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  1. #31
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    Mal ne ganz andere Frage:
    Auf den HP's der Folienhersteller wird auch mit Wirtschaftlichkeit geworben.
    Hat hier schon einmal irgendjemand aus dem Forum sein Boot folieren lassen, und wieviel für welche Fläche bezahlt?.
    Wäre mal interessant die Werbung mit der Realität zu vergleichen

    Auf der letzten Boot waren zwar Sowohl der Dragonfly 25 als auch Corsair 760 und Tricat 25 foliert ausgestellt, finde aber in deren Preislisten keinen Preis für die Folierung.

    Woody

  2. #32
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    Zitat Zitat von Code_Zero Beitrag anzeigen
    Moin, warum soll man sich nicht informieren?
    Da du dich offenbar auskennst folgende Frage:
    Mein Boot (45 ft.) wurde bisher immer mit SeaJet 039 behandelt. Die Erfahrungen waren bisher sehr gut - sogar noch im 2. Jahr.
    Mit welchen Kosten müsste ich rechnen wenn diese Folie für mich in Frage käme? - wie ist die Haltbarkeit, - hält sie dem Hochdruckreiniger stand?
    Ich denke da wird nichts kommen.
    DerEndpreis wird von den Lizenznehmern, also den Folieren festgelegt. Inklusive Anreise usw.
    Ob überhaupt foliert werden kann, hängt von den Vorarbeiten ab. Willst du diese auch machen lassen, oder vom Lizenznehmer ?
    Der Vertreiber verkauft die Folie also nicht an Endabnehmer, er kann deshalb kein Angebot für die Arbeit des Lizenznehmers erstellen .
    Ein Geschäft über etliche Ecken. Hersteller, Vertreiber, lizensierter Folierer. Naturgemäß geht bei olch Konstellation Know-How verlustig. ( Einige werden das von Subunternehmen und Fremdvergabe, Outsourcing kennen)
    Witzig finde ich in diesem Zusammenhang das der Vertreiber vom Produkt begeistert ist --siehe weiter oben.
    Ist er nur vom Grschäftsmodell begeistert ?
    Wäre Know -How vorhanden, hätte der Vertreiber sicher auf die negativen Seiten der Folie , also Abriebfestigkeit ( Kranen, Gurte , Trailerpratzen; umweltschädliche Ölabgabe der Folie, Zusammensetzung des " Varnish , usw.) sicher geantwortet.
    Ischa auch an sich bescheuert das Ganze
    8Kn erreicht kaum ein Schiff, so muss man es zum Abwischen auskranen , beschädigt durch die Gurte die Folie, muss mit Silikonfarbe (!) ausbessern, vorbeugen ......
    Ich gehe auch jede Wette ein, dass ein Aufbacken der Folie, inkl. Vorbehandlung des Rumpfes , wesentlich teurer ist als Antifouling pönen---über das Jahr gerechnet.

    Kurzum,
    die Folie ist nicht ausgereift.
    Wie bei den Bananen --beim Kunden reifen lassen.
    Geändert von supra (22.12.2017 um 23:18 Uhr)

  3. #33
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Ich denke da wird nichts kommen.
    DerEndpreis wird von den Lizenznehmern, also den Folieren festgelegt. Inklusive Anreise usw.
    Ob überhaupt foliert werden kann, hängt von den Vorarbeiten ab. Willst du diese auch machen lassen, oder vom Lizenznehmer ?
    Um den Endpreis zu erhalten, muß man sich einen Kostenvoranschlag machen lassen. Da der Handwerker dazu zum Schiff kommen muß, kann man in einem freundlichen Gespräch mit ihm, alle die Fragen klären, die einem auf der Zunge liegen. Man kann auch beim Hersteller anrufen, oder ihn anschreiben und nach Details fragen, die können einem auch, wenn man freundlich fragt, auch die Preisklasse nennen.

    Der Vertreiber verkauft die Folie also nicht an Endabnehmer, er kann deshalb kein Angebot für die Arbeit des Lizenznehmers erstellen .
    Ein Geschäft über etliche Ecken. Hersteller, Vertreiber, lizensierter Folierer. Naturgemäß geht bei olch Konstellation Know-How verlustig. ( Einige werden das von Subunternehmen und Fremdvergabe, Outsourcing kennen)
    Komisch, BASF und Akzo-Nobel verkaufen mir, als Privatperson (Endverbraucher) ihre Produkte auch nicht mal eben ab Werk.
    Wenn ich mein Schiff streichen lasse, dann kommt folgendes Geschäft zustande :
    Mein Maler kauft die Farbe vom Großhändler, der Großhändler bezieht die Farbe entweder von einem Importeur oder vom Hersteller und der Lieferant ist sicherlich ein Subunternehmer. Das schlimmste daran ist, dass der Maler sich selber erkundigen muß, meist über das Internet und die Homepage des Farbenherstellers, wie die Farbe anzuwenden ist (Untergrund, Primer, Temperatur, Überstreichintervall etc.). Dazu kommt noch, dass der Farbenhersteller seine Rezeptur nicht vollständig offenbart, sondern nur das nennt, was das Gesetz ihm vorschreibt (z.B. beim MSDS).
    Was da für ein know-how wegfällt, unglaublich !!!
    Es ist im heutigen Wirtschaftsleben völlig normal, dass bestimmte Produkte nur an Fachbetriebe und eben nicht an Endkunden geliefert werden. Das hat bei chemischen Produkten z.T. mit REACH, mit besonderen Anforderungen an den Arbeitsschutz o.ä. zu tun. Es ist auch völlig normal, dass ein Hersteller, der sein Produkt verkaufen will, die Fachbetriebe schult und fortwährend weiterbildet. Das tut er, damit der Endkunde, der einen dieser Fachbetriebe beauftragt, das Produkt nahezu fehlerfrei übernehmen kann.

    Witzig finde ich in diesem Zusammenhang das der Vertreiber vom Produkt begeistert ist --siehe weiter oben.
    Ist er nur vom Grschäftsmodell begeistert ?
    Was ist daran komisch ??? Bist Du nicht von Deiner Firma, Behörde, eigenen Produkten oder eigenen Tätigkeit begeistert ?

    Wäre Know -How vorhanden, hätte der Vertreiber sicher auf die negativen Seiten der Folie , also Abriebfestigkeit ( Kranen, Gurte , Trailerpratzen; umweltschädliche Ölabgabe der Folie, Zusammensetzung des " Varnish , usw.) sicher geantwortet.
    Hast Du ihn mal angerufen, per Email kontaktiert und nachgefragt ? Hast Du den Hersteller der Folien mal kontaktiert und nach den Nachteilen gefragt ?

    Ich will Dich nicht verwirren, aber die Folien sondern KEIN Öl ab ! Das machen nur bestimmte Farben....

    Ischa auch an sich bescheuert das Ganze
    8Kn erreicht kaum ein Schiff, so muss man es zum Abwischen auskranen , beschädigt durch die Gurte die Folie, muss mit Silikonfarbe (!) ausbessern, vorbeugen ......
    Da an den Folien nix anhaftet, braucht auch nix bei 8kn oder auch nur 4 kn abgewischt werden.
    Nur zur Erinnerung, verwendet man biozidfreie Antifoulingfarbe, dann muss das Schiff ab und an (je nach Gewässer) abgewischt werden, um die leichten (wenigen) Anhaftungen zu entfernen (macht man u.a mit 1000-füßlern).

    Ich gehe auch jede Wette ein, dass ein Aufbacken der Folie, inkl. Vorbehandlung des Rumpfes , wesentlich teurer ist als Antifouling pönen---über das Jahr gerechnet.

    Kurzum,
    die Folie ist nicht ausgereift.
    Wie bei den Bananen --beim Kunden reifen lassen.
    Die Folien sind am Markt, wurden schon auf Fahrzeugen der Verwaltung (WaschPo, WSA etc.) angebracht.
    Sie werden auch bei Americas Cupern verwendet und dass zur Zufriedenheit der "Rennställe".

    Nochmal, die Folien werden nicht "aufgebacken" sondern aufgeklebt, dass klingt dann auch schon mal billiger.

    Was die Kosten angeht, mache ich mal folgende Rechnung auf:
    Wenn so eine Folie tatsächlich eine Lebensdauer von 5 Jahren erreicht, dann kann das durchaus billiger werden, als jedes Jahr von einem Maler (oder Werft) das U-Schiff anschleifen und neu pönen zu lassen (mit klassischer Antifoulingfarbe). Mein Maler nimmt mir 35€/h + MwSt. (auf der Werft kostet das schonmal 48€/h+MwSt.) ab und benötigt zum Schleifen des Rumpfes 4-5h (ich brauche 6-7 h inkl. 2xUmpallen). Das Streichen dauert ca. 2h, so dass wir auf ca. 7h kommen, wobei wir dann bei 234€ sind. Dazu kommt dann noch die Farbe (2x750ml, grob geschätzt ca. 100€) macht am Ende 334€ netto. Da ich auf eine Rechnung bestehe, kommen da noch 65,55€ MwSt dazu, so dass ich pro Jahr 410,55€ bezahlen muss.
    In 5 Jahren hat mich der Spaß dann 2052,75€ gekostet.
    Kostet der Ganze Spaß mit der Folie weniger als 2052,75€, dann spare ich über die 5 Jahre einiges an Kleingeld.

    Wenn ich alles selber mache, wie früher, kostet es mich meine knappe Freizeit, und da ist mein Maler sehr, sehr viel günstiger !

    P.S. Ich bin mit keinem Folienhersteller verwandt, im Angestelltenverhältnis oder sonstwie beruflich verbandelt. Aber, das macht mich sicher verdächtig, ich bin nur Chemiker und auch als solcher tätig.....

    P.S.2.: Falls Du bei den Folien tiefer einsteigen willst, könntest Du mal die Patente der Folienhersteller suchen und Lesen. Da wird so manches Detail schön deutlich erklärt. Zur Auswahl stehen Dir ESPACENET oder GOOGLE PATENTS zur Verfügung. Wenn es Dich sogar sehr interessiert, kannst Du bei den Patentinformationszentren sogar eine solche Patentrecherche in Auftrag geben. Auf Anfrage können sie Dir dann auch sagen, was die Recherche kosten wird.

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