinterher bei näherer Betrachtung dessen, was die Briten als SRC bezeichen, als nicht tragfähig erwies. Das ist unschön, aber Fehler passieren eben auch schon mal einem Ministerialbeamten.



Es geht schlicht und ergreifend um die Frage, ob das britische Zeugnis den Vorgaben der CEPT entspricht oder nicht. Mit dümmlichen Anspielungen auf kaiserliche Großmannssucht aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg hat das nichts zu tun.



Ihre Schlussfolgerung ist fehlerhaft: Der Status eines in Deutschland erworbenen Funkzeugnisses des britischen Seglerverbands RYA ist unklar, was nach den Worten der zweiten Stellungnahme auch für weitere europäische Länder gilt. Wer es erwirbt, muss damit rechnen, dass er später eine Zusatzprüfung in Deutschland ablegen muss. Darüber entscheidet aber das Verkehrsministerium, nicht eine Yachtschule aus Dresden, die damit eigene kommerzielle Interessen verfolgt.

Elbe-1
Hallo,
es ist klar, daß das BMVBS entscheidet, aber der DSV ist sozusagen ausführendes Organ, und erkennt den RYA-SRC an, das ist vollkommen klar, die Probe aufs Exempel wurde gestern geliefert..
Der Prüfungsfragenschrott bezieht sich auch auf andere Scheine, da gilt das Gleiche.
Natürlich hat es mit der CEPT zu tun, wenn auch nicht EU Länder CEPT Mitglieder sind, so hat es zumindestens mit einer europäischen Vereinbarung zu tun. Das RYA-SRC ist CEPT konform. Dass nun das BSH das überprüft und schon vor Abschluss dieser Prüfung gesagt wird, wir erkennen den englischen Schein nicht an, ist ein Widerspruch an sich.
Nennen Sie mir doch andere europäische Länder in denen der englische Schein nicht anerkannt ist ! In Deutschland wird zB ein Schweiz-UBI (übrigens auch MC-Test, ohne praktische Prüfung) anerkannt.
Die Yachtschule aus Dresden maßt sich nicht an, diese Dinge zu entscheiden, aber es gilt doch auch hier das Prüinzip der Besitzstandswahrung.
Und es stimmt eben nicht, daß e i n Beamter sich vertan hat, womöglich wie Sie andeuten ein kleiner Beamter. Die bewusste Yachtschule aus Dresden (was wollen die überhaupt so tief im Binnenland ?!) hat vor der ganzen Aktion von 3 (drei) Stellen (BMVBS, BSH und DSV) die klare Antwort erhalten, sie liegt vor :
ein SRC ausgestellt nach den Empfehlungen der CEPT, nach den Radio Regulations und nach dem Artikel S47 GMDSS ist anzuerkennen. Kann es sein daß drei deutsche Stellen sich alle drei vertan haben ? Oder war die Anerkennung fraglich geworden, nachdem man, nach dem kleinen Artikel in der Yacht aufgewacht ist ? Geht es vielleicht um etwas anderes als um die Qualität des Scheines ?

Elbe-1
07.09.2007, 18:10
Die bewusste Yachtschule aus Dresden (was wollen die überhaupt so tief im Binnenland ?!) hat vor der ganzen Aktion von 3 (drei) Stellen (BMVBS, BSH und DSV) die klare Antwort erhalten, sie liegt vor :
ein SRC ausgestellt nach den Empfehlungen der CEPT, nach den Radio Regulations und nach dem Artikel S47 GMDSS ist anzuerkennen. Kann es sein daß drei deutsche Stellen sich alle drei vertan haben?
Ich habe die CEPT-Empfehlungen gelesen und kenne die deutschen "Durchführungsrichtlinien Funkbetriebszeugnisse". Beides scheint mir sehr gut zueinander zu passen. Ich kenne auch das RYA VHF Handbook von Tim Bartlett, ohne Inhaltsverzeichnis so knapp 80 Seiten. Auch dort sind anscheinend alle wesentlichen Punkte aus den CEPT-Anforderungen angesprochen. Aber weder die deutschen noch die britischen inhaltlichen Vorgaben als Konkretisierung von CEPT sind an einem einzigen Tag verständniserfassend aufzunehmen.

BTW, der Artikel 47 als Rahmenvorschrift für Seefunkzeugnisse gehört zu den Radio Regulations, ein eigenes GMDSS-Dokument gibt es nicht. GMDSS ist ein Konzept, das sich aus Ausrüstungs- und Betriebsvorschriften zusammensetzt. Die Ausrüstungsvorschriften sind im SOLAS-Abkommen festgelegt, die Betriebsvorschriften in den Radio Regulations.



Geht es vielleicht um etwas anderes als um die Qualität des Scheines?
Der marginale Anteil, den das Verkehrsministerium aus den Seefunkzeugnissen erhält (12 Euro pro SRC/LRC), kann nun wirklich nicht als Basis für Verschwörungstheorien dienen.


Ich wäre übrigens der letzte, der einer Dresdner Yachtschule ihren Standort vorwerfen würde und ich sehe durchaus, dass die erste Auskunft des Verkehrsministeriums eine sehr üble Sache ist. (DSV und BSH waren in meinen Augen allerdings völlig falsche Ansprechpartner, die zu dieser rechtlichen Sache nichts beizutragen haben.) Von der Sache her halte ich jedoch die heutigen Zweifel des Verkehrsministeriums für berechtigt, und ich halte es generell für fragwürdig, in anderen Ländern den Erwerb amtlicher Zertifikate anzubieten. Das könnte einen Qualifikationswettlauf nach unten einleiten, denn wer sollte es einem europäischen Kleinstaat verbieten, einen SRC-Zweistundenkurs incl. Prüfung anzubieten, wenn die CEPT-Konformität nur eine völlig hohle Anforderung ist.

Elbe-1

Namba Tu
07.09.2007, 18:41
Elbe 1 = Belem?
Hannes der Frieslandfan.

funklaus
07.09.2007, 19:07
Hallo, noch ein kleiner Nachtrag:
Ich weiss daß viele Schulen in D einen ordentlichen und auch nicht theorielastigen Kurs machen. Aber fast alle deutschen Prüfungen sind theorielastig, z B der SSS. Theorie: kleines Studium, meistens innerhalb von zwei Jahren abzuwickeln.
Praxis: einer der Prüflinge legt ab, wir fahren raus und setzen die Segel. Kreis segeln, Boje auffischen unter Segel und auch unter Motor (Pipifax) , und s i m u l i e r t an einem ganz freien Steg anlegen, dann noch ein paar Alibi-Fragen zur Sicherheit. Das wars, sie sind ein toller Skipper. Kein Wunder daß in der internationalen Yachtszene keiner den SSS kennt, aber jeder den YM Offshore.
YM Ocean interessiert keinen, auch in UK nur Theorie, genau wie beim SHS.

England: Yachtmaster Offshore, die härteste Seglerprüfung der Welt
Theorieprüfung: NIL
Praxis: jeder segelt eine zwei bis dreistündige Passage mit allem pipapo: Passage planning, Gezeiten, Wetter usw.
Prüfer zwei Tage an Bord. An- und Ablegen kann sogar ein Mitsegler fahren, das ist die selbstvertsändlichste Sache der Welt, das kann man einfach. Aber Gezeiten einplanen, Nebel in der Blind Navigation simulieren usw. Und auch alle Rettungsmanöver

Und nun zur Funkerei:
Für den englischen Schein gilt das eben nicht. (Zwei Stundenkurs) In England funktioniert der Funkverkehr einwandfrei, die Disziplin ist zum Unterschied von Deutschland hoch. Und die Kursteilnehmer müssen Infos vor dem Kurs lesen und lernen, wieso soll es nicht an einem Tag gehen, wenn in Deutschland eine Teuilnahme an einem Kurs gar nicht vorgeschrieben ist.
Im Notfall sind ein bis zwei Knöpfe zu drücken, und der ALARM zu senden. GPS meistens dran.
An der Funke hängt immer eine Procedure Card, und die wird jeder Skipper auswendig können, inkl.Notanruf und Notmeldung. (Notanruf kommt ja in der deutschen Prüfung nicht mehr vor, weil angeblich alle DSC haben, ja ? Auch im Mittelmeer ? )
Einige Schiff-Schiff-Kanäle auswendig lernen, kleine Leistung zu nehmen und checken ob Kanal frei mit der Rauschsperre. Und kein Routineverkehr auf 16. Für die Häfen/ Marinas bitte Jachtfunkdienst oder entsprechendes Werk und Arbeitskanal suchen. Das wäre schon das Wichtigste ! Natürlich übertreibe ich , aber kann mir jemand erklären wieso es einen dreitägigen Kurs dafür geben muss !!! Ich sage Euch warum es solch einen Kurs braucht: um die DSV-Prüfung zu bestehen !
Und weniger ist meistens mehr ! Ich unterrichte Segelkurse seit 1973, immer wieder stelle ich fest daß die Leute keine zwei Monate nach der aufwendigen Prüfung nichts mehr wissen. Und der Notfall kommt ja Gott sei Dank nicht jeden Tag. Also: das Wichtige sollte niemals in einem Ozean von vollkommen irrelevantem Theorieballast untergehen. Ich habe Fastnet (nicht 79) , Whitbread und Sydney-Hobart (nicht 98) gesegelt, und habe noch nie Hilfe in einem echten Notfall leisten müssen.
Und müssen sich nun wirklich weltweit alle, a l l e nach dem DSV richten ?
Und übrigens ganz viele deutsche Segler haben bereits mit den Füssen abgestimmt. Alle waren mit dem RYA-Procedere höchst glücklich, und bestätigten viel gelernt zu haben, weil man sich nicht mit dummen Theoriefragen beschäftigen muss. Ich weiss genau, daß man einwenden wird "natürlich waren sie zufrieden, wenn es nur leicht war", aber da unterschätzt ihr diese Segler.
So das wars
Handbreit

Funklaus

pilgrimBL
07.09.2007, 19:41
......Und die Kursteilnehmer müssen Infos vor dem Kurs lesen und lernen, wieso soll es nicht an einem Tag gehen, wenn in Deutschland eine Teuilnahme an einem Kurs gar nicht vorgeschrieben ist.
Im Notfall sind ein bis zwei Knöpfe zu drücken, und der ALARM zu senden. GPS meistens dran.
An der Funke hängt immer eine Procedure Card, und die wird jeder Skipper auswendig können, inkl.Notanruf und Notmeldung. (Notanruf kommt ja in der deutschen Prüfung nicht mehr vor, weil angeblich alle DSC haben, ja ? Auch im Mittelmeer ? )
Einige Schiff-Schiff-Kanäle auswendig lernen, kleine Leistung zu nehmen und checken ob Kanal frei mit der Rauschsperre. Und kein Routineverkehr auf 16. Für die Häfen/ Marinas bitte Jachtfunkdienst oder entsprechendes Werk und Arbeitskanal suchen. Das wäre schon das Wichtigste ! Natürlich übertreibe ich , aber kann mir jemand erklären wieso es einen dreitägigen Kurs dafür geben muss !!! Ich sage Euch warum es solch einen Kurs braucht: um die DSV-Prüfung zu bestehen !
Und weniger ist meistens mehr ! Ich unterrichte Segelkurse seit 1973, immer wieder stelle ich fest daß die Leute keine zwei Monate nach der aufwendigen Prüfung nichts mehr wissen. Und der Notfall kommt ja Gott sei Dank nicht jeden Tag. Also: das Wichtige sollte niemals in einem Ozean von vollkommen irrelevantem Theorieballast untergehen. ....
Funklaus

Hallo Funklaus. Du schießt dir jetzt selber ins Knie. Mit Absicht ?

Wenn die Leute schon nach zwei Monaten alles vergessen, wie ist es dann einen nur einen Kurstag ? Vergessen die dann alles innerhalb von 1 Woche? Und wie du schon sagst, nicht jeden Tag erfolgt ein Notfall. Den Alarmknopf zu drücken ist eine Kleinigkeit, jedoch beinhalten die Fragen zum SRC darüberhinaus noch eine ganze Menge mehr. Und selbstverständlich gibt es auch Fragen/Antworten zum "normalen" Notfunken ohne DSC.

Ich wundere mich schon sehr über dich. Mit aller Kraft wehrst du dich gegen Wissen. Mittlerweile bedauere ich deine Schüler, so ein Lehrer hab ich gottseidank nie kennenlernen dürfen.... manchmal hat man eben Glück.
:)

illupodimare
07.09.2007, 19:41
... kann mir jemand erklären wieso es einen dreitägigen Kurs dafür geben muss !!! Ich sage Euch warum es solch einen
Kurs braucht: um die DSV-Prüfung zu bestehen ! ... Funklaus
... mit Durchblick, so wie ich sie bei Funklaus spüre, wünsche
ich einem Menschen beim Deutschen Segler-Verband. Und
Durchsetzungsvermögen.

funklaus
07.09.2007, 19:59
Das Vergessen hat mit der Anzahl der Tage nicht zu tun. Mit Vergessen hat sehr wohl zu tun, die Energie auf unsinnige Prüfungsfragen zu verschwenden, statt die wichtige Sachen zu betonen. Wir beschäftigen uns die Hälfte der Zeit mit dem Seenotfall. Und ich wehre mich nicht gegen Wissen, aber ich wehre mich gegen vollkommen nutzloses Wissen. Ich könnte mir jetzt die Finger wudtippen, mit vollkommen nutzlosen Fragen, aber was solls. Meine Schüler brauchst du nicht zu bedauern, danke . Deine persönlichen Bemerkungen kannst du dir wirklich sparen, ich werde mich nicht auf dieses Niveau begeben.
Tschüss

Funklaus

illupodimare
07.09.2007, 20:28
Hallo Funklaus. Du schießt dir jetzt selber ins Knie. Mit Absicht ? ...
... als ich noch obrigkeitshörig war, wäre ich sochen Leuten wie Ihnen
auf den Leim gegangen. Heutzutage verachte Ihre Meinung und hoffe,
dass sich ihr niemand anschließt.

C-19-PAPIA
07.09.2007, 20:32
Sehr geehrter Pilgrim BL:
im Gegensatz zu Ihnen kenne ich Klaus Schneider:
ich habe 1991 in Ingolstadt den BR-Schein bei ihm gelernt, vor wenigen Jahren in München bei den JOJO's den SRC absolviert: ich möchte "eine Lanze" für ihn "brechen": er vermittelt auch öden Stoff so praxisnah und angenehm wie möglich, gewürzt mit vielen auflockernden Geschichten aus seiner eigenen langjährigen Praxis. Wenn ich das anders gewünscht hätte - ich hätte mich ja auch alleine vor ein Buch setzen können... - aber es war wirklich nett. Es wurde viel Wert auf's Üben gelegt, und soviel Praxisnähe wie möglich präsentiert. Ich kann den Argumenten von Klaus Schneider sehr gut folgen: ein Großteil der SRC-Fragen ist völlig irrelevant und hat mit "Erweitern des Horizontes" nichts zu tun. Wenn er jetzt die deutsche Überbürokratie umgeht und den Amtsschimmel in den ... tritt: ich finde es sehr gut!
Lieber Klaus Schneider: weiter so!
ein "zu bedauernder" ehem. Schüler...

Hanno
Com-Pac 19/3 PAPIA und Com-Pac 23/3 FREYA

Wolko
08.09.2007, 00:02
Mich überrascht sehr, mit welch mächtigen Kanonen auf den Spatz "SRC-Fragenkatalog" geschossen wird; meines Erachtens hätte er diese Aufmerksamkeit sicher nicht verdient.

Ich habe das SRC 2003 autodidaktisch erworben und erinnere mich noch recht genau an die Vorbereitung auf die drei Prüfungsteile.

- Die Praxis war die härteste Nuss, die auch mit Abstand am meisten Vorbereitungszeit erforderte. Ich habe z.B. eine ganze Zeit im Stadtverkehr englische Funksprüche vor mich hin formuliert und damit die Verkehrssituationen (oder entsprechende Fantasie-Abwandlungen) beschrieben und fiktive Gesprächssituationen erdacht. Hat mir Spaß gemacht und sich als durchaus effektiv erwiesen.

- Die Übersetzungstexte haben mich zwar - dank passablem Schulenglisch und gelegentlicher englischer Konversationspraxis - nicht viel Zeit gekostet, aber ich habe einige Vokabeln dort erstmals kennengelernt, die ich als hilfreich einschätze.

- Der Fragenkatalog war der mit Abstand einfachste Prüfungsteil. Den Großteil der Fragen konnte man nach Beschäftigung mit der Materie sowieso ohne weiteres beantworten, einige Fragen mussten eben auswendig gelernt werden. Und einige wurden gewiss auch schmunzelnd zur Kenntnis genommen (Goldfranken...).

Aber wegen dieser paar Fragen wird nun das ganz große Fass aufgemacht? Ich empfinde das, ehrlich gesagt, als albern und kleingeistig.

W.

fellow
08.09.2007, 01:45
Wolkos Beitrag kann ich uneingeschränkt zustimmen. Ich habe übrigens die kombinierte Prüfung SRC/UBI in einem 3-tägigem Kurs und einer Woche Übung (täglich maximal 1 Stunde) nach deutschen Prüfungsrichtlinien geschafft.

Wäre Funklaus etwas früher mit seinen Erkenntnissen aus der Deckung gekommen, hätte sich meines Erachtens die Diskussion erübrigt. Ich teile seine Meinung, dass die Anforderungen zum Erlangen der Funkscheine – das gilt übrigens auch für die in Deutschland angebotenen Bootsführerscheine – mit überflüssigen Inhalten überfrachtet sind. Das lenkt nur von den wesentlichen Fragen ab, die später in der Praxis benötigt werden. – Ich musste bei meinen Scheinen einige stumpfsinnige und teilweise absurde Prüfungsinhalte auswendig lernen, um nicht wertvolle Punkte in der Prüfung einzubüßen.

Aber geschadet hat mir das nicht, die Prüfungen nach deutschem Regelwerk waren locker zu bewältigen. Wenn zwischenstaatliche Abkommen zu unterschiedlichen nationalen (Prüfungs)-Normen führen, ist mit das allemal sympathischer als eine multilaterale Bürokratie. – Diese Erkenntnis hätte mich nicht daran gehindert, eine praxisgerechtere Ausbildung nach britischen Normen, wie von Funklaus angeboten, vorzuziehen.

Den Kommentar von Herrn Backhausen kann ich nicht nachvollziehen.
…Heutzutage verachte Ihre Meinung und hoffe,
dass sich ihr niemand anschließt.

@ Namba_Tu
Elbe 1 = Belem?
Dachte ich auch – aber war der Stil nicht doch etwas anders?

pilgrimBL
08.09.2007, 13:56
Mich überrascht sehr, mit welch mächtigen Kanonen auf den Spatz "SRC-Fragenkatalog" geschossen wird; meines Erachtens hätte er diese Aufmerksamkeit sicher nicht verdient.

Ich habe das SRC 2003 autodidaktisch erworben und erinnere mich noch recht genau an die Vorbereitung auf die drei Prüfungsteile.

- Die Praxis war die härteste Nuss, die auch mit Abstand am meisten Vorbereitungszeit erforderte. Ich habe z.B. eine ganze Zeit im Stadtverkehr englische Funksprüche vor mich hin formuliert und damit die Verkehrssituationen (oder entsprechende Fantasie-Abwandlungen) beschrieben und fiktive Gesprächssituationen erdacht. Hat mir Spaß gemacht und sich als durchaus effektiv erwiesen.

- Die Übersetzungstexte haben mich zwar - dank passablem Schulenglisch und gelegentlicher englischer Konversationspraxis - nicht viel Zeit gekostet, aber ich habe einige Vokabeln dort erstmals kennengelernt, die ich als hilfreich einschätze.

- Der Fragenkatalog war der mit Abstand einfachste Prüfungsteil. Den Großteil der Fragen konnte man nach Beschäftigung mit der Materie sowieso ohne weiteres beantworten, einige Fragen mussten eben auswendig gelernt werden. Und einige wurden gewiss auch schmunzelnd zur Kenntnis genommen (Goldfranken...).

Aber wegen dieser paar Fragen wird nun das ganz große Fass aufgemacht? Ich empfinde das, ehrlich gesagt, als albern und kleingeistig.

W.
Ich dachte schon, ich bin mit meiner Meinung alleine.
Danke Wolko :)

funklaus
08.09.2007, 19:59
Danke Hanno, das kam gut, ich weiss zwar nicht mehr wer du bist, freu mich aber daß alte Schüler sich erinnenrn.
KLaus

Michael60
12.09.2007, 08:25
... Ich habe übrigens die kombinierte Prüfung SRC/UBI in einem 3-tägigem Kurs und einer Woche Übung (täglich maximal 1 Stunde) nach deutschen Prüfungsrichtlinien geschafft.


Hallo,

dieser Aufwand ist allerdings sehr gering beschrieben. Für den SRC/LRC habe ich als Autodidakt deutlich mehr Zeit gebraucht. Ich schätze, dass ich mich ca. einen Monat lang täglich ca. 1-1,5 Stunden mit dem Stoff beschäftigt habe. Es sind allerdings auch ein paar Fragen mehr und 2 zusätzliche Geräte zu beherrschen. Insgesamt hat es aber auch Spaß gemacht und ohne Prüfung hätte ich nie den Ehrgeiz entwickelt, micht mit dem Stoff so intensiv zu befassen.

Das Englisch ein Problem sein kann, war mir überhaupt nicht bewusst, da ich "tief aus dem Westen" komme. Man lernt ein paar Vokabeln dazu und gut ist.
Nachdem ich mich im Peenestrom mit einem Hafenmeister unterhalten hatte, war mir klar, dass viele Segler aus den neuen Bundesländern zwar prima russisch können, aber Englisch nur in Bruchstücken aus der Werbung oder durch die Arbeit am Rechner können.

Da wird ein Funkgespräch auf Englisch schon eine echte Aufgabe.

Michael

illupodimare
23.09.2007, 10:32
Lübecker Nachrichten vom 23. September 2007

von Michael Kirchner

Dunkle Wolken sind über einer wichtigen maritimen Branche aufgezogen: Die Vercharterer von Yachten sehen ihre Existenz bedroht, weil der Gesetzgeber künftig von ihren Kunden eine Funklizenz verlangt. Die meisten besitzen aber bisher keine.

Ohne Funkausbildung kein Charterboot mehr! Eigentlich gibt es diese gesetzliche Bestimmung schon seit August 2005. Durch gemeinsame Anstrengungen von Politik und Interessenverbänden konnte beim Bundesverkehrsministerium jedoch ein Aufschub in Form einer Übergangsfrist erwirkt werden. Diese gilt jedoch nur bis Ende September 2007, also nur noch ein paar Tage. Dann soll die Änderung der „Sportseeschifferscheinverordnung“, wie die Bestimmung in schönstem „Behörden-Deutsch“ heißt, in voller Härte angewandt werden: Jede Skipper einer Charter-Yacht muss ein gültiges SRC-Funkbetriebszeugnis besitzen. Wird er ohne ein solches auf dem Wasser angetroffen, drohen saftige Bußgelder. SRC steht für Short Range Certificate. Um dieses zu erhalten, ist ein mehrtägiger Lehrgang nötig, bei dem 250 Fragen beantwortet werden müssen, die auch die Seefahrt generell betreffen. Englisch-Kenntnisse sind Voraussetzung.

Mit Sorgen sieht daher auch der Vorsitzende des Arbeitskreises Charterboot (AKC), Reinhard Klemme aus Heiligenhafen, der nächsten Segelsaison entgegen. „Diese Saison ist eh gelaufen, die Auswirkungen des Gesetzes werden wir erst ab 2008 zu spüren bekommen“, erklärt er. Wenn sich bis dahin das Bundesverkehrsministerium nicht erweichen lässt, rechnen die Charter-Betriebe mit Einbußen von bis zu 50 Prozent. „Unsere Existenz steht auf dem Spiel“, prophezeit Reinhard Klemme. Er ist Geschäftsführer eines der größten Charter-Unternehmen an der Ostsee, der Yacht- und Charterzentrum-GmbH Heiligenhafen (155 Yachten).

In den benachbarten Ländern wie zum Beispiel Dänemark kennt man die neue Bestimmung nicht. Charterkunden, die zumeist ohnehin vorhaben, auf der Ostsee in dänische Gewässer zu schippern, werden sich ein Schiff dann wohl auf Lolland in Nakskov, Roedeby oder Nysted mieten, wo eine Vorlage der Funklizenz nicht verlangt wird. „Alles Kunden, die uns verloren gehen“, fürchtet Klemme. So sieht es auch Elke Dübe, Mitinhaberin des Charterbetriebes und der Segelschule Dübe in Burgtiefe auf Fehmarn. Ihr Unternehmen hat bereits 2005 auf die neue Gesetzeslage reagiert und Ausbildungsgeräte und -material zur Erlangung der Funklizenz angeschafft, weil sie einen gehörigen Ansturm erwartet hat. Er blieb jedoch aus.

round-world2
23.09.2007, 11:00
dann fallen ja nächstes jahr die Gebrauchtbootpreise für verschiedene modelle gewaltig...:cool:

ReiKlei
16.10.2007, 22:11
In der neuen Ausgabe von SEGELN Nr.11/2007 Seite 40 ff. wird meine Formulierung als Themenstarter aufgenommen:

„In ((nur)) 9 Stunden“......erfolgen Ausbildung und Prüfung.

Der Artikel hat die Überschrift: Legal, illegal?

Auf vier Seiten wird jetzt erst „nachgeliefert“, was wir hier schon seit Monaten diskutieren!

Man wollte wohl bei SEGELN auch seinen Senf zum Thema geben.

Übrigens der Autor H.W. ist genau derjenige Autor, der vor etwa ¾ Jahr den SRC Lern- und Simulationssoftwaretest für SEGELN durchgeführt hatte und die eigentlich beste (nach „BOOTE“) Simulationssoftware von ROLF BAHRL gar nicht kannte.

Soviel zur Kompetenz von Herrn H.W..

Der eigentlich nur geringe „Schöpfungswert“ des Artikels besteht darin, dass man auf Seite 41 oben links ein Photo von Herrn Klaus Schneider sehen kann.

Der Artikel schließt mit folgendem Abschnitt:


„Die zwölf Kursteilnehmer haben ihren Schein jedenfalls bestanden.
„Geht es um Sicherheit auf See oder um Prüfungsgelder, die nach England fließen?“,
will einer am Ende Wissen -
Schneider hebt die Achseln und drückt auf die Distress Taste“.
.... und ich dachte, die Schein-Bewerber hätten die integrierte Prüfung bestanden.

Ansonsten alles nur das übliche bla, bla zum dem in den einschlägigen Foren diskutierten Kurz-Ausbildungs-Problematik.

Ich vermisse in dem Artikel die „Meldung des letzten Standes“.

Meiner Meinung nach keine Festlegung auf ja oder nein – sondern nur „wischi waschi“,
also hätte man sich den Artikel auch sparen können.

Zum Abschluß noch 'ne Frage:
Handelt es sich bei dem fragwürdigen Prozedere um eine Schein-Prüfung?

Gruß

Reiner

Geamradh
17.10.2007, 16:16
Nachdem ich mich im Peenestrom mit einem Hafenmeister unterhalten hatte, war mir klar, dass viele Segler aus den neuen Bundesländern zwar prima russisch können, aber Englisch nur in Bruchstücken aus der Werbung oder durch die Arbeit am Rechner können.

Da wird ein Funkgespräch auf Englisch schon eine echte Aufgabe.

Michael

Hi Michael,

das mit dem Russisch wird deutlich überschätzt. Ich denke den meisten ging es wie mir, man hats gelernt - weil man musste. Ich muss zugeben dass ich nach 6 Jahren Russisch in der Schule, aussser diverser Schimpftriaden, kaum noch Russisch kann. Das lerne ich jetzt freiwillig nach, so wie auch Englisch, Niederländisch und Polnisch.

Englisch war damals, wie Französisch, in der DDR "Wahlfach". Und die meisten Schüler wählten dann doch lieber die "Freistunden".

Zum Zeitaufwand beim SRC. Ich büffel derzeit nicht nur Vokabeln, sondern auch und viel mehr die rechtlichen Anteile, da in den Prüfungsbögen ja wohl einige - viele - Fragen dazu drin stehen, die man auf See wohl kaum benötigen wird.

Vor der Gerätebedienung habe ich weniger Bammel, da ich auf dem RTW schon genug funken darf...

Grüße Geam

P.S. Für BOS-Funklizenz reicht oft eine Ausbildung von vier Stunden. (BOS = Behörden und Organisations Funk, als Polizei, Feuerwehr, K-Schutz und Rettungsdienst)

ReiKlei
17.10.2007, 20:27
In der Augustausgabe von BOOTE schreibt Herr Jürgen STRASSBURGER auch nichts wesentlich Neues zur Problematik.

Allerdings ist "sein" Bild zu Herrn Klaus Schneider in der Zeitschrift informativer.

200 € Kursgebühr für eine "schein"heilige Sache + 50 € Prüfungsgebühr sind ja nun auch "nicht wenig Holz".

Schöne Grüsse

Reiner

pilgrimBL
18.10.2007, 09:11
Hier wird diskutiert bis der Arzt kommt.

In der Zeit hätte man längst den SRC machen können.

Und: Postet doch mal die Fragen, die wohl so gar nichts mit Seefahrt zu tun haben sollen...

:(

Geamradh
18.10.2007, 12:38
Ok, dann tippe ich mal einige Fragen ab:


Was bedeutet ITU oder UIT
Was bedeutet IMO
Was bedeutet REG TP
Mit welchen UKW-Seefunkgeräten sind SAR Hubschrauber ausgestattet


Ich habe nicht alle 30 Fragen zu Abkürzungen abgetippt. Ich finde Unsinnig wenn ein Benutzer die alle Auswendig beherrschen muss. Die kann jeder Problemlos nachschlagen. Ebenso wie die Berechnungsgrundlagen für Seefunktelegramme.

Was sitzen muss, und auch "besoffen oder tofmüde" ist Not- und Dringlichkeitsverkehr. Da mault wohl auch niemand. Die Sprachprüfung sehe ich auch ein.

Grüße Geam

Elbe-1
18.10.2007, 13:57
Ok, dann tippe ich mal einige Fragen ab:


Was bedeutet ITU oder UIT
Was bedeutet IMO
Was bedeutet REG TP
Mit welchen UKW-Seefunkgeräten sind SAR Hubschrauber ausgestattet

Mal abgesehen davon, dass Deine Eintippereien seit dem 1.10.2007 nur noch teilweise aktuell sind:
Die Antworten auf die ersten drei Fragen sollten zum Allgemeinwissen jedes Seglers gehören, und die vierte Frage ist mehr als nützlich. Wer die Antwort kennt, weiß, dass er einen Rettungshubschrauber auf Kanal 16 erreichen kann. Hältst Du diese Information wirklich für belanglos?



Ebenso wie die Berechnungsgrundlagen für Seefunktelegramme.
Der Bereich des Öffentlichen Verkehrs incl. der Seefunktelegramme ist nach CEPT vorgeschriebener Ausbildungs- und Prüfungsbestandteil. Würde auf diese wenigen und leicht zu erlernenden Antworten verzichtet, hätte auch der deutsche SRC Anerkennungsprobleme.

Elbe-1

pilgrimBL
18.10.2007, 16:51
DAnke ELBE-1

ich hätte es nicht besser formulieren können.

Bezüglich der Abkürzungen: Wie willst du überhaupt den Inhalt verstehen, wenn du die gebräuchlichen Abkürzungen nicht kennst ?
und: die die Beantwortung gibt es nur wenige Punkte. Wenn der Rest im Test richtig ist, dann wirst du auch nicht durchfallen. Allerdings solltest du schon wissen, was REG TP ist. Fast so wichtig wie: LüA

:)

Geamradh
19.10.2007, 06:50
Danke für Eure netten Hinweise. Sie sind Einleuchtend, aber nicht in jedem Fall überzeugend. Klar sollte man wissen was SOLAS aussagt, aber wer kann ohne nachzuschauen die korrekte Bezeichnung nennen und wozu auch. Darum ging es mir.

@ Pilgrim, ich mach den SRC gerade.

- Eine Frage hätte ich jedoch an Pilgrim und Elbe1.

Könnt Ihr beide mir die Bedeutung der DIN 13164 erklären und den Inhalt angeben. Ihr fahrt doch Auto, oder? :eek:

Liebe Grüße, Geam

P.S. Jetzt werde ich sicher in der Luft zerrissen...

pilgrimBL
19.10.2007, 10:24
...

@ Pilgrim, ich mach den SRC gerade.

- Eine Frage hätte ich jedoch an Pilgrim und Elbe1.

Könnt Ihr beide mir die Bedeutung der DIN 13164 erklären und den Inhalt angeben. Ihr fahrt doch Auto, oder? :eek:

Liebe Grüße, Geam

P.S. Jetzt werde ich sicher in der Luft zerrissen...

Ich habe mich auch gefragt, warum ich bei meinem A-Schein damals wissen musste, was eine Klinkerbauweise ist, oder warum ich wissen muss, was eine 420er Jolle ist. Die wollte ich doch nie segeln. Leider gab es keinen A-Schein nur für die VB-Jolle.;)
Den SRC (wie alle Funkscheine) lassen sich nunmal nicht mir dem Führerschein (Auto) vergleichen, auch wenn dies gerne hier angeführt sind.
Schau doch mal einfach, wie in der Vergangenheit auf Schiffen international gefunkt worden ist. Da hat der eine den anderen nicht verstanden.

Aber das ist hier ausgiebig diskutiert worden.

Und die paar Fragen, inkl. der Abkürzungen, ist doch nun wirklich keine Hürde die uns/dich aufhalten kann. Oder etwa doch ?
:)

GrobiXXL
19.10.2007, 13:19
Moinsen zusammen!
Wenn wir schon bei Vergleichen sind, nochmals die Kernfrage: Wenn das deutsche Prüfungssystem in dieser Form so überlebens-notwendig ist (wie es uns die Ministerialen immer so gerne suggerieren), dann dürften Briten an der Funke - logisch zu Ende gedacht - ja nicht mehr die Weltmeere befahren, weil sie mit ihrer Lizenz aus dt. Behördensicht ein Sicherheitsrisiko darstellen müsste.......oder?!? Da sollten wir aber mal ganz schnell bei Frau Merkel anrufen..... *LOL*

Elbe-1
19.10.2007, 13:40
Wenn wir schon bei Vergleichen sind, nochmals die Kernfrage: ...
Pech, das war jetzt gar nicht die Kernfrage. Versuchs noch mal!

Elbe-1

pilgrimBL
19.10.2007, 13:56
...Da sollten wir aber mal ganz schnell bei Frau Merkel anrufen..... *LOL*

WIR ?

Ruf du da mal selber an! :p

JochenG
19.10.2007, 14:50
Die Antworten auf die ersten drei Fragen sollten zum Allgemeinwissen jedes Seglers gehören, und die vierte Frage ist mehr als nützlich. Wer die Antwort kennt, weiß, dass er einen Rettungshubschrauber auf Kanal 16 erreichen kann. Hältst Du diese Information wirklich für belanglos?

Jau klar, vor allem weil es die RegTP nicht mehr gibt.

Aber das mit dem Hubschrauber ist nur vom akademischen Standpunkt aus nützlich, es SOOOO genau zu wissen. Denn selbst wenn man es nicht explizit weiß, hat man ja eh keine andere Wahl, in einem Notfall, als eben auf den Not- und Anrufkanal zurück zu greifen und das ist eben 16. Ne andere Wahl hat man ja eh nicht, wenn man von 06 mal absieht. Dieser (06) ist aber nun wirklich nützlich, denn hierüber soll ja nunmal z.B. eine Rettungsaktion abgewickelt werden und das daran auch Hubschrauber teilnehmen können, also so selbstredend "klug" sollte man auch ohne jedwede Prüfung sein, finde ich, das sich die Antwort auf eine Frage betreff SAR-Hubschrauber nun von alleine gibt.

Geamradh
20.10.2007, 07:41
Und die paar Fragen, inkl. der Abkürzungen, ist doch nun wirklich keine Hürde die uns/dich aufhalten kann. Oder etwa doch ?
:)

Wohl kaum. Da bin ich typisch "Mecklenburger-St(u)ierschädel"... -ich will zum SHS und dann muss ich wohl auch noch durch das LRC durch. Aber eben wenn die Zeit dafür dran ist. Ich sage ja auch nicht das die "Scheine" sinnlos sind. Solange der Schein auch aussagt das man etwas kann, nicht nur darf.

Aber das ist bei allen Scheinen so, selbst oder erst reicht beim Führerschein.

Liebe Grüße, Geam

ReiKlei
22.10.2007, 20:34
Nun warte ich schon so lange auf Klaus Schneider's Multiple Choice Prüfungsfragen.

Wann veröffentlicht er die hier eigentlich mal,
damit wir bald den Durchblick bekommen? ;)

Gibt es da aus seiner Sicht etwas Verschweigenswertes?
Die BNetzA veröffentlicht doch auch ihre Prüfungsfragen! :D

Schöne Grüsse
Reiner

papalangi_44
31.10.2007, 10:56
die will ich dann hier (http://www.detlefhahn.de/segeln/funkschein/) auch mal an den Mann/Frau bringen. Sie sind sogar kostenlos. :) :) (Siehe auch SRC-online-lernen)

Zur Diskussion habe ich dann auch noch Fragen und Anmerkungen :
- kann ich hier in Deutschland als deutscher Staatsbürger einen amerikanischen (englischen, monegassischen oder ...) Führerschein im Schnelldurchgang bei irgend einem Sherrif machen und wird der anerkannt?
Soweit ich weiss, muss ich eine Weile in Amiland gelebt haben, damit das geht (Urlaub reicht nicht).

- Warum wird hier teilweise auf Simulationssoftware herumgehackt?
Wenn jemand in der Lage ist dort die Köpfe per Maus in der richtigen Reihenfolge zu bedienen, dann sollte ihm das auch am echten Gerät gelingen (die Leute sind ja nicht gehirnamputiert). Piloten üben auch im Simulator.
Während meiner Prüfung durften wir auch nicht die Sendetaste drücken, von der Distresstaste ganz zu schweigen.

- manche Fragen sind scheinbar einfach nur da, um eine Vielzahl an Fragen zu haben. Ok, die muss man dann einfach auswendig lernen. Vorschlag , Streichliste mit Begründung in neuem Forum zusammentragen (bitte ohne Polemik) und an das zuständige Ministerium weiterleiten. :D

- andere sollten evtl nur umformuliert werden.
Wie Elbe-1 sagt, ist es sicherlich sinnvoll zu wissen, dass man die SAR-Luftfahrzeuge auf Kanal 16 erreichen kann.
Wir hatten in den späten 60 Jahren beim Jagdgeschwader Richthofen einen Absturz über See mit tödlichem Ausgang.
Es war damals nicht möglich, eine direkte Verbindung zwischen dem 2. Starfighter und der Bayern herzustellen.

Es ist nach meiner Meinung ohne weiteres möglich, sich ohne Kurs auf die Prüfung vorzubereiten. Die meisten Leute hier segeln sicher nicht allein und haben Freunde und Vereinskameraden die sich auch auf den Schein vorbereiten müssen. Da bietet es sich an, während der Wintermonate ab und zu in lockerer Runde die Praxis gemeinsam am PC zu üben.


Gruß Detlef

Trion
31.10.2007, 13:50
die will ich dann hier (http://www.detlefhahn.de/segeln/funkschein/) auch mal an den Mann/Frau bringen. Sie sind sogar kostenlos. :) :) (Siehe auch SRC-online-lernen)

Zur Diskussion habe ich dann auch noch Fragen und Anmerkungen :
- kann ich hier in Deutschland als deutscher Staatsbürger einen amerikanischen (englischen, monegassischen oder ...) Führerschein im Schnelldurchgang bei irgend einem Sherrif machen und wird der anerkannt?
Soweit ich weiss, muss ich eine Weile in Amiland gelebt haben, damit das geht (Urlaub reicht nicht).

- Warum wird hier teilweise auf Simulationssoftware herumgehackt?
Wenn jemand in der Lage ist dort die Köpfe per Maus in der richtigen Reihenfolge zu bedienen, dann sollte ihm das auch am echten Gerät gelingen (die Leute sind ja nicht gehirnamputiert). Piloten üben auch im Simulator.
Während meiner Prüfung durften wir auch nicht die Sendetaste drücken, von der Distresstaste ganz zu schweigen.

- manche Fragen sind scheinbar einfach nur da, um eine Vielzahl an Fragen zu haben. Ok, die muss man dann einfach auswendig lernen. Vorschlag , Streichliste mit Begründung in neuem Forum zusammentragen (bitte ohne Polemik) und an das zuständige Ministerium weiterleiten. :D

- andere sollten evtl nur umformuliert werden.
Wie Elbe-1 sagt, ist es sicherlich sinnvoll zu wissen, dass man die SAR-Luftfahrzeuge auf Kanal 16 erreichen kann.
Wir hatten in den späten 60 Jahren beim Jagdgeschwader Richthofen einen Absturz über See mit tödlichem Ausgang.
Es war damals nicht möglich, eine direkte Verbindung zwischen dem 2. Starfighter und der Bayern herzustellen.

Es ist nach meiner Meinung ohne weiteres möglich, sich ohne Kurs auf die Prüfung vorzubereiten. Die meisten Leute hier segeln sicher nicht allein und haben Freunde und Vereinskameraden die sich auch auf den Schein vorbereiten müssen. Da bietet es sich an, während der Wintermonate ab und zu in lockerer Runde die Praxis gemeinsam am PC zu üben.


Gruß Detlef

Gute Idee...
ich habe das Buch gekauft, die Simulationssoftware und mein Microphon war eine Zigarettenschachtel... Bei der Prüfung sah ich das UKW zum ersten mal life. Dank Sim-Software gar kein Problem.:p

OCEAN22
31.10.2007, 21:20
........
Zur Diskussion habe ich dann auch noch Fragen und Anmerkungen :
- kann ich hier in Deutschland als deutscher Staatsbürger einen amerikanischen (englischen, monegassischen oder ...) Führerschein im Schnelldurchgang bei irgend einem Sherrif machen und wird der anerkannt?
..........


Also nach Gutsherrenart?


handbreit

HerMei

Geamradh
11.11.2007, 00:01
So, nun habe ich doch den 9-Stunden-Schneider-Kurs zum SRC gemacht. Bin eigentlich davon ausgegangen dass es der "deutsche" SRC ist, weil auf meiner Seminaranmeldung und -bestätigung 2 Tage standen.

Hab jedoch am Morgen dann morgen erfahren das es doch der "Britische" SRC ist. Dozent Klaus Schneider.

Ich bin echt froh schon einige Wochen Vokabeln und Vorschriften, Menüs und ähnliches gepaukt zu haben, denn im Seminar selbst hätte ich nichts gelernt.

Kritikpunkte:

- Der Dozent rasselt wie ein TCV durch den Stoff, das ganze Thema kommt sehr gehetzt rüber, dadurch ist es schwer dem Stoff zu folgen.

- Nach 120 Minuten "Revolverunterricht" ohne Pause, ist die Blase zum bersten voll, die Konzentration auf Null und dadurch die Stoffaufnahme zusätzlich erschwert.

- Die Arbeit mit den Medien, Flipchart und Beamer war miserabel. Die Schrift auf dem Flipchart war sehr undeutlich, teilweise geschmiert und oft auch noch in Abkürzungen die duch den Platzmangel auf dem Block nötig wurden.

- Didaktisch habe ich einen roten Faden vermisst, aber dafür sehr viel über die Schein-Abenteuer von Herrn Schneider erfahren.

- Die Praktischen Übungen kamen mir eher wie eine Spielstunde vor. Denn von einem wirklich angeleiteten Üben habe ich wenig bemerkt. Es wurde oft an einem Gerät was erklärt, jedoch sah der Großteil der Seminargruppe oft nur den Rücken des Dozenten.

- Mehrer Teilnehmerfragen wurden nur ausweichend, einige sogar inhaltelich falsch beantwortet. Ich hatte öfter den Eindruck, dass der Dozent gar nicht zuhört.

Insgesammt war ich von diesem Seminar eher enttäuscht, als zufrieden, auch wenn ich bestanden habe. Ich werde jedoch nun auf mein Zertifikat aus dem UK warten und dann sehen, ob es mir in "Old-Germany" was nützt. :confused: Ich hoffe nur meine teuren Euros jetzt nicht in den Müll geworfen zu haben...

Grüße, Geam

ReiKlei
11.11.2007, 01:06
So, nun habe ich doch den 9-Stunden-Schneider-Kurs zum SRC gemacht. Bin eigentlich davon ausgegangen, dass es der "deutsche" SRC ist, weil auf meiner Seminaranmeldung und -bestätigung 2 Tage standen.

Hab jedoch am Morgen dann morgen erfahre, dass es doch der "Britische" SRC ist. Dozent Klaus Schneider.

Ich bin echt froh schon einige Wochen Vokabeln und Vorschriften, Menüs und ähnliches gepaukt zu haben, denn im Seminar
Seminar??? Ist das nicht ein bisschen hoch gegriffen?


selbst hätte ich nichts gelernt.

Kritikpunkte:

- Der Dozent rasselt wie ein TGV durch den Stoff, das ganze Thema kommt sehr gehetzt rüber, dadurch ist es schwer dem Stoff zu folgen.

- Nach 120 Minuten "Revolverunterricht" ohne Pause ist die Blase zum Bersten voll, die Konzentration auf Null und dadurch die Stoffaufnahme zusätzlich erschwert.

- Die Arbeit mit den Medien, Flipchart und Beamer war miserabel. Die Schrift auf dem Flipchart war sehr undeutlich, teilweise geschmiert und oft auch noch in Abkürzungen die durch den Platzmangel auf dem Block nötig wurden.

- Didaktisch habe ich einen roten Faden vermisst, aber dafür sehr viel über die Schein-Abenteuer von Herrn Schneider erfahren.

Also doch kein Dozent - sondern ein selbsternannter sog. Ausbilder?


- Die Praktischen Übungen kamen mir eher wie eine Spielstunde vor. Denn von einem wirklich angeleiteten Üben habe ich wenig bemerkt. Es wurde oft an einem Gerät was erklärt, jedoch sah der Großteil der Seminargruppe oft nur den Rücken des Dozenten.

- Mehrer Teilnehmerfragen wurden nur ausweichend, einige sogar inhaltlich falsch beantwortet. Ich hatte öfter den Eindruck, dass der Dozent gar nicht zuhört.

Insgesamt war ich von diesem Seminar eher enttäuscht, als zufrieden, auch wenn ich bestanden habe. Ich werde jedoch nun auf mein Zertifikat aus dem UK warten und dann sehen, ob es mir in "Old-Germany" was nützt. :confused: Ich hoffe nur meine teuren Euros jetzt nicht in den Müll geworfen zu haben...

Grüße, Geam

Wie fähig bist Du jetzt?

Grundprinzip in der Pädagogik:

Rede über Alles, aber nie über dreiviertel Stunden!

.... hat "uns" mal der Dozent bei der Berufsgenossenschaft in Bad Münstereifel gesagt und da wird er wohl Recht haben.

Nach 0,75 h Vortrag waren wir "zu"!

Gruß

Reiner

>> der Nick könnte ja auch von reinem Gewissen kommen können.

Benjamin
11.11.2007, 06:19
...

Insgesammt war ich von diesem Seminar eher enttäuscht, als zufrieden, auch wenn ich bestanden habe. Ich werde jedoch nun auf mein Zertifikat aus dem UK warten und dann sehen, ob es mir in "Old-Germany" was nützt. :confused: Ich hoffe nur meine teuren Euros jetzt nicht in den Müll geworfen zu haben...

Grüße, Geam

Dann ist es doch ok. Du wolltest doch in erster Linie einen Schein und nicht unbedingt etwas lernen. Dafür müsstest du dich sowieso wesentlich mehr mit der Materie beschäftigen. Auch das was in deutschen Kursen rüberkommt halte ich eher für zu wenig. Aber jetzt hast du einen Schein und darfst in der Praxis üben. Jetzt beginnt das eigentliche Lernen. Ist doch beim KFZ- oder Sportbootführerschein genau so.

Volks-Hoch-Schüler
11.11.2007, 09:39
Hallo

Geam,

herzlichen Glückwunsch, dass Du bestanden hast.
Wie hast Du das erfahren?
Haben Alle bestanden?
Hoffentlich bleibt Dir eine Zusatzprüfung bei einer DSV Prüfungskommission zur Anerkennung Deines Scheines erspart.

Schöner Schein ? Hat ja wohl über 250 Euronen gekostet.


Dann Frage ich doch glatt meinen VHS Ausbilder (SRC Kurskosten 30 + 60 = 90 €!) mal,
ob er mir nicht nach dem Kurs auch den Schein auch "schenken" kann?

Schreibe uns doch bitte mal was zum Multiple -Choice Test.

Waren die Fragen leicht oder schwer?

Wenn Du eine Frage nicht zu beantworten wußtest, durftest Du beim Nachbarn schaun?

Oder hat Dir in diesem Falle gar während des "Examens" der Prüfer großzügig die Lösung gesagt, m.a. W. "ein bisschen geholfen"?

Hast Du die Fragen?
Kannst Du sie hier einstellen?
Wenn Vorgenanntes nicht möglich ist, kannst Du eine oder mehrere Fragen hier exemplarisch einstellen?

Danke schon mal Vorab


@ Benjamin: meinst Du das im Ernst oder soll das Satire sein?

MuS

Kevin

Benjamin
11.11.2007, 10:51
....
@ Benjamin: meinst Du das im Ernst oder soll das Satire sein?

MuS

Kevin

Na klar meine ich das ernst. Die ganze Diskussion hier zeigt doch, dass es den meisten Leuten darum geht ein möglichst dünnes Brett zu bohren und den Schein ohne viel Aufwand zu bekommen. Sie wollen den Schein und würden den auch nicht machen, wenn er nicht vorgeschrieben wäre. Warum wird sonst endlos über unnötigen Ballast etc. diskutiert? Mit etwas Glück sind mit Schein wenigstens minimalste Kenntnisse vorhanden. Ich bin aber überzeugt, dass 90% der Kursteilnehmer nicht annähernd verstanden haben was sie da lernen, sondern sich die Fragen in ihr Kurzzeitgedächnis klopfen um bei der Prüfung das Kreuz an der richtigen Stelle zu machen. Anschließend sind sie dann richtig stolz auf ihre vollbrachte Leistung und vergessen alles wieder. Ob du es glaubst oder nicht das ist Fakt.

Benjamin

Geamradh
11.11.2007, 11:10
OH weh, ...die Geister die ich rief... dann noch mal meine Statements.

Punkt eins:
Ja ich wollte einen Schein, mit dem ich als deutsche Staatbürgerin, unter Deutscher Flagge, in allen - auch deutschen Hoheitsgewässern - unangefochten eine GMDSS-Seefunkanlage betreiben darf.

Punkt zwei:
Auch wenn es Benjamin überrascht, ich WILL etwas lernen. --> Mein Ziel ist es in den kommenden Jahren in Yachtsport beruflich Fuß zu fassen. Dazu muss ich auch was können und nicht nur dürfen.

Punkt drei: ein paar Fragen habe ich sogar wirklich, und Nein, wir durften nicht abkucken. Es gab wirklich zwei Prüfungsbögen. Allerdings wurden alle relevanten Antworten direkt vor der Prüfung noch einmal besprochen. Die Schwierigkeit bei den Fragen bestand in erster Linie in der Sparchbarriere. Da wohl die wenigesten ein ausgewähltes fließendes "Nativ-" Englisch sprechen.

Punkt vier:
das wir alle bestanden haben, haben wir direkt nach der Prüfung durch den "Subunternehmer-Dienstleister-Dozenten-Kassierer-Prüfer" erfahren.

Fragen abtippen ist mir zu müßig, aber ich kann gerne meinen "Übungszettel" als PDF, nach PB, verschicken.

@ ReiKlei, auch meine Ausbilder hat mir diese Grundlegenden Dinge beigebracht. Wenn unser "Dozent" eine kleine Vorstellungsrunde gemacht hätte, wäre im eventuell sogar aufgefallen, das eine "Vollblutausbilderin" im Seminar sitzt. ;)

Auf alle Fälle geht heute noch eine ausführliche Beschwerde an den Veranstalter des "Seminares" so dass sich die dann ein paar Dinge überlegen können.

Für einen Ein-Tages-Kurs, an dem die Inhaltlichen Kentisse schon am Morgen errwartet werden. Wo man eigentlich nicht in Ruhe üben kann, da 12 Teilnehmer in einem kleinen Raum, an 4 Gerätepaaren parallel üben und sich dadurch doch gut stören 220,00 Euro zu zahlen ist eigentlich schon fast eine Frechheit.

Ein "Dozent" der nicht hinhört was ein Teilnehmer fragt und erst nach dreimaliger Korrektur durch andere Teilnehmer die korrekte Antwort auf die gestellte Frage gibt, ein "Dozent" der laut eigener Aussage Ossis, in Dresden, aus dem Seminar bittet "weil die eh kein Englisch können", der mit Frauenfeindlichen Witzen brilliert, ist eine Schande.

So das sollte jetzt auch erklären warum ich stinksauer bin.

Geamradh

db8us
11.11.2007, 11:18
...der mit Frauenfeindlichen Witzen brilliert, ist eine Schande.


Waren wenigstens die Witze gut? :D

Ich finde es gut, wenn Du Dich beschwerst. Bitte halte und auch hier auf dem Laufenden wie die Antwort ausfiel.

Bei meinem SRC-Kurs hatte ich auch das Gefuehl, dass die englische Sprache die groesste Huerde fuer viele darstellte.

Was willst Du denn spaeter berfulich im Yachtbereich machen?
Hast Du vor auch den LRC und ein Amateurfunkzegnis zu machen?

Viele Gruesse

Micha

cha cha
11.11.2007, 11:29
Ich bin aber überzeugt, dass 90% der Kursteilnehmer nicht annähernd verstanden haben was sie da lernen, sondern sich die Fragen in ihr Kurzzeitgedächnis klopfen um bei der Prüfung das Kreuz an der richtigen Stelle zu machen.

Hallo Benjamnin,

ich würde die Quote eher bei 100% ansiedeln als bei 90%. Und ich denke, das gilt auch für den deutschen Schein.

Tatsächlich bin ich auch der Ansicht, dass man auf den UKW-Schein verzichten kann - alles nötige passt auf ein Blatt Papier, das man sich neben die Funke hängt. Das Problem ist doch, dass man den paar wirklich wichtigen Sachen auch nur kurz in so einem Kurs und der Prüfung begegnet, und dass das spätestens nach ein paar Wochen restlos vergessen ist, und dass der normale Sprechfunk im realen Leben doch sowieso anders abläuft, als man es für die Prüfung gelernt hat.

Ich weiss nicht, wie die heutigen Prüfungsfragen aussehen, aber in meiner Prüfung ging es noch um die Umrechung in Goldmark, wie viele zugelassene Kanäle eine UKW-Funke hat, und unter welcher Adresse irgend eine Zulassungsbehörde residiert. Sowas ist doch absolut lächerlich, und eine Behörde, die solches Wissen als notwendig erachtet, hat ihre Existenzberechtigung verwirkt.

Gruß
Tom

Volks-Hoch-Schüler
11.11.2007, 12:30
OH weh, ...die Geister die ich rief... dann noch mal meine Statements.

Punkt eins:
Ja ich wollte einen Schein, mit dem ich als deutsche Staatsbürgerin, unter Deutscher Flagge, in allen - auch deutschen Hoheitsgewässern - unangefochten eine GMDSS-Seefunkanlage betreiben darf.

Punkt zwei:
Auch wenn es Benjamin überrascht, ich WILL etwas lernen. --> Mein Ziel ist es in den kommenden Jahren in Yachtsport beruflich Fuß zu fassen. Dazu muss ich auch was können und nicht nur dürfen.

Punkt drei: ein paar Fragen habe ich sogar wirklich, und Nein, wir durften nicht abkucken. Es gab wirklich zwei Prüfungsbögen. Allerdings wurden alle relevanten Antworten direkt vor der Prüfung noch einmal besprochen. Die Schwierigkeit bei den Fragen bestand in erster Linie in der Sprachbarriere. Da wohl die wenigsten ein ausgewähltes fließendes "Nativ-" Englisch sprechen.

Punkt vier:
das wir alle bestanden haben, haben wir direkt nach der Prüfung durch den "Subunternehmer-Dienstleister-Dozenten-Kassierer-Prüfer" erfahren.

Fragen abtippen ist mir zu müßig, aber ich kann gerne meinen "Übungszettel" als PDF, nach PB, verschicken.

@ ReiKlei, auch meine Ausbilder hat mir diese Grundlegenden Dinge beigebracht. Wenn unser "Dozent" eine kleine Vorstellungsrunde gemacht hätte, wäre im eventuell sogar aufgefallen, dass eine "Vollblutausbilderin" im Seminar sitzt. ;)

Auf alle Fälle geht heute noch eine ausführliche Beschwerde an den Veranstalter des "Seminares" so dass sich die dann ein paar Dinge überlegen können.

Für einen Ein-Tages-Kurs, an dem die Inhaltlichen Kenntisse schon am Morgen errwartet werden. Wo man eigentlich nicht in Ruhe üben kann, da 12 Teilnehmer in einem kleinen Raum, an 4 Gerätepaaren parallel üben und sich dadurch doch gut stören 220,00 Euro zu zahlen ist eigentlich schon fast eine Frechheit.

Ein "Dozent" der nicht hinhört was ein Teilnehmer fragt und erst nach dreimaliger Korrektur durch andere Teilnehmer die korrekte Antwort auf die gestellte Frage gibt, ein "Dozent" der laut eigener Aussage Ossis, in Dresden, aus dem Seminar bittet "weil die eh kein Englisch können", der mit Frauenfeindlichen Witzen brilliert, ist eine Schande.

So das sollte jetzt auch erklären, warum ich stinksauer bin.

Geamradh

Danke für Dein Posting - gerne würde ich Dich/Sie mit richtigem Vornamen ansprechen! :)

Deine Schilderung macht uns Allen die "Sache" transparenter.

Ich finde es toll, dass Du gerade als Dame den Erwerb des SRC und weiterer echter Qualifikationen auf Dich nehmen willst,
wo man doch hier im Forum nach dem bisherigen Verlauf der SRC Threads immer mehr den Eindruck gewinnt, dass gerade die "erfahrenen" Forenbenutzer bisher ohne SRC ohne die Benutzung von Gehirnwindungen ein SRC erreichen will.
Das sind dann hier die tollsten "Segel-Hechte-Poster".
Man könnte auch sagen: Platzhirsche


Da auch i c h wirklich was lernen will, gehe ich in eine VHS, denn das sind die staatlich vorher inspizierte (http://www.google.de/search?q=Volkshochschule+SRC+&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a)Ausbilder und die können sich ja wohl nicht erlauben, "schmuh" zu machen.

Beschämend ist, dass offenbar die vorgenannte, obige Foren-Klientel wahrscheinlich in der obigen Abstimmungsmöglichkeit z. Z. die "Aktion von Herrn Schneider" gut geheißen hat,
obwohl jene Personen (oder nur Polynicks?) zuzeiten der Eröffnung der Abstimmung kein Hintergrundwissen haben konnten.

MuS

Kevin

Geamradh
11.11.2007, 13:58
@ db8us, die Witze waren unterste Schublade. Erinnerten eher an besoffene Proletenwitze.

Beruflich bin ich offen. Ich bin keine schlechte Ausbilderin, war als Fischerin auch nicht blöd, kann zupacken und liebe Boote und Wasser.
Mit ein wenig Glück und aufgetautem + zuerworbenem Wissen würde mir ein Job als Segellehrerin, Berufsskipperin oder für Überführungen sehr gut gefallen.

Bis dahin heisst es lernen: SKS - SRC - SSS - LRC - A-Lehrer-Lizenz - SHS - B-Lehrerlinzenz... ja und ... Törns, Sprachen. Da mir die Nord- und Ostsee gefällt wohl Englisch, Niederländisch (beides für den Hausgebrauch vorhanden), Russisch und Polnisch (wird gerade reaktiviert) neu hinzu wohl Schwedisch, Dänisch und Norwegisch.

@VHS, korrekt wäre Monica, ist auch auf meiner Website alles zu lesen ist ;)

Grüße, Geamradh (was aus dem Gälischen kommt und Winter bedeutet)

Volks-Hoch-Schüler
11.11.2007, 14:42
Hallo

Moni,

alle Achtung und viel Glück bei Deinen zukünftigen Vorhaben! :)

Im Düsseldorfer Hafen, in dem die praktischen Prüfungen für die Sportbootführerscheine abgenommen werden, war der Senior einer jetzt unter dem Junior noch existierenden Bootsfahrschule (nicht die aus Neuß) nach Aussagen von Damen ebenfalls offensichtlich ein "Frauenhasser".

Angeblich durften Frauen bei ihm die eigenen Boote erst gar nicht betreten.

Es scheint sich doch hier im Forum ein eigenartiges Metier abzubilden.

Liebe ;) Grüße

Kevin

Geamradh
11.11.2007, 14:49
Lieber Kevin, diese Diksussion würde wohl einer längsten Treads werden. Denn was Männer und Frauen können oder Nicht können wird wohl doch nie geklärt werden.

Ich für meinen Teil unterscheide eher nach den Werten was einer kann und wie er ist. Der Chromnosomensatz ist mir ziemlich schnuppe.


LG, Moni

Woodsenleghger
11.11.2007, 14:52
Lieber Kevin, diese Diksussion würde wohl einer längsten Treads werden. Denn was Männer und Frauen können oder Nicht können wird wohl doch nie geklärt werden.

Ich für meinen Teil unterscheide eher nach den Werten was einer kann und wie er ist. Der Chromnosomensatz ist mir ziemlich schnuppe.


LG, Moni

Der heist nicht Kevin. Der heisst Bernhard, und ist eine beklagenswerte Ente.

Volks-Hoch-Schüler
11.11.2007, 21:01
Das schreibt Moni "drüben" (http://www.boote-forum.de/showpost.php?p=719227&postcount=114)

Da gibt es ein Bild von der mutigen, wohl willensstarken Dame.

Auch ihre HP ist betrachtenswert.

Übrigens Moni, Freunde haben mir gesagt, dass in Duisburg auch kompetente, nette und menschliche Prüferinnen sind. ;)

MuS

Kevin