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  1. #1
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    Standard Kontrolliert Eure Kielbolzen, Yacht Nr. 22/17

    Hab ich gemacht. Erst mal nur in den Papieren. Für meine Sunbeam 27 schreibt die Bauwerft Schöechl: Flossenkiel 750 kg, angeschraubt mit 8 Niro-Bolzen, 10 mm. Da hab ich mich erst einmal beruhigt zurückgelehnt.
    Den 1. positiven Test gab es vor einigen Jahren als ich mit 9 kn (6 kn Eigenfahrt + 3 kn Tidenmitstrom) auf Revier auf eine Unterwassersteinwand lief. Das Schiff kippte nach vorn und legte sich auf die Seite. Einige elektrische Sicherungen fielen aus. Bilge gescheckt, kein Wassereinbruch. Ein vorbeikommender Schlepper der Hafenbehörde schleppte mich übers Heck frei. Er bot mir eine nahegelegende Werft zur Kielkontrolle an, habe ich abgelehnt und habe die Reise fortgesetzt. Während der gesamten 4-wöchingen Reise blieb die Bilge trocken. Den 2. positiven Test für die Solidität des Kiels und des Schiffes erhielt ich vor einigen Jahren vor Anker im niederländischen Wattenmeer als ich bei Starkwind und Niedrigwasser ca. 3 Std. lang mit dem Kiel auf hartem Grund hart aufsetzte. Zeitweilig wurde Schiff, Mast und Takelage schwer erschüttert. Ich überlegte, wie das Schiff zu leichtern, das größte Gewicht war ich selbst. Das ging also auch nicht. Spätere Werftbesichtigungen haben ergeben, Schiff und Kiel hatten keinen Schaden genommen. Bem Ankern hatte ich eine Falschanzeige des Echolots, es zeigte ca. 3,5 m zuviel an. Die Ursache: Hatte vor Antritt der Reise die defekte Beleuchtung des Echolots reparieren lassen. Es wurde eine nicht originale Lampe erneuert, die den gesamten Stromkreis verändert hat und somit die Anzeige des Echolots verfältsch hat. Mein Riesenfehler: Hätte vor Antritt der Reise das Echolot auf Tiefe kontrollieren sollen und nicht nur auf Funktion.
    Geändert von frieserich (04.11.2017 um 23:20 Uhr)

  2. #2
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    Du hast mitnichten Deine Kielbolzen kontrolliert. Du hast lediglich zwei Grundberührungen gehabt und Schöchl hat gute Arbeit gemacht. Ob die Kielbolzen aber jetzt, 04.11.2017, 23.11.2017 noch gut sind, weiß Du nicht. Ferner, hast Du nix geprüft.
    Prüfen kann man nur, in dem man die Kielbolzen ausbaut und entsprechend analysiert (zerstörungsfrei).

    Niro rostet nicht offensichtlich (sichtbar), also wird nicht "rot" und unansehlich, sondern wird durch die Ausbildung von Löchern (Lochkorrosion) geschwächt. Über eine lange Zeit wird das Material, genau wie jeder normale Stahlbolzen, langsam durch diese Lochkorrosion mechanisch geschwächt.
    Wenn Du Deine Kielbolzen richtig, fachmännisch kontrollieren willst, muss der Kiel ab und die Kielbolzen müssen erst optisch, dann mit zerstörungsfreine Methoden auf Beschädigungen untersucht werden.

    Nur als Anekdote: Ich bin auch häufiger gegen Felsen und Sandbänke gedonnert. Meine Kiele, mein Rumpf haben alles mit bravour bestanden. Bis ich irgendwann festgestellt habe, dass ich jedes Jahr im Frühjahr die Bolzen nachziehen mußte. Im Winter hatte ich immer zwischen Eisenkiel und Todholz so nette Ausblühungen.
    Also habe ich meine Kielbolzen herausgenommen und festgestellt, dass die Zinkschicht (vom Verzinken) auf war, 2 der Bolzen durch die Trockenfallübungen krumm waren und 2 weitere (pro Kiel habe ich 5 16 mm Bolzen) "abgenommen" hatten, ziemlich genau 2 mm (also von 16 mm auf 14 mm)...ohne meine Genehmigung !
    Mechanisch hätte ich den Kiel nie verloren, weil die Erbauer meines Schiffes die Bolzen viel zu groß dimensioniert hatten. Aber, intakt waren sie nicht mehr. Habe ich dann brav alle erneuert.!
    Kurz: Ich habe meine Kielbolzen kontrolliert, Du niemals !!

  3. #3
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    Lieber 2ndtonne,
    der 1. und 2. Vorfall ist bereits vor 10 Jahren geschehen (beide wurden meiner Versicherung prompt mitgeteilt). Seitdem habe
    ich alle 2 Jahre gedockt. Nie wurden Schäden am UW-Schiff oder der Kielaufhängung festgestellt. Übrigens Nirostahl hat gegenüber
    normalem Stahl eine 7-fache höhere Festigkeit.
    Geändert von frieserich (05.11.2017 um 01:00 Uhr)

  4. #4
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    Zitat Zitat von frieserich Beitrag anzeigen
    L Übrigens Nirostahl hat gegenüber
    normalem Stahl eine 7-fache höhere Festigkeit.
    Da hätte ich gern nähere Informationen. Meinst Du Zugfestigkeit? Oder welche Parameter sind hier das Thema?
    Und was soll Nirostahl sein, 1.4301 oder was sonst?
    Beste Grüße

    Dieter

  5. #5
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    Was ich vorschlage ??
    Wenn Du die Kielbolzen wirklich kontrollieren willst (siehe Titel Deines Threads), dann muss der Kiel ab. Ansonsten ist es fachlich und sachlich falsch von "Kontrolle der Kielbolzen" zu reden.

    Ein Alter Segelkamerad von mir, mit Holzdampfer, hat mal im Winter seine Kielbolzen angezogen...bis er einen der 22 mm Bolzen in der Hand hielt. Der Kiel(6 to) hing an 8 22mm Bolzen, von denen alle eine tolle Taille hatten. 3 der Bolzen hatten eine Taille von 5-6 mm, bei den anderen waren es noch 12 bis 16 mm. Man hat von außen NIX, aber auch rein garnix gesehen.

    Um Dich nun zu beruhigen, Deine Kielbolzen sind schon ok, Schöchl hat ja schon immer gute Dampfer gebaut und solange kein Wasser an die Bolzen kommt, werden die auch nicht korrodieren.
    Nur bitte, schreib hier nicht von "Kontrolliert Eure Kielbolzen".
    Hättest Du geschrieben, "nehmt Euer Unterwasschiff und die Schnittstelle Rumpf-Kiel regelmässig in Augenschein", hätte ich nix weiter geschrieben, mich nur gewundert, dass man das heutzutage empfehlen muss.

    Das "richtige" Kontrollieren ist ein enormer Aufwand, arbeitstechnisch bei einem Kimmkieler nicht ganz einfach und das Handhaben von 250 kg schweren Gusseisernen Kielen (bei meinem Schiff) auch nicht jedermanns Sache.....und als Laie (ich bin kein Bootsbauer) braucht man auch viel Zeit.... (trotz einiger Probleme habe ich aber Spass 'dran gehabt !)

  6. #6
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    Lieber 2ntonone,
    "Kontrolliert Eure Kielbolzen" stammt doch nicht von mir, das ist ein Artikel von der Yacht Nr 22/17.
    Biste bescheuert? Ich soll meinen Salonboden aufnehmen, wo überhaupt keine Mängel angezeigt sind?
    Und darüber hinaus: Mein Schiff hat doppelte Außenhaut. Kann Löcher in die Innenwand bohren, um irgendwas darauf
    aufzuhängen, z.B. enen Fernglaskasten oder einen Holzkasten für ähnliches.
    Geändert von frieserich (05.11.2017 um 01:42 Uhr)

  7. #7
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    Frieserich,
    dann verbreite diesen unseligen Titel einfach nicht !

  8. #8
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    Dass Niro eine höhere Festigkeit hat, ist eine ganz neue Erkenntnis. Manch eine seriöse Werft baut keine Niro-Kielbolzen ein ,weil sie keine so hohe Festigkeit haben und eine problematisch Korrosion aufweisen, die zu plötzlichen Brüchen führen kann (Lochfraß- und Spaltkorrosion). Aber,vielleicht gibt es ja auch neue Stähle...
    Handbreit Jens

  9. #9
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    Jipp, chinastähle ... ...
    Geändert von round-world2 (05.11.2017 um 09:45 Uhr) Grund: Sonnenschuss ins friesen-knie
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  10. #10
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    Ich hatte neulich einen leichten Unfall mit meinem Auto. Immerhin so schwer dass der Airbag ausgelöst hat. Mir ist nichts passiert und jetzt weiss ich dass er funktioniert. Also habe ich alles wieder reingestopft und sehe dem nächsten Unfall gelassen entgegen. Jungs- kontrolliert eure Airbags!

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