Hallo Engel. "damals" waren Surfbretter insgesamt noch so neu, daß es keine "üblichen" Materialien gab. Die Geschäftsidee war damals, sich nicht die teueren, vorgeshapten PU-Planks aus Kalifornien bzw. Australien schicken zu lassen, sondern das selber zu machen, Zuerst wie die Kalifornier aus PU-Schaum mit Polyester laminiert, dann nach Experimenten mit Styropor/Epoxidharz war die Kombination von Styrodur/Epoxidharz der vorläufige Endpunkt der Entwicklung, weil dann Profis wie F2 und Hyfly in den Markt drängten und damit das Geschäft beendet war. Was ich für mich aus der Sache mitgenommen habe, ist ein "Gefühl" für Harz und Laminat, das mir schon viel geholfen hat.

Die Sache mit der Mikrowelle geht so: Stelle Dir eine Flöte vor. Da hast du einen Schwingungsgenerator (das sogenannte Labium), der durch Anblasen erregt wird. Die Frequenz wird dabei durch einen Resonanzraum (die Länge der Flöte) bestimmt. Bläst Du nun in der Nähe eines resonanzfähigen Gegenstandes, z.B eine Gitarre oder ein Klavier, wird selektiv die passende Saite erregt, und entnimmt hierzu Energie aus dem Erreger der Flöte.
Elektrisch geht das ganz genauso: Der Mikrowellenofen spielt jedoch energetisch in einer viel zu hohen Liga, Du willst ja das Schiff nicht erhitzen sondern nur messen! Da gibt es die sogenannten GUN-Dioden (Pfennigartikel), die genauso Schwingungen erregen können, halt nur im mW oder uW-Bereich. Der Resonanzraum ist der gleiche, ein schlichter Blechkasten. Der Witz dabei ist, die spezielle Resonanzfrequenz des Wassers genau zu treffen. Gemessen wird dann die Gleichstromenergie, die die GUN-Diode zum Aufrechterhalten der Schwingung verzehrt.
Viele Grüße
nw

PS: es kommt alles wieder: Man hat mich schon gefragt, ob ich nicht Lust hätte ein SUP-Board (Stand Up Paddling) zu machen ...................