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  1. #11
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    Hallo DOS, wenn da für die Klampe 8mm Schrauben vorgesehen sind, würde ich die auch nehmen (Ist Redundanz wirklich handwerklch ungeschickt???). A4-Schrauben in Alu sind des Teufels. Das einzige, was ich als Isoliermittel noch akzeptieren würde, wäre Loctite. Alles andere verdünnisiert sich nach einiger Zeit, und damit geht das Verhängnis seinen Gang.
    Wenn die Gewindegänge nicht wirklich absolut wasserfest und Gasdicht dauerhaft verschlossen sind, wird da früher oder später Elektrolyt hineingeraten. Mit dem el. Kontakt der Gewindegänge ergibt sich ein el. Element, das Alu wird zersetzt. Die Zersetzungsprodukte haben ein größeres Volumen als das Alu vorher, dadurch steigt der Druck im Gewinde: Die Verbindung wird scheinbar fester. Wenn die Überdeckung der Gewinde weggefressen ist, nach ~5-10 Jahren, verliert die Verbindung plötzlich und unerwartet jeden Halt, fällt einfach ab, weil die Alu-Zersetzungsprodukte keinen inneren Zusammenhalt haben. -->> in Alu nur Monel oder perfekt Isolieren!
    Viele Grüße und ein Gutes Neues!
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #12
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    wie kommt ihr auf A4? Ich habe von V4A Schrauben mit Isolationsmittel in die Monel-Nietmuttern gesprochen.
    Da wäre dann gegenüber Alu mehr als die doppelte Scherkraft möglich bei identischem Einbau-Arbeitsaufwand.

    V4A Schrauben werden angeboten:
    https://www.svb.de/de/kategorie/ausr...-metrisch.html
    http://www.bootsservice-behnke.de/co...schrauben.html
    usw.

    Wenn von V4A gesprochen wird ist nach meinem Kenntnisstand immer AISI 316 gemeint. Ansonsten korrigiert mich bitte.
    (so steht das auch bei Wikipedia unter "Edelstahl").

    Mir wurde geholfen, besten Dank!

  3. #13
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    Zitat Zitat von DOS Beitrag anzeigen
    ......wie kommt ihr auf A4?.
    ....... die doppelte Scherkraft möglich bei identischem Einbau-Arbeitsaufwand.
    .....V4A Schrauben werden angeboten:
    https://www.svb.de/de/kategorie/ausr...-metrisch.html
    http://www.bootsservice-behnke.de/co...schrauben.html
    usw.

    Wenn von V4A gesprochen wird ist nach meinem Kenntnisstand immer AISI 316 gemeint. Ansonsten korrigiert mich bitte.
    (so steht das auch bei Wikipedia unter "Edelstahl").

    Mir wurde geholfen, besten Dank!
    Nur zur Klarstellung
    .... Schau auf den Stempel des Schraubenkopfes, da steht A4, nie und nirgendwo steht V4A, wenn doch wirf sie weg.
    .....Schrauben werden nie(!!!) auf Scherung beansprucht, immer nur auf Zug (durch das Anziehen entsteht allerdings eine zusammengesetzte Spannung aus Zug und Torsion, so werden sie auch berechnet)
    .... Über die Bezeichnungen bei SVB habe ich schon mit der Geschäftsführung gesprochen. Es ging u.a. um Marinemessing, ich habe hier berichtet (Suchfunktion). SVB argumentiert, dass die Kunden das so besser verstehen
    ....AISI ist eine schwammige Sammelbezeichnung aus den USA wie PSI, Zoll und Gedöns, "V4A" ist Gerede.
    .... und Edelstahl muss kein Niro sein (und umgekehrt), da geht es nur um besondere Reinheit.
    Ist mir auch wurscht was in Wikipedia steht, zumindest in diesem Fall (habe noch nicht nachgesehen)


    Entweder wir erzählen uns hier irgendwas oder wir versuchen ein technisches Gespräch, aber ist ja nicht mein Mast, macht mal.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #14
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    Hallo Franz, das stimmt schon mit der Schwammigkeit des Begriffs V4A was Du da sagst.
    Würde ich nämlich nun einfach blind nach V4A Schrauben bestellen, dann müsste ich mich nicht wundern, welche in Werkstoff-Nr. 1.4401 zu bekommen. Woanders findet man aber auch V4A als 1.4571 usw.

    Ich hatte an Schrauben aus 1.4571 gedacht. Welche würdest Du in meinem Fall nehmen?

  5. #15
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    Zitat Zitat von DOS Beitrag anzeigen
    ......

    Ich hatte an Schrauben aus 1.4571 gedacht.
    1.4571 ist eine Bezeichnung nach Inhaltsstoffen, in dem Fall x5CrNiMo........., so aus der Lameng. Der Hersteller sichert die Zusammensetzung zu.
    A4 ist eine Bezeichnung für Schraubenmaterial (und nur dafür), und sicher die Eigenschaften zu.
    d.h. die Bezeichnungen sind nicht zu vergleichen, obwohl Kaufleute und Verwalter nach ausführlichem Google-Studium das locker hinkriegen.
    Nimm A4, die sind hinreichen fest und beständig.

    Strebe eine gute Isolation zwischen Niro und Alu an, vor allen Dingen verhindere die Anwesenheit eines Elektrolyt (Seewasser ist ein guter). Das ist ein Problem überall am Schiff wenn "unedle"(Alu) mit "edlen" (Vauhah ) Stoffen zusammenkommen. Die Rigger nehmen eine Paste deren Name mir jetzt nicht einfällt.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  6. #16
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    Die Rigger nehmen gern TIKAL TEF-GEL.
    ---
    Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen! (Aristoteles)

  7. #17
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    Sämtliche Tipps in Richtung "Edelstahl" , Galvanik, Isolierung usw. sind gut.
    Mir fehlt jedoch Last , sprich was soll die Klampe des TE halten?
    Da es sich seiner Beschreibung nach nicht um eine Fallenklampe handelt ---diese sind immer aus Metall ---vermute ich mal eine Klampe für Lazyjacks, für eine Flaggenleine, oder ähnliches. Nix Last, einfach Zunzel.
    Bei " schnöder", d. h. gering belasteten Klampen , Beschlägen braucht man nicht zwingend max. isolierte High-End Niete, Gewindewhatever -niete, Monel......
    Für geringe Beanspruchung gehen auch mal simple Popniete , oder gar Knippingschrauben---mit Tikal.
    " Edelstahl" , in derSpannungsreihe nah genug an der Alulegierung des Mastes dran, mit Tikal gut genug geschützt.
    Das sind ja keine essentiellen Beschläge . Die Bohrungen f. ihre Niete sind ja auch nicht so zahlreich ( für eine Klampe deren zwei ) und nicht so groß das sie das Mastprofil schwächen.
    Die zwei Löcher des TE liegen in einem wenig belastetem Bereich.
    Wer will , kann ja noch zusätzl. sealen, d. h. eine Tikalnaht , eine kleine Kehlnaht , um den Klampenfuß legen.


    Die Kirche im Dorf lassen.
    Ausreichende Technik anwenden, kein Overkill.

    Ein Tipp noch f. Metallbeschläge, Metallklampen.
    Doppelklebeband ( schnödes Teppichbackeband) auf die Auflagefläche backen, und natürlich Tikal in die Bohrlöcher, auf den Niet, anschliessend die leere Popniete damit verschliessen/versiegeln.
    Das hält Jahrzehnte.
    Das wird seit Jahrzehnten so gemacht, auch bei Edelstahl- Druckgusssalingbeschlägen und gar Custom- Edelstahlbeschlägen ( 3/4 Schalen) für Oberwanten und Vorstag an drehbaren Masten ( mit Monelnieten natürlich)
    Geändert von supra (31.12.2017 um 01:47 Uhr)

  8. #18
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    P.S.
    Jeder der mal so einen Beschlag aufgebohrt und dahinter, darunter Al- Oxid , d. h. "Pulver" gefunden hat , fühlt sich natürlich in seiner " Erkenntnis" bestätigt. So in Richtung " böse , böse Kontaktkorrosion, immerschlimmst. unbedingst total zu vermeiden, unbedingt und total !
    Ma' Butter bei die Fische.
    Wie alt war der Beschlag, das Rigg ? Es hat doch gehalten ? War der Brösel nur oberflächlich, d. h. f. d. Rigg nicht essentiell ?
    Wurdedamals schon isoliert, mit Matsche, Backeband ?
    Nicht ?
    Wie kannes dann das diese Al- Popniete Jahrzehnte, diese Monelniete an essentiellem Beschlag .....?

    Obiges ist natürlich keine Anleitung zukünftige Beschläge lax wie annodunnemals anzubringen.

  9. #19
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    Hallo Ihr, Niroschrauben in Alu sind des Teufels, auch wenn es eine zeitlang scheinbar ganz gut hält.Niroinalu.jpg Man sieht hier ein Gewinde M8, direkt in den Mast geschnitten, eines von 8 um die Radarplattform zu befestigen. Man sieht, daß die Struktur des Aluminiums in der Umgebung tiefe Risse aufweist, daß die Gewindetiefe vielleicht nur noch 30% des ursprünglichen Wertes beträgt. Man kann angesichts diesen Zustandes streiten, ob der Mast an dieser Stelle zuerst bricht, oder der Radarträger abfällt. Solange man das nicht demontiert, ist von diesem Schaden wirklich gar nichts zu sehen. Ich warne heftig davor, sich auf irgendwelche Teflon-Cremes, Fette oder sonstige Geheimmittel zu verlassen. Es ist auch gar nicht die Frage, nach welcher Zeit so ein Schaden eintritt, das ist von vielen Faktoren abhängig, die sich im Falle eines Unfalls immer gemeinsam verschwören.
    Hätte man statt der V4 (oder V2) Schrauben Monel genommen, wärs nicht passiert.
    Trotz alledem ein Gutes Neues!
    nw
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  10. #20
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    Ich wäre da sehr vorsichtig mit Alu-Einsätzen! Was ist das für eine Legierung? Ist die seewasserfest? Nimm doch mal ein normales Alu-Niet und hau es in den Mast - nach spätestens 2 Jahren ist davon aber auch garnichts mehr vorhanden ( außer etwas weißem Pulver um das Nietloch). - eigene Erfahrung-

    Grüße Volker

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