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  1. #1
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    Standard Abgastemperatur der Heizung

    Hallo Ihr, ich nehme an, diese Frage betrifft sämtliche Einbauheizungen, Luft- genauso wie Wasserheizungen und auch vermutlich alle Größen.
    Bei mir handelt es sich um eine DBW2010, die einen Heizungskreislauf mit Wasser bedient. Üblicherweise haben diese Heizungen einen extra Schornstein, was ich gerne vermeiden würde. Ursprünglich war in meinem Schiff eine 5kW Webasto Wasserheizung eingebaut, die jedoch ständig an den hier bereits ausführlich behandelten Verkokungsproblemen litt. Ich führe das in erster Linie auf eine viel zu lange Abgasleitung zurück, die über 3m lang war.
    Nun also ein Einbauort sehr viel näher am ursprünglichen Schornstein, ~1m, noch näher wäre jedoch der Hauptauspuff (~0,5m), hätte einen erheblich größeren Querschnitt, und würde an Deck nicht stören.
    Dem steht nur die Abgastemperatur entgegen, die beim Probelauf der Heizung deutlich über 200°C erreicht hat (hat Holz angekokelt).

    Nun ist mir die Idee eines Abgaskühlers aus dem KFZ-Bereich gekommen. Solche Kühler sind z.B. in der Bucht reichlich für billiges Geld zu haben, als Info gibt es jedoch leider nur Angaben zum passenden Fahrzeug. Gibt es hier vielleicht jemand, der mir sagen kann, mit welcher Abgastemperatur ich nach dem Kühler rechnen kann (da müssen die 80°C für die Kunststoff/Gummi-Leitungen unterschritten werden) und der Querschnitt (40mm) bzw. Strömungwiderstand darf die Heizung nicht behinden?
    Vielen Dank
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #2
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    Moin sucher,

    ohne genauerem Hinsehen kann ich jetzt schon sagen, dass die von Dir genannte Abgastemperatur von "deutlich über 200 Grd C" viel zu hoch ist. Was macht da die Sicherheitskette? Wie verhalten sich denn gleichzeitig die Vor- und Rücklauftemperaturen? Wenn die Rücklauftemperatur bei gewöhnlichen ca. 40 Grd C und die Vorlauftemperatur bei ca. 80 Grd liegen und der im System sich einstellende Volumenstrom der Rezirkulationspumpe demnach dem Nennwert entspricht, dürfte gerade das Abgas seine Nutzwärme ordnungsgemäß an den Wasserkreislauf abgegeben haben und dessen Temperatur wie vorgesehen sich auf ca. 110 bis max. 150 Grd C einstellen, und nicht mehr auf über 200 Grd C. In dem genannten Temperaturbereich widerum sollte es je nach Lastfall pendeln, um einer vorzeitigen Verkokung/Versottung des Brennraums sowie des Wärmetauschers vorzubeugen. Ich halte einen angedachten Abgaskühler schlicht für überflüssig, wenn die gesamte Anlage gemäß den Herstellervorschriften richtig ausgelegt ist und entsprechend die Sollwerte gemäß Handbuch/Kennfeld erreicht oder eingehalten werden. Mit was willst Du denn den vermeintlichen "Abgaskühler" rückkühlen, und wie willst Du vermeiden dass derselbe nicht zusottet und somit der Abgasgegendruck außer Kontrolle gerät?

    Zudem glaube ich, dass die DBW 2010 möglicherweise viel zu stark für Dein Schiff ist und somit meist nur Schwachlastbereich laufen würde, und was die Verkokung/Versottung fördert. Du schreibst von einer 5 kW- Anlage, die vorher eingebaut war, und die genau daran "litt" (ein Anzeichen für erstmal zuviel Schwachlastanteil, und dann ungünstige Temperatur- und Druckverhältnisse). Oder war die zu schwach? Wie verhielten sich Vor- Rücklauftemperatur sowie Abgastemperatur? Wie war der Schwachlast- oder Aus- Anteil? Wieviel Wasser ist im System? War die damals längere Abgasleitung richtig ausgelegt, sowie fachgerecht verlegt und gedämmt? Hatte die einen Kondensatablauf?
    Ich fahre auch eine Wasserheizung auf einem 34´- Schiff (3kW) und habe damit seit 26 Saisons keinerlei Leistungs- oder sonstige Probleme, auch nicht mit der über zwei mtr. langen Abgasleitung (vergl. meine früheren Beiträge auch im Parallel- Forum). Sowohl die Auslegung als auch das Steuergerät sorgen dafür, dass über die Betriebszeit hinweg die werkseitig vorgesehene Taktung bezüglich der Leistungsstufen eingehalten und dabei schön gleichmäßig und zugfrei geheizt ist.

    Mal abgesehen davon schlage ich vor, insbesondere für die Abgasleitung sowie den Decks- oder Aussenborddurchlass die für Holz- oder Kunststoffyachten vorgeschriebenen (Stahl-) Teile einschließlich mineralischem Dämmmaterial etc. zu verwenden, damit möglichst nichts schon auf der zwar jetzt kürzeren Strecke kondensiert und andererseits Dein Schiff nicht wie passiert angekokelt, oder gar abgefackelt wird...

    Handbreit...! F.

  3. #3
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    Hallo fiete-34, Das Verkokungsproblem der alten Heizung betraf diese Kombination aus Glühsieb und Beträufelungsfeuerung, die so meine ich, auch eine Fehlkonstruktion an sich ist. Es gibt hier zum Thema sehr viele Threads, die sich mit diesem Phänomen befassen. Nachdem ich zusätzlich auch eine Handvoll verkokelter Glühkerzen vorgefunden habe, muß ich dieses Spiel nicht weiter verfolgen. Ich habe dann als Alternative eine gebrauchte Heizung aus einem Bus ergattert, die nach einem völlig anderen Prinzip läuft: der Diesel wird per Hochdruckpumpe über eine Düse eingespritzt, genauso wie bei der heimischen Ölheizung. Da gibt es auch keinen reduzierten Betrieb, denn bei Übertemperatur schaltet sie ganz ab, um bei Unterschreiten der Mindesttemperatur automatisch wieder anzuspringen. Beim Probelauf habe ich die Abgastemperatur nicht gemessen, der Abgasstrahl hat jedoch auf einem Brett einen dunklebraunen bis schwarzen Fleck hinterlassen. Es reicht jedoch, daß ich dieses Abgas nicht so ohne weiteres in die Auspuffanlage einleiten kann. Da kommt mir so ein Abgaskühler gerade recht. Sie bestehen offenbar alle aus rostfreiem Material, Aluguß oder Edelstahl, scheinen mir aber einen eher geringen Querschnitt für das Abgas zu haben, selbst wenn sie für große Motoren gedacht sind.
    Den Wassermantel des Kühlers würde ich (wie beim Auto) an den Heizungsvorlauf anschließen. Eventuelles Kondensat würde problemlos durch den Auspuff ablaufen.
    Mein Schiff ist ein wenig größer (43"), und die alte Heizung war für das Mittelmeer gedacht, wo sie vermutlich ausgereicht hat. Nachedem ich mich aber nicht darauf beschränken will, sondern auch andere Reviere auch ganzjährig befahren will, fühle ich mich mit der größeren Heizung sicherer.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  4. #4
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    Hallo Ihr, ich habe mir aus der Bucht einen KFZ-Abgaskühler kommen lassen, war nicht teuer. Das Ding ist richtig "schiffig" ganz aus Niro, hat aber leider einen zu geringen Querschnitt für das Abgas (Heizung braucht 40mm, Kühler hat 25mm, der Wasseranschluss würde passen: 20mm)), ist daher für meinen Zweck nicht brauchbar. Meine Frage ist nun, weiß jemand was von einem Abgaskühler mit mindestens 40mm Abgasrohr? Vielleicht von einem LKW? Sonst muß ich mir am Ende den Abgaskühler selberbauen! (Immer noch besser als der dumme Schornstein an Deck! Bei sämtlichen in der Bucht angebotenen Abgaskühlern ist lediglich der Fahrzeugtyp, aber keinerlei Maß angegeben)
    Vielen Dank
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  5. #5
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    Die Abgastemperatur gibt Planar für die 44 D mit bis zu 500° C an.
    Handbreit Jens

  6. #6
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    Bei dem heutigen Probelauf erreichte die Abgastemperatur der Planar 44D max 100* . Die angegebenen 500* sind wohl extremwerte bei Dauerfrost
    Handbreit Jens

  7. #7
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    Moin Jens,
    mag sein, dass die Rauchgastemperatur beim Zünden kurz nach oben in den Bereich bis zu 500 Grd C kurzzeitig schnellen mag. Wenn es eine Wasserheizung ist, sollte sich diese Temperatur bei ca. 120-150 Grd C und die Vorlauftemperatur bei bis zu 90 grd C sowie die Rücklauftemperatur bei 30-50 Grd C einpendeln, bei fachgerechter Ausgelegung und Montage... Aber die Abgastemperatur bei "Dauerfrost mit 500 Grd C angegeben"?? Dann dürfte das Medium entweder bald verdampft oder über das Sicherheitsventil abgeblasen sein....
    Handbreit...! F.

  8. #8
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    Hallo Ihr, nachdem in einer "normalen" nassen Auspuffanlage viele Kunststoffteile verbaut sind, liegt die absolute Grenztemperatur für Abgase so um die 100°C. Auch wenn das nur gelegentlich überschritten wird, wäre die Auspuffanlage hin! Wenn man das Heizungsabgas durch den Auspuff lassen will, und so den extra Abgasschornstein einsparen will, muß die Temperatur zuverlässig unter dieser Grenze bleiben. Ich habe es nicht ausprobiert, aber ich mir vorstellen, daß man mit den Kfz-Abgaskühlern das für die kleinen Heizungen (<5kw) hinbekommt. Man muß dann die Heizung ziemlich weit oben (deutlich über der Wasserlinie) montieren, damit einem da das Schiff nicht absäuft.
    Ob in meinem Fall vielleicht ein schlichtes Metallrohr zum Ziel führt, bleibt auszuprobieren, lieber wäre mir ein richtiger Wärmetauscher, wie er für die Abgasrückführung am Kfz eingesetzt wird, halt nur mit dem richtigen Rohrdurchmesser!
    Viele Grüße
    nw
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  9. #9
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    Moin,

    von der Abgastemperatur der Heizung mal ganz abgesehen, kann man denn so mir nicht dir nicht einfach mittels "T-Stück" eine Heizung an die (nasse?!) Abgasleitung der Maschine anschließen? Besteht dabei nicht die Gefahr, daß Abgase und/oder (Salz-!)Wasser in die Heizung gelangt? Wäre deren Lebensdauer wohl nicht förderlich ...
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  10. #10
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    Hallo cr838, ich glaube das ist nicht möglich, weil es zu sämtlichen Zuflüssen erstmal einen guten Meter bergauf geht, und die Querschnitte sehr üppig sind. es ist da zwar kein Schnüffelventil im Spiel, aber ich schätze es gibt da keine Gefahr eines Rückflusses. In den Auspuff gingen vorher schon Hauptmaschine und Generator, ich will jetzt auch noch Heizung und Entlüftung des Fäk-Tanks da reingehen lassen. Ich habe die Verbinder und T-Stücke aus HT DN-Rohr gemacht, und festgestellt, daß die Orginal Vetus-Schalldämpfer prima dazu passen, die, so meine ich, aus dem gleichen Material gemacht sind.
    Viele Grüße
    nw
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