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  1. #11
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    Hallo Silencio, seinerzeit, als ich dieses Projekt in Angriff genommen hatte, wußte ich nichts von einem einschlägigen Forum. Ich kannte ein paar Fachleute, die mir zwar das Prinzip der Seewasserkühlung erläutern konnten, aber der einstimmige Ratschlag war, das Schiff an einer besonders tiefen Stelle zu versenken, um die Entsorgungskosten zu sparen. Der Kostenvoranschlag der Werft am Ort sagte im Prinzip das Gleiche: Reparaturkosten weitaus höher als der Zeitwert = Totalschaden.
    Ich bin nicht ganz ohne Schrauberkenntisse, jedenfalls was Kfz betrifft,und habe das Projekt "Learnig by Doing" ähnlich wie Du in Angriff genommen. Mein Hauptvorteil war, nur die Maschine war kaputt (fest), alles andere war leidlich brauchbar. Man hat mir auch prophezeit, daß das niemals was werden würde, aber mit der nötigen Harnäckigkeit ging das bis zum Erfolg. Ich habe das Schiff nach dieser Aktion auch richtig auf eigenem Kiel nach Hause gefahren.
    Aus dieser Erfahrung heraus kann ich im Nachhinein sagen, wirklich unüberwindliche technische Hindernisse gibt es da nicht. Die Probleme liegen eher im eigenen Kopf. Ähnlich wie bei Dir wird das Ganze natürlich zum Verlustgeschäft, wenn man die eigene Arbeitskraft und aufgewendete Zeit buchhalterisch korrekt einrechnet. Der letztlich wichtigste Vorteil erscheint später, wenn man z.B. eine Langfahrt unternimmt in Gegenden, wo einem keine Werft unter die Arme greifen kann. Wenn man da im eigenen System mal die Finger drin hatte, kann man so gut wie alles bewältigen. Das wirkt kollosal beruhigend!
    Viele Grüße und ein Gutes Neues
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #12
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    Moin,

    die Freude, so etwas durch die eigenen Über- und Handanlegungen selbst zu bewältigen zu haben, überwiegt im Nachherein die aufgewendete Arbeit und Mühe. Außerdem hat es gegenüber einer fremd vergebenen Arbeit - wie bereits mehrfach richt erwähnt - den unschätzbaren Vorteil, Problemen nicht hilfslos gegenüber zu stehen. Insgesamt (geklautes Zitat): "Respekt, wer's selber macht!".

    Ein Aspekt zum Thema "Marinisierung" ist hier noch nicht besprochen worden. Ich gehe mal davon aus, daß die Maschine Naßsumpfschmierung hat. Auf Segeljachten braucht man zum Betrieb solcher Motoren bei Krängung eine entsprechend tiefe Ölwanne, die bei KfZ- oder Industriemotoren meist nicht vorhanden ist. Mußtest Du dort noch was umbauen?
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  3. #13
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    Zitat Zitat von Silencio Beitrag anzeigen
    ....... Auch wenn ich das Forum vorher hätte fragen "müssen".

    Ich habe mir (doch tatsächlich) erlaubt, selbständig meine eigene Idee zu verwirklichen ........
    Das geht natürlich gar nicht!!!

    Du hast Geld gespart und die Befriedigung erlebt, dass Du es kannst!
    Bleibt gegenüber zu stellen:
    - Fertig marinisierter Motor, 16PS für < 5000€ +150€ Kleinkram, Auspuff und Co vorhanden. Marinisierung ist weniger Ingenieurskunst als Erfahrung. Die elektrochemischen Vorgänge sind schwer vorauszusehen.
    So ein Motor hat fünf Jahre Garantie und ein Getriebe (Wellenanlage) und wurde von mir in gut einer Schicht eingebaut. Vorbereitenden Maßnahmen bedurften ca. eine Woche Arbeit incl. Anpassen der Fundamente (fulltime)
    - Dagegen hast Du 2200€ gespart und kannst Dir einen ordentlichen (?) Stundenlohn rechnen.

    Aufrechnen muss man auch eine Saison lustvoll werkeln gegen eine Saison lustvoll segeln.

    Respekt vor Deiner Leistung, kann nicht jeder.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #14
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    Hallo cr838, auf die besondere Ölwanne habe ich verzichtet. Nach einigen Überlegungenkam ich zu dem Ergebnis, daß das zumindest bei meinem Motor unnötig sei:
    1) Auch beim KFZ kommen längere Krängungen vor. Wenn ein Fahrzeug längere Zeit bergauf oder bergab fährt oder ständig im Kreis (verkehr) gibt es das auch. Manche SUV's können da bis zu 40°. Ich erinnere mich nicht, je in einer Betriebsanleitung gelesen zu haben, daß man das nicht soll oder darf.
    2) Bei einem Segelschiff ist es meistens Krängung oder Motor, Krängung mit Motor ist eher selten. Zudem habe ich ein Öldruckmeßgerät sowie einen Alarm.

    Allerdings habe ich zu meinem Motor auch recherchiert: da gab es zur Marinisierung einen Seewasserkühler (den ich schon hatte) aber keine extra Ölwanne!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  5. #15
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    Moin,

    interessant zu wissen.

    Ich hatte dies genauso wie das Thema "Motorkühlung" als wesentlichen Bestandteil einer "Marinisierung" gesehen. Wenn's auch mit der originalen Ölwanne geht, umso besser.

    Allerdings kommt es bei mir gelegentlich vor, daß ich wegen der Tide zusätzlich die Maschine starte, um noch in den Hafen zu kommen. Und da brauch' ich dann auf die Krängung keine Rücksicht zu nehmen, da Bukh 25° zur Seite zuläßt. Reicht ...
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

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