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  1. #21
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Wenn die Folien nichts abgeben, müssten sie doch unendlich lange , und nicht nur 5 Jahre funktionieren ?
    Nicht unbedingt: kennst Du ein Material was ewig hält?
    Die Folienoberfläche ist ständig Umwelteinflüssen ausgesetzt, so dass mit der Zeit die schöne, glatte und hydrophobe Oberfläche mechanisch(zerkrazt etc.) und chemsch(Oxidation) angegriffen wird. Die Folie wird übrigens auf das U—Schiff angeklebt und Kleber altern auch. Die Haltbarkeit wird auf 3—5 Jahre geschätzt....
    Solche Folien machen wirtschaftlich nur dann Sinn, wenn man dort segelt, wo klassische Antifoulings (mit Bioziden) verboten sind und die Kosten des Aufkleben der Folien über die Haltbarkeitsdauer geringer sind, wie das jährlich Auftragen/Abschleifen von biozid—freien Antifoulings.

  2. #22
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Die Folienoberfläche ist ständig Umwelteinflüssen ausgesetzt, so dass mit der Zeit die schöne, glatte und hydrophobe Oberfläche mechanisch(zerkrazt etc.) und chemsch(Oxidation) angegriffen wird. Die Folie wird übrigens auf das U—Schiff angeklebt und Kleber altern auch. Die Haltbarkeit wird auf 3—5 Jahre geschätzt....

    Die Folie, das Silikon , verliert Hydrophobie und Glätte also durch mechanischen Abrieb und Alterung ?
    Warum macht man sie dann nicht dicker, hat nach Abrieb also immer neues, glattes Silikon ?

    Ich sehe , die 3-5 Jahre Haltbarkeit sind Erfahrungswerte herkömmlicher Folien, sprich des Klebers, sie fußen nicht auf der Standzeit des Silikons.

  3. #23
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Die Folie, das Silikon , verliert Hydrophobie und Glätte also durch mechanischen Abrieb und Alterung ?
    Warum macht man sie dann nicht dicker, hat nach Abrieb also immer neues, glattes Silikon ?

    Ich sehe , die 3-5 Jahre Haltbarkeit sind Erfahrungswerte herkömmlicher Folien, sprich des Klebers, sie fußen nicht auf der Standzeit des Silikons.
    Wenn die Folienoberfläche zerkrazt wird, dann ist sie nicht mehr glatt, egal wie dick sie ist.
    Der Sinn der Folie, die Erfindung, liegt darin, dass die Folie während ihres Einsatzes nix an die Umwelt abgibt. Sie kann chemisch altern, der Kleber ebenso, sie kann zerkratzt werden, aber sie gibt ansonsten keine Stoffe ab. Sie ist auch nicht selbstheilend.

    Klassische Antifoulings geben während ihrer Wirkungszeit stets Wirkstoffe (biozide) ab und, bei selbstpolierenden Antifoulings wird die Oberfläche immer neu „geglättet“ damit das Biozid in den inneren Schichten abgegeben werden kann. Ist die Farbe aufgebraucht, schleift man sie ab und trägt neues auf.
    Der Nachteil dieser Antifoulings ist, dass z.B. Im Falle des Kupfers die Sedimente im Yachthafen schwermetallhaltig werden. Wird gebaggert, muss das Baggergut teuer als Giftmüll entsorgt werden. In manchen Binnenrevieren darf man deswegen nur noch biozidfreie Antifouling nutzen.
    Bei diesen Folien werden in 3—5 Jahren keine Wirkstoffe abgegeben, es wird kein Material bei Fahrt poliert. Man verhindert lediglich den Bewuchs auf der Folie. Es bildet sich noch nicht einmal ein bakterieller Film aus, der die Basis für weiteren Bewuchs bildet, weil der nicht an der Folie haftet.
    Das ist sozusagen ein nicht ganz neues Konzept, aber eine Lösung für ein altbekanntes Problem!

  4. #24
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    Mit dem Wiederholen sämtlicher Infos aus allerlei HPs sind die Fragen wie das Foliensilikon tatsächlich funktioniert und warum die Folie eine genau definierte und gleichmässige Dicke haben muss , immer noch nicht beantwortet.

    Ich hoffe jemand nimmt sich einmal der Eingangsfrage an, sie lautete "Weiss jemand mehr ?", also mehr als die verlinkte HP.
    Offensichtlich ist das bisher nicht der Fall, weswegen ich ja auch im Laufe dieses Threads immer wieder kritische Fragen zu den der Allgemeinheit zugänglichen "Informationen" stellte .

  5. #25
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Wenn es nur um hydrophob und glatt ginge, würde man U-Schiffe wachsen, Hartwachs.
    Es muss also noch etwas sein das allein Silikon ...... in genau bestimmter Dickte ?
    Wäre die Schichtdicke egal, könnte man ja auch Silikon schön glatt ( Oberflächengüte) aufspritzen., was viel kostengünstiger wäre.
    Silikon-Antifouling wird in der Berufsschiffahrt aufgesprüht oder auch aufgespritzt und das ist das Problem. Durch das aufsprühen wird sämtliches Silikon in der Luft verteilt und kontaminiert alles in unmittelbarere Nähe und ist natürlich auch schadhaft für den Menschen. Aus diesem Grund haben PPG (weltgrößter Farbenhersteller) und MacTac (marktführender Folienhersteller) ebenfalls, nach 10-jähriger Forschung, eine Antifoulingfolie "MacGlide" auf den Markt gebracht. Gleiche Funktion, wie bei Renolit, nur eine andere Zusammensetzung der Folie.
    Geändert von llyachting (21.12.2017 um 12:33 Uhr)

  6. #26
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Ungefähr da wollte ich hin.
    Die Vorteile einer hydrophoben und glatten Oberfläche sind nachvollziehbar.
    Die geringe Härte von Silikon wird wohl auch ein leichteres Abwaschen von Bewuchs ermöglichen,
    so behaupten einige Hersteller von Folien dass dafür eine Geschwindigkeit von 7kn ausreicht.
    Die dafür benötigte " Härte" ist nicht die des Silikons, sondern die der konstanten Dickte des Silikons, welche eben nur mit einer Folie erreicht werden kann?
    Mmh.

    Wenn es nur um hydrophob und glatt ginge, würde man U-Schiffe wachsen, Hartwachs.
    Es muss also noch etwas sein das allein Silikon ...... in genau bestimmter Dickte ?
    Wäre die Schichtdicke egal, könnte man ja auch Silikon schön glatt ( Oberflächengüte) aufspritzen., was viel kostengünstiger wäre.
    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Mit dem Wiederholen sämtlicher Infos aus allerlei HPs sind die Fragen wie das Foliensilikon tatsächlich funktioniert und warum die Folie eine genau definierte und gleichmässige Dicke haben muss , immer noch nicht beantwortet.

    Ich hoffe jemand nimmt sich einmal der Eingangsfrage an, sie lautete "Weiss jemand mehr ?", also mehr als die verlinkte HP.
    Offensichtlich ist das bisher nicht der Fall, weswegen ich ja auch im Laufe dieses Threads immer wieder kritische Fragen zu den der Allgemeinheit zugänglichen "Informationen" stellte .
    Ich kann Dir nur erzählen wie die Antifoulingfolie "MacGlide" funktioniert. Aufbau von unten nach oben: Polypropylen-Klebefolie - Haftprimer - Antihaftbeschichtung aus Silikon. Insgesamt eine Dicke von 420µm, entspricht ungefähr einer Dicke von 8 Anstrichen und ist somit auch ein Osmoseschutz. Funktionsweise: Silikonfarbe in einen festen Aggregatzustand gebracht verstärkt durch ein Polypropylen. Die sogenannte Folie ist aus diesem Grund nicht dehnbar, sonst würde sie reißen und wird deshalb ohne Zufuhr von Hitze in Bahnen aufgebracht.

  7. #27
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    Zitat Zitat von llyachting Beitrag anzeigen
    Ich kann Dir nur erzählen wie die Antifoulingfolie "MacGlide" funktioniert. Aufbau von unten nach oben: Polypropylen-Klebefolie - Haftprimer - Antihaftbeschichtung aus Silikon. Insgesamt eine Dicke von 420µm, entspricht ungefähr einer Dicke von 8 Anstrichen und ist somit auch ein Osmoseschutz. Funktionsweise: Silikonfarbe in einen festen Aggregatzustand gebracht verstärkt durch ein Polypropylen. Die sogenannte Folie ist aus diesem Grund nicht dehnbar, sonst würde sie reißen und wird deshalb ohne Zufuhr von Hitze in Bahnen aufgebracht.
    Das ist ja nun keine Erklärung wie die Folie , das Silikon tatsächlich funktioniert.
    Es ist eine" Produktbeschreibung" , wie von dir genannt eine Erzählung.
    Es sind die Fakten die dir der Hersteller zukommen lässt. Eine abermalige Wiederholung. Mehr nicht. Sorry.

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren das sich die boomende Branche der Folienhersteller über den Katalysator Umweltfreundlichkeit einen neuen Markt schaffen will.
    Silikonhaltiges Antifouling hat sich ja nicht wirklich bewährt, nur bei einigen speziellen Anwendungen ist es akzeptabel.
    Der Einwand das Silikonhaltige Farbe bei der Applikation aerosole abgibt die für Nebenlieger in der Halle Gift sind ist banal, wird also nicht umsonst von den Folienherstellern als Argument für die Folie angeführt, schießlich dünstet sie ja nichts aus.
    Nun ist mir auf youtube folgendes Video aufgefallen:
    https://m.youtube.com/watch?v=U2g_DuheLjg
    Da werden schön nach Aufkimmung, oder Rumpfrundung Längs- oder Querbahnen aufgeklebt, gerakelt. Ein Profi kann das natürlich besser. Es verkauft also ein Vertreiber, ein "lizensierter" Subunternehmer rakelt. teuer das.
    Was aber am Vid auffällt sind die nicht zu klebenden Ecken, harte Kimmkanten, Durchbrüche f. Bugstrahlruder. Bei unseren Scfiffen sind das evtl. Kielansätze, Borddurchbrüche, Ruder, Skegruder....
    An diesen stellen wird im Vid keine Folie aufgebackt. Es wird geprimert, anschließend mit biozidfreiem " Varnisch " gepönt.
    Was is das f. ein Varnish ? Silikonhaltige Farbe doch wohl ?
    Problematik der Aerosole siehe oben.
    Silikon überhaupt. Nahezu alle Silikone geben Öle ab. Diese Öle sind f. Organismen Gift , und, nicht abbaubar.
    Bisher habe ich nirgends einen Hinweis gefunden das Folien keine Öle abgeben, grschweige den das ominöse " Varnish".

    Schichticke der Folie
    Wie oben beschrieben dauerte es lange diese Dicke zu "entwickeln".
    Welche Polydingsda, welche Matrix da eingearbeitet wurde kann mir als Kunde ja egal sein. Dem Hersteller ist das nicht egal. Das Produkt wurde "eingestellt" , d. h. ohne Stretch , nur ohne Wärmebehandung verarbeitbar, sprich nur von Profis zu verarbeiten.
    Mehr noch, ( ob nun gewollt oder nicht) , einige Produzenten verlangen eine Epoxybehanlung des nackten Gelcoats.
    Offensichtlich trauen sie der Verklebung ihrer Folie nicht so recht, benötigen für die 5 Jahre den bestmöglichen Primer.
    Da macht man doch eben aus der Not eine Tugend, Osmoseprophylaxe und mit der Folie noch extra wasserundurchlässig.
    Auchdie Aussage von Macglide, das die Foliendicke x Schichtdicken von " Farbe" entspricht, und somit einer Osmoseprophylaxe gleichkommt, finde ich einfach " klasse". Vor allem wenn man weiss das von einigen Folierern vor Dem Aufkleben der Folie dieFläche mit Wassersprühnebel benettzt wird.
    Anfangs fragte ich ja ob die Schichtdicke die bewuchshemmenden Eigenschaften des Silikons verstärkt.
    So in Richtung Molekülketten, Oberflächentopographie, Energie, " Härte" usw.
    Nix da. Niemand, kein Hersteller, kein Vertreiber war da drin., so tief drin.
    Silikon hydrophob war alles -- und glatt ( Treibstoffersparnis 6%!) Selbst von Abgabe von Silikonölen steht in keiner HP , keiner Produktbeschreibung irgendetwas.

    Also was ?
    Silikonfolien herzustellen ist für einen Folienhersteller recht einfach. Nicht umsonst springen derzeit maritimfremde Hersteller wie Pilze aus dem Boden. Tiefgreifendere Produktinformationen findet man auf deren Homepages nicht.
    Der Katalysator Umweltfreundlichkeit wird vorangeschoben. Viele , die allermeisten Hersteller ( und Vertreiber) wissen nichts über physilalischen/chemischen Möglichkeiten von Silikon als Bewuchsvermeider.
    In Sachen Qualitätsbeurteilung nutzt es da nichts Referenzen aus der Berufschiffahrt anzuführen. Insbesondere nicht wenn auf einigen HPs händeringend nach weiteren Referenzen gefragt wird ( Zwichen den Zeilen muss man da lesen).

    Qualität, d.h. Bewuchsvermeidung
    Würde Silikon funktionieren, wirlich funktionieren, sähen wir heute nur noch Frachter mit Silikonantifouling. Den Großwerften , die ihre Schiffe im Trocken- oder Schwimmdock aufspritzen, also draussen, sind die Aerosole egal.
    Folie , sie wird ja angeblich ab 8kn abgewaschen. Meinetwegen ist die Folie neu, weswegen man keine Frachter mit Folie sieht.
    warum aber sollte Silikonfolie besser sein als Silikonfarbe die es m. Wissens seit 25 Jahren gibt ?
    Konterkariert wird diese Fakt , also die mindere in Sachen Bewuchsvermeidung, durch die Vids und Claims der Hersteller. Nur abwischen ( Intervall wird nicht genannt) , selbstreinigend ab 8kn ( wer's glaubt).

    Abrieb
    Tja, da kann ich mein foliertes Schiff also nicht mehr kranen, bzw. auf die Trailerauflagen setzen.
    Reparatur beschädigter Stellen
    Hier ist das Stichwort " Patches". Kleinere Flicken die überlappend aufgebackt werden, danach Doppelschnitt. Das ist auch vom Laien machbar. Diese Applikation wurde und wird auch bei einigen frühen Herstellern bei Erstbehandlung angewendet. Sphärische Formen lassen sich so auch vom "schnöden Werfthiwi" bekleben.
    Da nun neue Hersteller nicht mit Patches auf den Makt kommen, siehe oben.

    Für einige Schiffe, vielmehr deren Einsatzspektrum, mag Folie das Rechte sein.
    Für die Masse ist es nicht geeignet.
    Soweit meine Analyse anhand öffentlich zugänglicher HPs , Quellen und vor allem kritischer Fragen/Rückschlüsse.
    Ich habe eben nichts zu verkaufen



    Abwarten.
    Diese momentan durch's Dorf getriebene Sau ist zwar schön und umweltrfeundlich, auf erstem Blick smooth und smart "zartrosa ", hat meines Erachtens aber nur zwei Beine.
    Geändert von supra (22.12.2017 um 02:19 Uhr)

  8. #28
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    Silikon = wasserundurchlässig und glatt auf einer Klebefolie. Wenn du es nicht verwenden möchtest, dann tu es doch nicht. Ich kann nur die Informationen weitergeben, die wir vom Hersteller haben. Da es sich um ein junges Produkt handelt, was in der Markteinführung ist, erhalten wir wöchentlich neue Informationen und Erkenntnisse. Wie bei jedem neuen Produkt, gibt es Diejenigen, die neugierig sind und Diejenigen, die hetzen bis es Routine ist.

    Wenn wir jeden Kritiker überzeugen sollten das Produkt zu kaufen, könnte man sich auf den Kopf stellen und trotzdem kein Geld verdienen. Wir sind überzeugt von MacGlide. Diejenigen, die gerne ihr Boot weiter streichen möchten, egal ob biozidhaltig, biozidfrei, silikonhaltig usw. können das gerne tun. Diejenigen, die interessiert sind an einer Folie nehmen wir gerne an die Hand.
    Geändert von llyachting (22.12.2017 um 14:14 Uhr)

  9. #29
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    Hetze ?
    Ich denke ich habe lediglich die Nachteile der Folie dargelegt.
    Nachteile und Mängel die der Hersteller nicht erwähnt, Nachteile und Mängel die einige Vertreiber anscheinend nicht kennen.

  10. #30
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    Zitat Zitat von llyachting Beitrag anzeigen
    Wir sind überzeugt von MacGlide. Diejenigen, die interessiert sind an einer Folie nehmen wir gerne an die Hand.
    Moin, warum soll man sich nicht informieren?
    Da du dich offenbar auskennst folgende Frage:
    Mein Boot (45 ft.) wurde bisher immer mit SeaJet 039 behandelt. Die Erfahrungen waren bisher sehr gut - sogar noch im 2. Jahr.
    Mit welchen Kosten müsste ich rechnen wenn diese Folie für mich in Frage käme? - wie ist die Haltbarkeit, - hält sie dem Hochdruckreiniger stand?

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