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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Motor frisst Vogelnest - kein Scherz!



Tjeukemeer
17.11.2013, 19:18
Hallo zusammen,

ich besitze eine alte Tjeukemeer (Verdränger, 7,5 to, ca 55 Jahre alt) mit einem OM 312 (100 PS). Die alte Dame ist restauriert, der Motor blieb dabei unberührt, weil problemlos. Jetzt kommt das Ungewöhnliche: In einer Lufthutze hat ein Vogel sein Nest gebaut und sich dann wohl doch für eine neue Bleibe entschieden. Das Nest aber ließ er zurück, der Motor wurde gestartet, saugte das Nest ein, der Luftfilter konnte so viel Gestrüpp auf einmal nicht absorbieren - und so kamen Teile des Nestes in den Ventildeckel und die Ansaugkanäle. Die Maschine läuft seitdem unrund und hat immer wieder Aussetzer, außerdem qualmt sie weiß-blau (nicht verbrannter Diesel). Da ich nicht so ohne weiteres auf ein Vogelnest als Ursache kam, habe ich die Düsen überholen und von DB wechseln lassen - natürlich ohne Erfolg. Mir scheint, dass sich unter den Ventilsitzen was abgesetzt hat. Jetzt ist die Frage, ob ich den Motor stationär reparieren lassen kann (ohne die Zylinderkopfdichtung zu wechseln, denn sonst hat die alte Dame so viel Druck, dass die ausgeleierten Pleuel und Kolben dem wohl nicht standhalten würden). Selbstverständlich sind Luftfilter und Ventildeckel gereinigt, auch die Spritfilter und Vorfilter sind getauscht bzw. gereinigt. Wenn ich den Motor wechseln muss, dann würde ich gern einen 352er einbauen - er muss nicht vorgeglüht werden und hat mehr Kraft. Ich gehe davon aus, dass er auch zu dem Wendegetriebe passt, dass im Schiff verbaut ist. So, jetzt 2 Fragen, falls Ihr noch die Geduld habt, nach der langen Einführung zu antworten:
1. Habt Ihr einen Tipp, was ich noch halbwegs ökonomisch machen kann, um meinen alten Motor wieder zum Funktionieren zu bringen?
2. Möchte jemand einen funktionstüchtigen om 352 verkaufen ?

Freundlicher Gruß von Bonn am Rhein

Markus

viktor1
18.11.2013, 14:53
Hallo Markus,

schau mal:

http://community.dieselschrauber.de/viewtopic.php?t=16338

Die können Dir vielleicht besser helfen als wir.

Grüße Viktor

grauwal
21.11.2013, 10:53
...... Verdränger, 7,5 to, ....würde ich gern einen 352er einbauen - ......

Warum, um alles in der Welt willst du einen 120PS-Motor einbauen, 40-50 reichen völlig. Die 120 können nicht mehr!

Gruß Franz

Nachtsegler
23.11.2013, 16:33
Jouw, das ist so ne Sache mit Vögeln aufm Schiff.... :o




sorry Steilvorlage
:cool:

grauwal
23.11.2013, 20:54
Jouw, das ist so ne Sache mit Vögeln aufm Schiff.... :o
....

Eben.

Gruß Franz

rassmuss
25.11.2013, 10:14
Es ist durchaus machbar und sinnvoll den Motor überholen zulassen, oder selbst zu überholen. Allerdings ist es unerlässlich die Kopfdichtung auszutauschen. Die Pleuelstangen müssen nicht umbedingt mit ausgetauscht werden, die Ventielschaftdichtungen jedoch auf jeden Fall. Sollten allerdings Lagerschäden entstanden sein, dann wird es erheblich aufwendiger...ein neuen / anderen Motor einbauen allerdings auch.