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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beleuchtung auf Segelbooten



Steffihaifisch
18.12.2001, 21:44
Ab welcher Bootsgröße muß eine Beleuchtung vorhanden sein.

kleinekrise
18.12.2001, 22:36
bei motorisierung glaub ich immer. sonst reicht es wenn du bei einem segelboot unter 7m glaub ich die segel mit ner taschenlampe naleuchten kannst.
--
mfg pascal
http://www.kleine-krise.de

pascal@kleine-krise.de

Rheinsegler
19.12.2001, 00:09
Original von Steffihaifisch:
Ab welcher Bootsgröße muß eine Beleuchtung vorhanden sein.



Bei Nacht oder unsichtigem Wetter brauchst Du immer eine Beleuchtung. Unter 7 m Bootslänge und!!! 7 kn Höchstgeschwindigkeit gibts Erleichterung, verlangt wird ein weißes Rundumlicht für ein Maschinenfahrzeug, bei einem Segler genügt eine Elektro- Gas- oder Petroleumlampe, die rechtzeitig gezeigt werden muß. Ab 7 m brauchst Du mindestens eine Dreifarbenlaterne (nur Segler), unter Maschine müssen Toplicht, Seitenlichter und Hecklicht geführt werden, wobei die Seitenlichter in einer Zweifarbenlaterne, Top- und Hecklicht in einem weißen Rundumlicht zusammengefaßt sein dürfen. Ab 12 m gilt volle Ausrüstungspflicht, ab 20 m darf die Dreifarbenleuchte nicht mehr verwendet werden.

Übrigens: Genau kann man das alles nachlesen in:
KVR
Seeschiffahrtsstraßen-Ordnung
Binnenschiffahrts-Ordnung
und andere lokale Vorschriften.
Zum Studium dieser Machwerke bist Du ohnehin verpflichtet, wenn Du die entsprechenden Gewässer befahren willst (Seemännische Sorgfaltspflicht).

Gruß

Alexander

Moses
19.12.2001, 00:12
hallo-

grundsätzlich gilt: eine Beleuchtung muß immer vorhanden sein. Sie ist mindestens in der Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang einzuschalten, zusätzlich auch bei Bedarf (unsichtiges Wetter u.ä.). In der Regel muß sie elektrisch ausgeführt und fest installiert sein. Nur wenn das nicht möglich ist (z.B. auf einem kleinen offenen Boot) kann auf Segelbooten unter 7 m LüA und auf Fahrzeugen unter Ruder eine elektrische Lampe oder eine angezündete Laterne mit einem weißen Licht verwendet werden. Sie muß gebrauchsfertig zur Hand gehalten und rechtzeitig gezeigt werden, um einen Zusammenstoß zu verhüten. (teilw. zitiert aus den KVR)
Im Binnenbereich kenne ich mich nicht so genau aus, aber ich habe diese Ausnahmeregelung in der Binnenschiffahrtsstraßenordnung nicht gefunden.

Gruß Moses.

Sailin-Duo
19.12.2001, 02:27
Ahoy `Light Buoy`

Ohne das sie in europa bedeutung haben, hier einfach zur allg. information unsere rules:



Navigation Lights
Recreational vessels are required to display navigation lights between sunset and sunrise and other periods of reduced visibility (fog, rain, hazy, etc.). The U.S. Coast Guard Navigation Rules, International-Inland, specifies lighting requirements for every description of water craft. The information provided here is intended for power-driven and sailing vessels less than 65.5 feet/20 meters in length.

Power-driven Vessels

If your vessel is less than 65.5 feet/20 meters in length, then it must display navigation lights as per figure 2.

If your vessel is less than 39.4 feet/12 meters in length, then it may display navigation lights per Figure 2.

...

If your vessel is less than 23 feet/7 meters in length and its maximum speed cannot exceed 7 knots, then it may display an all-around white light, and if practicable, sidelights instead of the lights prescribed previously. (For International Rules only).

...

For vessels less than 39.4 feet/12 meters in length, the masthead or all-around white light must be at least 1 meter above the sidelights.

Sidelights may be a combination light instead of two separate lights.

...

Sailing Vessels


If your vessel is less than 65.6 feet/20 meters in length, then it must display navigation lights shown in Figures 3, 4, or 5.





Nachdem unsere rules auf bestimmte `figures` verweist, hier ist der link. (http://www.uscgboating.org/reg/reg_fr_equipReq_navRulesNLights.asp#NavLights) .


Also, ohne verbindlichkeit, `just for fun` =;->

Cheers my Sail-Lords ...


--
"All full ahead" (http://www.geocities.com/bluepacificsailing)

Capt. U
Marina Del Rey, CA
United States of America

Rheinsegler
19.12.2001, 08:57
Hallo Capt. U,

Eure Regeln entsprechen exakt der KVR.

Gruß

Alexander

Sven
19.12.2001, 12:45
Und hier als besonderer Service zu Weihnachten die relevanten Punkte der KVR im Auszug: ;-)

Wer mag kanns nachlesen

Grüsse aus der Kälte

Sven

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Teil C: Lichter und Signalkörper

Regel 20 Anwendung
(a) Die Regeln dieses Teiles müssen bei jedem Wetter befolgt werden.
(b) Die Regeln über Lichter müssen zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang befolgt werden; während dieser Zeit dürfen keine Lichter geführt oder gezeigt werden, die mit den in diesen Regeln genannten Lichtern verwechselt werden können, deren Sichtbarkeit oder Unterscheidungsmöglichkeit beeinträchtigen oder den gehörigen Ausguck behindern.

(c) Die in diesen Regeln vorgeschriebenen Lichter müssen, wenn sie mitgeführt werden, bei verminderter Sicht auch zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang geführt oder gezeigt werden; in allen anderen Fällen dürfen sie geführt oder gezeigt werden, wenn es für erforderlich gehalten wird.
(d) Die Regeln über Signalkörper müssen am Tage befolgt werden.
(e) Die in diesen Regeln genannten Lichter und Signalkörper müssen den Bestimmungen der Anlage I entsprechen.

Regel 21 Begriffsbestimmungen

(a) "Topplicht" bedeutet ein weißes Licht über der Längsachse des Fahrzeugs, das unbehindert über einen Horizontbogen von 225 Grad scheint, und zwar von recht voraus bis 22,5 Grad achterlicher als querab nach jeder Seite.
(b) "Seitenlichter" bedeutet ein grünes Licht an der Steuerbordseite und ein rotes Licht an der Backbordseite, die jeweils unbehindert über einen Horizontbogen von 112,5 Grad scheinen, und zwar nach der betreffenden Seite von rechtvoraus bis 22,5 Grad achterlicher als querab. Auf einem Fahrzeug von weniger als 20 Meter Länge dürfen die Seitenlichter in einer Zweifarbenlaterne über der Längsachse geführt werden.

(c) "Hecklicht" bedeutet ein weißes Licht, das so nahe wie möglich am Heck angebracht ist und das unbehindert über einen Horizontbogen von 135 Grad scheint, und zwar von recht achteraus 67,5 Grad nach jeder Seite.
(d) "Schlepplicht" bedeutet ein gelbes Licht mit den Eigenschaften des unter Buchstabe c beschriebenen Hecklichts.
(e) "Rundumlicht" bedeutet ein Licht, das unbehindert über einen Horizontbogen von 360 Grad scheint.
(f) "Funkellicht" bedeutet ein Licht mit 120 oder mehr regelmäßigen Lichterscheinungen in der Minute.

Regel 22 Tragweite der Lichter
Die in diesen Regeln vorgeschriebenen Lichter müssen die in Abschnitt 8 der Anlage I angegebenen Lichtstärken haben, so dass folgende Mindesttragweiten erreicht werden:

(a) auf Fahrzeugen von 50 und mehr Meter Länge

- Topplicht, 6 Seemeilen;
- Seitenlicht, 3 Seemeilen;
- Hecklicht, 3 Seemeilen;
- Schlepplicht, 3 Seemeilen;
- weißes, rotes, grünes oder gelbes Rundumlicht, 3 Seemeilen.

(b) Auf Fahrzeugen von 12 und mehr, jedoch weniger als 50 Meter Länge

- Topplicht 5 Seemeilen; auf Fahrzeugen von weniger als 20 Meter Länge 3 Seemeilen;
- Seitenlicht, 2 Seemeilen;
- Hecklicht, 2 Seemeilen;
- Schlepplicht, 2 Seemeilen;
- weißes, rotes, grünes oder gelbes Rundumlicht 2 Seemeilen.

(c) Auf Fahrzeugen von weniger als 12 Meter Länge

- Topplicht 2 Seemeilen;
- Seitenlicht, 1 Seemeile;
- Hecklicht, 2 Seemeilen;
- Schlepplicht, 2 Seemeilen;
- weißes, rotes, grünes oder gelbes Rundumlicht 2 Seemeilen.

(d) Auf schwer erkennbaren, teilweise getauchten Fahrzeugen oder Gegenständen, die geschleppt werden,

- weißes Rundumlicht 3 Seemeilen.

Regel 23 Maschinenfahrzeuge in Fahrt
(a) Ein Maschinenfahrzeug in Fahrt muss führen
(i) ein Topplicht vorn;
(ii) ein zweites Topplicht achterlicher und höher als das vordere; ein Fahrzeug von weniger als 50 Meter Länge kann ein solches Licht führen, ist jedoch nicht dazu verpflichtet;
(iii) Seitenlichter;
(iv) ein Hecklicht.
(b) Ein Luftkissenfahrzeug, das im nichtwasserverdrängenden Zustand navigiert, muss außer den unter Buchstabe a vorgeschriebenen Lichtern ein gelbes Rundumlicht als Funkellicht führen.

(c) (i) Ein Maschinenfahrzeug von weniger als 12 Meter Länge darf anstelle der unter Buchstabe a vorgeschriebenen Lichter ein weißes Rundumlicht und Seitenlichter führen;
(ii) ein Maschinenfahrzeug von weniger als 7 Meter Länge, dessen Höchstgeschwindigkeit 7 Knoten nicht übersteigt, darf anstelle der unter Buchstabe a vorgeschriebenen Lichter ein weißes Rundumlicht und muss, wenn möglich, außerdem Seitenlichter führen;
(iii) das Topplicht oder das weiße Rundumlicht auf einem Maschinenfahrzeug von weniger als 12 Meter Länge darf außerhalb der Längsachse des Fahrzeugs geführt werden, wenn die Anbringung über der Längsachse nicht möglich ist, vorausgesetzt, dass die Seitenlichter in einer Zweifarbenlaterne über der Längsachse des Fahrzeugs geführt oder so nahe wie möglich in derselben Längsachse wie das Topplicht oder das weiße Rundumlicht angebracht werden.

Regel 24 Schleppen und Schieben
(a) Ein schleppendes Maschinenfahrzeug muss führen
(i) anstelle des in Regel 23 Buchstabe a Ziffer i oder ii vorgeschriebenen Lichtes zwei Topplichter senkrecht übereinander. Wenn der Schleppzug vom Heck des schleppenden Fahrzeugs bis zum Ende des Anhangs länger als 200 Meter ist, drei solche Lichter senkrecht übereinander;
(ii) Seitenlichter;
(iii) ein Hecklicht;
(iv) ein Schlepplicht senkrecht über dem Hecklicht;
(v) wenn der Schleppzug länger als 200 Meter ist, einen rhombusförmigen Signalkörper dort, wo er am besten gesehen werden kann.

(b) Sind ein schiebendes und ein geschobenes Fahrzeug zu einer zusammengesetzten Einheit starr miteinander verbunden, so gelten sie als ein Maschinenfahrzeug und müssen die in Regel 23 vorgeschriebenen Lichter führen.
(c) Ein schiebendes oder längsseits schleppendes Maschinenfahrzeug muss, ausgenommen im Fall einer zusammengesetzten Einheit, führen
(i) anstelle des in Regel 23 Buchstabe a Ziffer i oder ii vorgeschriebenen Lichtes zwei Topplichter senkrecht übereinander;

(ii) Seitenlichter:
(iii) ein Hecklicht.
(d) Ein Maschinenfahrzeug, für das Buchstabe a oder c dieser Regel gilt, muss auch Regel 23 Buchstabe a Ziffer ii befolgen.
(e) Ein geschlepptes Fahrzeug oder ein geschleppter Gegenstand mit Ausnahme der unter Buchstabe g genannten muss führen
(i) Seitenlichter;
(ii) ein Hecklicht;
(iii) wenn der Schleppzug länger als 200 Meter ist, einen rhombusförmigen Signalkörper dort, wo er am besten gesehen werden kann.

(f) In beliebiger Anzahl längsseits geschleppte oder in einer Gruppe geschobene Fahrzeuge müssen die Lichter wie ein einzelnes Fahrzeug führen, wobei
(i) ein geschobenes Fahrzeug, das nicht Teil einer zusammengesetzten Einheit ist, vorn Seitenlichter führen muss;
(ii) ein längsseits geschlepptes Fahrzeug ein Hecklicht und vorn Seitenlichter führen muss.
(g) Ein schwer erkennbares, teilweise getauchtes geschlepptes Fahrzeug oder ein schwer erkennbarer, teilweise getauchter geschleppter Gegenstand oder eine Kombination solcher Fahrzeuge oder Gegenstände muss führen

(i) bei einer Breite von weniger als 25 Meter je ein weißes Rundumlicht an oder nahe dem vorderen und hinteren Ende, wobei Transportschläuche das vordere Licht nicht zu führen brauchen;
(ii) bei einer Breite von 25 und mehr Meter zwei zusätzliche weiße Rundumlichter an oder nahe den Außenseiten;
(iii) bei einer Länge von mehr als 100 Meter zusätzliche weiße Rundumlichter zwischen den unter den Ziffern i und ii vorgeschriebenen Lichtern, so dass der Abstand zwischen den Lichtern nicht mehr als 100 Meter beträgt;

(iv) einen rhombusförmigen Signalkörper an oder nahe dem äußersten Ende des letzten geschleppten Fahrzeugs oder Gegenstands und, wenn der Schleppzug länger als 200 Meter ist, zusätzlich einen rhombusförmigen Signalkörper dort, wo er am besten gesehen werden kann, und soweit vorn wie möglich.
(h) Kann ein geschlepptes Fahrzeug oder ein geschleppter Gegenstand die unter Buchstabe e oder g vorgeschriebenen Lichter oder Signalkörper aus einem vertretbaren Grund nicht führen, so müssen alle möglichen Maßnahmen getroffen werden, um das geschleppte Fahrzeug oder den geschleppten Gegenstand zu beleuchten oder die Anwesenheit eines solchen Fahrzeugs oder Gegenstands zumindest erkennbar zu machen.

(i) Kann ein üblicherweise nicht bei Schleppvorgängen eingesetztes Fahrzeug aus einem vertretbaren Grund die unter Buchstabe a oder c vorgeschriebenen Lichter nicht zeigen, so braucht es diese Lichter nicht zu führen, wenn es ein anderes Fahrzeug schleppt, das sich in Not befindet oder aus anderen Gründen Hilfe benötigt. Es müssen alle nach Regel 36 zulässigen möglichen Maßnahmen getroffen werden, um die Art der Verbindung zwischen dem schleppenden Fahrzeug und dem geschleppten Fahrzeug erkennbar zu machen, insbesondere durch Anleuchten der Schleppleine.

Regel 25 Segelfahrzeuge in Fahrt und Fahrzeuge unter Ruder
(a) Ein Segelfahrzeug in Fahrt muss führen
(i) Seitenlichter;
(ii) ein Hecklicht.
(b) Auf einem Segelfahrzeug von weniger als 20 Meter Länge dürfen die unter Buchstabe a vorgeschriebenen Lichter in einer Dreifarbenlaterne vereinigt werden, die an oder nahe der Mastspitze dort angebracht ist, wo sie am besten gesehen werden kann.
(c) Ein Segelfahrzeug in Fahrt darf zusätzlich zu den unter Buchstabe a vorgeschriebenen Lichtern an oder nahe der Mastspitze zwei Rundumlichter senkrecht übereinander dort führen, wo sie am besten gesehen werden können, und zwar das obere rot und das untere grün; diese Lichter dürfen jedoch nicht zusammen mit der Dreifarbenlaterne nach Buchstabe b geführt werden.

(d) (i) Ein Segelfahrzeug von weniger als 7 Meter Länge muss, wenn möglich, die unter Buchstabe a oder b vorgeschriebenen Lichter führen; andernfalls muss eine elektrische Lampe oder eine angezündete Laterne mit einem weißen Licht gebrauchsfertig zur Hand gehalten und rechtzeitig gezeigt werden, um einen Zusammenstoß zu verhüten.
(ii) Ein Fahrzeug unter Ruder darf die in dieser Regel für Segelfahrzeuge vorgeschriebenen Lichter führen; andernfalls muss eine elektrische Lampe oder eine angezündete Laterne mit einem weißen Licht gebrauchsfertig zur Hand gehalten und rechtzeitig gezeigt werden, um einen Zusammenstoß zu verhüten.

(e) Ein Fahrzeug unter Segel, das gleichzeitig mit Maschinenkraft fährt, muss im Vorschiff einen Kegel - Spitze unten - dort führen, wo er am besten gesehen werden kann.

Regel 26 Fischereifahrzeuge
(a) Ein fischendes Fahrzeug in Fahrt oder vor Anker darf nur die in dieser Regel vorgeschriebenen Lichter und Signalkörper führen.
(b) Ein fischender Trawler, das heißt ein Fahrzeug, das ein Schleppnetz oder ein anderes Fanggerät durchs Wasser schleppt, muss führen

(i) zwei Rundumlichter senkrecht übereinander, das obere grün und das untere weiß, oder ein Stundenglas;
(ii) ein Topplicht achterlicher und höher als das grüne Rundumlicht ein Fahrzeug von weniger als 50 Meter Länge kann ein solches Licht führen, ist jedoch nicht dazu verpflichtet;
(iii) bei Fahrt durchs Wasser zusätzlich zu den unter diesem Buchstaben vorgeschriebenen Lichtern Seitenlichter und Hecklicht.
(c) Ein fischendes Fahrzeug, das nicht trawlt, muss führen

(i) zwei Rundumlichter senkrecht übereinander, das obere rot und das untere weiß, oder ein Stundenglas;
(ii) bei ausgebrachtem Fanggerät, das waagerecht mehr als 150 Meter ins Wasser reicht, ein weißes Rundumlicht oder einen Kegel - Spitze oben in Richtung des Fanggeräts
(iii) bei Fahrt durchs Wasser zusätzlich zu den unter diesem Buchstaben vorgeschriebenen Lichtern Seitenlichter und ein Hecklicht.
(d) Die zusätzlich zu diesen Regeln in Anlage II beschriebenen Signale gelten für ein fischendes Fahrzeug, das sich in nächster Nähe anderer fischender Fahrzeuge befindet.

(e) Ein nicht fischendes Fahrzeug darf die in dieser Regel vorgeschriebenen Lichter oder Signalkörper nicht führen, sondern nur die für ein Fahrzeug seiner Länge vorgeschriebenen.

Regel 27 Manövrierunfähige oder manövrierbehinderte Fahrzeuge
(a) Ein manövrierunfähiges Fahrzeug muss führen
(i) zwei rote Rundumlichter senkrecht übereinander dort, wo sie am besten gesehen werden können;
(ii) zwei Bälle oder ähnliche Signalkörper senkrecht übereinander dort, wo sie am besten gesehen werden können;

(iii) bei Fahrt durchs Wasser zusätzlich zu den unter diesem Buchstaben vorgeschriebenen Lichtern Seitenlichter und ein Hecklicht.
(b) Ein manövrierbehindertes Fahrzeug, ausgenommen ein Fahrzeug beim Minenräumen, muss führen
(i) drei Rundumlichter senkrecht übereinander dort, wo sie am besten gesehen werden können. Das obere und das untere Licht müssen rot, das mittlere muss weiß sein;
(ii) drei Signalkörper senkrecht übereinander dort, wo sie am besten gesehen werden können. Der obere und der untere Signalkörper müssen Bälle, der mittlere muss ein Rhombus sein;

(iii) bei Fahrt durchs Wasser zusätzlich zu den unter Ziffer i vorgeschriebenen Lichtern ein Topplicht oder mehrere Topplichter sowie Seitenlichter und ein Hecklicht;
(iv) vor Anker zusätzlich zu den unter den Ziffern i und ii vorgeschriebenen Lichtern oder Signalkörpern das Licht, die Lichter oder den Signalkörper nach Regel 30.
(c) Ein schleppendes Maschinenfahrzeug muss während eines Schleppvorgangs, bei dem das schleppende Fahrzeug und sein Anhang erheblich behindert sind, vom Kurs abzuweichen, zusätzlich zu den in Regel 24 Buchstabe a vorgeschriebenen Lichtern oder Signalkörpern die unter Buchstabe b Ziffern i und ii dieser Regel vorgeschriebenen Lichter oder Signalkörper führen.

(d) Ein manövrierbehindertes Fahrzeug, das baggert oder Unterwasserarbeiten ausführt, muss die unter Buchstabe b Ziffern i, ii und iii vorgeschriebenen Lichter oder Signalkörper führen, bei Behinderung außerdem
(i) zwei rote Rundumlichter oder zwei Bälle senkrecht übereinander, um die Seite anzuzeigen, an der die Behinderung besteht;
(ii) zwei grüne Rundumlichter oder zwei Rhomben senkrecht übereinander, um die Passierseite für ein anderes Fahrzeug anzuzeigen;
(iii) vor Anker anstelle der Lichter oder des Signalkörpers nach Regel 30 die unter diesem Buchstaben vorgeschriebenen Lichter oder Signalkörper.

(e) Macht die Größe eines Fahrzeugs bei Taucherarbeiten es unmöglich, alle unter Buchstabe d vorgeschriebenen Lichter und Signalkörper zu führen, so sind zu führen
(i) drei Rundumlichter senkrecht übereinander dort, wo sie am besten gesehen werden können. Das obere und das untere Licht müssen rot, das mittlere muss weiß sein;
(ii) die Flagge "A" des Internationalen Signalbuchs als Tafel von mindestens 1 Meter Höhe. Ihre Rundumsichtbarkeit muss sichergestellt sein.

(f) Ein Fahrzeug beim Minenräumen muss zusätzlich zu den in Regel 23 vorgeschriebenen Lichtern für Maschinenfahrzeuge oder zu den Lichtern oder dem Signalkörper nach Regel 30 für ein Fahrzeug vor Anker drei grüne Rundumlichter oder drei Bälle führen. Eines dieser Lichter oder einer dieser Signalkörper muss nahe dem Vormasttopp und eines oder einer an jedem Ende der vorderen Rah geführt werden. Diese Lichter oder Signalkörper zeigen an, dass es für andere Fahrzeuge gefährlich ist, sich dem Minenräumfahrzeug auf weniger als 1000 Meter zu nähern.

(g) Fahrzeuge von weniger als 12 Meter Länge, mit Ausnahme solcher Fahrzeuge, die Taucherarbeiten durchführen, brauchen die in dieser Regel vorgeschriebenen Lichter und Signalkörper nicht zu führen.
(h) Die in dieser Regel vorgeschriebenen Signale sind keine Notsignale, durch die Hilfeleistung verlangt wird. Solche Signale sind in Anlage IV aufgeführt.

Regel 28 Tiefgangbehinderte Fahrzeuge
Ein tiefgangbehindertes Fahrzeug darf zusätzlich zu den in Regel 23 für Maschinenfahrzeuge vorgeschriebenen Lichtern drei rote Rundumlichter senkrecht übereinander oder einen Zylinder dort führen, wo sie am besten gesehen werden können

Regel 29 Lotsenfahrzeuge
(a) Ein Fahrzeug im Lotsdienst muss führen
(i) an oder nahe dem Masttopp zwei Rundumlichter senkrecht übereinander, das obere weiß und das untere rot;
(ii) in Fahrt zusätzlich Seitenlichter und ein Hecklicht;
(iii) vor Anker zusätzlich zu den unter Ziffer i vorgeschriebenen Lichtern das Licht oder die Lichter oder den Signalkörper, die in Regel 30 für Fahrzeuge vor Anker vorgeschrieben sind.
(b) Ein Lotsenfahrzeug, das nicht im Lotsdienst ist, muss die für ein Fahrzeug seiner Länge vorgeschriebenen Lichter oder Signalkörper führen.

Regel 30 Fahrzeuge vor Anker und auf Grund
(a) Ein Fahrzeug vor Anker muss dort, wo sie am besten gesehen werden können, führen
(i) im vorderen Teil ein weißes Rundumlicht oder einen Ball;
(ii) an oder nahe dem Heck ein weißes Rundumlicht niedriger als das Licht nach Ziffer i.
(b) Ein Fahrzeug vor Anker von weniger als 50 Meter Länge darf anstelle der unter Buchstabe a vorgeschriebenen Lichter ein weißes Rundumlicht dort führen, wo es am besten gesehen werden kann.

(c) Ein Fahrzeug vor Anker darf auch die vorhandenen Deckslichter oder gleichwertige Lichter zur Beleuchtung des Decks einschalten; ist das Fahrzeug 100 und mehr Meter lang, so ist es dazu verpflichtet.
(d) Ein Fahrzeug auf Grund muss die unter Buchstabe a oder b vorgeschriebenen Lichter führen und zusätzlich dort, wo sie am besten gesehen werden können,
(i) zwei rote Rundumlichter senkrecht übereinander;
(ii) drei Bälle senkrecht übereinander.
(e) Ein Fahrzeug von weniger als 7 Meter Länge vor Anker, das sich nicht in einem engen Fahrwasser, einer Fahrrinne oder auf einer Reede oder in der Nähe davon oder dort befindet, wo andere Fahrzeuge in der Regel fahren, braucht nicht die unter den Buchstaben a und b vorgeschriebenen Lichter oder den vorgeschriebenen Signalkörper zu führen.

(f) Ein Fahrzeug von weniger als 12 Meter Länge auf Grund braucht nicht die unter Buchstabe d Ziffern i und ii vorgeschriebenen Lichter oder Signalkörper zu führen.

Regel 31 Wasserflugzeuge
Kann ein Wasserflugzeug keine Lichter und Signalkörper führen, deren Eigenschaften oder Anordnung den Regeln dieses Teiles entsprechen, so muss es Lichter und Signalkörper führen, deren Eigenschaften und Anordnung möglichst ähnlich sind.




[ Dieser Beitrag wurde von Sven am 19.12.2001 editiert. ]

[ Dieser Beitrag wurde von Sven am 19.12.2001 editiert. ]

Sailin-Duo
19.12.2001, 16:42
Original von Rheinsegler:
Hallo Capt. U,

Eure Regeln entsprechen exakt der KVR.

Gruß

Alexander



Ahoy Rheinsegler:

Und da soll noch einer sagen, dass Deutsche Behoerden nicht weltweit operieren! =;->


Merry X-Mas


--
"All full ahead" (http://www.geocities.com/bluepacificsailing)

Capt. U
Marina Del Rey, CA
United States of America

Rheinsegler
19.12.2001, 17:55
Und da soll noch einer sagen, dass Deutsche Behoerden nicht weltweit operieren! =;->




Die haben das doch auch nur abgeschrieben.

Gruß

Alexander

FBrinken
19.12.2001, 17:57
Die haben das doch auch nur abgeschrieben.

Gruß

Alexander

[/quote]

Aber einer hat Englisch können!
( hat vermutlich Erschwerniszulage gekriegt )

Frank

Ulonska
19.12.2001, 18:10
Original von Rheinsegler:


Und da soll noch einer sagen, dass Deutsche Behoerden nicht weltweit operieren! =;->




Die haben das doch auch nur abgeschrieben.

Gruß

Alexander




Klar abgeschrieben - haben die Deutschen. Unsere KVR sind doch nix anderes als die IMO-authorisierte Übersetzung der ColReg (Original ist meines Wissens Englisch).
Gibts aber sicher auch in Französisch, Spanisch, Italienisch...

Gruß
Friedhold

Rheinsegler
20.12.2001, 00:02
Original von Ulonska:


Original von Rheinsegler:


Und da soll noch einer sagen, dass Deutsche Behoerden nicht weltweit operieren! =;->




Die haben das doch auch nur abgeschrieben.

Gruß

Alexander




Klar abgeschrieben - haben die Deutschen. Unsere KVR sind doch nix anderes als die IMO-authorisierte Übersetzung der ColReg (Original ist meines Wissens Englisch).
Gibts aber sicher auch in Französisch, Spanisch, Italienisch...

Gruß
Friedhold




Hallo,

nichts anderes meinte ich damit. Die deutschen Behörden haben die ColReg abgeschrieben, drum haben die Amerikaner so ähnliche Regelungen.

Gruß

Alexander