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  1. #1
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    Standard Aussenborderhalterung befestigen

    Hallo,
    möchte mir eine federbetätigte Absenkvorrichtung für den Aussenborder ans Heck bauen.
    Weiß leider nicht wie?
    Das Problem:
    Die Halterung soll mit 4 Schrauben am Spiegel befestigt werden.
    Nun besteht das Heck ja aus 2 Wänden,
    einmal der äußeren Schale des Bootes und
    der Schale der Plicht, die ja auf der Rumpfschale aufliegt.
    Der Abstand zwischen den beiden Wänden beträgt ca 4-5 cm,
    Und ich weiß nicht, ob zwischen den beiden Wänden irgendein anderes Material ist, z.B. Holz oder Schaum.
    Reingucken kann ich nicht, ist so eng dahinten.
    Ich kann ja nicht einfach durch beide Wände durchbolzen und dann die Muttern anziehen, da geht mir ja alles kaputt.
    Irgendjemand sagte mir, im Heck ist immer Holz zwischen den Platten, kennt ihr das auch?
    Wenn da nur Hohlraum zwischen ist, was könnte ich dann machen? Jemand eine Idee?
    Bin ich ein bisschen ratlos.
    Schöne Grüße
    und guten Rutsch
    Abendsonne

  2. #2
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    Welches Boot hast Du denn? Vielleicht kennt ja jemand den genauen Aufbau des Spiegels.

    Meine Boote hatten immer massive Spiegel. Dort habe ich dann eine Siebdruckplatte von innen mit Epoxi vollflächig angeklebt und so eine kraftschlüssige Verbindung erzeugt. Hat immer prima geklappt und Motorhalterung war stabil dran.
    www.fam-kv.de

  3. #3
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    Prinzipiell gibt es zwei Lösungen:

    1. Nur die äußere Schale tragen lassen.
    Die vier Löcher für die Befestigungsschrauben durch beide Schalen bohren. Die in der inneren so weit aufbohren, dass man mit einem Steckschlüssel die Muttern an der Außenschale anziehen kann. Es steht zu befürchten, das die Wandstärke nicht ausreicht um das erhebliche Moment, das durch den Außenborder entsteht ohne Verwindung aufzufangen. Außen eine Platte aufkleben (laminieren) die den Spiegel verstärkt.
    2. Den Raum zwischen den Schalen durch Distanzhülsen konstant halten. Dazu muss aber ein Zugang vorhanden sein, da keine der Buchsen durch eine Bohrung passt. Alternativ die Bohrungen in der Innenschale auf den Außendurchmesser der Buchsen aufbohren und innen mit einer Platte die Innenschale verstärken.

    Zur Dimensionierung kann ich nichts sagen, da weder die Abmaße noch die Kräfte bekannt sind. Verstärkend kann Montageschaum zwischen den Schalen helfen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #4
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    Hallo abendsonne, wenn Dein Außenborder nicht allzu schwer, und das Laminat einigermaßen dick ist, die Montagelöcher ganz durchbohren, durch beide Schalen, aber nicht den vollen Durchmesser, sondern x0,8, und Gewinde reinschneiden. Dann entsprechende Gewindestangen durchschrauben, auf der Innenseite z.B. Hutmuttern, und außen Deine Grundplatte für die AB-Halterung. Bei 8mm-Gewindestangen könnte das funktionieren.
    Bei Ausschäumen wäre ich sehr vorsichtig, das müßte auf der Außenseite gegen Innendruck wirklich gut ausgesteift werden, sonst bläst sich dein Schiff auf! Wenn, dann nicht "Montageschaum" sondern "Brunnenschaum" (ist geschlossenporig).
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  5. #5
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    ........ und das Laminat einigermaßen dick
    ........Bei Ausschäumen wäre ich sehr vorsichtig, das müßte auf der Außenseite gegen Innendruck wirklich gut ausgesteift werden, sonst bläst sich dein Schiff auf! Wenn, dann nicht "Montageschaum" sondern "Brunnenschaum" (ist geschlossenporig).
    ....
    - Die normale Mutternhöhe beträgt das 0,8-fache des Gewindedurchmessers, in Stahl(!). Bei einer M8-Schraube sollte die Wandstärke also ca. 6,5mm stark sein. Sie ist jedoch aus GfK, braucht daher das Vielfache an Wandstärke um halbwegs zu tragen.
    - Beim Ausschäumen sollte man tatsächlich vorsichtig sein, auch wenn in diesem Fall (Verstärkungsplatte auf der Innenseite und Außenborderhalterung außen eine wirksame Abstützung vorhanden ist.
    Die üblichen Montageschäume sind geschlossenporig, nehmen aber trotzdem Wasser auf. Wenn drei Liter Schaum 15% Wasser aufnehmen, kommt ´n Pfund Wasser hinzu - na und? Wie kommt Wasser auf die Höhe der Halterung? Aber warum kein "Brunnenschaum" (das Wort ist eine geniale Marketingidee )?

    Gruß Franz
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    Geändert von grauwal (30.12.2017 um 20:54 Uhr)
    halber Wind reicht völlig

  6. #6
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    Hallo grauwal, ob das Laminat einigermaßen dick ist, wissen wir nicht. Wir wissen auch nicht, wie dicht bw. verdichtet es ist. Auch wie schwer der Außenborder ist, wissen wir nicht. Eine Menge Unbekannte! Es wird letztlich vom "Gefühl" des TO abhängen, auf was er sich da einläßt, denn den inneren Zustand des Laminats lernt er erst kennen, wenn er die Bohrmaschine ansetzt.
    Andererseits, wenn da an 4 Gewindestangen M8 mit einer Einspannlänge von vielleicht 50mm in einem Laminat von je 10mm ein ein Außenborder von 20kg dranhängt, hätte ich keine Bedenken.(Gefühlsmäßig).
    Wenn bei einem Schaum 15% Wasseraufnahme oder auch garnichts draufsteht, würde ich die Finger davon lassen. Bei geschlossenenporigen Schäumen, das sind, so meine ich, ausschließlich (teure) 2k-Schäume, sind weniger als 1% Wasseraufnahme möglich. Wenn, dann sowas! Allerdings ist die Härte des abgebundenen Schaumes eher weniger ausreichend, den Druck von so einer Verschraubung aufzunehmen.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  7. #7
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    Toll , ein Ratethread !
    Es wird aber nicht geraten, stattdessen werden gute und richtige Lösungen für sämtliche Spiegelausführungen gegeben.
    Ein Overkill.

    Meines Erachtens liegt der TE in der Pflicht genauere Angaben zu machen.

    Was hat er für ein Schiff ?
    Da könnten dann einige Eigner v. Schwesterschiffen beispringen , indem sie z. B. genauere Angaben über Spiegeldickte, d. h. ob eine Gegenplatte überhaupt möglich ist, geben.
    Hat der TE einen Exoten, muss er leider eine Probebohrung ....

  8. #8
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    Und die Löcher
    a) sofort nach dem Bohren versiegeln
    und
    b) noch mal vor dem anschrauben von Platten / Halterungen,

    sonst schleicht sich Spritzwasser durch Kapillarwirkung ein.
    Dann kriegt Dein Boot von innen heraus Osmose, weil verdunsten tut das Wasser durch die Löcher nicht mehr.
    --------------------------------------------------------------------
    VG
    Barbara out of Rosenheim

  9. #9
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    das Laminat einigermaßen dick ist, die Montagelöcher ganz durchbohren, durch beide Schalen, aber nicht den vollen Durchmesser, sondern x0,8, und Gewinde reinschneiden. Dann entsprechende Gewindestangen durchschrauben,
    nw
    Das ist nach meiner Erfahrung die sicherste Lösung, durch Kapillarwirkung Wasser ins Schiff zu bringen, Für Gewindeschrauben oder Stangen immer mit dem vollen Durchmesser bohren und von ausse GUT ansenken, damit das Dichtmittel (z.B. Sikaflex) die Bohrung sicher abdichten kann, bei zu dünnem Material mit dem 1,2 fachen Durchmesser bohren, um mit Sikaflex den gleichen Zweck zu erreichen.

    Einen guten Rutsch noch.

    Horst

  10. #10
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    Hallo, Primäres Problem: sichere Befestigung. Sekundäres Problem: Abdichtung gegen Osmose.
    Ich meine, wenn die sichere Befestigung nicht gelingt, ist auch das Abdichten sinnlos. Wer sagt denn, daß man unter so eine Verschraubung kein Sikaflex drunter bringen kann?
    Wenn man wg. der angeblich besseren Abdichtung die Löcher zu groß gebohrt hat, wird das mit der sicheren Befestigung nichts mehr, denn die beiden Schalen können den erforderlichen Schraubendruck nicht aufnehmen.
    Ein Gutes Neues
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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