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  1. #31
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    Zitat Zitat von navbaer Beitrag anzeigen
    . Als sie dann durch den Sturm - nach ihrer Meinung - manövrierunfähig waren, trieb die Yacht dreieinhalb Monate lang etwa 650 nm nach Nordwesten.



    Anhang 51953

    Eine Analyse welche diese Seglerinnen einmal mehr in's rechte Licht rückt.
    Genialer Dilletant

  2. #32
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    sailinganarchy ist sehr erhellend: http://forums.sailinganarchy.com/ind...months/&page=5
    Zusammengefaßt hier: http://abcnews.go.com/International/...eacon-50823502

    1. sie hatten eine EPIRB an Bord, aber nicht ausgelöst. War wohl alles nicht so gefährlich.
    2. Die Coast Guard hatte radiokontakt mit der "Sea Nymph" Anfang Juni. Sie sagten sie wären nahe Tahiti und würden am nächsten tag anlanden.
    3. Sie behaupteten nach der Abreise am 3. Mai in einen Sturm mit Windstärke 11 gekommen zu sein. Die Wetteraufzeichnung sagen aber nur 11kn Wind.
    4. Sie sagten, sie konnten nicht zurück nach Maui oder Lanai, da die Häfen dort für ihr Schiff zu klein wären. Stimmt nicht. (Selbst gesehen)
    5. Sie hatten Angst Kiribati anzulaufen, weil dort zu viele Schiffen gestrandet wären. Kiribati hat eine Lagune, die auch von Frachter angelaufen wird.
    6. 5 7m lange Tigerhaie hätten ihr Schiff angegriffen. Von so etwas hat man noch nie gehört. Tigerhaie halte sich auch eher an Küsten auf und jagen nachts.
    7. das Schiff war voller Funkgeräte und navis. Nichts hat funktioniert? Ein Kommentator vermutete, sie hätten die Dinger in die Mikrowelle gesteckt (und den Motor gleich mit)

    Bin ja gespannt, wann sich der ganze Quatsch in Luft auflöst.

    PS
    Die beiden haben scvhon einen neuen Törn nächstes Jahr geplant.

  3. #33
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    Noch nie gesegelt, aber dann über den Pazifik - Geschichte einer monatelangen Odyssee ... aus dem "stern"
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  4. #34
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    Zitat Zitat von round-world2 Beitrag anzeigen
    Noch nie gesegelt, aber dann über den Pazifik - .....
    Kein Wunder.
    Frag mal im Yachtforum, ob man im Winter im offenen Boot durch die Nord-West-Passage segeln kann. Im dritten Beitrag kommt: Kein Problem von jemand der bei Regen den Svendborgsund bezwungen hat.
    In der Regel in voller Überzeugung von jemand erklärt, der bei normalen Bedingungen erfolgreich war, die Haken und Ösen garnicht erkannt hat. Natürlich gibt es Beispiele von Glückspilzen oder Naturtalenten die unter glücklichen Umständen peu á peu gelernt haben.
    Da man selbst gewiss zu den Naturtalenten zählt kauft man ein Schiff mit viel Sicherheit und los geht's. Man stelle sich vor, die Damen hätten ihr Ziel erreicht, gar nicht so unwahrscheinlich, sie hätten behauptet: gar kein Problem! (ist es ja auch nicht)

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #35
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    Um auch mal ein bisschen ins Blaue zu spekulieren:

    Denkbar wäre vielleicht, dass die Haie das treibende Schiff für einen Wal-Kadaver gehalten haben, und versucht haben reinzubeißen.

    Am Rumpf können sie aber sicher nichts ausrichten. Allenfalls beim Ruder wäre vorstellbar, dass ein großer Hai das beschädigen kann. Weiße Haie haben immerhin knapp zwei Tonnen Beißkraft pro Quadratzentimeter (176 kN/cm2).

  6. #36
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    gar kein Problem! (ist es ja auch nicht)
    Das ist im Prinzip richtig. Allerdings kann ein Problem, das in Landnähe schnell gelöst wird, auf dem Pazifik lebensbedrohlich werden. Wir hatten auf unserem Pazifiktörn (länger als Hawaii - Tahiti) zwei solche Probleme.

  7. #37
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    Wenn Sie meinen keine Hilfe zu brauchen, dann haben die ja erstmal alles richtig gemacht.
    Vielleicht hat Ihnen ja gefallen, über den Pazifik zu dümpeln?

    Ist eigentlich belegt, dass sie zu zweit losgefahren sind? Ich erinnere mich grad an die Apollonia...
    Sechs fahren los, vier kommen an...

  8. #38
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    Quelle : https://weather.com/de-DE/wissen/men...fahrt-wachsen/


    Zitat:

    "Odyssee zweier US-Seglerinnen: Zweifel an der Irrfahrt wachsen


    Ihre Geschichte über eine fast halbjährige Irrfahrt auf See und schließlich das Happy End löste über die USA hinaus Schlagzeilen aus: Unwetter, Motorausfall, ein beschädigter Mast und Kommunikationsgeräte, die nicht funktionierten - eine Kette schicksalhafter Ereignisse, die zwei Amerikanerinnen nach eigenen Angaben zu Schiffbrüchigen und einen geplanten mehrwöchigen Segeltörn zu einem monatelangen Abenteuer machten.

    Zweifel an Darstellung wachsen
    Aber war es wirklich alles so? Überprüfungen haben eine wachsende Reihe von Ungereimtheiten in der Schilderung der beiden Hawaiianerinnen ergeben, die am Mittwoch vergangener Woche mit ihren zwei Hunden von der US-Marine geborgen wurden.

    Jennifer Appel und Tasha Fuiava waren nach eigenen Angaben am 3. Mai 2016 von Hawaii mit ihrem Segelboot nach Tahiti aufgebrochen, gerieten dann gleich in ein Unwetter, erlitten zahlreiche Pannen und kamen Tausende Kilometer vom Kurs ab. Sie überlebten, so sagen sie, weil sie Proviant für ein Jahr an Bord hatten.

    Küstenwache: Notfunkbake nie aktiviert
    Wie die Küstenwache aber jetzt mitteilte, aktivierten die Frauen niemals ihre Notfunkbake, die ihre Position angezeigt hätte.

    Der Nachrichtenagentur AP hatten die Seglerinnen zuvor gesagt, dass sie Radios, Satellitentelefone, GPS und anderer Notfallausrüstung an Bord gehabt hätten. Die Notfunkbake erwähnten sie nicht.

    Eine Überprüfung durch die Küstenwache und folgende Befragungen der Hawaiianerinnen ergab dann, dass sie ein solches Gerät auf der „Sea Nymph“ dabei hatten, es aber nie benutzten.


    Die Rettungsaktion Ende Oktober 2017
    (U.S. Navy via AP)
    Frauen: Waren nicht in Lebensgefahr
    Appel erklärte das nun damit, dass die Funkbake nach ihrer Erfahrung nur dann benutzt werden sollte, wenn man sich in unmittelbarer körperlicher Gefahr befinde. „Unser Bootskörper war solide, wir trieben auf dem Wasser, wir hatten Nahrung, wir hatten Trinkwasser, und wir hatten eine begrenzte Manövrierfähigkeit“, sagte Appel.

    „Alle diese Dinge deuteten nicht darauf hin, dass wir in Lebensgefahr waren. Sie sagten uns nur, dass es eine ganze Weile länger dauern wird, bis wir unser Ziel erreichen.“ Davor hatten die Frauen angegeben, dass sie kurz vor dem Aufgeben gestanden hätten, als die US-Marine sie rettete.

    Beamter der Küstenwache ist skeptisch
    Phillip R. Johnson, ein pensionierter Beamter der Küstenwache, der früher für Such-und Rettungsoperationen zuständig war, ist überzeugt, dass die Seglerinnen gefunden worden wären, hätten sie die Funkbake benutzt. „Wenn das Ding funktioniert hat und eingeschaltet worden wäre, hätte ein Signal sehr, sehr schnell angezeigt, dass ihr Boot in Seenot war.“

    *

    Johnson hat auch so seine Zweifel an der Darstellung der beiden Frauen, dass sie sechs Arten von Kommunikationsmitteln gehabt, aber alle nicht funktioniert hätten. „Da stimmt etwas nicht“, sagt er. „Ich habe noch niemals davon gehört, dass Sachen alle zur selben Zeit ausgefallen wären.“

    Meteorologen können Unwetter nicht nachvollziehen
    Auch Angaben der Seglerinnen über das Wetter und andere Details ihrer Schilderungen erscheinen ungereimt und konnten nicht von außen bestätigt werden. So beschrieben Appel und Fuiava, wie sie gleich am ersten Tag auf See in einen fürchterlichen Sturm geraten seien, der drei Tage lang mit ihrem Boot gespielt habe. Dabei habe sie auch ihr Handy verloren, sagte Appel. Aber insgesamt hätten sich beide Frauen durch das Wissen bestärkt gefühlt, dass sie und das Boot „den Naturkräften widerstehen können“.

    Nur: Meteorologen zufolge gab es zum damaligen Zeitpunkt und auch den Tagen danach kein Unwetter dieser Art auf der Segelroute der Frauen. Das wird auch durch archivierte Satellitenaufnahmen der Raumfahrtbehörde Nasa bestätigt.

    Stellen zum Andocken existieren
    Die beiden Frauen gaben weiter an, dass sie nach dem Sturm ans Umkehren gedacht hätten. Aber das sei nicht gegangen, weil es auf den Hawaii-Inseln Maui und Lanai keine Häfen gebe, die tief genug für ihr Segelboot seien.

    Dieses ist jedoch mit seinen 15 Metern Länge relativ klein, und Häfen auf beiden Inseln hätten ein Anlaufen ermöglicht. Außerdem: Big Island, die südlichste der Hawaii-Inseln, bietet gleich mehrere Stellen zum Andocken.

    Kleine Insel außer Acht gelassen
    Wie auch immer: Die Frauen blieben auf See. Tage später, nachdem Teile der Masten und Takelage beschädigt worden waren, segelten sie nach eigener Schilderung auf eine andere kleine Insel zu. Der Motor habe da noch funktioniert. Aber am Ende hätten sie sich entschieden, nicht zu versuchen, an der Insel festzumachen - in der Überzeugung, dass sie weitgehend unbewohnt und das Wasser an ihrer Küste zu niedrig sei, um dort anzulegen.

    Insel hat Hafen für kommerzielle Schiffe
    Doch auf der zu Kiribati gehörenden Weihnachtsinsel leben mehr als 2000 Menschen, und die Insel hat einen Hafen, in den regelmäßig große kommerzielle Schiffe einlaufen. Auch hatten die Frauen Leuchtgeschosse an Bord: Sie hätten damit Menschen an Land auf sich aufmerksam machen können.

    Neues Ziel Cookinseln
    Wenig plausibel klingen auch andere Erklärungen dafür, warum sie dort keine Hilfe suchten und sich stattdessen ein neues Ziel in ungefähr 1600 Kilometer Entfernung setzten. Dieses Ziel waren die Cookinseln, aber die Frauen erreichten sie nicht: Ende Mai habe der Motor ihres Bootes in einem weiteren Sturm den Geist aufgegeben, sagten sei.

    „Sea Nymph“ nicht in Seenot
    Die Küstenwache hatte im Juni nahe Tahiti Radiokontakt mit einem Boot, das sich als „Sea Nymph“ identifizierte und dessen Besatzung nach eigenen Angaben nicht in Seenot war. Im Gegenteil erwarte man, am nächsten Morgen an Land anzudocken, hieß es.

    Entdeckt wurden die Frauen und ihre Hunde schließlich im westlichen Pazifik 1450 Kilometer südöstlich von Japan - allesamt bei guter Gesundheit."
    Geändert von supra (01.11.2017 um 16:17 Uhr)
    Genialer Dilletant

  9. #39
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    Ich sehe das so:
    Das sind Amerikanerinnen mit urdeutschen Genen. Sie hatten zwar alle möglichen, real existierenden Notfallkommunikationsmittel an Bort, fanden aber die Wartung derselben zu teuer. Also haben sie alles selber gemacht und nach einem Blick auf die Akkus und einer Spannungsmessung erkannt, die Geräte sind voll in Ordnung, warum dafür teures Wartungsgeld bezahlen.
    Dann haben sie sich noch billig ein Schiff gekauft und da kein Sachverständiger bereit war für ein Almosen das Schiff zu inspizieren, das crowdfunding in die Hose gegangen ist, haben sie sich am gesparten Geld erfreut und sind einfach losgefahren....
    Auf dem Wasser haben sie dann festgestellt, dass mangels Internet die Experten des Yacht- und/oder Bootsforum nicht erreichbar sind und auch sonst kein Helpdesk mangels Funknetz erreichbar ist.
    Aber auch hier haben sie sich über das gesparte Geld und die gesparten MB's gefreut.
    Nur irgendwann wurde ihnen alles zu langweilig, das Körnerfutter zu eintönig und das ständige Entfernen des Hundekots und-Urin zu anstrengend.
    Da, wie früher die US Kavallerie, die US-Navy immer im richtigen Moment an der Kimm erscheint und eine Rettung stets kostenlos ausführt, brachen Hund und Besatzung in ein lautes Freudengeheul aus, was die USN-Besatzung hörte und veranlasste den Havaristen schnellstmöglich anzulaufen und die Crew abzubergen, so richtig in der Tradition von John Wayne.
    Der Rücktransport in die Heimat war ja dann auch kostenlos, was beide sicherlich auch gefreut hat.

    Fazit:
    Viel Geld gespart, die Story lässt sich gut vermarkten (die Rechte müßten sich eigentlich gut verkaufen lassen), die USN konnte zeigen, was sie alles kann und die Coast Guard kann am laufenden Bande Pressemitteilungen herausgeben.

    Ich würde sagen, mit geringem finanziellen Einsatz ein maximum an Aufmerksamkeit erreicht!
    ......und selbst das YF im fernen old Germany hat Futter(gratis) bekommen! Was will man mehr !!

  10. #40
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    Schon beim ersten Interview, kurz nach der Rettung, gab Skipperin Jennifer Appel bemerkenswertes von sich :

    "It was incredibly emotional, and it was so satisfying to know the men and women that serve our country would come and assist us ...".

    Daraus einen Vorsatz abzuleiten wäre falsch, es zeigt m. E. vielmehr wie ein Amerikaner ticken kann, wie klein dessen Welt dann ist.
    America(ns) first ! Big Brother cares about ! Reihenfolge egal.

    Tss---krasser Gegensatz z. " mündigen Bürger",
    aber,
    lassen wir es damit bewenden, es ginge in Richtung Politik.
    Geändert von supra (01.11.2017 um 21:49 Uhr)
    Genialer Dilletant

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