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  1. #11
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    Hi,

    ich finde diese Klötzchenleisten auch ziemlich ätzend. Je nach Festmacher ist es wirklich mühsam, das Tau da durch zu fädeln. Deshalb nehme ich zum provisorischen Belegen die Mitte (oder entsprechend die benötigte Länge) unter die Leiste und belege erst mal mit einem Slipstek oder einem halben schlag mit beiden Teilen der durch gesteckten Schlaufe. Das geht schnell und hält für den Moment.

    Das an Land gehen sollte bei jedem Manöver risiko- und problemlos klappen: Die Festmacher werden komplett von außen (auch außerhalb der Fender) in die Fußreling gelegt und (bei der 29er Dehler) etwa einen bis anderthalb Meter achterlich der Wanten an Deck gelegt. Vorher überlegen: Will ich mit Festmachern in der Hand an Land gehen, oder sie im nächsten Schritt vom Steg aus vom Deck nehmen? Dem entsprechend werden sie über oder unter die Reling geführt.

    Jetzt wird das Manöver in Zeitlupentempo gefahren: Das Boot spitz zum Steg, Fahrt frühzeitig reduzieren, so, dass man am Steg nicht per Motor bremsen muss. Mit dem allerletzten Quentchen Fahrt geht die Pinne hart in Richtung Steg - das Boot dreht sich mit der Mittschiffslinie parallel zum Steg, der Bauch kommt auf Schrittweite an den Steg. Das kann das Boot alleine - zwei Schritte an Deck und rüber, übern Zaun.

    ich glaube Haken und Anker sind keine gute Hilfe - und das Gegen-Holz-Dampfen ist doch wohl ein Scherz, oder?!? Wichtig für Einhandfahrer: Üben, üben, üben, viel Zeit nehmen und keine Manöver mit Vollbremsung fahren.

    Gruß R.

  2. #12
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    Zitat Zitat von RunTanplan Beitrag anzeigen
    ... das Gegen-Holz-Dampfen ist doch wohl ein Scherz, oder?!?...
    Längseits habe ich es von einem anderen Einhandsegler genauso gesehen. Das ging ohne Schaden am Steg oder Boot Ich selbst habe das so bei Gegenwind in Gislövsläge mit dem Bug gemacht, wo das Durchfummeln auf Knien unterhalb des Holz-Steges zu machen ist. Bei einem Betonsteg oder mit Stahlkanten versehenen Auslegersteg würde ich es auch nicht machen.
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  3. #13
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    Wenn wir sowas haben mit dem Wind kalkulieren, dicken Ballfender raus und falls vorhanden ein Mitsegler an den Steg.

    Gibt es den/die nicht lasse ich mich leicht auf den Steg drücken mit mächtig Fendern, aber nur um mich beim Hafenmeister kurz anzumelden, dauerhaft ist das nix.

    Am Steg kann ich nun mal nix ändern.

  4. #14
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    Letztens sah ich einen älteren (ca. 70) mit einer Aak (15-20t) anlegen. Der Wind war ablandig. Er zog das Heck bei Rückwärtsfahrt zum Ufer, stieg ab, legte eine Leine um einem Poller, stieg wieder auf, nahm die Leine auf eine Winsch, legte Ruder, und gab sanft Fahrt voraus. Das schwere Schiff bewegte sich langsam, gegen den Wind zum Ufer hin. Er stieg wiederum ab und belegte die Vorleine. Er konnte es einfach, und hat sich nicht im Geringsten über die Widrigkeiten der Bootsfahrt beschwert.

    Eine Woche zuvor habe ich, rückwärts einparkend in eine enge Lücke, gegen den ausdrücklichen Willen des Nachbarn („hier passt Du nicht rein“) das Boot mit dem selben Manöver „reingeschraubt“. Der Nachbar war nicht mal bereit ein Auge um einen Pfahl zu legen, ich musste ebenfalls von Bord.

    Es gibt nun mal Situationen, die weder in der Schein(!)ausbildung gelehrt werden, noch mit Hilfe einer APP zu bewerkstelligen sind. Da hilft es nur abzuschauen (Die braune Flotte in NL ist ein erstklassiger Lehrer) und üben, und üben, und üben.
    Solche Manöver sind nicht per Betriebsanleitung zu bewerkstelligen, sie sind Gefühlssache; das bekommt man nur durch Übung und ständiges Training. …und andere können es es doch auch.

    Gruß Franz
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  5. #15
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    Franz, im letzten Absatz hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen.

  6. #16
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    dem ist so Franz....

    falls jetzt nicht noch jemand kommt und ....
    die Leistenstärke auf Bruchlast untersucht,
    den Wurfwinkel für die Draggenspitze (ist ja etwas nach innen gebogen), die Flugkurve von
    Schleusenhaken oder Draggen (unter Berücksichtigung von Seitenwind) und
    den konkreten Wurfansatz des Skippers - unter Beachtung muskulärer Widrigkeiten etc etc.... berechnen möchte.
    Und das Ganze dann als Forenvorlesung hier postet.

    Erfahrung kommt von "er...fahren". Wobei auch hier üben, üben, üben hilft.

    Man könnte natürlich auch eine Petition an die oberste Wasserbehörde lostreten,
    in welcher die genaue Größe und Abstand von der Pier-/Stegkante uvm. der
    zukünftig zu montierenden Klampen bzw. Poller auf europäischen Wasserstrassen definiert ist.
    Dabei wäre allerdings zu beachten, dass für die Berufsschiffahrt die Pollergrößen etwas voluminöser sind
    und Bootsbeweger im Scheinkurs oder per APP nur Knoten bzw. Augen mit kleinem Durchmesser gelernt haben.

    sorry...aber.....

    QUERULANT = https://blog650.wordpress.com
    HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com

  7. #17
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    Na, da sind ja noch einige gute Ratschläge zusammengekommen. Ich werde das mal mit einem Mann Reserve an Bord üben. Sollte ich dann ins Wasser fallen oder das Boot davontreiben, habe ich erst einmal einen Plan B Bei wenigem oder gar auflandigem Wind ist das sicher auch alles gar kein Problem. Ich hatte aber 20 Knoten ablandigem Wind und da sieht die Welt mit meiner 38er schon anders aus. Von Bord gehen habe ich mich da noch nicht getraut und war bislang auch noch nicht notwendig. Aber ich gebe Euch völlig Recht: üben hilft...

  8. #18
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    Mensch Grauwal....

    solche Bootsnachbarn brauch wirklich keiner, wie Du da erlebt hast...
    Umso besser, dass du es Ihm dann bewiesen hast, dass es doch geht!

    Good Job
    Gruss Gunnar

    Moderator Yacht-Forum

  9. #19
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    Zitat Zitat von segelgunnar Beitrag anzeigen
    .....

    solche Bootsnachbarn brauch wirklich keiner, ........
    Natürlich nicht, Gunnar,
    aber i.d.R. ist es ja meist völlig anders. Kaum ein Anleger, bei dem nicht auf der Stelle helfende Hände zupacken, und das ist m.M. nach die Crux. Man wird nicht gefordert, irgendwie geht´s schon.
    Bei heftigem Seitenwind gingen wir zwischen die Pfähle. Meine-beste-Steuerfrau-von-allen stand vor dem Bugkorb und war flux auf dem Steg. Der freundliche Helfer, der gespurtet kam, fühlte sich überflüssig und war verschnupft: "Man kann sich doch mal helfen lassen". Klar kann man, aber lernen tut man da nix. Nach dieser Erklärung war er versöhnt.
    Seniorencrews, wie die z.B. unsere, sollten sehen, dass sie geschmeidig bleiben. Die Gnädigste auf dem Vorschiff hat vielfach nicht den geringsten Anspruch es ohne Hilfe zu können und der Alte am Roer kann es nicht.

    @ MiCon: Das geschilderte Manöver, bei dem das Boot verlustig gehen kann ist nur eine Möglichkeit, das von Run geschilderte eine andere (bei der Schokoladenseite auch das handlichere), das muss man alles mal probieren, kommt auch auf das Schiff an (mit ´nem Langkieler ging ich ungern in eine enge Lücke).
    Man muss aus allen Bedingungen das Beste machen, auch bei Stegen ohne vergoldete Klampen oder mit verrosteten Ringen . Auf ein paar Fehlversuche darf es nicht ankommen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  10. #20
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    Franz, das mit der Aak glaube ich ungesehen. Der kann aber gut achtern an Land, hat vielleicht nicht mal eine Reling und seine Winsch ist vermutlich höher als der Poller an Land und hat einen deutlichen Abstand von der Ruderwelle sowohl längs wie quer.
    Ich kann dagegen achtern nicht mal so eben an Land, könnte also nur eine Bucht werfen. Aber außerdem müßte ich bei meinem niedrigbordigen Schiff ein Umlenkung auf die Winsch machen, die Leine darf nicht von oben kommen. Meine Klampe liegt nur in Längsrichtung nur wenige Zentimeter von der Ruderwelle und auch nicht so weit in Querrichtung entfernt. Dann geht das mit dem Eindampfen in die Achterleine kaum noch. Es kommt da doch auf die ganze Heckgeometrie an.

    Gruß
    Manfred
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