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  1. #1
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    Standard Hafenmanöver "Einhand", Yacht 10/17

    Viel Theorie, die Praxis sieht anders aus. Auch bei wenig Wind vertreibt eine SY innerhalb von Sekunden, sodaß
    ein Ausbringen von Leinen im Laufe des Einlaufmanövers kaum möglich ist.
    Als EH-Segler seit 15 Jahren habe ich folgende Erfahrungen gemacht und nie einen Schaden verursacht.
    Einlaufen in eine Pfahlbox bei Seitenwind:
    1. Eine Box aussuchen, in der schon ein Schiff in Lee liegt mit ausgebrachten Fendern.
    2. Selbst keine Fender ausbringen, eine effektive Scheuerleiste ist Voraussetzung.
    3. Mit flotter Fahrt unter Berücksichtigung der Abdrift in die Box einlaufen.
    4. Mit Rückwärtsfahrt das Heck in Höhe der Pfähle aufstoppen und das Schiff sich in Lee anlehnen lassen.
    5. Danach kann man in Ruhe die Achterleinen ausbringen und alles weitere erledigen.
    Zum Auslaufen sei gesagt:
    Man sollte ein ca. 50 m lange, 8 mm Leine bereithalten. Doppelte Bucht, auf slip geschoren, bedienbar vom
    cockpit aus, damit kann man vieles anstellen. Kaffee trinken und nachdenken und sich an den den Physikunterricht erinnern: Arbeit = Kraft x Hebelarm.

  2. #2
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    Moin,
    Scheuerleiste, naja....es ist richtig, dass eine in Lee liegende SY mit Fendern dem EH- Segler das Festmachen erleichtert. Trotzdem würde ich auf eigene und auf Länge an die Reling befestigte Fender beidseits nicht verzichten. Damit die nicht am Dalben hängen bleiben, kicke ich die erst dann raus, wenn der Dalben passiert ist. Oft liegt jedoch niemand in Lee. Dann helfen nur zwei auf gleiche Länge erstmal kürzer gesteckte Achterleinen, deren Augen an der breitesten Stelle bereitliegen und daher ganz gut ausgebracht werden können. Selbst wenn nur die wichtigere luvwärtige Achterleine plaziert werden kann, kann der Rest durch "Eindampfen" und schrittweises Nachstecken erledigt werden....Sanftes Eindampfen und Ruderlegen stabilisiert dabei und vermeidet Drift weg vom Steg. Handbreit.... F.

  3. #3
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    Zitat Zitat von frieserich Beitrag anzeigen
    Viel Theorie, die Praxis sieht anders aus. ...
    ...
    1. Eine Box aussuchen, in der schon ein Schiff in Lee liegt mit ausgebrachten Fendern. ...
    Sowas wird (vielen gleichen Diskussionen folgend) garnicht gern gesehen und sollte als absolute Notloesung betrachtet werden, auf gar keinen Fall als eine Art Standardmanoever.
    Wenn schon, dann eine Box mit Boot in Luv, welches einem in gewissem Mass Lee bieten kann.
    Sich bei anderen Booten anzulehnen mag ja gehen, aber nur wenn bereits die Endposition erreicht ist, nicht wenn man noch einige Meter voraus (oder zurueck) muss und dann Gefahr laeuft die Fender unter Last zu bringen und Relingsstuetzen krumm zu biegen.
    Einhand am Besten mit Bridle von Spring- zu Heckklampe beim Einfahren ueber den Luv-Pfahl geworfen.
    (Habe den Artikel nicht zur Hand, evtl wurde das dort ja geschrieben?)

    Gruss
    jan

  4. #4
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    des mit de holzstangerln is sowieso a unart.

    steg, muringleinen und fertitsch.

    schafft mehr platz für booterl, is einhand null prob. und im großen und ganzen "easy going".

    lg chris

    ps. man muß dann natürlich arschlinks rein.
    ACHTUNG: manchen beiträgen könnten auch "wiener schmääh" beinhalten

    sy galijola

  5. #5
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    Ein Boxenlieger in Luv bietet Dir doch keinen Windschutz, bei der Ansteuerung schon gar nicht und wenn Du in der Box bist,
    dann ist der Hauptangriffspunkt für den Wind noch immer Dein Mast und die eingerollten/aufgetuchten Segel. Der Wind in der Höhe ist stärker als der eben über der Wasseroberfläche. Habe noch keinen Boxenlieger angetroffen, der keine Fender ausgebracht hatte.
    Bei dem Artikel in Yacht 10/17 hat der Herr Rieker seinen Redakteuren eine echte Fleißarbeit aufgetragen, mir geholfen hat er nicht, auch weil schwer verständlich formuliert.
    Geändert von frieserich (07.05.2017 um 13:07 Uhr)

  6. #6
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    * es gibt viele Boxenlieger, die beim Einlaufen zwischen die Pfähle ihre Fender wegnehmen....
    und anschließend vergessen wieder hinzuhängen. Man ist ja in der eigenen Garage .

    * selbst wenn da welche hängen, so ist das Nachbarschiff wohl kaum als Prallbrett oder Bumsbeutel gedacht ?
    Und beim weiter reinfahren dann deren Fender abreißen ? Geht garnicht !

    * dann lieber ne Box aussuchen die frei ist

    oder am Kopfsteiger festmachen

    QUERULANT = https://blog650.wordpress.com
    HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com

  7. #7
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    ...bei mir darf man sich immer (sanft) anlehnen. Ich werde das niemals einem Einhandsegler verübeln.
    Versprochen!

    Vic

  8. #8
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    Schon mal nachgedacht, warum ein Boxenlieger Fender ausbringt? Wenn er sich sicher sein könnte, daß die Boxen neben ihm
    leer bleiben, dann bräuchte er doch gar keine Fender. Genau für den Zweck, für später ankommende Schiffe bringt man Fender aus.
    Geändert von frieserich (07.05.2017 um 14:44 Uhr)

  9. #9
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    Die Fender in der Box werden ausgebracht um schlimmeres zu verhinden. Ist OK so, und ich finde es ist auch nicht schlimm, wenn die versehentlich mal benutzt werden, weil das mit der Vorleine nicht klappt - egal ob einhand oder mit Crew.

    Ins Konzept für ein Standardmanöver gehört das seitliche Hereinfahren in die Nachbarbox auf keinen Fall. Genau so wenig, wie:
    3. Mit flotter Fahrt unter Berücksichtigung der Abdrift in die Box einlaufen.
    Einhand macht man sich keinen Stress durch flotte Fahrt, sondern fährt mit minimaler Fahrt unter Berücksichtigung der Abdrift in die Box. Die Spring von der Mittelklampe oder dem Holepunkt aus kann in aller Ruhe hinter den Wanten über den LUV-Poller gelegt werden, bevor die Achterleine in Luv belegt wird.

    Jetzt hat man alle Zeit der Welt, bei laufender Schraube die Spring zu fieren und sicher an den Steg zu kommen, ohne die Nachbarn zu belästigen. Und wenn's doch schief läuft, hat der Nachbar hoffentlich Fender draußen

    Gruß R.

  10. #10
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    Moin winnfield, Du willst doch nicht im Ernst, dass jetzt alle Häfen die "holzstangerl" rausreißen und auf meist nicht kontrollierbare Mooringleinen umrüsten? Letzteres mag in Häfen mit überwiegenden Saisonbetrieb angebracht sein und die sonst meist leer sind, aber nicht für sicheres Dauerliegen ohne ständig an Bord sein zu müssen. Handbreit... F.

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