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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Surfer???



Segelgrufti
26.04.2005, 10:05
Hallo Sportsegler.
Gibts hier eigentlich keine Wellenreiter??
Mit denen man sich mal ordentlich über Windsurfen
unterhalten kann. Z.B. über das Thema: *es gibt kein
Bier auf Hawai* Jemand hier der das bezeugen kann?
Ersatzweise geht auch ein Schnack über die Schnellsurferszene im Süden von Fuerte. Ist eigentlich
in Renesse noch was los? Pinkelt man beim surfen unter
5 ° C immer noch in den Nassanzug ums schön warm zu haben?
Oder macht man das heutzutage schon in den Trockenanzug[g]?

Also: keine sportlichen Stehsegler hier???
Wird doch langsam langweilig mit diesen Dickschiffschläfern!!

bisse Tage
Grufti

carpe_diem
26.04.2005, 16:36
Hallo Grufti,

da ich meinen Lebensunterhalt immer noch selbst verdienen muß, muß ich Prioritäten setzen, sonst wird`s nichts halbes und nichts ganzes; und da steht bei mir das Schiff seit Jahren vorn. Allerdings juckt`s mich doch immer wieder, wenn ich das letzte mir verbliebene Brett unbenutzt an der Garagenwand hängen sehe. Aber darüber ratschen kann man ja trotzdem. Fang mal an mit einem Surfthema; mal sehen, ob ich noch mitreden kann.

Gruß

Benno

P.S.: Über Hawaii oder Fuerte weiß ich nix; mit vier Brettern hätten die mich auch nie in den Flieger gelassen. Aber Tarifa sagt mir was.

Segelgrufti
26.04.2005, 23:41
Original von carpe_diem:
Hallo Grufti,

da ich meinen Lebensunterhalt immer noch selbst verdienen muß, muß ich Prioritäten setzen, sonst wird`s nichts halbes und nichts ganzes; und da steht bei mir das Schiff seit Jahren vorn. Allerdings juckt`s mich doch immer wieder, wenn ich das letzte mir verbliebene Brett unbenutzt an der Garagenwand hängen sehe. Aber darüber ratschen kann man ja trotzdem. Fang mal an mit einem Surfthema; mal sehen, ob ich noch mitreden kann.

Gruß

Benno

P.S.: Über Hawaii oder Fuerte weiß ich nix; mit vier Brettern hätten die mich auch nie in den Flieger gelassen. Aber Tarifa sagt mir was.


Na endlich mal ein Dickschiffschläfer der auch sportlich segelt:-))

Bei mir hat das so um 1975 angefangen. Habe ich im Hafen von
Le Treport (franz. Kanalküste) zum ersten Mal einen Surfer gesehen.
Son Engländer, der vom Segelboot aus surfte. Menschmeier,
dachte ich, wer segeln kann der kann doch surfen mit links.
Das war der Anfang vom Ende. Wieder zurück am Ijsselmeer mit
meiner 22 ft. YACHT:-)) habe ich mir dann mal so ein Brett
ausgeliehen. Gab es noch diese *Ostermann* Monster. Und es kam
wie es kommen musste, nichts funktionierte. War dann aus mit
surfen und man schimpfte wieder über diese Stupidos, die
ausgerechnet bei viel wind in der Hafeneinfahrt vom Brett fielen.

Aber ein Segler lässt nicht nach. Oder? Also paar Jahre später
auf Malle wieder probiert. Aber auf dem Meer surfen lernen
ist nicht leicht. Also wieder Pause. Und erst mal auf einem
Binnensee probiert. Und schwups, das Chaos beginnt.

Jahrelang dann ein/zwei Bretter auf den jeweiligen Booten
mitransportiert. Sah schick aus und man galt als sporlich.
Brachte aber nicht wirklich was, denn Liegeplatz war engl. Channel.
Da ist blöd zu ankern (Strömung) und von bord aus zu surfen.
Vor allen dingen, wenn man (mittlerweile) fortgeschritten ist
und nur noch mit dem Sinker ab Bft. 6 aufs Wasser will.
Und vom Yachthafen aus mit dem Brett unterm Arm zum Beach
war auch ein weiter Weg.

Aber es gab auch *wilde* Zeiten: Mit zwei Brettern und dem ganzen
*Gedöns* in den Flieger und ab nach Canaren z.B.
War so um 1985. Gab es noch eine *Szene* da. Und im Sommer den NO Passat. Unübertrefflich für Windsurfer. An den *Spots* (z.B. El Medano/Tenerife oder Esquinzo/Fuerte jeden Tag Bft. 6-8.
Herrliche Zeiten!!

Gab auch schon mal im Spätherbst eine Tagestour nach Renesse/NL.
Zur damaligen Zeit DAS Surfrevier in der näheren Umgebung.
Tarifa ist natürlich ebenfalls bekannt, war leider nie dort.

Na ja, und heutzutage reicht es lediglich zum tricksurfen
während des Urlaubs vom Boot. Dickschiff ist schliesslich
nicht alles!! Meist jedoch wird Cat gefahren.
Aber surfen nach wie vor grosse Liebe.

Also Dickschiff steht bei mir seit 3-4 Jahren etwas hinten an.
Zähle zwar auch (noch) zur arbeitenden Bevölkerung, bin aber
selbstständig. Kann es mir also zeitlich einteilen.
Mehr und mehr geht`s in den Flieger in den Süden. Meist in
Clubs. Etwas Cat segeln, mal wieder surfen, intensiv Tennis
und ab und an Beachvolleyball. Letzteres alleine schon
wg. den Beachballerinas:-) Boot liegt dann gemütlich am Steg
und freut sich über die herrliche Ruhe:-)

Drei Bretter hängen nun im Keller und wissen nicht wohin.
Eins ist Custom made und noch vom guten Robby himself signiert.

Verdammt schöne Surfzeiten damals........

Du bist dran........

bisse Tage
Grufti

carpe_diem
27.04.2005, 15:12
Bei mir ging’s Ende der 70er los. Vorher hab‘ ich immer nur indigniert die Augenbrauen gehoben, wenn da wieder einer breitbeinig in Kackhaltung auf einer Art Bügelbrett drauf wartete, entweder schwungvoll vornüber ins Wasser katapultiert zu werden oder aber elegisch hintüber in die Fluten zu sinken.

Dann kam nach von einer spätachtundsechziger Grundhaltung geprägten Periode in meiner Biographie eine Phase, in der Prestige auf einmal einen gewissen Stellenwert bekam. Diese Phase hat sich ausgerechnet mit der Zeit überschnitten, in der die Leopoldstraße in München von Porsches bevölkert wurde, bei denen als Standardaccessoire das Brett auf dem Dach festgeschraubt war. Und so beschloß ich, Surfer zu werden. Also fuhr ich im nächsten Urlaub nach Rosas in Spanien (hinter der französischen Grenze gleich links); da gab’s einen recht sportlich geprägten Campingplatz mit einer Surfschule. In der hab‘ ich mich in die Grundzüge einweihen lassen; und da den Surflehrern unnötige Arbeit abhold schien, hatten sie auch nichts dagegen, als ich mir auch nach den zehn mehr oder weniger im Wasser verbrachten Kursstunden ein Brett (Original Windsurfer mit Holzgabel) schnappte und selber weiterübte. Auf die Weise hab‘ ich drei Wochen lang jeden Tag von früh bis spät auf dem Brett (oder im Wasser) verbracht, und danach konnte ich’s einigermaßen für damalige Verhältnisse.

Zurück in Deutschland mußte natürlich ein eigenes Brett her – möglichst wieder mit hohem Prestigefaktor. War der Ur-HiFly (später 111), so was mit fast drei Meter langer Gabel würde heute als Selbstmordgerät wahrscheinlich verboten; den hab ich dann – berufsbedingt im allerhöchsten bundesdeutschen Norden – vor allem auf der Flensburger Außenförde bewegt. Hab‘ dann aber schnell gemerkt, dass mir das Prestige ab 5 Bft. nicht mehr viel hilft, und bin dann auf eins der ersten „Funboards“ umgestiegen: HiFly 444, fast 20 Kilo, lief aber ab 4 Windstärken mit mir bis dahin nicht bekanntem Speed, ohne mich abzuschmeißen – aber nur bis zur nächsten Halse; der Bock wollte ums Verrecken nicht ums Eck. Also weiter aufrüsten, und diesmal möglichst leicht, und so bin ich nach Tarifa gefahren mit nem Kiwi auf dem Dach. War damals traumhaft so als einziger Surfer an einem 6 km langen und 300 m breiten Sandstrand, der deshalb menschenleer ist, weil die durchschnittliche Windstärke bei 6 – 7 Bft. liegt und der gemeine Strandtourist Bekanntschaft mit dem Gefühl macht, das ein osmosegeschädigter Rumpf beim Sandstrahlen haben muß. Menschenleer war schon deswegen ganz gut, weil kein Fachmann meine nach wie vor mißglückten Halsen sehen konnte.

Und weil ja daran vor allem das Material schuld sein muß, mußte eine neue Planke her, und mit meiner angenommenen Erfahrung wußte ich natürlich ganz genau, daß es so was für meine Bedürfnisse nicht mal custom made zu kaufen gibt. Also wurde im nächsten Winter auf dem Balkon gehobelt und geschliffen und die Drei-Zimmer-Wohnung auf saunaähnliche Temparaturen gebracht, um dem Epoxy möglichst kuschelige Bedingungen zu schaffen. Heraus kamen ein 275er mit satten 12 Kilo und - wo ich schon mal dabei war - ein 2 m langes Wellenbrett. Mit ersterem hab‘ ich dann tatsächlich die ersten engen Halsen hingelegt und bin dabei immer seltener abgestiegen; die Vollwaschgänge mit dem zweiten haben meinen Respekt vor der Kraft der brechenden Welle und der Härte des darunterliegenden Sandes in astronomische Höhen schnellen lassen.

So ging das ein paar Jahre, in denen sich in Tarifa allmählich eine Szene entwickelte, bei der Prestige nur durch elegante Halsen und hohe Sprünge und allenfalls noch durch ein Maximum an Rostlöchern im fahrbaren Untersatz erworben werden konnte; kann mich an eine lockere Kneipenrunde erinnern, in der kopfschüttelnd von einem Schweizer erzählt wurde, der nicht surfte – ein absoluter Außenseiter also. Da hat ihn nicht mal die Kifferei integrieren können. In Sachen Lebenseinstellung für mich gewissermaßen back to the roots. Seit 1986 hab‘ ich dann schließlich mein Idealbrett für Tarifa gefunden: wieder ein Eigenbau, 2,60 m lang, 56 cm breit, maximal 7 cm dick mit 55 Liter Volumen. Klingt brutal, fährt sich aber gutmütiger als alles andere, was ich kenne, sofern‘s nur mindestens mit 5 bläst. Wenn ich’s zusammenrechne, hab‘ ich in Tarifa insgesamt fast ein Jahr verbracht. 1990 war aber der Charme dahin: da war Tarifa zunehmend geprägt von Surf-Pauschalreisen mit Halbpension und Flamenco-Vorführung, Eintritt für Hotelgäste frei. Zeitweise mußte man schon aufpassen, daß man auf der Welle noch genug Platz hatte.

In der zweiten Hälfte der 80er war mir wieder meine seglerische Herkunft bewußt geworden und ich bin als Ausbilder und Charterer zunehmend aufs Dickschiff gestiegen. Damit hatte ich ein Zeitproblem. Und Windsurfen in meiner „neuen“ (seit 1982) Heimat Nähe Starnberger See? Pffffff!!! – Hab mal mit meinem Lieblingsbrett nach eineinhalb Stunden vergeblicher Startversuche entnervt aufgegeben; der Wind hat’s nicht geschafft, mich aufs Brett zu ziehen. Dafür hatte ich am nächsten Tag die Gicht in den Zehen; weiß nicht, ob’s an der Kälte gelegen ist oder am Alter. Hab‘ mir dann gemeinsam mit meiner besseren Hälfte eine Laser II Regatta gekauft und am See die 470er frustriert; hat einen Riesenspaß gemacht, aber für’s Surfen blieb nun erst recht keine Zeit mehr. „Nehm‘ ich halt das Brett mit auf das (mittlerweile eigene) Schiff; müßte doch auf Ankerplätzen eine Supersache sein“, war die nächste Überlegung. Hm – bei den Bedingungen, bei denen es beginnt Spaß zu machen, lasse ich mein Schiff aber in der Regel nicht mehr allein vor Anker; also auch nix.

Und so bewundere ich jeden Morgen, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit ins Auto steige, was da für ein Granatenbrett an der Garagenwand hängt, und denke mir: „eigentlich solltest du‘s wenigstens mal saubermachen“....

...your service...

Gruß

Benno

Segelgrufti
29.04.2005, 08:59
Original von carpe_diem:

Und so bewundere ich jeden Morgen, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit ins Auto steige, was da für ein Granatenbrett an der Garagenwand hängt, und denke mir: „eigentlich solltest du‘s wenigstens mal saubermachen“....

...your service...

Gruß

Benno


Hallo Benno,
prima Törnbericht:-)

Selbst geshaped? Alle Achtung!
Die *Schweinerei* habe ich mir nie angetan.
Ich habe shapen lassen:-)

Auf meinen 275er (mit air brush und Robby Naish signiert -
eigentlich viel so schön zum fahren) werde ich wohl im Leben nicht mehr draufkommen. Son oller Grufti kurz vorm Alzheimer I sähe
ja auch im Trapez einfach zu lächerlich aus. Mal abgesehen davon,
dass der Bierbauch und die verlorengegangenen Bizeps doch sehr
hinderlich sind.

Aber trotzdem, irgendwie geht es *back to the root`s* bei mir.
Also zuück zu den Ursprüngen. Dem Jollensegeln. Vielmeer heute
Catsegeln. Laser geht auch, aber die gibt es nur noch selten
auszuleihen. Da, wo ich heute sportlich segle. Im Süden.
Früher hatte wenigstens Aldiana noch Laser, heute gibt`s die nur noch bei Club Med und Magic Life. Egal, son 16er Hobie oder Top-Cat
solo im Trapez genügt eigentlich. Und ab und an dann noch aufs
Surfbrett. Büsgen Tricksurfen inne Badebux (auf grossen Brettern
mit kleinen Segeln), das geht noch:-) Red Sea oder Canaren eignen
sich vorzüglich dazu.

Die Motivation zum dickschiffsegeln geht rapide zurück.
Na ja, in meinem Scheixxrevier engl. Channel herrscht ja auch
meist schietwetter. Ausgenommen der letzte *Jahrhundertsommer*
Trotzdem segle ich da schon seit Jahrzehnten rum. Kein Mensch
weisss wieso! Wahrscheinlich weil es so schnell erreichbar ist
und eigentlich auch ein interessantes Revier. Wenn nur die
(manchmal) beschixxenen Ab- oder Anfahrtzeiten wg. der segelei
im Tidenrythmus nicht wären. Hatte auch schon mal die Idee,
mit dem (momentanen) Boot (12.5 m) ins MM - hatte sogar schon
Liegeplatz in Porto Mogan/Gran Canaria reservieren lassen).
Aber irgendwie ist nie nix draus geworden. Na ja, eigentlich wollte
auch mein Ehedrachen nicht sooo recht.

Aber die wilden surfzeiten an den NL/FR/B Küsten oder auf den Canaren werde ich NIEMALS vergessen. Pozzo/Gran Canaria, Medano/
Teneriffe und Esquinzo/Fuerte.......Mannomann.......
An diesen Spot`s konnte man die Uhr nach dem wind stellen.
Kein Tag (im Sommer) unter bft. 6-8. Meist 8. El Medano z.B.
ist eine grosse Bucht. Weht im sommer immer der NO Passat
parallel zur Küstenlinie. Gibt schon mal Windverstärkung.
Hinzu kommt die örtliche Thermik vom feinsten und Fallwinde vom
3000 m hohen Teide. Alles in eine Richtung laufend, das gibt
oft Bft. 8. Da ging dann nur noch 3.3 qm Segel. Surfcity hiess
die Gegend damals. Bauten sie auch schöne neue Hotels
wg. der idealen Strandlage und dem schönen Sandstrand, aber die
gingen alle Pleite. Normalen Touristen wars da einfach zu windig.

Nur aus der Bucht raus sollte man nicht surfen. Da herrschte
eine Strömung, da war Ende. Wenn was passierte. ZB. Mastbruch
oder Mastfuss klinkte aus. Seegang eh wie Sau. Und es passierte
oft was. Damals kamen gerade die Saltos auf und jeder probierte
das. Up & down bis das Rückrat nicht mehr wollte. Mir ist
bei soner Gelgenheit mal der Mastfuss ausgeklinkt in der Luft
und ich hing nur noch am Gabelbaum. Und das Brett volle Kanne
auffen Kopp. War paar Minuten ohnmächtig. Zum Glück alles
innerhalb der bucht passiert, fand mich dann (dank an Strömung)
am äussersten Rand der Bucht am Beach wieder. Manch einer hatte da
mehr Pech. Einer wurde nie mehr wiedergesehen. Weil, einmal weit
draussen, gabs nur noch einen Weg wenn was passierte. Der nach
Amerika. Weiter Weg. Und Haie gab`s auch. Und damals gabs
so was wie Rettungstationen noch nicht. Allenfalls ein
altersschwaches Schlauchboot in Eigenregie eines Vermieters.
Easy going hiess das damals:-) Und ein Bekannter von mir verschwand
dann auf diesem Weg ins Nirwana. Brett wurde noch gefunden,
die dazugehörende Person war weg:-(

Einer geht noch? Sind wir mal zu dritt für einen Tag nach
NL-Küste gefahren. War Starkwind angesagt. Angekommen war
nix mit starkem Wind. Einer von dreien wollte dann doch mit dem
mittelgrossen Brett aufs Wasser. Obwohl es schon diesig war.
Und dann kam Nebel auf. Pottendicht. Null wind. Und er kam und kam
nicht zurück. Haben wir dann einen örtlichen fischer gefunden
der bereit war, auf die suche zu geh`n. Ca. 2 sm draussen haben
wir ihn dann gefunden. REINER ZUFALL!! Der ist nie wieder auf ein
Brett!

Ach komm, waren schon jecke Zeiten, viel Leichtsinn dabei.
Aber wenn ich heute am Beach von meinem Heimathafen die wilden
Kiter sehe dann vergesse ich, dass ich eigentlich Segler bin.
Menschmeier, die fahren heutzutage mit Sturzhelm. Damals in
Medano hätten sie uns ausgelacht mit sonen Dingern auffem Kopp.

Aber meinen (letzten) 275er verkaufe ich NIE.
Und würde mein Ehedrachen nicht sonen Aufstand machen, hinge
das Ding im Wohnzimmer:-)

Du bist dran.

Bisse Tage
Grufti

Nelson-III
29.04.2005, 09:29
Wirklich alt wird man, wenn man imme rvon früher redet!
Schön für Dich Grufti, daß Du die Gicht noch aus den Knochen geschüttelt bekommst.

Mein Surfbrett wiegt so um die 7 Tonnen und ist 12,60 lang. Da kann ich auch mal gemütlich Kaffee drauf trinken. In den Anzug mag ich nicht pinkeln!

Und gegen die Gicht laufe ich einfach mal 10 km um die 50 Minuten. (Kein Golf, da schwitzt man ja nicht mal!)
--
Und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

Nelson-III
29.04.2005, 09:30
Nachtrag: Am Rio Guadiana und bei Weymouth (sicher auch anderswo) wird mit Flugdrachen gesurft.
--
Und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

Manfred7
29.04.2005, 10:25
Original von Nelson-III:
Wirklich alt wird man, wenn man imme rvon früher redet!
Schön für Dich Grufti, daß Du die Gicht noch aus den Knochen geschüttelt bekommst.
--
Und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!


Hallo Nelson,
das sind so die Kommentare, die einen abschrecken, hier ne Story reinzubringen. Auch wenn Du grad nochmal die Kurve kriegst.... ;-))
Ich finde die Stories von Grufti und Benno richtig gut. Hat mich angesprochen. Ohne Vergangenheit gibt es doch keine Zukunft. Erst die Historie hat uns zu dem gemacht, was wir jetzt sind.

Hab auch gestern abend gleich in einem anderen Compie reichlich was eingetippt, mein Gott ist schon ziemlich lang geworden. Über Olympic Gold, zu selbst gebauten Verdrängern zu Waveboard 2,55 in Pozo. Dabei hab ich noch nichtmal Dunki, den wir 15 jährig nach Hause fahren sollten oder Robby, der mein Wellenreitboard signiert hat (nie benutzt), erwähnt.... Männer, man hat sich mit Sicherheit mal getroffen, vielleicht in Aquila Playa auf der Terasse des Cafes oder sonstwo...Sylt Worldcup. Zum Glück kann ich das von unterwegs nicht hier einstellen, müßte mich sonst wieder neu einloggen...als Manfred8 vielleicht ?
smooth sailing
Manfred
_/) _/)

carpe_diem
03.05.2005, 14:25
Original von Nelson-III:
Wirklich alt wird man, wenn man imme rvon früher redet!
Schön für Dich Grufti, daß Du die Gicht noch aus den Knochen geschüttelt bekommst.

Mein Surfbrett wiegt so um die 7 Tonnen und ist 12,60 lang. Da kann ich auch mal gemütlich Kaffee drauf trinken. In den Anzug mag ich nicht pinkeln!

Und gegen die Gicht laufe ich einfach mal 10 km um die 50 Minuten. (Kein Golf, da schwitzt man ja nicht mal!)
--
Und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!



Laß‘ mal stecken – wenn’s um die (körperlich-)sportliche Leistungsfähigkeit geht, kann ich mich (noch) nicht beklagen, und hinsichtlich der mentalen und intellektuellen hat auch noch niemand was bemerkt (oder sagt etwa nur keiner was? am Ende aus reiner Höflichkeit? grübel).

Grufti hat seine Entscheidung getroffen: zugunsten der Vielfalt nämlich und zugunsten des „Sich-körperlich-auspowerns“. Ich hingegen hab‘ meine Priorität woanders gesetzt: und zwar zugunsten des (Fahrten)segelns, worunter ich durchaus auch längere Strecken verstehe (was halt im Lauf eines Urlaubs so möglich ist) – in dieser Hinsicht liege ich wahrscheinlich eher auf Deiner Linie als auf Gruftis.

Trotzdem hätte ich gern mehr Zeit, um mich auch in Gruftis Manier auszutoben, und gerade darin liegt eben mein Problem: daß ich nicht ausreichend Zeit hab‘ fürs Bergsteigen, Skitourengehen, Bergradeln, Langstreckenlaufen, Jollensegeln, Windsurfen, Kajakfahren..............

Und so muß ich einerseits einige Aktivitäten bewußt von der Liste streichen (und das sind schließlich diejenigen mit dem höchsten Zeitaufwand), andererseits kommen gelegentlich Gedanken auf wie „wäre doch mal wieder schön...“. Wenn dann noch jemand so einen Anstoß gibt wie Grufti mit seinem Thread, dann sinniert man halt öffentlich...

Gruß

Benno

Manfred7
03.05.2005, 14:42
Original von carpe_diem:
...“. Wenn dann noch jemand so einen Anstoß gibt wie Grufti mit seinem Thread, dann sinniert man halt öffentlich...

Gruß

Benno


Genau das isses Benno!
Schöne Feiertage...

smooth sailing
Manfred
_/) _/)

carpe_diem
03.05.2005, 14:59
Original von Segelgrufti:

Die Motivation zum dickschiffsegeln geht rapide zurück.
Na ja, in meinem Scheixxrevier engl. Channel herrscht ja auch
meist schietwetter. Ausgenommen der letzte *Jahrhundertsommer*
Trotzdem segle ich da schon seit Jahrzehnten rum. Kein Mensch
weisss wieso! Wahrscheinlich weil es so schnell erreichbar ist
und eigentlich auch ein interessantes Revier. Wenn nur die
(manchmal) beschixxenen Ab- oder Anfahrtzeiten wg. der segelei
im Tidenrythmus nicht wären. Hatte auch schon mal die Idee,
mit dem (momentanen) Boot (12.5 m) ins MM - hatte sogar schon
Liegeplatz in Porto Mogan/Gran Canaria reservieren lassen).
Aber irgendwie ist nie nix draus geworden. Na ja, eigentlich wollte
auch mein Ehedrachen nicht sooo recht.




Die Probleme hab` ich glücklicherweise nicht. S` Schifferl liegt (noch) an der Adria 540 km entfernt, fast alles Autobahn. Und meine Kapitäneuse ist selber heiß aufs Segeln; wär mir sonst auf längeren Strecken wohl auch zu stressig.



Original von Segelgrufti:

....
Ach komm, waren schon jecke Zeiten, viel Leichtsinn dabei.
Aber wenn ich heute am Beach von meinem Heimathafen die wilden
Kiter sehe dann vergesse ich, dass ich eigentlich Segler bin.
Menschmeier, die fahren heutzutage mit Sturzhelm. Damals in
Medano hätten sie uns ausgelacht mit sonen Dingern auffem Kopp.

Aber meinen (letzten) 275er verkaufe ich NIE.
Und würde mein Ehedrachen nicht sonen Aufstand machen, hinge
das Ding im Wohnzimmer:-)

Du bist dran.

Bisse Tage
Grufti





Da hätt` ich bei meiner auch weniger Probleme; schließlich ging sogar unsere Hochzeitsreise nach Tarifa. Da gab`s allerdings auch mal eine gewisse Verstimmung. War ein Tag mit Schwachwind, so 3 - 4, und 1 - 1,5 m Welle; war also nix mit meinem Traumbrett. Aber Madame hat mir freundlicherweise mal ihr 365er-Schlachtschiff überlassen; allerdings hat der übelgenommen, daß bei einem Abstieg in der Welle der Mast draufgeknallt ist - trotz Mastprotektor. Das ca. 15 cm lange Loch hab` ich nie spurenlos reparieren können; nie wieder Serienbrett, sag` ich Dir. Momentan hat mir diese Erkenntnis allerdings wenig geholfen.

Endgültig vorbei war die Hochzeitsreise schließlich nach einem Rippenbruch: Eigentlich ein Supersprung, und deswegen war ich so happy, daß ich völlig vergessen hab`, daß ich noch nie einen nose-dive geschafft hab`, und deswegen völlig unvorbereitet gelandet bin. So ähnlich fühlen sich wahrscheinlich die Tontauben beim Skeet. Na ja, die Gabel war halt härter als der Knochen; da hätt` mir auch ein Helm nix genutzt.

Gruß

Benno

Segelgrufti
17.05.2005, 14:05
Hallo Leut`z.
Bedankt für Eure sportlichen Beiträge.
Mit Euch liesse es sich aushalten!!

Schade nur, das so wenige sich beteiligt haben.
Aber in der Rubrik Jollensegeln ist, wie der Name schon sacht,
auch ein Laserflieger oder Dickschiff BMer amtlich zugelassen.
Keiner hier, der wie anno domini der olle Rollo (oder war`s der
Erdmann?) mit der Jolle nach Ägypten? Oder wenigstens einer,
der schon mal einen up&down mit einem K2 probiert hätte?

Also her mit euren weiteren spannenden Erfahrungsberichten!!

Von mir aus auch gerne aus angrenzenden Wassersportbereichen.
Ich z.B. habe am Pfingssonntag an einem internationalen
Drachenflugwettbewerb teilgenommen. An *meinem* Beach.
Übrigens bei strahlend blauem Himmel. Nur damit kein Neid aufkommt!
Erster Sieger wurde ein ca. 100 qm grosser Drachen in Form einer
Frauengestalt. Natürlich oben ohne!

Und übernächstes WE kommt dann ein weiteres Spektakel.
www.oostendevooranker.be
Nehmen solche Jollen wie die MIR (110 m) oder die BELEM teil.
Aber auch eine GRAND TURK. Replik des Schlachtschiffs von
grand old Hornblower. Und jeden Tag gibt es dann eine
*Zeeslag* zwischen Grand Turk und La Revouvrance.
Oder die France folk en shantygroup Chiens d`Meer schmettert
ihre Breitseiten. Bilder vom letzten Jahr kuckst du hier:
http://hometown.aol.de/gmnch/index.html


Es wird übrigens auch gepoppt. Vom Poppentheater
*Het laatste jaar van Nelson* Auch interessant. Oder?:-))

Vieleicht kommt ja einer mal mit der Jolle vorbei.

Oder erzählt, was er sonst mit seinem Fluggerät so anstellt.
Spannende Flugberichte immer wieder gerne gesehen!

bisse Tage
Grufti