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  1. #31
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    Hallo Sayang, es gibt unterschiedliche Meinungen zum Gebrauch von Baygon & Co. Ich hatte wie gesagt, gelernt mit den diversen Viechern zu leben, und nur die rein biologische Methode als Gegenmittel angewendet: 2 Katzen (gegen Schaben und Mäuse), mehrere Hunde (gegen Ratten, Mungos und Einbrecher), wie ich meine, eher erfolgreich. Ich war in diesem Haus nicht allein, im selben Haus wohnte noch ein DED-Mann, der da eine andere Meinung vertrat. Kaum war meine Zeit dort beendet, setzte der sich mangels Opposition durch und gebrauchte Baygon in großem Stil. Man hat mir berichtet, daß nach 2 Wochen beide Katzen tot waren (die Hunde hatte ich schon weggegben, weil er sie nicht wollte).
    Zu bemerken ist noch, daß in diesem Land die Halbwertszeit von Katzen sehr gering ist, vielleicht wg. dem umfangreichen Einsatz von Insektiziden, und es daher nicht so einfach ist, Katzen im und am Haus dauerhaft zu halten!
    Viele Grüße
    nw

    PS: Es gibt natürlich noch einen Aspekt: Die Briten hatten es geschafft, während der Kolonialzeit durch massiven Einsatz von DDT die Malaria tatsächlich auszurotten. Das hatte zur Folge, daß ich damit kein Problem hatte. Inzwischen ist die Malaria dort wieder endemisch, es gibt kein wirksmes Gegenmittel mehr, weil die Plasmodien gegen Resorchin resistent geworden sind. Wenn da nicht bald ein genetisch wirksames Mittel (Impfung) gefunden wird, geraten sämtliche Tropen weltweit auf die NoGo-Liste. Das wird dann schließlich auch das Paradies von Rw2 betreffen!
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #32
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo Sayang, es gibt unterschiedliche Meinungen zum Gebrauch von Baygon & Co. Ich hatte wie gesagt, gelernt mit den diversen Viechern zu leben, und nur die rein biologische Methode als Gegenmittel angewendet: 2 Katzen (gegen Schaben und Mäuse), mehrere Hunde (gegen Ratten, Mungos und Einbrecher), wie ich meine, eher erfolgreich. Ich war in diesem Haus nicht allein, im selben Haus wohnte noch ein DED-Mann, der da eine andere Meinung vertrat. Kaum war meine Zeit dort beendet, setzte der sich mangels Opposition durch und gebrauchte Baygon in großem Stil. Man hat mir berichtet, daß nach 2 Wochen beide Katzen tot waren (die Hunde hatte ich schon weggegben, weil er sie nicht wollte).
    Zu bemerken ist noch, daß in diesem Land die Halbwertszeit von Katzen sehr gering ist, vielleicht wg. dem umfangreichen Einsatz von Insektiziden, und es daher nicht so einfach ist, Katzen im und am Haus dauerhaft zu halten!
    Viele Grüße
    nw

    PS: Es gibt natürlich noch einen Aspekt: Die Briten hatten es geschafft, während der Kolonialzeit durch massiven Einsatz von DDT die Malaria tatsächlich auszurotten. Das hatte zur Folge, daß ich damit kein Problem hatte. Inzwischen ist die Malaria dort wieder endemisch, es gibt kein wirksmes Gegenmittel mehr, weil die Plasmodien gegen Resorchin resistent geworden sind. Wenn da nicht bald ein genetisch wirksames Mittel (Impfung) gefunden wird, geraten sämtliche Tropen weltweit auf die NoGo-Liste. Das wird dann schließlich auch das Paradies von Rw2 betreffen!
    Man kann mit Propoxur Tiere und auch Menschen toeten, aber das kann man mit einem Baseballschlaeger oder Wasser auch. Wenn man berücksichtigt, dass Propoxur ein fuer Hunde und Katzen zugelassenes Tierarzneimittel ist (z.B. "Bolfo" gegen Zecken und Floehe), frage ich mich, wie dumm man vorgehen muss, um damit seine Katzen umzubringen.

    Meine Katzen haben gegen Kakerlaken keine Wirkung gezeigt.

    Warum man in den Tropen Mungos vertreiben will, ist mir schleierhaft. Ich habe mich ueber Mungos im Garten immer gefreut.

    Ich weiß auch nicht, was die Wirksamkeit von Propoxur mit Malariaimpfstoffen zu tun hat, und warum der zu entwickelnde Impfstoff genetisch sein soll. Es sind m.W. nicht genetische Impfstoffe in Entwicklung, die in Studien zu 100 % wirksam waren.

  3. #33
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    Hallo Sayang, zu meiner Zeit in den Tropen war Resorching (Wirkstoff Chloroquin) das Mittel der Wahl, Resistenzen waren nicht bekannt. Das ist heute anders. Es gibt zwar ein paar neue Wirkstoffe, deren Wirksamkeit jedoch zusehends nachläßt:"Alle diese Malariamittel sollten auch schon deshalb nur im Notfall eingesetzt werden, weil die Plasmodien zunehmend Resistenzen gegen die Wirkstoffe bilden. Unter Resistenz versteht man die Fähigkeit eines Krankheitserregers, durch Veränderung seiner Eigenschaften der Wirkung des Arzneistoffs zu entgehen. Je öfter man ein Malariamittel einsetzt, desto mehr fördert man die Ausbreitung resistenter Plasmodien. Dadurch wird letztendlich auch die Notfalltherapie unbrauchbar." (Onmedia.de).
    Deshalb meine ich, nur wenn es gelingt, die Parasiten per Impfung zu packen, wird man das Problem in den Griff bekommen. Aktuell ist das Problem am Wachsen, nicht nur weil die Wirksamkeit der erhältlichen Medikamente nachläßt, sondern auch weil sich die Anopheles neue Ausbreitungsgebiete erschließen. Das dürfte in Zukunft alle Segler betreffen, die in der Karibik oder Südostasien mal am Paradies schnuppern wollen.

    Nicht alle Katzen fressen Schaben, manchmal aber doch. Immerhin halten sie gegenüber den Schaben einen gewissen Druck aufrecht, der ihre Vermehrung eindämmt. Da laß ich doch lieber das ohnehin kaum wirksame Baygon weg!

    Was in diesem Lande üblich und war und man hier überhaupt nicht kennt, ist das Versprühen von Insektiziden per Flugzeug. Tatsächlich hat man keine Ahnung, mit welchen Wirkstoffen/Konzentrationen man da ungefragt eingenebelt wird.

    Ich hatte nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Hühner. Damit liegt man zwangsweise permanent im Clinch mit den Mungos. Die sind von Größe und Verhalten mit unseren Mardern vergleichbar, nur 10fach häufiger!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  4. #34
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo Sayang, zu meiner Zeit in den Tropen war Resorching (Wirkstoff Chloroquin) das Mittel der Wahl, Resistenzen waren nicht bekannt. ...
    Ich habe mit der Familie 15 Jahre in den Tropen gewohnt, und aehnlich lange in den Subtropen, natuerlich immer ohne Vorbeugung gegen Malaria. Resistenzen gegen Resochin, sogar mutiresistente Plasmodium falciparum Staemme, sind uebrigens schon seit rund 50 Jahren bekannt.

    Das die Entwicklung von neuen Prophylaxe- und Heimmitteln wuenschenswert ist, steht sicherlich ausser Frage. Meine Frage war, warum es ein “genetisch wirksames” Mittel sein muss.

    Chemische Bekaempfung von tierischen Schaedlingen, Pathogenen und Vektoren, sowie der Umgang mit Resistenzen solcher Organismen, ist seit ueber 40 Jahren Bestandteil meines Jobs. Katzen als wirksames Gegenmittel gegen Kakerlakenbefall, besonders in den Tropen, zu bezeichen, und Propoxur als kaum wirksam zu beurteilen, zeigt jedoch eine derart grosse Ahnungslosigkeit, dass eine weitere Diskussion darueber hier sinnlos ist.

  5. #35
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    Hallo Sayang, Du hast mir mir der Zeitdauer des Tropenaufenthalts einige Jahre voraus, und vermutlich auch mit der beruflichen Bildung. Ich war dort vor meiner Zeit als Medizyner, habe alle Beobachtungen ohne einschlägigen Bildungshintergund erfahren, und diesebezügliche Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen. (Erkennbar wird mein starkes Interesse an der Biologie, das mich schließlich zur Medizin geführt hat). Ich stelle jedoch nach wie vor meine persönlichen Erkenntnise vor Wissen aus zweiter Hand, und ich bin gewohnt, wirklich genau hinzusehen.
    Ich habe für mich persönlich bewußt auf die Reschorchin-Prophylaxe verzichtet, und bin damit gut gefahren. Allerdings habe ich auch Reisen in Länder unternommen, wo sich das nicht so einfach darstellte, und habe da auch Glück gehabt (Heute würde ich das nicht mehr so sehen).
    Um die Volte zurück zur Nautik zu kriegen, Ich bin überzeugt, daß das Auftreten der Dieselpest etwas mit evolutionärer Anpassung zu tun hat, genauso wie die Resistenzbildung Bei den Plasmodien oder schlimmer bei den Streptokokken. Ein chemischer Wirkstoff, ganz unabhängig von seinem Mechanismus ist statisch, während die Evolution hochdynamisch ist. Wenn es da einen Ausweg gibt, die Evolution wird ihn finden, garantiert! Will man einen wirklichen Erfolg, muß man auf der gleichen Ebene arbeiten wie die Evolution, und das ist nunmal die Genetik! (Keiner soll denken, daß ich der "Gentechnik" das Wort rede, ich meine selbstverständlich die traditonelle Art, Genetik zu betreiben, wie es auch die Evolution tut!)
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  6. #36
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    Wenn man von Gentechnik redet, dann meint das Erzeugen von Pflanzen etc. die eine besondere Resistenz gegen eine oder andere Insekten/Schädlinge hat. Problem ist nur, dass man später diese besonders resistente Pflanze nicht mehr unter Kontrolle hat.
    Impfstoffe werden für eine Gruppe eines bestimmten Erregers biotechnologisch oder rein chemisch erzeugt, wie man aber von der Grippeimpfung weiss, kaum verändert sich der Virus, schon ist die Impfung wirkungslos.
    In der Tat ist die Bekämpfung der Überträger sicherlich eine sehr gute Lösung, nur sind die angewandten Mittel halt auch schädlich für die Menschen und die übrige Natur.
    Auch das wirksamste Mittel(z.B.DDT) wird irgendwann bei den Insekten etc. zu resistenzen führen, die heute nich absehbar sind.
    Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Natur stets der Stärkere ist.

  7. #37
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    Hallo 2ndtonone, wie ich schon oben sagte, "Gentechnik" in diesem Sinne ist nicht mein Ding. Alles was mit künstlichen punktuellen Änderungen im Erbgut zu tun hat, halte ich für höchst problematisch. Letztlich betreibt auch die Evolution (wenn man sie sich personifiziert vorstellt) Gentechnik, indem sie Änderungen am Erbgut vornimmt. Der "natürliche" Mechanismus nimmt jedoch zufällige Teile des Erbguts, die durch die geschlechtliche Vermehrung immer wieder neu kombiniert werden, und stellt sie auf den Prüfstand, wo nach Darwin das Bessere fortbesteht, während das weniger Gute wieder verschwindet (bis es vielleicht zufällig mal wieder auftaucht). Die künstliche Gentechnik kürzt das Verfahren ab, indem sie die Selektion wegläßt bzw. durch künstlich forcierte Vermehrung überspielt, und auf schnelle Weise Kombinationen erzeugt, die ursprünglich nicht vorhanden waren, bzw. für die die Evolution sehr viel länger gebraucht hätte. Es sind die Seiteneffekte, die zwar von der natürlichen Selektion berüclsichtigt werden, nicht aber in der künstlichen Gentechnik. Da sind Dinge, die man nicht überblickt, deren Reichweite und Auswirkungen unbekannt sind. Alles von Goethes "Zauberlehrling" treffend charakterisiert!
    Viele Grüße
    nw
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  8. #38
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Wenn man von Gentechnik redet, dann meint das Erzeugen von Pflanzen etc. die eine besondere Resistenz gegen eine oder andere Insekten/Schädlinge hat. Problem ist nur, dass man später diese besonders resistente Pflanze nicht mehr unter Kontrolle hat. ...
    Um zu praezisieren, auch mit der klassischen Pflanzenzuechtung lassen sich durch Kreuzung und Auslese besondere Resistenzen erzeugen. Der Unterschied ist, dass man bei der Gentechnik bei der neuen Erbgutkombination nicht, wie bei der Kreuzung, auf Artenverwandschaft angewiesen ist. Es lassen sich so z.B. Gene von Bakterien auf Pflanzen uebertragen. Ein Beispiel ist der “BT-Mais”, wo das Erbgut des Bazillus thuringiensis in das Erbgut vom Mais eingeschleust wird, und die Pflanze das giftige Protein selbst herstellt. Eine solche Veraenderung ist auf dem “natuerlichen” Weg nur durch Mutationen, Erbspruenge, denkbar, im der Zuechtung aber voellig irrelevant.

    Es ist also unrichtig, dass “die Evolution Gentechnik betreibt”, da die Evolution bei der Vermehrung auf Artenverwandschaft angewiesen ist.

    Es ist nicht moeglich, ein Stinktier mit einer Rose zu kreuzen, gentechnisch ist aber durchaus ein Stinktier mit Rosenduft machbar.

  9. #39
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    Hallo Sayang, ich glaube, das ist veraltet. Speziell bei einfacheren Lebewesen, Bakterien, aber auch Pflanzen kann das Erbgut die Artengrenze überspringen. Genau deshalb ist die künstliche Gentechnik so fatal, weil das ja unter der Vorrausetzung gemacht wurde, das sich das nicht über die Artengrenze ausbreiten könne. Dem ist offenbar nicht so.
    Es wird in diesem Zusammenhang auch spekuliert, daß es da mit diesem Mais und den Darmbakterien des Großviehs gewisse unerwünschte Rückwirkungen gibt. Man hat da eine (von vielen) Büchse der Pandora geöffnet. Ich weiß wirklich nicht, ob da was erstrebenswertes herauskommt! Das Stinktier mit Rosenduft ist es sicher nicht!
    Viele Grüße
    nw
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