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  1. #11
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    Hallo Zusammen,

    hier nochmal eine Frage/Bitte an jemand, der den Bloc Marine besitzt, oder genauer
    den
    "Courants de marée, Bretaqne Sud: Côte sud de Bretagne, d'Audierne au Croisic" oder so ähnlich besitzt.
    Es ist mir egal von welchem Jahr er ist.
    Wer könnte mir daraus die Strömungskarten über den Golf von Morbihan kopieren?
    Ich habe es schon mit Fernleihe versucht, aber ohne Erfolg.

    Grüße
    Matthi

  2. #12
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    Hallo Matthi,
    coole Sache, die du da vorhast.
    Wir wollten 2016 im Sommer was Ähnliches machen. Ich wollte auf den Campingplatz La Falaise in Locmariaquere
    http://www.campingmunicipallafalaise...g-locmariaquer
    Mit meiner kleinen Autodachjolle des Typs "Sunflower".
    Guck doch mal, ob der Campingplatz für dich in Betracht kommt. Der ist nämlich unschlagbar günstig.
    Wurde dann aber ein Urlaub an der Schlei.
    Freue mich auf Heeg.
    Grüße
    Ahab

  3. #13
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    So: Ich war mittlerweile mit dem Schwertzugvogel auf dem Golf du Morbihan. Es war wunderschön! Herrliche Blicke, schöne Ufer...
    Die Daten, die ich gebraucht habe, habe ich aufgeschrieben, vielleicht kann sie ein Dritter gebrauchen:

    Golf du Morbihan:

    Autobahngebühren/Peage in Frankreich:
    Da wir aber die Fahrräder auf dem Dach hatten, mussten wir mehr bezahlen als ein normaler Pkw. Hin und zurück haben wir mit den Rädern auf dem Dach und dem Bootstrailer hinten dran ca. 50 € Peage gezahlt. Es gibt Strecken, da kann man gut (und wir haben es auch gemacht) auf die peagepflichtige Autobahn verzichten.

    Slippen/kranen:
    geslippt in der Bai de Lindin, gratis über den Strand neben der Cale.
    Slippen ist super in Logeo, kostet aber 12€. Bilouris ist evtl. zu steil.
    Bei Le Blan Marine gibt es eine sehr gute und geschützte Slipbahn. Am besten mal mit denen Kontakt aufnehmen. http://www.leblanmarine.com/ .
    Es gibt natürlich noch viel mehr Stellen, an denen man sein Boot ins Wasser slippen kann! Die haben wir aber nicht ausprobiert.
    Der Kran in Port Navalo kostet 65€.


    Liegeplätze, Mouillage (Boje):
    Die Mouillage de Pen-Castel kostet für meinen Schwertzugvogel für die Zeit vom 19.07. – 16.08. 2017, 163,20€. Das sind 4,95 € pro Tag.

    Dafür ist die Hafenmeisterei (Capitainerie) von Port Navalo zuständig:
    Capitainerie Port Navalo, Tel.: 0033 – 297 53 82 12. Mail portnavalo@arzon.fr . Gefragt ob sie noch eine Mouillage frei haben. Sie hatten alles belegt, nur am Point du Bêche hatten sie etwas frei. Ich sollte die Daten meiner Jolle mailen. Hier der Text der Mail:

    Bonjour,
    je voudrais bien reserver un mouillage pour notre bateau a voile
    Pendant 26.07. – 16.08.2017
    a Pointe du Bêche.

    Nous n‘avons pas (encore) une annexe a moteur (=Beiboot mit Motor)
    Est-ce qu‘on a besoin d‘un annexe a moteur?
    Est-ce qu‘on pourrait louer une annexe a moteur? Ca coute combien?

    Notre bateau a voile / dériveur:
    Le nom: Gibsy
    Le marque ou typ de bateau: „Schwertzugvogel“
    La longueur: 5,80 m
    La voilure: 18 m²
    Le poids: 240kg
    Le tirant d'eau: 0,30 cm

    Name und Adresse

    Wir brauchten ein Beiboot mit Rudern. Wenn man weiter draußen ist, wäre ein Motor am Beiboot nötig.

    Anschrift vom Port Navalo:
    Bureau des ports et mouillages d'Arzon,
    Rue du Gén de Gaulle, 56640 Arzon, Frankreich
    Internet: ports-arzon.fr
    Mail: portnavalo@arzon.fr
    Tel.: +33 2 97 53 82 12

    Vokabeln:
    Liegeplatz – un emplacement
    Liegeplatz – un mouillage
    reserver un mouillage

    Boje – la bouée
    Beiboot (mit Motor) – annexe (a moteur)
    kleines Boot (mit Rudern) – un petit bateau (a rames)
    überqueren – traverser

    pleines meres (oder la marée haute oder PM) – Hochwasser
    basses meres (oder la marée basse, oder BM) – Niedrigwasser
    Anlegesteg – une jetée
    Jolle – le dériveur
    Schwertzugvogel – comme une vaurin, un petit plus grand (240 kg)

    Nipptide – Morte-Eau oder Petite Marée
    Springtide – Vive-Eau oder Grande Marée
    Gezeiten – la marée
    Flut – la marée montante
    Ebbe – la marée descentante, oder le jusant
    Morgen – le matin
    Abend – le soir
    Gezeitenkoeffizient – Coeffizient


    Bücher, Karten, Gezeitentabelle, Gezeitenströme, Gezeitenatlas, Revierführer
    Die Gezeitenkalender (Heftchen) gibt es gratis; in vielen Zeitschriftenläden in der Bretagne, in der Capitainerie in Port Navalo, an vielen Touristinformationen und auch an den Receptionen der Campingplätze.

    Gezeitenstromatlas vom Golf braucht man nicht. Es gibt ihn nur für eine größere Region und der kostet etwa 50€.

    Seekarte: Seekarte Nr. 7137L „Golf du Morbihan“, von SHOM, erschienen 2008 aber berichtigt bis 2016, Maßstab 1:20.000 und Detailkarten, gefaltet auf das Format DIN A4, wasserabweisendes Material, Preis ca. 35€, z.B. über HanseNautic beziehen. SHOM ist das französische Pendant zum BSH.

    Überblickskarte“: Es gibt in vielen Geschäften vor Ort die Wanderkarte „Vannes, Golf du Morbihan“ im Maßstab 1:25 000. Sie ist geeignet um einen Überblick über den Golf zu geben. Da ich mir die Seekarte von SHOM (s.o.) vom Golf zerschnitten und laminiert hatte, war sie für mich hilfreich bei der Törnplanung.

    Törnfürhrer (der Standard, auf Französich): Pilote Côtier N° 5B, Quiberon – La Rochelle. 12. Auflage, 2010. Es gibt aber mitlerweile mindestens eine Neuauflage!
    Für mich war dieser Törnführer nicht besonders hilfreich, da er auf Französisch geschrieben ist. Ganz nett war die Doppelseite mit den Strömen im Golf von Morbihan, einmal die Flut- und einmal die Ebbströme. Da konnte man sich gut die Nährströme vorstellen, aber die Karte war sehr klein und Details waren nicht zu erkennen.

    Törnführer (auf Deutsch): Zum Golf von Morbihan ist nicht so viel geschrieben, nur sechs Seiten inkl. Fotos! Sehr gut zu lesen, netter Text:
    Ralf Paschold: Süd-Bretagne, Französische Atlantikküste von Le Guilvinec bis La Rochelle. 1. Auflage 2016. Es gibt keine ISBN! Preis 39,80€
    Für mich war die wichtigste Info aus dem Buch: Man segelt im Golf du Morbihan nur mit dem Strom, niemals gegen den Strom. Zwischen den Inseln können sehr starke Gezeitenströme auftreten. Bei der Ile de la Jument beispielsweise bis zu 9kn (zur Springzeit)!!! Trotzdem gelingt es manchmal bei günstigem Wind und weniger Strom innerhalb der Buchten den Nährstom zu nutzen und dann dicht am Ufer (Achtung Felsen) um die nächste Landspitze gegen den Strom und gleich wieder in die nächste Bucht zu segeln.

    Wilfried Krusekopf: Segeln in Gezeitengewässern. Delius Klasing Verlag. (Ganz allgemein über Gezeiten und auch über die französische Besonderheit mit dem Gezeitenkoeffizenten.)

    Zelten:
    Der Campingplatz de Bilouris ist sehr still, scheint wenig Kinder zu haben aber liegt direkt am Golf und hat eine Mouillage (also Bojen, die nicht trocken fallen). Ich finde den Platz nicht so schön, aber er hat einen sagenhaften Blick auf den Golf und unten am Wasser auch ein nettes Café. Die Bojen werden von der Capiainerie de Port Navalo vergeben, Tel. +33 2 97 53 82 12 (s.o.)

    Ein Bekannter schrieb mir: Gut geeignet für die Kombination Jolle/Camping:
    - Bay de Quiberon, Camping Sables Blanc, Plouharnel. Viele Orte per Boot zu erreichen, langer Sandstrand, ruhiges Wasser (u.a. mit dem Boot zu den Hinkelsteinen)
    - Ile d´Oleron, Camping Saint Denis d´Oleron, Binnenseite. Sandstrand, mäßige Strömung
    - Ile de Re, in der Nähe von Sait Martin de Re, keine genaue Erinnerung.
    Den Golf de Morbihan haben wir an mehreren Stellen in Augenschein genommen und konnten uns nicht mit ihm anfreunden. Die Recherche per Google war damals noch nicht weit fortgeschritten . Schwindelerregende Strömung mit einem motorlosen Badekatamaran schien uns auch nicht passend. Viel Schlick, keine(?) Sandstrände mit Campingplatz.
    Der Tidenhub beträgt so ca. 3m, mit Boot auf den Strand ziehen is´ Essig, das können schon mal 50m sein. Wir haben uns Moorings gelegt, Dicken Ast, Stein, oder so, bei Niedrigwasser vergraben und einen Stahldraht drumgetüdelt. Daran lange Leine mit Boje (Fender). (Anmerkung: Ist glaube ich heute verboten.) Später mit dem Surfboard gabs das Problem nicht. Die Sandstrände sind weitgehend naturbelassen, duften herrlich, meistens. In seltenen Fällen stinken sie auch.
    Die Infos sind nicht mehr ganz neu, der Atlantik ist aber immer noch da.

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