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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Boot im Winte rim Wasser lassen



Nelson
09.01.2009, 10:07
http://www.stern.de/panorama/:Winter-Elbe-Schifffahrt-/650534.html?cp=1

Wann kommen die ersten Schadensmeldungen? Mit solcher Kälte hatte niemand gerechnet und ich habe stets davor gewarnt, das Boot im Wasser zu belassen.

Es bleibt weiterhin kalt, bis Mitte nächster Woche ist keine wesentliche Erwärmung in Sicht. Da hilft auch keine Wasserumwälzung mehr. Die mittlere Temperatur im Boot wird weit unter Null liegen. Ruderlager, Seeventile, Kühlwassereinlässe sind betroffen.

Die Hauptgefahr droht, wenn das Eis taut und Wasser ins Boot rinnt. Wer dann nicht ausreichend pumpen kann, bevor er den Kran erreicht, geht auf Grund.

Heizlüfter im Boot bietet Hilfe. Bei Eisdruck mit der Axt das Eis ums Boot aufschlagen. Mehrmals täglich! Viel Spaß bei der Frischluft-Aktivität!

Ausgeschiedener Nutzer
09.01.2009, 10:40
[...Mit solcher Kälte hatte niemand gerechnet und ich habe stets davor gewarnt, das Boot im Wasser zu belassen.

Die mittlere Temperatur im Boot wird weit unter Null liegen. Ruderlager, Seeventile, Kühlwassereinlässe sind betroffen.
...Bei Eisdruck mit der Axt das Eis ums Boot aufschlagen. Mehrmals täglich! Viel Spaß bei der Frischluft-Aktivität!
Doch nicht bei dir in Sardinien? :eek::D

Wann kommt endlich die Erderwärmung, fragt der bibbernde Marker

chili
09.01.2009, 11:05
Ich kann mich nicht beklagen.. aktuell in Griechenland 16.4° aussentemperatur. PLUS, wohlgemerkt.

Nelson, keep cool, um sardinien wirds auch nicht zufrieren :D

Oldman
09.01.2009, 11:49
aber dass es regnet sagst nicht :)

Nelson
09.01.2009, 12:49
Naja, Nachfrost und gefrorenes Deck hatte ich schon, aber als die Sonne hochkam, war es gleich weg.

Viel Regen gabs, stimmt leider! Und Stürme, mir hat es 2 Festmacher gebrochen, 2 Karabiner verbogen. Zum Glück hielten die anderen Leinen und die Marineros passen sehr gut auf!

chili
09.01.2009, 12:52
aber dass es regnet sagst nicht :)

neee, weils das HEUTE nicht tut, wetteronline zum trotz!!!:p

hatten wir aber gestern und vorgestern und vorvorgestern .... aber DAS wiederum is fürs ionische im winter total normal..sonst hätt mans hier so kahl wie z.b. auf einigen ägäisinseln

Oldman
09.01.2009, 12:57
Ich werds überprüfen. Übermorgen bin ich auch unten :D

Gustav
09.01.2009, 14:54
Na, Nelson freu dich nicht zu früh. Mein Boot liegt seit 20 Jahren im Wasser in NL. Viele andere auch. Und wir wissen wie man seinem Dampfer vor Schäden schützt bzw das Wasser frei hält. 35cm Eis war der Rekord. Da sind wir wir dieses Jahr noch 30 cm weit von weg.
Im Boot sind mind. +5 Grad und mein Boot ist eisfrei. Aber auch die anderen im Hafen, die eingefroren sind, werden keine Probleme haben.
Nur wer im Herbst einfach nach Hause gefahren ist und nichts vorbereitet hat fördert sicherlich die benachbarten Werften :-))

Gustav

Katja
09.01.2009, 16:51
Keine Probleme bisher, auch nach 3 Nächten Frost deutlich unter -10°, eine davon unter -20°:

http://www.onlines.de/katja/katja/Malu_im_Eis_3.jpg

Die gute alte Tauchpumpe am Bug hält sich tapfer!

Dafür gehen wir am Wochenende am Boot Schlittschuhlaufen! :p

Gruß
Katja

Nelson
09.01.2009, 20:46
Ich drücke Euch die Daumen. Vor 10-20 Jahren gab es solche Bilder auch. Die anderen Bilder kamen später. Glücklicherweise ist es im Norden wärmer. Hier in Süddeutschland werden die -15 Grad schon mal unterschritten.

Abyss
09.01.2009, 21:34
Hier in Rom muss man zwar nicht mit Eis kämpfen, dafür gab es seit 40 Jahren den höchsten Wasserstand des Tibers:

http://img228.imageshack.us/img228/9695/tiberdez2008dw0.jpg (http://imageshack.us)

Es war verdammt knapp, reißende Strömung, Treibgut, und der Steg bot keinen richtigen halt mehr für die Fender...Zum Glück ist nichts passiert...

Grüße Marian

hanjin
10.01.2009, 05:29
Na, Nelson freu dich nicht zu früh. Mein Boot liegt seit 20 Jahren im Wasser in NL. Viele andere auch. Und wir wissen wie man seinem Dampfer vor Schäden schützt bzw das Wasser frei hält. 35cm Eis war der Rekord. Da sind wir wir dieses Jahr noch 30 cm weit von weg.
Im Boot sind mind. +5 Grad und mein Boot ist eisfrei. Aber auch die anderen im Hafen, die eingefroren sind, werden keine Probleme haben.
Nur wer im Herbst einfach nach Hause gefahren ist und nichts vorbereitet hat fördert sicherlich die benachbarten Werften :-))

Gustav

Hallo Gustav,
zur Zeit habe ich mein Boot an Land auf dem Trockenen.
Ich beabsichtige aber im nächsten Winter mein Boot in Holland im Wasser zu lassen.
Darf man denn erfahren, welche Maßnahmen Du ergreifst?
Gruss
Dietmar

Gustav
10.01.2009, 16:00
HalloM hanjin,

du hast ne PN

Gustav

Nelson
10.01.2009, 16:37
Hier in Rom muss man zwar nicht mit Eis kämpfen, dafür gab es seit 40 Jahren den höchsten Wasserstand des Tibers:

http://img228.imageshack.us/img228/9695/tiberdez2008dw0.jpg (http://imageshack.us)

Es war verdammt knapp, reißende Strömung, Treibgut, und der Steg bot keinen richtigen halt mehr für die Fender...Zum Glück ist nichts passiert...

Grüße Marian

Auch nicht lustig. Bei mir waren es dafür die Stürme. Aber nur Kratzer im Gelcoat von scheuernden Leinen und Fendern.

Katschmarek
10.01.2009, 21:30
HalloM hanjin,

du hast ne PN

Gustav

Gustav,

warum antwortest Du per PN? Das wäre, abgesehen von der Tauchpumpe, vielleicht ein wertvoller Beitrag in diesem Thema geworden.

Willst Du uns anderen Interessierten das wirklich vorenthalten?

K.

Ralf-T
11.01.2009, 13:34
Gestern in Holland:

8587

Möglich wirds durch Sprudler/Pumpen unter Wasser. Ein paar Meter weiter war allerdings dickes Eis. Ich habe den Hafenmeister interviewt. Er meinte in all den langen Jahren seines Dienstes ist erst einmal etwas passiert. Der Eigner hatte weder im Motor noch in den Seeventilen Frostschutz eingefüllt. Die hunderte von Schiffen, die jährlich dort überwintern tun das seit zig Jahren völlig Schadenfrei, was man von an den Land gelagerten Schiffen leider nicht sagen kann. Hier gibt es jedes Jahr mehrere Schäden durch Sturm. Ach ja: der Hafenmeister selbst läßt sein Segelboot auch im Wasser.

Nelson
11.01.2009, 14:47
Kommt sicher auf das Revier an. Wie anfangs geschrieben, vor viellen Jahren gab es Empfehlungen, als dann der Frost da war, Bilder von Eisdruck, Schollen, de alles zerquetschten. Durch steigendes Wasser vom Eis herausgezogene Pfähle, geplatzte Seeventile, ...

Es gab aber auch Bilder vom Land: Verstopfte Lenzventile und dadurch vollgelaufene und gefrorene Plicht. Ebenfalls Schäden.

Ich hatte daher nur Hallenplätze benutzt. Jahre später gab es in der Halle, aber da war ich lange schon weg, ein Feuer und sehr vielel Boote verbrannten.

Der Winter ist einfach gefährlich. Im MM sind es die Stürme. Aber die hat es im Sommer auch.

thora
11.01.2009, 15:52
Hafen: Bodensee 16m Wassertiefe, ruhiges Wasser ohne Schifffahrt.

1. Motor Einwintern.
2. Druckwassersystem leeren und Einwintern.
3. Batterie abklemmen.
4. Seeventile mit Druckluft ausblasen.
5. Heizlüfter auf defrost einstellen und an einen eigenen Landanschluß anschließen.
6. Tauchpumpe in 6m Wassertiefe hängen, und Warmwasser duch Schläuche nach oben fördern. Auch diese an einen eigenen Landanschluß anklemmen.
7. Schiff ordentlich vertäuen.
8. Winterpersenning drauf.
9. Regelmäßig nach dem Schifferl schauen, oder jemanden beauftragen, danach zu sehen.

Es gibt sicherlich auch andere Wege, dieser ist meiner.
Micha

Nelson
11.01.2009, 18:01
OK, das ist sehr viel Aufwand mit dem Risiko von Stromausfall und hohen Energiekosten.

Ich dachte an diejenigen, die einfach einfrieren lassen.

Nelson
11.01.2009, 18:03
Ralf, das sieht nach Schwimmsteg aus. Was machst Du, wenn der auf Grund geht?

Gustav
11.01.2009, 18:39
[QUOTE=thora;762852]Hafen: Bodensee 16m Wassertiefe, ruhiges Wasser ohne Schifffahrt.

Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen.
Außer das wir unsere Seeventile zusätzlich unter Glysantin setzen.
Man sollte auch die Cockpitlenzer und eventuelle Decksabläufe die möglicherweise dicht unter Wasser liegen schützen. Dafür nehmen wir kurze dünne Schläuche ( ca. 30 cm ) die an beiden Enden geschlossen sind und schieben sie in die Löcher.

Übrigens sind die Stromkosten überschaubar. Bei uns kostet die kwh 0.28 cent.
Meine höchste Gesamtjahresrechnung nach einem kalten Winter waren 280,-€

Sehr wichtig ist auch das der Hafen Strömungs und Treibeisfrei bleibt!
In Friesland können auch Schlittschuhläufer eine Gefahr sein :-))
Das ist natütlich Aufwand. Man spart sich allerdings das Mastlegen. Außerdem nutzen wir unser Schiff an einigen Winterwochenenden.


Das einzige was mich ein bisschen nachdenklich stimmt: ich kenne jemanden der macht an seiner X garniX. Und das seit Jahren! Bisher ist das gutgegangen. Mal sehen was diesen Winter passiert.......

Gustav

thora
11.01.2009, 19:09
...die Pumpe kostet mit Schläuche 150 Euro, ist in 10 min dran.
Der Heizer kostet 200 Euro, den brauche ich sowieso. Strom ist momentan noch umsonst, der kostet nix. Der Heizer und Pumpe springen eh erst bei extremer Kälte an, und die ist selten recht lang.

Motor und Druckwasseranlage ist an einem Vormittag gemacht.
Für den Aufwand und die Kosten ein Schiff an Land einzuwintern, gerade zu lächerlich. Meine Saison verlängert sich zum Jahresende um 1-2 Monate und fängt auch schon wesentlich früher an.

@ Gustav Eine Yacht ( die X )wegen so geringen Aufwand einem solchen Risiko auszusetzen, ist mir unverständlch.

Ausgeschiedener Nutzer
11.01.2009, 23:35
Hafen: Bodensee 16m Wassertiefe, ruhiges Wasser ohne Schifffahrt.

1. Motor Einwintern.
2. Druckwassersystem leeren und Einwintern.
3. Batterie abklemmen.
4. Seeventile mit Druckluft ausblasen.
5. Heizlüfter auf defrost einstellen und an einen eigenen Landanschluß anschließen.
6. Tauchpumpe in 6m Wassertiefe hängen, und Warmwasser duch Schläuche nach oben fördern. Auch diese an einen eigenen Landanschluß anklemmen.
7. Schiff ordentlich vertäuen.
8. Winterpersenning drauf.
9. Regelmäßig nach dem Schifferl schauen, oder jemanden beauftragen, danach zu sehen.

Es gibt sicherlich auch andere Wege, dieser ist meiner.
Micha

Hi Micha,

habe meine Yacht auch im Bodensee (zZt ausgewassert) und bin darum ziemlich ineressiert.

Kannst Du bitte Pt. 6 erläutern.
Warmwasser (Du meinst damit wohl einfach Wasser aus dem sicher nicht gefrorenen Bereich).
- Wozu?
- Wohin leitest Du dieses Wasser?
- Was bewirkt es?
- Und nur, wenn es wirklich kalt wird?


Grüsse

Henri

thora
12.01.2009, 00:14
Wenn die Wasseroberfläche gefriert, ist es ein paar m tiefer immer noch ca 6 Grad warm. Dieses Wasser fördere ich mit einer Tauchpumpe
( 10.000 Liter-Std, 750 Watt ), an zwei Schläuchen nach oben. Dieses sorgt für eine Umwälzung und Erwärmung der Wasseroberfläche.
Es kann sich kein Eis bilden.
Man kann die Pumpe mit einen Tempwächter steuern, indem man den Sensor ins Wasser taucht und erst knapp am gefrierpunkt die Pumpe zum laufen bringt. Aber genau da hatten wir Probleme, da dieser Tempwächter nicht für die Benutzung im freien geeignet ist.

jaleo-octane
12.01.2009, 00:45
Hallo Ralf-T,

wie sah denn der Rest des Hafens bzw. die Zufahrt nach Workum aus?
Schlittschuhlaufen ist ja wohl angeblich in diesem Jahr drin.
Habe in diesem Jahr mein Boot aus dem Wasser genommen. Letztes Jahr habe ich es im Wasser gelassen und auch nicht in Richtung Hafenmeister verholt. Dieses Jahr in sofern alles Richtig gemacht.

LG Thierry

GER 537

Ralf-T
12.01.2009, 09:55
Hallo Ralf-T,

wie sah denn der Rest des Hafens bzw. die Zufahrt nach Workum aus?
Schlittschuhlaufen ist ja wohl angeblich in diesem Jahr drin.
Habe in diesem Jahr mein Boot aus dem Wasser genommen. Letztes Jahr habe ich es im Wasser gelassen und auch nicht in Richtung Hafenmeister verholt. Dieses Jahr in sofern alles Richtig gemacht.

LG Thierry

GER 537

Der Rest sah so aus:

http://lh6.ggpht.com/_NMvt2LlNVVI/SWnYZKnEs3I/AAAAAAAAA10/10CedSOH_0g/s640/P1101626.JPG



Die Zufahrt sah so aus:

http://lh6.ggpht.com/_NMvt2LlNVVI/SWnYuPY014I/AAAAAAAAA4g/PEMK7D_KjA4/s640/P1101647.JPG

bzw so:

http://lh6.ggpht.com/_NMvt2LlNVVI/SWnYsz5dMHI/AAAAAAAAA4Y/z2zTVpWTlww/s640/P1101646.JPG

Das IJsselmeer ist zugefroren:

http://lh5.ggpht.com/_NMvt2LlNVVI/SWnYnvbt8CI/AAAAAAAAA3w/VeW4eab7QI0/s640/P1101641.JPG


Aber auch wenn das Schiff total eingefroren ist: was macht es? Was soll passieren? Ich bin nach wie vor der Meinung, das Überwintern im Wasser ist der sicherste Ort, sofern der Hafen frei von Schwell und größreren Wasserstandsschwankungen ist. Was ein Frostwächter an Bord soll, bleibt mir verborgen. Der frisst viel Energie und bringt rein gar nichts. Wenn ein schiff vernünftig vorbereitet ist, macht der Frost doch nichts. Es sei denn, man hat extra Wasser im Tank gelassen. Wenn aber dann der Strom ausfällt...

@Nelson: Ja, das ist ein Schwimmsteg. Warum sollte der auf Grund gehen? Dann müßte schon das IJsselmeer leerlaufen und warum sollte es das tun?

Ralf-T
12.01.2009, 10:13
[quote=thora;762852]Hafen: Bodensee 16m Wassertiefe, ruhiges Wasser ohne Schifffahrt.

1. Motor Einwintern. Klar
2. Druckwassersystem leeren und Einwintern. Wir pusten es mit Pressluft aus, das brauchst Du keinen Frostschutz.
3. Batterie abklemmen. Wozu das?
4. Seeventile mit Druckluft ausblasen. Die wiederum füllen wir mit Frostschutz. (Schlauch füllen, kurz öffnen, fertig.)
5. Heizlüfter auf defrost einstellen und an einen eigenen Landanschluß anschließen. Wozu Heizlüfter? Brandgefahr wäre mir zu hoch.
6. Tauchpumpe in 6m Wassertiefe hängen, und Warmwasser duch Schläuche nach oben fördern. Auch diese an einen eigenen Landanschluß anklemmen. -wird bei uns so ähnlich gemacht, allerdings ohne Schläuche. Die Pumpe wälzt Wasser um und verhinder so das Einfrieren.
7. Schiff ordentlich vertäuen. Unbedingt, dabei vernünftige Festmacher verwenden und keine ausgefransten Schoten, wie man es leider oftmals sieht. Alle Leinen doppelt ausführen.
8. Winterpersenning drauf. Muss nicht unbedingt, besser keine als eine schlechte Plane, die im ersten Sturm reißt und Schäden verursacht.
9. Regelmäßig nach dem Schifferl schauen, oder jemanden beauftragen, danach zu sehen. Genau so.

Es gibt sicherlich auch andere Wege, dieser ist meiner.
Micha

jaleo-octane
12.01.2009, 11:34
Hallo Ralf-T

sehe ich eigentlich genau so. Hatte in den 90gern mal eine Ventura 30, die habe ich seinerzeit in Makkum auch im Wasser gelassen. War kein Problem. Bei entsprechenden Vorkehrungen. Das gleiche Boot im Winter 92/93 im Mülheimer Hafen bei Pannenbäcker am Steg (ohne Vorkehrungen) und nur mal kurz über Sylvester nach Spanien und schon hatte ich danach dicke Probleme. Motor eingefroren "Froststopfen" rausgeflogen und Riss im Thermostatgehäuse an einem 3 Jahre alten Yanmar. Schöne Sch.... Hatte aber Glück. Motor ausgebaut - war ja eh fast zu Hause. Gussgehäuse schweißen lassen.
Neu Stopfen rein und weiter ging es. Puh
Der Motor läuft noch heute. Wohl nun in Lemmer.
Und Danke für die Bilder...

Thierry

GER 537

sunwind
12.01.2009, 12:39
Schöne Fotos Ralf - vielen Dank.

War am Wochende auch am Schiff - bei uns im Hafen kein Eis (Grevelingen- doch noch Salzwasser).

Gruß Sunwind

Nelson
12.01.2009, 13:01
Schöne Bilder. Ganz ordentlich Treibeis. Da sollte man nicht drin liegen.
Aber im Hafen scheint es noch nciht zu dickes Eis zu haben. Hat der einen warmen Zufluß?

Ralf-T
12.01.2009, 14:24
Schöne Bilder. Ganz ordentlich Treibeis. Da sollte man nicht drin liegen.
Aber im Hafen scheint es noch nciht zu dickes Eis zu haben. Hat der einen warmen Zufluß?


Kein Treibeis! Durch die Ansteuerung auf Workum ist ein Eisbrecher gefahren. Der Hafen ist auch ziemlich vereist, ausser dort wo die Sprudler angebracht sind. Aber es wird ja schon wieder wärmer.

Stoerte
12.01.2009, 16:31
Ich kann das Buch von Björn Larsson zum Thema empfehlen. Er hatte 6 Winter auf seiner Rustler 31 zugebracht. Neben vielen nützlichen Tipps auch noch ne Menge romantischer Stimmungen eingefangen, wie es im Winter an Bord zugeht!
Gruß
Stoerte

thora
12.01.2009, 19:58
zu 3. alter Kahn, Kriechstrom. Hab mir leztes Jahr die Batterien tiefentladen.

zu 4. Fließt der Frostschutz von alleine in das Seeventil ?? Die Seeventile sind unter Wasser, muß man da keinen "Gegendruck" erzeugen ??

zu 5. Der Lüfter genießt mein volles Vertrauen, ist 1a Qualität aus der Schweiz, quasi die Creme der Schoki.
OK Heizer und komplet Einwinter ist schon- doppelt gemoppelt. Aber was solls.

Alles andere sehe ich genau so.

Micha

Ausgeschiedener Nutzer
12.01.2009, 22:26
...
Aber auch wenn das Schiff total eingefroren ist: was macht es? Was soll passieren? Ich bin nach wie vor der Meinung, das Überwintern im Wasser ist der sicherste Ort, sofern der Hafen frei von Schwell und größreren Wasserstandsschwankungen ist. Was ein Frostwächter an Bord soll, bleibt mir verborgen. Der frisst viel Energie und bringt rein gar nichts. Wenn ein schiff vernünftig vorbereitet ist, macht der Frost doch nichts. Es sei denn, man hat extra Wasser im Tank gelassen. Wenn aber dann der Strom ausfällt...


Salü Ralf,

ja das mag sein, wenn es komplett eingefroren ist - zumindest mit Frostwächter liegt es dann auf einer Art konkaven wassergeschmiertem Teller, kann darauf sogar leicht gleiten.

Aber (und das ist bei unserer Yacht beim Vor-Vor-Eigner mal passiert) wenn das (dicke) Eis bis auf wenige cm an die Yacht herangekommen ist und sie dann (zB. infolge Sturm) stark schwoit, schlägt das GFK an die Eiskanten - das GFK würde das wohl schon aushalten, das Gelcoat eher schlecht.

Bei unserer Yacht sieht man solch eine Beschädigung achtern sehr gut - ich würde sagen, es hat so 0.5mm tiefe Rillen.

Grüsse

Henri

Ausgeschiedener Nutzer
12.01.2009, 22:31
Wenn die Wasseroberfläche gefriert, ist es ein paar m tiefer immer noch ca 6 Grad warm. Dieses Wasser fördere ich mit einer Tauchpumpe
( 10.000 Liter-Std, 750 Watt ), an zwei Schläuchen nach oben. Dieses sorgt für eine Umwälzung und Erwärmung der Wasseroberfläche.
Es kann sich kein Eis bilden.
Man kann die Pumpe mit einen Tempwächter steuern, indem man den Sensor ins Wasser taucht und erst knapp am gefrierpunkt die Pumpe zum laufen bringt. Aber genau da hatten wir Probleme, da dieser Tempwächter nicht für die Benutzung im freien geeignet ist.

Salü Thora,

danke für die Antwort - hochinteressant!
Ich hatte noch nie von so einer Methode gehört.

Ich liebäugle auch damit, das Schiff mal drinzulassen, hätte es dann aber in einen offenen Hafen verschoben, welcher sicher nicht zufriert, es sei denn, der ganze See gefriert.

Wie tief sollte das Wasser denn sein für diese Methode?

Wir haben etwa 2-2.5m maximal (auch im Bodensee) würde das reichen?

Und wie ist es mit Verstopfung der Pumpe?
bzw. hast Du eher steinigen Untergrund?


Grüsse

Henri

ms-cutter
13.01.2009, 09:00
Ich kann das Buch von Björn Larsson zum Thema empfehlen. Er hatte 6 Winter auf seiner Rustler 31 zugebracht. Neben vielen nützlichen Tipps auch noch ne Menge romantischer Stimmungen eingefangen, wie es im Winter an Bord zugeht!
Gruß
Stoerte

Na ja, für einen ist es romantisch, für den anderen…brrrr, ne, ich könnte Larssons Begeisterung nicht teilen, bin nämlich Warmblüte

.. hat er wirklich 6 Winter auf der Yacht zugebracht? ist schon lange her..

Firsty
13.01.2009, 09:37
..Wir haben etwa 2-2.5m maximal (auch im Bodensee) würde das reichen?...


Da wäre ich dann vorsichtig, wenn es dann doch friert und dann wieder auftaut können die wechselnden Pegelstände heftige Folgen haben.
Wäre ja nicht das erste Mal, das jemand (bewusst oder unbewusst) den Strom abstellt.

Wie Ralf schon schrieb, gleich bleibender Wasserstand ist eine wichtige Voraussetzung.

Ralf-T
13.01.2009, 10:28
Wie tief sollte das Wasser denn sein für diese Methode?

Wir haben etwa 2-2.5m maximal (auch im Bodensee) würde das reichen?

Und wie ist es mit Verstopfung der Pumpe?
bzw. hast Du eher steinigen Untergrund?


Wir haben ca. 2,5m im Hafen. Untergrund schlammig. Die Pumpe dient allerdings nur zur Bewegung des Wassers, es wird also keinerlei Luft gepumpt. Zum genauen Typ des Gerät kann ich nichts sagen weil der Hafenbetreiber den Betrieb sicherstellt. Siehe Bild mittig.

http://lh3.ggpht.com/_NMvt2LlNVVI/SWnYK-GC7JI/AAAAAAAAA0Q/Q_yqcby7a8A/s640/P1101613.JPG

Katja
13.01.2009, 11:32
Salü Thora,

danke für die Antwort - hochinteressant!
Ich hatte noch nie von so einer Methode gehört.

Ich liebäugle auch damit, das Schiff mal drinzulassen, hätte es dann aber in einen offenen Hafen verschoben, welcher sicher nicht zufriert, es sei denn, der ganze See gefriert.

Wie tief sollte das Wasser denn sein für diese Methode?

Wir haben etwa 2-2.5m maximal (auch im Bodensee) würde das reichen?

Und wie ist es mit Verstopfung der Pumpe?
bzw. hast Du eher steinigen Untergrund?


Grüsse

Henri

Hallo Henri,

Wir haben die Pumpe etwa nen Meter unter der Wasseroberfläche am Bugkorb hängen (Berlin, Wannsee, max. Wasserstandsschwankungen 30cm, See ziemlich schlammig, Wassertiefe in der Steganlage 2-4m). Die Konstruktion ist folgende:

http://www.onlines.de/katja/katja/Sprudelanlage.gif

So sieht das dann aus (ist unser Nachbarschiff... wir liegen mit Heck zum Steg, da kann man nicht so gut Fotos machen):

http://www.onlines.de/katja/katja/Sprudelanlage.jpg

Und das ist das Ergebnis nach drei Nächten nahe bzw. sogar einmal unter -20°:

http://www.onlines.de/katja/katja/Sprinta.jpg

Die Schiffe bleiben rundherum eisfrei nur durch die von der Pumpe generierte Strömung am Boot entlang. Jahrelang bewährt bei uns am See.

Direkt daneben ist das Eis 20cm dick... leider hab ich von der Grillparty neben dem Schiff am letzten Wochenende noch keine Fotos!

Aber vor drei Jahren war's ja auch schonmal so kalt:

http://www.onlines.de/scwb/eiszeit/img_2649_klein_std_std.jpg

Die Dehler im Hintergrund schwimmt und hat keine Probleme mit dem Eis!

Hoffe, das gibt bisserl Anregungen...
Katja

PS: Die Pumpe ist ne einfache Teichpumpe mit ca. 300-400W und ungefähr 6000l/h... die kann auch ein bisserl Grünkram ab, ohne zu verstopfen. Außerdem hat man ja im Winter zumindest vor den Algen Ruhe...

Ausgeschiedener Nutzer
13.01.2009, 23:57
Salü Katja, Ralf, Thora,

herzlichen Dank für Eure detaillierten Beiträge.

Hochinteressant!

Bei uns im Hafen haben alle nur einen Frostwächter im Schiff (zumindest soweit ich weiss) - das gibt bestenfalls 2cm Wasser rundherum, wenns richtig zufriert.
Werde gleich dieses Wochenende noch prüfen, wie es jetzt bei denen aussieht....

Eure Methode ist sicher besser, man hat ja ein grosses "Reservoir" an wärmerem Wasser unten. Würde bei uns wohl auch gehen, denn es hat eine ganz ganz leichte Strömung im Hafen.


Es grüsst

Henri

skipklaus
15.01.2009, 08:35
Mal ne Frage, was für nen Frostschutz verwendet ihr da? Ist das Zeugs nicht hochgiftig? Und lasst ihr es dann einfach ins Hafenwasser ab?

Ralf-T
15.01.2009, 14:52
Hochgiftig ist es nicht. Gesund aber auch nicht gerade. Was machen denn die Landskipper mit dem Glysantin im Seekreislauf der Maschine? Beim Einwassern geht das i.d.R. ins Wasser. Die Menge Glysantin in den Seeventilen ist verschwindend gering.

Hier eine Info zur Giftigkeit: Ethylenglykol, ein geruchloser, süßlich schmeckender Alkohol, kann z.B. für Kinder oder Haustiere eine Verlockung darstellen. Aufgrund des beigemischten Bitterstoffs ist es allerdings kaum möglich, eine toxisch relevante Menge zu sich zu nehmen. Zu beachten ist allerdings, dass Ethylenglykol auch über die Haut resorbiert wird.

Dani
29.01.2009, 16:34
Argumente für die Ich-stelle-mein-Boot-an-Land-Fraktion:
http://www.knrm.nl/30waar_wij_zijn/10reddingstations/elburg/06reddingrapporten/?TheArticle=12734

Hoffe das sind Einzelfälle und die meisten kommen ohne Schaden über den Winter!
MFG
Daniel

reinh
30.01.2009, 09:16
Im Boote-Forum gibt es einen sehr informativen Austausch über Erfahrungen
mit verschiedenen Methoden der Pumperei.
So z.B. der Einsatz mehrerer kleiner Teichpumpen rund ums Boot; die Möglichkeit Luft zu pumpen und die Anlegung einer schwimmenden Barriere rund um, die das "warme" Wasser beisammen hält.
Die gezeigten Bilder veranschaulichen den Text treffsicher.

LG
Reinhard

whitbread
30.01.2009, 10:47
Interessant, daß ein Beitrag, der eigentlich als Angriff auf alle Winterwasserlieger gestartet war, so viel unaufgeregte Resonanz und Erfahrungsberichte erhielt.

Also wir liegen auch im Wasser (Kieler Bucht) und das mit einem ziemlich neuen Schiff. Die Ratschläge, wie man ein Schiff winterfest macht, sind schon genannt worden. Unsere Überlegungen und Vorgehen:


Auch wir versorgen sämtliche Seeventile mit Defrost,
"klemmen" die Battrie ab, d.h. legen den Hauptschalter um, da wir keine 12V-Verbraucher laufen haben.
Wir lassen aus Sicherheitsgründen auf kleinster Stufe einen Radiator mitlaufen, da wir noch keine Erfahrungswerte haben.
Wir haben uns trotz Teakdeck gegen eine Plane entschieden, da ich dann am Wochenende gar nicht mehr loskäme.
Am Wichtigsten ist aber sicherlich regelmäßige Kontrolle. Ich bin durchschnittlich alle vier Wochen an Bord.

Unser Glück ist zusätzlich, daß direkt neben uns ein Eigner auf seinem Schiff lebt und somit freundlicherweise ein aufmerksames Auge auch auf unser Schiffchen hat.

Mit Eis hatten wir bisher keine Probleme. Aktuelle Bilder gibt es hier: http://www.kielmonitor.de/kameras.php?cam=pegel. Im Fall der Fälle hätten wir dann auch auf Pumpenhilfe zurückgreifen müssen.

Die Argumente für das Wasserliegen im Winter sind aus unserer Sicht:


Kosten
Die Verlängerung der Saison im Herbst um ca. 2 Monate und im Frühjahr um mind. 1 Monat
Keine Probleme mit unprofessionellem Aufpallen
Höhere Sturmsicherheit als Landlieger (nicht Hallenlieger)
Kein Ärger / Aufwand mit Mast 'rauf / 'runter

Die Probleme, mit denen wir uns im Winter 'rumschlagen müssen, sind natürlich auch vorhanden, bei uns primär:


Wasserversorgung (Wasser am Steg abgeklemmt)
Mövendreck
Bewuchs Unterwasserbereich; wie das ausgeht weiß ich erst im Frühjahr
regelmäßige Besuche; trotz Freude an Bord zu sein bleiben 800km Anreiseweg oneway

... und bevor mir sowas passiert, bleib ich lieber im Wasser und besuch mein Schiffchen regelmäßig:
http://pics.tamaba.de/Sturm%20Frankreich%20Segelboot.jpg

Ralf-T
30.01.2009, 11:30
Wenn ich mir die Lagerböcke der meisten Häfen anschaue, bekomme ich bei Gedanken an Winterstürme das Grausen.

Wir hatten mal unser Schiff im Mai zum Streichen rausgekrant. Nachts hoch oben auf dem Bock kam etwas Wind von 5-6 Bf auf. Wir haben kaum noch geschlafen so wackelte das Schiff. Mach das mal bei Bf 10 oder mehr.

Die Böcke sind i.d.R viel zu schmal für die Schiffsbreite. Die Stabilität läßt zu wünschen übrig. Die Auflagen der Pallhölzer sind meist viel zu klein, so dass bei Sturm zu viel Druck auf den Pallstellen lastet. Äußerst selten sieht man Schiffe, bei denen der Kiel ordnungsgemäß gegen verrutschen verkeilt ist.
Die meisten Planen machen mehr Angst als zu schützen. Interessant ist im Frühling mal durch einen Winterlagerplatz zu gehen und auf den Boden zu achten. Ich habe schon öfter Kratzer auf dem Asphalt gesehen, die von verrutschten Böcken nebst Schiffen stammen. Meines Erachtens muss es gar nicht der große Schaden sein, bei dem die Yacht umfällt. Viele Schäden bemerkt man erst nach Jahren.

Wenn ich einen vernünftigen Hafen habe mit stabilen Stegen und ohne Schwell und mein Schiff ordentlich mit starken Leinen doppelt vertäue und dazu das ganze Frostschutzprogramm erledige, ist der Wasserliegeplatz sicherer als der Landplatz. Ein Heizlüfter erhöht das Risiko nur (Brand und Schimmel). Das Landkabel gehört abgezogen!

Katja
30.01.2009, 12:47
Bewuchs Unterwasserbereich; wie das ausgeht weiß ich erst im Frühjahr


Unsere Erfahrung (allerdings Süßwasser) ist, daß im Winter doch sehr wenig wächst: Wir haben im November nochmal schnell geputzt & gemalert... und das AF sieht heut noch fast aus wie am ersten Tag. Im Sommer wäre nach fast drei Monaten doch schonmal bisserl putzen angesagt gewesen...

Dumm ist allerdings, daß wir beim Wintersegeln momentan genau einen Meter vor und einen zurück kommen... dieses verdammte Eis!!! Wann wird's endlich mal wieder über Null, damit das Zeug wegtaut??? :mad:

http://www.met.fu-berlin.de/wetter/webcam/Wannsee_prod.jpg

Gruß
Katja

PS: Aber im Dezember mit'm Schiff zum Weihnachtsmarkt... das hatte schon was! Das eigentlich schon traditionelle Silvestersegeln ist leider ausgefallen wegen schon falschen Aggregatzustandes... :(
... vielleicht sollte man sich doch mal nen Eissegler zulegen...

sunwind
30.01.2009, 13:15
Impression unseres Hafens im Januar: Jede Menge Schiffe im Wasser:)

http://www.wsvdenosse.nl/Winter20082009/photos/photo5.jpg

Gruß Sunwind

Maxi777
05.02.2009, 10:51
Wenn ich mir die Lagerböcke der meisten Häfen anschaue, bekomme ich bei Gedanken an Winterstürme das Grausen.

Wir hatten mal unser Schiff im Mai zum Streichen rausgekrant. Nachts hoch oben auf dem Bock kam etwas Wind von 5-6 Bf auf. Wir haben kaum noch geschlafen so wackelte das Schiff. Mach das mal bei Bf 10 oder mehr.

Die Böcke sind i.d.R viel zu schmal für die Schiffsbreite. Die Stabilität läßt zu wünschen übrig. Die Auflagen der Pallhölzer sind meist viel zu klein, so dass bei Sturm zu viel Druck auf den Pallstellen lastet. Äußerst selten sieht man Schiffe, bei denen der Kiel ordnungsgemäß gegen verrutschen verkeilt ist.
Die meisten Planen machen mehr Angst als zu schützen. Interessant ist im Frühling mal durch einen Winterlagerplatz zu gehen und auf den Boden zu achten. Ich habe schon öfter Kratzer auf dem Asphalt gesehen, die von verrutschten Böcken nebst Schiffen stammen. Meines Erachtens muss es gar nicht der große Schaden sein, bei dem die Yacht umfällt. Viele Schäden bemerkt man erst nach Jahren.

Wenn ich einen vernünftigen Hafen habe mit stabilen Stegen und ohne Schwell und mein Schiff ordentlich mit starken Leinen doppelt vertäue und dazu das ganze Frostschutzprogramm erledige, ist der Wasserliegeplatz sicherer als der Landplatz. Ein Heizlüfter erhöht das Risiko nur (Brand und Schimmel). Das Landkabel gehört abgezogen!



Hallo Ralf,

ich muß Dir beipflichten, hatte ich in einigen Häfen auch schon etliche sehr abenteuerlich ausschauende Lagergestelle "bewundern" können.
Was hälst Du von den Böcken, die hier in Stavoren verwendet werden ? (siehe Foto). Die seitlichen Auflageflächen durch die Keile könnten m.E. etwas größer sein, aber das Boot selbst steht mit seinem Gewicht ganz ordentlich auf seinem Kiel.

Wie man auf dem anderen Foto sieht, haben sich bis auf zwei Eigner von Stahlyachten alle ca. 300 Dauerlieger entschieden, die Boote aus dem Wasser zu nehmen. Der Hafen ist ziemlich ungeschützt - die Winterstürme jagen ungebremst über das Gelände und darüberhinaus war im Januar alles dick zugefroren.

Ich meine, beides hat seine Vor- und Nachteile und es spielt eben immer auch eine große Rolle, welche Bedingungen im jeweiligen Hafen zu erwarten sind.

Grüße,
Eberhard

GREIF
05.02.2009, 13:04
Wenn das Eis kommt immer eine Elektroheizung einschlaten, so kann das Boot nicht einfrieren. Bedingung mindesten 1 meter von der Kaimauer entfernt legen, wegen den unterschiedlichen Wasserständen

Ralf-T
05.02.2009, 17:33
Hallo Ralf,

ich muß Dir beipflichten, hatte ich in einigen Häfen auch schon etliche sehr abenteuerlich ausschauende Lagergestelle "bewundern" können.
Was hälst Du von den Böcken, die hier in Stavoren verwendet werden ? (siehe Foto). Die seitlichen Auflageflächen durch die Keile könnten m.E. etwas größer sein, aber das Boot selbst steht mit seinem Gewicht ganz ordentlich auf seinem Kiel.

Wie man auf dem anderen Foto sieht, haben sich bis auf zwei Eigner von Stahlyachten alle ca. 300 Dauerlieger entschieden, die Boote aus dem Wasser zu nehmen. Der Hafen ist ziemlich ungeschützt - die Winterstürme jagen ungebremst über das Gelände und darüberhinaus war im Januar alles dick zugefroren.

Ich meine, beides hat seine Vor- und Nachteile und es spielt eben immer auch eine große Rolle, welche Bedingungen im jeweiligen Hafen zu erwarten sind.

Grüße,
Eberhard

Was ich von den Böcken halte? Ehrlich gesagt nichts! Die sind viel zu schmal, der Rumpf ist deutlich breiter. Das Problem ist oftmals, das der Bock 2,5m breit ist, das Schiff aber 4m oder mehr. Wie soll den da eine vernünftige seitliche Abstützung entstehen? Wie Du schreibst, sind die Auflagen auch zu klein.

Das Bild ist die Buitenmarina, stimmts. Da wollte ich mein Boot auch nicht drin lassen, weil viel zu ungeschützt.

@Greif: Lass den Heizlüfter aus! Der kostet nur unnötig Strom und schadet mehr als er hilft. Die erwärmte Luft im Schiffsinnern kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als ungeheizte. Dieses mehr an Feuchtigkeit setzt sich an den kalten Bordwänden ab und es kann zu Schimmelbildung kommen.
Einem Seeventil hilft die Heizung eh nicht, das friert ohne Frostschutz auch mit Heizung ein, besser Glysantin einfüllen, kurz öffen - zu - fertig.
Der einzige Vorteil des Frostwächters ist eine angenehmere Temperatur bei Besuch des Schiffs.

Maxi777
06.02.2009, 09:22
[QUOTE=Ralf-T;769499]Was ich von den Böcken halte? Ehrlich gesagt nichts! Die sind viel zu schmal, der Rumpf ist deutlich breiter. Das Problem ist oftmals, das der Bock 2,5m breit ist, das Schiff aber 4m oder mehr. Wie soll den da eine vernünftige seitliche Abstützung entstehen? Wie Du schreibst, sind die Auflagen auch zu klein.

Das Bild ist die Buitenmarina, stimmts. Da wollte ich mein Boot auch nicht drin lassen, weil viel zu ungeschützt.




Moin Ralf,

stimmt, die Böcke sind ungefähr 2,50m breit, das Boot 3,15m. Aus gutem Grund binden die Jungs vond der Buiten-Marina zusätzlich Spanngurte von den Püttingen zu den Böcken - wenn schon, dann soll alles zusammen umfallen :D. :rolleyes:
Nun - der Platz den ich habe, ist - zusammen mit acht weiteren Schiffen, gut gewählt, von drei Seiten geschützt durch, wegen längerem Kiel "höhere" Schiffe und ein Gebäude, das Weststürme abfängt. Einige, breitere Boote (auf identischen Böcken) recken dagegen recht einsam und ohne jede Abdeckung ihr Rigg in den stürmischen Himmel - da kommen einem schon Bedenken....

Grüsse,
Eberhard