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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Energiekonzept auf Motoryachten



Ausgeschiedener User
01.01.2011, 12:36
Um ein umfangreiches Thema speziell zu besprechen mach ich hier mal neu auf:

Gerd1000:
Ideal fände ich als Ergänzung einen Gen, der nicht 230V sondern 12 oder 24 V macht und damit ohne Umweg über ein Ladegerät direkt die Batterien lädt, ggfs dannach dann einen Spannungswandler auf 230V wenn er sowas auch liefern soll.

Ich hatte ein solches Konzept auf meiner meiner Malö bauen lassen. Das ist wesentlich effektiver als zuerst 230V erzeugen und dann über eine Ladegerät wieder laden. Z.B schon mit einem 4kW kannst du deine 12V Batts mit um die 300A laden. Effektiver geht nicht. Große Batts natürlich vorrausgesetzt, aber die hast du ja.

Sowas würde ich heute neben dem Hauptgen einbauen.

Das nur so als Denkanstoß.
__________________
Gerd

Das System ist interessant- praktisch ein dieselbetriebenes Batterieladegerät.
Ich hatte mich für ein Lima-Batterieladegerät entschieden das in meinem Energiekonzept folgendermassen funktioniert:
Meine beiden Generatoren werden abwechselnd, am Tag der 15 KW Gen und Nachts der 8 KW Gen , eingesetzt.
Im Unterschied zu den Fischer Panda Gens haben meine beiden Westerbeke Gens Lichtmaschinen . Die Lichtmaschine des jeweils laufenden Gens hat die seperate Batterie für die Gens natürlich sofort voll und ich betreibe jetzt einen Sterling Lima-Batterielader der die normalen 12 Volt Verbraucher unterhált.
Somit brauche ich meine " normalen " 110 Volt bzw 220 Volt-Ladegeräte nicht zuzuschalten.
Mit einem Umschalter, der schleifende Kontakte hat, kann ich zwischen Sterling oder normaler Batterieladung wählen.
Grüsse - Norbert

Ausgeschiedener Nutzer
01.01.2011, 14:25
so ganz überzeugend finde ich nicht, was Gerd1000 als gute Lösung anpreist.

Mein Grund dafür ist, dass in Booten unserer Größen- und Preislage Batterien, welche den Strom von einem 12V - Dieselgenerator als Ladestrom aufnehmen könnten, unmöglich Platz haben. Die meisten von uns werden so um die 200- bis 300 Ah haben. Wer da 300 A Ladestrom reinbläßt, hat kochende Batterien, die bald kaputt sind.

Ein Generator wäre trotzdem recht brauchbar. Gefährliches Gas könnte aus dem Boot verbannt werden, gekocht würde mit Induktionsplatte und Mikrowelle. Eine Klimaanlage würde das Leben erleichtern. Und so weiter und so fort.

Ich erwäge deshalb, einen kleinen FischerPanda mit Inverter einzubauen. Der würde bei geringer Last leise vor sich hin tuckern und nur voll aufdrehen, wenn die Klimaanlage startet. Die Batterien würden immer nebenbei mit einer passenden Stromstärke aufgeladen. Der knappe Platz in einem kleinen Segelboot wie meinem ist aber das Hauptproblem. Bau ich den Fischer in die Backkiste, muss ich sehen, wo die Fahrräder und das Beiboot bleiben. Mal sehen!


Immer Handbreit
Alfred

divefreak
01.01.2011, 14:29
so ganz überzeugend finde ich nicht, was Gerd1000 als gute Lösung anpreist.



In den USA ist ein Boot gut 100nm vor der Küste mit platten Batterien getrieben...

die haben die Hauptmaschinen zum Treibangeln abgestellt aber den Generator laufen lassen um die Batterien zu laden.

Leider hatte der Generator nen Diodenschaden und hat alle 3 Batteriebänke zerkocht...

somit lagen die dann "dead in the Water".

Nicht mal der Seefunk ging noch.

Gerd1000
01.01.2011, 14:37
Alfred alles ist natürlich relativ und wenn dein Boot zu klein ist um entsprechende Batteriebänke zu fahren, nun, dann ist das halt für dich nicht optimal. Is ja ok. Und wenn du nur 200-300 A hast, nun dann wird sich bei dir auch die Notwendigkeit nicht ergeben, denn große Geräte wirste da nicht betreiben und auch für einen ordentlichen Inverter mit mehreren KW reicht das nicht.

Allerdings kann man heutige Batterien schon sehr schnell laden und wenn nicht mit 300A, dann eben mit 100 oder 150A. Welcher Standard -Lader oder welche Lima bringt das ?

Für mich war das die optimale Lösung und vom Wirkungsgrad ist sie das auch. Einen kleinen Gen der die Batterien sehr schnell nachlädt. 230 Volt dann mit einem Inverter (in dem Fall Mastervolt Duo der auch den Landstrom verarbeitet). Entsprechend der abgerufenen Leistung verstellt sich dann die Drehzahl.

Ich habe damit Watermaker, Waschmaschine, Klima und vieles andere betrieben. In der Bucht ohne die Geräte reichten dann 2x am Tag 30 Minuten Laufzeit.

Dann noch eine automatische Spannungssteuerung, dann springt der Gen von alleine an, wenn`s sein muss. Komfortabler gehts nicht.

Und Divefreak: Wer ohne Redundanz arbeitet wie deine Fischerfreunde, oder sich so dumm anstellt alle Batteriebänke so zu fahren, dem ist halt nicht zu helfen. Halte ich aber auch nicht für sehr wahrscheinlich, dass es so war. Wenn mehrere Maschinen da sind, dann lädt der Gen in der Regel nicht die oder alle Starterbatterien, sondern die werden je von ihrer Maschine geladen. Und wer alle Batteriebänke zusammenschaltet, nun, dem kann man wirklich nicht helfen. Mir fallen dann noch so Themen ein wie Spannungsüberwachung, Alarme usw. Ganz schön dumm würde ich sagen.

Ausgeschiedener User
01.01.2011, 14:48
Mein Nachfolger auf der Feltz hatte sich gerade einen Panda eingebaut und ich war total überrascht als wir feststellen mussten dass dieser keine Lichtmaschine hat um eine separate Batterie zu versorgen :mad:
Jetzt musste man aus der 24 Volt-Bordanlage 12 Volt zum starten rausziehen.
Kompaktes Gerät aber zum reparieren unmoglich.
Grüsse - Norbert

Gerd1000
01.01.2011, 15:01
Einen Tod musste halt sterben. Dafür dass er so kompakt ist, ist er halt sehr eng gebaut. Aber meiner war nie defekt.

Üblicherweise gönnt man dem Gen aber eine eigene Starterbatterie, in deinem Fall dann wohl 12V. Und es ist doch dann kein Problem, die mit einem DC/DC Wandler aus der 24 V Anlage zu laden. Sehe ich nicht kritisch.

Gibt so kleine DC/DC Batterierladegeräte mit der man eine Batt aus der anderen Laden kann. Z.B von Sterling. (OT: sowas kann man auch gut verwenden um im Winter seine Motorradbatt aus der Autobatt nachzuladen)

divefreak
01.01.2011, 15:17
Und Divefreak: Wer ohne Redundanz arbeitet wie deine Fischerfreunde,

1. Sind das nicht "meine" Freunde

2. War wohl Redundanz vorhanden was da ausser der defekten Diode letzendlich die Ursache für den Blackout war ist nicht veröffentlicht worden...

3. macht es keinen Sinn aus 12V vom Genset per Inverter wieder 230 V zu machen, es sei denn du willst das Boot gleich mitheizen... Aber zb ne 12V/110A Lima zusätzlich zum 230V Generator das macht schon Sinn.

Gerd1000
01.01.2011, 15:27
2. War wohl Redundanz vorhanden was da ausser der defekten Diode letzendlich die Ursache für den Blackout war ist nicht veröffentlicht worden...

3. macht es keinen Sinn aus 12V vom Genset per Inverter wieder 230 V zu machen, es sei denn du willst das Boot gleich mitheizen... .

zu 2. Wohl nicht, sonst wäre das ja nicht passiert und - btw, nicht näher verifizierte Dinge, die man nur vom Hörensagen kennt sind kein sachliches Argument für mich.

zu 3. Das hängt vom Einzelfall ab und kann man so pauschal nicht sagen. Wenn du nur gelegentlich mal 230 V brauchst, dann macht das schon Sinn, viel sogar, wenn du den Gen Tage laufen läßt um eine Klima zu betreiben dann nicht. Ein ausgeprochen effizientes System kann man so aufbauen. Für kleine Boote als einziges, für große den 12oder 24V Gen als Batt Lader und als Zusatz. Mit vielen Vorteilen, die zu diskutieren hier aber den Rahmen sprengen würde. Ich kenne sie aber beide aus der Praxis. Auf dem Segler nur mit 12V Gen und auf dem Motorboot mit großem 230V Gen und war damit bestens bedient.

Mich würde daher sehr interessieren, welche praktischen Erfahrungen du mit den beiden Systemen hast, man lernt ja nie aus und gerne dazu und das Bessere ist ja bekanntlich des Guten Feund.

divefreak
01.01.2011, 16:40
Mich würde daher sehr interessieren, welche praktischen Erfahrungen du mit den beiden Systemen hast, man lernt ja nie aus und gerne dazu und das Bessere ist ja bekanntlich des Guten Feund.

Diverse. UA von einigen Swans....

Es kommt immer auf den Einzelfall an.

Leider eierst du mit deinen Angaben so rum, das man da nix Vernüftiges rauslesen kann.

Zum Thema diverse Systeme

Ich nehm mal ein Beispiel einer 60er Swan...

genaue AH der Hauptbatterien leider nicht bekannt. insgesamt 4 Batteriebänke

1. Genset leider ursprünglich nur mit Ladung über den Generator. Was dann regelmäßig zum Ausfall dank leerer Batterie führte, weil der Bootsmann von dieser Batterie auch die Klopumpen versorgt hat...

2. Versorgergruppe

3. Motorbatterie

4. BSR Gruppe direkt neben dem Hydraulikaggregat, Ladung über Motorgruppe via VSR

230V gabs entweder vom Genset oder über nen Wandler, der aber eigentlich nur für kleine Verbraucher bis Größe "Kaffemaschine" nutztbar war, wollte man mehr Saft mußte der Generator laufen, der auch die Segelhydraulik versorgt hat.

Achja, Landstrom bitte mind 16A abgesichert, besser sogar ne 32A Dose, sonst flog die Sicherung nur von der Last der Ladegeräte.


Gibt diverse Konzepte. :D Kommt halt auf den Einzelfall an

Revier, Nutzung
Was ist an 230V Verbrauchern vorhanden (Herd, Microwelle, Coffeemaker) oder nur mal ein Handy/Laptop laden?

Was ist an 12 Verbrauchern vorhanden?

Welche Speicherkapazität hab ich? Dh wieviele AH kann ich sinnvoll an Akkus unterbringen, reicht diese Kapazität für den normalen Törn? Wenn nein
wie erzeuge ich unterwegs Strom?

Motor (Lima ggf mit HLR?)) Wind, Solar, Schlepp/Wellengenerator oder doch GenSet?

Welche Möglichkeiten hab ich im üblichen Hafen? Langt dort die 230V Versorgung zum Laden meiner Batterien bis zum nächsten ablegen(eine Nacht oder 1 Woche?) + abendlicher Verbrauch?

Und da erwartest du ne Pauschalantwort? Witzig:D

Man fängt mit dem Bedarf dh Wunsch und Notwendiges an, guckt ob es technisch realisierbar ist, dann guckt man ob man die Umsetzung bezahlen kann und will, wenn nein muß man eben die Wünsche der Realität anpassen....

Gerd1000
01.01.2011, 17:14
zu 3. Das hängt vom Einzelfall ab und kann man so pauschal nicht sagen. .





Es kommt immer auf den Einzelfall an.

Ehrlich gesagt weiss ich jetzt nicht so recht was du mir mit diesen obigen wagen Allgemeinplätzen sagen wolltest; aber wie ich sehe sind wir uns ja einig und dabei möchte ich es lassen.

Ausgeschiedener User
01.01.2011, 22:19
Einen Tod musste halt sterben. Dafür dass er so kompakt ist, ist er halt sehr eng gebaut. Aber meiner war nie defekt.

Üblicherweise gönnt man dem Gen aber eine eigene Starterbatterie, in deinem Fall dann wohl 12V. Und es ist doch dann kein Problem, die mit einem DC/DC Wandler aus der 24 V Anlage zu laden. Sehe ich nicht kritisch.



Und genauso haben wir das gemacht.
Zu der Zuverlässigkeit der Fischer Panda kann ich nur anderes von Freunden berichten, als Dauerláufer nicht tauglich.
Grüsse - Norbert