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  1. #1
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    Standard Stauraum Maße Bavaria für Fäkalientank

    Hallo,

    mein "neues" Schiff Bavaria 32 Baujahr 2002 steht 500 km weit weg im Winterlage, daher hier die Frage.

    Ich suche nach einem guten Platz für den Einbau eines Fäkalientanks so um 100l. Eine Option wäre u.U. der Platz unterhalb der Backbord Sitzbank im Salon.
    Kann mir jemand hierzu die Maße mitteilen ? Wie habt ihr das bei euch gelöst ?

    Gruß
    Klaus

  2. #2
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    Hallo Biene, ich habe dieses Problem etwas anders gelöst, und dieses könnte auch für andere Schiffe, also auch für Deines möglich sein. Mein Schiff ist etwas älter, voll ausgerüstet, daher sind alle in Frage kommenden Einbauorte für einen käuflichen Fäkalientank längst von irgendwelchen anderen, unverzichtbaren Installationen besetzt.
    Nachdem durch die jeweils nationalen Vorschriften ein Fäk-Tank unverzichtbar ist, habe ich mir einen individuellen Tank gebaut.
    Ausgekuckt habe ich mir den Platz unter der Gräting in der Toilette, vormals als großes Auffangbecken für das Duschwasser genutzt. Grob geschätzt stehen da 50-60l Volumen zur Verfügung. Die Wahl fiel vor allem auf diesen Ort, weil da die Anschlüsse zur Toilette, zum Seeventil und zum Absaugstutzen besonders einfach herzustellen sind.
    Den verfügbaren Raum habe ich mit einem eigens aus Segmenten zusammengesetzten Styropor-Block ausgefüllt. Diese Segmente, aus 20mm dicken Platten ausgeschnitten, habe ich einzeln eingepaßt und dann mit Styroporkleber verbunden. Das Standrohr zum Füllen und Leeren habe ich am tiefsten Punkt in den Klotz versenkt, und für die anderen Installationen wie Zerhackerpumpe und Verrohrung in die Oberseite entsprechende Ausssparungen eingeschnitten. Für die Stabilität habe ich an den glatten Flächen (zur Bordwand) Furchen eingefräst. Alles mit etwa 5mm Abstand (für das Laminat). Anschließend das Ganze mit reichlich Epxidharz und Glasgewebe zulaminiert. Das Standrohr und das Entlüftungsrohr mit einlaminiert.
    Das ist der Aktuelle Stand. Als nächstes werde ich das Styropor mit Styrol auswaschen, sodaß ein leerer und hoffentlich stabiler und dichter Tank ensteht, der sich paßgenau an seinen Einbauort einfügt.
    Das Epoxidlaminat ist von Hause aus so dicht, daß ich da keine Zweifel bez. Gerüche habe. Schwieriger sind die Anschlüsse an die Rohre, denn die sind aus Polypropylen, was sich mit Epoxidharz nicht wirklich 100%ig verbindet. Ich habe jedoch gefunden, daß es Spezialkleber gibt, die dieses Problem lösen.
    Die Auffangwanne für das Duschwasser wird genauso hergestellt, und wird jetzt statt 35cm nur noch 2cm tief sein, und oben auf dem Fäktank knapp unter der Gräting sitzen. Die zugehörige Pumpe muß dann halt ständig laufen, damit die Auffangwanne nicht überläuft. (Bei Lage ist duschen verboten).
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  3. #3
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    Zitat Zitat von Biene Beitrag anzeigen
    ....... guten Platz ........
    Suche nach einem Platz über der Wasserlinie. Dann reicht als Zubehör ein T-Stück (ggf.2) und ein weiterer Hahn.
    Durch kurze Leitungen kannst Du einiges an Tankvolumen sparen, da sich die Spülwassermengen reduzieren.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #4
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    Hallo Grauwal, dieses Detail ist bei mir etwas anders. Auf meinem Schiff ist orginal eine SeaLand-Vacuumtoilette eingebaut, die angebilch mit extra wenig Spülwasser funktioniert. Man hat beim Einbau den eigentlich vorgesehenen Fäktank einfach weggelassen, und den Ausgang der Vacuumpumpe direkt zum Seeventil geführt. Ich schleife nun in diese Leitung den Fäktank ein. Ich könnte auch die Leitung zum Seeventil weglassen, dann könnte man den Fäktank nur noch über den Absaugstutzen leeren (so ist es eigentlich vorgesehen). Ich baue jedoch eine extra Zerhackerpumpe ein, über die ich den Fäktank durch das Seeventil leeren kann. Zwar ist die ganze Installation unter der Wasserlinie, aber das Seeventil ist ausschließlich für den Fäktank. Das ist normalerweise geschlossen und wird nur nur zum Abpumpen geöffnet, wenn der Fäktank voll ist. Dann ist keine Gefahr, daß sich z.B. der Fäktank rückwärts mit Seewasser füllt. Durch diese Anordnung wird die Toilette mit geschlossenem Seeventil betrieben! So ganz nebenbei spare ich mir auch das Dreiwegeventil!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  5. #5
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    Hallo,

    bei unserer Bav. 32 Bj. 2003 war das WC auf der Steuerbordseite, da würde ich den Platz unter der Salonbank an Backbord nicht gerade als gut bezeichnen.
    So wie Franz (Grauwal) würde ich einen Platz oberhalb der Wasserlinie bevorzugen und da bietet sich eigentlich nur die Backskiste an Steuerbord an.
    Der Tank braucht eine Entlüftung und einen Stutzen zum Absaugen, beides ist von der Backskiste leicht zu installieren.

    VG Alois

  6. #6
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    Ausgerechnet beim Fäkalientank sind möglichst wenig Bauteile erstrebenswert.

    - keine Pumpe
    - kein Mehrwegeventil
    - keine langen Leitungen
    - kein Zerhacker
    - kein Filter in der Entlüftungsleitung
    - keine Belüftungskrümmer

    Zweiter Kugelhahn unter dem Tank, T-Stück, fertig. Krümmer und Doppelnippel können im Sanitärzubehör erstanden werden.

    Gruß Franz
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    halber Wind reicht völlig

  7. #7
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    WC auf der Steuerbordseite....klar ist es da. Hatte irgendwie einen anderen "Grundriss" vor Augen :-)
    Das ist definitiv auf der Steuerbordseite. Etwas Sorge hab ich nur wegen dem Platz, der mir abhanden kommt, zumal ja auch in/unter der Backskiste der Dieseltank liegt.

    Klaus

  8. #8
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    Hallo grauwal, bis auf die Pumpe sind bei meiner Installation alle Deine Forderungen erfüllt! Die Zerhackerpumpe muß sein, sonst bekomme ich ohne Absaugstation den Fäktank nicht leer! Weil die jedoch nur die bereits von der Vaccumpumpe bearbeitenen Inhalte zu pumpen hat, sehe ich da eher weniger Gefahr. Zudem soll sich ja der Inhalt des Fäktanks mit der Zeit auf biologische Weise homogenisieren, da wird das schon gehen. Zur Not habe ich eine zweite Toilette mit herkömmlicher Installation ohne Tank!
    Viele Grüße
    nw
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  9. #9
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    Zitat Zitat von Biene Beitrag anzeigen
    Hallo,

    mein "neues" Schiff Bavaria 32 Baujahr 2002 steht 500 km weit weg im Winterlage, daher hier die Frage.

    Ich suche nach einem guten Platz für den Einbau eines Fäkalientanks so um 100l. Eine Option wäre u.U. der Platz unterhalb der Backbord Sitzbank im Salon.
    Kann mir jemand hierzu die Maße mitteilen ? Wie habt ihr das bei euch gelöst ?

    Gruß
    Klaus
    Hallo Biene,
    ich habe zwar keine direkte Antwort zu den Abmessungen, jedoch würde ich einen Fäkalientank nicht in der Kajüte unterbringen wollen. Ich habe auf meiner Bav 34 (BJ 1997) in Summe ein vergleichbares Problem gehabt und mir deswegen einen neuen Tank gebaut, der unten an die Rumpfform angepasst ist und damit einen Tank mit 100l produziert und die Backkiste nicht wirklich verkleinert. Jedoch ist mein Dieseltank in der Achterkajüte unter der Koje auf BB. Die Form habe ich im Winter 2016/2017 bei unter Frost Temperaturen abgenommen und den Tank bei mir zuhause (in der warmen Werkstatt) gebaut und im Frühling in das Boot eingebaut. Hat alles wunderbar funktioniert. Es gibt verschiedene Methoden, einen Tank zu bauen, siehe die Ausführung von sucher. Ich habe bei mir die Form mit Estrichbeton abgenommen und dann in GFK (Epoxy) und Sperrholz mit Epoxyschutz hergestellt. War viel Arbeit und hat auch einiges gekostet aber das Ergebnis ist 100%. Bei Fragen nach Details zum Tank bitte eine PN schreiben, das wird für das Forum sonst zu viel Text.

    Siehe aber auch den Thread "Abwasser/Fäkalientank an die Rumpfform anpassen"

    Viele Grüße 650km weg vom Boot
    Geändert von Tertia (08.12.2017 um 18:20 Uhr) Grund: Tippfehler

  10. #10
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    Moin,
    an Bord unseres Schifffes ist es gelöst wie von sucher beschrieben: der ca. 60 ltr fassende Tank sitzt über der Wasserlinie hinter der Wandverkleidung des WC- Raums und ist eingeschleift, wobei wir mit wenig Ventilen und ohne Pumpe zum Entleeren auskommen (kein Dreiwegeventil). Der Absaugstutzen über Deck war einfach nachzurüsten. Die Anlage ist einfach in der Bedienung und funktioniert seit 27 Jahren völlig problemlos. Die 60 ltr. haben sich als völlig ausreichend erwiesen. Allerdings mußte der Tank aus stainless steel mal nachgeschweißt werden, und was wohl auf das nahende Ende der Lebensdauer hinweist (Lochfraß neben den Schweißnähten). Heute würde ich als Tankmaterial leichteren schwarzen Kunststoff verwenden (vergl. z.B. AWN- Sortiment etc.). Handbreit...! F.

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