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  1. #21
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    Hallo zusammen

    Ich kann grauwals Aussage leider nur bestätigen... Berufsschiffer achten nur ungern auf uns mit unseren Sportbooten. Ich finde das sehr schade. Vor allem, wenn es wirklich riskante Situationen sind.

  2. #22
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    Nun ist das Urteil ergangen ( kann noch angefochten werden ). Der verantwortliche Schiffsführer ist wegen fahrlässiger Gefährdung des Schiffsverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung zu einer Strafe von 3600 Euro verurteilt worden.
    Die Staatsanwaltschaft war zu dem Schluss gekommen, dass der Schiffsführer die Konstanzer Segelyacht vom Typ Faurby 330 hätte bei den guten Sichtverhältnissen sowohl hätte sehen müssen – und das bereits weit vor dem Kollisionsort – als auch bis zuletzt mit einem Manöver des letzten Augenblicks der in diesem Seebereich vorfahrtsberechtigten Faurby hätte ausweichen können.

  3. #23
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    Zitat Zitat von fendant Beitrag anzeigen
    Nun ist das Urteil ergangen ( kann noch angefochten werden ). Der verantwortliche Schiffsführer ist wegen fahrlässiger Gefährdung des Schiffsverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung zu einer Strafe von 3600 Euro verurteilt worden.
    Die Staatsanwaltschaft war zu dem Schluss gekommen, dass der Schiffsführer die Konstanzer Segelyacht vom Typ Faurby 330 hätte bei den guten Sichtverhältnissen sowohl hätte sehen müssen – und das bereits weit vor dem Kollisionsort – als auch bis zuletzt mit einem Manöver des letzten Augenblicks der in diesem Seebereich vorfahrtsberechtigten Faurby hätte ausweichen können.
    Danke für die Info.
    Gehen wir davon aus, dass der "verantwortliche Schiffsführer" der der Fähre ist.
    Wieso hätte dieser ein "Manöver des letzten Augenblicks" fahren können? Es reicht völlig wenn der seiner Ausweichpflicht nachkommt. "Manöver des letzten Augenblicks" kann m.M. nach nur Kurshaltepflichtige fahren, oder?

    Wurde geklärt, ob der Skipper der Segelyacht den Unfall durch ein Manöver des letzten Augenblicks hätte vermeiden können, und ist das für die Schuldfrage relevant?

    Auf hoher See kennen wir uns aus, aber vor Gericht sind wir in Gottes Hand

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig!

  4. #24
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    Hallo Grauwal, nein, der Skipper der Faurby hat bei 1-3 kn Wind keine Chance ein Ausweichmanöver zu fahren, wenn er von einer 22kn schnellen Fähre aufs Korn genommen wird.
    Es wird spekuliert, dass die Crew der Katamaranfähre durch eine während der Fahrt angesetzte Schulung für ein neues elektronisches Bordbuch abgelenkt war.
    Wenn ich so an die Bussgelder im Strassenverkehr denke kommt er mit 3.600 € ja noch gut weg

  5. #25
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    Zitat Zitat von fendant Beitrag anzeigen
    Hallo Grauwal, nein, der Skipper der Faurby hat bei 1-3 kn Wind keine Chance ein Ausweichmanöver zu fahren, wenn er von einer 22kn schnellen Fähre aufs Korn genommen wird.
    ......
    Schon klar, Fendant,
    es geht darum zu erfahren, ob die Juristen das ebenso sehen. Wie schon gesagt, auf See und vor Gericht ist man in Gottes Hand; auf See können wir uns helfen, aber vor Gericht?
    Die noch deutlich schnelleren Fähren im Kattegat fahren in großen Schwüngen, es ist unmöglich deren Kurs vorherzusehen. Die, da bin ich mir sicher, gehen den Yachten aus den Füßen.
    Bei den beiden Exemplare auf dem angehangenen Bild war es bei in Sicht kommen völlig unklar ob sie vor- oder achterlich passieren würden. In wenigen Minuten waren sie vorbei. An Ausweichen ist tatsächlich nicht zu denken. Die weisen Ratschläge der Segelausbilder - immer am Heck passieren - sind Kokolores.

    Gruß Franz
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    halber Wind reicht völlig!

  6. #26
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    Zitat Zitat von fendant Beitrag anzeigen
    Es wird spekuliert, dass die Crew der Katamaranfähre durch eine während der Fahrt angesetzte Schulung für ein neues elektronisches Bordbuch abgelenkt war.
    Wenn das stimmt: Eine Schulung während der Fahrt halte ich für grob fahrlässig.

    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Bei den beiden Exemplare auf dem angehangenen Bild war es bei in Sicht kommen völlig unklar ob sie vor- oder achterlich passieren würden. In wenigen Minuten waren sie vorbei. An Ausweichen ist tatsächlich nicht zu denken.
    Es ist ein mulmiges Gefühl, so ein Exemplar auf sich zukommen zu sehen, da kann man nur einfach kurshalten. Wenn's dann doch zu einer Kollision kommt, ist das Gerichtsverfahren für den Segler das allergeringste Problem. Und ich bin sicher, dass kein Jurist versuchen wird, dem Segler vorzuwerfen, er hätte ausweichen müssen. Er würde sich lächerlich machen.

    t...
    ante diem sextum Kalendas Martias: anno et undecim mensibus post foedissimi diem sceleris

  7. #27
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    Zitat Zitat von bonifaz Beitrag anzeigen
    ......... Und ich bin sicher, dass kein Jurist versuchen wird, dem Segler vorzuwerfen, er hätte ausweichen müssen. .......t...
    Da wäre ich gerne auch sicher, Herbert.
    Die Juristen werden sich des Sachverstandes der professionellen Seeleute bedienen und die haben nicht zwingend Ahnung von der Sportschifffahrt. Das sieht man deutlich an der Gesetzgebung, da werken Juristen Hand in Hand mit Profis und Lobbyisten, ein teuflischer Mix.
    - Wie ist zu erklären, dass man für ein 30'-Motorboot binnen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 6kn einen Führerschein braucht und für ein gleich langes seegehendes Segelboot nicht? (mir soll´s egal sein, verstehen tu ich das nicht)
    - Wieso gelten für Sportboote die gleichen Regeln im Verkehrstrennungsgebiet wie für Supertanker?
    - und der Scherze mehr.....
    Die Juristen unter der Beratung von Profis können das erklären.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig!

  8. #28
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    Das sind jetzt aber Fragen... Auf dem Bodensee brauchst Du in jedem Fall das Patent.
    Aber zum Ausweichen, bei den Geschwindigkeitsdifferenzen macht man es nur schlimmer, wenn man auf Verdacht versucht, auszuweichen. Denn egal, wohin, es könnte die falsche Richtung sein. Einzig eben das Heck zeigen, um schmaler zu werden und die Differenzgeschwindigkeit zu reduzieren, würde etwas helfen. Ber vielleicht rechnet der andere ja mit gleichbleibender Heschwindigkeit und will am Heck vorbei, dann kracht es doch.

    Wobei leider ausreichender Sicherheitsabstand bei größeren und schnelleren Booten eben von Größe und Geschwindigkeit abhängen sollten. Doppelte Stoppzeit in Meilen wäre sicher. Also bei 30 kt und 1 Min Stoppzeit Mindestabstand 0,5 sm. Dann werden auch die Wellen nocht so zur Belästigung. Aber wer hat schon solche Sicherheitsabstände erlebt??

  9. #29
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    Liebe Forumskollegen, beide Schiffe waren von Konstanz nach Friedrichshafen unterwegs.
    Schaut ihr ständig nach hinten, ob euch einer mit 22kn ins Heck fährt oder achtet ihr auf Wegerechtsschiffe vor eurem Bug ?

    Zur Juristerei gab es vor 2 Jahren einen Fall. Da hat ein Fischer, der als Böötlerhasser bekannt ist IN der Hafeneinfahrt in Österreich ein Netz ausgelegt in dem sich dann eine heimkehrende Segelyacht verfangen hat, zum Glück ohne weitere Personenschäden. Er hat den Segler auf Schadensersatz verklagt und von einem nautisch ahnungslosen Richter Recht bekommen

  10. #30
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    Ersturteil ist ja nicht das Ende der Fahnenstange.
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

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