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  1. #51
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    Zitat Zitat von 1vier2 Beitrag anzeigen
    ...... rückwärtsgewandtes Design .......
    Was ist den vorwärtsgewandtes Design?
    Außer den Eigenschaften modisch, anders und größer habe ich von den Vertretern des "giebelstädter Designs" noch nichts gehört.
    Diese Art Gestaltung erinnert mich an die Straßenkreuzer der 60. Sie waren geräumig, stark und sehr modisch: Holzdekor auf den Seitenflächen, Heckflossen, usw. kennzeichneten den "Fortschritt". Das war so etwas wie zweiter Steuerstand auf dem Motorsegler, klappbare Badeplattform, Fenster nahe der WL, ...
    Da möchte ich doch eine Lanze für ein Design brechen, das sich an den Maßes des menschlichen Körpers orientiert, zeitlos ist, Ressourcen schont, Energie spart.....
    Eben Bauhausdesign

    Gruß Franz

  2. #52
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    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    ........Wäre .... der Mensch rational, hätten wir eine andere Welt, aber wir wandern auf dem Nebelmeer. Carsten
    d´accord, Carsten,
    und danke für den Seneca.

    Gruß Franz

  3. #53

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    Uiuiui, jetzt wird's aber tiefschürfend (und wieso setzt diese Forumssoftware immer den Deppen `, egal)

    Wir reden aber doch immer noch über Boote und nicht Häuser, oder?

    Geschmack/Mode/Design hin&her, ich meine, die Funktionalität sollte die Form bestimmen und nicht umgekehrt.

    Form follows function, wenn ein Bootsbauer diesen Grundsatz nicht beachtet, hat er vergessen, was er baut. Und markenübergreifend meine ich , man kann beobachten, das Einiges für die Hausfrau/den Hausmann am Steg gebaut wird, aber nicht für den Segler/die Seglerin auf dem Wasser.

    Und ein Boot ist halt ein Kompromiss.

    Stabilität-Gewicht-Preis-Sicherheit-Segeleigenschaften-Komfort-Wartung sind halt Zielkonflikte, die sich nur schwer auflösen lassen. Und je nachdem, wo die Prioritäten gesetzt werden, sieht das Ergebnis dann halt auch aus. Da kann man viel meinen/schreiben/schönreden, ändert aber nix.

    Für mich sind die Fragen, wie ein Boot innen/aussen aussehen "muss", völlig überbewertet. Ich will ein Boot, dass die Crew sicher übers Meer bringt, mit dem ich bei guten Wetter ein Etmal von ca. 120-140SM habe und auf dem ich mir auch bei schweren Sturm nur Sorgen um die Besatzung, nicht aber die "Schiffsintegrität" machen muss, ohne dabei zum Spartaner zu mutieren. Wenn das Boot das kann, ist es mir aber sowas von egal, wie es im Einzelnen aussieht.
    Oceanis 373 zu verkaufen, Liegeplatz in NL

  4. #54
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    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    .....
    Häuser, .....

    Form follows function, ....

    Stabilität-Gewicht-Preis-Sicherheit-Segeleigenschaften-Komfort-Wartung sind halt Zielkonflikte, .....
    ein Etmal von ca. 120-140SM ......
    Die Designerschule Bauhaus hat nichts mit dem Baumarkt gleichen Namens zu tun und nur am Rande mit "Häusern"

    "Form follows function," Dschenglish war die Stärke der Künstler aus Dessau und Berlin Anfang des vergangenen Jahrhunderts

    "Stabilität-Gewicht-Preis-Sicherheit-Segeleigenschaften-Komfort-Wartung sind halt Zielkonflikte, .....
    ein Etmal von ca. 120-140SM" ist das entscheidende Argument für gutes Aussehen, das Thema in diesem Threads .

    Franz

    übrigens, kein Deppen´ bei d´accord
    http://de.wiktionary.org/wiki/d%E2%80%99accord
    Geändert von grauwal (10.03.2013 um 14:01 Uhr)

  5. #55

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    Acer, die Worte höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Um am Sonntag mal den alten Bezirksbefruchter aus Weimar zu zitieren. Du hast vor Kurzem hier über Dein neues Schiff erzählt und es uns auch in Bildern präsentiert. Es war Stolz und Freude in Deinen Worten und Bildern zu spüren. Das ist bestimmt nicht vernünftig, das Schiff ist Dir kein "Ding", keine "Sache", kein "Gegenstand". Wetten, es sagt Dir etwas? Es erzählt Dir Geschichten und Träume? Was hat Dir das rohe Alu erzählt?? Ruggedness, Stäbigkeit? Heavy Metal? Warum die Ovni und nicht z.B. eine Malö oder HR? Beides ähnliche Preisliga. War es der Wunsch nach dem Besonderen? Weil Du ja auch was Besonderes bist? Oder war es nur das Schwert? Der elegante Eichenausbau? Erzählt er nur von Ergonomie oder auch von "Eiche, das ist was Ewiges"? Usw. Ich bin mir recht sicher: auch Acer kauft nicht mit Verstand, nicht Form follows Function, sondern Form schafft Inhalt. Auch das eine übrigens uralte Erkenntnis des Aristoteles: der dachte übers griechische Theater nach und merkte: die Form, die Maske, die Rolle schafft erst, dass der Rolleninhalt, der Charakter real wird, ohne Form bleibt er nur Möglichkeit. Das soll nun nicht heißen, dass Du oder ich Funktion völlig ignorieren. So nicht. Aber das ist Schritt 2: Schritt 1: Wir sehen. Wir füllen das Gesehene, die Form mit unseren Gefühlen, dann ist das Gesehene "unser" Schiff oder auch "nicht unser" Schiff. Dann erst in 2) denken wir: Stimmt das Cockpitt, kann ich den Niedergang nutzen etc. Aber das muss alles nur halbwegs ok sein, da werden wir tolerant, denn wenn es in Schritt 1) gefunkt hat, sind wir "verliebt", und Liebe ist langmütig, geduldig und rechnet das Böse nicht zu, wie Paulus es im Brief nach Krinth ausdrückt. Übrigens: Hier stürmt es mit 9 von Ost und schneit und schneit. Segeln wird noch länger nichts. Carsten

  6. #56
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    Die Bewertung eines Schiffes spiegelt vornehmlich die eigenen Vorstellungen wider, also wie man segeln möchte und welche Form gefällt.
    Es ist also beides: wenn ich längere Strecken nicht nur bei 4 Bft halbwind segeln möchte, muss der Dampfer bei leichten Bedingungen anspringen, bei schweren Bedingungen immer noch zuverlässig sein, zweckmäßig sein, etc (Form follows function) - wohlfühlen will ich mich mit dem Schiff aber auch, es soll nach außen auch meine Vorstellungen repräsentieren (Form schafft/transportiert Inhalt)

    Die Anschaffung eines Schiffes ist dann der perfekte Kompromiss aus den eigenen Vorstellungen und dem finanziellen Rahmen.

    Zurück zu dem Schiff in diesem Tröt. Ich mag die CB40 nicht, weil es mir einfach mit 15 Tonnen viel zu schwerfällig sein dürfte. Trotz der großen Länge finde ich es sehr gedrungen. Es ist - in Anlehnung an Carstens Posting oben - für mich im Widerspruch zur Leichtigkeit der Elemente.

    Handbreit
    Dirk
    ___/)_/)____/)___

    Contrast 33 - Dirk

  7. #57

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    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    Acer, die Worte höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Es war Stolz und Freude in Deinen Worten und Bildern zu spüren. Das ist bestimmt nicht vernünftig, das Schiff ist Dir kein "Ding", keine "Sache", kein "Gegenstand". ? Warum die Ovni und nicht z.B. eine Malö oder HR? Weil Du ja auch was Besonderes bist?
    Hallo Carsten,

    ich glaube, Du überschätzt meine Gefühlswelt :-)

    Also erstens bin ich nicht so vermessen, anzunehmen, ich sei etwas besonderes.

    Malö und HR sehe ich nicht in der gleichen Preisliga? Nunja, ich halte da Alubat für preiswerter. Hatte mal mit der 37iger HR geliebäugelt, gefiel mir aber nicht.

    Natürlich muss/sollte man, wenn man einige Euros in die Hand nimmt, ein Boot "mögen". Nur für mich sind da die "Äusserlichkeiten" nicht wirklich wichtig, zumal, DU hast sie angesprochen, die Ovnis sicherlich keine Schönheiten sind. Kurz: Was mich geleitet hat, war der Eindruck, dass das Boot von Seglern und nicht von Kaufleuten gebaut wurde.

    @Franz
    Was Bauhaus in diesem Zusammenhang bedeutet, ist mir schon klar. Aber weiter oben im Trööt war ja zB ausdrücklich auch von Plattenbauten die Rede. Und "form follows function" ist kein neumodisches denglisches Geschwafel, sondern ein vergleichsweise alter Gestaltungsgrundsatz, der Bauhaus nicht unerheblich beeinflusst hat. Ggf liegen wir da gar nicht soweit auseinander

    Und ein Segelboot sollte sich doch vernünftigerweise an den vorgegebenen physikalischen Gegebenheiten orientieren und an den Bedürfnissen der Lebewesen, die es benutzen, sprich Menschen. Was nützt ein "schicker" Handlauf, der abreisst, wenn ich ihn mal wirklich brauche oder eine Winsch, die so mies plaziert ist, das man sich beim Kurbeln wie ein Schlangenmensch verrenken muss. Ich denke, auch hier sind wir uns einig.
    Oceanis 373 zu verkaufen, Liegeplatz in NL

  8. #58
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    zw. Köln und Bonn aber auf der falschen Seite
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    Zitat Zitat von Danziger Beitrag anzeigen
    Die Auseinandersetzung hier, Mussi1975, ist ein Generationsproblem. So alt wie die Menschheit.
    Hans
    Nicht zwingend. Meine ich mit meinem mit 32 Jahren bar bezahltem Stahlkahn ;-)
    Geändert von Baringa (11.03.2013 um 19:30 Uhr)
    Gruß Christoph
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  9. #59
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    Ergonomie wieder ein wichtiger Bestandteil der Planung?

    "Feinschliff.

    Um die Ergonomie des Cockpits zu optimieren, ließen die Projektverantwortlichen um Eric Stromberg eigens ein Sperrholzmodell aufbauen – mitten im Bürotrakt der Verwaltung. "Gerade bei einem Regattaboot kommt es manchmal auf zwei, drei Zentimeter oder wenige Grad Neigung an", so Stromberg. Die Positionen von Traveller, Hebelklemmen, Umlenker, Winschen und Fußstützen könnten zwar auch am Computer modelliert werden. "Für die genaue Festlegung", so Stromberg, "ist jedoch der Versuch im Maßstab 1:1 am besten."


    ...kann man in
    http://www.yacht.de/yachten_jollen/n...d/4037413.html
    lesen.
    Ich war sicher, dass sowas schon immer selbstverständlich war. War es aber bisher wohl nicht, wenn man bedenkt, dass eine Improvisation im Bürotrakt diesem Missstand abhalf. Da wundern die ergonomischen Katastrophen der Vergangenheit nicht mehr.
    Das Modell kann sogar Krängung simulieren, tztztz Krängung, wo gibts den so was?

    Gruß Franz

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