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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wird der Hafen Darßer Ort dauerhaft geöffnet ?



de Darßer
04.09.2010, 08:44
/OZ/LOKAL/RIB vom 04.09.2010 00:02
Debatte um Nothafen neu entbrannt

In Schwerin scheinen sich die Stimmen für einen Erhalt des Nothafens Darßer Ort zu mehren. Außerdem gibt es neue Fragestellungen.
Darß (OZ) - Die Pensionierung des Leiters des Nationalparkamtes bereitet in Schwerin den Weg für Spekulationen um den Fortbestand des Nothafens Darßer Ort. Das Hickhack im Zusammenhang mit der Suche nach einem Alternativstandort hat in der Landeshauptstadt inzwischen für Auflösungserscheinungen beim Widerstand, den bestehenden Nothafen weiter zu betreiben, geführt.

Prerow hat dem Bau eines Außenhafens auf seinem Gebiet eine Absage erteilt, in Zingst wird die Wunschliste für den Hafenbau lang und länger. Warum eigentlich, wird derweil in der Landeshauptstadt hinter vorgehaltener Hand gefragt, wurde der Nothafen Darßer Ort überhaupt in die Kernzone des Nationalparks gehievt? Das riesige Regenbogen-Camp liegt schließlich auch außerhalb der Nationalparkgrenzen. Das bietet Raum für Spekulationen.

Ein Etappenhafen an der Nordküste des Darß oder des Zingst muss her, das ist in Schwerin unbestritten. Nach Zählungen des Umweltverbandes WWF nutzten den Nothafen schon 1500 Segler. Für einen Neubau in Zingst scheinen die Kosten derzeit in astronomische Höhen zu reichen, sollten die Vorstellungen des Seeheilbades eins zu eins verwirklicht werden. Dabei haben noch längst nicht alle Interessenvertreter ihre Wünsche geäußert. Die Kommune hat sich schon vor längerer Zeit für einen Inselhafen entschieden.

Für die mittlerweile ins Spiel gebrachten 35 Millionen Euro könnte die Zufahrt zum alte Nothafen am Darßer Ort viele Jahre lang freigebaggert werden. Der Eingriff in die Natur, das jedenfalls scheint sich in der Landeshauptstadt inzwischen zu manifestieren, ist damit viel geringer als durch den Neubau eines Hafens.Von den Seglern selbst gehe keine Belastung aus, da wögen die unzähligen Wanderer und Radler in dem Bereich schon schwerer.

Im Gespräch mit verschiedenen Lobby-Verbänden tauchte auch noch eine ganz andere Fragestellung auf. Wie viele Bootsliegeplätze werden angesichts der demografischen Entwicklung noch benötigt? Immer älter werdende Skipper wollen nicht über wacklige Stege zu ihren Booten gelangen. Da gibt es Nachholbedarf, sagt auch der Vorsitzende des Tourismusverbandes, Mathias Löttge. Und: Immer weniger junge Menschen stiegen in die Sportbootschifffahrt ein.

Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Fried Krüger, kann sich durchaus eine Hafenlösung am Darßer Ort vorstellen. Die allerdings müsse dann konsequent ökologisch ausgerichtet sein, etwa mit

der Anbindung einer Solar-Bahn, regenerativer Energieerzeugung und nachhaltiger Kreislaufwirtschaft.

Langfristig gesehen, misst Löttge einer Sanierung des Boddens höchste Priorität bei. Erst dann könne wieder über Durchstiche debattiert werden, die für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Region wichtig seien.
TIMO RICHTER

Corvina55
04.09.2010, 09:12
Irgendwie spinnen die Ossis.....:cool:

Profillemaus
04.09.2010, 10:39
Könnte es einen Kompromiß geben?

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Ich bin am 12.7.10 mit meinem 21ft.-Boot von Hesnaes gekommen und wollte eigentlich vor dem Strand von Prerow vor Anker bis zum nächsten Morgen Station machen. Reinfahren würde ich nur, wenn es mit dem Wetter brenzlig würde; schon wegen der Mücken ist es auf Reede schöner. Es war schönes Wetter bei der Abfahrt, Wind bis 4 Bft. aus NO, auch als wir schon in die Sichtweite des Darss kamen. Bei der zunehmenden Windstärke hatte ich dann doch meine Bedenken, vor DO zu ankern. Beim Näherkommen hörten wir im Radio Unwetterwarnungen, Tornado über Helgoland, Tote in Nordwestdeutschland. Wir konnten eine Viertelstunde später - schon vor Zingst - eine schwarze Wand über DO auftauchen sehen. Der Wind drehte immer mehr auf O, genau aus der Zufahrt nach Barhöft zu. Die Welle wurde auch immer höher, so daß ich unter Segel noch Stunden gekreuzt wäre. Also Motor für die letzten 6 sm. Um 2130, nach 45 sm segeln und 6 sm motoren waren wir im Barhöfter Hafen.
Nun mein Gedanke zu einem Kompromiß:
Bei westlichen bis nordwestlichen Winden liegt man auch vor dem Hafen (östl. der Fahrrinne zum Hafen) sicher. Wenn ein Wellenbrecher (Steinschüttung) ca 200 bis 300 m vor dem Strand, bogenförmig den Bereich nach N und NO abschirmend hergestellt würde, hätte man hier einen Bereich, in dem bei allen Windrichtungen ruhiges Wasser wäre. Der Wellenbrecher könnte durchaus 100 m vor dem Strand enden, so daß die Durchströmung nur wenig behindert wäre. Die Orts- und Strömungskundigen könnten noch ergänzen, wo an dem Wellenbrecher eine Sandfalle hingehört, damit der vom Weststrand abgeschwemmte Sand sich nicht in diesem Bereich absetzt.
Als Krönung könnte man hier ca. 40 bis 50 Muringtonnen fest verankern, so daß niemand Angst zu haben braucht, auf einmal auf den flachen Strand zu driften. Unterwasserfauna kann dort nicht zerstört werden, dort ist auch bei 4 - 5 m Tiefe schöner heller Sand. Und die Liegegebühren an den Tonnen kann ein Strandwärter jeden Abend im Schlauchboot kassieren - vielleicht so 1,-€/m. Übernachtung nur 1x möglich; das nächste Mal erst wieder 3 Tage später!
Der Nothafen stände im Hintergrund bei extremem Wetter immer noch zur Verfügung. So wäre auch für Kleinboote mit Kindern die Sicherheit wesentlich verbessert, und dieser "kritische" Abschnitt zwischen Warnemde. und Barhöft wäre entschärft.
Vielleicht sollten die Verantwortlichen in MecPom mal über so eine abgespeckte Variante nachdenken!
Beste Grüße von Thilo,
Skipper von Profillemäuschen
http://profillemaus.repage4.de

beta
04.09.2010, 20:38
Der ganze Strand ist mit den Campingplätzen voller Rambazamba. Eine Bimmelbahn will man auch noch bauen.
Jetzt erklär mir bitte einer, inwieweit Segler, welche für eine Nacht in dem Loch fest machen, die Natur stören sollen? Es geht doch nicht um eine Marina mit Infrastuktur, sondern um einen Liegeplatz mit Klo für eine Nacht.

Weiterhin frage ich mich, wieso Prerow einen Hafen ablehnt. Die brauchen wohl keine Wirtschaft und keine Arbeitsplätze?

Man kann Natur und Wirtschaft auch in Einklang bringen. Oder wollen die ewig von EU-Geldern leben und ihre Natur finanzieren?

Profillemaus
05.09.2010, 18:43
Weiterhin frage ich mich, wieso Prerow einen Hafen ablehnt. Die brauchen wohl keine Wirtschaft und keine Arbeitsplätze?



Die Einnahmen aus dem boomenden Nichtsegel-Tourismus sind wesentlich höher als das, was die paar zusätzlichen Segler dort einbringen würden. Auf der Fläche, die der Hafen belegen würde, können sich 100 mal so viele Badeurlauber, die mit dem Auto (gut, auch mit dem Fahrrad!) durch den Darß knattern, sonnen!
Wer das Gewühle in dem Ort im Sommer schon mal erlebt hat, dem ist der Zusammenhang klar.
Der Hafen Darßer Ort liegt so am Rand und stört weder den sonstigen Tourismus noch das Naturschutzanliegen. In der Auseinandersetzung um den Hafen DO geht es schon längst nur noch um Demonstration von Ego und Machtansprüchen, in keiner Weise um Ökologie!
meint Thilo.
Ansonsten siehe oben.

user
05.09.2010, 18:50
Das zeigt allerdings viele Befindlichkeiten auf.

1. es scheint viel an der person des bald pensionierten zu liegen. warum auch immer.

2. Plötzlich kann ohne Scheuklappen vernünftig gedacht werden.

3. Auf einmal ist die Rede von Durchstich, Sanierung des Boddens, bessere Stege, Solarbahn zum Darß.

gearde Punkt 3. hört sich fast schon wieder gefährlich an,
weil es aussieht, als ob die Planer mal wieder weit übers Ziel hinausschießen.
Mit kostenintensiven Investitionen, die in der Summe mehr Umwelt schädigen, als einfach Darßer ort so zu lassen wie er ist, allerdings mit einem ähnlichem Status wie der campingplatz.

1500 Übernachtungen, über wieviele jahre ?
Allerdings unetr der prämisse, daß offiziell der Hafen ja nicht genutzt werden darf, was viele viele Segler davon abgehalten hat, dort einzulaufen.
Mit einer freigabe als Etappenhafen (meinetwegen mit max. 1-3 o.ä. Übernachtungen, wenn kein Starkwind/Sturm ist) und einem minimalen Angebot (ähnlich wie jetzt, oder nur wenig mehr wie Trockentoilette a la Utklippan, auch naturparadies aber ohne Einschränkungen für Segler, nur daß es außer trockentoilette und Inetrnet/Wlan nichts gibt, man also alles selbst mithinbringen muß) würden evtl. merh Sportbootfahrer kommen,
weil Darßer ort die wichtige Anbindung für den Reiseverkehr auf dem wasser von Westen nach und umgekehrt darstellt.

profillemäuschens Idee ist wert, genau nachgerechnet und begutachtet zu werden.
großartiger beitrag !
Muß nur noch nach Schwerin gesendet werden.

Oder besser der DSV sollte den mit einbringen.
Was macht eigentlich der Hamburger DSV (hier steckt leise kritik ..) bez. Darßer ort, nun ?

Wooling
06.09.2010, 16:23
Oder wollen die ewig von EU-Geldern leben und ihre Natur finanzieren?

Ja, genau das ist der Plan. Und wenn zu wenig Subventionen kommen, kann man immer noch jammern. (Aber jammern kann man doch sowieso immer)

user
06.09.2010, 16:44
na allingernet, piekt mein adjektivisch gebrauchtes Hamburger Dich sehr ?
Was hat denn der Mecklenburger "DSV"-Landesverband denn dann getan bisher ?!
das Abschieben der verantwortlichkeit auf den Landesverband MVP habe ich von einem der höheren offiziellen des "Hamburger" DSV selbst gehört. Danke, daß Du das bestätigst !
In der Summe traurig, weil ich eben keine wirksame beteiligung des "DSV/LSV" erkennen kann.
Es ist mir völlig klar , so läuft das meist, daß den rechtsweg gern ein orstansässig betroffner verein beschreitet, mit Unterstützung aus landesverband oder DSV.
Nur, wo bleibt/blieb die Klage betreffs verschwendung von Steuergeldern im Meer am Darß ? gegen den WWF als hafenbetreiber, der die bestehenden gesetze/Verordnungen nicht eingehalten hat (den hafen zu pflegen, stattdessen wurden die Sandfallen abgebaut, zuletzt gar das Becken verkleinert und zugekippt).
Na, wo bleibt der LSV MVP und der DSV ?
Deshalb Hambruger DSV, in dem bereich engagiert sich der DSV.

user
06.09.2010, 17:24
So ist das, in/für Hamburg, ist der DSV respektive der Landesverband aktiv ;)

Der DSV hat nunmal seinen Sitz in Hamburg, deshalb kann ich Hamburger DSV schreiben und ist korrekt ;)

Wie oben geschrieben, bez. D.O. habe ich direkt mit einem der Obersten des DSV unter 4 Augen gsprochen, Abwiegeln, Abschieben auf Landesverband MVP. D.O. ist eine Misere seit jahren, deshalb bemängele ich hier die passivität des DSV samt seiner Unterorgane. es gab genug Untaten des WWF, die Anlaß zu mehr als faden presseerklärungen gegeben hätten, aber lassen wir das, wenn nun da jemand pensioniert wird, und jetzt schon Planungen überlegt werden, besteht Hoffnung, problem, durch Untaten des WFF und passivität des DSV hat uns das alle schon genug geld gekostet.

Makis Enefrega
06.09.2010, 17:31
2. Plötzlich kann ohne Scheuklappen vernünftig gedacht werden ... bez. Darßer ort, nun ?
Nun, da die Entscheidungen gefallen sind (letztmalige Baggerung der
Hafeneinfahrt zum Darßer Ort ist geschehen), wissen alle Verantwortli-
chen, dass die Stunde naht, in der kein Schiff mehr in den Nothafen Dar-
ßer Ort einlaufen kann. Dann ist Schluss, es wird kein Geld mehr ausge-
geben - Sysiphus gibt auf.

Bis dahin ist noch eine Weile Zeit. Statt dass man sich in dieser Pause mit
sinnvollen Alternativen beschäftigt, die Staat/Land/Kommune kein (kein)
Geld kosten, glaubt man in einer Steinaufschüttung im Meer, hinter die
sich bei Sturm die Segler vor Anker legen können, einen Lösungsansatz
gefunden zu haben. Kein Investor hat an solch einer Lösung ein Interes-
se, und die Kosten fielen zu Lasten der öffentlichen Hand.

Im Gegenteil spekuliert man auf die Pensionierung eines Mannes, der le-
diglich Gesetze umsetzt und darüber wacht, dass sie eingehalten werden.
Was für eine Denke wird hier offenbar ?! Der Nachfolger eines gesetzes-
treuen Mannes wird dafür auserkoren, die richtigen Entscheidungen seines
Vorgängers zu korrigieren und gegen das Naturschutz-Gesetz zu verstoßen.

Am Darß ist die Mehrheit der Bevölkerung zufrieden mit der dortigen Um-
welt. Es geht Allen gut. Den Geschäftsleuten, den Campern und sonsti-
gen Urlaubern. Der kleine Unruhe-Herd, ein vom DDR-Regime zu militäri-
schen Zwecken ausgebaggertes Loch, wird demnächst wieder versan-
den, die Naturschützer haben gesiegt. Der Wille des Volkes ist vollzogen.

Wenn die Hafen-Einfahrt im kommenden oder darauf folgenden Jahr für
den Seenot-Rettungskreuzer unpassierbar sein wird, darf man, so wie
die gestrickt sind, ein erneutes Lamento eines kleinen Kreises von Seg-
lern erwarten. Ich hoffe, dass dann die Mc-Pom-Regierung sich nicht wie-
der aus der ohnehin leeren Kasse bedient, und ein allerletztes Mal die
Bagger ankommen lässt. So dämlich kann nur eine Regierung sein, die
nicht wieder gewählt werden möchte.

carsten.sauerberg
06.09.2010, 18:00
"Der Nachfolger eines gesetzes-
treuen Mannes wir dafür auserkoren, die richtigen Entscheidungen seines
Vorgängers zu korrigieren und gegen das Naturschutz-Gesetz zu verstoßen."

Es geht nicht darum, diesen Mann zu kippen, sondern im Namen des Volkes dieses Gesetz zu kippen. C.

Makis Enefrega
06.09.2010, 21:01
... haben Sie und der WWF einfach nur Angst, dass Ihre Vormachtstellung nun langsam zerbröckelt ??
Ich persönlich bin angstfrei und habe keine Vormachtstellung (kleines Bon-
mot: außerhalb der hart umkämpften im Unter-Forum "Multihulls" :--). Falls
Sie die Naturschützer mit Macht ausgestattet sehen, wenn sie die unserer
Tier- und Pflanzenwelt zugestandene Daseinsberechtigung mit den be-
kannten und allgemein respektierten Schildern "Naturschutzgebiet" oder
"Nationalpark" sichert, mögen Sie Recht haben; aber das so gekennzeich-
nete Gebiet existiert auf Grund einer Entscheidung, die im Landesparlament
von Volksvertretern getroffen wurde.

... Wächter eines Naturschutzgebietes einen Ermessungsspielraum ...
Sicher ist das so; man wird keinen Havaristen aus einem Naturschutzgebiet
verweisen, wenn ihn die Unbill des Wetters dahin verschlagen hat.

Geamradh
07.09.2010, 12:34
Die Frage ist und bleibt : Braucht man denn diesen Etappenhafen, ist er zwingend erforderlich oder nur wünschenswert ?
Und hier, Ihre Majestät, streiten sich die Gelehrten (wie Sie ja aus den verschiedenen Threads zu diesem Thema ja entnehmen können)!


Welchen Hafen braucht man denn wirklich?

Ein Hafen, egal welcher, erfüllt doch immer nur folgende Funktionen:


Sicherheit bei schwerem Wetter
versorgung von Schiff und Crew
Landgang?
einmal in Ruhe auspennen


Und der darßer Ort liegt hier nun einmal äusserst Günstig. Aus diesem grund wurde er ja auch damals als Stützpunkt der Schnellboote gebaut.

Ich mag gar keine Diskussion ob man nich von Warnemünde, respektive Nysted, Gedser oder Nyköbing bis Barhöft, Vitte oder Lohme durchfahren kann, mag oder muss.

In meinen Augen ist der Darßer Ort ein reines Politikum.
Denn wenn man über einen neuen Hafen, in einem Naturschutzgebiet - mit massiven Baumaßnahmen und Kosten - nachdenkt, und dafür einen vorhandenen Hafen aufgiebt - in direkter Nähe zu einem Campingplatz und bewachten Badestränden - , ist das mit Naturschutz wohl kaum zu erklären!

Ein Naturhafen darßer Ort, wo man eben ausser Steg und Dixi nix hat, kann sicher eine vernünftige Alternative sein...

...und mit 17,00 Euro Liegegebühr für ein 38-Fuß-Boot ist der nicht einmal billig. Das sollte doch wohl regelmäßige Baggerungen zumindest teilweise refinanzieren.

Übrigens liegen neben dem SRK auch Fischer und die DLRG im Darßer Ort.

Grüße, Moni

Ralf-T
07.09.2010, 14:28
Ich verstehe diesen ganzen Hickhack nicht. Jetzt wäre doch die einmalige Chance, einen schönen Stadthafen vor Prerow oder Zingst zu bauen, der nicht nur der Sicherheit dient, sondern auch die Attraktivität des jeweiligen Ortes deutlich erhöht. Wo halten sich denn die Leute am liebsten auf? Am Hafen doch oder. Auch Nichtwassersportler sind gerne am Hafen und schauen. Das bringt weitere Gäste in die Region, auch die mit den Yachten kommen. Und weitere Gäste bedeuted mehr Einnahmen für die Region. Ich wüßte nicht, warum das der Umwelt schaden sollte. Im Gegenzug könnte man dieses dauerhafte Provisorium Nothafen DO schließen und der Natur überlassen. Profitieren würden alle davon.

So langsam aber sicher kommt bei mir auch die Meinung hoch, die Corvina äußert.


Irgendwie spinnen die Ossis.....:cool:

Wooling
07.09.2010, 15:07
Au weih, das nimmt ja schon Sarazzin‘sche Züge an. Rette dich schnell vor Markis und den anderen Oberlehrern, die gleich über dich herfallen.

Zu den Darßern darf man doch nicht sowas nicht sagen. Die sitzen in ihrer wunderbaren Natur und erklären sich bereit Transferzahlungen von EU und Bund anzunehmen. Das ist doch nett und freundlich. Eigeninitiative würde doch die ganze Aura zerstören. Das kannst du als Wessi nicht verstehen.

Ralf-T
07.09.2010, 15:54
Au weih, das nimmt ja schon Sarazzin‘sche Züge an.

Na na, hab ich gesagt, das Hickhack sei vererbbar, untermauert von pseudowissenschaftlichen Studien?

Wooling
07.09.2010, 16:03
...nur wenn die Darßer als genetischer Stamm identifiziert werden. Da das für die Ostfriesen offenbar gilt, ist das bei den Darßern sicher auch der Fall.

mani74
07.09.2010, 16:28
Ich verstehe diesen ganzen Hickhack nicht. Jetzt wäre doch die einmalige Chance, einen schönen Stadthafen vor Prerow oder Zingst zu bauen, der nicht nur der Sicherheit dient, sondern auch die Attraktivität des jeweiligen Ortes deutlich erhöht. Wo halten sich denn die Leute am liebsten auf? Am Hafen doch oder. Auch Nichtwassersportler sind gerne am Hafen und schauen. Das bringt weitere Gäste in die Region, auch die mit den Yachten kommen. Und weitere Gäste bedeuted mehr Einnahmen für die Region. Ich wüßte nicht, warum das der Umwelt schaden sollte. Im Gegenzug könnte man dieses dauerhafte Provisorium Nothafen DO schließen und der Natur überlassen. Profitieren würden alle davon.

So langsam aber sicher kommt bei mir auch die Meinung hoch, die Corvina äußert.

Weiter oben wurde es schon gesagt. Ich wiederhole es aber gerne nocheinmal. Der Darß ist im Sommer rappelvoll. In einigen Orten an der Mecklenburg-Vorpommerschen Küste wir schon darüber nachgedacht, wie man den Touristenstrom verringern kann. Die Infrastruktur ist z.T. an der Belastungsgrenze.
Deshalb macht so ein Hafen für die Gemeinden wirtschaftlich keinen Sinn. Meines Wissens hat sich auch noch kein Investor gefunden der so einen Hafen finanzieren würde. Warum wohl?

Vollmar
08.09.2010, 11:59
Irgendwie spinnen die Ossis.....:cool:

So, die Ossis?
Der MP von Meck-Pomm ist kein Ossi. Die meisten mittleren und höheren "Kader"(Ossi-Begriff) in den Landes-Behörden, -Ministerien und -Verwaltungen auch nicht. Wie überall im Ossi-Land.


BL

de Darßer
17.09.2010, 08:39
/OZ/LOKAL/RIB vom 16.09.2010 22:15
Kein Hafenneubau in Prerow

Prerow (dpa/mv) - Die Gemeindevertreter des Ostseebads Prerow auf dem Darß haben sich
am Donnerstag gegen den Neubau eines Hafens auf ihrem Gemeindegebiet ausgesprochen.
Bei einer Enthaltung hätten sieben Gemeindevertreter dagegen gestimmt und vier dafür,
sagte Bürgermeister Andreas Meller (Linke) nach der Abstimmung am Abend.

Das Abstimmungsergebnis spiegele nach seinen Worten recht genau die Haltung der Bewohner im Ostseebad zum Hafen wider.
Das sei eine definitive und abschließende Entscheidung der Prerower, betonte er. «Dieses Buch ist jetzt zugemacht.»



.......nun muss wohl oder über der Darßer Ort bleiben. :)

Ralf-T
17.09.2010, 09:31
Das verstehe wer will. Was ist mit Zingst, oder Ahrenshoop oder Wustrow?

Der Prerower
17.09.2010, 10:18
Die Vernunft hat gesiegt!
Einer der schönsten Strände Europas ist gerettet!

Wustrow ist ja schon lange per Bürgerentscheid raus und ob die Zingster sich mit einem neuen Hafen ein "faules Ei" ins Nest legen ist doch eher sehr unwahrscheinlich.

Ja und nun Herr Lamp?

Der Darßer Ort ist nun mal der beste Hafen für die Seenotrettung und Segler und wird es wohl auch in Zukunft bleiben !

HackePeter
17.09.2010, 11:30
... und ob die Zingster sich mit einem neuen Hafen ein "faules Ei" ins Nest legen ist doch eher sehr unwahrscheinlich.

Wo bitte ist ein Hafen ein faules Ei? Siehe Kühlungsborn, da brummt das Leben am Wasser seit der Hafeneröffnung.
Meinetwegen kann aber auch gerne der Nothafen zu einer einfachen Anlegestelle mit Klo ausgebaut werden, was da die Natur stören soll hab ich eh noch nie verstanden. Und die Bewegung des Sandes stört der Mega-Windpark (inkl. der monatelangen Baggerarbeiten beim Bau) direkt am DO wohl stärker, als wenn da alle paar Jahre mal ein Bagger die Einfahrt säubert.

@Corvina55: In der Spitze der Landesregierung muss man die Ossis wohl eher mit der Lupe suchen ;) da wimmelt es nur so vor Westimporten (inkl. Ministerpräsident), wie überall im höheren Beamtenwesen des Ostens ... bekommen die eigentlich noch immer ihre Buschzulage?

carsten.sauerberg
17.09.2010, 11:45
Kühlungsborn ist sicher DAS gelungene Vorzeigeprojekt. Aber was ist mit Boltenhagen-Tarnewitz? Totentanz in Beton und Stein gegossen!
Welcher Festlieger geht denn nach Zingst, wenn es rundrum genug Liegeplätze mit besserer, viel besserer Autobahnanbindung gibt? Und nur mit Gästen kann man so einen Hafen wohl kaum betreiben. DO aber in primitiver Form als einfacher Zwischenstopphafen wäre betreibbar. 100 Tage Auslastung. 30 Boote/Tag mit 20,- Euro Hafengeld=rund 60.000,- im Jahr. Davon ließe sich das Ding wohl halten. Carsten

GREIF
17.09.2010, 13:19
Kühlungsborn ist sicher DAS gelungene Vorzeigeprojekt. Aber was ist mit Boltenhagen-Tarnewitz? Totentanz in Beton und Stein gegossen!
Welcher Festlieger geht denn nach Zingst, wenn es rundrum genug Liegeplätze mit besserer, viel besserer Autobahnanbindung gibt? Und nur mit Gästen kann man so einen Hafen wohl kaum betreiben. DO aber in primitiver Form als einfacher Zwischenstopphafen wäre betreibbar. 100 Tage Auslastung. 30 Boote/Tag mit 20,- Euro Hafengeld=rund 60.000,- im Jahr. Davon ließe sich das Ding wohl halten. Carsten

Das Geld reicht wohl gerade für Hafenmeister und Müllabfuhr für Instandsetzung usw. nicht

Der Prerower
17.09.2010, 13:41
Wo bitte ist ein Hafen ein faules Ei?

Wenn die Ausgaben für die Betreibung eines Inselhafens die Einnahmen bei weitem übertreffen,kann man doch wohl vom "faulen Ei " sprechen,oder?

Wenn die Landesregierung bei der Übernahme der Folgekosten schon jetzt die Arme hochreisst und NEIN sagt,ja dann stinkt das Ei doch schon!!!

Die Kommune möchte ich sehen,die sich einen nicht wirtschaftlichen Inselhafen vor die Nase setzen lässt.
Das wäre glatter Selbstmord!- und durch den schon vorhandenen Hafen Darsser Ort "Unnötig wie ein Kropf"

HackePeter
17.09.2010, 14:00
/OZ/LOKAL/RIB vom 04.09.2010 00:02
Debatte um Nothafen neu entbrannt

...in Zingst wird die Wunschliste für den Hafenbau lang und länger. ...

... die Kosten derzeit in astronomische Höhen zu reichen, sollten die Vorstellungen des Seeheilbades eins zu eins verwirklicht werden. Dabei haben noch längst nicht alle Interessenvertreter ihre Wünsche geäußert. Die Kommune hat sich schon vor längerer Zeit für einen Inselhafen entschieden.

@Prerower: Dann verstehe ich diese Aussagen nicht ganz ;) oder es sind falsche Behauptungen.
Ich wäre auch für einen Erhalt des Hafens an der Stelle des Nothafen, in einfachster Form, aber das schließen die Umweltschützer ja kategorisch und vor allem ja kompromisslos aus.

Konteradmiral10
17.09.2010, 14:16
diese ganze Diskussion um einen alternativen Hafen ist doch Humbug .Es werden immer nur wieder die Augenmerke auf unnötige Punkte gelenkt und - wie hier ersichtlich - die Mitbürger auf den Arm genommen .

Der Darßer Ort in seinen jetzigen Abmessungen als Hafen für die Wassersportler ausreichen- ruhig und beschaulich . Die abgerissenen Stege könnte man ersetzen ( auf Kosten des überheblichen Pensionärs ) und die wasserbauer sollte eine Massnahme einleiten umd die Versandung der Hafeneinfahrt langfristig zu verzögern. ( Da gibt es schon einfache Massnahmen)

Und dann können wir ruhig und leise - wie die Wassersportler eben sind - auch an der Natur teilnehmen .( hat uns ein Mitarbeiter der Hafenbehörde zugestanden ). Vielleicht wird der Campingplatz auch noch etwas kleiner - und alle sind zufrieden und können der Natur lauschen .

Man muss es eben nur wollen und nicht alles totlabern .

In diesem Sinne

ein Mesch , der die Natur auch liebt

Der Prerower
17.09.2010, 14:43
@Prerower: Dann verstehe ich diese Aussagen nicht ganz ;) oder es sind falsche Behauptungen.
Ich wäre auch für einen Erhalt des Hafens an der Stelle des Nothafen, in einfachster Form, aber das schließen die Umweltschützer ja kategorisch und vor allem ja kompromisslos aus.

Die Zingster haben sich für einen Inselhafen entschieden.
Das habe ich auf der Gemeindevertretersitzung auch selber gehört!
Aber nur wenn alles drumherum stimmt und sie keine Kosten zu tragen hätten !!!
Da das aber nicht funktioniert, die Landesregierung dazu nicht bereit ist,wird auch Zingst meines Erachtens den Inselhafen nicht bauen.

Ich bin jetzt schon gespannt auf die sogenannten " kompromisslosen Umweltschützer" um Lamp und Co!

Das Land sollte alle Planungen und Gutachten für den Hafen in Zingst stoppen und das so nicht verschwendete Geld den Umweltverbänden geben.

Für Geld haben die doch bisher alles gemacht.
Schmiert sie und wir haben eine dauerhafte Öffnung des Hafens Darsser Ort.

rana4sale
20.09.2010, 08:35
Sie Schleswig Holsteinischer Zeitungsverlag vom 20-9.
Seenotretter bergen 5 Personen von Ihrer Yacht vor Zingst. Diese hatten in der stürmischen See versucht stundenlang den Nothafen von Darser Ort zu erreichen. Wind zunehmend auf Sturmstärke und meterhohe Wellen, sowie kein Treibstoff mehr ließen das aber nicht zu.

Ohne Darser Ort sind wir richtig am Arsch.

Gerrit

GREIF
25.09.2010, 09:06
Sie Schleswig Holsteinischer Zeitungsverlag vom 20-9.
Seenotretter bergen 5 Personen von Ihrer Yacht vor Zingst. Diese hatten in der stürmischen See versucht stundenlang den Nothafen von Darser Ort zu erreichen. Wind zunehmend auf Sturmstärke und meterhohe Wellen, sowie kein Treibstoff mehr ließen das aber nicht zu.

Ohne Darser Ort sind wir richtig am Arsch.

Gerrit

Schau mal in die Sekarten, würde nie Menschenleben riskieren und Darßer Ort anlaufen, es gibt noch andere sichere Häfen in der Gegend.
Warum mit Maschine gegen Wind, Welle und Strom segeln wenn es gemütlichere Wege gibt die sich auch von der Landschaft reizvoller

jubi
18.10.2010, 19:01
Kühlungsborn ist sicher DAS gelungene Vorzeigeprojekt. Aber was ist mit Boltenhagen-Tarnewitz? Totentanz in Beton und Stein gegossen!
....

Häh - wie
ich war diesen Sommer insgesamt 5 Tage in Boltenhagen. 2 Tage zu Anfang des Urlaubes weil geflüchtet vom Dreck im Waschhäuschen "Ti-dorf" und weil es so schön war auf dem Rückweg nochmal.
Weder Totentanz noch unattraktiv. So haben wohl auch andere gedacht, denn jeden Abend waren einige (wenige) immerhin im Päckchen. Und dass man mal ein paar hundert Meter läuft dürfte nem Segler nicht schaden. Dafür gibt es im Hotel leckere Speisen zu akzeptablem Preis.
Und wenn ich mir eine eigene Rangliste "meiner" Lieblingshäfen mache, liegt von den neueren Häfen östlich der Lübecker Bucht Boltenhagen an dritter Stelle, nach Kü'born und Hohe Düne.
Und wer sagt, Kü'born sei ein Vorzeigeprojekt, der vergisst den täglichen Wahnsinn im Hafenbüro. Die sollten sich mal was von "Hohe Düne" abgucken.

micha_i_danmark
20.10.2010, 14:35
Irgendwie ist die ganze Diskussion merkwuerdig verbohrt.
Warum kann man statt eines neuen Superhafens (dank Soli-Zuschlag?) nicht den bisherigen Hafen in seiner Einfachheit erhalten?

Zwei Beispiele zum friedlichen Nebeneinander von Naturschutz und Freizeithafen:

1) Marina Wendtorf: Die dem Hafen gegenueberliegende Landzunge ist Naturschutzgebiet und fuer die Øffentlichkeit gesperrt. Gerade diese Tage rasten nur 50-100m von den Booten entfernt tausende von Zugvøgeln (die wahrscheinlich genau wissen, das ihnen von den nahen Booten keine Gefahr droht weil die Landzunge gesperrt ist)

2) Hirsholm: Die Inseln sind strenges Naturschutzgebiet und nur die Hauptinsel ist fuer Segler und Mobos zugænglich. Es gibt nur einen Steg der fuer ca. 15 Boote gleichzeitig (festmachen per Heckanker) Platz bietet. Kein fliessendes Wasser, kein Strom, keine Muellentsorgung. WCs mit Seewasser betrieben. Es gibt dort abertausend vruetende Vøgel ayuf der Hauptinsel, von der 2/3 fuer die besucher freigegeben sind. Man bewegt sich vorsichtig auf der Insel um die Vøgel nicht zu støren. Es gibt ein Infocenter mit vielen Hintergrundinfos zur Tierwelt. Ein paar der wenigen alten Hæuser sind and Feriengæste vermietet. Es gibt keine Autos oder Versorgung auf der Insel. Das alles funktioniert prima. Es braucht keinen Full-Service und schon mal gar keine Solarbahn.
Gerade das letzte Beispiel duerfte mit dem Status des Darsser Ort als Schutzzone noch am ehesten vergleichbar sein. Warum geht etwas in Dænemark aber nicht im Osten Deutschlands?

(Die Antwort kann ich mir allerdings denken - und ist einer der Gruende warum ich ausgewandert bin).

user
20.10.2010, 15:00
so ist das, Du hast recht.
Weiteres Bsp. wäre Utklippan mit seiner Natur & Hafen.

divefreak
20.10.2010, 15:38
Warum geht etwas in Dænemark aber nicht im Osten Deutschlands?


euch fehlt der Ökoterrorismus...

Bis auf da Jetskiverboot wegen Lärmschutz für Vögel...;):rolleyes:

carsten.sauerberg
20.10.2010, 23:02
Warum das in Dk geht und in D nicht sieht man schon an der Mentalität in diesem Forum. Allzuoft gehts ums Prinzip, ist ei Millimeter ein Millimeter, ist etwas Entweder...Oder, ist der eine user gut und der andere böse, wird Kritik mit Häme und z.T. Pöbelton gespickt, ist eben alles sehr Deutsch und sehr wenig pragmatisch.
Die dän. Gesprächskultur ist sicher auch konkret, z.T. hart, aber am Ende will man wohl ein Ergebnis und nicht Recht haben.
Carsten

Vollmar
23.10.2010, 01:22
Irgendwie ist die ganze Diskussion merkwuerdig verbohrt.
Warum kann man statt eines neuen Superhafens (dank Soli-Zuschlag?) nicht den bisherigen Hafen in seiner Einfachheit erhalten?


Soli-Zuschlag? Da liegste aber falsch. Selbst wenn dort Fördermittel fließen, dann sind das in der Regel EU-Mittel. In der Infrastruktur, da sollte eigentlich die Soli-Mittel landen. Leider tun sie das zumeist nicht, sondern werden zum Stopfen von Haushaltslöchern der neuen Länder verwendet(außer in Sachsen). Die haben nämlich einen Personmalkostenanteil am Haushalt, von bis zu 50%. Bemerkenswerter Weise sind in den ostdeutschen Ministerien oft nur zu 30% Ostdeutsche beschäftigt. Auch jetzt, 20 Jahre nach der Wende noch.
Was also passiert defacto mit den Soli-Mitteln? Es werden vielfach westdeutschen Beamte davon bezahlt.

Übrigens zahlen alle den Soli, auch die Ossis.




BL

jubi
23.10.2010, 19:04
Soli-Zuschlag? Da liegste aber falsch. Selbst wenn dort Fördermittel fließen, dann sind das in der Regel EU-Mittel. In der Infrastruktur, da sollte eigentlich die Soli-Mittel landen. Leider tun sie das zumeist nicht, sondern werden zum Stopfen von Haushaltslöchern der neuen Länder verwendet(außer in Sachsen). Die haben nämlich einen Personmalkostenanteil am Haushalt, von bis zu 50%. Bemerkenswerter Weise sind in den ostdeutschen Ministerien oft nur zu 30% Ostdeutsche beschäftigt. Auch jetzt, 20 Jahre nach der Wende noch.
Was also passiert defacto mit den Soli-Mitteln? Es werden vielfach westdeutschen Beamte davon bezahlt.

Übrigens zahlen alle den Soli, auch die Ossis.

BL

Das einzige was an dem Beitrag stimmt, ist der satz dass ALLE Deutsche den Soli zahlen.

GREIF
24.10.2010, 09:22
Irgendwie ist die ganze Diskussion merkwuerdig verbohrt.
Warum kann man statt eines neuen Superhafens (dank Soli-Zuschlag?) nicht den bisherigen Hafen in seiner Einfachheit erhalten?

Zwei Beispiele zum friedlichen Nebeneinander von Naturschutz und Freizeithafen:

1) Marina Wendtorf: Die dem Hafen gegenueberliegende Landzunge ist Naturschutzgebiet und fuer die Øffentlichkeit gesperrt. Gerade diese Tage rasten nur 50-100m von den Booten entfernt tausende von Zugvøgeln (die wahrscheinlich genau wissen, das ihnen von den nahen Booten keine Gefahr droht weil die Landzunge gesperrt ist)

2) Hirsholm: Die Inseln sind strenges Naturschutzgebiet und nur die Hauptinsel ist fuer Segler und Mobos zugænglich. Es gibt nur einen Steg der fuer ca. 15 Boote gleichzeitig (festmachen per Heckanker) Platz bietet. Kein fliessendes Wasser, kein Strom, keine Muellentsorgung. WCs mit Seewasser betrieben. Es gibt dort abertausend vruetende Vøgel ayuf der Hauptinsel, von der 2/3 fuer die besucher freigegeben sind. Man bewegt sich vorsichtig auf der Insel um die Vøgel nicht zu støren. Es gibt ein Infocenter mit vielen Hintergrundinfos zur Tierwelt. Ein paar der wenigen alten Hæuser sind and Feriengæste vermietet. Es gibt keine Autos oder Versorgung auf der Insel. Das alles funktioniert prima. Es braucht keinen Full-Service und schon mal gar keine Solarbahn.
Gerade das letzte Beispiel duerfte mit dem Status des Darsser Ort als Schutzzone noch am ehesten vergleichbar sein. Warum geht etwas in Dænemark aber nicht im Osten Deutschlands?

(Die Antwort kann ich mir allerdings denken - und ist einer der Gruende warum ich ausgewandert bin).

Du sollst nicht in Deutschland segeln, da wird das Wasser durch Segelboote beschädigt, Darßer Ort ist Geschichte, ein Grab für Steuergelder die Zukunft der Segler liegt im Norden

Vollmar
25.10.2010, 13:47
Das einzige was an dem Beitrag stimmt, ist der satz dass ALLE Deutsche den Soli zahlen.

Das sieht man anders, wenn man sich mal umsieht.



BL

sadu-tb
25.10.2010, 19:01
wie an anderer Stelle schon geschrieben- werden Millionen an EU - Mitteln an Tagebaurestlöchern in Hafenanlagen investiert, die definitiv erst nach drei oder vier Insolvenzverfahren - wenn alle Mittel abgeschrieben sind - eine wirtschaftliche Existenz erhalten, und da regt man sich an anderer Stelle auf, wenn ein solcher Hafen ( Darßer Ort ) der sicherlich eine ernsthafter Bedeutung hat--- im Übrigen wenn ich mich recht entsinne gab es ja mal von Natur aus einen Durchstich dur den Darß zum Saaler Bodden oder so -- der Vorteil wäre wirklich eine touristische Erschließung, denn wer schon mal bis Ribnitz Damgarten geschippert ist kennt die Qäulerei entlang der Fahrrinnenkante ...

Hotzenplotz
24.01.2011, 20:25
ist den nun aktuell die vielbefahrene Zufahrtsrinne zum verlandenden Tümpel?

Kann nicht mal einer von denen, die WWF/NABU/GRÜNE etc. überflüssig/gefährlich/ökoterror etc. finden, eine Echolotpeilung vornehmen ?

hotzenplotz

P.S.: Kann es sein, das mit Hilfe von Naturschutzverbänden auf Fehmarn eine Brücke, die nur die Dänen haben wollten nun doch nicht gebaut wird ?

divefreak
24.01.2011, 20:35
P.S.: Kann es sein, das mit Hilfe von Naturschutzverbänden auf Fehmarn eine Brücke, die nur die Dänen haben wollten nun doch nicht gebaut wird ?

Stattdessen kommt ne bessere Querung aka Tunnel...;)

JohaKu
24.01.2011, 21:16
der tunnel war auch günstiger (zumindest im kostenvoranschlag ;) )


MFG
JohaKu

carsten.sauerberg
25.01.2011, 13:59
Und der Tunnel lässt mehr Geld in D und DK, weil weniger Chinastahl, dafür mehr Eurobeton. War auch ein Argument der erstaunlich vernünftigen dän. Politiker.

Ach ja: Dank massiver und erfolgreicher Proteste des NABU und einiger Fehmaraner wird auch die Fehmarnsundbrücke abgerissen, Fehmarn an Litauen abgetreten und die Insel gleich mit untertunnelt.

C.

Hotzenplotz
25.01.2011, 20:56
Steht die Fehmarnsundbrücke nicht unter Denkmalschutz ?

NABU und etc. schützen doch !


hotzenplotz

36christ
25.01.2011, 22:46
Der gleiche Wahnsinn mit der Fehrmarnbrücke wie mit der "Öresundsbro"

Uwe

Trollinger-Sigi
31.01.2011, 14:06
Kühlungsborn ist sicher DAS gelungene Vorzeigeprojekt. Aber was ist mit Boltenhagen-Tarnewitz? Totentanz in Beton und Stein gegossen!
Welcher Festlieger geht denn nach Zingst, wenn es rundrum genug Liegeplätze mit besserer, viel besserer Autobahnanbindung gibt? Und nur mit Gästen kann man so einen Hafen wohl kaum betreiben. DO aber in primitiver Form als einfacher Zwischenstopphafen wäre betreibbar. 100 Tage Auslastung. 30 Boote/Tag mit 20,- Euro Hafengeld=rund 60.000,- im Jahr. Davon ließe sich das Ding wohl halten. Carsten

Hallo Carsten.sauerberg,
was schreibst denn du für einen Schmarren: Hafen Boltenhagen-Tarnewitz
ein Totentanz in Beton!!!
Ich bin Liegeplatzmieter seit Eröffnung der marina-boltenhagen und freue mich
jedes Jahr an dem munteren Treiben im Hafen. Die Zahl der Dauermieter wächst kontinuierlich und der Gästelieger ebenfalls. Würde mich nicht wundern
wenn du noch nie vor Ort warst. Aber dann Blödsinn daherlabern...na, ja!!
Vielleicht kann ich dich mal persönlich begrüßen?
Bis dahin Grüße vom
trollinger-Sigi

Und, Trollinger schmeckt auch auf der Ostsee

macjena
31.01.2011, 14:26
Solange es noch Menschen gibt die meinen die Grünen wählen zu müßen werden wir uns mit solchem Unfug auseindersetzen.

Auch wenn 20 Menschen vor dem Darß absaufen werden diese Leute nicht klein beigeben. Da ist jeder Islamist tolleranter.

Prügel mich als Teilnehmender in der MV Landespolitik seit 10 Jahren mit diesem Thema. Und anderen.

Ich könnte eine ellenlange Liste aufstellen.

Und es ist immer wieder das gleiche. Wir sitzen alle im Parlament, in den Ausschüssen, es wird diskutiert. Die Vertreter der Grünen sind nie da. Sie werden mehrfach aufgefordert Stellung zu beziehen. Irgnendwann wird abstimmt.

2 Sekunden später ( da kann man die Uhr stellen ) kommt dann die Pressemeldung das wäre ja das letzte und wie die anderen und überhaupt.

Ich habe Deutschland schon lange vor Herrn Sarazin aufgegeben.

Also bitte wählt alle weiter die Grünen und beklagt euch dann aber auch nicht.

2ndtonone
31.01.2011, 15:33
Solange es noch Menschen gibt die meinen die Grünen wählen zu müßen werden wir uns mit solchem Unfug auseindersetzen.


So isses !
Solange die für den Erhalt des Nothafens stehenden Menschen sich nicht deutlich und geschlossen gegen den WWF und ihre Öko-Freunde stellen, wird am Plan festgehalten, den Nothafen dicht zu machen !
Da hilft nur ordentlich politischen Druck aufbauen !! In England geht so etwas erfolgreich (siehe Feb. Ausgabe von YM und PBO, Studland bay, maritime reservation zones; dort sitzen neben den Verbänden plötzlich auch die Nutzer und die Initiatoren einer Petition im Planungsgremium um ihre Interessen zu vertreten... ).

macjena
01.02.2011, 22:31
Dann tut etwas!

Helft dem Landesseglerverband MV!

Schreibt Briefe an die bestimmenden Politiker. Damit ist Amnesty International auch erfolgreich.

Ich muss da regelmäßig vorbei, immer wenn wir von Greifswald Richtung Westen verlegen um an irgendwelchen Regatten teilzunehmen.

24h von Kiel durchsegeln ist ja ganz cool, aber manchmal auch nervig.

jubi
02.02.2011, 12:47
Hallo Carsten.sauerberg,
was schreibst denn du für einen Schmarren: Hafen Boltenhagen-Tarnewitz
ein Totentanz in Beton!!!
Ich bin Liegeplatzmieter seit Eröffnung der marina-boltenhagen und freue mich
jedes Jahr an dem munteren Treiben im Hafen. Die Zahl der Dauermieter wächst kontinuierlich und der Gästelieger ebenfalls. Würde mich nicht wundern
wenn du noch nie vor Ort warst. Aber dann Blödsinn daherlabern...na, ja!!
Vielleicht kann ich dich mal persönlich begrüßen?
Bis dahin Grüße vom
trollinger-Sigi

Und, Trollinger schmeckt auch auf der Ostsee

dem kann ich nur zustimmen.
Ich bin als Gastlieger regelmäßig in Boltenhagen und immer wieder erfreut über den Hafen und Anlage, insbesondere die San.Anlagen, das leckere Frühstück oder Abendessen im Hotel usw.
Selbst meine beiden Töchter meckern nicht über den etwas längeren Weg nach Boltenhagen zum Shoppen oder Eiscafé. Und Fußkranke können ja den durchaus erschwinglichen Bus nehmen.
Nur das Restaurant links vom Hafenmeister wird von uns nicht mehr angelaufen - Preis-Leistungsverhältnis stimmt gar nicht. Imbiss-Quali zum Hotel-Preis.
Und zum Fischessen segeln wir mal rüber nach Ti'Dorf, lecker und preiswert.
Danach aber wieder nach B'Hagen.
San.Einrichtungen in Ti'dorf geht gar nicht. Und wenn ich im Fenster vom Hafenmeister n Zettel lese, wer ohne zu bezahlen den Hafen verlassen habe, erinnert mich das an die Zeit vor '89. Das brauch ich nun wirklich nicht. Wenn einer nicht bezahlt muss er das mit seinem Gewissen abmachen.