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  1. #21
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    Hallo K.Lauer, nein, Batterien sterben niemals plötzlich (nur durch Unfall, geplatztes Gehäuse oder sonstige "unbatteriemäßige" Geschehnisse), sondern es kündigt sich lange vorher an, Du mußt nur hinsehen. Als erstes kommt ein schleichender Kapazitätsverlust. Der geht mit der ersten Inbetriebnahme los (wenn die Batterie vor dem Kauf lange im Laden steht, kaufst Du eine schon vorgeschädigte Batterie). Je geringer die tatsächliche Kapazität, desto weiter geht die tatsächliche Entladung durch die normale Nutzung, desto schneller geht der weitere Kapazitätsverlust. Dann ist es nicht mehr weit zur ungeplanten Tiefentladung, Der dann folgende Zellenkurzschluß erscheint dann als plötzliches Ende.
    Der Zellenkurzschluß passiert auch nicht plötzlich, sondern kündigt sich durch besonders schnelle Selbstentladung an. Das geht immer schneller, bis die Batterie nur noch am Lader die volle Spannung hat. Weil zunächst meist nur eine Zelle betroffen ist, kann man damit auch noch die Maschine starten. Erst wenn eine weitere Zelle Kurzschluß hat, geht auch das nicht mehr, und dann ist die Batterie "plötzlich" kaputt.
    Will man aus diesem Teufelskreis raus (bzw. möglichst lange draußenbleiben), muß man die Batterie ständig voll geladen halten (13,8V +- Temperatur). Unterhalb dieser Spannung beginnt mit dem ersten entnommenen mA die gefürchtete Sulfatierung (nicht erst bei 60% Entladung). Läßt man die Batterie mit dieser geringen Entladung lägere Zeit stehen, ist die betroffene entladene Kapazität weg! Dieser Kapazitätsverlust hängt natürlich vom Betrag der Entladung ab, die 60% "erlaubte" Entladung kommen zustande, weil man den zugehörigen Kapazitätsverlust noch als tolerabel einschätzt.
    Das bedeutet letztlich, am Boot ist mit der üblichen Nutzung eine Blei/Schwefelsäure-Batterie fehl am Platz, weil man eigentlich keine Ladung entnehmen dürfte, ohne mit reduzierter Lebensdauer dafür zu bezahhlen.
    Optimal für ein Boot mit der üblichen Nutzungspraxis sind Systeme wie LiPo, (LiFe), NiFe, weil bei denen die maximale Nutzungsdauer bei 50% Ladung entsteht. Genauso ungeeignet ist NiCa, weil die nur im leeren Zustand lange hält.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #22
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    Hallo,

    bei mir rütteln die Starterakkus kaputt bzw. selbstentladen (nur relevant in der Winterzeit) sich schneller, als üblich.
    Aber erst nach vielen Jahren, wenn der Akku eh alt ist.
    Entscheiden ist beiläufige Energieeinspeisung einfach zuzulassen und natürlich: Einsparen.

    Dann startet der Motor nach der Winterpause halt nicht und es wird umgeschaltet, bis Ersatz beschafft ist.
    Außer dem Showeffekt und hätte ich vom Monitor nichts gebraucht.


    Peter
    Geändert von K.Lauer (Heute um 09:57 Uhr)

  3. #23
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo K.Lauer, nein, Batterien sterben niemals plötzlich (nur durch Unfall, geplatztes Gehäuse oder sonstige "unbatteriemäßige" Geschehnisse), sondern es kündigt sich lange vorher an, Du mußt nur hinsehen. Als erstes kommt ein schleichender Kapazitätsverlust. Der geht mit der ersten Inbetriebnahme los (wenn die Batterie vor dem Kauf lange im Laden steht, kaufst Du eine schon vorgeschädigte Batterie). Je geringer die tatsächliche Kapazität, desto weiter geht die tatsächliche Entladung durch die normale Nutzung, desto schneller geht der weitere Kapazitätsverlust. Dann ist es nicht mehr weit zur ungeplanten Tiefentladung, Der dann folgende Zellenkurzschluß erscheint dann als plötzliches Ende.
    Der Zellenkurzschluß passiert auch nicht plötzlich, sondern kündigt sich durch besonders schnelle Selbstentladung an. Das geht immer schneller, bis die Batterie nur noch am Lader die volle Spannung hat. Weil zunächst meist nur eine Zelle betroffen ist, kann man damit auch noch die Maschine starten. Erst wenn eine weitere Zelle Kurzschluß hat, geht auch das nicht mehr, und dann ist die Batterie "plötzlich" kaputt.
    Will man aus diesem Teufelskreis raus (bzw. möglichst lange draußenbleiben), muß man die Batterie ständig voll geladen halten (13,8V +- Temperatur). Unterhalb dieser Spannung beginnt mit dem ersten entnommenen mA die gefürchtete Sulfatierung (nicht erst bei 60% Entladung). Läßt man die Batterie mit dieser geringen Entladung lägere Zeit stehen, ist die betroffene entladene Kapazität weg! Dieser Kapazitätsverlust hängt natürlich vom Betrag der Entladung ab, die 60% "erlaubte" Entladung kommen zustande, weil man den zugehörigen Kapazitätsverlust noch als tolerabel einschätzt.
    Das bedeutet letztlich, am Boot ist mit der üblichen Nutzung eine Blei/Schwefelsäure-Batterie fehl am Platz, weil man eigentlich keine Ladung entnehmen dürfte, ohne mit reduzierter Lebensdauer dafür zu bezahhlen.
    Optimal für ein Boot mit der üblichen Nutzungspraxis sind Systeme wie LiPo, (LiFe), NiFe, weil bei denen die maximale Nutzungsdauer bei 50% Ladung entsteht. Genauso ungeeignet ist NiCa, weil die nur im leeren Zustand lange hält.
    Viele Grüße
    nw
    Nicht dass ich an Deinen Ausführungen zweifeln würde, Sucher,
    aber das hört sich doch nach arg nach Batterie im Elfenbeinturm an. Die Nutzung im Boot ist für die Batterie nicht ideal, da sind wir einig.
    Was hilft es? Ist man nach 10 Stunden (gelegentlich auch erheblich länger) spät am Ziel, hat möglicherweise keinen Stromanschluss, werden die Akkus eben hart gemolken. Hat man nur zwei, kann man froh sein, wenn eine am nächsten Morgen den Motor startet.
    Sinn des Spiels ist es doch nicht ein optimales Batterienutzungsprogramm abzufahren, sondern eine Segelreise zu unternehmen, da kann auf Einzelschicksa...eh die Akkus nur wenig Rücksicht genommen werden.
    Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile ist unter Berücksichtigung des Preis´ immer noch der Bleiakku die erste Wahl. Der hält, wenn man ihn nicht allzu sehr strapaziert zwischen 4 und 5 Jahre, manche länger.
    Ganz ehrlich? Beim Segeln kümmer ich mich um die Akkus nicht besonders. Genau wie die Segel verschleißen sie eben.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig!

  4. #24
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    Hallo Grauwal, ja, das ist so. Auch ich habe Bleiakkus an Bord. Ich versuche lediglich, das Segelvergnügen mit der optimalen Akkunutzung zu verbinden. Das bedeutet, daß ich bei einem längeren Schlag unter Segel trotzdem nach Lademöglichkeiten suche, da kommen Solarpanels und der vielgescholtete Wellengenerator in Frage, daß ich mir bewußt bin, daß ich bei Entnahme ohne Lademöglichkeit den Akku schädige und besonders strenge Maßstäbe an den Stromverbrauch lege. Das ist so ähnlich, wie wenn man (zu) hart (sportlich) segelt: Das Material leidet, auch wenn es Spaß macht.
    Richtig erklären kann ich mir die Argumentation nicht, die auch in diesem Thread ein bischen aufscheint, aber sonst in diesem Forum weit verbreitet ist (verkürzt): "Ich habe reichlich Kapazität (viele 100 Ah, ist auf dem Akku aufgedruckt), ich habe nur ganz wenig entnommen, nur ein bischen Posis und vielleicht 1 Funkanruf, und trotzdem startet die Maschine nicht mehr. Da müssen die Akkus doch Mist sein, zumal das erst die 2. Saison ist" Dann versucht man dem Problem mit viel Geld zu Leibe zu rücken, indem man die "super luxus" Batterie nimmt, die solche Probleme angeblich nicht macht, und den XY-Laderegler einbaut, der bei nur 10 min Maschinenlaufzeit mit riesigen Ladeströmen garantiert für volle Akkus sorgt.
    Etwas Mitgefühl für die Akkus hilft da deutlich weiter!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  5. #25
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    Hallo,

    jaja, die "Akkus sind Mist".
    Dass die Lademimik eher Mist ist, kann nie sein (bspw. es ist ja von cteck und deren Aussetzer sind ein Feature).


    peter

  6. #26
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    @K.Lauer: kann man ohne Batteriemonitor segeln oder ist das Leben ohne einen lebenswert? Unbedingt!

    Ich habe eben selbst erst seit drei oder vier Jahren einen eingebaut und bin daher - wie jeder Konvertit - ein Verfechter dieser Dinger. So teuer ist er ja nun auf nicht.

    Nur seit dem weiß ich, was vorher alles falsch lief. Wie sucher beschreibt: viel zu hohe Erwartungen an die kurzen Zeiten der Nachladung, weil ja, sobald die Maschine läuft, die Spannung so komfortabel wieder hoch kommt und man denkt, da muss doch was in der Batterie hängen geblieben sein. Ich habe es geschafft in ca 6-7 Jahren nacheinander drei 170 AH Akkus "hinzurichten". Wir haben einfach viel zu viel entnommen und nicht konsequent nachgeladen, vor allem auf langen Schlägen. Auch wenn die Batterien günstig waren (geschl. Säure) war klar, so kann man weiter machen, sollte es aber vielleicht nicht. Die Theorie, warum das passiert ist hat sucher nachdrücklich dargelegt.

    Ich habe daraufhin erstens eine Ladequelle eingebaut (Brennstoffzelle), dann die Verbräuche minimiert (nur noch LED statt zB Halogen Strahlern), Kühlschrank max. isoliert (Laufzeit pro Tag jetzt 30 min), die Stromfresser sind jetzt die Navi (2,5 A) und der Autopilot (mehr mit der Hand steuern!). Das hätte ich alles auf einem Blatt Papier kalkulieren können, dann hätte ich eine Schätzung gehabt, aber mit dem Monitor gehts halt leichter.

    Auf Li-Batterien zu gehen halte ich einfach für zu teuer, solange ich kein absolutes Leichtgewicht segle ist das unnötig. Wenn man die Charakteristik einer Li-Batterie will sollte man auf Carbon-AGM gehen. Das ist aktuell die Technik, die am besten mit Tiefentladung klar kommt und Zyklenzahlen annähernd wie Li-schafft. Nachteil, es sind AGMs und damit sind sie auch so blöde schwer wie AGMs (200 Ah = 60 kg).

    Und da ich ja hier so sehr für Monitore werbe, sie sind auch nicht akkurat; sie können gut Amps summieren aber sie scheitern, die Alterung der Batterie richtig darzustellen. Gerade den Prozess, den Sucher versucht hat darzustellen, muss man ihnen eingeben (Kapazitätsverlust Faustformel - 10 %/a?). Macht wahrscheinlich kaum jemand, wer will sich schon eingestehen, dass die Batterie für das viele Geld so schnell in die Grütze geht.

    All das gilt für Blei-Netzbatterien, die Wohnmobilleute haben die selben Probleme. Man kann das Problem ignorieren aber man sollte nicht glauben, weil man es nicht sieht ist es nicht da. Also braucht man den Monitor?

    Für Motorbatterien sieht alles ganz anders. ...

  7. #27
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    Zitat Zitat von Buntesegel Beitrag anzeigen
    @K.Lauer: kann man ohne Batteriemonitor segeln oder ist das Leben ohne einen lebenswert? Unbedingt!

    Ich habe eben selbst erst seit drei oder vier Jahren einen eingebaut und bin daher - wie jeder Konvertit - ein Verfechter dieser Dinger. So teuer ist er ja nun auf nicht.

    Nur seit dem weiß ich, was vorher alles falsch lief.
    Hallo,

    das wurde hier so oft beschrieben, also es wäre mehr ein Planungsfehler mit Ansage.
    Eine seriöse Bleiakkuladung dauert halt ihre Zeit, so oder so.
    Wer kann etwas dafür, dass der Hinweis ignoriert wird/wurde?

    Prima, dann kannst du den Monitor wieder mühsam ausschrauben und die rein gerissenen Löcher stopfen.
    Den Kardinalfehler zu ignorieren kann kein Monitor allein ausputzen und schon gar den völlig Unerfahrenen auf völlig unbekannte Gedanken bringen.


    Peter

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