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  1. #1
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    Standard Anlegen am Steg ohne Poller

    Hallo Zusammen,
    ich war neulich in einem Hafen (De Kuilart in NL), wo man längsseits am Steg festmachen musste. Eigentlich eine einfache Angelegenheit. Allerdings gab es am Steg keine Poller o.ä. Stattdessen gab es eine mit "Abstandsklötzchen" befestigte durchgehende Holzleiste, welche man nicht von Bord belegen konnte (ich hoffe, das ist halbwegs verständlich ausgedrückt). Wir waren zu zweit an Bord, so dass einer auf den Steg steigen und den Festmacher durch die Leiste fädeln konnte. Ich finde es aber immer besser, wenn man festmachen kann, ohne dass jemand von Bord muss. Es kommt ja auch vor, dass man Manöver alleine machen muss und da hätte ich ein Problem. Habt Ihr hierzu Tipps? Vielleicht mit einer Art "Festmacherhaken"?

    Schöne Grüße

    Michael

  2. #2
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    Standard

    Bei einigermaßen normalen Verhältnissen ( kein ablandiger Sturm ) ist das doch auch einhand kein Problem.
    Du legst Vor-und Achterleine - jeweils mindestens ca. 1,5 x Schiffslänge lang -frei von allem klar, so daß Du, wenn Du von Bord gehst, beide greifen kannst. Steuere Deinen Liegeplatz an und geh mit beiden Leinen, die Du jeweils am Tampen packst, von Bord. Je nach Windrichtung machst Du dann entweder die Vor- oder die Achterleine provisorisch nahe beim Bug bzw. Heck fest und kannst dann in Ruhe die andere Leine "ordentlich" festmachen. Danach setzt Du die provisorische fixierte Leine auch "ordentlich". Derweil Du die 1. Leine provisorisch festmachst, kannst Du Dich mit dem Fuß auf die andere Leine stellen, damit die nicht wegrutscht falls der Wind ablandig ist. Hab das häufig so gemacht und ist nie schief gegangen. Ja ein bißchen fix sollte man sein und die einschlägigen Knoten sicher beherrschen. Bei sehr viel Wind wirst Du in der Regel Hilfe finden, der Du eine der beiden Leinen in die Hand drücken kannst, aber nur zum festhalten; die andere belegst Du wie gehabt provisorisch und kümmerst Dich dann um die erste .
    Gruß
    Winfried

    www.heinkele.net

  3. #3
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    Schleusenhaken?
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  4. #4
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Schleusenhaken?
    Viele Grüße
    nw
    Anker ?

    den kannste werfen, den s-haken musste inner hand halten.
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
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    lebt nun in Indochina

  5. #5
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    Bei vorhandener Mittelklampe kann man Pilgrims Verfahren natürlich auch erstmal mit einer Leine durchführen und damit das Schiff erstmal fixieren. Dann in aller Ruhe einen Festmacher nach dem anderen machen.
    Gruss Gunnar

    Moderator Yacht-Forum

  6. #6
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    Standard

    Vielen Dank für die guten Antworten. Mit den Festmachern an Land zu gehen wäre auch meine Lösung gewesen. Ich habe auch mittschiffs eine Klampe, so das ich die zuerst belegen kann. Eine Lösung, bei der ich an Bord bleiben könnte wäre mir aber gefühlt lieber. Die Sache mit dem Anker werde ich glaube ich einmal ausprobieren. Ich müsste noch so einen kleine Klappdraggen haben, das müsste eigentlich gehen. Nach Euren Antworten habe ich auf der Seite von Bobby Schenk auch so etwas gesehen, mit einer Art Enterhaken.

    https://www.yacht.de/schenk/trick/trick46.html

    Klingt eigentlich ganz gut und plausibel.

    Hier habe ich eine Empfehlung mit den Klappdraggen gesehen, zum anlegen an kurzen Fingerstegen.

    http://tv.delius-klasing.de/embed/St...gerstegen.html

    Schöne Grüße und nochmals vielen Dank...

    Michael

  7. #7
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    https://youtu.be/t2dE5p1cx-o

    So geht's "ordentlich"
    Indios & Eulenspiegel
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  8. #8
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    Das mit dem Draggen geht nur bei HRs
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  9. #9
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    Zitat Zitat von Pilgrim Beitrag anzeigen
    ...Steuere Deinen Liegeplatz an und geh mit beiden Leinen, die Du jeweils am Tampen packst, von Bord.....
    Hallo Winfried,
    das klappt sicher besser mit der "Pilgrim" aber auch bei leicht ablandigen Wind bestimmt nicht so gut mit einer Dehler 29. Da kann es passieren, daß das Boot nach Übersteigen der Reeling schon wieder etwas zu weit weg ist. Man (ich) kann von der Position auch nicht gut springen.
    Diese Art der Befestigung an einer Holzleiste findet man immer noch auch in dänischen (Gedser) und schwedischen (Gislöv) Häfen, wo man mit Bug am Steg festmacht. Das ist ohne Hilfe für mich nur machbar, wenn ich gegen den Steg eindampfe.
    Auch längsseits habe ich schon gesehen, nicht selbst gemacht, daß man gegen ablandigen Wind frontal gegen den Steg (Holz) dampft, an Land springt, die Vorleine festmacht und dann das Heck an den Steg zieht. So würde ich es in Zukunft auch machen. So viel Angst um ein bisschen Gelcoatkratzer habe ich nicht.

    Gruß aus Burgtiefe
    Manfred
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    www.ohlson-88.de

  10. #10
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    Standard

    Zitat Zitat von MiCon Beitrag anzeigen
    ... mit einer Art Enterhaken. ...
    Habe ich mal vor langer Zeit mit einem Klappdraggen probiert. Allerdings habe ich das Dingvom Bug über den ganzen Steg geworden. Beim Zurückziehen kippte dann der Draggen an der Stegkante leicht an und ich konnte den dann über den ganzen Steg wieder an Bord ziehen. Es ist also nicht sicher, ob der sich wirklich festsetzt.
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