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  1. #21
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    Wenn ich die 50m von der Poop zur Back bei schwerem Sturm zurücklegen muss, bin ich für eine Sorgleine dankbar . Wenn ich auf einem Spielzeigschiff auf Vorschiff muss (warum eigentlich?) habe ich beide Hände "für den Mann". Wenn ich beide Hände "fürs Schiff" brauche, z.B. beim Segelwechsel, bin ich eingepickt. Der Weg nach vorne, Hand über Hand, Griff, Unterwant, Babystag, .... ist hinreichend sicher. Die Sorgleone lässt sich eh nicht so spannen, dass ich einerseits das Groß auftuchen kann und andererseits nicht unter der Reling durchrutschen kann.

    Viele Vorgehensweisen sind traditionell begründet und werden kritiklos für die Sportschifffahrt übernommen. Ob man Reffbendsel bindet, Alumasten im Lager mehr als zweimal unterstützt (ganz aktuell) oder Sorgleinen spannt, alles gute Seemannschaft , hilft nix schadet aber auch nicht.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  2. #22
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    Musste letztens noch nach vorne weil das reffen nicht funzte. Geht ohne einpicken gar nicht.
    Überbordgehen und wieder zurückklettern ? Unmöglich . Alleine der sichere Tod.
    Daher laufen meine zwei Leinen schräg/ mittig auf dem Deck bis zum Mastfuß um ein Überbordgehen zu verhindern. Flache Bänder auf dem Laufdeck sind pseudo. Schaut euch mal den Link an.
    http://www.pbo.co.uk/seamanship/is-i...a-tether-25125

  3. #23
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    Hallo Segler443, die Problematik ist mir geläufig, wenn ich auch diese spezielle Veröffentlichung noch nicht kannte. Ich habe den Bewegungsfreiraum meiner Vorrichtung auf etwa 1,5m eingestellt, bestehend aus Länge der Lifeline und Lose im Strecktau. Damit gewinne ich einerseits genügend Bewegungsfreiheit für die Arbeit am Schiff, und andererseits reicht das knapp über die Bordwand. Im Falle eines Falles hängt man also mit dem Brusthaken knapp unterhalb der der Deckskante, vielleicht bis zum Bauch im Wasser, hat aber in jedem Fall den Kopf über Wasser. Damit, so finde ich, ist schon einiges gewonnen, denn man wird nicht sofort ersäuft. Aus dieser Lage wird man z.B. die Relingsdrähte greifen können. Ich habe an meinem Schiff eine eher dicke Scheuerleiste auf halber Rumpfhöhe, die ich auch sonst als Tritt nutze. Damit könnte man sich schon wieder herauswinden. Ich weiß, das ist sehr theoretisch, aber besser als nichts!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  4. #24
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    Zitat Zitat von Segler443 Beitrag anzeigen
    Musste letztens noch nach vorne weil das reffen nicht funzte. Geht ohne einpicken gar nicht.
    ......
    Völlig richtig, wer macht schon so´was?
    Benötigt man beide Hände fürs Schiff, wie Du bei vertüdeltem Fockroller oder wir bei dem bei uns üblichen Vorsegelwechsel, ist man selbstverständlich eingepickt.
    Beim Weg nach vorne kann man das auch machen, ich tu das nicht (mehr). Auf dem Weg zum Großbaum hilft das Strecktau eh nicht.
    Also, bitte keinen Glaubensstreit.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #25
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    Und was der Film noch gezeigt hat: die Rettungsweste hilft überhaupt nicht, behindert eher.
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  6. #26
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Wenn ich auf einem Spielzeigschiff auf Vorschiff muss habe ich beide Hände "für den Mann" ... der Weg nach vorne, Hand über Hand, Griff, Unterwant, Babystag ist hinreichend sicher.
    Das bezweifele ich.

    Die gefährlichen Situationen sind die, wo die Kraft der Hände nicht reicht, um sich an Deck zu halten. Ein Brecher, ein Niederdrücker, ein unglücklicher Ausrutscher, ein überkommendes Segel ... es gibt genug Situationen, wo rein physikalisch die Hände und Arme keine Chance haben, Dich an Bord zu halten.

    Ich wette dass viele von denen, die über Bord gegangen sind, sich festgehalten haben.

    Erinnert mich irgendwie an Hollywood-Filme, wo der Held 50 Meter in die Tiefe fällt und sich dann mit den Fingerspitzen an einem kleinen Vorsprung abfängt ...
    Geändert von Barracuda (30.10.2017 um 22:26 Uhr)

  7. #27
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    Man lebt nur einmal,
    sterben kann man dagegen öfter s
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  8. #28
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    Zitat Zitat von Barracuda Beitrag anzeigen
    Das bezweifele ich.

    Die gefährlichen Situationen sind die, wo die Kraft der Hände nicht reicht, um sich an Deck zu halten. Ein Brecher, ein Niederdrücker, ein unglücklicher Ausrutscher, ein überkommendes Segel ... .........

    .... ja, und wenn dann noch der Himmel einfällt sind wir echt erledigt.
    Recht hast Du. Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Nur weil es tatsächlich Brecher, Niederdrücker gibt und man gelegentlich durch mangelnde Konzentration mal ausrutscht, ist das Einpicken in die ständig aufgeriggte Strippe nicht zwingend nötig.
    Einen Brecher habe ich noch nie erlebt, höchstens mal grünes Wasser, das mich mal heftig wegstupst, aber da war ich i.d.R. festgemacht weil ich mit beiden Händen am Vorsegel rumgefummelt habe. Einen Niederdrücker habe ich erlebt, als ich nicht im Traum daran dachte, mich einzupicken, es kam zu plötzlich (eine Weiße Bö), wenn's das öfters gäbe müsste man ständig angelascht sein, und ein Ausrutscher bringt dich auch im Straßenverkehr ums Leben.
    Nein, ich spreche mich nicht gegen die Sorgleine aus, aber im geschützten Revier, wie gestern noch gesehen, halte ich für lächerlich.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  9. #29
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Nein, ich spreche mich nicht gegen die Sorgleine aus, aber im geschützten Revier, wie gestern noch gesehen, halte ich für lächerlich.
    Da sind wir uns einig. Binnen, oder draußen bei gutem Wetter und halbwegs glattem Wasser ist das überflüssig. Aber in schwerem Wetter gehe ich, insbesondere Einhand, nur angeleint nach vorne.

    Der Einhand-Segler hat ja noch ein weiteres Risiko, dass der Pärchen-Segler so nicht kennt: Dass der Autopilot Blödsinn macht oder ganz ausfällt, während man vorne ist. Das kann bei starkem Seegang ziemlich unangenehm sein, vor allem wenn man quer zur Welle kommt. Und dann ohne Leine nach hinten hangeln ... ich weiss nicht.

    Letztlich ist das doch so: Viele Segler fallen in ihrem Segelleben nie ins Wasser. Von denen, die ins Wasser fallen, passiert es oft bei moderaten Konditionen, sie werden wieder rausgefischt. Die Chance, tatsächlich ins Wasser geworfen zu werden und dort seine letzten Minuten zu verbringen, ist insgesamt eher gering.

    Allerdings trifft genau dieses Wahrscheinlichkeits-Lotto auch auf den Sicherheitsgurt im Auto zu.

    Die meisten brauchen den Auto-Gurt nie, oder vielleicht ein Mal im Leben. Ist das ein Grund, sich nicht anzuschnallen?

  10. #30
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    Übrigens gibt es bei mir an Bord eine klare Regel:

    Nachts verläßt niemand das Cockpit ohne Leine. Egal welches Wetter.

    Tagsüber mag es noch klappen mit dem wieder raus fischen, sofern das Wasser halbwegs glatt ist. Nachts aber gibt es im Wasser keine Überlebenschance. Null*.

    * außer vielleicht mit einem Sender, aber auch nur wenn man Glück hat und alles passt.

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