PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : WANN ist der richtige Moment zum Umsteigen?



Ausgeschiedener User
22.01.2011, 05:17
Nach ca. 38 jahren Seglererfahrung hatte ich mir als Limit gesetzt mit 60 den Abschied vom Segeln einzuleiten und auf einen Trawler umzusteigen. Das soll keine Reklameaktion fuer Trawler sein - es war meine Entscheidung segelaenhnlich den Wassersport zu betreiben.
Nun hab ich mein " passendes " Schiff ein paar Jahre vor meinem Limit gesehen und das Geschaeft realisiert .
Nun meine Frage:
Sollte man:
1. Abwarten bis die Knochen krachen und man sich kaum mehr Richting Grossbaum vorarbeiten kann ?
2. Die Vorwarnung einer Meuterei der Ehefrau anhoeren und RECHTZEITIG reagieren?
3.Die Flagge streichen und beim quietschen der Gelenke den Wassersport aufgeben?
Gluecklicherweise bin ich gesundheitlich topfit ( kann sich in unserem Alter taeglich aendern ) und unserer Schiffswechsel war abgesprochen, gewollt und eine glueckliche Entscheidung.
Wie sehr ihr das?
Gruesse - Norbert

Sarastro
22.01.2011, 08:50
Den Schritt sollte man vornehmen, wenn das Gefühl sagt, dass es richtig ist.
Wenn Du das richtige Schiff gefunden hast, dann wechsle...

Loreley
22.01.2011, 14:50
Motorboot? Igittigitt! Segeln, bis der Arzt kommt und dann mit einem schönen Wohnmobil kompfortabel quer durch Europa - bis der Arzt kommt.
Frage: Das Netz ist voll von Verkaufsangeboten von Motoryachten jeder Größe und Preisklasse. Da fragt sich die unbedarfte Loreley: Warum ist das so ???

Corvina55
22.01.2011, 14:56
Warum muss man so etwas fragen?
Kann man nicht einmal das selbst entscheiden, oder braucht man dafür ein Forum?

Superwichtiges Thema.....:mad:

Ausgeschiedener User
22.01.2011, 15:19
Warum muss man so etwas fragen?
Kann man nicht einmal das selbst entscheiden, oder braucht man dafür ein Forum?

Superwichtiges Thema.....:mad:

Lieber Herr Corvina- dies ist ein Diskussionsforum und ein Forum in dem man frei seine Meinungen austauschen kann.
Die Beteiligung an einzelnen Themen ist freiwillig und zwanglos.
Natürlich MUSS man manche Dinge nicht fragen , man kann aber, auch davon lebt ein Forum.
Es gibt Teilnehmer die lesen Themen die sie mögen und andere benutzen jede sich bietende Möglichkeit für Seitenhiebe und Provokationen .
Grüsse - Norbert

Corvina55
22.01.2011, 15:59
Ja, von guten Fragen lebt ein gutes Forum.
Das sind aber dämliche Fragen. Vielleicht fragt Herr Noppe demnächst, wann er auf welches Klo gehen muss.

Echt, Herr Noppe, völlig unnütze Themen... So wird ein ehemals gutes Forum zum Blöden-Forum.
Lesen und schreiben lohnt echt nicht mehr.

Ausgeschiedener Nutzer
22.01.2011, 16:23
Alles irgendwie eine Frage der Selbstbeherrschung, oder?
Wenn mich ein Beitrag oder eine Fragestellung nicht interessiert oder ich selbige blöd finde, dann beteilige ich mich nicht daran.... und spare mir jeglichen Kommentar.
Wenn einen auf Parties die Leute in der einen Ecke langweilen, geht man ja auch woanders hin :rolleyes:

Zum Thema denke ich: den Kraftstoff für ein MoBo sparen und eher in eine knopfdruck-segelbare Yacht investieren.
Ansonsten jeder nach seiner Facon...., oder wie war das??

Gruss
excos48

Nelson
22.01.2011, 17:46
Das mit der Knopfdruckjacht finde ich gut. Und ich kann ja auch Mannschaft beschäftigen. Hast Du nicht einen Bootsmann? Damit ginge es auch auf einer SY, wenn man nicht mehr richtig kann

Oldman
22.01.2011, 18:18
Tja Noppe, mit 75 Habe ich meine Segel - Yacht nochmal gründlich renoviert, so um die 15000 Euronen reingesteckt, weil ich möchte schon gerne noch bis 80 segeln :D
Das Groß ziehe ich meist immer noch alleine auf und den 27 kg schweren Zweitanker hole auch meist ich mit der Hand auf.
Bin aber weder besonders fit noch ein Kraftprotz

rds
22.01.2011, 18:49
Also wenn alle Knochen knarren ist es Zeit in eine junge hübsche Seglerin zu investieren die nebenbei auch noch Krankenschwester/Pflegerin ist
:D:D:D:D (jung+ hübsch, weil dann kommt der Enkel viel lieber zu besuch )

Nelson
22.01.2011, 18:52
Tja Noppe, mit 75 Habe ich meine Segel - Yacht nochmal gründlich renoviert, so um die 15000 Euronen reingesteckt, weil ich möchte schon gerne noch bis 80 segeln :D
Das Groß ziehe ich meist immer noch alleine auf und den 27 kg schweren Zweitanker hole auch meist ich mit der Hand auf.
Bin aber weder besonders fit noch ein Kraftprotz

Genau! Du bist da unser Vorbild!

Freut mich, von Dir zu hören und daß noch alles gut ist!!

Michael60
22.01.2011, 19:25
Tja Noppe, mit 75 Habe ich meine Segel - Yacht nochmal gründlich renoviert, so um die 15000 Euronen reingesteckt, weil ich möchte schon gerne noch bis 80 segeln :D
Das Groß ziehe ich meist immer noch alleine auf und den 27 kg schweren Zweitanker hole auch meist ich mit der Hand auf.
Bin aber weder besonders fit noch ein Kraftprotz

Hallo Oldman,

deine Stellungnahme macht mir Mut. Da habe ich dann wahrscheinlich doch noch Zeit.


Also wenn alle Knochen knarren ist es Zeit in eine junge hübsche Seglerin zu investieren die nebenbei auch noch Krankenschwester/Pflegerin ist ..


... das nennt man dann "betreutes Segeln" :D Wäre das nicht eine Geschäftsidee?

Ausgeschiedener User
22.01.2011, 19:34
Tja Noppe, mit 75 Habe ich meine Segel - Yacht nochmal gründlich renoviert, so um die 15000 Euronen reingesteckt, weil ich möchte schon gerne noch bis 80 segeln :D
Das Groß ziehe ich meist immer noch alleine auf und den 27 kg schweren Zweitanker hole auch meist ich mit der Hand auf.
Bin aber weder besonders fit noch ein Kraftprotz

Oldie ich freue mich dass du mit Spass deinen Segelsport im hohen Alter ausuebst.Erlaube mir eine Frage:
Faehrt deine Frau mit, ist sie frueher mitgefahren und wenn ja warum hat sie mit dem Segeln aufgehoert?
Ich freue mich dass hier die Machos mindestens bis zum 98. Lebensjahr segeln wollen und das hoffentlich auch koennen - ABER :
Fuer mich macht der Wassersport nur mit meiner Frau Freude und wenn die Kinder mal mitkommen sind wir alle happy, um das geht es mir persoenlich.
Aber jeder hat eine andere Lebensplanung und andere Prioritaeten.
( einen Marinero hab ich in der Marina und wir fahren allein )
Gruesse - Norbert

floR
23.01.2011, 15:55
Wenn es nicht mehr geht, weil die Kräfte nachlassen - elektrische Winschen etc.
Ich frage mich, warum hier immer wieder von Herrn Noppe erklärt wird, dass es, nachdem man das Alter X erreicht hat, nur mit ´nem Mobo weitergehen kann. Sicher, es gibt sehr schicke Motorboote, da gefallen mir auch einige von (nicht unbedingt Trawler - Geschmackssache, aber auch keine reinen Gleiter), ich denke aber, das man mit vernünftigen Helfern (techn. Art) auch noch mit 100 segeln kann.
Ich sag mal, solange man allein an Bord und wieder runter kommt kann man auch segeln. Und wenn das nicht mehr klappt ist´s auch mit dem Mobofahren vorbei ;).

Rolf

Abyss
23.01.2011, 16:01
...mit 60 schon Aufhören? Mit 67 soll es bei mir erst in Rente gehen...
Ich habe für mich das Limit auf >70 gesetzt, hoffe das mein Körper (+Geist)
das mitmacht. Die richtige Einstellungist meiner Meinung nach am wichtigsten.
Oldman machts doch vor

Gruß marian

Ausgeschiedener User
23.01.2011, 16:25
Komischerweise antwortet keiner auf meine Frage an Oldie. Dann mal an euch:
Seit ihr sicher dass eure Frauen mit 50 + oder 60+ noch Freude hat an der unbequemsten Art zu reisen ?
Ich sehe hier in Uebersee die Langfahrtsegler, betagte Luxusaussteiger und habe wirklich nicht den Eindruck dass die Frauen sich dabei wohlfuehlen.
Wieviele Frauen fahren nur mit um nicht zu Hause allein zu sein. Wieviel Frauen in hoeherem Alter haben wirklich noch Spass am Segeln.
Nehmt ihr eure Frauen noch mit?
Alle aber auch ALLE Frauen von unseren Bekannten hier die noch segeln wuerden SOFORT auf eine Motoryacht oder einen Trawler umsteigen.
Zahlreiche Diskussionen auf unserer Yacht in los Roques haben dazu gefuehrt dass die Frauen nicht mehr zu uns an Bord duerfen da sie anschliessend murren und sich lobend ueber unsere Entscheidung aeussern.
Aber die Segelmachos wollen im hohen Alter weitersegeln. Sollen sie doch aber fragt mal die Damen ;)
Ich war ja nur vor Uebergabe meiner Segelyacht oefters auf ihr und auch noch einmal unterwegs und geniesse anschliessend die Raeumlichkeiten in unserem Schiff.
Ich will keinen bekehren ab quatschen darf man darueber doch schon, oder ?

Nachtrag:
Wer aus finanziellen Gruenden nicht tauschen will oder kann sollte vielleicht nicht an dieser Diskussion teilnehmen fuer den hab ich Verstaendniss.
Gruesse - Norbert

Oldman
23.01.2011, 17:27
Wenn dir keiner auf deine Frage an mich antwortet, dann muss ich es wohl selbst tun :D Muss ich aber ein wenig ausholen. Die 1-Zeilen-Leser/Schreiber halt nicht anklicken :D
Lieber Norbert, ich habe erst mit 65, als ich meine Schreinerei aufgab, mit der Segelei angefangen. (Ursprünglich wollte ich nur den MoBo-Schein machen, mein Lehrer überzeugte mich aber, daß ich der Mentalität nach zu den Seglern gehörte)
Meine Frau ist 18 Jahre jünger als ich, hatte aber von Anfang an nichts für den Wassersport übrig.
Mit 67 kaufte ich einen Viertelanteil an meinem Segelboot und segelte halt mit unterschiedlichen Crews. Dabei lernte ich auch ein liebes Mädchen kennen, die dann die nächsten 7 Jahre mit mir segelte.
Seit 5 Jahren gehört die Aella mir alleine und da habe ich, wie schon geschrieben, gehörig in eine Renovierung investiert. (auch wenn du mal meintest, das sei eh nur mehr Plastikschrott :p)
Tja und so segle ich halt mit inzwischen 77 Jahren immer noch ganz flott, zur Not auch Einhand, dahin.
Inzwischen fährt meine Frau auch so einmal im Jahr einen Törn mit mir.
Entweder will sie mich überwachen oder sie hat inzwischen etwas mehr Vertrauen in meine seglerischen Kenntnisse gefasst :eek:
Hasta la vista

Ausgeschiedener User
23.01.2011, 20:03
Wenn dir keiner auf deine Frage an mich antwortet, dann muss ich es wohl selbst tun :D Muss ich aber ein wenig ausholen. Die 1-Zeilen-Leser/Schreiber halt nicht anklicken :D
Lieber Norbert, ich habe erst mit 65, als ich meine Schreinerei aufgab, mit der Segelei angefangen. (Ursprünglich wollte ich nur den MoBo-Schein machen, mein Lehrer überzeugte mich aber, daß ich der Mentalität nach zu den Seglern gehörte)
Meine Frau ist 18 Jahre jünger als ich, hatte aber von Anfang an nichts für den Wassersport übrig.
Mit 67 kaufte ich einen Viertelanteil an meinem Segelboot und segelte halt mit unterschiedlichen Crews. Dabei lernte ich auch ein liebes Mädchen kennen, die dann die nächsten 7 Jahre mit mir segelte.
Seit 5 Jahren gehört die Aella mir alleine und da habe ich, wie schon geschrieben, gehörig in eine Renovierung investiert. (auch wenn du mal meintest, das sei eh nur mehr Plastikschrott
Tja und so segle ich halt mit inzwischen 77 Jahren immer noch ganz flott, zur Not auch Einhand, dahin.
Inzwischen fährt meine Frau auch so einmal im Jahr einen Törn mit mir.
Entweder will sie mich überwachen oder sie hat inzwischen etwas mehr Vertrauen in meine seglerischen Kenntnisse gefasst :eek:
Hasta la vista

Danke fuer deinen netten Beitrag, nun mit meinem Spruch "Plastikschrott" ( hab ich das wirklich gesagt ? )lag ich dann garnicht soo verkehrt das hat sich jetzt nach deiner Investition von 15.000.-Euro ja erledigt ;).
Wie man lesen kann bist du ja mittendrin in deiner Segelkarriere und hast Nachholbedarf, ich dagegen nach 38 jahren segeln hatte auch die Nase voll.
Und wenn man an diesem Punkt angelangt ist bleibt ja nur die Entscheidung: Neuorientierung oder Abschied vom Wassersport.
Klar soll jeder so lange das machen was er will , fuer mich ist allerdings entscheidend dass ich keine Lust habe alleine den Wassersport zu betreiben.
Und das du das so durchziehst ist respektabel und laesst natuerlich deine Segelkarriere in einem anderen Licht erscheinen.
Wichtig ist dass man Spass hat und nicht zu Hause lust- und tatenlos rumhaengt aber das geht jetzt nicht in deine Richtung da ich weiss dass du reichlich andere Hobbys und Interessen hast.
Gruesse - Norbert

moxn
25.01.2011, 10:29
Motorboot? Igittigitt! Segeln, bis der Arzt kommt und dann mit einem schönen Wohnmobil kompfortabel quer durch Europa - bis der Arzt kommt.
Frage: Das Netz ist voll von Verkaufsangeboten von Motoryachten jeder Größe und Preisklasse. Da fragt sich die unbedarfte Loreley: Warum ist das so ???

Das Netz ist auch voll von Verkaufsangeboten von Segelyachten jeder Größe und Preisklasse. Woher das kommen mag?

multihull-parts
25.01.2011, 11:52
Das Netz ist auch voll von Verkaufsangeboten von Segelyachten jeder Größe und Preisklasse. Woher das kommen mag?

Segelboot - der Arzt war da - Umstieg auf Motorboot!
Motorboot - der Arzt war da - Umstieg aufs Wohnmobil
Wohnmobil - Arzt war da - ab ins Altersheim

Nelson
25.01.2011, 12:06
Norbert, wir waren Weihnachten auf Gomera, 12 Stunden ab G.C.

Jetzt will die Frau nach Hierro. Wundere mich selbst, weil das grob 6 Stunden länger ist. Dabei wollte sie früher immer abends im Hafen sein! Und dann noch dazu Atlantik, nicht mehr Ostsee oder Mittelmeer.

Und über 60 ist die Dame auch schon!

Also manche gewöhnen sich daran.

Demnächst dann mal wieder Madeira, sind nur 2 Tage. Beim letzten Mal ab Portugal waren es 4 Tage.

Ausgeschiedener User
25.01.2011, 16:30
Norbert, wir waren Weihnachten auf Gomera, 12 Stunden ab G.C.

Jetzt will die Frau nach Hierro. Wundere mich selbst, weil das grob 6 Stunden länger ist. Dabei wollte sie früher immer abends im Hafen sein! Und dann noch dazu Atlantik, nicht mehr Ostsee oder Mittelmeer.

Und über 60 ist die Dame auch schon!

Also manche gewöhnen sich daran.

Demnächst dann mal wieder Madeira, sind nur 2 Tage. Beim letzten Mal ab Portugal waren es 4 Tage.

Na das finde ich Klasse und so stelle ich mir das gemeinsame Bootsvergnuegen auch vor.
Oldie und du scheinen aber wohl Ausnahmen zu sein ;)
Gruesse - Norbert

Rollsegel
27.01.2011, 17:25
Und ich habe mit Mitte 50 mein Motorboot gegen ein Segelboot getauscht.
Nie bereut!
Anfangs mehr motort, jetzt mehr segeln....:)
Ich wollte auch eigentlich nur sagen, geht auch andersrum...:rolleyes:

micha_i_danmark
04.05.2011, 14:06
Was mich so als noch juengerer Mitleser beschæftigt, ist wieso denn ein Motorboot oder Trawler so viel leichter zu handhaben ist als eine Segelyacht. Ich denke da in erster Linie an Anlegemanøver. Ein Motorboot treibt viel schneller ab, ist recht breit, hat oft ein extrem hohes Vordeck und bei einigen Modellen ist der Steuermann recht weit entfernt vom Heck um mal eben die Achterleinen ueberzulegen.

Macht Ihr Euch da nicht etwas vor?
Fuer længere Touren wuerde mich auch die 100% Abhængigkeit von einem funktionierenden Motor ziemlich nerven. Da wære ein Motorsegler vielleicht noch die bessere Alternative, wenn er denn auch noch einigermassen segelt, also nicht so etwas vom Typ "LassMal24" ("Sollen wir segeln?" - nøø lass mal, bringt eh' nix").

Das war durchaus nicht abfællig gemeint sondern ist eher ein Ausdruck meiner Neugierde. Denn auch ich kann mir vorstellen, irgendwann mal im Alter von Holz auf GFK umzusteigen (wenn denn die Kræfte fuer die jæhrliche Bootserhaltung schwinden) und vielleicht etwas komfortabler von Ort zu Ort zu fahren. Aber eben da kommen mir auch die genannten Bedenken.

Gruesse aus Kopenhagen

Michael

grauwal
04.05.2011, 14:32
Motorboot? Igittigitt! Segeln, bis der Arzt kommt und dann mit einem schönen Wohnmobil kompfortabel quer durch Europa - bis der Arzt kommt.
Frage: Das Netz ist voll von Verkaufsangeboten von Motoryachten jeder Größe und Preisklasse. Da fragt sich die unbedarfte Loreley: Warum ist das so ???

Was ist am Mobo igitt, Loreley?
Wenn der Arzt kommt wurde bereits seit Jahren nicht mehr gesegelt. Da wurde nur mit Segelboot gereist.
Gesegelt wird weil das Segeln Freude macht, nicht weil man es noch aushält. Nur so ein Hupfer von Heiligenhafen nach Kiel dauert bei frischem Wind aus West 10 - 12 Stunden, dafür sind doch sogar die meisten Jungen zu faul (oder zu schlapp) und wenn bereits der Arzt gerufen ist, grenzt es an Strapaze. Segelt man bei frischem Wind gegenan, sieht man (fast) nur Mobos, die meisten mit Rigg.
Nur für ein Toplicht zu befestigen werden wir kein Rigg spazierenfahren, selbst wenn der Umstieg zum Motorboot mit schwerem Imageverlust verbunden ist ;).
Ehe ich auf ein Wohnmobil umsteige und mich auf Campingplätzen zwischen qualmenden Grills und Ferrariflaggen rumtreibe, werde ich mit dem Mobo Europa erkunden. Jeden Hinterhof kann man über Wasserstraßen erreichen und eine Fahrt mit einem Boot durch hübsche Städtchen und Feld und Wald kann ich mir gut vorstellen. Darauf verzichten, nur weil Mobos igitt sind? Nein!

Gruß Franz

Andreas120
04.05.2011, 15:19
Moinsen,

um hier mal einzuhaken, wir haben zufällig am vergangenen WoE die verzweifelten Anlageversuche einer hochbordigen Pommes-Bude bei frischem bis starkem Wind beobachtet und in der Tat, handlich sind die Dinger für Senioren nicht gerade. Da half auch der Bugstrahl nicht - es kam einfach niemand mit der Leine mal eben behende an Land und der Dampfer geriet quasi sofort wieder auf Drift.
Ich glaube, der Umstieg von SY auf MY aus Altersgründen ist ein Thema von gestern. Wer ein Mobo noch handeln kann, sollte auch ein "altersgerecht", d. h. mit bequemen Rollsegeln, elektrischen Winschen, geschütztem Cockpit oder Mittelcockpit mit Deckshaus und starker Maschine ausgestattetes Segelboot noch beherrschen können. Und bei passendem Wetter außer der Maschine immer auch die Segeloption zur Hand zu haben, ist doch ein echter Gewinn. Von der elenden Rollerei eines Mobos auf See mal ganz abgesehen.

Grüße

Andreas

grauwal
04.05.2011, 15:45
..... ein "altersgerecht", d. h. mit bequemen Rollsegeln, elektrischen Winschen, geschütztem Cockpit oder Mittelcockpit mit Deckshaus und starker Maschine ausgestattetes Segelboot noch beherrschen können......


Jo, aber wer will das denn.
Das hat doch nix mehr mit Segeln zu tun.
Das Mobo für die alten Leutchen sollte auch kein haushoher Plattenbau sein, mit 3Zi,Kü,Di,Bad,Balkon sondern ein handliches Teilchen dass unter den Brücken der Altstädte durchpasst, genau so viel Raum bietet wie der frühere Segler (bei gleicher Länge bieten die Mobos mehr Platz). Eben so eine Eisendose mit kleinem Dieselmotor der das Böötchen bei mittlerer Drehzahl auf ca.6kn bringt, schneller darf man meist eh nicht.
So ein Tucker hat natürlich nichts auf offenem Wasser zu suchen aber von Berlin nach Paris schwimmt der auch (oder von Passau nach Amsterdam, oder...)
Schau Dir die Senioren an, die mit ihren Stahlmobos in den historischen Städten im Zentrum an der Kade liegen und am nächsten Tag in zwei bis drei Stunden zum nächsten Örtchen tuckern.
Die Welt besteht nicht nur aus Elbe und Nordsee, das haben wir dann schon reichlich gehabt.
Gruß Franz

chili
04.05.2011, 19:34
Ehe ich auf ein Wohnmobil umsteige und mich auf Campingplätzen zwischen qualmenden Grills und Ferrariflaggen rumtreibe

Franz, du hast keine Ahnung. Ein richtiger WOMOfahrer geht eher selten auf Campingplätze, sondern sucht sich seine Fleckchen selbst oder nutzt freie Stellplätze.
Der Trend geht zum Segelboot+Womo-Zustand... viele fahren doppelgleisig und finden das toll.
Du würdest dich wundern, wieviele WELTUMSEGLER du auf Wohnmobilstellplätzen findest, die das klasse finden, ohne Stress zu "ankern"

grauwal
04.05.2011, 20:08
Franz, du hast keine Ahnung. .....

Das ist eine gewagte Behauptung, liebe Chili.
Wir sind mehr als zehn Jahre mit dem Campingbus, mit Jolle und Surfbrett durch Europa gekurvt. Das Wohnmobil war uns damals schon zu unbeweglich. Mit so einem Dreiacher :) durch Amboise, Hoorn oder Iseo zu fahren war damals schon zu umständlich. Damals war es noch möglich, sich an interessante Plätze zu stellen ohne Ärgernis zu erregen. Man parkte auf dem Parkplatz des örtlichen Hallenbades oder dem der Strandpromenade, damals war alles möglich. Später erregten die Womoreisenden verstärkt Unmut weil sie die Stellplätze wie Müllhalden verließen (das wird Dir auch in unangenehmer Erinnerung sein). Immer häufiger wurden Parkplätze oder andere Stellen mit Verboten oder Höhenbegrenzungen belegt. Die schöne Zeit der Womo/ Campingbüsschen war vorbei. Zwei meiner Freunde fahren noch mit Wohnmobilen durch Europa und sehen keine Alternative zum Campingplatz (jedenfalls nicht ohne genaue Ortskenntnis). Sicher gibt es noch freie Stellplätze, wir kennen sie z.B. vom NOK oder von Cuxhaven am RoRo-Anleger, aber - ich weiß nicht, einer neben dem anderen in langer Reihe, nee.
Jedenfalls sehe ich die Reise mit dem Motorboot als echt Alternative zum Segeln, wenn denn das Segeln zu anstrengend werden sollte (frühestens in 30 Jahren :)).
Gruß Franz

multihull-parts
04.05.2011, 20:15
Der Trend geht zum Segelboot+Womo-Zustand... viele fahren doppelgleisig und finden das toll.
Du würdest dich wundern, wieviele WELTUMSEGLER du auf Wohnmobilstellplätzen findest, die das klasse finden, ohne Stress zu "ankern"

Warum nicht viergleisig!? 19143

So war ich in ganz Südeuropa bis tief in die Türkei unterwegs!
Segeln, campen, paddeln und mit Rädern oder Auto die Gegend erkunden!

Jetzt als Rentner statt Top-Cat mein Paddel-Tri und gemütliche Paddeltouren statt Wildwasser!

chili
04.05.2011, 20:40
Franz, dazu kann ich nur sagen, dann sind deine Freunde schlecht informiert
Klar gibt es gravierende Unterschiede zwischen den Ländern, aber Stellplätze, solche wie von dir beschrieben, aber auch wunderschöne, gibts mittlerweile wie Sand am Meer und sogar womofeindliche Länder wie NL oder A wachen langsam auf und erkennen das wirtschaftliche Potential der Reisemobilfahrer.
Falls deine Freunde wirklich nur die Alternative in CPs sehen, solltest du ihnen Europas grösstes Wohnmobilportal mit ca 15.000 Stell- und Campingplätzen empfehlen, www.meinwomo.net (http://www.meinwomo.net).
Sie werden sich wundern ;-)

und was die Flexibilität angeht.... irgendwann ist mal gut mit den immer gleichen Häfen und dann will man auch mal was vom HINTERLAND sehen. Egal wie gross dann dein Womo ist, dahin kommste definitiv einfacher mit 4 Reifen

Die Kombination ist das Tolle: sowohl Schiff, als auch Womo!

Kontrapunkt
05.05.2011, 15:29
Ein liebenswürdiger Thread, den ich hier gerade entdeckt habe. Tenor: Alles ist möglich. Ich kannte einen alten Herrn, der hat sich mit 65 ohne jede Erfahrung einen Wohnwagen gekauft und ist damit in Europa losgezogen. Ziel: Alle Küsten zu besuchen - halt vom Land aus. Hat er auch geschafft und ein kluges, lustiges kleines Buch für seine Freunde - damals gab's noch kein publishing on demand - verfasst.

Aber eines habt Ihr alle vergessen: Segeln findet nicht nur auf See statt. Auf unserem Starnberger See gibt's eine Menge alte und auch sehr alte Herrschaften, die mit ihren Frauen oder auch allein eine Menge Segelspaß haben. (Wie auch Jessica Watson einmal schrieb: Bei wenig Wind muss man viel aufmerksamer segeln, um voran zu kommen.) Manche von ihnen sind gewaltige Salzbuckel und haben Tausende von Meilen in ihrem Kielwasser gelassen. Jetzt genießen sie das Segeln weiter auf einem Binnensee - er muss ja nicht so klein wie der Münsteraner Aasee sein. Und auch ich, beruflich nicht mehr so sehr gefordert, genieße die Natur, das Zusammensein mit meiner Frau, und auch das Segeln bei Wind und fast ohne Welle als ein "auf dem Starnberger See gefangener Fahrtensegler". Es gibt schlimmere Gefängnisse. Und hin und wieder nimmt uns ein Freund mit auf hohe See. Herz, was begehrst Du mehr.
Jo

grauwal
05.05.2011, 15:42
.....Segeln ... auf einem Binnensee - ....

Sicher doch, Jo,
warum auch nicht? Ich behaupte sogar, das die Binnensegler aufmerksamer segeln als die Salzbuckel. Sie betreiben das Segeln nämlich um seiner selbst willen und nicht um mölichst schnell irgendwo anzukommen, notfalls mit Motor. Die haben einfach Spass am Segeln. Das haben wir bevor wir Herren unserer Zeit wurden jahrzehntelang getan.
Gruß Franz

Andreas120
05.05.2011, 17:58
Zitat von Andreas120
..... ein "altersgerecht", d. h. mit bequemen Rollsegeln, elektrischen Winschen, geschütztem Cockpit oder Mittelcockpit mit Deckshaus und starker Maschine ausgestattetes Segelboot noch beherrschen können......

Grauwal:
Jo, aber wer will das denn.
Das hat doch nix mehr mit Segeln zu tun.

;-D
Nee, ganz Deiner Meinung!
Aber bevor ich irgendwann wegen Rücken oder Hüfte aufs Mobo wechsle, lieber schon sowas.
Dann MUSS ich wenigstens nicht immer motoren.

Das mit dem Flusswandern ist ein fieses Argument, könnte aber im Ergebnis auch zum Zweitboot führen! Das greift hier schon seit Jahren um sich: Segelyacht + Tuckerboot.

Grüße

Andreas

grauwal
05.05.2011, 18:52
............ irgendwann wegen Rücken oder Hüfte aufs Mobo wechsle,....Das mit dem Flusswandern ist ein fieses Argument,...

Ist es, und treffend.
Nach einer Ostseereise waren wir etwas spät dran und sind quer durch D in unseren Heimathafen nach Süd-NL getuckert. Der Wermutstropfen war nicht das tuckern, sondern das völlig unangepasste Boot und die Eile, die wir hatten.
Mit einem Mobo mit geringem Tiefgang und leisem Motor, kleinen Etappen und der Muße sich Möln, Minden, Münster, ... anzusehen hätte die Sache sogar Spaß gemacht. Eine Woche Amsterdam, zwei Wochen Mosel und drei Wochen Paris sind doch garnicht schlecht, oder? Zumal für alte Leute mit Hüfte und Rücken.
Gruß Franz

Ausgeschiedener User
06.05.2011, 13:13
Was mich so als noch juengerer Mitleser beschæftigt, ist wieso denn ein Motorboot oder Trawler so viel leichter zu handhaben ist als eine Segelyacht. Ich denke da in erster Linie an Anlegemanøver. Ein Motorboot treibt viel schneller ab, ist recht breit, hat oft ein extrem hohes Vordeck und bei einigen Modellen ist der Steuermann recht weit entfernt vom Heck um mal eben die Achterleinen ueberzulegen


Michael

Nun Michael das Anlegen mit meinem gemässigten Langkieler ( Feltz 44 Fuss) war auch kein Vergnügen und dort konnte ich vom Mittelkockpit aus auch achtern keine Leine übergeben.
Achteraus ist ein anderes Thema.
Grüsse - Norbert

Firsty
06.05.2011, 13:37
Feltz 44 Fuss

Da ist ja auch kein Platz für Deckhands drauf, wenn man seine gepflegte Ruhe haben will.

Ich sah in Bonifatio eine Jongert 40T unter amerikanischer Flagge. Da hatten die Eigner absolut keine Probleme mit irgendwelchen Leinen. :) Trotz Mittencockpit.

CriSch
27.09.2011, 23:56
Den richtigen Moment muss jeder für sich selbst finden. Und vor allem, sollte man selbst was in jenem Moment passieren soll. Motorboot? Nur weil man 60 ist? Das wäre mir zu nervig. Dann lieber, wie Andreas schon schrieb, ein altersgerechtes Boot. Dazu gehört dann auch, dass es vielleicht wieder etwas kleiner werden muss. Alles geht leichter. Man kommt auch noch an Bord.

Übrigens, mein Vater überlegt mit seinen 65 Jahren, ob er seinen Laser verkaufen soll.

Nachtsegler
16.02.2012, 17:26
Ist ja mal wieder ne imageträchtige Diskussion MoBo oder Segler, WoMO usw...
Thema Fit & Sail ..:confused:

Kann sich jemand vorstellen, dass es Leute gibt, die einfach nur auf jeden Fall Boot fahren wollen ?
Kenne da einige aus dem Berufsschiffer-Bereich. Segler und Motorschiffer. Denen kommts halt nur darauf an, auf dem Boot / Schiff zu sein. Die einen wollen, solange sie körperlich können segeln - auch mit all den Möglichkeiten, welche moderne Technik bietet. Die anderen wollen halt die Welt, wo auch immer, per Boot bereisen. Imageverlust ??? Und das sind Seeleute und Berufsschiffer !

Ist doch egal, womit man seinen sogenannten Lebensabend (Watn Wort:mad:) als vormaliger Segler verbringt. Hauptsache, wenn die Gesundheit mitmacht, ist doch - man kann aufs Wasser und aufs Boot.
Ich persönlich weiß, dass es mir mit all den Wehwehchen - die man als älterer Mann so hat - an Bord immer besser ging, als zu Hause. Egal, ob Segelboot oder Motoryacht. Ich brauch einfach das leben auf nem Schiff um eine gutes Lebensgefühl zu haben und zu reisen.
Was die Damen anbetrifft: Ich kenne kluge Frauen die sagen " bin jahrelang mit ihm auf der Nordsee gegenangeknallt. Wenn er jetzt noch Törns z.B. auf dem Mittelmeer brauch, soll er doch mit dem Kumpel. Hauptsache er ist dann ausgeglichen wenn er zu Hause ist und läuft nicht ständig mit den Kopf gegen die Wand...Ich hab meinen Garte o,ä..." Sehr klug :eek:
Wenn sie weiterhin mitmachen... Das ist Liebe :)

stevehislop
04.06.2012, 16:09
Also ich komme gerade von einem Motorboot-trip von Ürk nach Lemmer über die Kanäle hin und übers Ijsslemeer zurück.
Es war ein Kurztrip meiner Skatrunde ..und wir haben echt ne Menge Skat gespielt, denn das war interessanter, unterhaltsamer und sportlicher als dieses trostlose brummen der Maschine über Stunden und das ertragen der armseligen Linien des Bootes sowie dieses passive erleben der Natur. Absolut zum abgewöhnen. Wie haben wir den Seglern nachgeschaut und uns gewünscht lieber ne schöne 30 Fuss Yacht gechartet zu haben und bei den vorhanden 4-5 Bft es richtig krachen zu lassen...aber nein-wir wollten ja vernünftig sein. Es war das letzte Mal in meinem Leben das ich dafür Geld ausgegeben habe.
Ein Segelkutter wäre etwas das ich mir im Alter auch noch vorstellen könnte, aber dann bitte schön richtig langkielig und Expeditions-geeignet. Nur so meine Meinung und Gedanken zu dem Thema.

Ausgeschiedener Nutzer
04.06.2012, 16:37
Deine Meinung ist etwas einseitig, meine ich. Es kann schon sein, dass Euer Kutter ein stinglangweiliges Gefährt ist. Aber ein starkes Gleitboot fordert einen sehr. Da wird es nicht lanweilig! Die Navigation ist die gleiche wie beim Segeln. Das Steuern fordert bei 30, 40 kn jede Aufmerksamkeit. Alles muss viel schneller als beim Segeln bewertet und entschieden werden.

Fahr mal ein Gleitboot mit 400 oder 500 PS, und Du wirst Deine Meinung ändern, darauf wette ich. Nein, nicht darauf, dass Dir das gefällt. Ich meine das mit der "Langeweile"!

Mast- und Schotbruch
Saga

stevehislop
05.06.2012, 10:17
@Saga,
zum Glück bin ich bei der Marine als Brückenpersonal/Rudergänger auf 143er Schnellbooten gefahren die knapp 60m lang waren, 18.000 PS hatten und 44kn liefen, daher weiß ich was Du meinst und ein Boot mit richtiger Motorisierung ist sicher etwas was die Fahrt wieder interessanter macht. Aber auf der anderen Seite ist damit in meinen Augen allein schon reichweitenbedingt kein ernsthaft langer Ausflug möglich und von den überbordenden Kosten mal ganz abzusehen.
Für nen Tagesausflug sicher interessant aber auch etwas hektisch meine ich.
Einen umgebauten Krabbenkutter mit Ketschbesegelung und nem langsamlaufenden Diesel würde ich im Alter als guten Kompromiss erachten...ohne Hektik aber mit viel Seeausdauer zum erreichen wirklich abgelegener Ecken in Südgeorgien zBspl.
Wie gesagt:Nur meine Meinung ohne Wertung.

Ausgeschiedener User
05.06.2012, 10:41
Einen umgebauten Krabbenkutter mit Ketschbesegelung und nem langsamlaufenden Diesel würde ich im Alter als guten Kompromiss erachten...ohne Hektik aber mit viel Seeausdauer zum erreichen wirklich abgelegener Ecken in Südgeorgien zBspl.
Wie gesagt:Nur meine Meinung ohne Wertung.

Krabbenkutter war früher, zeitgemäss wäre dieser Motorsegler:

http://www.nordhavn.com/models/56/

( könnte man ja auch ab und zu mal jemanden mitnehmen um die Kosten etwas aufzufangen :D )
Grüsse - Norbert

JulianBuss
05.06.2012, 13:35
so toll ich die Nordhavns sonst finde, den Motorsegler find ich nicht gelungen... sieht nach komischem Zwitter aus, und auch drinnen finde ich die Aufteilung nicht so gelungen. Da gibt es bestimmt andere Motorsegler.
Ansonsten würde ich die Nordhavn 43 nehmen :-)

Ausgeschiedener User
05.06.2012, 13:48
so toll ich die Nordhavns sonst finde, den Motorsegler find ich nicht gelungen... sieht nach komischem Zwitter aus, und auch drinnen finde ich die Aufteilung nicht so gelungen. Da gibt es bestimmt andere Motorsegler.
Ansonsten würde ich die Nordhavn 43 nehmen :-)

Motorsegler sind wohl immer etwas Zwitter ;)
Mir persönlich gefällt der NH Motorsegler gut für zwei Personen auf Langfahrt ist die Innenausstattung doch gelungen, klar ein Truppentransporter ist das aber eher nicht.
Fûr kûstennahes cruisen ist die NH 43 bestimmt nicht die schlechteste Wahl, fûr Hochsee oder Fernfahrt ( LRC ) beginnt das Schiff bei 50 Fuss ( 15 Metern ). Die braucht man wegen der Wellenperiode sonst wird die Ausfahrt trotz Stabis zu einem harten Ritt.
Bei meinem Trawler liege ich mit meinen 15 Metern am unteren Ende und bei Wellen ûber 2 Meter hâtte ich ganz gern ein paar Füsse mehr.
Grüsse - Norbert

JulianBuss
05.06.2012, 17:00
das mit den 15 Metern kann sein, trotzdem haben schon diverse Leute mit einer N43 und sogar mit einer N40 Weltumquerungen gemacht, gerade mit der 43 geht das schon ganz gut. Und die größeren Nordhavns kosten dann ja auch gleich richtig viel Geld mehr, das können sich nur die wenigsten leisten.

Oder genauer gesagt: schon sehr wenige werden sich überhaupt eine N43 leisten können, und noch viel weniger dann einer der größeren Modelle.

Was für ein Trawler hast Du eigentlich? Gibts Bilder irgendwo? (bei Bedarf auch als PM)

Ausgeschiedener User
05.06.2012, 18:05
das mit den 15 Metern kann sein, trotzdem haben schon diverse Leute mit einer N43 und sogar mit einer N40 Weltumquerungen gemacht, gerade mit der 43 geht das schon ganz gut. Und die größeren Nordhavns kosten dann ja auch gleich richtig viel Geld mehr, das können sich nur die wenigsten leisten.

Oder genauer gesagt: schon sehr wenige werden sich überhaupt eine N43 leisten können, und noch viel weniger dann einer der größeren Modelle.

Was für ein Trawler hast Du eigentlich? Gibts Bilder irgendwo? (bei Bedarf auch als PM)

Macht doch nichts hier sind wir doch unter uns ;)
In meinem Profil ist ein Bild eingestellt.
Das ist ein 50 Fuss Trawler mit S - Spant und einem Kiel mit 1.75 m Tiefgang, Vollverdränger und mit seiner normalen Tankkapazität eine Reichweite von 2000 Seemeilen.
Motoren : 2 X Ford Lehmann , je 135 PS ;
Reisegeschwindigkeit: 7.5 Knoten bis 8 Knoten bei 1700 UpM.
Grüsse - Norbert

JulianBuss
05.06.2012, 18:24
schicker Dampfer :-) Damit kann man gut cruisen. Viel Freude damit :-)

Ausgeschiedener User
06.06.2012, 12:30
schicker Dampfer :-) Damit kann man gut cruisen. Viel Freude damit :-)

Danke, wir sind wirklich glücklich mit diesem Schiff. Es ist auch selten dass ein Wohnschiff mit drei Etagen wirklich seefest ist, Stabis hat und auch noch Spass beim fahren macht.
Übrigens ist das ein " Marine Trader ", ein in Taiwan gebauter sehr robuster Schiffstyp. Baujahr 1985 gebe ich diesem Dampfer noch eine Lebenserwartung von mindestens 150 Jahren, so gute Schiffe werden heutzutage nicht mehr gebaut.
Grüsse - Norbert

Silverwolf
29.07.2012, 11:53
Hallo Norbert,
ich bin ebenfalls in Deinem Alter und habe schon mehrfach über diesbezügliche Alternativen nachgedacht. Ich denke es gibt vom Grundsatz her nie den richtigen aber auch nie den falschen Zeitpunkt etwas zu tun oder zu lassen. Wichtig ist, das Du und Deine Crew in diesem Sinne also Deiner besseren Hälfte einig bist, was Ihr wollt. Es ist einfach so, daß man ab einem gewissem Alter bestimmte Aspekte wie Komfort und Sicherheit mit in seine Überlegungen einbeziehen muß. Man muß sich auf einem Schiff wohl fühlen egal ob nun Segler oder Trowler. Jedes Schiff hat Vorteile aber auch Nachteile. Nur weil man zukünftig nicht mehr segelt ändert sich doch nichts an der Liebe zur See und zu Schiffen. Dieser krasse Unterschied der teilweise von beiden Gruppen gemacht wird ist aus meiner Sicht nicht in Ordnung. Was zählt ist in erster Linie eine gute Seemannschaft, egal auf welchem Bootstyp. Wenn es Euer gemeinsamer Traum war jetzt auf einen Trowler umzusteigen, ist das absolut in Ordnung. Ich selber habe viele Jahre auf Schiffen der Bundesmarine verbracht, aber auch auf Jollen, Seglern, Motorseglern und Verdränger. Das Leben an Bord von Schiffen, binnen wie auch auf See ist einfach das schönste was es auf dieser Welt gibt.
Ich freue mich das Ihr Euch Euren Traum erfüllt habt und wünsche Euch allzeit eine gute Fahrt.

Silverwolf

19Hope57
29.07.2012, 17:01
Wann die Zeit gekommen ist, weiss doch jeder selbst. Ich bin nicht der Topsegler, keine Sportskanone aber segel gern.

Ich habe dann noch mal in ein modernes Segelboot investiert. Beinhaltet vieles, über das ich früher die <Nase gerümpft hätte (z.B. Rollgross.... ;-) ) aber hält uns am Segeln und ich habe keine dauernden Saisininvestitionen.

Wenn ich das Boot nicht mehr beherrsche, höre ich auf, ohne Kutter etc.

Dann steige ich um auf Kreuzfahrtschiffe, aber nur als zahlender Passagier.

LG Hope

grauwal
29.07.2012, 20:42
Traurig, aber wahr!
Wurde das Raucherbein wegen Altersdiabetis amputiert is´ Essig mit Leichtathletik.
Schwindet die Trittsicherheit war´s das mit Bergwandern.
Aber Segeln bei Pflegestufe zwei geht?
Was verteht Ihr denn unter Segeln? Mit einem Schwimmkörper mit der Unterstütung aller möglichen technischen Hilfen von A nach B zu gelangen? Na gut, da hilft die technische Aufrüstung weiter.

Wir kommen gerade aus dem Mekka der Fahrtensegler zurüch, den Schwedischen Schären. Segeln? Fehlanzeige, höchsten wird bei Wind achterlicher als dwars mal das Groß hochgezogen, bei laufender Maschine, versteht sich.
Hier in der Kieler Förde, im Mekka der Regatasegler, wird tatsächlich gesegelt (fast die Hälfte der Segelschiffe segeln wirklich)

Warum reden sich die Segler die Welt schön? Wenn man es nicht (mehr) kann, soll man es lassen und umsteigen.
Der Leichtathlet auf das angepasste Fahrrad,
der Bergwanderer auf die Zahnradbahn,
und der Segler auf das Motorboot. Er segelt doch eh nicht mehr, redet sich das nur ein. Die Stangen auf dem Deck nur für das Topplcht? Nein danke!
Wenn mir das Segeln an der Kreuz zu sehr aufs Kreuz geht (das würde es mir bei einigen modernen Tourenschiffen heute schon), dann lasse ich es eben. Nur des schönen Scheins wegen ein Segelbot zu bewegen ist dummes Zeug.

Gruß Franz

---------

Kieler Förde, Regen, umlaufender Wind, 16°C

19Hope57
31.07.2012, 10:18
Nur weil ich nichts für Rennsport übrig habe wird mir niemand die Fähigkeit aberkennen, vernünftig Auto zu fahren.

Solange ich schöne seglerische Touren unter Segeln hinlegen kann, werde ich das auch machen.

Und wem es Spass macht, der nutzt sein Boot eben als Kaffebude, wen stört das?

LG Hope

Vic
31.07.2012, 10:23
Zustimmung.
jedem das seine.(ist in dem Laden hier aber nicht konsenzfähig)
Vic

Kontrapunkt
02.08.2012, 16:11
... jedem das seine.(ist in dem Laden hier aber nicht konsenzfähig)
Vic

Vielleicht doch! Habe wieder einmal diesen freundlichen threat gelesen: Viele interessante Lebensentwürfe boots- und reisebegeisterter Menschen.

Gruß, Jo

NB Hoffentlich wird der zweite Teil der Saison persönlich und metereologisch besser. Dum spiro, spero!

Ausgeschiedener User
03.08.2012, 03:10
Hallo Norbert,
ich bin ebenfalls in Deinem Alter und habe schon mehrfach über diesbezügliche Alternativen nachgedacht. Ich denke es gibt vom Grundsatz her nie den richtigen aber auch nie den falschen Zeitpunkt etwas zu tun oder zu lassen. Wichtig ist, das Du und Deine Crew in diesem Sinne also Deiner besseren Hälfte einig bist, was Ihr wollt. Es ist einfach so, daß man ab einem gewissem Alter bestimmte Aspekte wie Komfort und Sicherheit mit in seine Überlegungen einbeziehen muß. Man muß sich auf einem Schiff wohl fühlen egal ob nun Segler oder Trowler. Jedes Schiff hat Vorteile aber auch Nachteile. Nur weil man zukünftig nicht mehr segelt ändert sich doch nichts an der Liebe zur See und zu Schiffen. Dieser krasse Unterschied der teilweise von beiden Gruppen gemacht wird ist aus meiner Sicht nicht in Ordnung. Was zählt ist in erster Linie eine gute Seemannschaft, egal auf welchem Bootstyp. Wenn es Euer gemeinsamer Traum war jetzt auf einen Trowler umzusteigen, ist das absolut in Ordnung. Ich selber habe viele Jahre auf Schiffen der Bundesmarine verbracht, aber auch auf Jollen, Seglern, Motorseglern und Verdränger. Das Leben an Bord von Schiffen, binnen wie auch auf See ist einfach das schönste was es auf dieser Welt gibt.
Ich freue mich das Ihr Euch Euren Traum erfüllt habt und wünsche Euch allzeit eine gute Fahrt.

Silverwolf

Danke für deinen netten Beitrag
Grüsse - Norbert

Galileo2
08.09.2012, 20:45
Den Zeitpunkt des Umstiegs auf ein Motorboot muss jeder selbst finden. Das Segeln ist doch nicht aus der Welt. Ich fahre selbst ein Motorboot, weil ich gerne die Reviere in und um Berlin erkunde. Vieles geht nicht wirklich mit dem Segelboot.
Freunde von mir haben Segelboote und mit denen fahre ich gerne mal raus, genauso, wie ich die selbst mitnehme. Sowas kann man gut kombinieren.

Tom

Giovanni
09.09.2012, 20:14
Also ich seh das so, dass Du es richtig gemacht hast.
Segeln ist ja keine Kirche, die keine andere neben sich erlaubt.
Segeln ist die Freiheit auf dem Meer, der Genuss und die Demut vor der Natur.
Ich sehe einige alte Segler, die sitzen in der Marina und erfinden eine Entschuldigung nach der anderen, NICHT rauszugehen.
Ein Trawler, ich hab schon ein paar wirklich schoene gesehen, koennte ihnen diese Angst nehmen.
Manchmal krepiert man am eigenen Anspruch und hat keinen Spass mehr.
Aber darum soll es doch gehen. Boot ist Boot. Es ist einfach nicht Land. Egal auf welchem Teil Du sitzt, Du bist
ganz anders der Natur ausgesetzt und kannst sie daher auch ganz anders geniessen.
Oft ist es doch auch eine Frage des Geldes. Manche koennen sich gar nicht ein anderes Schiff kaufen.
Dann machen sie einen Imperativ drauss und sagen, das sei sowieso unsportlich oder sonstwas.
Ist doch Unsinn. Jemand der das Meer liebt, der sucht eben nach Moeglichkeiten.
Im letzten Winter lernte ich ein kanadisch-australisches Paar kennen. Beide 80. Die hatten "genug" vom Segeln.
Sie wollen aber nicht an Land leben. So versuchen sie ihr Schiff zu verkaufen und ein Flussboot fuer Europa zu kaufen, um die letzten Jahre darauf zu leben. Ist doch ok!
Eigentlich ist die Frage schwer zu beantworten. Hat man genug finanzielle Moeglichkeiten ? Ist man ehrlich mit sich selbst ?
Weiss man was man will ?
Bei mir sind die Fragen momentan einfach zu beantworten:
Ich kann mir das fuer nicht nicht vorstellen.
Ich motore , jawoll!, wenn es sein muss. Bin kein Windasket oder wie die Typen heissen, die nur segeln, egal wie lang es dauert.
Ich geh mit dem Wind, wenn es geht und ich kann und will.
Haette ich Geld, wuerde ich das Boot richtig renovieren.
Haette ich "Ausfaelle" , wuerde wohl mal ne elektrische Winsch faellig.
Das Boot wrd mehr und mehr (Aus)Bildungsstaette fuer meine Soehne.
Sie sollen lernen, dass es noch was anderes gibt als Knoepfchen druecken und vorm Fernseher zu hocken.
Jemand der umsteigt auf nen Trawler, der ist wenigstens nicht verloren. Der geht auch nicht ins Altersheim.
Er hat ja immer noch genug zu tun. Besser als an der Schnabeltasse zu nuckeln, oder ?
Ausserdem haben die Dinger Flair.
Wie gesagt. Nicht so meins, momentan, man weiss ja nie, aber voellig ok.
Der Zeitpunkt ist individuell.

Gio

Nachtsegler
10.09.2012, 15:36
Giovanni...vernünftige Einstellung eines Sailors.
kenn einige ehemalige oder noch Berufs-Seeleute, für die ist wichtig:"Hauptsache Schiff"
und das gilt auch für viele ältere Segler.
Diese ganze Diskussion " Segelboot- kontra MoBo" ist für Leute, die das Meer lieben schlicht albern.
Ich kenne auch ein Ehepaar, welches aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ein Boot richtig bedienen kann.
Die haben sich ein Häuschen in einer Hafenstadt gekauft. Mit Blick auf den Hafen.
Und er sitzt öfters im Strassencafe am Pier und diskutiert mit Fischern und Bootsleuten.
Also auf jeden Fall weiterhin dem Meer verbunden.
Ist doch auch ein wunderbarer Lebensabend.
Anstatt in einem Seniorenwohnsitz mitten im Lande
und dort an der komfortablen Schnabeltasse lutschen.

Igitttt...:cool:

Elling
18.02.2015, 18:54
Wir haben uns vor 10 Jahren schon mit Blick auf das Ende unseres Seglerlebens das "neue" Boot ausgesucht - da war ich 56. Unsere Wahl fiel bewußt auf eine v.d.Stadt 34 mit einem auf Kosten absoluter Stehhöhe flachem Deck, sie hat einen 400kg-Hubkiel, Hundehütte und ist mit einem neuen Motor leicht übermotorisiert. Wenn es soweit ist, lasse ich Rigg und Kiel an Land und fahre für ein paar Jahre mit 0,9m Tiefgang mit dem gewohnten Boot noch mal da, wo ich mit Mast nie hinkonnte. Soweit der Plan...............

Nelson-II
18.02.2015, 20:53
Um das alte Thema fortzuführen. Ich habe auf Kat umgerüstet. Kaum Niedrrgang, nur zum Schlafen und zur Toilette. Kein Rollen, man lebt und bewegt sich viel leichter.
Manövrieren mit 2 Maschinen kinderleicht, anlehen kein Problem.
Keine E-Winch! Das Groß setzt sich dennoch täglich leichter. Man kann auch mit 80 noch Muskeln aufbauen.
Drr Rest ist einfach!
Mein Altersruhesitz auf dem Wasser. ( Vorgestern max. 17 kt!)

robelz
20.02.2015, 16:03
Wer mit 60 (!) schon das Gefühl hat, er sei zum Segeln zu alt, der hat sich offensichtlich nicht sehr gut gehalten...

grauwal
22.02.2015, 18:37
Wer mit 60 (!) schon das Gefühl hat, er sei zum Segeln zu alt, der hat sich offensichtlich nicht sehr gut gehalten...

Mal nicht so vollmundig, robelz,
mein Freund hatte mit Mitte 50 einen schweren Schlaganfall, der hat sich tatsächlich nicht gut gehalten. Wenn man zusieht, wie Damen im "besten Alter" sich mühsam vom niedrigen Steg an Bord kämpfen, oder Skipper die sicher nicht mehr in der Lage sind bei Schmackes ein Vorsegel zu wechseln, kommt man auch auf die Idee, dass die "sich offensichtlich nicht sehr gut gehalten" haben. Das betrifft mindestens die Hälfte der Segler und man sollte es ihnen nicht vorwerfen sondern nur dankbar sein, wenn man selbst noch gut zu Potte kommt.
Viele Jahre habe ich mit meinen Kumpels jährlich einen Chartertörn unternommen. Wir sind auseinandergegangen weil meine Vorstellung vom Segeln mit ihrer Bereitschaft zum körperlichen Einsatz nicht mehr übereinstimmten.
Segelt man jenseits der Sechzig noch sportlich so muss man es wollen und dazu in der Lage sein, Letzteres ist ein Geschenk.
Fehlt eine Voraussetzung, sollte man auf einen Stinkpötter oder sonst was umsteigen. Nur "weiter wie bisher" weil die Einsicht fehlt ist dummes Zeug.

Gruß Franz

Krusefix
22.02.2015, 21:09
Mal nicht so vollmundig,...
Nur "weiter wie bisher" weil die Einsicht fehlt ist dummes Zeug.

Gruß Franz Danke!

vor 20 Jahren hätte ich (vielleicht) auch Sprüche geklopft hinsichtlich "gut gehalten" oder so. Heute sehe ich das doch anders, es ist echt ein Glück für uns , dass wir körperlich noch so fit sein können. Training usw. gehört ggf. auch dazu, aber der Rest ist Zufall.

schönen Abend noch
Krusefix

HermannLenz
28.02.2015, 17:16
Moin.
In meiner Winterhalle ist auch ein "Hardcore" Segler von jetzt auf gleich mit 65
auf einen , wie hier so schön gesagt wurde : Stinkpott umgestiegen. Obwohl er noch gut drauf
war.
So war er nämlich noch in der Lage , einiges an Bord passend herzurichten , ehe
der Startschuss zum Knochenknacken fällt. Daher ist es m.E. schon sinnvoll ,
den Umstieg rechtzeitig über die Bühne zu bringen. Wenn'zu spät ist , haste nix
mehr vom Stinker. Ich habe übrigens nicht den Umweg über den Segler zum
Stinler genommen. So hatte ich erheblich mehr Zeit zum Eingewöhnen.
Gruss
Hermann

4five
28.02.2015, 18:24
Ich gehöre zu den Leuten, die sehr gerne segeln und deshalb nur dann motoren, wenn es überhaupt nicht anders geht. Meine beste Steuerfrau von allen zieht da gern mit, allerdings nicht an den Winschen, sondern lieber am Ruder. Passt perfekt. Nur bin ich ja mittlerweile auch Ü60 und spüre immer häufiger, dass das nicht ewig so weitergehen wird, auch wenn es mir zwar nicht perfekt, aber z.B. im Vergleich zu vielen meiner gleichaltrigen Freunde immer noch ziemlich gut geht. Da werden wahrscheinlich vorläufig mal kleinere und leichtere Segel reichen, später könnte ja auch ein deutlich kleineres Segelboot noch ein paar Jahre helfen, das Spiel mit dem Wind weiter zu spielen.

Dennoch ist uns beiden völlig klar, das wir früher oder später mit einem Motorboot unterwegs sein werden, denn selbst außerhalb der Segelsaison zieht es uns regelmäßig ans Wasser - nur halt mit dem Wohnmobil. Damit sind wir in den letzten Jahren an viele potentielle Ziele gekommen, die man noch besser mit dem Motorboot hätte bereisen können.

Allen voran die kleinen und großen Binnenwasserstraßen in Europa mit all ihren Städten und Landschaften. Binnen zum schwarzen Meer z.B., dass machen wir in hoffentlich ferner Zukunft mal mit dem Motorboot. Oder all diese ruhigen Kanäle in Frankreich, oder gar quer durch das russische Reich - auf diese Abenteuer zu Wasser freue ich mich schon heute. Und selbst die benachbarten Niederlande halten auch nach über 40 Jahren als Segler noch viele Ecken bereit, die wir noch nie gesehen haben. Und für alle diese Ziele ist eine Motorjacht immer noch besser als ein Segler mit gelegtem (oder gar zu Hause auf dem Bock liegenden) Mast.

Und der Wechsel auf kleinere, leichtere Tücher, ein kleineres Segelschiff oder schließlich auf ein Motorschiff wird also so oder so kommen. Wann genau und in welcher Form, das werden wir sehen. Vielleicht geht es uns ja so, wie unseren niederländischen Freunden. Die haben gerade ihre heißgeliebte Contest verkauft, weil sie sich im letzten Jahr in eine hübsche Vlet verliebt hatten. Mit der sind sie jetzt schon fast den ganzen Winter unterwegs und berichten immer wieder begeistert von unterwegs. Im April kommen sie hier an den Rhein, dann fahren wir zusammen ein paar Tage den Rhein bergauf. Und dann werden wir schon sehen, ob uns das passt.

Handbreit ...

grauwal
28.02.2015, 18:41
.......
Meine beste Steuerfrau von allen
...

Achte auf das Copyright :)

Ansonsten 100%ige Zustimmung.

......

.......
Und der Wechsel auf kleinere, leichtere Tücher, ein kleineres Segelschiff schließlich auf ein Motorschiff ...... ...

Stück für Stück, so was nennt man bei Raucherbein bedingten Amputationen Salamitaktik

:) Franz

Jacoba
28.02.2015, 23:59
Auch nicht schlecht, eine Pénichette.
http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.nautic-tours.de%2Fhausboote%2Fpenichette%2Fimg%2Fpenichet te-935-r.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.nautic-tours.de%2Fhausboote%2Fpenichette%2Fpenichette-935.html&h=156&w=450&tbnid=ZMmOk9mxEjYg3M%3A&zoom=1&docid=TL_Bq6LpvMWSOM&ei=xUbyVPi8E8G3OP_TgfgN&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=822&page=1&start=0&ndsp=15&ved=0CC0QrQMwBA

steuermann
01.03.2015, 02:19
Ich gehöre zu den Leuten, die sehr gerne segeln ...... nur bin ich ja mittlerweile auch Ü60 und spüre immer häufiger, dass das nicht ewig so weitergehen wird .... Da werden wahrscheinlich vorläufig mal kleinere und leichtere Segel reichen, später könnte ja auch ein deutlich kleineres Segelboot noch ein paar Jahre helfen, das Spiel mit dem Wind weiter zu spielen.

Und der Wechsel auf kleinere, leichtere Tücher, ein kleineres Segelschiff oder.....

Handbreit ...

oder einfach seniorengerecht aufrüsten. Bei uns sind das elektrifizierte SchotWinschen Lewmar CEST 54 und zum Setzen/Bergen/Reffen von Groß und Bergen/Reffen der Genua eine CEST 40. Damit läßt sich ein größeres Boot auch
ohne Probleme zur Not allein von einem Ü70 segeln. Für´s Hafenmanöver hilfreich ein BStR, da geht es dann auch ohne körperlichen
Einsatz passgenau auf den Liegeplatz. Wenn ich das nicht mehr hinkriege, geht Mobo sicherlich auch nicht mehr.

Gruß

round-world2
01.03.2015, 03:46
ist augenscheinlich nicht der beste zeitpunkt wenn der bootsnachbar in der winterhalle zündelt ? ... :rolleyes::(

Jacoba
02.03.2015, 13:30
Ich weiß nicht, ob ich in solch einer schönen, naturbelassenen Seenlandschaft mit einem ' Stinkepötter' unterwegs sein wollte.
Dann doch lieber mit kleinem Boot und kleineren Segeln und gegebenenfalls mit leisem E-Antrieb, der z.B. auch mit Solarzellen funktioniert. Und mit viel Zeit!!
Die Masurische Seenplatte werde ich jedenfalls, soweit möglich, unter Segeln erkunden.
https://www.youtube.com/watch?v=uhSC0ieT8k4