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  1. #1
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    Standard Victron Ladegerät defekt

    Von heute auf morgen geht nichts mehr beim Victron Ladegerät Typ Pallas 12/50. Hat gut 20 Jahre seinen Dienst tadellos versehen. Anscheinend ist das Netzteil abgeraucht. Hat jemand einen Tipp? Reparabel? Netzteil einigermaßen einfach austauschbar? Muss man die Platine lösen und von der Rückseite alles ablöten?

    Oder das ganze Teil ausbauen, zur Reparatur geben, wieder einbauen? Oder gar alles neu? Ich scheue mich bei letzterem abgesehen von den Kosten, die ganze Verkabelung und das Bedienteil im Innern tauschen oder ändern zu müssen.









    Das Boot liegt in Holland, Workum am Ijsselmeer.

    Ich bin dankbar für ein paar Tipps, wie man jetzt in der Winterpause am besten vorgeht.
    Mast- und Schotbruch!
    Gerhard

  2. #2
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    Hallo Stonsdorfer, Es ist unwahrscheinlich, daß es nur der angekokelte Trafo ist. Auch wildes Austauschen von Bauteilen führt nicht zum Ziel. Prinzipiell halte ich es für möglich, das in Eigenregie (mit Elektronikkenntnissen bzw. Hilfe aus dem Forum) wieder hinzubekommen, das ist aber möglicherweise langwierig und schwierig.
    Wenn Du das Teil in Reparatur gibst, werden die Kosten vermutlich nahe am Neupreis sein, es sei denn, Du findest einen Spezialisten, der sich auf genau dieses Gerät spezialisiert hat.
    Wenn Du da selbst rangehen möchtest, ist der erste Schritt Schaltbild besorgen. Ohne dieses geht nichts.
    Wenn Du anhand des Schaltbildes selbst nicht weiterkommst, kannst Du dieses mal hier vorlegen. Da wirst Du sicher etliche Hinweise bekommen, wie es weitergeht! Gute Fertigkeiten im Löten sind in jedem Fall unabdingbar! Wenn das nicht gegeben ist, wirst Du mit Reparaturversuchen mehr zerstören als gutmachen.
    Viel Glück
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  3. #3
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    Danke schon mal dafür, die Argumente sind nachvollziehbar. Ich werde parallel mal versuchen, zu Victron Kontakt aufzunehmen, die scheint's noch zu geben, holländischer Hersteller. Vielleicht haben die einen Tipp, ggf ein ähnliches Gerät mit gleicher Verkabelung zu tauschen. Und in der Technik hat sich in den letzten 20 Jahren sicher auch einiges getan.
    Mast- und Schotbruch!
    Gerhard

  4. #4
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    Hallo Gerhard,

    was da durchgebrannt ist, ist ein Printtransformator wahrscheinlich zur Versorgung der Steuerungselektronik. Das ist kein Leistungstransformator über den der Ladestrom geht.
    Sowas kostet nur ein paar Euro, wenn du selber löten kannst wäre es einen Versuch wert.
    Daten sind ja noch lesbar:
    Eingang 220V (Pin 1+5)
    Ausgang 15V/2,3VA (Pin 7+9)
    Beispiele (Pinbelegung und evtl Lochrasterabstand muss noch geprüft werden):
    https://www.reichelt.de/Printtrafos-...5&SEARCH=%252A
    https://www.conrad.de/de/printtransf...ck-710393.html

    Musst du es einschicken rechnet ein Elektroniker für die Überprüfung und Tausch sicher eine Stunde Arbeitslohn, war es das dann nicht lohnt der Versuch wahrscheinlich nicht.

    Mir scheinen ein paar Schrauben und Lötstellen auf der Leiterplatte oxidiert zu sein. Evtl. ist der Trafo durch mit der Zeit entstehenden Kriechströme durch Feuchtigkeit/Oxidation überlastet worden. Da kann man mit speziellen Reinigungsmitteln ran und anschließend Platinenschutzlack drüber.
    Das ist man dann aber schon bei einer Bastelbaustelle. Und du bewegst dich in einem Gerät mit 230V Bereich und auf der 12V Seite mit hohen Strömen. Da sollte man etwas wissen was man macht.

    Handbreit
    Daniel

  5. #5
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    Ja, schon klar. Ich habe gerade bei SVB nachgesehen, da gibt's die Geräte mit 12V/50A für gut 700 Euro neu, eins mit 25 A für 350 Euro (Mastervolt). Frage an die Experten: 50 A sind natürlich komfortabel, aber reichen nicht 25 A auch dicke aus? Es geht in erster Linie um die Erhaltungsladung während der Hafenliegezeiten, die Batteriekapazität ist 260 Ah, plus Starterbatterie. Der Stromverbrauch hält sich im "Hafenbetrieb" in Grenzen, bisschen Licht, Radio, Kühlschrank, aber sicher nicht 50Ah!

    Das heißt, im Heimathafen kann ich ruhig länger laden, weniger Stromstärke reicht aus. Unterwegs abends im Hafen komme ich mit 25A auf alle Fälle über den Verbrauch, also habe ich ein Plus.

    Oder gibt es Gründe, auf alle Fälle die zusätzlichen Kosten für 50 statt 25 A auszugeben?
    Mast- und Schotbruch!
    Gerhard

  6. #6
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    du kannst ja das Teil austauschen, wenn dir das Ladegerät nicht so wichtig ist. Ersatzteile gibt es ja genug.

    Nach 20 Jahren darf es auch was neues sein, Ladegeräte sind ja zum Glück bezahlbar

  7. #7
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    Bei 260Ah sollte man schon Ladeleistung für 1/10C bereit halten also 26A. 25A würde ich nur nehmen wenn beim Laden wirklich nichts anderes Strom zieht. Wenn dir Ladezeit egal ist, könntest du nach was im 30-40A Bereich suchen.
    Rest ist Thema welche Akkus du fährst. Gerade konventionelle Bleiaakkus brauchen einen gewissen Mindestladestom um z.B. Säureschichtung im innern zu vermeiden und nicht vorzeitig zu altern.
    Habe leider selber auch den Fehler gemacht und bei der Vergrößerung von 90Ah auf 210Ah das 15A Ladegerät noch zwei Saisons drin gelassen, weil ich in der Zeit die 210Ah dann erst doch nie genutzt habe. Ergebniss war, dass die Akkus nach nur zwei Jahren schon einen merklichen Kapazitätsverlust hatten. Beim vorherigen trat das im vergleichbaren Umfang erst nach 5 Jahren auf.

    Victron ist überigens in NL ein bekannte und auch angesehene Marke. Die zu kontaktieren macht durchaus Sinn!
    Evtl. ist das Nachfolgemodell hinsichtlich Kontaktierung noch gleich aufgebaut und du kannst die bestehenden Kable so verwenden ohne Kabelschuhe etc. anpassen zu müssen.

    Handbreit
    Daniel

  8. #8
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    Ich habe die mal angeschrieben, werde über die Antwort berichten.
    Mast- und Schotbruch!
    Gerhard

  9. #9
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    Hallo Stonsdorfer, wenn es nur um die Erhaltungsladung geht, reicht ein Ladestrom, der ein wenig größer ist als die Selbstentladung der Akkus. Das hängt natürlich von Qualität/Alter der Akkus ab. Wenn die Akkus nicht zu schlecht sind, reicht ein Ladegerät für 17,50 von Aldilidlnorma. Das hat sogar eine Ladeautomatik drin, die Überladung verhindert.
    Zum Testen, ob es reicht, hänge das Ladegerät an die fast vollen Akkus, wenn es nach einiger Zeit abschaltet, paßt das. Alternativ die Batteriebank auftrennen, und jedem Akku einzeln so ein Billigladegerät stiften.
    Erst wenn Du richtig Leistung in kurzer Zeit in die Akkus reindrücken willst, brauchst Du ein Hochstromladegerät.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  10. #10
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    Ich denke mal, meine "Winterbatterie" werde ich erst mal so versorgen - und habe dann über die nächsten Monate Zeit, mich um Ersatz oder Reparatur zu kümmern.
    Mast- und Schotbruch!
    Gerhard

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