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  1. #11
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    Hallo Katzenfische, ob das ein Totalschaden ist, hängt von dem Verhaltnis der zu erwartenden Arbeits- und Materialkosten und dem Wert des Bootes ab. Beide Faktoren können höchst unterschiedlich sein. Z.B wird der übliche "Selbermacher" die Arbeitskosten mehr oder weniger nicht rechnen, sodaß nur die meist erheblich geringeren Materialkosten übrigbleiben. Beim Wert des Bootes rechnet man gewöhnlich mit dem Wiederbeschaffungswert, also dem, was auf dem Gebrauchtbootmarkt üblich ist. Auch da kann ein ideeller Wert dahinterstehen, der den Wiederbeschaffungswert weit übertrifft. Ob das also tatsächlich ein Totalschaden ist, bleibt daher weitgehend in Deinem Ermessen, und hängt von Deinem persönlichen Engagement ab.
    Ich würde den Rumpf erstmal wiegen, um die Menge des eingedrungenen Wassers abzuschätzen, (Je eine Badezimmerwaage unter jeden Stützpunkt) und den gefundenen Wert mit dem Leergewicht ab Werft vergleichen. Dann hast Du einen Anhaltspunkt zum Zustand des Sandwiches. Wenn da mal ein paar Kilo Wasser drin sind, ist es vorbei. Es ist zwar nicht unmöglich, das zu trocken, aber der (finanzielle) Aufwand ist jenseits von Gut und Böse. Es ist zwar auch nicht unmöglich, das Boot trotzdem weiterzusegeln, aber es wird keine Freude mehr machen (In meiner Surferzeit habe ich mal erlebt, daß man auch mit einer Klotüre (mit Herzchen drin) surfen kann).
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #12
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    Stellungnahme zu Post # 11:

    Gute Grundidee !

    Auf dem Trailer hat der Fighter drei Stützpunkte, auf den zwei Kielen und mit dem Bug vorn im Gummidreieck über der Deichsel.
    Er soll ein Normalgewicht von 500 kg haben, mit Trailer sollen es 850 kg sein.

    Ich denke es wird leichter sein, den Trailer mit Boot auf eine befahrbare Industriewaage gegen ein Entgeld von 10 € zu stellen, als das Boot an Land vom Trailer zu nehmen und auf drei Körperwaagen zu stellen, die dann vielleicht überfordert sind.
    Ein außerordentlicher Krantermin ist teurer.
    Ob ich im Winter beim Klub überhaupt einen Termin bekomme? Die sind jetzt eingemottet.

    Bitte das "Selfmaden" bei diesen Temperaturen für mich aus
    gesundheitlichen und auch aus Zeitgründen auf Eis legen und
    für andere aufbewahren.
    Ist für mich Außen vor und von Anfang an so dargelegt.
    --------------------------------------------------------------------
    VG
    Barbara out of Rosenheim

  3. #13
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    Zitat Zitat von Katzenfische Beitrag anzeigen
    hallo sucher ,

    Am Kiel und an wenigen anderen Stellen zwischen 0,34 und 0,62 %
    Auf der Innenseite vom Bug im Fockleinenkanal auf rohem GFK ohne Gelcoat und Farbe schlägt die Anzeige die volle Skala.

    Ist das wirklich schon ein Totalschaden ?
    Hallo Barbara,
    mit diesen Messwerten kann keiner etwas anfangen. Wenn z.B. Dein Antifouling Kupfer enthält, dann hast Du vollen Ausschlag. Wir wollen nicht wissen wie die Feuchte auf der Oberfläche ist, sondern im Laminat und im Sandwiches.

    Wenn wir das Boot vom technischen Zustand beurteilen, da hat Sucher recht dass es ein Totalschaden ist. Haben wir Feuchte - Nässe im Sandwiches, dann bekommen wir die nicht raus. Das Laminat wird sich auf Dauer vom Harz trennen, das Boot wird weich. Zu einer vollständigen Sanierung fehlt die Verhältnismäßigkeit, da die Kosten - wenn wir ein trockenes Sandwiches haben locker bei 6-8 Mille liegen. Dafür bekommst Du eine Gewährleistung von ein paar Jahren auf Nachbesserung, aber keine Garantie. Vergiss eine Werft-Sanierung, für den Preis bekommst Du locker ein Boot das Deinen Anforderungen genügt.

    Das Boot lässt sich aber mit Sicherheit zur Freizeitgestaltung noch einige Jahre segeln. Natürlich lässt sich das Boot auch für kurze Zeit optisch aufbereiten. Kurze Zeit deshalb, wenn wir zum hohe Feuchtewerte haben, dann bricht uns die Feuchte wieder durch und wird zur Dauerbaustelle und ständigen Folgekosten. Am besten, nichts machen und so lange wie möglich noch segeln.
    mfg

  4. #14
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    hallo Euch
    --------------------------------------------------------------------
    VG
    Barbara out of Rosenheim

  5. #15
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    Hallo Engel, bei meiner Einschätzung orientiere ich mich an dem äußerlich erkenbaren Schadensbild, z.B. an den mitgelieferten Bildern. Ich habe ja inzwischen am eigenen Leib erlebt, wieviel Arbeit so eine Sanierung macht, und das Oberflächen/Wert Verhältnis ist bei einem großen Schiff deutlich günstiger als bei einem Kleinen. Arbeit macht die Menge der zu bearbeitenden Oberfläche, und die ist bei einem kleinen Schiff einfach relativ größer. So eine Sanierung sollte auch eine längere Perspektive haben, also nicht nur die nächste Saison. Man wird daher auch die langfristige Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen beachten. Mit nur kurzfristigen Maßnahmen hat die TO ja schon Erfahrung, das ist es wohl nicht. Ich meine, auch wenn nicht das ganze Unterwasserschiff von den Blasen betroffen ist, so sollte man doch alles bearbeiten, damit das Problem wirklich ganz vom Tisch ist, und nicht nach der nächsten Saison an einer unbearbeiteten Stelle wieder erscheint.
    Das größere Problem sehe ich im nassen Sandwich. Dass tatsächlich Wasser drin ist, haben ja weiter oben beschriebene Probebohrungen gezeigt. Letzte Gewißheit wird eine Wägung bringen. Damit das nicht fault oder rottet (Balsaholz?) muß das Wasser raus. Da sehe ich nur eine Vakuumkammer, in die das ganze Boot gebracht werden muß. Die Kosten wage ich nicht mal zu schätzen. Entspannter kann man das nur sehen, wenn im Sandwich nicht Balsaholz, sondern ein geschlossenporiger (!!!!) Schaum verbaut wurde, z.B. PU-Hartschaum. In diesem Fall wird sowieso kein Wasser drin sein (Gewicht!), dann reicht es, die Löcher zu verschließen.
    Ich vermute, es wird sein, wie Du schon in anderen Threads bemerkt hast, da wird in jedem Fall Wasser im Laminat und im Sandwich sein, und wenn die TO Eigenleistung ausschließt, wird das ein Entsorgungsfall. Ich würde, wenn mir der Bootstyp am Herzen läge, alles abmontieren was geht, den leeren Rumpf entsorgen, und die Teile als Ersatzteile für den Betrieb eines neuen Bootes vorhalten.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  6. #16
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    (sorry bin grad etwas arg genervt, weil hier das Antworten nicht klappt.
    Muß trotz Anmeldung alles 3 x schreiben.
    Die gespeicherten Texte haben dann bei wiederaufruf 2/3 verloren).
    Hier nur noch die Kurzform der Antwort an Euch


    hallo Euch ,

    Der volle Ausschlag war auf einer unbehandelten GFK-Fläche,
    die teils niederen Werte auf Antifouling.
    Das die Zahlen nicht wirklich brauchbar sind dachte ich mir schon.
    Wollte meinen Bekannten nicht enttäuschen, als er es mir engegenhielt.

    Gut (nein, nicht gut), dann habe ich ein Totalschadenboot.
    Mit großer Wahrscheinlichkeit so gekauft (Unterschiff war frisch aufbereitet).

    Ich überlege mir, den Kiel aufbereiten lassen, die Deckschiffnaht abdichten lassen
    und vielleicht ein neues Antifouling.
    Vielleicht lasse ich das Boot dann an Land und fahre damit nur noch zu den KV-Veranstaltungen.

    Desweiteren werde ich mir von Werften und dann mit Objektbesichtigung auch
    beraten lassen Teil-KOVOs machen lassen .
    Es gibt hier keine wirklich retable Lösung für mich und darüber bin ich mir auch voll bewußt.
    Selbst eine Verschrottung plus Neubeschaffung eines gebrauchten würde demütigend ausfallen.
    Man weiß ja auch nie wann es bei einem gebrauchten wieder los geht und
    bei einem neuen müßte zur Rentbilität mein Körper noch 20 Jahre mitmachen.

    Vielen Dank Euch, für Eure gute Beratung, habt ihr mich doch von meiner Fixierung abgelenkt.
    So eine Kommunikation tut immer gut.
    Geändert von Katzenfische (03.12.2017 um 15:24 Uhr)
    --------------------------------------------------------------------
    VG
    Barbara out of Rosenheim

  7. #17
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    Zitat Zitat von Katzenfische Beitrag anzeigen
    Desweiteren werde ich mir von Werften und dann mit Objektbesichtigung auch beraten lassen
    das ist mit Sicherheit deutlich sinnvoller als auf die Ferndiagnose von zwei Forumsmitgliedern zu vertrauen

  8. #18
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    Zitat Zitat von 9999 Beitrag anzeigen
    das ist mit Sicherheit deutlich sinnvoller als auf die Ferndiagnose von zwei Forumsmitgliedern zu vertrauen
    Das Gegenteil dürfte richtig sein. Eine alleinstehende Dame läuft stets Gefahr von Handwerkern (Waschmaschinenreparatur, Fernseherreparatur o. auch KFZ-Reparatur) abgezockt zu werden. Darüber gab es im TV etliche Dokumentationen.
    Im Werftbereich dürfte es ähnlich sein.

    Ich könnte mir vorstellen, dass ein Bootsgutachter, den man auch vor dem Kauf eines älteren Gebrauchtbootes einschalten sollte, die bessere Wahl ist.

  9. #19
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    Hallo, das mit dem Abzocken der unbedarften Damen, funktioniert nur, wenn die Dame allzu vertrauensselig ist, dürfte auch mit den entsprechenden Herren so gehen. Sie hat doch alles richtig gemacht! Sie hat sich kundig gemacht, hat eine Menge Infos zu allen möglichen Gesichtspunkten bekommen, und wird in das Gespräch mit einem "Fachmann" bestimmt nicht unbedarft hineingehen!
    Viele Grüße
    nw
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  10. #20
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    Zitat Zitat von censeo Beitrag anzeigen
    Eine alleinstehende Dame läuft stets Gefahr von Handwerkern (..) abgezockt zu werden.
    Ganz schön chauvinistisch

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