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  1. #1
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    Standard Wind, Sturm, Orkan

    Wind, Sturm, Orkan

    - Ein Kollege kam von keinem einwöchigen Segelurlaub zurück ohne ein Sturmabenteuer erlebt zu haben.
    - Andere fahren locker bei Starkwind, Wind gegen Strom, die Elbe abwärts.
    - Echte Segler brauchen erst bei 6 oder mehr am Wind zu reffen.

    Was sind wir blos für Weicheier. In meinem Seglerleben, ca.40 000sm, habe ich vier mal Sturm erlebt, keiner hat länger als eine halbe Stunde gedauert und ich kann mich noch genau an alle erinnern. Bei einem Vierer an der Kreuz sitzt bereits ein Reff, bei mehr ein zweites, dann folgt bereits der Vorsegelwechsel auf die kleinste Fock.

    Die Stationsmeldungen des DWD geben mindestens eine, meistens zwei Windstärken weniger an als die Segler im entsprechenden Seegebiet.

    Ich bin sicher, die übertriebenen Angaben zum Wind sind nicht gelogen. Sie wurden so empfunden oder gar so abgelesen.
    - Die Ablesung erfolgt bei APP Wind
    - Der Windmesser ist höher als 10m angebracht
    - Das Stampen des Bootes macht am Masttop leicht zwei Windstärken plus
    - Ein Windstoß kann die Anzeige kurzfristig hochschnellen lassen
    Das Ablesen des Windmessers im „richtigen“ Augenblick kann schon Sturm anzeigen, wenn andere nur bei frischem Wind unterwegs sind.

    Sind wir nun die einzigen, die nur bei lauen Lüftchen unterwegs sind? Warum wird der Fährverkehr seegehender Fährschiffe bereits bei stürmischem Wind eingestellt? Selbst die Lotsen, die Weicheier werden auf Innenposition zurückgezogen, wenn der gestandene Segler noch nicht mit der Wimper zuckt.
    Gibt der DWD tatsächlich immer zu wenig Windgeschwindigkeit an?
    Nehmen die Windstärken wirklich mit zunehmendem Abstand vom Boot zu?
    Kann ein Skipper nicht spannend erzählen, wenn er bei Speed und Wind keine zwei dazuzählt?

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  2. #2
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    Ich bin zum Beispiel gestern bei Windstärke 9 nur unter Groß und Genua 2 aus Schleimünde raus gekreuzt.
    Zum Glück bin ich ein echter Seebär - jeden anderen hätte es da zerrissen.
    Aber 5 Meter hohe Wellen sind eben nicht jedermanns Sache.
    Auf dem Weg nach Kiel hatten wir dann konstant mehr als 11,27 Knoten auf der Uhr.

    Seemannsgarn??? Ich weiß nicht mal, was das ist...

  3. #3
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    In meinem Seglerleben, ca.40 000sm, habe ich vier mal Sturm erlebt, keiner hat länger als eine halbe Stunde gedauert und ich kann mich noch genau an alle erinnern.
    Bei ebenfalls rund 40 ksm habe ich nur zweimal Sturm (9 Bf nach Zustand der See) erlebt, einmal im Ärmelkanal und einmal vor der Küste Portugals. Vor Portugal dauerte der Sturm aber länger. Da wurde ich seekrank, was mir sonst nicht passiert. 8 Bf ist wohl deutlich häufiger, habe ich z. B. auch in der Ägäis oder Ostsee erlebt. Den Unterschied zwischen 8 und 9 Bf empfinde ich als enorm.

    Seemansgarn gab es schon immer und selbsterlebte Stürme gehören dazu.

  4. #4
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    Zitat Zitat von TransOcean Beitrag anzeigen
    Ich bin zum Beispiel gestern bei Windstärke 9 nur unter Groß und Genua 2 aus Schleimünde raus gekreuzt.
    Na bravo! Bei Westwind aus Schleimünde rausgekreuzt?

    Ich bin halt ein Weichei, bei 9 Bf bleibe ich im Hafen. Aber manchmal kommt halt heftiger Wind auf, wenn man draußen ist. Dann wird beizeiten gerefft.

  5. #5
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    Dann bin ich wohl vor dem Wind gekreuzt, und dann war es auch nicht die Genua, sondern der Sturm-Spi.

  6. #6
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    Hallo,

    nur Anfänger verschätzen sich bei der aktuellen Windstärke.

    Diese Jahr:
    Laut dwd 5bft auf Helgoland vorhergesagt,
    laut Station am Hafen dann 7bft.


    peter

  7. #7
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    Grauwal,
    Dass ist wie mit der Bildzeitung:
    Wenn Du erzählst, mit 3Windstärken von Laboe nach Kiel gesegelt, wird die Meldung nicht gedruckt
    Verbesserst Du Deine Mitteilung in dem Du sagst, von Laboe nach Holtenau via Kapstadt und Santiago, mit 3Bft, ohne Probleme, wird die Meldung auch nicht gedruckt, zu wenig Drama.
    Schreibst Du jedoch, bei 18Bft von Schlengel A nach Schlengel B verlegt, und dass bei 5m hoh en Wellen im Hafen, dann wird die Story gedruckt und ydu kriegst auf Deinem Instagramm account viele likes.

    Und so denkt, spricht und schreibt der gemeine Segler halt auch...


    P.S. Grauwal, habe ich Dir schon Mal erzählt, wie ich bei 10bft aus NW, 8m hohen Wellen, mit meinem Schiff nach Schottland gesegelt bin?

  8. #8
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    Du warst das also, an dem ich in Lee vorbeigezogen bin?
    Aber bei mir waren die Wellen 10 Meter hoch - war ja auch 11 Bft, und in Böen locker 2 mehr.

    Aber mal ehrlich:
    Wenn bei Segler A der Windmesser einmal kurz die 6 Bft ankratzt, dann sind das in seinen Erzählungen mindestes volle 6, in Böen mehr (also fast 7 Bft). Und weil sich 5 Bft schon nach mächtig viel Wind anfühlen, ist diese kleine Anpassungen der Wirklichkeit auch völlig selbstverständlich.

  9. #9
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    .................


    P.S. Grauwal, habe ich Dir schon Mal erzählt, wie ich bei 10bft aus NW, 8m hohen Wellen, mit meinem Schiff nach Schottland gesegelt bin?
    Nicht nur mir, und nicht nur ein mal. Allerdings waren es damals 9Bft. und 7m hohe Wellen. Nicht nur die räumliche Entfernung, sondern auch die zeitliche beeinflussen den Wind/Sturm.


    Franz
    halber Wind reicht völlig

  10. #10
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    nur Anfänger verschätzen sich bei der aktuellen Windstärke
    So ist es.

    Z. B. Beaufort 6:
    - sind für den Anfänger 10
    - für den Salzbuckel 4

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