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stephan.wagner
10.12.2019, 03:02
Kann das sein ? Gibt es hier Sicherheitsnormen ?

Frauscher Demon 1414 – Ist das Design wichtiger als die Sicherheit der Passagiere?

Frauscher wirbt für ihr größtes Boot, die Demon 1414, mit einem besonderen Designkonzept, das von der Fa. Kiska aus Salzburg-Anif geliefert wurde. Wohl zu Recht: Wurde die Bootswerft doch 2018 mit einem Design-Preis in Deutschland ausgezeichnet. Auch auf der Homepage wird die „rahmenlose Windschutzscheibe“ als besonderes Design-Element angepriesen. Die Fachpresse, z.B. die österreichische Yachtrevue, greift diese Textierung gerne auf. Was für einen Laien gar nicht so besonders auffällig klingt, ist wirklich eine Besonderheit: Am Markt für ähnlich große Boote sind kaum rahmenlose Windschutzscheiben vorhanden. Diese Transparenz und Luftigkeit des Schutzes vor Wind und Wasser hat jedoch einen massiven Nachteil. Offensichtlich fehlt die notwendige Stabilität. „Vermutlich sind die Kombination der Neigung der Scheibe, des verwendeten Materials und eben der Rahmenlosigkeit nicht geeignet, der beworbenen und zugelassenen Anwendungsklasse B, also der Seefahrt bei 4 Meter hohen Wellen und Windstärken von 8 Beaufort, standzuhalten“, so ein konsultierter Sachverständiger.
Stephan Wagner, Eigner einer „Demon“ seit 2017, hat dies am eigenen Leib – und am Leib seiner Kinder – erfahren. „Wir waren bei einer Wellenhöhe von ca. 0,4 Meter – also einem Zehntel der zugelassenen Anwendungsklasse - und einer Windstärke von ca. 3 bis 4 Beaufort von Ibiza nach Mallorca unterwegs. Ungefähr auf halben Weg kam eine Welle über den für diese Bootsklasse niedrig gebauten Bug gelaufen und klatschte gegen die Windschutzscheibe. Nur durch diesen geringen Wasserdruck brach die Scheibe in messerscharfe Stücke, die durch das Boot flogen“. Wagner und seine an Bord befindlichen Kinder wurden durch glückliche Umstände nur leicht verletzt. Sie trugen eine Beule am Kopf und mehrere leichte Schnittverletzungen davon. „Wäre das ins Auge gegangen, so hätte man wohl das Sehvermögen verlieren können“, so Wagner. Gar nicht auszumalen, wenn eine Hauptader getroffen worden wäre, die wie mit einem Rasiermesser durchgetrennt werden hätte können. Die konsultierte Bootswerft Frauscher nahm dies im Übrigen locker: Sie verwies auf die abgelaufene Gewährleistungsfrist und empfahl die Meldung an die Versicherung

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haribo
10.12.2019, 13:54
guten tag

das erste bild deines mobo´s steht auf dem kopf?
wie schnell bist du gefahren?

2ndtonone
10.12.2019, 18:17
Sieht mir nach einer ziemlich dicken Acrylglasscheibe aus. Ich hätte erwartet, dass die Heinis da eine Sicherheitsglasscheibe aus den Automobilbau verwenden, denn die splitter sich in kleine Teile auf, die dank Folie nicht wegfliegen.
Vermutlich wäre so eine Scheibe einfach nur zu teuer.....
Was die Vorschriften angeht, sie sind in der Sportbootverordnung in Form von Normen aufgelistet.

Ich würde aber vermuten, dass so eine dicke Acrylscheibe als zulässig gilt. Denn auf modernen Yachten werden auch Acrylscheiben eingesetzt... HR und Najad allerdings setzen Securitglass ein..

just sail
12.12.2019, 09:51
Mhhh, Herstellerbashing?

Hast Dich leider unzureichend informiert. Hier geht Eigentlich um Segelboote.
Fehler machen aber auch Segelboothersteller.
Im Boote Forum bist Du damit aber an einer geeigneteren Stelle.