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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Informationen zur SSS-Pruefung



Samweis
09.12.2001, 17:47
Hallo,

ich moechte mich auf die SSS-Pruefung vorbereiten.

Von Leuten, die das schon einmal gemacht oder probiert haben, bekomme ich folgendes Meinungsbild:

Zum Bestehen der Pruefung sind weniger die "Kenntnisse und Faehigkeiten zum Fuehren einer Yacht..." erforderlich sondern mehr das Training auf einige sach- und realitaetsfremde Details und Begleitumstaende, wie z.B.

- hoher Zeitdruck
- starke Wertung realitaetsferner Details, z.B. muss man nicht nur die KVR und SeeStrO beherrschen sondern auch die einzelnen Paragraphen ansagen koennen.
- Schallsignale duerfen nicht einfach als "kurz kurz kurz" oder "kurz lang kurz kurz" angegeben werden. (Aeh - wie denn dann?)

Ist das so? Ich halte das fuer realitaetsfern. Klar gibt es
Situationen, in denen ich schnell entscheiden muss, aber in den ueberwiegenden Pruefungsteilen ist das sicher nicht der Fall. Hinzu kommt, dass man z.B. bei den Navigationsaufgaben in der realen Welt ja meist schon weiss, wo man sich befindet und wo die Bezugspunkte sind. Man schaut sich ja die Seekarte vorher an, weiss, aus welchem Hafen man ausgelaufen ist und wo Tonnen oder Leuchtfeuer stehen. Man wird ja kaum erst einmal rausfahren und dann irgendwann an den Kartentisch springen "Ei, wo simmer denn nu?"
Dafuer sollen dann angeblich bei der Kartenarbeit +/-3 Grad Abweichung akzeptiert werden. Also Geschwindigkeit ueber Qualitaet?
Auch bei den KVRs muss ich doch primaer wissen, wie ich mich zu verhalten habe, und es nuetzt mir wenig, wenn ich von meinem sinkenden Schiff aus dem Tankerkapitaen den Paragraphen an den Kopf werfen kann, nach dem er sich oder ich mich fehlverhalten hat.

Na ja, egal, da kann man nix machen. Es ist halt "amtlich", man kann sich also nur auf den Amtsschimmel vorbereiten.

Daher meine Frage:
Wer weiss noch aus eigener Erfahrung oder Berichten von aehnlichen pruefungsrelevanten Details, an die man sonst nicht denkt oder die man in der Praxis vielleicht gemeinhin
anders sieht?
Gibt es dazu Infos im Web?
Vielleicht sollte man mal eine Seite machen zum Thema: Was nicht in den Buechern steht....

Fuer jegliche Hinweise bin ich dankbar

Oliver

basti
09.12.2001, 18:18
folgendes anekdötchen aus einer sss-prüfung!

beim MOB manöver kommt immer der ruf "rettungsmittel,gps-position," nachdem der mann in den bach gegangen ist. natürlich wird das in der prüfung nur gerufen...sonst nix. nun meint der prüfer dass er das dann auch mal sehen will wie das funzt mit den rettungsmitteln.
es wird also beim nächsten manöver der rettungskragen mit leine nachgeworfen. das resultat ist bei 1er windstärke folgendes:

die leine ist im ruder eingeklemmt, das schiff ist manövrierunfahig (der anker würde irgendwann geworfen).der fender ist ersoffen......das ganze dauert 2h......

johannesderseefahrer
09.12.2001, 20:08
hallo du willst von den erfahrungen andrer lernen - das ist sinnvoll!

1. vorwech zusammengefasst: siehe den sportlichen wert in den
lernhürden/ ohne nach sinn und unsinn zu fragen .
1.1 die scheine sind reine formsache und bleiben das auch.
1.2 zum anderen dienen die scheine dem geld-vermehren.

2. wie war das bei mir ?
2.1 hatte bei meinem ersten schein zu 100% abgeschrieben und
ohne grundwissen bestanden...(urde damit auch "dt meister")
2.2 dann fallweise je nach lust und anlass in den tafeln geblättert.
2.3 zum küstensegelschein dann mal 3 jahre später
glanzlos durchgefallen... hatte mich mit den positionen an land befunden- tolle wurst...
3. ab 1997 dann selber als schiffsführer für BR schein fahrt
in der ostsee unterwegs...
mit lob von allen seiten. ( das ich selber diesen unnützen schein nicht habe - war den der lacher am letzen abend)
3.1 dan wollt ich mal doch selber diesen von dir angestrebten sss schein erwerben...
3.2 ging bei kapitän buheller in hh ganz flott, der is
auch gut.
3.3 der hit dann mein auftauchen bei der praktischen prüfung in wedel >>> "... was hier zur prakischen prüfung kommen o h n e vorher gegen geld auf dem schiffchen geübt zu haben??? "
3.4 beim praxis-teil dann wg. in einem part > spleissen oder peilen durchgefallen - macht nix für 70 dm dann noch mal
da hin...
zusammengefasst: fahre man ordentlich mit dem kleinsten schein recht lange , vom gesparten geld kannst du sehr weit segeln.
mfg vom johannesderseefahrer@gmx.net

Rheinsegler
09.12.2001, 21:22
Original von basti:
folgendes anekdötchen aus einer sss-prüfung!

beim MOB manöver kommt immer der ruf "rettungsmittel,gps-position," nachdem der mann in den bach gegangen ist. natürlich wird das in der prüfung nur gerufen...sonst nix. nun meint der prüfer dass er das dann auch mal sehen will wie das funzt mit den rettungsmitteln.
es wird also beim nächsten manöver der rettungskragen mit leine nachgeworfen. das resultat ist bei 1er windstärke folgendes:

die leine ist im ruder eingeklemmt, das schiff ist manövrierunfahig (der anker würde irgendwann geworfen).der fender ist ersoffen......das ganze dauert 2h......



Hallo Basti,

also den Prüfer finde ich richtig gut! Der hat mal live vorführen lassen, wie sowas im echten Leben aussieht. Ansagen ist einfach - da kann nichts bei schiefgehen. Wie man sieht ersäuft es sich auch bei BFT 1 recht schnell.

Gruß

Alexander

Tangoskipper
09.12.2001, 21:40
Über Sinn und Unsinn von Scheinen läßt sich lange diskutieren - wie ja auch über alle anderen Prüfungen, die es so gibt.

Ich finde es schon richtig, dass man Kenntnisse nachweisen muß, bevor man aufs Wasser kann und sich *und andere* ggf. in Gefahr bringt. Es gab ja vor kurzem die Diskussion hier im Forum bzgl. der "Jederzeit-Schuld" des Skippers...

Aber man sollte doch schon erwarten, dass die Prüfungen in der Form, in der sie durchgeführt werden, Sinn machen. Bezogen auf meine theoretischen Sportboot See und BR-Prüfungen vor rd. 12 Jahren würde ich dies schon sehen. In bezug auf die praktische Prüfung schon weniger! Für den Sportboot See Schein waren wir in Hannover auf dem Mittellandkanal und sind in einem kleinen Motorsportbötchen hin und her gefahren. Ziel solte es doch aber wohl sein, mit einem Motor- oder Segelboot der 10 m Klasse umgehen zu können und dies nachzuweisen. Meine Veranstaltung kann man nur als Abkassierveranstaltung des DSV sehen. Beim Sportboot Binnen einige Jahre zuvor hatten wir für die praktische Prüfung immerhin ein richtiges Kajütboot mit 2 Motoren. Das machte schon eher Sinn.

Ich habe schon überlegt, ob ich den BK oder andere Scheine mache, habe aber nicht erkannt, wozu das gut sein soll, außer einer Segelschule und insbesondere dem DSV Geld zukommen zu lassen. Ich habe mir also die Bücher gekauft und mich mit der Materie beschäftigt. Das Wissen kann man sich auch ohne Prüfung aneignen - und auf das eigene Wissen kommt es an. "Höhere" Scheine braucht man dann nur fürs Prestige!

Wie die Diskussion an anderer Stelle zeigt: die größeren Probleme z.B. bei Langfahrt liegen wohl weniger bei Vorschrifts- und Navigationskenntnissen als vielmehr in der Gefahr vor Piraten und Korrupten Beamten in fernen Ländern. Und die lassen sich wohl kaum durch Scheine beeindrucken!

Für viel wichtiger erachte ich Erfahrung und Revierkenntnis.

Gruß
Tangoskipper

Samweis
10.12.2001, 00:30
Hallo Johannes,

vielen Dank fuer Deine Antwort!


Original von johannesderseefahrer:
hallo du willst von den erfahrungen andrer lernen - das ist sinnvoll!

Na, bevor ich selber auf die Nase falle.... ;-)



1. vorwech zusammengefasst: siehe den sportlichen wert in den
lernhürden/ ohne nach sinn und unsinn zu fragen .
1.1 die scheine sind reine formsache und bleiben das auch.
1.2 zum anderen dienen die scheine dem geld-vermehren.

Das ist leider richtig und bedauerlich zugleich.



ohne grundwissen bestanden...(wurde damit auch "dt meister")

Hm? Fehlt mir da eine kleine Detailinfo? (Sorry, ich kenne Dich nicht.)



zusammengefasst: fahre man ordentlich mit dem kleinsten schein recht lange , vom gesparten geld kannst du sehr weit segeln.
mfg vom johannesderseefahrer@gmx.net

Das ist richtig. Das praktiziere ich schon seit 20Jahren mit gutem Erfolg. Allerdings moechte ich mir die Moeglichkeit offenhalten, mal auf einem Traditionsschiff unter deutscher Flagge zu fahren oder einen Ueberfuehrungstoern auf einem Schiff unter deutscher Flagge zu fuehren, oder, oder, oder...
Ich bin also an dem Schein interessiert, obwohl ich wie Du der Meinung bin, dass er in erster Linie Formsache ist und mir nicht unbedingt in bezug auf "Eignung zum Fuehren einer Yacht" weiterhilft. Da prueft naemlich jemand ganz anderes - und auch nicht nur einmal.

Leider wohne ich nicht mehr in Deutschland. Von daher scheidet fuer mich also die Option aus, nach Deutschland zu fliegen, mir fuer 2 oder 3 Wochen ein Hotelzimmer zu nehmen, mir in einem Crash-Kurs bei irgendeiner Segelschule all die Dinge anzuhoeren, die ich vorher schon wusste, um dann bei der Pruefung wegen der Dinge durchzufallen, von denen vorher niemand gesprochen hat und die hinterher niemand mehr braucht.

Daher meine Frage nach Erfahrungsberichten. Was muss ich neben dem eigentlichen Pruefungsstoff `wissen`, wo sind die Huerden?

Gruss

Oliver

Ulonska
11.12.2001, 13:32
Original von Samweis:

Vielleicht sollte man mal eine Seite machen zum Thema: Was nicht in den Buechern steht....

Oliver


Hallo Oliver,
den Versuch hab ich hier im Sommer mal gemacht. Viel Reaktion gab es allerdings nicht. Trotzdem: Geh mal mit "SSS" in die Suche, da müsstest Du noch einiges finden (das Thema ist hier schon mehrfach aufgetaucht).

Ansonsten: von Deinem "Hörensagen" kann ich den Zeitdruck bestätigen. Die schriftliche Prüfung ist so aufgebaut, dass man nur durchkommt, wenn man die Sache routiniert beherrscht. Mit anderen Worten: Wer jedes Mal überlegen muss, wie das mit der Kursumrechnung ging oder wie man mit den ATT interpoliert, der wird nicht fertig.
Man kann darüber sicher streiten. Ich habe gehört, dass mit diesem Zeitdruck die Routine (=Erfahrung), die für den SSS gefordert ist, auf den Prüfstand gestellt werden soll. Das finde ich eigentlich so schlecht nicht.
Von mündlichen Prüfungen habe ich auch schon merkwürdige Sachen gehört. Kann ich aber aus eigener Erfahrung nix zu sagen (musste da nicht rein). Es wird auch von Prüfern berichtet, die schon mal geäußert haben, dass bei ihnen noch nie einer im ersten Durchlauf bestanden hat...
Letzteres ist natürlich leicht möglich, weil die Prüfer absolut alles fragen können (auch in der Praxisprüfung: "Wie hoch über WL ist der Mast dieses Schiffes incl. Antenne"? - irgendwas gibts immer, was keiner weiß). Und in der Praxis können sie dich auch alles machen lassen (vom Spleiß bis zur Grundanpassung einer Radaranlage).

Insgesamt richtig ist nach meiner Erfahrung, dass die Prüfer - in Theorie wie Praxis - Wert auf die Feinheiten legen (also nicht irgendwie hinkriegen oder in die richtige Richtung reden, sondern genau und - so weit das möglich ist - "perfekt") :

Kollisionsgefahr besteht nicht bei stehender Peilung. Sondern bei stehender Peilung und Annäherung.

"Boje gefasst" beim MOB heißt durchgefallen. Jedenfalls dann wenn der Kahn in diesem Moment nicht Fahrt Null hatte und die Boje genau mittschiffs dümpelte (na ja: 0,5 kn werden normalerweise ignoriert).

Dass Prüfungen manchmal ein bisschen weltfremd sind, das ist halt so. Da geht es nicht nur um die +/- 3 Grad (Du steuerst sicherlich, genau wie ich auch, jeden Kurs auf 0,5 Grad genau? ***grins***), sondern auch um die cm-genaue Ausrechung irgendwelcher Wassertiefen 3h17min nach HW xy (watt is mit Windeinfluss...)? Und wie praxisnah ist es, in der Übungsseekarte die minimale GPS-Korrektur anzubringen (die Karte beruht nicht auf WGS84)? Wennst es vergisst (oder das Weglassen nicht begründest), gibts aber Abzug...

Gruß
& viel Spass bei der Prüfung,

Friedhold

Michael43
11.12.2001, 16:51
Hallo Oliver,

ich kann Dir nur soviel zur Prüfung sagen, es hängt bei der Theoretischen sehr stark von der Fragestellung ab , und die ist nun mal sehr schlecht und schwammig.
Würden die P.Kommissionen das gleiche maß der genauigkeit an die Frage stellen , sowie später an die Antwort , würden 90% der Fragen durchfallen.
Problem ist auch es gibt keinen Fragekatalog und Antworten.
Mann muß also auch den Ton und die Gedanken der Prüfer treffen.
Peinlich iost auch das nicht alle Schulen den gleichen Informationsstand haben.
Und die Prüfungsvorsitzenden immer von den Höheren Nautikschulen kommen.
Meine zusammen Fassung ( Gelddruckmaschiene )
SSS ist auch nicht mehr so wichtig , da der SKS nun der erste
internationla anerkannte schein ist.
Den Rest kann man sich doch auch denken.
Mail mal ich kann dir dan da noch mehr schreiben.


P.S.
Noch eine Anmerkung zur Fragestellung , die würde in keiner anderen
Prüfung sozugelassen nicht an der Uni , nicht ind er Schlue und auch nicht in Kammerprüfungen die würden alle in Münster landen.

Wichtiger ist aber zusgeln und zusegeln und erfahrungsammel
es gibt Leute die haben den SHS mit denen würde ich nicht segeln.
und die 1000sm für die zulassung sind viel zuwennig. Es sollten
so um die 5000sm in vielen Gebieten sein.


Michael

Samweis
11.12.2001, 17:41
Hallo Tangoskipper!



Original von Tangoskipper:
und auf das eigene Wissen kommt es an. "Höhere" Scheine braucht man dann nur fürs Prestige!


Nee - ich glaube, fuer`s Prestige taugt der Schein nicht. Dafuer muesste man sich ihn ja an den messingbeknoepften Blazer naehen - und das ist mir zu umstaendlich. Fuer die Art Prestige kann ich dann besser Schneckchen drehen - das ist einfacher. ;-)

Aber ausser Prestige gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Argumente fuer einen Schein - einige davon stehen im §11a der Sportseeschifferscheinverordnung, und Du schreibst ja selbst:


Ich finde es schon richtig, dass man Kenntnisse nachweisen muß


Gruss

Oliver

Samweis
11.12.2001, 18:04
Hallo Friedhold!

Danke fuer die Antwort. Da waren ja mal ein paar neue Detailinfos drin.


Original von Ulonska:
[quote]
es allerdings nicht. Trotzdem: Geh mal mit "SSS" in die Suche, da müsstest Du noch einiges finden (das Thema ist hier schon mehrfach aufgetaucht).

Hab` ich schon gemacht. Allerdings gibt es hier jemanden im Forum, der seine `Gruessse` staendig mit mindestens 3 `s` schreibt..... ;-)
Da wird das etwas muehsam....



so. Da geht es nicht nur um die +/- 3 Grad (Du steuerst sicherlich, genau wie ich auch, jeden Kurs auf 0,5 Grad genau? ***grins***),

Nee, aber wenn ich auf der Karte +/-3 Grad Fehler mache und beim Steuern auch (und zudem diverse Parameter wie Stromversatz usw. ja auch nur geschaetzt habe,) dann sind`s schon > +/-6 Grad.
Da kann ich bei genuegender Distanz einen ganzen Kontinent verfehlen.... (OK, verfehlen ist noch nicht ganz so schlimm wie genau treffen...)
Hm, so oder so aehnlich hat wohl jemand mal `Indien` entdeckt... ;-)

Gruss

Oliver

Samweis
11.12.2001, 18:20
Original von Michael43:
ich kann Dir nur soviel zur Prüfung sagen, es hängt bei der Theoretischen sehr stark von der Fragestellung ab , und die ist nun mal sehr schlecht und schwammig.

Hallo Michael,

inzwischen habe ich die oesterreichischen Pruefungsfragen im Netz gefunden:
http://www.sailing.or.at/3b.PRWES/see3.htm

Diese Fragen sehen doch sehr eindeutig formuliert aus und sind teilweise sogar geschlossen, also keine Notwendigkeit, ins Schwafeln zu geraten oder im Nebel zu stochern.
Dazu sind sie oeffentlich und gleichzeitig umfangreich genug um ein einfaches Auswendiglernen auszuschliessen....
Fuer mich sieht das nach einer sehr transparenten Pruefung aus. Man weiss schon vorher, was einen erwartet.

Hm.....
Aber ich wusste ja schon immer, dass Oesterreicher die schlechteren Segler sein muessen - wer braucht schon eine transparente Pruefung...? ;-)

Gruss

Oliver

Michael43
12.12.2001, 10:44
Original von Samweis:


Original von Michael43:
ich kann Dir nur soviel zur Prüfung sagen, es hängt bei der Theoretischen sehr stark von der Fragestellung ab , und die ist nun mal sehr schlecht und schwammig.

Hallo Michael,

inzwischen habe ich die oesterreichischen Pruefungsfragen im Netz gefunden:
http://www.sailing.or.at/3b.PRWES/see3.htm


Diese Fragen sehen doch sehr eindeutig formuliert aus und sind teilweise sogar geschlossen, also keine Notwendigkeit, ins Schwafeln zu geraten oder im Nebel zu stochern.
Dazu sind sie oeffentlich und gleichzeitig umfangreich genug um ein einfaches Auswendiglernen auszuschliessen....
Fuer mich sieht das nach einer sehr transparenten Pruefung aus. Man weiss schon vorher, was einen erwartet.

Hm.....
Aber ich wusste ja schon immer, dass Oesterreicher die schlechteren Segler sein muessen - wer braucht schon eine transparente Pruefung...? ;-)

Gruss

Oliver



Hallo Oliver

ja das mit der prüfung ist immer so eine Sache, nur ide arogans die
da teiweise anden tag gelegt wird ist nicht gerecht fertigt.
Klar soll mann lehrnen und üben nur was nutzt das wenn dann wegen
kleinigkeiten durchfällt , weil man eben nicht den genauen Wort laut getroffen hat.
Komisch ist auch , das wenn man nach Hamburg fährt und Einspruch einlegt, das da meistens noch immer punkte bei raus kommen.
Man macht ja schließlich auch keine jura prüfung.
Ach ja und es ist schönschreiben angesagt den mühe beim nachsehen geben sich diese Herren nicht.
Die Prüfungen laufen imemr alle gleich ab, zuckerbrot ( na leute nicht soschlimm wir gebn uns mühe alles zubewerten und punkte zuholen) Sonntags die peitsche ( das war nicht gut genugzuwenig getan konnten schrift nicht lesen )
Der ganze fragen katalog gehört in den schreder, ich hoffe das der neue DSV präsident da mal was tut.
Eigen artig ist auch das immer aus den selben Schulen alle bestehen?????????????????
Bei solchen durchfallsquotten sind nicht die Prüflinge das problem.


Grüße michael

werde mir die seite mal ansehen

Ulonska
12.12.2001, 11:18
Hallo Oliver,

hab Dir nochmal alle Forum-Links zum Thema, an die ich ich erinnere, zusammen gestellt:

http://yacht.de/apboard/thread.php3?idx=1231&BoardID=6

http://yacht.de/apboard/thread.php3?idx=1921&BoardID=6

http://yacht.de/apboard/thread.php3?idx=1924&BoardID=7


Du wirst sehen, die Lust am Erzählen ist schwach ausgeprägt (wahrscheinlich wurden alle SSS-Prüflinge in der geheimen Abschluss-Sitzung zu strengstem Stillschweigen verpflichtet ??? )

Gruß
Friedhold

SeeBjoern
12.12.2001, 15:59
Nachdem schon so viele hier ihren Kommentar zum SSS abgegeben haben, möchte ich natürlich auch nicht zurückstehen. Am besten geht dies mit zwei Abschnitten:

Theorie:
Der Zeitdruck ist wirklich recht mächtig, insbesondere wenn man im ersten Anlauf alle 4 Fächer angeht - was man meiner Meinung nach tun sollte und wohl auch so geplant ist. Bevor es hierfür Sprüche wie: "Ist doch viel zu schwer" hagelt, möchte ich meinen Standpunkt vertreten, dass dies ein Befähigkeitszeugnis mit einer gewissen Aussagekräftogkeit sein soll. Ich halte es für sehr gut stichprobenartig den Wissenstand der Prüflinge an einem Tag zu prüfen! Vor allem da der SSS kein Pflichtschein ist und auch einen gewissen Einstieg in die gewerbliche Schiffahrt bietet. Für Hobbysegler ist der Schein vielleicht eine Selbstbestätigung, mehr nicht, und wer meint, damit angeben zu müssen ist sowieso unten durch. Ein Tipp jenseits der Kenntnisse aus den Leitlinien: versuch die NaviAufgabe von hinten nach vorne zu bearbeiten. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Punkte hinten liegen. Ansonsten gilt insbesondere für Navi: üben üben üben üben - das muss sitzen wie im Schlaf - auch und gerade wenn man sich sonst auf sein GPS verlässt.

Praxis:
Ruhe bewahren, Ruhe bewahren und nochmals Ruhe bewahren. Keiner erwartet Perfektion, sondern eine saubere Selbsteinschätzung und Selbstkritik. Vorher sollte man tunlichst Wetterkunde verstanden (!) haben und sich auch mit GPS und Radar sehr genau vertraut machen, insbesondere auch die entsprechende Theorie. Ich würde ausserdem dringend empfehlen direkt vor der Prüfung ein paar Tage auf dem Prüfungsschiff zu segeln, da in der Prüfung die genaue Kenntnis des Bootes vorausgesetzt wird - wer weiss schon in einem fremden Boot wo der zweite Dieselfilter sitzt, oder wo die Ersatzkopfdichtung verstaut ist? Letztes Jahr wurden in den Prüfungen SSS Praxis auch öfters MOB unter Motor UND Segel gefahren - das muss man geübt haben, sonst gibts giftige Sprüche vom Prüfer.

Die Zauberwörter heissen also: ÜBEN und VERSTEHEN, alles andere kommt dann. Eine gute Selbsteinschätzung bedeutet im extremsten Fall übrigens auch in der Prüfung einzusehen, dass man es besser lässt und abbricht, wenn man dafür nicht geeignet ist. Immer daran denken: der Schein ist nicht Pflicht, sondern Kür.

Wenn Du noch weitere Infos oder Hilfe brauchst, melde Dich einfach direkt bei mir.

Gruß
SeeBjoern

Samweis
12.12.2001, 16:31
Original von Ulonska:
hab Dir nochmal alle Forum-Links zum Thema, an die ich ich erinnere, zusammen gestellt: [...]
Du wirst sehen, die Lust am Erzählen ist schwach ausgeprägt (wahrscheinlich wurden alle SSS-Prüflinge in der geheimen Abschluss-Sitzung zu strengstem Stillschweigen verpflichtet ??? )


Hallo Friedhold,

danke fuer die Links. Einen davon hatte ich bei meiner frueheren Recherche tatsaechlich uebersehen.

Was die Erzaehlfreudigkeit angeht, so liegt der Verdacht nahe (ketzerisch formuliert), dass sich die Gemeinde in drei Gruppen scheiden laesst:

1. die, fuer die SSS oder SHS kein Thema ist
2. die, die`s probiert haben, durchgefallen sind und sich nun mit Ihrem "seglerischen Versagen" nicht outen wollen
3. die, die`s probiert haben und bestanden haben und fuer die natuerlich der Umstand, dass gerade sie bei 80% Durchfallquote bestanden haben und die anderen nicht, ein ausreichender Beweis fuer den Sinn und die Qualitaet der Pruefung ist....

Wenn sich hier genuegend Leute faenden, die aus ihrer Erfahrung berichten koennten und wollten und reale Pruefungs-Fallstricke oder reale Pruefungsfragen beisteuern koennten, dann koennte man das auf einer huebschen, kostenlosen Internet-Seite publizieren (Wobei "man" in diesem Falle mich ausdruecklich einschliesst.)


Gruss

Oliver

[ Dieser Beitrag wurde von Samweis am 12.12.2001 editiert. ]

Samweis
12.12.2001, 17:14
Original von Michael43:
Komisch ist auch , das wenn man nach Hamburg fährt und Einspruch einlegt, das da meistens noch immer punkte bei raus kommen.

Das halte ich allerdings fuer bedenklich, denn es spricht fuer eine mangelnde Qualifikation der Pruefer.



Eigen artig ist auch das immer aus den selben Schulen alle bestehen?????????????????

Ist das so???
Hm, ich habe da ja schon boese Verdaechtigungen gehoert - so zum Beispiel die Behauptung, dass bei einer gewissen, nicht naeher genannten Segelschule "amtliche" Muster-Pruefungsboegen existieren.

- in dem Zusammenhang stellt sich natuerlich die Frage, welcher "Geheimhaltungsstufe" die Boegen beim DSV unterliegen und wie schwierig es wohl waere, an solche Boegen heranzukommen.
Klar erwischt man kaum je die, die man selber in der Pruefung bekommt, aber die Pruefung wuerde wesentlich transparenter, was wohl ein enormer "Wettbewerbsvorteil" waere.

Klar - alles Spekulation.
Aber mangelnde Transparenz oeffnet eben sowohl Spekulation als auch Schmuh Tuer und Tor.



Bei solchen durchfallsquotten sind nicht die Prüflinge das problem.

Allerdings. Es sei denn man vertritt die Ansicht, dass tatsaechlich nur 20% der Prueflinge die persoenliche und intellektuelle Eignung
zum Fuehren eines Sportbootes haben.

Gruss

Oliver

Samweis
12.12.2001, 17:34
Hallo Seebjoern,



Original von SeeBjoern:
Der Zeitdruck ist wirklich recht mächtig, insbesondere wenn man
im ersten Anlauf alle 4 Fächer angeht - was man meiner Meinung nach tun sollte und wohl auch so geplant ist.

So wie ich das verstanden habe, wird die Zeit fuer die verschiedenen Pruefungsteile getrennt berechnet. Der Zeitdruck ist also in jedem Fach identisch, egal ob ich alle vier Faecher oder nur jeweils ein Fach mache. Oder habe ich falsche Informationen?

Ich stimme Dir vollkommen zu, dass es Sinn macht, alle vier Faecher in einem Anlauf zu machen. Falls ein Pruefer das fuer "nicht moeglich" oder "nicht empfohlen" haelt, (derartige Aeusserungen bietet die Geruechtekueche) ist das ein weiteres Indiz fuer eine realitaetsfremde Pruefung.
In der Realitaet kann ich ja auch bei einer Nahbereichslage nicht sagen: "Nee, wartet mal `n Moment. Ich habe gerade erst eine Wetterbeobachtung gemacht, und jetzt fordert Ihr Schiffahrtsrecht von mir? Das ist mir zuviel auf einmal..."



Ein Tipp jenseits der Kenntnisse aus den Leitlinien: versuch die NaviAufgabe von hinten nach vorne zu bearbeiten. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Punkte hinten liegen.

Das ist doch mal ein interessanter Tip.
Hast Du davon noch mehr?
Am liebsten oeffentlich, damit andere auch etwas davon haben, aber gerne auch per mail (ist im Profil).

Gruss

Oliver

Michael43
13.12.2001, 17:28
Original von SeeBjoern:
Nachdem schon so viele hier ihren Kommentar zum SSS abgegeben haben, möchte ich natürlich auch nicht zurückstehen. Am besten geht dies mit zwei Abschnitten:

Theorie:
Der Zeitdruck ist wirklich recht mächtig, insbesondere wenn man im ersten Anlauf alle 4 Fächer angeht - was man meiner Meinung nach tun sollte und wohl auch so geplant ist. Bevor es hierfür Sprüche wie: "Ist doch viel zu schwer" hagelt, möchte ich meinen Standpunkt vertreten, dass dies ein Befähigkeitszeugnis mit einer gewissen Aussagekräftogkeit sein soll. Ich halte es für sehr gut stichprobenartig den Wissenstand der Prüflinge an einem Tag zu prüfen! Vor allem da der SSS kein Pflichtschein ist und auch einen gewissen Einstieg in die gewerbliche Schiffahrt bietet. Für Hobbysegler ist der Schein vielleicht eine Selbstbestätigung, mehr nicht, und wer meint, damit angeben zu müssen ist sowieso unten durch. Ein Tipp jenseits der Kenntnisse aus den Leitlinien: versuch die NaviAufgabe von hinten nach vorne zu bearbeiten. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Punkte hinten liegen. Ansonsten gilt insbesondere für Navi: üben üben üben üben - das muss sitzen wie im Schlaf - auch und gerade wenn man sich sonst auf sein GPS verlässt.

Praxis:
Ruhe bewahren, Ruhe bewahren und nochmals Ruhe bewahren. Keiner erwartet Perfektion, sondern eine saubere Selbsteinschätzung und Selbstkritik. Vorher sollte man tunlichst Wetterkunde verstanden (!) haben und sich auch mit GPS und Radar sehr genau vertraut machen, insbesondere auch die entsprechende Theorie. Ich würde ausserdem dringend empfehlen direkt vor der Prüfung ein paar Tage auf dem Prüfungsschiff zu segeln, da in der Prüfung die genaue Kenntnis des Bootes vorausgesetzt wird - wer weiss schon in einem fremden Boot wo der zweite Dieselfilter sitzt, oder wo die Ersatzkopfdichtung verstaut ist? Letztes Jahr wurden in den Prüfungen SSS Praxis auch öfters MOB unter Motor UND Segel gefahren - das muss man geübt haben, sonst gibts giftige Sprüche vom Prüfer.

Die Zauberwörter heissen also: ÜBEN und VERSTEHEN, alles andere kommt dann. Eine gute Selbsteinschätzung bedeutet im extremsten Fall übrigens auch in der Prüfung einzusehen, dass man es besser lässt und abbricht, wenn man dafür nicht geeignet ist. Immer daran denken: der Schein ist nicht Pflicht, sondern Kür.

Wenn Du noch weitere Infos oder Hilfe brauchst, melde Dich einfach direkt bei mir.

Gruß
SeeBjoern



Hallo SeeBjoern,

klar hast du recht mit dem da man üben und lehrnen muß und soll
ich glaube jeder der sich für diesen schein interresiert , liest
und liest und übt.
Aber komisch ist auch das es seit dem es den SKS gibt die anmeldungen zurück und die durchfallsqouten gestiegen sind.
der DSV könnte allen gerüchten entgegen stehen in der er es so macht
wie die Östereicher die alle ihre fragen im netz stehen haben.
da es soviele sind ist das auch nichts mit auswendiglehrnen,
aber der DSV hat eben so sein probleme mit der transparenz.
aber der dsv und die höherenfachschulen für nautic , scheinen zuvergessen das sie nur im auftrag des verkehrsmisteriums handel.
vielleicht finden sich ja genügen mal für eine beschwerde dort,
dan müßen die von rechtswegen her prüfen.
Aber ion deutschland macht ,am sich es mit reformen eben immer sehr schwer, veternwirtschaft geht vor der allgeinheit.
Ach ja der SSS ist kein einstig mehr in die berufspatente.
er beinhaltet auch nicht mehr das patent für traditionsschiffe.
also schaue dir mal die seite der kollegen in östereich an die heir unser segelkollege genannt hat ich habe sie mir mal runter geladen
sehr intersand.
Ich würde auch mal einen versuch vorschalgen, man nehme 10 berufsschiffer und lasse diese die SSS prüfung machen , ich würd annehmen das 8 durchfallen wenn die prüpfungskommission nicht weis das es sich um berufsschiffer handelt.
zur praktischen teil kann ich auch sagen ist prüfer abhängig , ob einer besteht oder nicht , ich bin auf einigen schiffen als Cokipper gefahren da die außbildung übwer 8 Stunden am stück auf see stattfand so mit manchen würde ich nicht den sprung nach england wagen mit anderen würde ich sofort um die welt segeln.
ich freu mich schon auf die reformen aber ob ich dann noch segel kann
so in 40 jahren weis ich nichi , aber vielleicht meine urenkel


gruß Michael

Weissdorn
19.12.2001, 17:56
Hallo Oliver!

Ich bin auch interessiert an dieser Prüfung teilzunehmen, da man mir sage, daß es zu schade wäre nur BK zu machen, weil dies doch kein amtlicher Schein ist - das ganze Schmatter lernen für einen Schein, der nur in Deutschland Gültigkeit hat.

Ich habe die BK-Theorie-Ausbildung gemacht aber an der Prüfung noch nicht teilgenommen. Ich habe unter der offiziellen Seite von DSV gelesen, daß mindestens 20 Kandidaten für eine SSS-Prüfung sich anmelden müssen, sonst "lohnt sich es nicht" für den DSV.

Nach zwei-maliger nicht Erscheinung zur BK-Prüfung wegen anderen dringenden Termine, haben sie mir meine Anmeldung zurückgeschickt, und jetzt überlege ich ob ich doch lieber SSS mache.

Dies gefällt meinem Ausbilder nicht, da er keine Möglichkeit für die praktische SSS-Ausbildung vorgesehen hat, und so vermittelt er SSS nicht - nur BK. Obwohl seine Argumente für die SKS-Ausbildung waren u.a.,daß dies ein amtlicher Schein ist. Jetzt für SSS sei es plötzlich schwachsinn einen amtlichen Schein zu machen.

Einige haben mir Tips auf dem Weg gegeben:

1) Versuche nicht alle 4 Teile der Prüfung auf einem Termine zu machen. Man kann sich auf höchsten 2 Teile besser konzentrieren und dies würde die Erfolgschancen steigern. Also doch 2 Prüftermine.

2) Kaufe das kleine gelbe Taschenbuch mit den Prüfübungen (trotz Fehler). Ich habe das Schwesterbuch von Rolf Dreyer für die SKS-Prüfung geholt, aber erst nach ich in der Kartenaufgabeprüfung durchgefallen bin (die Zeit rennt). Erst wenn man die Übungen richtig durchboxt hat, schaft man die Kartenaufgabe innerhalb der Zeitperiode. Warum soll dies anderes bei SSS sein?

3) Achte auf der Schule die SSS-Praxisausbildung anbieten. Zu spät stellt man fest, daß die Schule ein Schulschiff anbietet, das nicht für die Prüfung ausgerüstet ist (doch kein Radar).

Vielleicht können wir zusammen eine Gruppe bilden, die SSS machen will, da ich hörte, daß recht wenige Leute Interesse dafür haben. Der DSV hat einen Terminkalendar unter www.dsv.org - Rubik "Führerscheine".

Ich würde gern mit Ihnen(Dir) in Kontakt auftreten. Schreibe(n Sie) mir unter Weissdorn@gmx.de

Grüße und guten Wind!

Weissdorn

Rheinsegler
20.12.2001, 00:07
Ich bin auch interessiert an dieser Prüfung teilzunehmen, da man mir sage, daß es zu schade wäre nur BK zu machen, weil dies doch kein amtlicher Schein ist - das ganze Schmatter lernen für einen Schein, der nur in Deutschland Gültigkeit hat.




Ja was glaubst Du den wo der SSS "Gültigkeit hat"?

Ulonska
20.12.2001, 10:27
Original von Rheinsegler:

Ja was glaubst Du den wo der SSS "Gültigkeit hat"?



Hallo,
Der SSS und SHSS gelten überall, wo Deutsches Recht gilt. Also z.B. auf jedem seegehenden Schiff, dass berechtigt oder sogar verpflichtet ist, die Bundesflagge zu führen- unabhängig davon,wo es sich auf der Welt befindet. Sonst würde ja zB der SHSS auch überhaupt keinen Sinn machen (Deutschland hat keine Rechtsgebiete außerhalb der Schelfmeere bzw. 30 sm von sonstigen Küsten).
Unter bestimmten Bedinungen - zB gewerblicher Betrieb einer Yacht zu Ausbildungszwecken - sind SSS/SHSS damit sogar weltweit vorgeschrieben, wenn der Adenauer hinten dran hängt.

Ob das irgend wen im Ausland interessiert,ist eine ganz andere Frage (meinen hat noch irgend ein Mensch außer mir selbst angeguckt, auch nicht beim einklarieren mit einem Kommerz-Schiff).
Wenn ihr mich fragt: Streit um Kaisers Bart. Macht den SSS, weil ihr Spass dran habt (so wie ich, es lohnt sich!) oder weil ihr ihn für Euren capitano-Job auf einenm deutschen Schiff braucht. Oder lasst es sein.

Gruß
Friedhold

KlausPW
20.12.2001, 11:16
Original von Rheinsegler:

Ja was glaubst Du den wo der SSS "Gültigkeit hat"?

[/quote]

...(Deutschland hat keine Rechtsgebiete außerhalb der Schelfmeere bzw. 30 sm von sonstigen Küsten).
...
Gruß
Friedhold

[/quote]


Waren das mal nicht 3 sm ????

Viele Grüße
Klaus

Ulonska
20.12.2001, 12:25
Original von KlausPW:
...(Deutschland hat keine Rechtsgebiete außerhalb der Schelfmeere bzw. 30 sm von sonstigen Küsten).

Waren das mal nicht 3 sm ????




Hallo Klaus,

die 30 sm beziehen sich auf den SSS. Der gilt (vereinfacht) auf den Schelfmeeren und bis zu 30sm von jeder anderen Küste. Wer noch weiter weg will, der benötigt ggf. den SHS...

Gruß
Friedhold

KlausPW
21.12.2001, 11:40
Original von Ulonska:
Hallo Klaus,

die 30 sm beziehen sich auf den SSS. Der gilt (vereinfacht) auf den Schelfmeeren und bis zu 30sm von jeder anderen Küste. Wer noch weiter weg will, der benötigt ggf. den SHS...

Gruß
Friedhold





Hallo Friedhold!

Wer will den Schein außerhalb der 3sm sehen, bzw. wer ist überhaupt berechtigt meine Befähigungsnachweise im intern. Gewässern zu prüfen??

Was sollte den DSV davon abhalten, demnächst einen Schein herauszugeben, dassen Gültigkeit sich bis auf den Mond erstreckt????

Viele Grüße
Klaus



[ Dieser Beitrag wurde von KlausPW am 21.12.2001 editiert. ]

Ulonska
21.12.2001, 19:32
Original von KlausPW:
Wer will den Schein außerhalb der 3sm sehen, bzw. wer ist überhaupt berechtigt meine Befähigungsnachweise im intern. Gewässern zu prüfen??

Was sollte den DSV davon abhalten, demnächst einen Schein herauszugeben, dassen Gültigkeit sich bis auf den Mond erstreckt????



Hallo Klaus,

ja, das sind sehr berechtigte Fragen.

Wie schon öfters in diesem Forum möcht ich gern raten, den juristischen kram einfach mal zu vergessen. Wer Lust hat, den Schein zu machen, der tu`s (für mich hat sich`s gelohnt, ne ganze Menge gelernt bzw. zur Routine gemacht). Wer keine Lust hat, der lasse es. Die wenigen, die den Schein machen müssen, müssen darüber eh nicht diskutieren...

Trotzdem noch was zu mäkeln 0:))): Der SSS wird nicht vom DSV herausgegeben (das dortige Pendant heißt BK), sondern von der Bundesrepublik Deutschland.

Gruß
Friedhold


P.S.: DAs Wichtigste hätte ich fast vergessen - die tolle Idee mit dem Mond. Deshalb diese Nachbearbeitung.
DAs Problem liegt darin, dass Du vom DSV verlangst, diesen Schein "demnächst" anzubieten. Dazu ist vermutlich eine Satzungsänderung notwendig, denn der DSV dürfte in irgend einer Form auf windgetriebene Fortbewegung durch Wasser festgelegt sein. Wasser gibts aber in Richtung Mond nicht.
Also muss der DSV seine Satzung ändern. Das dürfte aber Jahre dauern, zumal der neue Vorstand sich erst einarbeiten muss. Und dann die ganze Abstimmerei (Überleg mal - Astro ohne Kimm! - Welche Ausbildungsrichtilinien sind dafür zu erlassen? Oder: Fällt die Peilung eines gut erkennbaren Punktes auf der Erde - nehmen wir Kap Hoorn oder den Trasimenischen See - vom Mond aus dann wieder unter "Terrestrische Navigation", gäbe es also eine terrestrische Navigation 1. und 3. Ordnung?).

Ich glaube, ich muss nicht weiter fortfahren - es ist offensichtlich, dass der DSV dieses Thema nicht "demnächst" lösen kann. Sonst wäre er bestimmt gleich eingestiegen (überleg doch mal - jeden Samstag Prüfungstörns ab Cape Canaveral oder so...).




[ Dieser Beitrag wurde von Ulonska am 21.12.2001 editiert. ]

Rheinsegler
21.12.2001, 21:10
(Überleg mal - Astro ohne Kimm! - Welche Ausbildungsrichtilinien sind dafür zu erlassen? Oder: Fällt die Peilung eines gut erkennbaren Punktes auf der Erde - nehmen wir Kap Hoorn oder den Trasimenischen See - vom Mond aus dann wieder unter "Terrestrische Navigation", gäbe es also eine terrestrische Navigation 1. und 3. Ordnung?).




Hallo,

hier meine (absolut ernstgemeinten :-)) Vorschläge:

Astronavigation ist kein Problem. Es wird ein künstlicher Horizont verwendet und extra ein lunanautisches Monatsbuch herausgegeben.

Das Anpeilen von Kap Hoorn vom Mond aus wäre vergleichbar mit dem Anpeilen eines Mondkraters von der Erde aus und wird deshalb erst im SHS-Stoff behandelt (das Wort HOCHsee kriegt da doch endlich seinen wahren Sinn).

Für eine, den Ansprüchen des DSV genügende, lunaische Navigation werden ausreichend Leuchtfeuer und andere Seezeichen installiert.

Nur für die Sache mit dem fehlenden Wasser will mir nichts passendes einfallen. Außerdem ist Segeln ohne Atmosphäre zeimlich problematisch.

Frohe Weihnachten

Alexander