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  1. #11
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    Spieglein spieglein an der wand, wer ist hier beschränkt und rennt vor die eigene wand ?

    Bleib besser auf der nordsee, nur segel nie in die mordsee.
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
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  2. #12
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    Sorry konnte meinen post wegen Zeitüberschreitung der kielbolzen nicht mehr ändern,
    macht abba auch nix bz einem friesenschuss ins eigene knie.
    Sorry
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
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  3. #13
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    Zitat Zitat von IOR Beitrag anzeigen
    Diesen Trööt ganz zu ende lesen:
    http://forum.yacht.de/showthread.php...bag-Sturmsegel

    Ich habe ganz gute Erfahrungen mit dem Gale Sail gemacht (siehe Trööt ab Seite 2). Hoch an den Wind und Kreuzen geht aber schlecht, noch schlechter wenn kein gerefftes Großsegel oder Try gesetzt ist.
    Wir fahren ein Cover-Segel seit ca. 12-15 Jahren und haben damit diverse Überquerungen von Kattegat / Skagerrak "gegenan" gemacht. Ich möchte auf dieses Segel nie wieder verzichten. Die sinnvoll erreichbare Höhe ist bei unserem Boot 55-60° zum wahren Wind, es geht auch weniger aber mit der entsprechenden Welle von vorne, bleibt dann natürlich nicht viel SOG über. Bei wenig Welle (zB Starkwind in den Westschären) kommt man aber auch bis 50° ran.
    Vorteile aus meiner Sicht... wenn der Wind später abnimmt, ist ein Coversegel wesentlich einfacher geborgen und abgeschlagen und die Genua gesetzt, als bei einem kompletten Wechsel zweier Segel an der Rollanlage.
    Die "Wurst" um die einrollte Genua hat keine gute / schlechte Seite wie beim segeln mit gereffter Genua, denn praktisch ist die Anströmung von beiden Seiten gleich und wird sauber von vorne auf das Segel geleitet.
    Die aufgerollte Genua mit Cover-Segel darüber leidet definitiv weniger, als Stunden-/Tagelanges segeln in gerefftem Zustand.
    Zum Anschlagen, Setzen und Bergen manövriert man wie bei einem Gennacker und macht das in Lee vom Großsegel. Das geht auch einhand prima.
    Unsere Genuaschoten sind gespleißt und mit zusammen einem Dyneema-Schäkel angeschlagen, ich kann also beide Schoten quasi mit einem Handgriff abnehmen und am Cover-Segel befestigen, dauert 15sec. In der Praxis dauert der "Einhand-Umbau" auf Starkwind-Vorsegel keine 5 Minuten, der Raumverlust nach Lee kann also vernachlässigt werden.

    Im Rahmen der Diskussion was "Sturm" ist, finde ich es nur beachtenswert, dass man bei 7Bft Mittelwind natürlich auch gute mal 9-10 in Böen haben wird, besonders wenn im Mittelwind noch Schauerböen stecken. Dieses Spektrum kann man mit einem Cover-Segel ohne Krampf abdecken.
    Tatsächlich nutzen wir das Segel bereits beim Auslaufen ab vorhergesagten 5-6Bft, denn auch da stecken ja gerne Böen über 30kts drin. Fahren mit gereffter Genua2/3 ist maximal kurzzeitiges Vorgehen.

    Gruss
    jan

  4. #14
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    Habe ein 10m² Coversegel auf meiner 12,5m Ketsch mit 14t Verdrängung.

    Schlimm finde ich das Geturne und Gewusel auf dem Vordeck bei den Wetterbedingungen. Auch wenn man natürlich angeleint ist. Kann aber gut sein, dass man das mit viel Training viel besser in den Griff bekommt (so wie offenbar beim Jan siehe Beitrag zuvor). Besser und stabiler als die stark gereffte Genua ist das bestimmt. Das Material ist wesentlich stabiler und Du schonst die Genua. Soll zumindest auf Langfahrt ja lange halten. Der Umgang muss aber entsprechend trainiert werden (von 15 Sekunden wie Jan bin ich leider noch Lichtjahre entfernt).

    Eine bessere Alternative in Bezug auf Safety und Steuerbarkeit wäre wohl ein Kutterstag mit bereits angeschlagener Sturmfock, wenn entsprechende Bedingungen zu erwarten sind. Dann benötigst Du in der Regel aber auch noch einen (z.B. mobilen) Backstag und eine recht extreme Verankerung des Kutterstages am Vordeck.

  5. #15
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    Habe vor 10 Jahren in der Nordsee (nördlich Vlieland) erlebt, daß sich eine nicht vorhergesagte Schlechtwetterfront (Trog) so schnell genähert hat, daß ich gerade noch Zeit hatte ins Ölzeug zu steigen. Innerhalb von ca. 8 Minuten drehte sich der Wind
    um ca. 180° und verstärkte sich von SW 3-4 auf NE 8-9 mit 3-4 m hohen Seen. Hätte nie die Zeit gehabt, ein Coversegel zu riggen. Bin dann mit einem kleinen Fetzen Genua Vlieland-Marina angelaufen. S. auch Bericht der DGzRs vom 24.07.2007,
    Rettungskreuzer "BERNHARD GRUBEN". Sie steckte in demselben Sturm und auch sie bemängelt die verspätete Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes.
    Geändert von frieserich (09.12.2017 um 22:12 Uhr)

  6. #16
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    Zitat Zitat von frieserich Beitrag anzeigen
    Habe vor 10 Jahren in der Nordsee ( ) erlebt, daß sich eine nicht vorhergesagte Schlechtwetterfront (Trog) so schnell genähert hat ( ). Innerhalb von ca. 8 Minuten drehte sich der Wind um ca. 180° und verstärkte sich von SW 3-4 auf NE 8-9 mit 3-4 m hohen Seen
    Nicht nur, dass das wie eine extrem unglaubwürdige Räuberpistole klingt - hatte er nicht selbst behauptet:

    Zitat Zitat von frieserich Beitrag anzeigen
    Schwachsinn! Niemand wird und muß sich in die Nordsee in Windgeschwindigkeiten von 50 kn und mehr begeben bei den heutigen Möglichkeiten des Empfangs von Wettervorherhersagen.

  7. #17
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    Zitat Zitat von 9999 Beitrag anzeigen
    Nicht nur, dass das wie eine extrem unglaubwürdige Räuberpistole klingt.....
    Na na na !








    Buchheim ; " Die Festung" ( größtenteils autobiographisch) ; Zitat des "Alten" , des Kaleun: "Auf See können unglaubliche Dinge passieren . "

    O. K. , ganz genau, d. h.wortwörtlich ist das Zitat nicht. Ich habe jetzt aber keine Lust in dem rd. 500 Seiten dickem Wälzer nachzusuchen.
    Frieserichs Schilderung ist hinzunehmen.
    Jedweger der bisher auf See keine "unglaublichen" Dinge erlebt hat , kann soetwas kaum glauben, geschweige nachvollziehen.
    Is' so. Punkt.

    " Unglaublichkeiten" müssen nicht unbedingt " plötzliche " nicht nachvollziehbare Schwerwetter sein ( weswegen sie ja auch in der Kritik stehen ). Es können durchaus " Phänomene" sein, optische, befremdliche thermische, lokal und gar zeitlich extrem beschränkte Nebel ( weisse Katze) - teilweise mit Spiegelungen über dutzende v. Meilen, ein plötzlicher Kuhsturm v. 40kn in lauer , windstiller Sommernacht. Was auch immer. Unglaubliche Phänomene halt.
    Ja, ein krasser, kurzfristiger Wetterumschwung ist auch ein Phänomen.
    Is' so.
    So manch einer hat schon Pferde kotzen sehen, und das eben nicht vor einer Apotheke ( Publikum) .
    Geändert von supra (Gestern um 03:11 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  8. #18
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Frieserichs Schilderung ist hinzunehmen.
    Jedweger der bisher auf See keine "unglaublichen" Dinge erlebt hat , kann soetwas kaum glauben, geschweige nachvollziehen.
    Is' so. Punkt.
    Trog mit 180° Winddrehung.

    Ja nee iss klar.

  9. #19
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    Gemäß Vermessung ORC international braucht man immer eine "storm jib".
    Dann lieber die günstige und praktikable Variante eines Gail Sails (s. o.). Einsetzen wird man das Segel höchstens ohnehin nur einmal/pro Jahr, also was solls...

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