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  1. #1
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    Standard Wandler + Kühlschrank

    Das nächste Boot ist kein Segelboot sondern ein blecherner Stinkpötter.
    Der hat den Vorteil, dass er keine Kränung und reichlich Platz hat.
    Die Exemplare, die in unser Beuteschema fallen haben (fast) alle einen kleinen, für das Wochenende ausreichenden Kühlschrank oder so ein gottloses Absorberdingens (die fressen Strom oder Gas satt).
    Die angedachte Problemlösung sieht so aus:
    Ein handelsüblicher Kühlschrank über einen DC/AC -Wandler betrieben. Ein 130l Kühlschrank braucht übers Jahr im Schnitt 10-12 W. Da er nur im Sommerhalbjahr betrieben wird, und der Wirkungsgrad des Wandlers auch noch eingeht rechne ich mit 20W. Das ist immer noch sehr sparsam und ergibt eine preiswerte und zuverlässige Lösung.
    Die Fragen:
    - wie ist der Wirkungsgrad von Wandlern?
    - verkraftet der Wandler den Anlaufstrom des Kompressors?
    - muss sonst noch was bedacht werden?

    Liebe Elektriker, seid so nett und helft mir auf die Sprünge.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  2. #2
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    Moin Franz,

    mit einem handelüblichen Kühlschrank wirst Du nicht lange Freude haben.

    Wir hatten früher auf der "Alex I" aus Kostengründen zunächst auch solche Teile installiert. 220V AC war dank reichlich vorhandener Generatoren auch kein Thema. Aber die Teile hielten max. 6 Monate, dann waren die Kompressoren hin. Offensichtlich mögen Haushaltsgeräte Bewegung oder gar Schieflage überhaupt nicht. Erst mit Profigeräten gab sich das.

    Du könntest natürlich den Betrieb auf Liegezeiten beschränken - im Hafen wäre dann sogar der DC/AC-Wandler entbehrlich.
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  3. #3
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    Hallo Grauwal, die moderenen Wandler (aus dem Reich der Mitte) haben einen Wirkungsgrad um oder sogar besser als 90%. Es gibt sie auch mit erstaunlichen Leistungen bis 10kW. Ich habe mir für mein Bordnetz (Segelboot!) einen 2kW-Sinuswandler geleistet, der auch Anlaufleistungen bis 4kW bringen soll. Was mir an dem Ding weniger gefällt, ist ein relativ hoher Eigenverbrauch (~0,3A) der nach einer Einschaltautomatik schreit. Das hat sich bei den Abkupferern aus Fernost noch nicht herumgesprochen, also Einschaltautomatik selber bauen oder ohne leben.
    Diese erstaunlichen Wirkungsgrade werden durch die modernen PowerMosFets möglich, die einerseits einen extrem niedrigen Einschaltwiderstand haben (< 10mOhm) und andererseits so schnell schalten, daß es dabei kaum Verluste gibt. Die hauptsächlichen Verluste gibt es deshalb bei den Kabelverbindungen auf der Niederspannungsseite, die bei 2kW immerhin 166A tragen müssen.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  4. #4
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    Hallo Franz,
    viele Kollegen in der Motorboot Fraktion benutzen Spannungswandler für den Kühlschrank und normalen Kühlschrank. Die haben auch noch zusätzlich Sonar Panele. Einige machen das sogar ohne Landstrom (zu teuer?).
    Also funktioniert gut und alles zusammen ist es sehr preisgünstig

  5. #5
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    Wenn ein Wandler eine eher kleine Maximalleistung hat, zieht er auch meist wenig Ruhestrom. Unser (älteres) 300-Watt-Gerät liegt bei unter 100mA Ruhestrom. Das macht 2.4Wh am Tag und sollte doch für einen Kühlschrank reichen.

    Es stimmt, die Kompressoren in Standard-Kühlgeräten sterben, wenn sie nicht einigermaßen horizontal betrieben werden. Macht aber nix auf einem Motorboot, und wenn es doch mal eine Stunde hoch hergeht, schaltet man das Dingens einfach mal vorrübergehend ab.

    Absorbergeräte sind auch nicht der WEisheit letzter Schluss auf Booten, sie funktionieren erst gar nicht bei größerer Schräglage und heizen sich dann auch noch stark auf, ohne nennenswerte Kühlleistung zu erbringen.

    Handbreit ...

  6. #6
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    Nachtrag:
    Wenn das Kühlgerät einen einfachen Thermostaten ohne Elektronik-Gedöns hat, könnte man diesen ja auch in den 12V-Kreis schalten. Dann ist man das Problem mit dem Ruhestrom komplett los.

    Handbreit ...

  7. #7
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    Die Idee von 4five ist gut. Mann muss dafür allerdings den Spannungswandler modifizieren. Der Wandler sollte auch größer sein, da der Anlaufstrom des Kompressors groß ist. Mit 600 Watt ist damit meistens nichts zu machen.
    Habe gerade in der Bucht einen Wandler gekauft, er sollte "Reinen Sinus" produzieren (laut Werbung), aber es ist modifizierter Sinus. Der Preis war auch zu gering für " Pure Sine Wave"....nur der Händler will ihn nicht zurücknehmen. Ist nun ein Fall für die Ebay Betrugsabteilung....

  8. #8
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    ocean_sailor,
    was willst Du denn an dem Wandler modifizieren? Ich würde einfach den Thermostatkontakt in die 12-V-Zuleitung des Wandlers schalten. Sollte sich zeigen, dass der Strom durch den Thermostatkontakt zu hoch ist, könnte man noch ein Relais zwischenschalten, aber der Wandler selbst muss dafür ja nicht angefasst werden.

    Der Einwand mit dem Anlaufstrom ist sicher berechtigt. Es gibt mehrere Arten von Wandlern, viele der besseren Sorte starten auch einwandfrei mit hohem Anlaufstrom, insbesondere die ganz billigen müssen aber entsprechend überdimensioniert werden, um beim Anlauf mit hohen Strömen aus dem Kreuz zu kommen.

    Handbreit ...

  9. #9
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    4five
    Ich würde den EIN/Aus Schalter des Wandlers mit dem Kontakt des Thermostat s des Kühlschrank überbrücken. Natürlich kann der Wandler von geringerer Leistung sein wenn ein Sinus Wechselrichter statt eines Trapez Wechselrichter verwendet wird. Hatte aus Neugier so ein billiges Teil gekauft....Statt Sinus kommt ein Recht raus sieht grausam am Ozillograf aus...

  10. #10
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    Vielen Geräten ist es vollkommen egal, wie der Sinus ausschaut - die gucken da gar nicht erst hin und verbrauchen den Strom einfach so wie er kommt. Gerade die verbreiteten Universalmotoren (Reihenschlussmotor), aber auch Kurzschlussläufer sind bezüglich der Kurvenform des zufließenden Saftes nicht sonderlich wählerisch.

    Selbst die meisten, diesbezüblich oft als kritisch dargestellten Schaltnetzteile irgendwelcher Geräte verbrennen sozusagen so ziemlich alles, denn sie wandeln die anliegende Spannung ohnehin erst einmal in Gleichstrom um schnitzen sich daraus genau das, was sie brauchen. Noch dankbarer sind (klassische) Glühbirnen, und selbst die modernen elektronischen Leuchtmittel lassen sich von vom Sinus abweichenden Spannungsverläufen nur in Ausnahmefällen irritieren.

    Normalerweise kommt man mit den Billigwandlern also gut hin und muss nur in Ausnahmefällen zu diesen teuren Edelsinus-Wandlern greifen.

    Handbreit ...

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