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  1. #1
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    Standard Interboot nichts mehr für Segler

    Bin seit 2 Jahren mal wieder unter der Woche auf der Interboot gewesen. Hier werden wir Segler zu einer exotischen Randerscheinung,in der Halle A1 war gähnende Leere, positiv gesehen hatten die armen gelangweilten Standbesatzungen genügend Zeit für einen Klönschnack.
    Es scheint, dass auch das neue Messekonzept für die Zielgruppen MoBo Fahrer,Taucher, SUP , Wasserski ,Skifahrer, Billigklamotten und Skifahrer/Snowboarder ( was haben die letzteren auf einer Fachmesse für den Wassersport eigentlich zu suchen ?? ) den Niedergang der Interboot nicht aufhalten kann. Schade, müssen wir Südländer Segler in Zukunft wohl in Genua, La Rochelle oder Düsseldorf nach Neuheiten Ausschau halten.

    Hier ein paar gerundete Besucherzahlen im Vergleich:

    Interboot 2015: 91.000 2016: 90.500 2017: 86.000
    Hanseboot 2012: 78.000 2013: 75.000 2014: 74.000 2016: 68.000 2018: 0

  2. #2
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    Streif mal mir offenen Augen durch die Häfen: es liegen dort immer mehr Mobo's. Der flotte Segler von vor 30 Jahren hat mittlerweile Rücken und nicht mehr die Kraft, seine Winschen ordentlich zu bedienen. Madame hat es gerne warm, will eine hohe Wohnqualität, aus Liebe verkauft man die Segelyacht und kauft ein geräumiges MoBo.
    Dann geht es halt schön warm von Hamburg mit Marschfahrt ganz suuutje nach Cuxhafen, das Schietwetter bleibt außerhalb des Steuerhauses.
    Uns fehlt der zahlungskräftige und -willige Nachwuchs, so einfach ist es!

  3. #3
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    Ja, die Besucherzahlen sind überall rückläufig. In Düsseldorf wird auch nicht mehr alles ausgestellt, weil die Kosten so exorbitant sind.

    Dann lieber Ausstellungen im Wasser für echte >Kaufinteressenten<.

    Ich kann damit leben.

    Habe nun auch mein letztes Boot vom Verkaufsplatz im Hafen weg 2012 gekauft und danach würde ich nur noch chartern.

  4. #4
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    2ndtonone hat recht. Wenn ich ausserhalb der Ferienzeit unterwegs bin liegt der Altersdurchschnitt über 60. Es sieht wirlich so aus, als ob die 90 jährigen MoBo Fahrer ihre Schiffe an nunmehr 70 jährige Segler verkaufen. Ich denke auch die Liegeplatzsituation wird sich in den nächsten Jahren deutlich entspannen. Ich würde jedenfalls in D heute bei einem Marinaprojekt keine Aktien mehr zeichnen.
    Was machen die Clubs falsch, dass keine Jüngeren sich mehr für das Segeln interessieren ?

  5. #5
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    Zitat Zitat von fendant Beitrag anzeigen
    Was machen die Clubs falsch, dass keine Jüngeren sich mehr für das Segeln interessieren ?
    Sie bilden Jugend entweder nur bis zum Optischein aus oder sie forcieren das Regattasegeln auf "heißen Öfen". In der ganzen Kieler Bucht kenne ich nur einen Verein, der Fahrtensegeln von jungen Leuten einigermaßen unterstützt (nicht etwa "gezielt fördert"). Das liegt auch mit an den Landes-Seglerverbänden. Ein Beispiel von der Website des Seglerverbandes Schleswig-Holstein.

    Dort steht unter Jugend -> Yachten: "Aktuell versucht der Segler-Verband, den Bedarf zu evaluieren und entsprechende Angebote zu schaffen. Wenn ihr hierzu Anregungen habt oder selber an Angeboten teilnehmen wollt wendet euch gerne an unseren Ressortleiter."

    Ich übersetze mal auf Deutsch: Die sind eben erst aufgewacht, haben keinerlei Ideen und möchten jetzt Jugendliche kennenlernen, die so aus dem Nichts Bock auf Yachtsegeln haben. Geile Nummer.
    Hoch und trocken - bis April 2018

    Mathias

  6. #6
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    Hallo Ihr!, ich kann da mich selbst als Beispiel anführen: Ich habe (mit den Eltern) mit dem Yachtsegeln angefangen, aber nachdem ich aus dem Elternhaus emanzipiert war, vor allem wg. den exorbitanten Kosten vom Yachtsegeln abgesehen, und mir stattdessen was billigeres (Windsurfen) gesucht, und das auch viele Jahre extensiv betrieben. Erst jetzt, nachdem die Kinder groß sind und die Frau weg und der Beruf zuende ist, komme ich darauf zurück.
    Um mich bei der Stange zu halten, hätte man vielleicht in einem Verein das Angebot deutlich verbessern müssen, und das insbesondere nicht als Plattform für Kapitänsallüren der alten Herren nutzen dürfen.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  7. #7
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    Zitat Zitat von fendant Beitrag anzeigen
    Wenn ich ausserhalb der Ferienzeit unterwegs bin liegt der Altersdurchschnitt über 60
    War das vor 20 oder 30 Jahren anders?

  8. #8
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    @M.Dittrich
    Tüddelkram, die Vereine tun sehr wohl sehr viel. Mein Verein an der Elbe hält auch Segelboote vor(J72, Segelkutter) mit denen die Jugend sowohl Regatta wie auch Fahrtensegeln machen kann.
    Das Problem ist wohl eher, dass die Kinder bis zum erreichen der 10. Klasse noch etwas Freizeit haben, danach jedoch "Karriere" ansteht. Der Nachwuchs hat, auch dank übereifriger und ehrgeiziger Eltern, keine Zeit mehr für so ein zeitraubendes Hobby.
    Fitnesstudio, Disko, Tanzverein geht mal ebenso, kann jederzeit abgesagt werden, Segeln ist da viel verbindlicher....

    Im Übrigen können Vereine nicht alles machen, In den Vereinen sind ehrenamtliche Leute tätig, die auch nicht alles können(Zeit)! ...und nur wenige Vereine können sich Hauptamtliche Jugendwarte halten.

    ...und der DSV oder auch die LSV sind nicht so reich, dass sie mal eben die Vereine mit 36ft Yachten ausstatten können, damit die Jugend mit allem Komfort zu Deiner Freude mal eben on Tour gehen kann.

  9. #9
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    Der LSV unterstütz die Vereine in ihrer Jugendarbeit auch beim Fartensegeln.

    Wenn die Vereinsjugend eine Yacht chartert, wird die Charter für jeden Jugendlichen an Bord mit 15,- € am Tag unterstützt.

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