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  1. #1
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    Standard Kupfer-Dieselleitung reinigen

    Mahlzeit,

    wie reinigt man am besten die Diesel-Kupferleitung von der Ansaugung im Tank bis zum Vorfilter?

    Was zieht man da am besten durch / hat sich da was bewährt?

    (Hatte Probleme mit Dieselpest vom Voreigner. Tankreinigung, Thematik Grotamar, Kondensation Luftfeuchte, Ultimate Diesel usw. ist alles bekannt. Geht mir ausschließlich um die Reinigung des angelöteten ca. 1,50m langen Kupferrohres...)

  2. #2
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    Mechanisch wird es da nicht viel zu machen sein, nutze Chemie. Die Rohrleitung mit Ethanol oder Isoprop wird die Leitung schön desinfizieren. Danach die Rohrleitung schön mit Pressluft durchblasen (trocknen). Das ist die einfachste und billigste Variante

  3. #3
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    Hallo DOS, ich hatte das Problem auch. Die Seele eines Bowdenzugs vom Fahrrad sowie die zugehörige Luftpumpe mit Ballaufsatz hat mich gerettet. Den Bowdenzug durchschieben und mit der Pumpe durchblasen. Dummerweise geht das meist nicht in einem Stück, also vorher die Teilstücke demontieren!
    Leider gibt es nichts, was den Glibber der Dieselpest wirklich auflösen kann. Ich vermute, am besten funktioniert noch heißes Wasser mit Geschirrspülmittel.

    Desinfektion: Kupferrohre sind an sich schon ausreichend antibakteriell, zu desinfizieren gibt es da nichts!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  4. #4
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Mechanisch wird es da nicht viel zu machen sein, nutze Chemie. Die Rohrleitung mit Ethanol oder Isoprop wird die Leitung schön desinfizieren. Danach die Rohrleitung schön mit Pressluft durchblasen (trocknen). Das ist die einfachste und billigste Variante
    Hallo,

    so sehe ich das auch.
    An Verbindungsstößen können noch Reste verbleiben, deshalb vorher alles zerlegen.

    Jetzt zum Winter kommt in den Restdiesel je 200ppm 90%iges IPA und 2-Takt-Öl (je 20ml auf 100Liter Diesel).
    und aufgefüllt wird der Tank erst im Frühjahr.


    Peter

  5. #5
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo DOS, ich hatte das Problem auch. Die Seele eines Bowdenzugs vom Fahrrad sowie die zugehörige Luftpumpe mit Ballaufsatz hat mich gerettet. Den Bowdenzug durchschieben und mit der Pumpe durchblasen. Dummerweise geht das meist nicht in einem Stück, also vorher die Teilstücke demontieren!
    Leider gibt es nichts, was den Glibber der Dieselpest wirklich auflösen kann. Ich vermute, am besten funktioniert noch heißes Wasser mit Geschirrspülmittel.

    Desinfektion: Kupferrohre sind an sich schon ausreichend antibakteriell, zu desinfizieren gibt es da nichts!
    Viele Grüße
    nw
    Im Prinzip hast Du recht, Kupfer wirkt antibakteriell. Nur, wenn in der Leitung noch Dreck (Schleim etc.) drin ist, ist das ein sehr schöner Nährboden für die nächste Kolonie an Bakterien. Es gibt gerade in Rohrbögen, Nahtstellen(Lötung) durchaus versteckte Stellen, wo so ein Dieselbakterienstamm sich in seinem eigen Dreck wohlfühlen kann.
    Ausserdem, bei mir löste sich der Dreck sehr gut in Alkohol, noch besser in einer Alkohol/Acetonmischung.
    Das Desinfizieren ist dann nur noch der "Bonus"!
    Der Tip mit dem Wasser/Geschirrspülmittel ist nicht so gut. Das im Rohr übrigbleibende Geschirrwaschmittel wird die Wasser/Diesel Grenzfläche durch Micellbildung (Wasser in Diesel) vergrößern, was eigentlich unerwünscht sein sollte.
    Isoprop und Ethanol sind da wesentlich besser..... wasser kriegst Du aus der Dieseleitung, gerade wenn es noch Tenside enthält nie wieder richtig herausgespült.

  6. #6
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    Im Laborbereich / Prüfstände gibt es dazu eine Art Reinigungskügelchen, die man mit Druckluft durch die Leitungen bläst.
    Die sind so aus einer Art Watte/Schaumstoff, Durchmesser etwas größer als die zu reinigende Leitung. Das geht aber nur in Leitungsabschnitten ohne Verschraubungen und Ventile.
    Aber vielleicht wäre es eine Möglichkeit.

    Handbreit
    Daniel

  7. #7
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    Bierleitungen werden mit schaumkügelchen gereiningt, das funzt .
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  8. #8
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    Hallo 2ndtonone, das mit der Desinfektion ist eine fixe Idee, die keinerlei Wirkung hat! Selbst wenn es gelänge, im Tank und Dieselsystem Keimfreiheit herzustellen, brauchst Du nur den Tankstutzen aufzuschrauben, dann werden aus der Luft genügend Keime hineinregnen, daß alles wieder kontaminiert ist! Es ist daher auch völlig unnötig, wirklich den letzten Rest von Glibber zu entfernen, man muß nur dafür sorgen, daß der Glibber so wenig bzw. so klein ist, daß er durch die Leitungen bis in den Filter gelangt, um dort ausgefiltert zu werden. Die Rekontamination kann man ausschließlich durch "vergiften" (Grotamar) des Diesels erreichen. Alles andere ist sinnlose Mühe!
    Das Schlimme an dem Glibber ist ja, daß er die Leitungen vollständig verschließt, bevor er überhaupt in den Filter gelangt. Dadurch hat man bei augenscheinlich sauberem Filter ein völlig verstopftes System. Eine Lösung wären transparente Leitungen, statt der üblichen kupfernen bzw. Gummileitungen. Dann kann man von außen sehen, wo der Dreck sitzt.
    Viele Grüße
    nw
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  9. #9
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    Hallo Sucher,
    Es geht um die Reinigung einer kupfernen Dieselleitung. Mit Alkohol lässt sich die Kupferleitung reinigen.
    Es geht nicht um die dauerhafte Desinfizierung der Leitungen, sondern um die Reinigung und, wie ich auch schrieb, den Bonus das Alkohol die Nebenwirkung "Desinfektion" hat.
    Wenn irgendwo Glibberreste in der Leitung übrigbleiben (100% ig kriegt man das nie weg), dann hat der Alkohol die Wirkung, dass dort festsitzende Bakterien erstmal zu einem großen Teil abgetötet werden (auch das geht nie zu 100%, weder chemisch noch mechanisch).
    Die Verwendung von Alkohol ist besser, als die Verwendung von einem Wasser/Spüli-Gemisch!

  10. #10
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    Danke für die guten Ideen!
    Das mit dem Bowdenzug und Druckluft hört sich schon gut an, ich habe auch einen 12V Druckluftkompressor hier. Der hat mir vor kurzem vor der schottischen Küste schon geholfen, die Verstopfung in der Dieselleitung freizudrücken. Hatte mir dann aber dennoch einen Beipass mit einem Kanister gebaut.

    Auf eine mechanische Reinigung werde ich wohl nicht verzichten wollen. 100% wird es da nicht geben, das vermute ich auch. Ich habe mal gehört, dass die Dieselpest-Mikroben wunderbar im eigenen Glibber überleben und man dann selbst mit Grotamar kaum noch etwas ausrichten kann. Die Mikroben sind offenbar sehr gut in dem Glibber geschützt (ist tatsächlich zäher Glibber, etwas weicher wie getrocknetes Sikaflex). Grotamar dämmt dann nur die weitere Ausbreitung und damit die weitere Ansammlung neuen Bioschlamms in der Folge. Von daher möchte ich evtl. noch in der Kupferleitung befindlichen Glibber so gut es geht mechanisch entfernen, also irgendwas durchziehen (in Ethanol getränkt zum lösen, klingt nach einem guten Ansatz) und ganz am Ende dann nochmal was mit Grotamar getränktes durchziehen.

    Weiss jemand mehr über die o.g. Reinigungskügelchen aus dem Labor oder Gastronomie? Klingt interessant. Wäre vielleicht ein Ansatz, nachdem man mechanisch mit Bowdenzug und Alkohol das grobste Zeug raus hat.

    Die normalen Spritleitungen am Ende tausche ich aus. Gibt es transparente zu kaufen? Noch nie gehört. Das wäre tatsächlich sehr vorteilhaft.

    Die Reinigung dann 1xjährlich wiederholen (inkl. Tankreinigung), Grotamar als Prophylaxe rein, immer schön volltanken und nach Möglichkeit den guten Sprit kaufen (Ultimate & Co.). Dann ist die Chance hoch, dass Ruhe ist. Ein Beipass per Kanister ist binnen 3 Minuten operativ, wenn man sich vorher Gedanken gemacht hat. Hatte mir auch schon überlegt, einen durchsichtigen Notfalltank von ca. 2 Liter in die Treibstoff-Rückleitung zu bauen (=immer gefilterter und nie älterer Sprit als im Haupttank), den ich dann mit einem Umstellhahn hinter dem Vorfilter bei einer Verstopfung umlegen kann und welcher mich dann ca. 40 Minuten Zeit gewinnen lässt. Aber ich denke ich lasse den Aufwand, vielmehr checke ich den Tankboden häufiger und reinige mind. 1x jährlich komplett.

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