Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
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    Standard Haftgrund für Epoxid-Beschichtung?

    Hallo!

    Ich habe vorne im Ankerkasten meiner Duetta 86 festgestellt, dass der Boden (scheinbar Bootsbausperrholz) nicht mehr perfekt beschichtet ist. Diesen möchte ich demnächst wohl mit Epoxid-Beschichtung mehrfach mit der Rolle beschichten. Bei der Gelegenheit möchte ich auch gerne eine Beschichtung in der Bilge aufbringen. Wäre hier ein Anschleifen oder ein Haftgrund zu empfehlen?

    Grundsätzlich sieht die Bilge noch super aus. Jedoch habe ich an einer Stelle eine ungewöhnlich aussehende Blase festgestellt. Diese ist so groß wie ein 50-Cent-Stück und ragt ca. 5 mm hoch hervor. Ich kann diese mit ordentlich Druck ca. 1 mm eindrücken. Ich bin mir nicht sicher, ob das Osmose sein könnte. Dieser Bereich der Bilge kann durchaus Salzwasser abbekommen, wenn vorne im Ankerkasten durch stark übergehende Wellen Wasser reinkommt. Der Lenzanschluss (Schlauch) endet in der Bilge Mittschiffs. Dort befindet sich diese eine Blase. Daher auch mein Wunsch nach einer Epoxidbeschichtung als reine Vorsorge.

    Viele Grüße

    Dirk

  2. #2
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    Bevor du anfängst zu beschichten, solltest du die Blase öffnen. Mit Flüssigkeit gefüllt, wenn ja,riecht es nach Essig?

  3. #3
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    Innen, wo der Boden/Rumpf durch die Umgebungsluft ablüften kann, gibt es keine Osmose, wie man sie am U-Schiff erlebt.
    Ich bin, gerade wegen des Ablüftens, kein Freund der Idee, die Bilge mit Epoxy zu versiegeln.
    Die von Dir beschriebene Blase hat nix mit Osmose zu tun, sondern ist nur ein Zeichen dafür, dass die alte Beschichtung schlampig aufgebracht wurde. Tip: aufmachen, saubermachen und dann mit Bilgenfarbe überstreichen.

    Ankerkasten: In der Tat solltest Du den Grund anschleifen, Fett- und Wasserfrei machen und die lose Farbe entfernen. Danach kannst Du das dann mit EPOXY streichen. Körnung des Schleifpapiers sollte 80 sein, damit die neue Beschichtung hält.

  4. #4
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    Hallo Northsailor, wenn die Hauptbedingung "sauber, trocken, fettfrei " erfüllt ist, gibt es nur wenige Oberflächen, auf denen Epoxidharz nicht hält! Vorheriges Anschleifen verbessert das noch. Im Ankerkasten würde ich wg. der Beanspruchung nicht nur anstreichen, sondern ein paar Lagen Glasgewebe auflaminieren.
    Viele Grüße
    nw
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  5. #5
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    Guten Morgen,

    also um Osmose handelt es sich nicht! Hier wurde tatsächlich geschlampt! Ich habe gestern versucht, diese gummiartige Blase aufzustechen. Ich kam da aber gar nicht rein mit der Nadel! Also Schaber genommen und richtig aufgekratzt! Dabei stellte sich heraus, dass das ganze nix weiter als ein kleiner Farbklumpen gewesen ist! Naja...Pfusch hin oder her: es ist keine Osmose :-)!!!

    Grundsätzlich stimme ich aber der Behauptung nicht zu, dass es nicht möglich ist, in der Bilge Osmose zu bekommen! Ganz im Gegenteil sogar! Da die Laminatschichten hier in der Regel nicht durch Gelcoat versiegelt sind, kann durchaus Feuchtigkeit/Seewasser in das Laminat von oben eindringen!

    https://www.boot.de/cgi-bin/md_boot/...cket=g_u_e_s_t
    http://www.antifouling-shop.com/show...se-einer-Yacht

    Auch wenn dieser Fall eher selten ist! Wer lässt schon dauerhaft Seewasser im Schiff stehen?

    Die Laminierung des Ankerkasten-Bodens habe ich mir auch schon überlegt! Ich denke, ich werde das im Oktober angreifen, wenn das Boot rauskommt! Nun erstmal die Dichtung erneuern und ordentlich lüften, damit das Ding richtig trocken werden kann. Und dann werde ich diesen riesigen "Laderaum" auch gleich nochmal sauber mit Bilgenfarbe streichen. Die Größe ist schon beachtlich! Da können 4 Kinder drin stehen! Macht das arbeiten Gott sei Dank nicht zu so einer Überkopf-Fummelarbeit!

    VG

    Dirk

  6. #6
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    Zitat Zitat von Northsailor Beitrag anzeigen

    Ich denke, ich werde das im Oktober angreifen, ...
    Vorsicht, die meißten Epoxyharze brauchen während des kompletten Aushärtungsprozesses (also auch Nachts) mehr als 10 Grad.

  7. #7
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    Jepp! Bei zu niedriger Temperatur würde ich es auch nicht angehen! Da wir ja nur noch milde Winter haben, vermute ich mal, dass der Herbst auch nicht allzu kalt wird! Hoffe ich jedenfalls mal :-)

    Was die Bilge angeht, bin ich noch am hin und her! Eine reine Beschichtung mit Epoxy hat natürlich den Vorteil, dass das Ding ar***glatt wird! Damit auch leichter zu reinigen! Ich frage mich nur, ob da nicht mit der Zeit Risse entstehen können.

  8. #8
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    Hallo Northsailor, wenn Du befürchtungen hegst, daß das Risse enstehen könnten, hilft auch in der Bilge ein mit einlaminiertes Glasgewebe. Das mit den Temperaturen sehe ich nicht so kritisch, wenn es kühler wird, dauert es halt länger, bis es hart ist. Ich habe mal meine Arbeitsgeräte (Pinsel, Rolle, Gefäß mit Rest) in der Kühltruhe (-20°) aufbewahrt. Wird alles wieder weich und läßt sich weiter be- und verarbeiten, wenn wieder auf Raumtemperatur. Aber etwa nach 3 Wochen war es irreversibel fest.....
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  9. #9
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    Zitat Zitat von Northsailor Beitrag anzeigen

    Was die Bilge angeht, bin ich noch am hin und her! Eine reine Beschichtung mit Epoxy hat natürlich den Vorteil, dass das Ding ar***glatt wird! Damit auch leichter zu reinigen! Ich frage mich nur, ob da nicht mit der Zeit Risse entstehen können.
    (A) ob die Beschichtung "ar....glatt" wird, hat so nix mit dem Epoxy zu tun. Nimmst Du reinen Harz, also ohne Füllstoffe, und liegt eine sehr wellige, rauhe Oberfläche vor, dann wird da nix aalglatt.
    (B) warum soll die Epoxybeschichtung Risse bekommen?

  10. #10
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    Zitat Zitat von Northsailor Beitrag anzeigen
    Guten Morgen,

    also um Osmose handelt es sich nicht! Hier wurde tatsächlich geschlampt! Ich habe gestern versucht, diese gummiartige Blase aufzustechen. Ich kam da aber gar nicht rein mit der Nadel! Also Schaber genommen und richtig aufgekratzt! Dabei stellte sich heraus, dass das ganze nix weiter als ein kleiner Farbklumpen gewesen ist! Naja...Pfusch hin oder her: es ist keine Osmose :-)!!!

    Grundsätzlich stimme ich aber der Behauptung nicht zu, dass es nicht möglich ist, in der Bilge Osmose zu bekommen! Ganz im Gegenteil sogar! Da die Laminatschichten hier in der Regel nicht durch Gelcoat versiegelt sind, kann durchaus Feuchtigkeit/Seewasser in das Laminat von oben eindringen!

    https://www.boot.de/cgi-bin/md_boot/...cket=g_u_e_s_t
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    Auch wenn dieser Fall eher selten ist! Wer lässt schon dauerhaft Seewasser im Schiff stehen?

    Die Laminierung des Ankerkasten-Bodens habe ich mir auch schon überlegt! Ich denke, ich werde das im Oktober angreifen, wenn das Boot rauskommt! Nun erstmal die Dichtung erneuern und ordentlich lüften, damit das Ding richtig trocken werden kann. Und dann werde ich diesen riesigen "Laderaum" auch gleich nochmal sauber mit Bilgenfarbe streichen. Die Größe ist schon beachtlich! Da können 4 Kinder drin stehen! Macht das arbeiten Gott sei Dank nicht zu so einer Überkopf-Fummelarbeit!

    VG

    Dirk
    Hallo,
    Osmose ist eine Feuchtediffusion und die kann z.B. Blasen im Gelcoat oder Beschichtungen verursachen. Blasen sind also zuerst einmal keine Osmose. Auch wenn Du eine Blase aufmachst, dann kann das leicht säuerlich riechen (das mit dem Essig ist Quatsch), oder auch leicht nach Mandeln riechen, was durch die Auflösung vom Poxid verursacht wird. In der Regel riecht da nichts da es zum Druckausgleich kommt und die Blase sich nur mit Wasser füllt.

    Für Anker-Kettenkästen gibt es besonders schlagfeste-zähe Reinepoxide z.B. siehe Datenblatt Da genügen in der Regel 2-3 Anstriche, laminieren ist nicht erforderlich.
    Was den Laderaum betrifft, da sollte nur der Bereich wo sich Wasser ansammelt z.B. mit einer Bilgenfarbe geschützt werden. Da rate ich zu Multicolor, ein Epoxid das mit Aluminiumoxid pikmentiert wurde, was die Feuchtedichte erheblich erhöht. Hersteller sind AkzoNobel, Hempel oder BASF. Der restliche Bereich sollte auf keinen Fall beschichtet werden, denn Yachten müssen auch entfeuchten und das geschieht zum größten Teil über den Innenraum. Machst Du dicht, dann schließt Du die Feuchte im Laminat ein. Dabei entstehen Drücke im Laminat bis zu 20 Bar, das Poxid löst sich auf, das Laminat trennt sich vom ISO-Harz, das Boot wird weich und die Feuchteaufnahme wird beschleunigt.

    Eine Feuchtediffusion erfolgt auch im Überwasserbereich oder auch bei beschichteten Innenräumen. Dabei können sich Blasen bilden. In der Regel bilden sich aber darunter nur Lunker die nicht sichtbar sind da die Blasen sich sehr schnell zurück entwickeln. Am Blasenrand entsteht da meist ein winziger Haarriss weniger als ein zehntel Millimeter. Damit kommt es zum Druckausgleich, die Blase bildet sich zurück und kann trocknen. Es bleibt also nur ein kleiner Lunker übrig. Vergiss die Osmoseangst, Blasen sind nun mal keine Osmose, was aber nur einer versteht wenn einer Ursache und Wirkung unterscheiden kann, alles weitere ist meist eine Verkäufererfindung wo sich mit der Osmoseangst richtig Geld verdienen lässt.
    VG

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