Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
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    Standard Seahorse Glider

    HAllo,

    suche alles zum Thema Seahors Glider.
    Die Seite der Seahorse Klassefizierung ist mir leider keine große Hilfe

    Wer weißt was?

    cu
    swidi

  2. #2
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Da Du das Boot restaurieren möchtest ,ist es essentiell zu wissen das die Sea/Sailhorse Glider ausschliesslich im Depotverfahren hergestellt wurde(wie auch die ersten 1400? Seahorse/Sailhorse, Efsix und die ersten Dyas) .

    Aus einem anderem Thread:

    "das depotverfahren ist ,wie allgem. üblich ein gfk- bau in female moulds/ negativformen.
    die formen sind aus stahl , sog. autoclaven.
    es wird zuerst gelcoat, dann eine geharzte matte und eine ungeharzte spezialmatte in die formen gebracht. die dicken stahlformen für innen u. aussenschale werden mit vielen schrauben fest verbunden.
    anschliesend jagt man unter hohem druck schaum in den zwischenraum.
    beim implodieren der gasblasen des schaumes werden die trockenen fasern d. spezialmatte aufgerichtet und es entsteht eine feste verbindung zw. schale u.
    schaumkern.
    die formen müssen wegen des hohen drucks aus stahl sein, teuer das.
    der vorteil des depotverfahrens liegt in der dünnen aussenschale und dem sehr geringem gewicht.
    eine delamination v. schale u. schaumkern gibt es beim depotverfahren nicht*, ebensowenig werden die boote irgendwann weich. der größte vorteil ist die variable dicke des schaumkerns, so ist bei d. sailhorse rumpfboden bis cockpitboden eine sandwichstruktur. vorher wurden die schalen aus volllaminat nur mit schaum vollgespritzt um die schiffe unsinkbar zu machen, z. b. beim conger.

    die reparatur eines mit wasser vollgesogenen schaumkerns ist ,wie bei anderen ausgespritzten booten auch, schwierig. beim depotverfahren, also einem sandwich , kommt die strukturelle rolle des schaums hinzu.
    hat die sailhorse wasser gezogen, kann man das nach der aussenreparatur der schale in den allermeisten fällen ignorieren. ein frostschaden folgt nicht.
    es gibt boote die fahren diesbez. mit 100kg od. mehr; seit jahrzehnten.
    manchmal wissen die eigner das garnicht, weil die festigkeit des bootes durch die unmöglichkeit der delamination erhalten bleibt.
    der grund zur abkehr von diesem verfahren war finanzieller natur.

    pogo"

    *bei korrekter Bauausführung


    Eine Reparatur ausgerissener Beschläge muss dementsprechend anders ausgeführt werden.
    Will man den evtl . nassen Schaumkern im "Doppelboden" entfernen, bedarf es anschliessend nachträglicher Versteifungen in Forrm v. Schotten , Bodenwrangen u. dergl..

    pogo
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (23.01.2008 um 14:11 Uhr)

  3. #3
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    Standard

    hallo swidi,
    ich knüpfe mal an Deine mail von 2008 an. Habe gerade eine seahorse glider gekauft - und bin auf der Suche nach der Papieren. Die hatte der Vorbesitzer leider nicht mehr. :-(
    Hast Du einen Tip?
    Viele Grüße, Stefan

  4. #4
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    752

    Standard

    Sucht mal nach SUN- oder SAILhorse, das sind die gleichen Boote. Unter Yardstick so gut wie unschlagbar, da der DSV Wert scheinbar von schlecht ausgerüsteten Segelschulbooten stammt. Halbwegs gepflegte Eignerschiffe landen so gut wie immer auf dem Podium, egal ob gegen Kielboote oder Jollen ... In NL gibt es dazu auch eine recht aktive Klasse.

    Beim googeln gefunden ... http://www.sailhorse.de/

  5. #5
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    Standard

    Vorsicht,
    Sailhorse (Seahorse) und Seahors-Gider sind völlig unterschiedliche Boote.
    Die Sailhorse ist ein steifes Familienboot mit reger Regattabeteiligung in NL. Der Konstrukteur hat einem FD-Rumpf 180 kg Blei untergehangen. Kein schlechter Kompromiss. Segeleigenschaften vergleichbar der Efsix
    Der Sailhorsglider ist ein echter Exot. Hier hat man einen 505er Rumpf verbleit.
    Die Riggs beider Boote sind im Vergleich zu denen der Jollen arge Verschlimmbesserungen.
    Gleider sind absolut rar.
    Bei dem Sailhorse Wanderboot gibt es sehr unterschiedliche Rümpfe. Zum einen welche aus Depotschaum, andere in klassische GfK-Ausführung. Die Schaumexemplare sind zum größten Teil schon im Bootehimmel.
    Bei beiden die Hubkielkonstruktion genau anschauen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  6. #6
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    Standard

    Die Seahorse/Sailhorse Glider ist tatsächlich ein rasantes Boot.
    Es war seiner Zeit insofern vorraus das es ein Doppelruder hatte und einen komplett offenen Spiegel.
    Vor allem letzteres war neu. Meines Wissens tauchte es in dieder Radikalität , also dieses Konzept erst knapp 20 Jahre später wieder auf.
    Ob es sich bei ihrem Rumpf um die Kopie eines 505 handelt , ich denke das Boot ist in den vorderen Sektionen schärfer.
    Der Ballast, also der Hubkiel wiegt meines Wissens nur 50kg. M. E. hätte man ihn weglassen, durch ein Steckschwert ersetzen können. Steckwert ist bei solch Größe von Boot aber unbelebt, ein übliches Senkschwert aufgrund der Bauweise ( Depotverfahren) nicht realisierbar. Ich vermute also hier den Grund für diesen allerleichtesten Hubkiel.
    Zum Deckshape, vielmehr des offenen Cockpits mit offenem Spiegel ist anzumerken dass das Depotverfahren nahezu dafür prädestiniert ist.
    Das Depotverfahren ist kein Sandwich ! Der Schaum sorgt für die strukturelle Integrität ( diesen Ausdruck kenne ich v. Startrek).
    Das Laminat ist im Grunde nur eine schützende Hülle für den Schaum.
    Hier liegt auch der Schwachpunkt. Sobald z. B. der Kiel seinen Kielkasten "zerstört" hat , also die Skin durchstoßen hat, saugt der Eimer Wasser. Entgegen meinem obigem Statement kann das im Exzess zur Delamination der Aussenhaut vom Schaum führen.
    Eine Delaminatin ist natürlich auch bei allen anderen Beschlägen möglich. Die Werft hat damals nicht darauf geachtet mehr, also dickeres Laminat an diesen sensiblen Stellen auf-, nein, einzubringen.
    Bei Sailhorses sind also neben dem Kielkasten vor allem die Ruderbeschläge, die Bereiche um die Elvströmlenzer, sowie die Bereiche über den Rollenauflagen des Trailers in Augenschein zu nehmen.
    Es ist recht leicht festzustellen ob eine Delamination besteht Ist das der Fall ist das Schiff zu vollgesogen , evtl. gar komplett vollgesogen.
    Bei einer Sailhorse ( nicht Glider) ist dieses überkritische Mehrgewicht am ehesten an Delamitation im Cockpitboden neben dem Kielkasten feststellbar. Hebt sich die Skin dort ist das Schiff komplett voll und schrott.
    Nichtdestotrotz werden auch solche Schiffe noch gesegelt ! Sie sind zwar schwerfälliger, im Endeffekt lahmer, sie sind durch diese zusätzl. Masse aber auch sicherer. Da sie billigst sind, so 800 bis 1200 € ( nach Verhandlung; evtl. gar mit Trailer) , sind es Verbrauchsboote für Anfänger . Sailhorses wohlgemerkt , nicht Glider. Billig das.
    Als Anhaltspunt: ist der Spiegel über der WL, ist sie "gesund".
    Ich selbst habe einige Jahre eine mäßig vollgesogene Sailhorse gesegelt ( + 150kg) . Das war eine tolle Wanderjolle die uns auf egenem Kiel von der Weser bis A'dam und Alsen gebracht hat. Sie lebt heute noch.
    Meines Bruders Sailhorse war nicht vollgesogen, wesentlich schneller. Wir brachten sie gar Am-Wind mit Doppeltrapez in Gleitfahrt-- hoch ran.

    Unterschied Seahorse Sailhorse
    Die Seahorse kam früher, sie war noch nicht im Depotverfahren gebaut Man stellte schnell fest das der Kiel falsch positioniert war, was man bei der zweiten Auflage , der Sailhorse änderte. Gemein ist beiden Schiffen die Ineffektivität des Anhangs- des Kiels- schließlich geht er nur 90cm tief. Nach der Wende geht es also ersteinmal nach Lee bis der Kiel greift, verstärkt wird dieses Verhalten durch den großen Chord ( Unterlieklänge) der Genua. Bis sich Zirkulation aufbaut dauert es.
    Hat man den Eimer dann mal im Drive, im Groove, läuft er keine wirkliche Höhe. Schuld ist schlicht die geringe Lateralfläche, der geringe Tiefgang welcher dem ursprünglichem Einsatzspektrum Friesche Meeren geschuldet ist.
    Auf Raumschüssen hingegen , auch und vor allen bei Starkwind unter Normalbeseglung ( ohne Spi) , ist sie verdammt scheisse schnell, dabei sehr stable , sprich sicher. Auch mit meiner mäßig vollgesogenen waren max . 16kn drin.
    Der Kiel ist übrigens aus Gusseisen , nicht aus Blei
    Zur Aufhovorrichtung des Hubkiels gäbe es übrigens noch viel zu sagen. Es gab da etliche bessere Customlösungen ( so auch bei unseren Booten)

    Das Rigg , sowohl des Gliders , wie auch der Seahorse/Sailhorse ist m. E. keine Katastrophe, es war damals bewährter Standard.

    Verbesserungen
    Als Tourenboot braucht die Sailhorse zwingend ein Schott um die Vorpiek trocken zu halten. Es langt mit Sika eine 25er Quadratleiste auf den Cockpitboden zu kleben. An diese Leiste schraubt man ei rd. 10 cm hohes Sperrholzbrett. Der Raum in der Vorpiek ist danach immer noch riesig. Man kann aufgepumpte Luftmatratzen hineinschieben , zur Not dort schlafen.

    Die Sailhorse is nach 50 Jahren immer noch ein beliebte Boot.
    Es gibt zahlreiche HPs in denen ihre Krankheiten beschrieben , deren Kur dokumentiert wird. So einige ungepflegte und danach vollgesogene Schiffe sind von uns gegangen.Für das Konzept def Sailhorse spricht dass diese Schiffe immer noch gebaut werden und auch die rotten Dinger noch gesegelt werden.

    Ach ja, Tourensegeln,
    wir hatten damals eine Persenning mit Querlatten.Zog man den Großbaum am Lümmelbeschlag hoch, hatten wir Sitzhöhe an Deck .Mehr Wohnvolumen bot keine andere Jolle. Als " Hühnerstall" ist das Cockpit hervorragend-- es gibt keinen spreizlimitierenden Schwertkasten. Riesige Spielwiese.

    Mein kleiner Bruder spinnt alle zwei Jahre rum wir sollten uns wieder eine Sailhorse kaufen und einen 2m Kiel einschieben,
    Schreckboot, frühe Banner 23.

    Sailhorse Glider
    http://www.sailhorse.nl/img/classifieds/62-2.jpg
    http://www.tjapko.dds.nl/seahorsegli...derverhaal.htm

    Sailhorse
    http://sailhorse-and-friends.eu/de/2...auf-dem-markt/

    Zum Schluss
    Die bessere Sailhorse ist die Efsix.
    Sie kamm als Konkurrenzprodukt einige Jahre nach der Sailhorse, griff das selbe erfolgteiche Konzept auf.
    Wie auch die Sailhorse wurde sie im Depotverfahren gebaut, war jedoch von van de Stadt ( van Tngeren ?) gerissen. Sie ist segeltechnisch allroundfähiger, über alles als schneller. Ihr Riss ist nicht ganz so auf Gleitfahrt raumschots...das Schiff ist hinten schlanker, weniger U- Spant...
    Sie wurde , wie auch die ersten Dyas von Fritzmeier gebaut --Fritzmeier F 6.
    Über deren Qualitat des Depotverfahrens weiss ich nix.
    Nicht zuletzt gibt es da noch die große Sailhorse, die 6,7 m Impala , über die ich auch kaum etwas weiss, auuser dass das Regenwasser achtern im Cockpit steht.

    Nachtrag
    Aquila ; Schöchl
    Auch dieses Boot griff das Konzept der Sailhorse auf.
    Meines Wissens war sie ein Derivat der Efsix, allerdings von Miglitsch gerissen. Es gab sie als Hubkieler und als Schwertausführung. Selbiges Konzept halt. Heute würde man sagen : another white boat.
    Interessant ist übrigens das die ersten kleinen Schöchl Kajütkreuzer echte Kopien der ersten Variantas waren -- vom selben Meister gerissen-- van de Stadt.
    Klau, schau wem und warum.
    Geändert von supra (25.10.2017 um 01:25 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  7. #7
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    Standard

    Nachtrag
    Aquila,
    angemerkt sei hier dass das Rumpfkonzept der Aquila eine andere Schule ist. Miglitschs eigener Schule die aus den Jollenkreuzern Ende der 50erJahre erwachchsen ist. ganz ähnlich rissen Lehfeld und Ernst.
    Das sind keine schlechten, sprich lahmen Risse ! Sowohl Zugvögel. 20er und auch Neptun 31 beweisen es, von den Miglitsch by de Dood ganz zu schweigen. immer sehr gute Allrounder.
    Ich habe mich mit meiner Neptun 17 Jolle von Miglitsch allerdings schwer getan. Ich konnte , wollte mehr. Mein Fehler.
    Sie war ein Kind ihrer Zeit , ihrer Schule. Erst ihm Nachhinein -- Jahre später--habe ich verstanden das sie ihr Lastenheft perfekt ausfüllte, erfüllte.
    Hinten zu schlank , zu scharfer Vorfuß. Doquerel's Head, Mackerll' tail . Kopp wie ein Dorsch ,Schwanz wie ' ne Makrele. Vorne breit , hinten rank Beim Knickspant Zugvogel geht das bis z. Gleiten, nicht aber umbedingt den durch GFK optimiertem Rundungen. Während Lehfeld mit dem formverleimtem Korsar ( mehr U- Spant)!diesbezüglich noch limitiert war, " überschöpfte" Miglitsch hier,
    Lerneffekt der Anfang der 70er ....Trotz gutem Leistungsgewicht war sie nicht wirklich gleitfähig. Sie hing vor dem Humpspeed.
    Mit der längeren, insgesamt schmaleren Aquila hingegen machte Miglitsch es besser, richtig. Gemässigter Vorfuß. geringerer Aufkimung, weniger Kielsprung- weniger positiver Trimmwinkel vot dem Humpspeed, usw.
    Die Aqila war einer seiner letzten Risse, ich denke der beste. Sie wird heute noch gebaut., wieder von Schöchl.
    .
    Meine Segelschüler aber liebten die Neptun 17. Sie war spontan, sprang schnell an, gab gut Feedback, aber nicht nervös, sie war sicher. Zuladung , vier Personen , steckte sie gut weg. Ein enorm tüchtiges Boot mit dem ich rd. 80 Schüler durch, nein , über ( weit) die Prüfung " gepeitscht" habe.

    Ach, dascha nun alles schon Jahrzehnte her,
    wobei, dieCharakteristika dieser Schiffe, Boote, haben sich ja nicht geändert. Im Gegensatz zu mir haben sie sich nicht gewandelt.
    Schiffe lernen nicht, Schiffe sind. Schiffe kennenlernen, Schiffe verstehen, hilft, ungemein. Das eigene Lastenheft sollte mit dem des Schiffes übereinstimmen.
    Geändert von supra (25.10.2017 um 02:24 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

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