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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ausblick auf das Jahr 2011



Makis Enefrega
29.12.2010, 18:14
Einen wunderschönen guten Morgen euch Allen und Dank dafür, dass ich
unter euch sein darf.

Herrschaften, ehe die Wirkung des Kaffees nachlässt und ihr es euch in
den komfortablen Sesseln allzu bequem macht, lasst mich über ein paar
Beobachtungen in unserem Sport sprechen.

Eigentlich ist, was kommen wird, bereits voll im Gange, und zwar mit ei-
nem Anteil an Dramatik, die im Moment mehr Fragen als Antworten aufwirft.

Wir lieben unseren Sport.

Viele von uns sind damit aufgewachsen seit ihrer Kindheit und empfinden
ihn eher als eine Lebensart. Aber das bedeutet nicht gleichzeitig, dass wir
ihn für umsonst bekommen, Gelegenheiten auslassen können, wenn die
Zeit für mehr Verständnis für ihn und nicht zuletzt für einen einfacheren
Zugang zu ihm gekommen ist. Um ehrlich zu euch sein: ich möchte mich
für alle drei angeführten Punkte verwenden.

Natürlich lege ich dabei den Fokus auf den America’s Cup. Es handelt sich
bei ihm um den sichtbarsten, meistbesprochenen und – aus meiner Sicht
– den herausforderndsten Teil unseres Sports. Nichts kommt so nahe an
den Punkt, an dem man weiß, wie gut man ist in jedem einzelnen Element
beim Aufstellens eines Siegerteams für den America’s Cup.

Von außen draufgeschaut könnte man annehmen, dass es sich um einen
Segel- oder Design-Wettbewerb oder gar um eine Management-Übung
handelt. Einige von uns wissen, dass es gleichzeitig Alles zusammen ist !
Meinungsverschiedenheiten und der Cup scheinen niemals weit von ein-
ander entfernt zu sein. Das war in diesem Jahr so wie in 1851.

Während wir von einem Sport ohne Diskussionspunkte und Meinungsver-
schiedenheiten gelangweilt wären, möchten wir ihn auch nicht von Unsi-
cherheit oder Verzug geplagt wissen. Wenn ihr dem gefolgt seid, was an
Reformen für den Cup eingebracht wurde, würdet ihr beim Runterkochen
auf drei Schlüsselfragen gestoßen sein:

Als Allererstes benötigen wir Kontinuität. Das ist es, was uns ein unab-
hängiges Management und angemessene Streit-Schlichtungsverfahren
bringt.

Zweitens ist Zukunftsfähigkeit vital. Ihr werdet einwerfen, dass der Cup
über 159 Jahre überlebt hat durch die Hinwendung einer Handvoll reicher
Leute. Das könnte für einige Teams zutreffend gewesen sein; die meisten
Eigner aber halten nach Sponsorenschaft Ausschau und erwarten, dass
sie wenigstens das Investment über den Werbe-Effekt wieder einfahren.
Doch so einfach funktioniert das nicht, denn der Event ist angewiesen auf
großtechnische Partnerschaft.

Wenn ich euch wissen lasse, dass bei dem 32sten America’s Cup im Jahre
2007 allein am Schauplatz eine Viertel-Milliarde Dollar Kosten entstand,
dann werdet ihr zugeben müssen, dass Zukunftsfähigkeit geboten ist.

Drittens, und das ist entscheidungsrelevant, möchten wir mehr Menschen
am Cup interessiert wissen … nein, nicht mehr Segler sollen sich einschal-
ten, sondern mehr Nicht-Segler ! Denn nach meiner Meinung ist das Fern-
sehen der wichtigste Teil des nächsten Cups. Obwohl wir während der
Jahre 2007 und 2010 eine recht ordentliche Gesamtlänge der Übertragun-
gen erlebten, konnten wir keinen signifikanten Unterschied bezüglich der
Übertragungstechnologie erkennen; wobei ich fest daran glaube, dass
Segeln ein telegener Sport ist.

Ich möchte nun zwei Beispiele aus der Sportwelt bringen:

- NASCAR ist eine der populärsten Sportarten in den USA.
- Wenn ich über das Konzept nachdenke bin ich sicher, dass man sich in
dessen Gründerzeit ein paar Fragen gestellt hat … eine Familien-Limousine …
wenngleich, ein wenig aufgemotzt … 300 Runden in einem Oval im
Kreis fahren ? Wenn jemand das als potentielles TV-Konzept verkaufen
wollte, würde man annehmen dass er verrückt ist. Aber NASCAR macht
einen fantastischen Job:

- man bildet die Fahrer aus
- man tüncht die Fahrzeug außergewöhnlich kuhl
- man versorgt die Kommentatoren mit Daten und Statistik
- man installiert Kameras und Mikrofone im Cockpit, so dass der Zu-
schauer bei den Strategie-Debatten von Fahrer und Crew teilhaben kann.

- Fügt den Grafiken RPM, Geschwindigkeit etc. bei und schon habt ihr
ein Hochglanz-Fernseh-Paket, das die Zuschauer unterrichtet und sie in
Bann zieht.

Das zweite Beispiel ist die “Tour de France”. Das Basis-Konzept dieses
Radrennens ist

- Männer, bekleidet mit hautengem Lycra …
- … sitzen für 5 Stunden täglich auf Fahrrädern …
- … durchfahren französische Landschaften …
- … für zwei Wochen !

So betrachtet klingt das nicht wie eine erfolgreiche Fernseh-Sendung.
Doch auch hier zeigt sich, dass die Macher des Events ganze Arbeit ge-
leistet haben:
- Audio
- Puls-Aufzeichnung
- RPM-Übertragung
- Großartige Kommentatoren unterrichten die Zuschauer über Strate-
gie und Taktik der Teams
- Das Marketing der verschiedenen Menschen in den Teams und ihre
Rollenverteilung
• Eine Vielzahl von Kamera-Einstellungen, natürlich um die Schönheit
der Landschaft einzufangen, Motorräder, die durch die Fahrer hindurch
huschen und dem Zuschauer das Gefühl geben, Teil des Fahrerfeldes zu
sein.

Ich bin kein Radfahrer. Aber die „Tour de France“ ist eine meiner favori-
sierten Fernseh-Sendungen, weil man als Zuschauer versteht, welch
herrliche Athleten die Fahrer sind und mit welcher Taktik sie fahren.

Noch einmal: Ihr habt auch hier ein Hochglanz-Fernseh-Paket.

Also, ich bin überzeugt davon, dass der America’s Cup ein erfolgreiches
Fernseh-Produkt sein kann – vorausgesetzt, wir machen einen Quanten-
sprung nach vorn. Zu dieser Bemerkung lasst uns am Duftstoff der Zu-
kunft riechen.

Wenn die Zukunft darin besteht, dass wir schneller segeln, schneller den-
ken, härter arbeiten, vorausgreifender verstehen … dann ist das eine Her-
ausforderung, auf die ich mich sehr freue.

Genau so sehe ich den America’s Cup: Ernsthaftes, herausforderndes Se-
geln mit Schiffen von Rasse und Klasse.

Mit dramatischen Akzenten in und außerhalb des Wassers, mit den besten
Seglern in den schnellsten Booten.

Eine Frage an euch: Was glaubt ihre, welches dieser Schiffe würden Kin-
der wirklich haben wollen, wenn sie segeln gehen ?

Ein Einrumpfboot – oder ein Mehrrumpfboot ?

Nach meiner Meinung gewinnt das Schiff mit dem größeren Potential an
Genialität !

Ich bin kein Kind mehr, aber ich möchte euch sagen, warum ich die nächs-
ten drei Jahre lustvoll genießend verbringen werde. Zunächst mal weil es
zu einem Wechsel von Monohulls zu Multihulls gekommen ist. Als es im
vergangenen Cup zu diesem Wechsel kam, erinnere ich mich an die an-
fängliche Reaktion einiger Leute, die Enttäuschung und Frustration war.

Ich persönlich war auch etwas erstaunt … aber nach kurzem Nachdenken
darüber verwandelte sich mein Erstaunen in Freude! Was für eine fantas-
tische Möglichkeit, einer Disziplin unseres Sports ausgesetzt zu sein, die
zuvor außerhalb meiner Reichweite zu sein schien. Wieder war ich ein we-
nig erstaunt über mich selbst … denn ich liebe es herausgefordert zu wer-
den und hinaus zu müssen aus meiner Comfort-Suite. Hinzu kommt, mit
40 (vierzig) Knoten unterwegs zu sein, während die Bandbreite eines Irr-
tums schmal ist … was als Bonus hinzu kommt.

Und wisst ihr was ? Es kann gelingen. Der Wechsel zu Multihulls ist
machbar. Ihr müsst nur auf die Daten von ORIGIN oder ALINGHI’s
Steuermann Ed Baird schauen, oder auf die von John Kostecki oder
Dirk de Ridder. Ich sage nicht, dass es keine harte Arbeit, Einsatz
und Fleiß erfordert, weil es das tut. Aber zeigt mir den Segler, der
sich neue Fähigkeiten aneignen möchte … seine Erfahrung erweitern
und für neue Herausforderungen bereit ist … und ich garantiere euch,
er oder sie wird sich unerschrocken anpassen.

Für mich jedoch bestand beim Wechsel zum Multihull-Regatta-Segeln
die größte Herausforderung darin, beim Segeln im Extrem-Bereich des
scheinbaren Windes vorausschauend, und antizipierend zu denken.
Auf einem Monohull ist das Segeln nach der Fock nach und nach ganz
vertraut, die Abläufe sind verhältnismäßig langsam. Auf einem großen,
Energie-geladenen Multihull, das bis zu dreifache Windgeschwindigkeit
segeln kann, laufen deine Reaktionen auf Hochtouren und deine Fähig-
keiten wollen beschleunigt abgerufen sein. Die Kunst besteht darin, die-
sem Kreislauf voraus zu sein.

Auf einem Monohull, wenn du vielleicht um ein Grad aus dem Kurs läufst,
verwirbelt das die Telltails, erhöht graduell die Trägheit und drückt auf
die Geschwindigkeit. Auf einem 120-Fuß-Multihull kannst du für einen Mo-
ment einen Rumpf fliegen und ihn im nächsten wieder auf das Wasser
fallen lassen. Das Alles beeindruckt die Crew wenig. Aber du kannst den
Fakt nicht vertuschen, dass du nicht so gut segelst wie du solltest. Du
musst schon vor jedem Windwechsel reagieren; und wenn dir das nicht
gelingt, wird die Böe das Schiff falsch treffen … es macht Spaß, so etwas
zu erlernen.

Makis Enefrega
29.12.2010, 18:16
Aber ich wette, Einige von euch sind mir in dieser Hinsicht bereits voraus
und mögen denken …
„OK, dieser Kerl ist zu den Multihulls konvertiert.“
„OK, fein, aber er hat bereits die Erfahrung des Wing-Segelns, die nur we-
nige seiner Rivalen haben.“ UND „Dies wird ein schöner kleiner Vorteil sein,
damit in den nächsten America’s Cup zu gehen.“

Glaubt mir bitte wenn ich sage: Dieser Vorteil wird überschätzt. Wings gibt
es seit Dekaden. Wir waren lediglich zu langsam, um den Anschluss zu
finden.

Zunächst, Wir würden den America’s Cup auch ohne Wing-Mast gewonnen
haben. Zwar ist das Wing-Segel ein wenig schneller als das Tuch-Segel, aber
wir hätten den Job auch mit dem Tuch gemacht, falls das notwendig gewe-
sen wäre. Der Wechsel vom Tuch- zum Wing-Segel ist einfacher als ihr es
euch vorstellen könnt. Und wie ihr wisst, die kleinere der neuen America’s-
Cup-Klassen, die AC45, wird jedes eurer Teams in der nächsten Saison be-
schleunigt auf den Stand der Technik versetzen.

Was sagt uns all dies über den nächsten America’s Cup ? Kann ein Mono-
hull-Segler so einfach zu den Multihull rüber wechseln ? Natürlich kann er
das. Gute Segler finden immer den Anschluss.

Ich bin entzückt darüber, dass der nächste America’s Cup eine Match-Race-
Regatta sein wird. Am Anfang dieses Jahres hatten wir einen intensiven 4-
Tage-Test in Valencia durchgeführt; und in einigen der Tests hatten wir mit
Vorbedacht unsere Extreme40-Cats an extreme Plätze gezwungen … zum
Beispiel in eine Startbox von 6 mal 6 Bootslängen … natürlich in Gemar-
kungen, in denen die Boote zu schnellen Wende- oder Halse-Abfolgen ge-
zwungen waren. Die Wettrennen waren Furcht einflößend. Das brachte uns
diese Eng-Beieinander-Wettfahrt, wie man sie von den Monohull-Regatten
kennt, wobei noch die Aufregung der Führungswechsel bei Hoch-Geschwin-
digkeit-Multihulls kam.

Wird das Wettsegeln unterschiedlich zum Monohull-Match-Segeln sein ?

Selbstverständlich wird es das sein ! Und auf was ich mich dabei am meis-
ten freue sind die Vorm-Wind-Kurse. Das deshalb, weil du deinen Gegner
mit einem Multihull wesentlich leichter passieren kannst als mit einem Mo-
nohull. Und großartiges Wettsegeln ist gekennzeichnet von Passierungen
und Führungswechsel.

Wenn du den Start gewonnen hattest oder um die Luv-Tonne rum in Füh-
rung lagst bei Monohull-Match-Race oder in vergangenen America’s-Cup-
Regatten, bestand nur noch eine 10-%-Sieg-Chance für das hintere Boot.

Klingt das für euch nach guten Eng-Beieinander-Wettfahrten ?

Beim Vor-dem-Wind-Segeln mit einem Multi wird es für das zurück liegen-
de Boot wesentlich leichter sein wieder aufzuholen, weil man von dort aus
immer sehen kann, ob der Voraussegelnde den richtigen Winkel für die
Halsen und die Anleger-Kurse hat.

Die Wahl eines falschen Winkels macht ein Multihull langsam und du
bezahlst ihn mit VMG-Nachteil, wenn du einen Anleger um eine Nuance
verpasst.

In einem Monohull kommst du noch einmal davon, weil das nachfolgende
Boot aus den Fehlern des vorausfahrenden kein Kapital schlagen kann,
denn schließlich erlaubt es kein Vorbei-Segeln. Keine Frage: Großartiges
Segeln bedarf der Überholmöglichkeiten.

Ich komme zu einem wirklich großen Unterschied zwischen Einrümpfern
und Mehrrümpfern … und das ist das Risiko. Einrümpfer schauen nicht
wirklich aufregend aus, außer die Schiffe stampfen gegeneinander an bei
viel Wind auf der Kreuz. Sogar dabei besteht das einzig wirkliche Risiko in
einem Sonnenschuss oder in einem Niederschlag.

Bei einem Multi kommt das Risiko zu einem höheren Preis daher. Anstelle
des Sonnenschusses oder des Niederschlags kannst du kentern mit der
realen Chance, die ganze Campagne zu verlieren.

Dies ist kein Regatta-Sieg-Zug.

Ich denke, bei den kleineren AC45er-Regatten, wenn ihre Teams sie in der
ersten Saison gegeneinander segeln, wird dabei schnell eine Art Hard-Core-
Rennmentalität entstehen, um danach in die AC72-er Regatten transferiert
zu werden.

Blazers und Polo-Shirts gehören der Geschichte an. Fans von Heute wollen
die Athleten von deren Physis gepuscht bis hin zur Erschöpfung sehen.

Ich möchte schließen mit dem Hinweis auf eine neue Initiative, an der ich
mich leidenschaftlich beteilige: Der „Jugend-America’s-Cup“. Das ist eine
fantastische Entwicklung. Einfach gesagt, soll es ein Medium für junge Seg-
ler sein, dazu angetan, die Eingangstür zu einem America’s-Cup-Team zu er-
reichen. Von mir weiß ich, dass ich von nichts anderem gesegnet war in mei-
ner eigenen Karriere, als mit Glück. Anlässlich von Jugend-Programmen und
Jugend-Match-Race landete ich auf einer Sieger-Ehrung. Ich bekam den Ju-
gend-Preis und der legendäre Syd Fischer bekam einen anderen Preis für
sein Ozean-Segeln. Ich ging später zu ihm hin und sagte: Hey, ich würde
Ozean-Segeln gern mal ausprobieren, ist das möglich ?” Daraus ist alles
Weitere entsprungen.

Dies hat Syd möglicherweise dazu gebracht, seine 2000-America’s-Cup-
Campagne mit einigen von uns in eine australische Jugend-Campagne zu
verwandeln – eine großartige Sache für Syd, dies auf die Beine gestellt zu
haben. Eigentlich, für jene, die Syd kennen … war es keine Überraschung,
dass er sein Boot von 1995 aus der 2000er Herausforderer-Serie an den
Start brachte, damit sein Startgeld nicht verfällt; aber es war eine generöse
Geste.

Schaut euch einige der America’s-Cup- und Volvo-Ocean-Teams von heute
an – ihr werdet dort junge Kerls aus Australien finden. Noch ist diese Art der
Möglichkeiten heutzutage sehr rar. Die Eigner gehen eher gleich zu den Spit-
zenseglern. Sie wollen die bestmögliche Erfahrung anheuern; aus guten
Gründen natürlich.

Teams werden zusammen gestellt um zu gewinnen. Mit dem Team „Young
Australia“ handelte es sich um den Plan, junge Australier mit dem America’s
Cup zu beschäftigen; denn für einen jungen Menschen ist es wirklich
schwierig heraus zu finden, wie er sich ins Spiel bringen kann; und eine
meine großen Frustrationen entsteht in dem Moment, wenn ich einem Ju-
gendlichen Segler die Frage beantworten soll, wie er für den America’s Cup
planen könnte … es gibt zur Zeit keine schlüssige Antwort.

In der Vergangenheit stellte der Match-Race-Zirkus eine Art Zielvorgabe dar
… aber heutzutage scheinen ganz wenige Menschen aus dieser Ecke und Er-
fahrung mit größeren Schiffen oder aus Einheitsklassen mit Flotten-Regatta-
Weltmeisterschaften zu kommen. Erfahrung mit dem Erzielen von höchst-
möglicher Bootsgeschwindigkeit bildet den Baukasten für einen America’s-
Cup-Segler.

Der Jugend-America’s-Cup wird die klaren Möglichkeiten für junge Segler
bieten, die es zur Zeit nicht wirklich gibt. Für junge Segler von Heute, die
davon träumen, der nächste Russell Coutts zu sein, sollten wir das Glück
durch einen strukturierten Karriere-Plan ersetzen. Der Jugend-America’s-
Cup wird vereitelten Ehrgeiz zu Leistung in durch Ehrgeiz Erreichbares
verwandeln.

Um es zusammenfassend zu beschreiben, sollte America’s-Cup-Wettsegeln
Folgendes sein:

• Hohe Intensität
• Hohes Vergnügen
• Hohe Athletik
• Hohe Entscheidungsfähigkeit unter Stressbedingungen

Der America’s Cup kann nicht nur für Traditionalisten, Milliardäre, Desig-
ner, Fernseh-Produzenten oder für Segler sein, die eine Karriere daraus
machten. Er sollte da sein für die Fans, die wir haben und für die, deren
Interesse wir jetzt wecken möchten.

Wir müssen das Erbe des Cups in Ehren halten, aber uns nicht zu seinen
Sklaven machen.

Ihr habt seine Vergangenheit zu respektieren, aber ihr solltet keine Angst vor
einem Wechsel haben.

Für mich persönlich ? Eine fantastische Zeit, in das Ereignis verwickelt zu
sein.

Es wird Alles noch herausfordernder.

Die Schiffe werden noch aufregender werden.

Er ist ein Test für Jene, die einen Wechsel begeistert aufnehmen, für Jene
mit Neugier und für Jene, die einfach bessere All-Round-Segler werden
wollen.

Er ist für Menschen, die sich gern aus ihrer Comfort-Zone heraus selbst
anspornen. Aber er ist nicht für die konservativen und solche Menschen,
die Angst vor dem Fehlschlag haben – und er ist Nichts für die Sessel-
Kritiker.

Aber war das der America’s Cup jemals ? …

Ich danke euch ! Und nun vergnügt euch im World-Yacht-Racing-Forum.

James Spithill

Stoerte
29.12.2010, 18:58
Einen wunderschönen guten Morgen euch Allen und Dank dafür, dass ich
unter euch sein darf.
.


Wunderschöner Morgen nach 18:00 Uhr!

Steh morgen früher auf, dann schaffst Du's noch rechtzeitig in die Sprechstunde!

Von Herzen gute Besserung!

Störte

Stoerte
29.12.2010, 19:01
Aber ich wette, Einige von euch sind mir in dieser Hinsicht bereits voraus
und mögen denken …
„OK, dieser Kerl ist zu den Multihulls konvertiert.“
„OK, fein, aber er hat bereits die Erfahrung des Wing-Segelns, die nur we-
nige seiner Rivalen haben.“ UND „Dies wird ein schöner kleiner Vorteil sein,
damit in den nächsten America’s Cup zu gehen.“

Glaubt mir bitte wenn ich sage: Dieser Vorteil wird überschätzt. Wings gibt
es seit Dekaden. Wir waren lediglich zu langsam, um den Anschluss zu
finden.

Zunächst, Wir würden den America’s Cup auch ohne Wing-Mast gewonnen
haben. Zwar ist das Wing-Segel ein wenig schneller als das Tuch-Segel, aber
wir hätten den Job auch mit dem Tuch gemacht, falls das notwendig gewe-
sen wäre. Der Wechsel vom Tuch- zum Wing-Segel ist einfacher als ihr es
euch vorstellen könnt. Und wie ihr wisst, die kleinere der neuen America’s-
Cup-Klassen, die AC45, wird jedes eurer Teams in der nächsten Saison be-
schleunigt auf den Stand der Technik versetzen.

Was sagt uns all dies über den nächsten America’s Cup ? Kann ein Mono-
hull-Segler so einfach zu den Multihull rüber wechseln ? Natürlich kann er
das. Gute Segler finden immer den Anschluss.

Ich bin entzückt darüber, dass der nächste America’s Cup eine Match-Race-
Regatta sein wird. Am Anfang dieses Jahres hatten wir einen intensiven 4-
Tage-Test in Valencia durchgeführt; und in einigen der Tests hatten wir mit
Vorbedacht unsere Extreme40-Cats an extreme Plätze gezwungen … zum
Beispiel in eine Startbox von 6 mal 6 Bootslängen … natürlich in Gemar-
kungen, in denen die Boote zu schnellen Wende- oder Halse-Abfolgen ge-
zwungen waren. Die Wettrennen waren Furcht einflößend. Das brachte uns
diese Eng-Beieinander-Wettfahrt, wie man sie von den Monohull-Regatten
kennt, wobei noch die Aufregung der Führungswechsel bei Hoch-Geschwin-
digkeit-Multihulls kam.

Wird das Wettsegeln unterschiedlich zum Monohull-Match-Segeln sein ?

Selbstverständlich wird es das sein ! Und auf was ich mich dabei am meis-
ten freue sind die Vorm-Wind-Kurse. Das deshalb, weil du deinen Gegner
mit einem Multihull wesentlich leichter passieren kannst als mit einem Mo-
nohull. Und großartiges Wettsegeln ist gekennzeichnet von Passierungen
und Führungswechsel.

Wenn du den Start gewonnen hattest oder um die Luv-Tonne rum in Füh-
rung lagst bei Monohull-Match-Race oder in vergangenen America’s-Cup-
Regatten, bestand nur noch eine 10-%-Sieg-Chance für das hintere Boot.

Klingt das für euch nach guten Eng-Beieinander-Wettfahrten ?

Beim Vor-dem-Wind-Segeln mit einem Multi wird es für das zurück liegen-
de Boot wesentlich leichter sein wieder aufzuholen, weil man von dort aus
immer sehen kann, ob der Voraussegelnde den richtigen Winkel für die
Halsen und die Anleger-Kurse hat.

Die Wahl eines falschen Winkels macht ein Multihull langsam und du
bezahlst ihn mit VMG-Nachteil, wenn du einen Anleger um eine Nuance
verpasst.

In einem Monohull kommst du noch einmal davon, weil das nachfolgende
Boot aus den Fehlern des vorausfahrenden kein Kapital schlagen kann,
denn schließlich erlaubt es kein Vorbei-Segeln. Keine Frage: Großartiges
Segeln bedarf der Überholmöglichkeiten.

Ich komme zu einem wirklich großen Unterschied zwischen Einrümpfern
und Mehrrümpfern … und das ist das Risiko. Einrümpfer schauen nicht
wirklich aufregend aus, außer die Schiffe stampfen gegeneinander an bei
viel Wind auf der Kreuz. Sogar dabei besteht das einzig wirkliche Risiko in
einem Sonnenschuss oder in einem Niederschlag.

Bei einem Multi kommt das Risiko zu einem höheren Preis daher. Anstelle
des Sonnenschusses oder des Niederschlags kannst du kentern mit der
realen Chance, die ganze Campagne zu verlieren.

Dies ist kein Regatta-Sieg-Zug.

Ich denke, bei den kleineren AC45er-Regatten, wenn ihre Teams sie in der
ersten Saison gegeneinander segeln, wird dabei schnell eine Art Hard-Core-
Rennmentalität entstehen, um danach in die AC72-er Regatten transferiert
zu werden.

Blazers und Polo-Shirts gehören der Geschichte an. Fans von Heute wollen
die Athleten von deren Physis gepuscht bis hin zur Erschöpfung sehen.

Ich möchte schließen mit dem Hinweis auf eine neue Initiative, an der ich
mich leidenschaftlich beteilige: Der „Jugend-America’s-Cup“. Das ist eine
fantastische Entwicklung. Einfach gesagt, soll es ein Medium für junge Seg-
ler sein, dazu angetan, die Eingangstür zu einem America’s-Cup-Team zu er-
reichen. Von mir weiß ich, dass ich von nichts anderem gesegnet war in mei-
ner eigenen Karriere, als mit Glück. Anlässlich von Jugend-Programmen und
Jugend-Match-Race landete ich auf einer Sieger-Ehrung. Ich bekam den Ju-
gend-Preis und der legendäre Syd Fischer bekam einen anderen Preis für
sein Ozean-Segeln. Ich ging später zu ihm hin und sagte: Hey, ich würde
Ozean-Segeln gern mal ausprobieren, ist das möglich ?” Daraus ist alles
Weitere entsprungen.

Dies hat Syd möglicherweise dazu gebracht, seine 2000-America’s-Cup-
Campagne mit einigen von uns in eine australische Jugend-Campagne zu
verwandeln – eine großartige Sache für Syd, dies auf die Beine gestellt zu
haben. Eigentlich, für jene, die Syd kennen … war es keine Überraschung,
dass er sein Boot von 1995 aus der 2000er Herausforderer-Serie an den
Start brachte, damit sein Startgeld nicht verfällt; aber es war eine generöse
Geste.

Schaut euch einige der America’s-Cup- und Volvo-Ocean-Teams von heute
an – ihr werdet dort junge Kerls aus Australien finden. Noch ist diese Art der
Möglichkeiten heutzutage sehr rar. Die Eigner gehen eher gleich zu den Spit-
zenseglern. Sie wollen die bestmögliche Erfahrung anheuern; aus guten
Gründen natürlich.

Teams werden zusammen gestellt um zu gewinnen. Mit dem Team „Young
Australia“ handelte es sich um den Plan, junge Australier mit dem America’s
Cup zu beschäftigen; denn für einen jungen Menschen ist es wirklich
schwierig heraus zu finden, wie er sich ins Spiel bringen kann; und eine
meine großen Frustrationen entsteht in dem Moment, wenn ich einem Ju-
gendlichen Segler die Frage beantworten soll, wie er für den America’s Cup
planen könnte … es gibt zur Zeit keine schlüssige Antwort.

In der Vergangenheit stellte der Match-Race-Zirkus eine Art Zielvorgabe dar
… aber heutzutage scheinen ganz wenige Menschen aus dieser Ecke und Er-
fahrung mit größeren Schiffen oder aus Einheitsklassen mit Flotten-Regatta-
Weltmeisterschaften zu kommen. Erfahrung mit dem Erzielen von höchst-
möglicher Bootsgeschwindigkeit bildet den Baukasten für einen America’s-
Cup-Segler.

Der Jugend-America’s-Cup wird die klaren Möglichkeiten für junge Segler
bieten, die es zur Zeit nicht wirklich gibt. Für junge Segler von Heute, die
davon träumen, der nächste Russell Coutts zu sein, sollten wir das Glück
durch einen strukturierten Karriere-Plan ersetzen. Der Jugend-America’s-
Cup wird vereitelten Ehrgeiz zu Leistung in durch Ehrgeiz Erreichbares
verwandeln.

Um es zusammenfassend zu beschreiben, sollte America’s-Cup-Wettsegeln
Folgendes sein:

• Hohe Intensität
• Hohes Vergnügen
• Hohe Athletik
• Hohe Entscheidungsfähigkeit unter Stressbedingungen

Der America’s Cup kann nicht nur für Traditionalisten, Milliardäre, Desig-
ner, Fernseh-Produzenten oder für Segler sein, die eine Karriere daraus
machten. Er sollte da sein für die Fans, die wir haben und für die, deren
Interesse wir jetzt wecken möchten.

Wir müssen das Erbe des Cups in Ehren halten, aber uns nicht zu seinen
Sklaven machen.

Ihr habt seine Vergangenheit zu respektieren, aber ihr solltet keine Angst vor
einem Wechsel haben.

Für mich persönlich ? Eine fantastische Zeit, in das Ereignis verwickelt zu
sein.

Es wird Alles noch herausfordernder.

Die Schiffe werden noch aufregender werden.

Er ist ein Test für Jene, die einen Wechsel begeistert aufnehmen, für Jene
mit Neugier und für Jene, die einfach bessere All-Round-Segler werden
wollen.

Er ist für Menschen, die sich gern aus ihrer Comfort-Zone heraus selbst
anspornen. Aber er ist nicht für die konservativen und solche Menschen,
die Angst vor dem Fehlschlag haben – und er ist Nichts für die Sessel-
Kritiker.

Aber war das der America’s Cup jemals ? …

Ich danke euch ! Und nun vergnügt euch im World-Yacht-Racing-Forum.

James Spithill


Das ist ja doch viel schlimmer, als ich vermutet habe!

Es gäbe noch den ärztlichen Notdienst!
Oder die Feuerwehr!

In unsäglicher Sorge, schmerzgebeugt,

Störte

Moin Moin
29.12.2010, 21:12
Ein Tierarzt reicht aus.:D

Pogolino
29.12.2010, 22:43
Eigentlich wollte ich mich gerade mit einem Buch verholen, da stolperte ich über die ersten Zeilen des ersten Beitrags und dachte: Moment mal, hier tut sich was. Ein Stilwechsel hin zu Bescheidenheit und weg von der Arroganz.
Dann kamen herrliche Vergleiche zu anderen Sportarten und dann mehr und mehr ein Thema, bei dem das postende Forumsmitglied in jüngerer Vergangenheit seine absolute Ahnungslosigkeit unter Beweis gestellt hat - da erst die Erkenntnis: Der schreibt nicht ganz plötzlich nett und weniger arrogant, das ist er gar nicht. Im zweiten Teil sickerte dann bei mir erst langsam durch, von wem es eigentlich ist und wurde mit den Anekdoten aus dem 2000er Cup bestätigt. Übrig bleibt der Rat an alle: lest es - es ist lesens- und verstehenswert. Der Mann hat mit diesem Text einige schöne Denkanstöße in Richtung Multihull für den Cup gegeben.
Und Herr Backhausen, sollte Ihnen in Anbetracht des Textes irgendetwas in Richtung: "sag ich doch, wußt ich doch" aus der Tastatur fließen, dann vergess' ich meine guten Manieren!

Makis Enefrega
29.12.2010, 23:06
... war Steuermann der siegreichen 33.-America’s-Cup-Yacht BOR;
er war geladen, am14. Dezember 2010 im World-Yacht-Racing-Forum
in Estoril/Portugal, einen Vortrag zu halten, auf Amerikanisch - die Über-
setzung seiner Ansprache ist von mir. Und ich bin gar nicht begierig da-
rauf zu erfahren, wie Sie sich aufführen, Herr POGOLINO, wenn Sie die
Contenance verlieren.

Pogolino
29.12.2010, 23:30
[QUOTE=Makis Enefrega;929917 die Über-
setzung seiner Ansprache ist von mir.[/QUOTE]

Hut ab! Da haben sie sich ja einen ganzen Haufen Arbeit gemacht. Dafür, daß wir diese schöne Rede hier ganz einfach auf deutsch lesen können, gebührt Ihnen Dank! Um es ganz deutlich auszudrücken: vielen Dank! Finde ich toll.

Makis Enefrega
29.12.2010, 23:35
Hut ab! Da haben sie sich ja einen ganzen Haufen Arbeit gemacht.
Dafür, daß wir diese schöne Rede hier ganz einfach auf deutsch lesen
können, gebührt Ihnen Dank! Um es ganz deutlich auszudrücken: vielen
Dank! Finde ich toll.
... schnell noch ein ] hinter die lange Zahl nach meinem Nicknamen setzen,
dann wird auch das Zitat perfekt lesbar.

Pogolino
30.12.2010, 00:40
OK zweiter Versuch:


die Über-
setzung seiner Ansprache ist von mir.

Hut ab! Da haben sie sich ja einen ganzen Haufen Arbeit gemacht. Dafür, daß wir diese schöne Rede hier ganz einfach auf deutsch lesen können, gebührt Ihnen Dank! Um es ganz deutlich auszudrücken: vielen Dank! Finde ich toll.

Ausgeschiedener Nutzer
30.12.2010, 13:40
Klar, toll wenn er damit beschäftigt ist, dann kann er ansonsten keinen Unsinn schreiben. Vielleicht beruhigt er auch, als Ausgleich für sein ganzes Multinicktheater, sein Gewissen damit oder er möchte einfach mal was Positives, außer von seinen eigenen Nicks hier über sich lesen. Wenn ich jedoch sowas lese..

... schnell noch ein ] hinter die lange Zahl nach meinem Nicknamen setzen,
dann wird auch das Zitat perfekt lesbar.
.. neige ich eher dazu das es nur wieder ein gewohnter Akt von Wichtigtuerei im Rahmen seiner Profilneurose ist. Was soll überhaupt diese Übersetzertätigkeit? 95% der interessierten User dürften des Englischen mächtig sein und für die restlichen 5% genügt bei Google der Button >Übersetzen< und ein bisschen Fantasie.

Zum Inhalt:
Ja James Spithill hat recht und ich kann mich voll mit dem was er sagt identifizieren. Es ist unerheblich für die Zukunft des Segelsports ob sich ein paar Insider an spannenden Wendeduellen ergötzen oder den klassischen Monos nachtrauern. Der AC, als der medienträchtigste Segel-Event der Welt, hat die Chance Segeln als modernen Sport ins Bewusstsein der Öffentlichkeit im 21. Jahrhundert zurückzubringen. Multis sind da die perfekten Trailer. Mit ihrer aufregenden Optik und dem gelungenen Spannungsbogen zwischen Hi-Tech, Dynamik und dem Spiel mit den Naturelementen haben sie das Zeug zu echten Medienstars um das angestaubte Image des Segelsports gerade zu rücken. Das Bild von offenbar mühelos über das Wasser fliegenden Multihulls ist nun mal ein größerer Hingucker als der abgenutzte Anblick von sich matchenden Monos. Der Sport braucht neue Bilder und neue Boote. Bilder von Booten unter aufgeblähten Spinnakern vor blauem Himmel und Kids in Booten, die Aussehen wie Badewannen, haben in der heutigen Zeit einfach keinen Aufforderungscharakter mehr sich mit Segeln zu befassen. Der Segelsport verliert immer mehr Boden gegenüber anderen Wassersportarten. Der gesamten Branche bereitet das zunehmend Sorge. Vereinzelte mutige Ansätze wie z.B. die Varianta Projekte von Hanse, mit einer modernen Interpretation von 'Back to the Roots', scheinen leider zu verpuffen, weil sie zu wenig Aufmerksamkeit von außerhalb der Segelszene bekommen. Wer die bitteren Realitäten erleben will, für den bietet sich wieder bei der nächsten BOOT in Düsseldorf ausreichend Gelegenheit. Entgegen den zweckoptimistischen Verlautbarungen der Verbände, Vereine und der Nowea bekommt man dort wieder ein Feetback, das sich mit den düsteren Einschätzungen der Branche deckt.

Halle 1 mit Windsurfen, Kitesurfen und etwas Katsegeln:
Gehört seit Jahren neben der Taucherhalle zu den best besuchtesten Hallen, viel Lifestyle, viel Party, viel Umsatz und das Publikum meist zwischen 15-30 Jahre

Halle 16 und 17 mit Segeln:
Die Segelhallen 16+17 gehören zu den am schlechtesten frequentierten. Charakteristisch jedes Jahr die gähnende Leere im Segel Center auf dem fast alle Jollenklassen und Regattaklassen des DSV ausgestellt sind. Nur wenn Peter Schweer mal eines seiner berühmt, berüchtigten Trimmseminare abhält, oder wie im letzten Jahr verschiedene Talkshows laufen, sind dort einige Leute zu finden, Altersdurchschnitt wie in der gesamten Halle 50+.
Die Kids der Düsseldorfer Schulklassen, die während der Woche im Klassenverband freien Eintritt haben, nutzen die Hallen 16 und 17 vorrangig als Abenteuerspielplatz, interessieren tut sie da ansonsten nicht sehr viel und vor den Opti-Badewannen bleiben sie bestenfalls lachend stehen.

Das nur mal so als eine etwas andere Betrachtungsweise. Vermutlich werde ich mit meiner Einschätzung ziemlich alleine dastehen, weil die Mehrheit der User im Forum wohl eher die klassischen Fahrtensegler und Vereinsvertreter repräsentieren und denen dürfte sowohl der AC wie auch das ’Multi-Teufelszeug’ ziemlich egal sein.

winnfield
30.12.2010, 13:54
Vermutlich werde ich mit meiner Einschätzung ziemlich alleine dastehen, weil die Mehrheit der User im Forum wohl eher die klassischen Fahrtensegler und Vereinsvertreter repräsentieren und denen dürfte sowohl der AC wie auch das ’Multi-Teufelszeug’ ziemlich egal sein.

gut geschrieben und von mir unterschrieben

also stehn wir schon zu zweit allein :)

Makis Enefrega
30.12.2010, 14:14
... oder doch lieber gleich "True Spirit" ?!

... ein Feetback, das sich mit den düsteren Einschätzungen der Branche deckt.
Da legt es sich leicht die Füße hoch und fragt sich, was so ein Denglischer
wohl verstanden hätte, würde der sich der Mühe unterzogen haben, den
Origninal-Text von Spithill zu Gemüte zu führen. Gut, dass sich sein




FEETBACK

im Wesentlichen auf die kommende Messe in Düsseldorf bezieht, wo wir
uns an der optimistischen Jessica Watson beim Signieren ihres Buches
ergötzen können, sonst sähe die Welt vielleicht wirklich so trübe aus,
wie sie uns dieser begnadete Hellseher malt.

Ausgeschiedener Nutzer
30.12.2010, 14:54
... oder doch lieber gleich "True Spirit" ?!

Da legt es sich leicht die Füße hoch und fragt sich, was so ein Denglischer
wohl verstanden hätte, würde der sich der Mühe unterzogen haben, den
Origninal-Text von Spithill zu Gemüte zu führen. Gut, dass sich sein




FEETBACK

im Wesentlichen auf die kommende Messe in Düsseldorf bezieht, wo wir
uns an der optimistischen Jessica Watson beim Signieren ihres Buches
ergötzen können, sonst sähe die Welt vielleicht wirklich so trübe aus,
wie sie uns dieser begnadete Hellseher malt.

Gut das es hier noch Aufpasser gibt, die auf Form und Rechtschreibung achten, wenn es schon zu mehr nicht reicht.

Ich achte bei meinen Online-Quickis eben mehr auf Gehalt und da kann ein d schon mal zum t werden. Wie hat doch hier jemand so treffend in der Signatur stehen: "Rechtschreibfehler kannst Du behalten"
Geh dir mal lieber eine Unterschrift bei deinem Kinderstar abholen, möglichst mit pers. Widmung, die kannst du dann ja hier einscannen, das hätte dann doch wenigstens etwas Gehalt. Vielleicht kannst du dir dann noch einen Kid-Supervisor an die Signatur heften und die Rechtschreibung der Kleinen beaufsichtigen.

36christ
30.12.2010, 17:59
Auch ich mache Rechtschreibungsfehler. Meine allgemeine Umgangssprache ist schwedisch.Ich wohne ja seit 1956 hier in Schweden. Ich behersche deswegen die deutsche Sprache icht mehr zu 100 %.Gewiß bin ich in Deutschland zur Schule gegangen. Wir sind doch alle verschieden.Nicht alle haben im Fach "deutsch" eine 1 im Zeugnis gehabt.Hauptsache ist wohl daß man einander versteht. Laß uns über Rechtschreibungsfehler vorüber sehen.

Gruß Uwe

segelgunnar
30.12.2010, 18:15
- man bildet die Fahrer aus
- man tüncht die Fahrzeug außergewöhnlich kuhl


@D-F: mach Dir nichts draus, der Herr bringt auch immer wieder Stilblüten hervor :)

sevenseas
30.12.2010, 19:49
FEETBACK


:)

Lustiger Fehler !

Seit und seid verwechselt D-F übrigens auch immer :)

Ausgeschiedener Nutzer
30.12.2010, 23:48
:)

Lustiger Fehler !
Seit und seid verwechselt D-F übrigens auch immer :)

Muss ich jetzt meine Beiträge offline mit einem Korrekturprogramm schreiben damit der Rechtschreib-Supervisor zufrieden ist?

Ich erspare es mir bei M.E., sevenseas, Bellamy, Coral & Co nach selbigen zu suchen, es wären eh die gleichen.

Man kann’s nur wiederholen, du bist wirklich eine bemitleidenswerte Kreatur und dein Problem scheint sich mit der Anzahl deiner Nicks zu potenzieren.

sevenseas
31.12.2010, 11:03
Muss ich jetzt meine Beiträge offline mit einem Korrekturprogramm schreiben damit der Rechtschreib-Supervisor zufrieden ist?
Supervisor bin ich zwar nicht, aber wenn Du Dich nicht ständig blamieren willst, dann solltest Du fremde Hilfe in Anspruch nehmen.


Ich erspare es mir bei M.E., sevenseas, Bellamy, Coral & Co nach selbigen zu suchen, es wären eh die gleichen.


Wie kommst Du zu der absurden Annahme, ich hätte etwas mit M.E., Bellamy o. Coral &co. zu tun.
Handelt es sich dabei eigentlich um selbst produzierte Hirngespinnste oder plapperst Du - wie ein Papagei - aufgeschnappten Nonsense nach ?

Vielleicht solltest Du auch einmal nachschlagen, was IRONIE bedeutet, dann würdest Du vielleicht auch M.E. nicht ständig in peinlicher Weise missverstehen.

Ausgeschiedener Nutzer
31.12.2010, 12:17
Supervisor bin ich zwar nicht, aber wenn Du Dich nicht ständig blamieren willst, dann solltest Du fremde Hilfe in Anspruch nehmen.
Wie kommst Du zu der absurden Annahme, ich hätte etwas mit M.E., Bellamy o. Coral &co. zu tun.
Handelt es sich dabei eigentlich um selbst produzierte Hirngespinnste oder plapperst Du - wie ein Papagei - aufgeschnappten Nonsense nach ?

Vielleicht solltest Du auch einmal nachschlagen, was IRONIE bedeutet, dann würdest Du vielleicht auch M.E. nicht ständig in peinlicher Weise missverstehen.

Pogo hatte ja ein schönes Wort dafür gefunden: 'barscheln’ .
In dem Sinne barschel mal schön weiter und schau das du es mit deinen Multi-Nicks noch auf die Reihe bekommst. Manchmal machst du einen echt überarbeiteten Eindruck und dann kriegst du wohl sowas wie eine Identitätskrise. Dann gerät da schon mal was mit deinen Nicks durcheinander.

So z.B. heute Morgen um 0:39 in Klönschnack, diesmal als M.E. unter der Headline "Arme Kreatur" :D



... du bist wirklich eine bemitleidenswerte Kreatur ... .



Behinderte haben geradezu ein Recht darauf, dass man über sie lacht, wenn
sie witzig sind. Und Hand aufs Herz: Menschen, die ihre Außergewöhnlichkeit
ganz offen leben, sind doch zumeist erheblich interessanter als all die Normo-
pathen, die so normal sind, dass es wehtut.

Als Psychotherapeut bin ich dann gut, wenn ich möglichst schnell dafür sor-
ge, dass sich der Scheinwerfer der Aufmerksamkeit auf die Fähigkeiten und
Kräfte des Patienten richtet, die dieser ausgeblendet hat, weil er bloß noch
meine Probleme und die meiner vielen Nicks sieht.

Mach weiter mit dem Psycho-Stiptease

sevenseas
31.12.2010, 12:33
Gegen Dummheit - mein lieber Dragon-fly - kämpfen Götter selbst vergebens !

Ausgeschiedener Nutzer
31.12.2010, 12:41
Gegen Dummheit - mein lieber Dragon-fly - kämpfen Götter selbst vergebens !

Ich werde dich zitieren - mein lieber Carlo- wenn dein ganzer Nick-Mumpitz hier endlich aufgeflogen ist, hoffe es dauert nicht mehr lange.

So, bin raus, du kannst dich wieder mit dir selbst unterhalten

sevenseas
31.12.2010, 12:49
Ich werde dich zitieren - mein lieber Carlo- wenn dein ganzer Nick-Mumpitz hier endlich aufgeflogen ist, hoffe es dauert nicht mehr lange.

Vielleicht solltest Du eher den Arzt rufen !

Ausgeschiedener Nutzer
31.12.2010, 13:25
Wie kommst Du zu der absurden Annahme, ich hätte etwas mit M.E., Bellamy o. Coral &co. zu tun.
Handelt es sich dabei eigentlich um selbst produzierte Hirngespinnste oder plapperst Du - wie ein Papagei - aufgeschnappten Nonsense nach ?



http://www.youtube.com/watch?v=PCn-C6AkLm0

pogo

sevenseas
31.12.2010, 13:48
http://www.youtube.com/watch?v=PCn-C6AkLm0

pogo

Ich habe mit Barschel ebensowenig zu tun wie Pogo mit:

http://www.welt.de/multimedia/archive/00248/fbi2_DW_Vermischtes_248923p.jpg
Die Liste der meistgesuchten Verbrecher der Welt (http://www.welt.de/vermischtes/article877249/Die_Liste_der_meistgesuchten_Verbrecher_der_Welt.h tml)

winnfield
31.12.2010, 13:56
also gut

ich gebs zu

ich bin es

Makis Enefrega
31.12.2010, 14:48
also gut ich gebs zu ich bin es
So, nachdem nun die üblichen Verdächtigen ihre Silvester-Laune auf Touren
gebracht haben, essen wir erstmal gut und bereiten uns auf den morgigen
"hangover" vor, damit wir uns im kommenden Jahr mal so richtig die Meinung
geigen können. Aber dann bitte nicht mehr in diesem Unter-Forum - denn das
gehört der Krone des Segelns. Und das ist, Barcelona-Round-The-World hin
oder her, immer noch der America's Cup.

Ich schlage vor, dass - allen voran die Skeptiker - die Rede von James Spithill
nicht wie ein Kapitel aus der Bibel hinnehmen, sondern sie auf ihre Schwach-
stellen überprüfen. Es gibt nämlich welche. Spithill vergas zu erwähnen:

1
dass die Tour-de-France-Kommentatoren der Fernseh-Anstalten
Hintergrundwissen zum Ambiente aus Redaktionen geliefert bekommen,
die die Route aufbereiten, wobei geografische, gesellschaftliche, histori-
sche und andere Hintergründe beleuchtet werden. Diese besonderen
Reize, die kein exquisites Fach-Publikum ansprechen aber attraktiv für
die Masse der Zuschauer sind und für hohe Einschalt-Quoten sorgen,
sind überzeugende Argumente für die Entscheider-Gremien im TV-Sektor.

2

Dass die Logistik an Land um ein Vielfaches einfacher ist, als mit Übertra-
gungsgerät auf dem Wasser unterwegs zu sein (man denke nur daran,
dass das Bedienpersonal von Kamera und Ton seekrank werden kann,
wenn es auf der Jagd nach guten Bildern, statt auf Motorrädern mit
Speed-Booten durch die Meute der Multis hetzt).

sevenseas
31.12.2010, 17:38
Ich schlage vor, dass - allen voran die Skeptiker - die Rede von James Spithill
nicht wie ein Kapitel aus der Bibel hinnehmen, sondern sie auf ihre Schwach-
stellen überprüfen. Es gibt nämlich welche.

Richtig erkannt :)

Spithill ist befangen und möchte seinem Chef beistehen, um weiterhin auf dessen Lohnliste geführt zu werden.

Tilden Baudraten
31.12.2010, 17:52
ist die krone des selgens nicht eher das volvo ocean race?

was ich da beim letzten ami cup gesehen hab hat ja wohl keine krone verdient.

lhueckstaedt
01.01.2011, 21:47
ist die krone des selgens nicht eher das volvo ocean race?

was ich da beim letzten ami cup gesehen hab hat ja wohl keine krone verdient.

Naja, ich glaube es gibt mehrer Kronene des Segelns oder? Inshore, Offshore und Jollen-Klassen kann man ja schlecht vergleichen.

Der Americas Cup wurde in 2010 zumindest vom AudiMED Cup für inshoresegeln abgelöst.

Offshore magst du recht haben.


Zum Thema: Jimmy Spithill wird wohl kaum was gegen das von seinem Arbeitgeber entwickelte Format sagen dürfen. Ist doch logisch. oder?

Das Oracle Racing auch ohne Wing gewonnen hätte bezweifel ich stark. - ERlichgesagt auch eine ganz schön dumme aussage: Wenn ich vor einer wirklich guten Fachpresse stehen würde, würde ich nicht solche spekulationen machen. Dazu noch unbegründet. - Es hat ja keiner was gegen den Sieg gesagt.

Man kann natürlich nicht nachweisen, dass es anders ausgegangen wäre. Mit solchen spekulationen macht sich aber selbst Jimmy Spithill lächerlich.