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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ende der Fahnenstange



Maring
20.01.2003, 04:48
Als Eidgenosse freut es mich außerordentlich, dass die Flagge der Schweizer Alpenmarine nun ganz oben weht. Unsere Gastarbeiter haben gut getickt, die Erwartungen erfüllt, und der Louis Vuitton Cup wurde um 80 Millionen $ billiger geholt, als Konkurrenz aufgewendet hat. Das ist effizientes Management! Als Kleinaktionär der SAP freut mich besonders, dass dabei die Oracle versenkt wurde. Es kommt vielleicht noch besser: Larry Ellison will, nach dem Vorbild von Baron Bic u. A. weitermachen, und dabei noch ein paar 100 Millionen mehr aufs Wasser setzen, anstatt die Produkte von Oracle zu verbessern. Vielleicht hilft das den Kurs der SAP –Aktien wieder in den grünen Bereich zu bringen. Der America Cup bereitet wirklich viel Freude. Es ist aber zu hoffen, dass weiterhin nicht die Kraft der Moneten, sondern die Innovationskraft, Kreativität und Genialität gewinnt. Dann müssten wir auch nicht rätseln, wo nun der nächste Cup ausgetragen wird. Falls das echt neue Boot der Kiwis nicht schneller ist, als die Alinghi, haben sie selbst schuld.
kurt.maring@bigpond.com

sisik
20.01.2003, 16:51
Herzlichen Glückwunsch Maring

Unabhängig vom Ausgang des Finale wirst Dich jedenfalls
wieder riesig freuen - entweder als Eidgenosse oder als
Aktionär.

sprotzl
20.01.2003, 17:54
Steckt Ellison da nicht hauptsächlich mit seinem Privatvermögen drin? Der ist doch schon seit Jahren bei allem dabei was teuer ist- und das sehr erfolgreich (man denke an seine Maxi Sayonara). Und der Ausgang gerade der letzten Regatten hat doch gezeigt, daß das für Alinghi auch anders hätte enden können- Ineffizient war Oracle sicherlich nicht. Und bei der Medienpräsenz war das ja auch sicherlich kein schlecht angelegtes Sponsoring-Geld für Oracle und BMW. *hmm* damit, daß Innovationskraft,Kreativität und Genialität gewinnen sollten hast Du ja recht. Aber es ist doch Sonnenklar, daß die besten Leute in diesen Bereichen genau da arbeiten, wo sie am meisten Knete dafür bekommen. Und wer viel Kohle investiert kann auch mehr ausprobieren- hat das nicht auch was mit Innovationskraft zu tun? Außerdem ist es doch egal ob ein Syndikat nun 80 oder 120 Mio.$ investiert- es ist in jedem Fall eigentlich viel zu viel Knete für ein "Hobby" von ein paar Enthusiasten. Segeln ist nunmal teuer.
Die Kiwis haben ja nun ein riesiges Problem- die Alinghi konnte sich die ganze Zeit mit anderen messen, ist Regatten gesegelt und konnte austesten wo sie steht und im Wettkampf optimieren. Das hatten die Neuseeländer nicht- sie treten also im Grunde in den AC ein wie die anderen Syndikate in den LVC gegangen sind. Und während des LVC`s sind die Boote bekanntlich erheblich schneller geworden (oder rausgeflogen). Deshalb wird es für die Neuseeländer schwierig das volle Potential ihres Schiffes zu nutzen.
Gruß Ole