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  1. #11
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    ....... nicht wissen dass sie nicht seetüchtig sind.
    Seetüchtigkeit steht ganz oben auf der Prio-Liste, warum?
    Der größte Wert wird auf diese Eigenschaft bei Booten gelegt, die niemals mehr als die alte französische Navigareclass 4 benötigen (<20sm vom sicheren Hafen entfernt. Die derzeit gültige CE-Klassifizierung ist weniger aussagekräftig), oft genug nicht mal den eigenen Kirchturm aus der Sicht verlieren.

    Der Irrglauben, dass es Boote die schwer und langsam genug sind es schon richten werden ist weit verbreitet, da spielt der Querschnitt der Lenzrohre keine Rolle .
    Die Anforderungen an das Boot sollen in erster Linie an den Skipper gestellt werden. Das Boot kann man bei steigender Anforderung leicht tauschen, den Skipper nicht.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  2. #12
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Der Irrglauben, dass es Boote die schwer und langsam genug sind es schon richten werden ist weit verbreitet, da spielt der Querschnitt der Lenzrohre keine Rolle .
    ich glaube eigentlich nicht dass irgendjemand beim Bootskauf "langsam genug" ganz oben im Lastenheft hat.

    Ein "seetüchtiges" Boot braucht doch eigentlich zwei Eigenschaften:
    1. genug Geschwindigkeitspotential um davonlaufen zu können
    2. eine stabile Konstruktion um dabei nicht auseinanderzufliegen.

    die alten "Klassiker" dieser Größe sind Rumpfgeschwindigkeitsbehindert, haben das nötige Geschwindigkeitspotential sicher abzulaufen also nicht unbedingt
    die Vorlage für Seetüchtigkeit war deshalb die verkorkte Flasche. Die war damals aus Glas, also schwer und tauchte tief ein.
    Heute gibt es PET-Flaschen die sind leicht und stabil, treiben oben und werden vom Wind getrieben, da geht das.
    Worin du unter "normalen Betriebsbedingungen" lieber sitzt ist eine andere Frage und auf langen Strecken nicht unerheblich.
    Im Mini-transat über einen Ozean ist Extremsport!

  3. #13
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    Alle Argumente, die hier pro / contra moderne oder klassische Konstruktionen genannt wurden sind irgendwo richtig.
    Und über das irgendwo entscheidet der Skipper.
    Ich hatte jahrelang eine Vancouver 27, also einen Klassiker, schwer, behäbig und flott ab so ca. 5 Bft.
    Heuer durfte ich auf einer Dehler 29 neuester Bauart mitsegeln. Der Unterschied war gewaltig.
    Bei 2 Bft ein Speed, für den ich mit der V27 5 Bft gebraucht hätte. Wendewinkel 90° vostra 110° (imho wichtiger als der Speed)
    Aber: Das Segeln auf der V27 war deutlich entspannter; sie steuerte sich am Wind von alleine; häufig hab ich das Ruder einfach losgelassen, Kaffee geholt und das Boot hielt derweil Kurs. Probier das mal auf nem modernen Riss !
    Fürs Einhandsegeln ist diese "Einfachheit" imho ein Riesenvorteil.
    Und dann spielt ja für mancheinen auch die Ästhetik ne Rolle, was wiederum Geschmackssache ist. Mir gefallen nun mal die traditionellen Linien meist besser, was sicher individuell sehr wichtig aber kein Qualitätsmerkmal ist.

    Jeder muß also selbst wissen, worauf es ihm ankommt und gerade deshalb ist so schwer, einem Einsteiger zu raten. Er weiß ja noch nicht mal selbst, zu welchem Typ Segler er mal gehören wird. Woher sollen wir hier im Forum also wissen, was für den Eleven richtig ist ?
    Gruß
    Winfried

    www.heinkele.net

  4. #14
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    Seetüchtigkeit , Seefreundlichkeit
    Der eine will ersteres , hält Leistung dabei für essentiell, sucht sich eine moderne Konstruktion.
    Ein anderer will beides.
    Geht es um's Fahrtensegeln , um's " Cruisen" sollte die Wahl des Schifftyps , besser der " Schule" , nicht schwerfallen.
    Vernünftig bei der Wahl handelt der andere --also der Cruiser---, wenn er die Extrema vermeidet, mehr als minder auf bewährte Features , Attribute zurückgreift , mehr auf die Tugenden von Fahrtenschiffen zurückgreift.
    Naturgemäß sind solch Fahrtenschiffe langsamer, seeuntüchtiger sind sie deswegen nicht

    Die von Winfried gesegelte Dehler 29 ist kein Fahrtenschiff , also kein Kreuzer um die es hier geht. Sie ist ein sehr potenter , d. h. regattatauglicher Cruiser/Racer. Ihre Tugenden liegen also woanders.
    Geändert von supra (01.12.2017 um 15:51 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  5. #15
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    Zitat Zitat von Pilgrim Beitrag anzeigen
    ....... Woher sollen wir hier im Forum also wissen, was für den Eleven richtig ist ?
    .............
    Das wissen wir tatsächlich nicht, Winfried.

    Zu einem Typ zu raten sollten wir uns also auch verkneifen. Wir können aber Denkvorgänge in Gang setzen, auch außerhalb der gängigen Schemata. Wir können sowohl unsere Erfahrungen einbringen und begründen als auch mit fest verwurzelten Vorurteilen aufräumen.
    ... und obendrein, bei allen rationalen Gründen - Boote werden nicht mit dem Kopf gekauft, sondern mit dem Bauch, ist doch auch verständlich bei einer so anachronistischen Art der Fortbewegung.

    Der Hinweis auf den Mini-Transat mit war sicherlich nicht als Empfehlung gemeint, aber als Denkanstoß.

    Gruß Franz

    PS @ Winfried: Blockiere die Pinne bei einem Boot mit geteiltem Lateralplan, schon hält es Kurs wie ein Langkieler. Zu diesem Behufe gibt es auf unserem ex-Boot eine Klemme für den Pinnenausleger. Mit der läuft die Dose wie auf Schienen

    @ Kai: Die älteren Kleinkreuzer sind auch durch ihre Rumpfgeschwindigkeit gefesselt und weil sie so kurz sind, wirkt sich das besonders aus. Was die Seegängigkeit betrifft, so hilft jeder Meter. Weniger wegen der Geschwindigkeit, sondern wegen der weniger bockigen Bewegungen. Beidrehen und sich verprügeln lassen geht mit so einem Minni weder mit kurzem noch mit langem Kiel, für einen ausgewachsenen Klassiker eine Möglichkeit

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  6. #16
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    ....... Dehler 29 ist kein Fahrtenschiff ,.......
    o.a. Typ mal als Synonym.
    Sollten wir mal "Fahrtenschiff" definieren.
    Will ich mit so eine Zwerg (nach heutiger Meinung) z.B. von IJmuiden nach Lowestoft bei einem frischen NW, bevorzuge ich die Dehler (Siehe W. Erdmann, Nordseeblicke). Will ich mich um die Murmel treiben lassen ist Winfrieds Langkieler die Wahl. Bei einer Überquerung der Biskaya würde ich die Grenze ziehen.
    O.a. IJmuiden-Lowestoft oder Danzig-Kleipeda oder Gotland-Venspils rechne ich auch schon zum Fahrtensegeln.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  7. #17
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    @supra:
    Der Durchmesser der Lenzrohre ist schon kritisch, auch mit Brückendeck. Wenn so ein Cockpit volläuft,
    Gerade bei kleinen Yachten spielt das Gewicht der Wassermasse zu. Nimmt man grob an, so ein Cockpit hat eine Länge von 120 cm, eine durchschnittliche Breite von 35 cm und eine Tiefe von 45cm dann kommt man auf ein Volumen von 189 litern. 189 liter Wasser werden 189 kg wiegen, was ein nicht unerhebliches Zusatzgewicht achtern erzeugt.
    Nun muss das Wasser aber ablaufen, was bei dünnen Rohren halt auch länger dauert.
    Bei meinem Kleinkreuzer habe ich ein Brückendeck und ich hab auch mal das Cockpit vollgekriegt, Schiff und ich leben noch. Nur, auch wenn man ein schwerer, stabiler Kahn eine Menge Wind abkann, die Schwäche mit den Lenzrohren kann man nicht ignorieren, ��, so ist eine Atlantikrunde nicht drin. Die Teilnehmer an frühen Ostar—Rennen haben wegen dieser Unzulänglichkeit stets das Cockpit „überdacht“, so dass überkommende Wasser gleich über die Decks ablaufen konnte.

    @grauwal
    Du kannst mit Kleinkreuzern durchaus beidrehen, meine Kimmkiele sind ca. 2m lang und 70 cm tief, da klappt das mit dem Beidrehen.....Bei Westerlys klappt das auch hervorragend!

  8. #18
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    @supra:
    Die Teilnehmer an frühen Ostar—Rennen haben wegen dieser Unzulänglichkeit stets das Cockpit „überdacht“, so dass überkommende Wasser gleich über die Decks ablaufen konnte.

    !
    Da war wohl eher die erweiiterte , feste Sprayhood die Idee.
    Schutz der Crew vor Gischt, weniger um das Volumen eines von dwars, oder von achtern überkommenden Wellenkamms zu minimieren.
    Siehe auch heutige Offshore-Racer , z. b. " Hugo Boss".
    https://m.youtube.com/watch?v=euwVv4zH2Bk
    Geändert von supra (01.12.2017 um 17:00 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  9. #19
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    ....

    @grauwal
    Du kannst mit Kleinkreuzern durchaus beidrehen, meine Kimmkiele sind ca. 2m lang und 70 cm tief, da klappt das mit dem Beidrehen.....Bei Westerlys klappt das auch hervorragend!
    Zweifellos!
    Wir haben es mit unserem Flossenkieler, nach heutigen Begriffen auch Kleinkreuzer, dieses Jahr des Öfteren praktiziert. Es ist die beste Methode aufgefangenes Gras wieder loszuwerden.
    Aber ich möchte mich nicht in einer Nussschale längere Zeit verprügeln lassen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  10. #20
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Zweifellos!
    Wir haben es mit unserem Flossenkieler, nach heutigen Begriffen auch Kleinkreuzer, dieses Jahr des Öfteren praktiziert. Es ist die beste Methode aufgefangenes Gras wieder loszuwerden.
    Aber ich möchte mich nicht in einer Nussschale längere Zeit verprügeln lassen.

    Gruß Franz
    Gerade beim Beidrehen wirst Du ja nicht verprügelt, sondern lediglich gestreichelt....

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