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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : dänische Südsee



peter.bodensee
21.03.2009, 22:17
Hallo,

ich werde anfang Juni von Heiligenhafen in die dänische Südsee mit einer Bavaria 40 segeln. Einige Häfen habe ich schon gefunden, die mich interessieren. Da ich noch nie in diesem Gebiet war, bin ich um jeden Tipp froh. Ganz besonders interessieren mich Städte/Dörfer die sehenswert sind und die besonders schönen Häfen.
Danke für jeden Tipp

nixbart
21.03.2009, 22:24
Welchen Tiefang hast du ?
Denn das ist entscheidend für die gewünschten Tipps.:)

Smulie
21.03.2009, 22:36
Marstal,Ærøskøbing,Fåborg,Rudkøbing und Svenborg sind Häfen die Du in jedem Fall anlaufen kannst und solltest.

Gruß Jörg

Steppke128
21.03.2009, 22:49
Eine Bavaria 40 müsste doch einen Tiefgang von etwa 1,90m haben. Damit dürfte die Auswahl an Häfen zwar etwas begrenzter sein, aber dennoch gibt es ein paar Schöne.

Faaborg - etwas größer mit einer schönen Stadt zum Bummeln.

Svendborg - der Hafen ist gefühlt Größer als Faborg (damit jedoch nicht schlechter). Außerdem gibt es einen sehenswerten Museumshafen mit schönen alten Seglern. Auch hier lässt es sich gut bummeln

Marstal - schöner Hafen mit einem super Spielplatz (auch für große Kinder ^^) Dort gibt es ein Schifffahrtsmuseum

Soll es ein wenig Abgelegener sein, kann ich dir die Genner Bucht nördlich von Als, Lyö und Dyvig empfehlen. Dyvig und Lyö könnten jedoch knapp mit dem Tiefgang werden, weiß die Wassertiefe dort nicht. (Ich musste bis jetzt noch nie so großartig auf den Tiefgang achten, da unter 1,50m)

Welche Häfen hast du bis jetzt?


Gruß Stefan

Steppke128
21.03.2009, 22:50
Da war ich wohl zu langsam... Sonderborg geht auch auf jeden Fall.

Jollenkreuzer
21.03.2009, 23:50
Mit so einem dicken Dampfer macht es in der dänischen Südsee wenig Spaß. Du bist zu häufig an den Tonnenstrich gebunden, kannst nicht drüberrauskreuzen und mußt entsprechend oft motoren.
Mach gleich was Richtiges (Rund Fünen, rund Seeland oder so, und bleibe nur bei abartigem längerfristigem Mistwetter im Bereich Kleiner Belt / Dän. Südsee.

Steppke128
22.03.2009, 00:17
Auch in der Dänischen Südsee gibt es schöne Ecken, die man mit viel Tiefgang besegeln kann. Ich denke da an die Ecke rund Als.

Andererseits stimmt es natürlich, dass schöne Ecken wie Mjels oder Lyö vermutlich verborgen bleiben.

Möchtest du eine Bavaria 40 ab Heiligenhafen chartern?

Gruß Stefan

Seesegler
22.03.2009, 11:44
Andererseits stimmt es natürlich, dass schöne Ecken wie Mjels oder Lyö vermutlich verborgen bleiben.

Mit zwei Meter Tiefgang lässt sich sowohl die Dyvig/Mjels Vig als auch Lyö problemlos anlaufen.

Wenn man immer nur mit dem Jollenkreuzer unterwegs war, wird man zwei Meter Tiefgang in der Dänischen Südsee sicherlich als Einschränkung empfinden. Wenn man dieses Revier zum ersten Mal besegelt, gibt es auch mit mehr Tiefgang genug zu entdecken. Kurze Strecken zwischen sehr schönen Städten, tollen Buchten und Ankerplätzen sowie romantische Inseln.

Ziele, die man m.E. auf jeden Fall besuchen sollte: Ærøskøbing, Lyö, Faaborg, Dyvig, Sonderborg, ...

Google einfach mal mit den o.g. Häfen (alle hintereinander eingeben) und dazu "dänische Südsee" dann findest Du eine Menge Artikel mit weiteren Zielen.

MichaelK
22.03.2009, 12:46
Lyö mit 1,90 m ist gar kein Problem, sofern man nicht bis zum Ende des Hafes reinfährt. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, ist im Sommer aber halt immer recht voll. Aber bei Westlichen Winden kann man dort auch sehr gut ankern.

Dyvig ist bis weit über 2m ansteuerbar. Neben den Häfen dort auch immer gut besuchte Ankerbucht. Nur Baden würde ich dort wegen des durch die Barre reduzierten Wasseraustausch nicht unbedingt ;)

Was damit natürlich auch für die abzweigende Mjels Vig gilt. Dort aber wirklich genau an das betonnte kurvenreiche Fahrwasser halten - selbst mit weniger Tiefgang als 2 m (keine offizielle Betonnung sondern vom Club ausgelegte Kugelfender, deren Farbe schon mal zweifelhaft sein kann). Wer dort dir Bögen zu eng nimmt sitzt.

Beide (Mjelsvig und Dyvig) haben in den letzten Jahren ihre Sanitäranlagen renoviert und sind jetzt auf aktuellem Stand.

Zwischen Lyö und Faaborg wäre noch Dyreborg anzuführen. Klein aber gemütlich.

Und Lyö gegenüber liegt noch Avernakö, der mit persönlich allerdings nicht so gut gefällt, aber die Geschmäcker sind verschieden.

Aeröskobing auf Aerö. Schnukkeliges kleines Städtchen, im dem die Zeit irgendwie stehen geblieben ist. Gibt dort auch ein umfangreiches Buddelschiff Museum.

Soeby auf der gleichen Insel kann man dafür getrost auslassen, es sei denn, man möchte in der Kerzenfabrik dort seinen Vorrat für den Winter aufstocken.

peter.bodensee
22.03.2009, 14:50
Liebe Segler,

eure Tipps sind super. Ich freue mich schon auf unseren Törn. Danke!

Peter

Contrast33
22.03.2009, 17:20
Moin Peter,

dän. Südsee passt schon zum Kennenlernen.
Wieviel Tage habt ihr, habt ihr Kids an Bord, reine Männer-Crew oder eher Pärchen-Segeln? Wenn ihr zwei Wochen habt, würde ich auch eher rund Fünen und Samsö als nur die dänische Südsee empfehlen. In der dän. Südsee ist alles so eng beieinander, dass ihr von Hafen zu Hafen schwimmen könntet.

Ein paar unsortierte Ideen:
- Von Heiligenhafen aus würde ich Bagenkop nicht anlaufen sondern gleich die acht Meilen weiter bis Marstal gehen. Gastliegeplätze sind an den Stegen ganz hinten.
- Sönderborg ist für Kids in die Marina netter, mit Erwachsenen eher der Stadthafen. Durch den Alsen-Sund nach Norden.
- Im kleinen Belt etwa 18 NM nördlich von Alsen liegt die kleine Insel Aarö. Ist aber eher für Kinder mit nem netten kleinen Strand.
- Lyö: ins Dorf laufen lohnt sich.
- Aerösköping: persönlich finde ich den Stadthafen netter als die Marina.
- Durch den Svendborgsund segeln, ist ein Muss.
- Auf der Ostseite von Fünen gibt's mit Lundeborg noch einen wunderschönen Hafen, ist für Kids aber nicht sehr gut geeignet.
- Der Hafen von Dyreborg ist sehr klein und schnuckelig, war für unsere Kids aber sehr schnell langweilig, der Ort auch. Ist eher etwas zum Selber-Kochen und Rotwein an Deck trinken.

Der Tiefgang ist kein wirkliches Thema, alle genannten Häfen konnten wir gut mit 1,90m Tiefgang anlaufen. Einzuhaltende Tonnenstriche gibt es, vor allem von Drejö nach Marstal, um Marstal herum, bei Rudköping und im Svendborgsund. Wenn's nicht direkt gegenan bläst, kann man meistens aber segeln. Ab und zu setzt in den engeren Fahrwassern windabhängig etwas Strom, daher auch darauf achten, ob die Tonnen "Fahrt durchs Wasser" machen. Ist kein Problem, man soll's nur berücksichtigen.

"Kulinarisches" / Versorgung:
- Geschäfte sind idR an allen Tagen geöffnet, Montags haben aber viele Bäcker geschlossen.
- In vielen Häfen gibt es Grillplätze mit guten Sitzmöglichkeiten (vor Allem Marstal!), die fest installierten Grill sind aber häufig ... - nun ja. Evtl. einen eigenen Grill mitnehmen.
- In vielen Häfen gibt es frisch geräucherten Fisch (Aerösköping, Faaborg, Lundeborg, ...)

Ansonsten nutze mal die Suchfunktion im Menü, zu Häfen in der dän. Südsee gibt's viele Beiträge im Forum.

Handbreit
Dirk