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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorsicht Seafarer Sailing in Athen



taxman
16.10.2006, 14:03
Wir sind im September einen Törn in Athen mit einer SO 54 DS gesegelt. Vercharterer war die Seafarer Sailing in Athen Kalamaki. Nach der Übergabekontrolle der Yacht wurde uns in aller Eile noch der Blister übergeben. Eile deshalb, weil der Melthemi mit 8 Bft blies und wir noch schnell aus dem Hafen in die nächste Bucht vor Einbruch der Dunkelheit wollten. Ganz klar unsere Nachlässigkeit, wir hätten das Ding ausbreiten und kontrollieren sollen. Am 3. Tag endlich Blisterwetter. Beim Auspacken kam die Überraschung, das Ding war total zerfetzt (Ein Schothorn ausgerissen, Lieks abgetrennt, Kopf abgerissen - Totalschaden sozusagen) Das Teil wurde uns auf jeden Fall untergeschoben - Resultat - Kaution einbehalten. Die Skipperversicherung hat zwar den Schaden bezahlt, ich finde es trotzdem reichlich frech, so abgezockt zu werden. Vielleicht war es einfach auch nur Schlamperei, Resultat ist das gleiche. Der Vercharterer hat schliesslich nachzusehen, ob die Ausrüstung i.O. ist.

Es ist schwer den Vorfall so zu beweisen, aber wenn jemand nach Athen zu Seafarer fährt, aufpassen!! Bitte auch mal melden, wenn jemand den Blister evtl. selbst als beschädigt gemeldet hat, oder dafür auch schon mal die Kaution eingebüsst hat. Vielleicht kann man da mal nachhaken.

Grüße

tax

charterpartner
16.10.2006, 16:14
vorab: wir arbeiten nicht mir Seafarer, dennoch kurzes statement zu diesem thread:


in aller Eile noch der Blister übergeben. Eile deshalb, weil der Melthemi mit 8 Bft blies und wir noch schnell aus dem Hafen in die nächste Bucht vor Einbruch der Dunkelheit wollten. Ganz klar unsere Nachlässigkeit, wir hätten das Ding ausbreiten und kontrollieren sollen.


Du sagst es

1.) EURE Nachlässigkeit
2.) das beliebte "noch schnell" - und dann wird beim Eincheck geschlampt... schuld ist dann der Vercharterer (wie Du unten selbst sagst...!!??)
3.) lt.griechischem Chartergesetz ist das Auslaufen über 6 Bft verboten. Wer dann angesichts 8 Bft "noch schnell" ausläuft, handelt MEHR als fahrlässig - was ist denn, wenn bei diesen Windverhältnissen, die auch im Saronischen Golf doch schnell zunehmen können (wenn es eh schon so bläst!!) der Wind zunimmt und /oder ein sonstiges Problem auftritt, das man beim "noch schnell Eincheck" schlampigerweise übersehen hat? ??? Wer ist verantwortlich?
Der Skipper -wenn was passiert, und es wird nachgewiesen, daß der Eincheck fahrlässig war, gibt´s trouble- in GR zahlt die Versicherung eh nicht bei Auslaufen über 6 Bft... schonmal daran gedacht???




Der Vercharterer hat schliesslich nachzusehen, ob die Ausrüstung i.O. ist.


falsch: derjenige, der ein Leihgut übernimmt, hat es zu prüfen, und trägt ansonsten das Risiko, daß irgendwas nicht so ist, wie es sein sollte (was auf einem anderen Blatt steht!)´

Diese Schluß ist schlichtweg ein verzweifelter Versuch, vom eigene Fehler (siehe oben!) abzulenken!!!!



Es ist schwer den Vorfall so zu beweisen, aber wenn jemand nach Athen zu Seafarer fährt, aufpassen!! Bitte auch mal melden, wenn jemand den Blister evtl. selbst als beschädigt gemeldet hat, oder dafür auch schon mal die Kaution eingebüsst hat. Vielleicht kann man da mal nachhaken.
Grüße
tax

selbst wenn - es ist nicht gesagt, daß das genau EUER Blister war.

Ich hatte mit meiner eigenen Yacht, als ich diese noch vercharterte, einen ähnlichen Fall. Da hatte ICH selbst den Blister unbeschädigt eingepackt. Die Folgecrew war zu faul, den zu prüfen, und kam zurück, behauptete, er sei kaputt egwesen.
Die Segelmacherin (Profis) hat anhand der Schäden dann festgestellt, daß der Blister keinesfalls so beschädigt worden war, wie geschildert, sondern sich offensichtlich um den Mast gewickelt hatte und dann (verzwifelt, hilflos) heruntergerissen wurde, das konnt man an der Art der Schäden teilweise nachvollziehen....

Daher kann ich allen Charterern immer nur raten: hört auf mit dme hektischen "am gleichen Tag Auslaufen", vor allem, wnen es, wie geschildert, auch noch stark windet....
Macht einen sorgfältigen Eincheck - es könnte ja auch was kaputt sein, vomn dem Euer Leben abhängt....

EURE Schlamperei kostet Euch jetzt Geld bzw. die Versicherung (die im übrigen solche Schäden in der Datenbank haben und das abgleichen, und wenn es mehrfach hintereinander ähnliche Schäden gibt, wird das abgeglichen und überprüft!)

Lasst Euch das eine Lehre für´s nächste Mal sein (Skipper!!!), und nimm Dir Zeit für einen sorgfältigen Eincheck.(egal, wer der Vercharterer ist!!!)

Und bei 8 Bft mit einer fremden Yacht auszulaufen, ist ohnehin hirnrissig, und keine gute Seemannschaft - dazu sag ich nichts mehr...

So long
Hans
www.charterpartner.net
Manchmal braucht´s ein offenes Wort!

rockall
17.10.2006, 11:01
Hallo Hans,

wenn ich Deinen Beitrag lese bekomme ich das Grausen.
Ich bitte Dich (höflich), Deine Einstellung als Vercharterer im Winter mal in Ruhe zu überdenken. Stichwort "Mitverantwortung". Dass der Vercharterer nur dazu da ist, das Geld (und die Kaution) zu kassieren kanns wohl nicht sein - Übertreibung mach anschaulich.
Grüße, R.

PS Dass der Skipper einen umfassenden Check durchführen muss, darüber brauchen wir nicht zu streiten.

CC3829
17.10.2006, 12:01
Hallo Hans,
Einen sehr faden Beigeschmack hat die Sache schon, im Umkehrschluss bedeutet das, dass der Blister bei der vorletzten Rückgabe nicht kontrolliert wurde, aber auf ein mal bei der Rückgabe zum letzten Mal wurde das Teil kontrolliert und beanstandet. Ich habe eher das Gefühl, das hier die Eile, in der die Mannschaft war, genutzt wurde für ein kaputtes Segel ein zweites mal abzugkassieren, da das ja eine guten und schnellen Beiverdienst entspricht.

Ich für meinen Teil bin bei einem Vercharterer der bei mir so etwas versucht genau 2 Mal: das erste und das letzte Mal. Wenn er mir bei der Übergabe ein Segel übergibt, das nicht in Ordnung ist, und für das ich in den meisten Fällen auch noch Aufpreis zum normalen Charterpreis zahlen muss, dann hat das in Ordnung zu sein. Ist es dass gerade bei soche einem Aufpreisteil nicht, dann ist das schon ein Hinweis darauf, wie es um den Rest des ganzen Umgangs mit Kunden bestellt ist. Weiter bin ich es von guten und vertrauenswürdigen Unternehmen gewöhnt, das bei Schäden an Boot und Ausrüstung vor Übernahme auf diese hingewiesen wird, weil es bei einer verantwortungsvoll durchgeführten Endabnahme ja schon bemerkt wurde. Und nicht nach dem System: "Ich weiß was was der Kunde nicht weiß, und wenn er es nicht merkt, dann kann ich mindestens zwei mal kassieren. Und wenn der Kunde berechtigte Beschwerde führt hat er eben Pech gehabt, muss er halt bei der Übernahme nicht so vertrauenselig sein."

Ich für meinen Teil kann von Glück sagen, dass ich mit solchen Unternehmen bisher noch nicht zu tun hatte. Bei mir war bisher immer alles in Ordnung. Bei der Übernahme und auch später sind immer nur die vom Vercharterer vor Übernahme angegebenen Schäden festgestellt worden (Von fehlenden Gläsern oder Messern mal abgesehen, was aber nie ein Problem war).
Ich habe bisher auf der Ostsee und im Bereich Niederlande gechartert. Habe dabei aber nicht unbedingt nur auf den Preis geachtet. I

Gruß Jan

PS: Ansonsten kann ich rockall nur zustimmen. Ich werde, sollte ich mal im Mittelmeer chartern, die von Dir vertretenen Unternehmen besonders argwöhnisch betrachten.

charterpartner
17.10.2006, 15:14
Diese posts sprechen wieder für sich!

Nochmal für die Langsamdenker:

1.) es geht nicht um den Vercharterer!
Dessen Verhalten, ob Vorsatz oder Versehen, oder Schlampigkeit, oder ob das überhaupt so war, wie geschildert, bleibt dahingestellt.
Das zu debattieren ist eine Sache für sich, da sich diese Firma dazu nicht geäußert hat, was soll ich darüber befinden? (wohlgemerkt: ich habe keinerlei Grund für oder gegen die Firma zu sein!)
Aber auch hier gilt: erstmal hört man BEIDE Seiten, bevor man sich ein Urteil bildet... aber in einem Forum gilt das für einige offensichtlich nicht -

Aber DARUM geht es doch auch überhaupt nicht!

2.) was MICH aufgeregt hat ist das UNVERANTWORTLICHE Verhalten der Chartercrew, welche doch selbst zugibt, in Hektik und dann noch bei 8 Bft unbedingt schnell, schnell einen Eincheck hinzurotzen, um dann - verbotenerweise (steht im griechischen Chartervertrag ausdrücklich!!!) auszulaufen, und die DANN noch die Chuzpe besitzt, die EIGENE DUMMHEIT UND FAHRLÄSSIGKEIT ganz nebenbei zu erwähnen, aber trotzdem die Charterfirma anonym anzuprangern und mieszumachen.

Die Kritik mag berechtigt sein - das können wir nicht beurteilen.

Man könnte nun sagen: Strafe für solche Dumm- und Fahrlässigkeit muß sein, aber niemand will so etwas natürlich gutheißen, so es denn tatsächlich so war, daß das Segel bereits vorher kaputt war.
In diesem Fall kann man sich wirklich nur vorstellen, daß die Charterbasis schlampig gearbeitet hat und die Segel nicht kontrolliert hat (aber auch da kenne ich genügend Schlauschwätzer hier und anderswo, die sich über "zu penible Rückgabekontrollen" aufregen.....)

Aber auch DARUM geht es nicht - sondern um die Chartercrew!

Es hat die CHARTERCREW erhebliche Fehler begangen, und da muß man tatsächlich sagen:löffelt die Suppe, die Ihr Euch eingebrockt habt gefälligst selbst aus, schlimm genug, daß die Versicherung für den Schaden aufkommt, also die Allgemeinheit!
Glück genug, daß denen nicht Schlimmeres passiert ist, denn eine Crew, die in Hektik bei 8 Bft aufbricht, hat doch ohne Zweifel viele andere Eincheckaspekte auch nicht beachtet! (die hatten halt keine Folgen, Glück gehabt)

Zudem - wer Kritik loswerden will: gut so, der möge sich selbst offen zeigen, Roß und Reiter benennen und den betroffenen (in dem Fall die Charterfirma) dazu auffordern, sich zu melden.

Stattdessen wird eine Anprangerung und Hexenjagd sowie Verteufelung betrieben, es werden sogar Leute wie ICH mit derartigen posts wie oben zu lesen "hinterfotzig" (wie man in Bayern sagt) mies gemacht, und das ausgerechnet DESWEGEN, weil ich mir erlaube, darauf hinzuweisen, daß es doch EINDEUTIG der Fehler des Charterkunden war, der doch kontrollieren MUSS - und normalerweise sollte er auch nichts entdecken, wenn die Charterfirma ordentlich arbeitet, das ist doch klar und gar nicht erwähnenswert.

Und zudem habe ich auch ausdrücklich gesagt, daß ich nicht oft genug die Chartergäste darauf hinweisen kann, einen ordentlichen Eincheck zu machen, und sei man noch so "segelgeil"!
Aber was machen (zu) viele?
Genau denselben Fehler wie der Themenersteller - aber DANN die Schuld bei anderen suchen und sich aufregen!?

Wer was anderes herausliest, und dann derartige Posts wie der oben loslässt, hat wohl seine Gründe... die haben aber weder was mit ordentlicher Seemannschaft (und um das geht es mir doch), noch mit Korrektheit oder logischem Denken zu tun...!!!

Auf solche "Kunden" kann ich Gott sein Dank verzichten...

Aber wie gesagt - man wird schon seine Gründe haben, wenn man anonym Derartiges ablässt....

Grüße an diejenigen Charterer mit ordentlicher Seemannschaft und sorgfältigem Eincheck, denn DENEN passiert sowas nicht - nicht bei schlechten Charterfirmen, und erst Recht nicht bei unseren Charterpartnern...
Auch die machen nicht alles richtig und perfekt, aber zu einer korrekten und zufriedenstellenden Vertragserfüllung gehören halt immer BEIDE Partner... und wenn EINER etwas nicht vertragskonform macht, muß man ihn SOFORT in die Pflicht nehmen, und nicht HINTERHER jaulen und jammern und mies daherreden, wenn man sich selbst ins Glashaus gesetzt hat..
Äquivalent zum Reiserecht, wo man Derartiges seit vielen Jahren kennt, und wer sich jemals mit einem Anwalt für Reiserecht unterhalten hat, kommt aus dem Staunen nicht heraus, was sich "unschuldige Kunden" so alles einfallen lassen...(leider auch im Yachtcharter zunehmend gang und gäbe!)

Bei aller berechtigen Kritik an vielen Vercharterern, Einzelfälle genauso wie Dauerschlamper, die man ja kennt: wir stellen fest, daß die Zahl der Betrugs- und Mauschelversuche seitens der KUNDEN viel höher ist, als die der Charterfirmen!(und erschreckend zunimmt!)

Das heißt nicht, daß alle Charterkunden Betrüger sind, aber leider versuchen halt auch viele (Klein- und Hobby- oder Gelegenheits-) Betrüger irgendwelche kleinen Geschäftchen auf Kosten der Charterfirmen zu machen.
Das fängt bei Lügen (wir haben alles überwiesen..) an, und hört bei verschwiegenen Klein- oder (noch verdeckten) Großschäden an gemieteten Yachten nicht auf (Grundberührung usw.!)
Und weist man die Leute auf diesen Umstand hin, kommt empört: "Ich, ein Betrüger? Niemals..."


Es hat schon seinen Grund, warum manche Vercharterer knüppelharte Auschecks machen - dafür gescholten werden die auch! Aber arbeitet man lässig (ich nenne es schlampig, denn ich bin kein Freund von zu viel Nachlässigkeit), dann kommen solche Reklamationen wie oben.
Aber wie gesagt: DAS war nicht der Grund für meinen post, sondern die Tatsache, daß es in Händen des KUNDEN gelegen hätte, dies zu vermeiden, ungeachtet dessen, ob die Charterfirma diese oder jene Pflichten hätte.

Wenn eine Autoverleihfirma mir ein Auto gibt, und das hat einen Kratzer, kann ich auch nicht hinterher kommen und sagen: das war schon... mein Fehler, meine Dummheit, meine Kosten...

Grüße
Hans
www.charterpartner.net net.t - nicht doof....

Ziggi1
17.10.2006, 15:58
Hallo Hans,

gebe dir als Charteragentur mal recht ...

ok. Ein guter Vercharter prüft seine Sachen bevor er die ausgibt.

Aber es ist wirklich zum "kotzen" ständig dieses ich muss noch raus wir haben noch das und dies geplant. Planung und Segeln dass passt doch nicht zusammen.

Und dann, hoffentlicht wie bei den Angelnern da sind die Fische auch immer größer, bei den Windstärken raus. Wenn da was passiert sind wir uns doch alle einig dann gute Nacht Skipper. Verkauf schon mal alles waste besitzt.....



Gruß
Torsten
www.dreamcharter.de

pete51
17.10.2006, 19:36
Taxman schildert einen ganz konkreten Fall und gibt einfach nur einen Hinweis. Darauf mit ellenlangen Tiraden über die Schlechtigkeit der Welt im Allgemeinen und Besonderen zu antworten bringt nicht richtig weiter.

Zumal Taxman selbst schreibt


Ganz klar unsere Nachlässigkeit, wir hätten das Ding ausbreiten und kontrollieren sollen.

was die ständige Wiederholung des Geschreis "Eure Schuld, Strafe muß sein" eigentlich überflüssig macht.

In einem vergleichbaren Fall - es war ein mit Diesel durchtränktes Sonnensegel, das unbrauchbar war - ging der Vercharterer davon aus, das unsere Erklärung stimmte und wir das Segel so in der Hülle vorgefunden hatten. Dort chartere ich gerne wieder, weil ich als Kunde Vertrauen erwarte und mich der Mist, den andere Kunden veranstalten mögen, erst einmal nicht interessiert.

pete

Oldman
17.10.2006, 20:03
Kann also schon sagen, daß ich dieser "Angelegenheit" neutral bin.

Also taxman chartert ein Schiff, bekommt auf Nachfrage noch einen Blister nachgeliefert und segelt kurz vor Abend bei 8 bf noch los.

Nach drei Tagen will er den Blister benutzen und stellt fest, daß der ziemlich übel zugerichtet ist. (seine Aussage)

Was geht mir da durch den Kopf? :confused:

1. wer geht schon kurz vor Dunkelheit bei 8 bf noch aus der Charterbasis raus??
Wer sowas macht, von dem nehme ich auch an, daß er mit anvertrauten Sachen (Blister und so) äusserst sorgsam umgeht:rolleyes:

2. glaube ich kaum, daß ein Vercharterer wissentlich einen zerfetzten Blister ausgibt. (wäre doch schon einigermassen peinlich, wenn der Charterer -was er ja tun sollte- sich den Blister anschaut und feststellt, daß...

Gibt m.E. also nur die Möglichkeit, daß taxman -oder einer seiner Crew- den Blister selbst beschädigt hat, oder aber, daß der letzte, der den Blister benutzt hat, den kaputt gemacht hat und der Vercharterer das gar nicht gemerkt hat.

Und, pete 51 und CC3829, jetzt soll also der Vercharterer auf dem Schaden sitzen bleiben, kulant sein (wie bei deinem Dieselverseuchtem Sonnensegel) und das unter Lehrgeld abschreiben?

Nein unter Lehrgeld muss und soll das taxman verbuchen. (aber leider muss es ja auch hier nur die "Gemeinschaft der Versicherten" bezahlen.

Alles andere geht nämlich sonst eh auf die Kosten der Charterer in allgemeinen. Ist doch wie bei einer Versicherung. Wird alles auf den Preis umgelegt.

So, das waren meine 2 Cts dazu

pete51
17.10.2006, 21:02
... jetzt soll also der Vercharterer auf dem Schaden sitzen bleiben, kulant sein (wie bei deinem Dieselverseuchtem Sonnensegel) und das unter Lehrgeld abschreiben?

Warum nicht? Vorausgesetzt natürlich, die Schilderung von Taxman stimmt. Dann hat der Vercharterer entweder versäumt, das Segel bei der letzten Übergabe zu checken (vielleicht war er ja da mal in Eile), oder er wußte, daß es kaputt ist.

Unterstellt man, daß Taxman hier die Unwahrheit schreibt, ist die ganze Diskussion eh belanglos, was diesen konkreten Fall angeht.

pete

Tofua
17.10.2006, 21:52
unglaublich, wie Hans sich hier aufführt!

Da wurde ganz klipp und klar mitgeteilt, dass der Charter seinen Fehler einsieht und sein Lehrgeld bezahlt. Damit haben sich alle Vorwürfe von Hans komplett erledigt!

Richtig vom Charterer ist, hier den Vorfall mit Namensnennung des Vercharteres zu berichten. Wäre doch sehr lustig, wenn sich darauf hin auch noch 10 andere leichtsinnige Charterer melden würden, denen beim selben Vercharterer ebenfalls die Kaution wegen eines kaputten Blisters einbehalten worden wäre ...

Tom

Tamino
17.10.2006, 22:08
Wer bei 8 Bft ein unbekanntes Schiff noch schnell heraussegeln will, um vor der Dunkelheit am Ziel anzukommen, zeigt ein seltsames Verständnis für fremdes Eigentum. Taxman kann sich freuen, daß sein Lehrgeld nur ein Blister war. Nur die Tatsache, daß man sagt, seinen eigenen Fehler einzusehen, beweist nicht die Richtigkeit der Aussage...

pete51
17.10.2006, 23:52
Wer bei 8 Bft ein unbekanntes Schiff noch schnell heraussegeln will, um vor der Dunkelheit am Ziel anzukommen, zeigt ein seltsames Verständnis für fremdes Eigentum. Taxman kann sich freuen, daß sein Lehrgeld nur ein Blister war. Nur die Tatsache, daß man sagt, seinen eigenen Fehler einzusehen, beweist nicht die Richtigkeit der Aussage...

Seltsame Beweisführung.

Wenn ich die Umstände genau kenne (z.B. Erfahrung, Ausbildung und Qualifikation von Skipper und Crew, Lage von Hafen und besagter Bucht, Welle usw. und vor allem das Motiv) kann ich mir ein Urteil erlauben, ob es ein Fehler war, das Schiff in die nächste Bucht zu bringen. (Abgesehen davon: Wenn das so ein Unding war, sogar gegen Gesetze verstößt, wieso läßt der Vercharterer es zu?)

Selbst wenn ich das dann als Fehler einschätze, folgt daraus nicht, daß der Blister in Wirklichkeit beim Auspacken in Ordnung war. Denn nur die Tatsache, daß man einen Fehler gemacht hat, beweist nicht die Falschheit einer Aussage.

pete

Fahrwasser
18.10.2006, 11:39
Bin kein Freund von Charterbombern. So viel vorab. Habe auch noch nie gechartert. Ausser Top-Cat, Hoby, Dart oder Laser etc. Kenne mich also mit Übergabebechecks nicht aus. Deshalb die Frage an die ehrenwerten Merkwürdigen hier: was muss man alles tun, um korrekt vorzugehn??

Ist es Pflicht, jedes Segel zu kontrollieren?? Nicht nur auf Risse oder sonstigen Beschädigungen, sondern eventuell auch, ob überhaupt noch ein Profil vorhanden ?? Ölstand im motor kontrollieren ? Ventilspiel einstellen ? Ölfilter erneuern ? Kiel abtauchen ? Beim Dinghy einen Tag abwarten, ob auch die Luft hält ? Überhaupt erst mal ne Proberunde mit der Gummiwurst, ob der AB nicht nach 10 min. abstirbt wg. verstopfter Kühlwasserkanälen? Abwarten bis es mal regnet, um festzustellen dass das alte Teakdeck nicht leckt ? Masttop checken ? Feuerlöscher ausprobieren ob noch Feuerlöschstoff drin ist ?? Plaketten fälschen kann doch jeder ! ALLE vorhandenen Kordeln auf Verschleiss überprüfen ? Und so weiter und so fort.......

Kann man dann sagen, bei 2 Wochen Charterzeit geht 1 Woche für den Übergabecheck drauf ? Bei Rückkehr wieder 1 Woche für den Kontrollcheck?
Der Kiel wird doch dann garantiert abgetaucht? Will ich doch hoffen. Erscheint mir nicht nur bei Bavarias wichtig. Oder ? Wie mir scheint, läuft unter 3 Wochen überhaupt nichts. Bleibt wenigstens 1 Woche zum segeln.
Ist das so ? Oder so ähnlich.......?

Das mit dem auslaufen bei 8 bft. war natürlich ermittlungstaktisch eine blöde Aussage. Tu ich mal ab ins grosse Charterbomberlatinum. Aber bei bft 6 sollte schon möglich sein mit 54 Füssen. Ansonsten hätte der Vercharterer die Ausfahrt ja schlicht und einfach verbieten können. Wenn sie schon oberamtlich verboten war. Oder wie oder watt?

Also ich weiss eh nicht, wie`s gewesen war. Nur die Sonne war Zeuge. Die Gegendarstellung unterbleibt ja sowieso, und einem Rindernet User voll und bei zu glauben, fällt auch schwer. So what?

Aber leihen und einfach losfahren scheint ja wohl nicht Usus zu sein. Trotzdem, einen Blister von beträchtlicher Grösse vor Abfahrt [(eventuell bei Dunkelheit) (und Starkwind - soll man einen Blister bei bft. 6 im Hafen hochziehen, oder Hand über Hand bei Kerzenschein im Salon des Bootes jede Naht überprüfen???)] auf Beschädigungen zu untersuchen, erscheint mir übertrieben. Sollte man eigentlich davon ausgehen, das der Vercharterer das regelmässig macht. Und wie hier schon gesacht, was wäre denn gewesen, man hätte das Ding unter den Augen des Verleihers untersucht und diese Schäden vorgefunden? Hätte ich persönlich dann doch kein Vertrauen mehr in das Unternehmen. Und in das Boot auch nicht mehr. Würde ich glatt zurücktreten vom Vertrag. Das Risiko muss der Vermieter doch in Kauf nehmen. Kann ihm die Sache doch nicht wert sein. Wird er also einen *vernünftigen* Blister anbieten. Sollte man meinen. Meine ich falsch ?????

FW

charterpartner
18.10.2006, 12:42
unglaublich, wie Hans sich hier aufführt!

ach ja? Was ist daran unglaublich?
Daß ich mir erlaube, auf das seemannschaftlich indiskutable Verhalten des Skippers hinzuweisen und ihm daher ein gehöriges Maß an Eigenverantwortlichkeit zuschreibe?
Habe ich nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, daß dies nicht den Vercharterer "exkulpiert", sondern daß es der Charterer hätte sein können, ja MÜSSEN, der diese Sache gar nicht erst ermöglicht, wenn er ordentliche Seemannschaft hat???


Da wurde ganz klipp und klar mitgeteilt, dass der Charter seinen Fehler einsieht und sein Lehrgeld bezahlt. Damit haben sich alle Vorwürfe von Hans komplett erledigt!


es geht auch nicht um Vorwürfe, sondern um den doch offensichtlich NOTWENDIGEN Hinweis, daß man sich als Charterer eben anders verhalten MUSS, denn DIES war eine "harmlose" Folge der Nachlässigkeiten, was wäre eine weniger harmlose?
Verletzte, Tote, größerer Sachschaden...?

Es ist auch ein Unding, wenn jemand anderes relativieren will: 8 Bft sind auch für eine 54 Fuß-Yacht kein Pappenstiel, und wer weiß, wohin sich die Wetterlage entwickelt... ?
Ich rege mich über SOLCHE Charterer auf, denn durch diese entstehen Schäden, die den Folgekunden belasten (Wartezeit für Reparatur, oder Umbuchung auf andere Yacht...)
Schuld sind dann immer die anderen...bevorzugt die böse, böse Charterfirma...

Ja: darüber führe ich mich auf, da ich weiß, daß die meisten Firmen sich redlich bemühen, und dieses sehr häufig durch solches fahrlässiges und teilweise sogar betrügerisches Verhalten (Verschweigen von Mängeln oder slebstverursachten Schäden) der KUNDEN(Charterer) konterkariert wird! Erwachsene Menschen...



Richtig vom Charterer ist, hier den Vorfall mit Namensnennung des Vercharteres zu berichten. Wäre doch sehr lustig, wenn sich darauf hin auch noch 10 andere leichtsinnige Charterer melden würden, denen beim selben Vercharterer ebenfalls die Kaution wegen eines kaputten Blisters einbehalten worden wäre ...


wäre doch lustig, lieber Tom, wenn ich hier (nur) 10 tatsächliche Fälle von übertriebenen Schadensschilderungen, teilweise dazugedichtet, teilweise selbst verursacht (was die Leute sogar noch dazuschreiben, aber trotzdem die Schuld woanders suchen...lustig, oder?!), aber dann ANDERE Unschuldigen, geschlampt oder gar (wie hier) mehr oder weniger betrogen zu haben....
Ich hätte noch mehr- in ALLEN Fällen war Selbstüberschätzung, Fehleinschätzung(ok, das kann passieren) und meist auch der Versuch, die Sache herunterzuspielen oder zu verschweigen (Grundberührungen, Ruderbeschädigungen - entdeckt beim Abtauchen!) , Kaputtbasteleien, die das Schiff gefährdeten usw. die Ursache...

Und DARÜBER werde ich mich weiter aufregen und "aufführen"... wem DAS nicht gefällt, der sortiert sich bei mir automatisch aus (weil er mich nicht mag) GUT SO!

Auch, wenn Segeln ein Urlaubsevent geworden ist, was ich ja ok finde, sind spitzfindige Kleinbetrügereien bis hin zur Gefährdung der Folgecharterer für MICH nicht akzeptabel!
Und wie gesagt: viel mehr solche Fälle von KUNDEN, als von Charetrfirmen, die sich i.d.R. sehr kulant zeigen und um Verbesserung bemühen (jedenfalls unsere, wenn mal was vorkommt, was ja unvermeidbar ist in diesem Geschäft)

Daher nerven mich solche Schönrednereien von gewissen Leuten hier... sachlich und ehrlich an die Sache rangegangen, dann wird´s auch was mit einer "Partnerschaft" zwischen Charterfirma und Charterkunde - das ist meine Denke, wem das nicht gefällt, ist mir wurscht, diese Art "Kunden" braucht kein Mensch.

Hans (http://charterpartner.eu)

Fahrwasser
18.10.2006, 13:46
wäre doch lustig, lieber Tom, wenn ich hier (nur) 10 tatsächliche Fälle von übertriebenen Schadensschilderungen, teilweise dazugedichtet, teilweise selbst verursacht (was die Leute sogar noch dazuschreiben, aber trotzdem die Schuld woanders suchen...lustig, oder?!), aber dann ANDERE Unschuldigen, geschlampt oder gar (wie hier) mehr oder weniger betrogen zu haben....
Ich hätte noch mehr- in ALLEN Fällen war Selbstüberschätzung, Fehleinschätzung(ok, das kann passieren) und meist auch der Versuch, die Sache herunterzuspielen oder zu verschweigen (Grundberührungen, Ruderbeschädigungen - entdeckt beim Abtauchen!) , Kaputtbasteleien, die das Schiff gefährdeten usw. die Ursache...


Hans (http://charterpartner.eu)

....so geht`s natürlich auch !!

Aber was vercharterst denn auch !! :D

Habe ich selbst mal gemacht. Nach 2 Jahren habe ich das seingelassen. Hätte in der Zeit fast einen Herzkaspar bekommen aus Sorge um das Boot !! Hatte mal einen, der schickte mir vorab ein XXL Paket mit der Post. Da waren seine ganzen (kopierten) Scheine drin. Der Mann hätte zum Mond fliegen dürfen. Und natürlich ellenlange Berichte, wo und was er schon alles gechartert hätte. Und was war? Nach nur einer Woche war das Getriebe im Eimer (der Monteur meinte typischer Fall von voll voraus auf voll zurück) und an der Elektrik hatte er auch *rumgespielt*.

Schon 15-20 Jahre her, aber NIE WIEDER !!!

Noch ein Nachtrag: überhaupt hatte ich in den 2 Jahren keinen einzigen darunte, der nicht wenigstens einen Spannungsmesser dabei hatte. Einige haben damit manches kaputtrepariert. Zu toppen ist aber folgender Tatbestand nicht mehr:

In meinem Heimathafen gibt es eine grosse Charterfirma. Mein Liegeplatz direkt vis a vis. Bestes Hafenkino immer. Freitag Abend ist ja immer Wechseltag. Was die Leute alles so dabeihaben. 1000 Rollen Klopapier ist das mindeste. Aber auch Bootszubehör. Kamen mal welche, die hatten ihren eigenen Anker dabei. Ehrlich. Ungelogen. Ich schwör`s ! Aus V2A. Blankgewienert. Ein echtes Schmuckstück. Haben sie natürlich voller Stolz den ordinären Charteranker direktemang ausgewechselt. Glänzte am anderen morgen im Sonnenlicht wie ein Diamant.
Richtig schön. Haben Geschmack die Leute. MANCHMAL

FW

charterpartner
18.10.2006, 15:25
was muss man alles tun, um korrekt vorzugehn??

na wer so nett fragt ;-) *Vorsicht: Ironie und Ernst gemischt...


Ist es Pflicht, jedes Segel zu kontrollieren?? Nicht nur auf Risse oder sonstigen Beschädigungen, sondern eventuell auch, ob überhaupt noch ein Profil vorhanden ??


im Eigeninteresse, klar... wobei (siehe Deinen eigenen Folgepost) für die meisten Segler es ausreicht, wenn das Rollgroß halbwegs steht -ist ja schon gruselig genug, wenn man den Meisten beim "Trimmen" zuguckt... aber dann bei 7 Bft mit Vollzeug gegenan... das Ruder bricht fast ab, so stark ist der Druck, der Steuermann braucht 2 Hände und am Besten noch jemanden am Rad...und bei jeder minimalen Zunahme des Windes schießt die Yacht quer...

Wer WIRKLICH segeln KANN und "Regattaerfahrung" hat, chartert doch eh eine entsprechend ausgerüstete Yacht (Lattensegel, eine Rennziege und kein Bavariawohnschiff, zahlt auch mehr - ne First kostet halt mehr als Bav 40) und vor allem: so jemand refft frühzeitig.
Und DERjenige kontrolliert alles, vor allem die Segel, natürlich... allen anderen sei das trotzdem geraten.



Ölstand im motor kontrollieren ?

na komm - das ist doch Ehrensache beim Segelschein, dazu natürlich Wasserstand (und das Zuflußventil nicht vergessen, klaro..)
Und beim Charterschiff schadet es auch nicht, täglich den Motor einer Sichtkontrolle zu unterziehen - dann reißt auch der Keilriemen nicht "plötzlich" (meistens), sondern man kann den vielleicht wechseln, BEVOR er ganz durchgefetzt ist



Ventilspiel einstellen ?


wehe... das ist doch (auch für meine untechnischen Ohren!") hörbar, und dnan muß ein Techniker her... aber wenn ich ein Auto leihe, lasse ich es auch erstmal an, und höre, ob´s irgendwo quietscht und pfeift, am Stützpunkt bei der Yacht doch auch, und im Zweifel hole ich den Techniker... die meisten Stützpunkte sind doch am Einchecktag bis spät abends besetzt oder zumindest telefonisch noch erreichbar, und am nächsten Morgen dann gleich da. Hängt doch vielleicht mein Leben und das meiner Crew/Familie von ab...



Ölfilter erneuern ?


naja... nette Idee, aber DAS sollte die Basis sicherlich im Rahmen der regelmäßigen Wartung gemacht haben - manche führen sogar ein Wartungsheft, da steht es drin, wie beim Auto...(zugegeben: daran mangelt es (noch) bei vielen Charterfirmen.
Qualitätssicherung und -verbesserung ist zwar in aller Munde, aber eben mit Mehrarbeit verbunden, die spart "man" sich gerne.. aber es wird besser - die Eigner müssten halt ein wenig mehr nachfragen und Transparenz verlangen....nicht immer nur zahlen, was man ihnen vorlegt.



Kiel abtauchen ?


Sehr ratsam.... Grundberührungen und Ruderschäden sind ein sehr häufiges Problem, und keiner will´s gewesen sein...



Beim Dinghy einen Tag abwarten, ob auch die Luft hält ?


hihihi.... allerdings muß man zugeben: ein tagsüber in der Sonne liegendes Dinghi ist abends im kühlen im Wasser ziemlich schlapp. Also da sollte allgemeine Sichtkontrolle des Außenhautzustandes (Risse, Löcher, Flicken) genügen, und ansonsten ist ja ein Blasebalg an Bord (gehört sich jedenfalls so) und eine edle Crewpflicht, die Gummisau auch straff zu halten. Und wenn man nicht mit Karacho auf die scharfkantigen Uferfelsen draufrauscht, bleibt das Dinghi auch dicht (auch das ist oft zu beobachten: eben noch gebadet, aber dann will man trockenen Fußes an Land, ergo schleift das Gummiboot über Stock und Stein, und Uferfelsen sind oft sehr scharfkantig...)




Überhaupt erst mal ne Proberunde mit der Gummiwurst, ob der AB nicht nach 10 min. abstirbt wg. verstopfter Kühlwasserkanälen?


DAS Problem ist seltener, häufiger ist verdreckte Zündkerze wegen zu viel Öl im Sprit, keine böse Absicht des Vorcharterers, zuviel des Guten.
Merkt man aber am Abgasrauch und das Ding ans Dinghi zu montieren und 5-10 MIn blubbern zu lassen, ist doch kein zu großer Aufwand?
Sind doch genug Crewmitglieder an Bord, die das überwachen können...? Oder?
Im Übrigen laufen die meisten 2-3,5 PS-Motoiren alleine deswegen nicht, weil

* vergessen wurde Tankleitung zu öffnen
und/oder
* vergessen wurde Zuluftschraube aufzudrehen
* man den Choke zieht oder es unterlässt oder den zu lange drin lässt
* man die Zündkerze irgendwie naß gemacht hat

kurzum: Fehlbedienung.
Ich selbst mache ständig die Erfahrung: wer den Motor am Anfang problemlos zum Laufen bringt, hat 2 Wochen lang keine Probleme... andere haben soviel Angst vor dem Versagen des Motors, daß der prompt streikt... (ist auch mir schon passiert) Daher immer Paddel ins Dinghi..*hihihi*



Abwarten bis es mal regnet, um festzustellen dass das alte Teakdeck nicht leckt ?


Du charterst doch keine ollen Schiffe, also Teakdeck nicht undicht, außer bei... *ach lassen wir das* ;-))

aber da erinnere ich einen Fall, die segelten hart am Wind und beschwerten sich über eindringendes Wasser über´s Teakdeck... bis sich herausstellte: die seitlichen Luken waren nicht richtig geschlossen...



Masttop checken ?


das verändert die Perspektive und verschafft einen ungeahnten Überblick-echt!
Und man kann tolle Fotos machen.... *smile*



Feuerlöscher ausprobieren ob noch Feuerlöschstoff drin ist ??


na- das sieht man doch außen, Dummerle...und natürlich sollte man da mal gucken: denn falls es brennt, nutzen funktionsunfähige Feuerlöscher nix.
Bekanntlich brennen ja mehr Schiffe ab, als sinken (Versicherungsstatistik vom Hörensagen, frag bloß nicht nach der Quelle)



Plaketten fälschen kann doch jeder !


Du überschätzt die Basismitarbeiter und unterschätzt deren Faulheit
Feuerlöscherkontrolle kostet nicht viel und die zahlt zudem der Eigner und die Charterlizenz vom Hafenmeister wird nur erteilt, wenn echte Prüfsiegel oder Rechnungen vorliegen (ich habe außerdem bei meiner eigenen Flexen Hex´n (http://buchtenbummler.de/feeling_416.htm) eine Prüfbestätigung des Servicebetriebes, sogar in der Türkei (http://tuerkei.charterpartner.com/) übrigens auch für die Rettungsinsel mit spezifizierten erbrachten Arbeiten....)



ALLE vorhandenen Kordeln auf Verschleiss überprüfen ?


also bis jetzt haben so Manche Dir noch Beifall geklatscht *lol*, aber "Kordeln" ???????????

Mann.... *kopfschüttelnd grins*


Wie mir scheint, läuft unter 3 Wochen überhaupt nichts.


eiegntlich ne gute Idee, um den Umsatz hochzutreiben, und mehr Rabatt gibt´s auch (Drittwochenrabatt!!)



Bleibt wenigstens 1 Woche zum segeln.


wobei DAS ja den entscheidenden Vorteil hat, daß man

a.) aufgrund des ausführlichen Einchecks nicht so viel kaputt macht
und
b.) WENN man was kaputtmacht, schon aus Zeitgründen nicht so viel


. Ansonsten hätte der Vercharterer die Ausfahrt ja schlicht und einfach verbieten können. Wenn sie schon oberamtlich verboten war. Oder wie oder watt?

in der Tat hätte der griechische (http://griechenland.charterpartner.com) Vercharterer das ausdrücklich verbieten müssen...so steht es im Gesetz... aber vielleicht wollte man (wir wissen es nicht!!!) die Crew (aus welchen Gründen auch immer) losweerden, und dachte: Die versenken den Kahn eh... und genau deswegen hat man denen dann den Blister untergejubelt, weil: weg is weg (das ist eine ironische Vermutung, scherzhaft gemeint...!!!

Im Ernst: denen ist das doch egal, denn der Charterer hat ja (dann) die Verantwortung, und man müsste ja davon WISSEN (aber wer weiß, ob man und wer was weiß?)


Also ich weiss eh nicht, wie`s gewesen war. Nur die Sonne war Zeuge.

und die hat sich mit Grausen abgewendet, glaub ich...


Die Gegendarstellung unterbleibt ja sowieso,


außer, irgendjemand übersetzt das alles hier ins griechische oder englische...Seglerlatein....


und einem Rindernet User voll und bei zu glauben, fällt auch schwer.
woll,woll...

Manches nicht so ganz ernst zu nehmen... Manches schon ;-)

Oldman
18.10.2006, 16:06
BuBu jetzt läufst aber schön langsam wieder zu deiner Höchstform auf :D

Jedenfalls was die Länge deiner Posts betrifft :p

charterpartner
18.10.2006, 17:44
BuBu jetzt läufst aber schön langsam wieder zu deiner Höchstform auf :D Jedenfalls was die Länge deiner Posts betrifft :p

jo, bei mir ist die "staade Zeit" ausgebrochen... da brauch ich Abwechslung...hihi

aber nächste Woche geh ich ja nochmal 10 Tage baden und sonnen.... ääähmm...auf weltumsegelungsähnlichen Hochseetörn (http://charterpartner.net) von Marmaris nach Bodrum... Kos... da muß ich mich vorher nochmal "austoben" *lol* und wenn er mir soooo eine schöne Vorlage liefert ;-)))) schließlich bin ich ein höflicher Mensch udn antworte nett, wenn ich nett gefragt werde, habbich, oddr...?

Salve

Fahrwasser
18.10.2006, 20:55
in der Tat hätte der griechische (http://griechenland.charterpartner.com) Vercharterer das ausdrücklich verbieten müssen...so steht es im Gesetz... aber vielleicht wollte man (wir wissen es nicht!!!) die Crew (aus welchen Gründen auch immer) losweerden, und dachte: Die versenken den Kahn eh... und genau deswegen hat man denen dann den Blister untergejubelt, weil: weg is weg (das ist eine ironische Vermutung, scherzhaft gemeint...!!!



Das glaube ich auch. So wird`s gewesen sein :D :D

FW

georg_s22
19.10.2006, 00:30
Eine Bft X hat man, wenn eine Bft X Böe wenigstens 10 Minuten durchhält. Eine kurzfristig gemessene Bft 8 ist deshalb häufig eine Bft 6.

Ob eine kalkulierte Bft 8 ein Risiko ist, hängt vom Kurs und der weiteren Wettererwartung ab. Mir hat mal ein Vercharterer und Mitausbilder bei Bft 9 (in der Ostsee) gesagt "Lauf doch mal aus, dann ruinieren die mir wenigstens nicht bei 7 mein Schiff". Hab ich nicht gemacht, war mir zu frisch, aber ist auch eine Option.

Jedenfalls kann Bft 8 nicht pauschal als Risiko herhalten, obwohl gegenan bei mehr als Bft 7 der Spass nicht mehr Freude macht. Griechenland kenne ich zu wenig. Was die Türkei anbelangt: Bft 5 aus SE oder Schwell kann ein böser Vorbote sein; Bft 6 aus N bis NW ist harmlos trotz übler Fallböen, selbst in der Rhodosstraße.

Was die Übergabe beim Chartern anbelangt, hab ich auch schon einiges gesehen, was mir die Haare zu Berge stehen läßt; da darf man nicht hingucken. Das andere ist, dass eine gewisse Vertrauensbasis zwischen Vercharterer und Charterer das ganze entschärft. Wir(Verein)/ich chartere seit Jahren bei einem renommierten Österreichischen Unternehmen und Diskrepanzen wie beschrieben sind nie aufgetreten.

Am Ende des Törns liste ich alle beobachteten Mängel auf und sage, welche davon ich verursacht habe. Probleme der beschriebenen Art hab ich so nie gehabt und selbstverständlich hab ich auch nicht alles überprüft sondern geglaubt und ich denke, dass sollte auch für eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung so sein.

Die Einlässe von @charterpartner erscheinen mir hier als wenig hilfreich. Mir ist es auch schon mal passiert (Agentur und special Cruiser-Racing-Charter), dass ein Vercharterer für ein gesprungenes Backofenglas -man kontrolliert nicht alles- Ersatz wollte; wir hatten den Backofen gar nicht benutzt. Von einem seriösen Vercharterer darf ich erwarten, dass er mir nicht bewusst Defekte unterstellt.

Die Antworten von @charterpartner halte ich, mit Verlaub, zumindest für einseitig geprägt und nicht uneingeschränkt für kundenfreundlich.

charterpartner
19.10.2006, 09:25
Wir(Verein)/ich chartere seit Jahren bei einem renommierten Österreichischen Unternehmen und Diskrepanzen wie beschrieben sind nie aufgetreten.

davon rede ich doch; die meisten Vercharterer bemühen sich redlich, und einzelne Ausrutscher kommen vor - beim einen kaum, beim anderen häufiger.
Partnerscaftliches faires Verhalten ohne überzogene Erwartungen, wie halt leider von vielen Charterkunden vorgebracht, wäre eine Grundlage, und nicht die fast schon manische Vorahnung: die wollen mich/uns abzocken, wie man das extrem häufig hört! (selffulfilling prophecy...)



Am Ende des Törns liste ich alle beobachteten Mängel auf und sage, welche davon ich verursacht habe. Probleme der beschriebenen Art hab ich so nie gehabt und selbstverständlich hab ich auch nicht alles überprüft sondern geglaubt und ich denke, dass sollte auch für eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung so sein.


eben, das sollte normal sein, und so wünscht man sich das. Aber leider nutzen extrem viele Kunden die weiter unten reklamierte "Kundenfreundlichkeit" gnadenlos aus, und Leidtragender ist die Charterfirmea der Folgecharterer und der Eigner.



Die Einlässe von @charterpartner erscheinen mir hier als wenig hilfreich. Mir ist es auch schon mal passiert (Agentur und special Cruiser-Racing-Charter), dass ein Vercharterer für ein gesprungenes Backofenglas -man kontrolliert nicht alles- Ersatz wollte; wir hatten den Backofen gar nicht benutzt. Von einem seriösen Vercharterer darf ich erwarten, dass er mir nicht bewusst Defekte unterstellt.

Du erwartes Dummheit. Woher soll der Vercharterer wissen, und warum sollte er glauben daß Du den Backofen nicht benutzt hast? Und wieso geht ein Backofenglas beim Benutzen kaputt - vielleicht viel eher, weil jemand einen harten Gegenstand degegengeworfen hat.
Und derjenige, der es kaputtgemacht hat, wird LÜGEN.

Beliebtes Beispiel: es befindet sich Papier im Fäkalientank, obwohl ich es AUSDRÜCKLICHST erklärt habe, warum, weshalb und wieso dieses Papier da nicht rein darf.
6 erwachsene Menschen stehen vor mir, teils Akademiker, Familienväter.... alle behaupten "unschuldig": ich war das aber nicht, ehrlich!
Und wie kam das Papier da rein? Selbst reingehüpft oder was???

Also sieh bitte mal die Realität - das mag bei DIR vielleicht nicht so sein, im Verein, weil man viellelicht auch ehrlich ist. Solche Leute soll es ja noch geben.
In Realität stehst Du vor dem Problem, daß Menschen aus "Sebstschutz" lügen, und daß Du entweder der Depp bist und ständig allen nachrennst und alles bezahlst, oder daß Du gewisse Dinge straight durchziehst.
Alle und höchst kundenfreundlich agierenden Charterfirmen haben Schmerzgrenzen, und die werden sehr häufig überschritten, da ist kein Platz mehr für Kulanz, die Kalkulation ist zu eng (der Kunde schreit doch sofort und unentwegt nach Rabatt... und wer bezahlt dann den Service, die geforderte Kulanz??????)

Und wenn Du eine Yacht übernimmst, und am Ende ist das Backofenglas kaputt, und Du vermutest, daß das schon war, Du hast es aber aus EIGENER Fahrlässigkeit nicht gesehen, tja dann kannst Du doch nicht den Vercharterer als "unkulant" und "Abzocker" bezeichnen, nur, weil der seinen Job ordentlich macht!!!???? Stell Dir vor, DU bist der nächste Kunde, was erwartest Du dann?



Die Antworten von @charterpartner halte ich, mit Verlaub, zumindest für einseitig geprägt und nicht uneingeschränkt für kundenfreundlich.


Dein gutes Recht, so zu denken - aber vielleicht schaffst Du auch mal den Perspektivewechsel und versuchst es aus der anderen Sicht zu sehen - ich kenne keinen einzigen Vercharterer, der vorsätzlich versucht, Kunden über den Tisch zu ziehen, Leuten was unterzuschieben.

Aber Beispiele wie das obige von Klopapier kann ich über alle möglichen technischen und sonstigen Probleme berichten.
ZUm Abschluß nur noch einen:

Charterer bekommt nagelneuen Katamaran mit ebenso nagelneuem Dinghi und Außenborder. Nach 2 Wochen kommen die zurück und im Salonholztisch befindet sich ein 20 cam langer, tiefer Kratzer. Das Dinghi ist an der Unterseite aufgeschabt und der Propeller vom Außenborder hatte offensichtlich Grundberührung, ist total an den Rändern angeschrappt.

Ich wurde darauf aufmerksam, weil ich am gleichen Steg lag, und plötzlich ging das Geschrei los: das sei ja eine Kleinigkeit, eine solche unkulante Behandlung habe man ja noch nie erlebt, der Propeller müsse nicht ausgewechselt werden (kostet 30 oder 40 Euro), und außerdem sei der Kratzer im Tisch schon gewesen....

wie gesagt: eine nagelneu, noch nie benutzte Yacht (man könnte nun unterstellen, die Überführungscrew hätte zumindest den Tisch zerkratzt, aber gehen wir mal davon aus, daß die Erstcharter besonders gründlich vorbereitet wird, und daß ein zerkratzter Tisch doch als Erstes ins Auge fällt, oder?!)
Das ist nicht ausgedacht, sondern tatsächlich passiert- diese Crew hat die Yacht dann völlig vermüllt hinterlassen (schließlich hat man Endreinigung bezahlt).

Und dann redest Du von "nicht besonders kundenfreundlichen Ausagen"????

Ein Einzelfall?
Sicher ein besonders krasses Beispiel, aber keineswegs ein Einzelfall, sondern sehr, sehr häufig - rede mal mit Vercharterern, und deren Frust... die bemühen sich, kümmern sich, manche mehr, manche weniger professionell.
Wer aber ständig auf überzogene Erwartungen trifft und am Ende noch betrogen und beschimpft wird, dem vergeht auch die Lust z.B. auf Kulanz, und trotzdem sind die meisten immer noch geduldig und sehen das als Bestandteil der Aufgabe in ihrem Job.

Glaube mir - man kann sich als Partner auf Augenhöhe verstehen, und man kann und wird bei korrekten Leuten außerordentlich kulant und großzügig sein.
Bei manchen (und leider zu vielen!) Leuten und Vorfällen hilft allerdings nur der eiserne Besen... ob Du das für "kundenfreundlich" hältst, ist Deine Sache.
Zum Schutz der seriösen und korrekten Kunden und Eigner ist das unabdinglich.

Gruß
Charterpartner Hans,BuBu (http://charterpartner.net)

pete51
19.10.2006, 10:34
...aber vielleicht schaffst Du auch mal den Perspektivewechsel und versuchst es aus der anderen Sicht zu sehen - ich kenne keinen einzigen Vercharterer, der vorsätzlich versucht, Kunden über den Tisch zu ziehen, Leuten was unterzuschieben.
[/url]

Das ist ja nun der Witz schlechthin. Ausgerechnet charterpartner nimmt das Wort Perspektivenwechsel in den Mund.

Und außerdem: Daß er keinen Vercharterer kennt, der sich unkorrekt verhält, mag ja sein. Aber das besagt rein gar nichts. Warum weisen denn Vericherer ihre Kunden ausdrücklich darauf hin, dem Vercharterer gegenüber nie etwas von einer Skipperhaftpflicht zu erwähnen, um ihn nicht auf dumme Gedanken zu bringen. Wahrscheinlich, weil die alle keine Ahnung haben und sich von charterpartner erst einmal über die Wirklichkeit aufklären lassen sollten.

pete

besemo
19.10.2006, 10:42
Warum weisen denn Vericherer ihre Kunden ausdrücklich darauf hin, dem Vercharterer gegenüber nie etwas von einer Skipperhaftpflicht zu erwähnen, um ihn nicht auf dumme Gedanken zu bringen.
pete

You've done it!

CC3829
19.10.2006, 12:16
Und wenn Du eine Yacht übernimmst, und am Ende ist das Backofenglas kaputt, und Du vermutest, daß das schon war, Du hast es aber aus EIGENER Fahrlässigkeit nicht gesehen, tja dann kannst Du doch nicht den Vercharterer als "unkulant" und "Abzocker" bezeichnen, nur, weil der seinen Job ordentlich macht!!!???? Stell Dir vor, DU bist der nächste Kunde, was erwartest Du dann?


Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber wenn der Backofen bei der Übernahme tatsächlich schon kaputt war, heisst das doch im Umkehrschluss, dass das Charterunternehmen wissentlich ein defektes Boot weiter verchartert hat und es dann bei der Rückgabe "das erste Mal" :mad: bemerkt hat. Entweder lässt das Rückschlüsse darauf zu, dass 1. die ihr Boot nur in unregelmäßigen Abständen richtig kontrollieren, also nur jede 2 oder dritte Vercharterung und das verstehe ich nicht unter "den Job ordentlich machen!!!! Die 2. Möglichkeit ist das Boot wird jedes Mal kontrolliert und die sagen sich, wenns der Kunde nicht merkt hat er eben Pech gehabt und wir haben ein schönes Zubrot oder 3. es ist während des Törns kaputt gegangen und keiner hats (a)gesagt oder (b)gemerkt.

Die ersten beiden Varianten machen meiner Meinung nach ein wenig seriöses Unternehmen aus. Ich persönlich würde solch ein Unternehmen bei welchem ich solch ein Verhalten beobachte oder von dem ich von mehreren Seiten höre (Bei Foren muss allerdings schon eine Häufung und nicht nur ein einmaliger Beitrag vorhanden sein) das solch ein Verhalten an den Tag gelegt wird in Zukunft meiden. Wenn alle das machen und Qualität und nicht nur der Preis zählt dann reguliert schon der Markt den Rest.

Zur dritten (b) Variante kann ich sogar ein Beispiel nennen. Vor längerer Zeit haben wir eine nagelneue BAV gechartert. Bei der Rückgabe war auf einmal auf der Steuerbordseite ein 60 bis 70 cm langer Kratzer ca. 1 m oberhalb der Wasserlinie. Wir konnten uns nicht erklären wie der an das Boot gekommen ist und auch ausschließen, das wir es waren. Bezahlen mussten wir trotzdem.

Gruß Jan


Edit:
Ich erwarte übrigens, dass der Vercharter das Glas entweder vor Übergabe ausgetauscht hat oder mir mitteilt, das da was nicht ganz in Ordnung ist und ich das gar nicht entdecken brauch sondern es schon weiß. Wie gesagt bei allem anderen fühl ich mich sonst abgezockt.

charterpartner
19.10.2006, 14:18
...wenn der Backofen bei der Übernahme tatsächlich schon kaputt war, heisst das doch im Umkehrschluss, dass das Charterunternehmen wissentlich ein defektes Boot weiter verchartert hat und es dann bei der Rückgabe "das erste Mal" :mad: bemerkt hat.


aha - Du unterstellst also als gottgegeben, daß es kaputt war.
Woher willst Du das wissen.
Vielleicht (wahrscheinlich, wer weiß?) war es NICHT kaputt, sondern ist - unbemerkt... - während des Törns gesprungen, warum auch immer. Dann hätte halt der Charterkunde Pech gehabt, deswegen ist der Vercharterer noch lange kein Betrüger.

Ja "WENN" die Scheibe tatsächlich kaputt gewesen wäre, dann HÄTTEST Du ja Recht, aber DANN hätte auch der ach so sorgfältige, ordentliche, superehrliche Charterer nebst seiner superqualifizierten und nicht durchgängig kurzsichtigen Crew (oder ´war der alleine an Bord!) diesen Schaden doch beim Eincheck bemerken MÜSSEN (ICH jedenfalls mache den Backofen oder auch den Kühlschrank ganz automatisch auf, ist so na Art Reflex...wenn ich in ein Hotelzimmer komme, gucke ich auch ohne besonderen Grund in die Minibar...)
Ist übrigens auf Messen gut zu beobachten: die Leute gehen rein in die Yacht, und entweder setzen die sich erst einmal hin (Polster checken) oder reißen sofort jedes erreichbare Schapp nebst Herd und Kühlschranktür auf... warum sollte das beim Eincheck einer Yacht anders sein -ICH jedenfalls beobachte das auch oft.

Verdreht doch nicht Ursache und Wirkung, nur weil IHR Fehler macht.

Kratzer im Gelcoat, zersprungene Glasschieben usw. - Schäden können JEDEM passieren, dazu guckt man VORHER... und man sollte dann auch Manns genug sein, zuzugeben, daß man eben irgendwo angelegt hat(te), wo es gekratzt haben könnte... und wenn HINTERHER ein Kratzer im Gelcoat ist, oder sonst iurgend ein Schaden der VORHER (vom ÜBERNEHMER!! DESSEN VERSAGEN!!!) nicht entdeckt wurde, kann man doch nicht das EIGENE VERSAGEN und/oder UNFÄHIGKEIT dadurch entschuldigen, daß man es seinem Vermieter in die Schuhe schiebt, und den per se des ständigen Betrugs verdächtigt und bezichtigt!

Habt Ihr noch alle an der Tasse???????



Entweder lässt das Rückschlüsse darauf zu, dass 1. die ihr Boot nur in unregelmäßigen Abständen richtig kontrollieren, also nur jede 2 oder dritte Vercharterung und das verstehe ich nicht unter "den Job ordentlich machen!!!!


also :
1.) kontrolliert er, und entdeckt einen Schaden, war es der Charterkunde nicht
2.) kontrolliert er und entdeckt KEINEN Schaden, schaut der Charterkunde zu, daß er Land gewinnt, bevor
3.) er bemerkt, daß ein Schaden vorliegt, dann schiebt er es dem Folgekunden in die Schuhe

Er muß allerdings dafür solange warten, bis einer der Folgekunden schlampig genug ist....

Wer hat also SCHULD?????



Die 2. Möglichkeit ist das Boot wird jedes Mal kontrolliert und die sagen sich, wenns der Kunde nicht merkt hat er eben Pech gehabt und wir haben ein schönes Zubrot oder 3. es ist während des Törns kaputt gegangen und keiner hats (a)gesagt oder (b)gemerkt.





Vor längerer Zeit haben wir eine nagelneue BAV gechartert. Bei der Rückgabe war auf einmal auf der Steuerbordseite ein 60 bis 70 cm langer Kratzer ca. 1 m oberhalb der Wasserlinie. Wir konnten uns nicht erklären wie der an das Boot gekommen ist und auch ausschließen, das wir es waren.

na klaaaaarrrr..... watrdennsonst??? Ihr wart das nicht, es war der böse Wasserliniengelcoatkratzfisch....


Bezahlen mussten wir trotzdem.
Gruß Jan


ja, weil nämlich der böse Wasserliniengelcoatkratzfisch mit dem Vercharterer unter einer Decke steckt und arme, unschuldige Charterkunden abzockt...

Ich kann nur sagen: EURE Gedankenwelt zeugt von abgrundtiefen Seelen... wer so denkt, gehört echt mal untersucht... am Ende stehen lauter betrogene Betrüger da und finden sicher bald wieder jemanden, dem sie die Schuld zuschieben können - jemand anderen, klar.... den SCHULD sind IMMER die anderen...
================================================== =====

Übrigens mal ein aktueller Fall:

Charterkunde bucht eine 4 Jahre alte 43 Fuß Yacht.
Die hat vor Charterantritt einen Motorschaden, fällt also aus.
Ersatzyacht eine 47 Fuß Yacht aus 2004, also jünger, größer, erstklassiger Zustand von einer befreundeten Charterbasis.

Aus formalen Gründen (rechtliche, Versicherung) muß natürlich ein Chartervertrag gemacht werden, der aus Zeitgründen, damit der Charterer gleich rauskann, mit diesem direkt geschlossen wird, statt über die ursprüngliche Charterfirma.
Versehentlich schreibt die Sekretärin den Nettopreis in den Chartervertrag, und nicht den Listencharterpreis.

Kunde kommt nach 1 Woche wieder und reklamiert

* wegen der größeren Yacht mußte er höhere Liegeplatzgebühren zahlen (das will er ersetzt haben)
* da er ja einen wesentlich niedrigeren Charterpreis erfahren hat (nämlich den Nettopreis zwischen den Charterfirmen, der ja normalerweise eben Provisionen usw enthält), verlangt er die Differenz zum ursprünglichen Charterpreis. Die Erläuterung, daß ja die Ersatzyacht größer als die gebuchte Yacht und damit ohnehin schon billiger war, und es sich um ein rein formales Versehen, sogar zu seinem Vorteil (schnellerer Eincheck) war, ist ihm nicht nahezubringen.
* bei der Abnahme wird die Yacht abgetaucht und es stellt sich raus, daß er eine Grundberührung verschwiegen hat, erst auf Nachfrage gibt er zu, daß nachts der Anker nicht hielt, und er ziemlich hart aufrumpelte. Ruderblatt ist angebrochen, Kiel teilweise gedellt

Seine Ausrede: der Anker ist hinter einer Felsplatte vorgerutscht und die Yacht auf einen Felsen getrieben worden, der "in der Seekarte nicht eingetragen ist".

Auf den Vorhalt, daß der Anker nicht einfach so rutscht, schiebt er die Schuld auf den "plötzlich stark drehenden Wind".
Auf den Vorhalt daß ja ufernahe Felsen unter der Wasserlinie auf Seekarten nicht eingetragen sind, und man daher gut gucken muß, wenn man ufernah ankert, ist die Seekarte schuld...

Fragen...???? Die Sache läuft... natürlich sind die involvierten Charterfirmen, die sich bemühen, die Betrüger, und weil die Kaution wegen des Ruder- und Kielschadens einbehalten wurde, schlägt das dem Faß den Boden aus...

Dazu fällt selbst mir dann nichts mehr ein außer tief durchzuatmen....


Aber es werden sich gleich hier wieder einige finden, die genau wissen, mit welcher Masche die Charterfirmen sich da hinterhältig die Bälle zugespielt habenb, nur, um einen armen Charterer über den Tisch zu ziehen, da bin ich sicher...

Meiomei... gut, daß nicht alle so sind, aber die ca. 2-4% je nach Pechsträhne pro Jahr kosten einen wirklich viel Nerven und die guten, netten, vernünftigen Kunden müssen es teilweise ausbaden, weil diese dann Kontollen und Regelungen unterworfen werden, die nicht sein müssten - aber für die die erwähnten 2-4% IMMER Ausreden und Gründe finden, und seien die noch so abstrus und hanebüchen.....

Cosmic
19.10.2006, 14:45
Moin moin,

wir haben doch hier nicht mehr und nicht weniger als einen einzelnen geschilderten Fall. Nur die Fakten können eigentlich Grundlage für die Diskussionen hier sein. Wenn es also so war, wie geschildert, dann mag taxman vielleicht fahrlässig gehandelt haben, als der Blister nicht kontrolliert wurde. Aber der Vercharterer hätte bewusst (oder unbewusst, falls er selbst den Schaden nicht kannte) der Crew bei er Übergabe ein schadhaftes Teil überlassen, in der Hoffnung, dieses nach Rückkehr den Charterern in Rechnung zu stellen.

Fakt ist für mich aber auch, dass sich der Thread-Ersteller

a) extra für diese Schilderung des "Falles" als neues Mitglied hier angemeldet hat (1 Beitrag),

b) sich seither hier nicht mehr blicken liess und

c) ihn scheinbar auch keiner hier kennt.

Nennt es Misstrauen, aber alle drei Punkte lassen die Schilderung zumindest als wenig belegt erscheinen. Und das schreibe ich ganz bewusst als ebenfalls noch sehr junger Nutzer (in diesem Forum), dem jedoch als langjährigen Internetuser die Missbrauchsmöglichkeiten des (anonymen) Internets schon ein paar Jahre nerven...

Dirk

pete51
19.10.2006, 15:09
... gut, daß nicht alle so sind, aber die ca. 2-4% je nach Pechsträhne pro Jahr kosten einen wirklich viel Nerven und die guten, netten, vernünftigen Kunden müssen es teilweise ausbaden...

2-4 % - na das nenn ich aber mal eine Kriminalitätsrate. Ein paar Textungetüme vorher las sich das noch so - in der Aufregung schon wieder vergessen?


Das heißt nicht, daß alle Charterkunden Betrüger sind, aber leider versuchen halt auch viele (Klein- und Hobby- oder Gelegenheits-) Betrüger irgendwelche kleinen Geschäftchen auf Kosten der Charterfirmen zu machen..

Es wird wirklich immer schwerer, in diesem Wortdurchfall brauchbare Brocken zu finden, was ich eigentlich schade finde, denn ich denke, daß der Schreiber über großes Wissen und viel Erfahrung verfügt. Schade, daß ihm das Argumentieren so schwer fällt.

Im übrigen hat Cosmic natürlich Recht mit dem Hinweis, daß man bei solchen Postings wie dem am Anfang auch immer in Erwägung ziehen muß, daß es sich um einen Racheakt von wem auch immer handeln kann...

pete

CC3829
19.10.2006, 15:33
aha - Du unterstellst also als gottgegeben, daß es kaputt war.
Woher willst Du das wissen.
Vielleicht (wahrscheinlich, wer weiß?) war es NICHT kaputt, sondern ist - unbemerkt... - während des Törns gesprungen, warum auch immer. Dann hätte halt der Charterkunde Pech gehabt, deswegen ist der Vercharterer noch lange kein Betrüger.


Ich unterstelle hier gar nichts. Ich habe nur Möglickeiten Aufgezählt, die ich hier sehe. Was Unterstellungen angeht bist du meiner Meinung nach hier recht einsam. Weil nur der böse Charterer macht was kaputt und wenn nicht dann hätte er sich halt besser bei der Übergabe aufpassen sollen. Dass der Vercharterer vielleicht auch in der Pflicht steht ein mängelfreies Boot abzugeben kommt dir wohl nicht in den Sinn.




na klaaaaarrrr..... watrdennsonst??? Ihr wart das nicht, es war der böse Wasserliniengelcoatkratzfisch....

ja, weil nämlich der böse Wasserliniengelcoatkratzfisch mit dem Vercharterer unter einer Decke steckt und arme, unschuldige Charterkunden abzockt...


Bestimmt nicht, sehr wahrscheinlich war es in Stavoren eine Feeling 100irgendwas im Päckchen. Bei der Übernahme war jedenfalls alles ok, wurde nämlich wie es sich gehört von uns gecheckt. Es war auch auf diversen Fotos von der Abreise gut zu sehen das da kein Schaden war. Während des Törns lagen wir nur zwischen Pfählen daher kann der Schaden nicht kommen weil der durch den Überhang geschützt wurde und wir nicht an die Pfäle gekommen sind. Ansonsten haben wir nur mit der Backbordseite angelegt. Die Reparatur war meine Meinung nach mit 75 EUR die uns der Vercharterer abgenommen hat sehr günstig. Ich hätte das nicht für so billig gemacht.
Aber es freut mich schon zu sehen was du alles in den kurzen Satz reininterpretieren kannst. Herzlichen Glückwunsch


[QUOTE=charterpartner]
Ich kann nur sagen: EURE Gedankenwelt zeugt von abgrundtiefen Seelen... wer so denkt, gehört echt mal untersucht... am Ende stehen lauter betrogene Betrüger da und finden sicher bald wieder jemanden, dem sie die Schuld zuschieben können - jemand anderen, klar.... den SCHULD sind IMMER die anderen...


Wenn du dir mal meine Beiträge richtig durchlesen solltest dann kannst du feststellen, dass ich bedingt durch die Wahl meiner Vercharterer bisher noch nie betrogen gefühlt habe. Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, habe ich bei der sorgfältigen Übernahme der gecharterten Boote keine Probleme mit verstecken Mängeln oder ähnliches gehabt. Da ich vorhabe auch weiter meine Segelurlaube mit fremden Booten zu genießen, werde ich halt nicht die Unternehmen wechseln und den bisherigen treu bleiben.


Gruß Jan


PS: @Hans: wenn ich hier hätte gottgegeben unterstellen wollen, dann hätte ich nicht geschrieben "... wenn der Backofen bei Übernahme tatsächlich kaputt gewesen ist..." sondern: "Weil der BAckofen kaput war kann es nur bedeuten...."

basis
19.10.2006, 15:33
Gerne möchte ich manchmal für eine oder zwei Wochen am Meer (nicht Binnen) ein kleineres Boot chartern, zum Beispiel ein altes H-Boot oder sowas ähnliches um 24-27 Fuss. Zum Beispiel nur zu zweit. Zum Beispiel in Kuba (@charterpartner) oder in der Karibik oder auch am MM.
Darf auch ruhig etwas älter sein und ohne viel Elektrik und sonstige schnell kaputtbare Sachen. Ist doch egal ob die Segel schon ein paar Jahre draufhaben, der Gelcoat schon bisschen angekratzt und der Kiel ein paar kleine Beulen hat ? Strukturell sicher muss es stimmen, aber die Kosmetiksachen müssen doch nicht immer auf Hochglanz poliert sein. Es gibt ja auch 5Sterne und 1Sterne Hotels, wo das Bett nicht mehr so gerade ist, aber schlafen kann man trotzdem. Wenn ich Charterboote suche finde ich nur so fette neue Glanz-Kaliber mit Abwaschmaschine und Mikrowelle, wo man dann aber 10 Personen draufplatzieren muss, um einigermassen rauszukommen.

Warum sind alle Schiffe so gross und dementsprechend - logisch - so teuer ?

Warum kann man nicht abgeschriebene Boote zu günstigen Preisen weiterlaufen lassen ?

Ist das nun eine zu naive Frage (Ich weiss: Sicherheit und Versicherung und so) ? Oder liegt's an den raren Liegeplätzen ?

Gruss basis

charterpartner
19.10.2006, 17:27
Gerne möchte ich manchmal für eine oder zwei Wochen am Meer (nicht Binnen) ein kleineres Boot chartern, zum Beispiel ein altes H-Boot oder sowas ähnliches um 24-27 Fuss. Zum Beispiel nur zu zweit. Zum Beispiel in Kuba (@charterpartner) oder in der Karibik oder auch am MM.


guckstu in Holland...



Darf auch ruhig etwas älter sein und ohne viel Elektrik und sonstige schnell kaputtbare Sachen. Ist doch egal ob die Segel schon ein paar Jahre draufhaben, der Gelcoat schon bisschen angekratzt und der Kiel ein paar kleine Beulen hat ? Strukturell sicher muss es stimmen, aber die Kosmetiksachen müssen doch nicht immer auf Hochglanz poliert sein. Es gibt ja auch 5Sterne und 1Sterne Hotels, wo das Bett nicht mehr so gerade ist, aber schlafen kann man trotzdem. Wenn ich Charterboote suche finde ich nur so fette neue Glanz-Kaliber mit Abwaschmaschine und Mikrowelle, wo man dann aber 10 Personen draufplatzieren muss, um einigermassen rauszukommen.


ja, weil alle den dicken Maxe machen wollen (vor allem der Charterskipper), aber dann möglichst viele Mitsegler/innen brauchen, die die Kosten mittragen, um das Ego des Skippers zu fördern, schließlich ist man dann ja "wer"
Guck Dir mal Chartercrews an, wie die sich sehr häufig zusammensetzen. Und da sist ja auch ganz ok, Urlauber halt, keine "Segler".(ohne Wertung)
Viele können bald schon nur noch segeln, wenn eine Batteriebank für durchgängig 24 Grad via aircondition im Cockpit sorgt, nachts brummelt es ja schon in vielen Buchten erbärmlich von den ACs....



Warum sind alle Schiffe so gross und dementsprechend - logisch - so teuer ?
Warum kann man nicht abgeschriebene Boote zu günstigen Preisen weiterlaufen lassen ?


Du wirst lachen, die Idee hatte ich auch schon vor Jahren, aber es fand sich weder jemand, der das finenzieren wollte, noch jemand der buchen wollte.
Und dann lies mal die Rechtfertigungsposts einiger User hier, und mach Dir Dein Bild. Denen eine ältere Yacht zu geben bedeutet doch Regreßansprüche wegen "vertanem Urlaub" riskieren...

Und weiter: meine eigene Yacht ist 14 Jahre "alt". Völlig unvermietbar. Und als ich diese im Alter zwischen 6 und 10 Jahren noch gelegentlich vermietete, kamen genau 2 Sorten Charterer:

Sorte 1: wir chartern eine alte Gurke, also darf das Ding nix kosten, aber es muß natürlich ALLES an Bord sein, was ich "gewohnt" bin, und WEHE irgendetwas funktioniert nicht oder nicht so, wie ich das will (oder fehlbediene: Scheiß-Schiff...)

Sorte 2: Da muß man auch nicht mehr drauf aufpassen, also gib alles...

Ergebnis: es wurde mehr kaputtgemacht, als man an Charter hereinfahren konnte. Zudem sind die wesentlichen Kosten (und damit auch verdienst-)Bestandteile mit gut 40% bei der Wartung und Stützpunkt zu suchen.
Wenn Du also für eine Yacht neu ca. 1900 Euro kriegst, kannste für eine ältere Yacht vielleicht 1200 oder 1400 verlangen, wirst die aber kaum verchartern. Die Grundkosten sind aber genauso hoch, wie bei der neuen Yacht. Ergo ist der Kostenanteil pro Charter so hoch, daß es unökonomisch ist.´Und dazu dann Kunden wie oben...

Aus diesem Grund habe ich es auch aufgegeben und verchartere meine eigene Yacht nicht mehr (ohne mich als Skipper), dann kann ich wenigstens etwas bremsen (reffen z.B.) und die gröbsten Fahrlässigkeiten verhindern.

Und wenn Du jetzt eine kleine Yacht siehst, eine Bav 32 oder noch kleiner, die gibt es in Kroatien (29er), die kosten ein paar hundert Euro. Der Personalaufwand ist derselbe wie für eine große Yacht. Technikaufwand ähnlich, und Putzen ist kaum zeitlich weniger.
Und dann stell Dir einen Versicherungsfall vor... den Aufwand, die Mnege an umzulegenden Crews usw.usw. Oh je...

Merkst was... es rechnet sich nicht.

Dazu kommt auch die lokale gesetzliche Regelung für Charter-Hochseeyachten. Eine kleine 28er geht ja bald unter, wenn alles drauf ist, was vorgeschrieben ;-)



Ist das nun eine zu naive Frage (Ich weiss: Sicherheit und Versicherung und so) ? Oder liegt's an den raren Liegeplätzen ?
Gruss basis

daran auch, aber es gibt ja viele Plätze, die zu flach für größere Boote sind, aber der Hauptgrund siehe oben.

Aber wie gesagt: rumgucken lohnt: in den Bodden gibt´s kleinere Kielschwertyachten, in Holland, und in Kroatien um die 28-29 Fuß, aber ab 30 Fuß findest Du fast überall was, und in der Nebensaison auch recht günstig. 350-400 Euro pro Person/Woche mußt Du allerdings halt schon hinblättern.

Grüße
Hans

Oldman
19.10.2006, 18:09
ja, weil alle den dicken Maxe machen wollen (vor allem der Charterskipper), aber dann möglichst viele Mitsegler/innen brauchen, die die Kosten mittragen, um das Ego des Skippers zu fördern, schließlich ist man dann ja "wer"
Guck Dir mal Chartercrews an, wie die sich sehr häufig zusammensetzen. Und da sist ja auch ganz ok, Urlauber halt, keine "Segler".(ohne Wertung)
Viele können bald schon nur noch segeln, wenn eine Batteriebank für durchgängig 24 Grad via aircondition im Cockpit sorgt, nachts brummelt es ja schon in vielen Buchten erbärmlich von den ACs....

Grüße
Hans


Auweia! Auweia! :rolleyes: :rolleyes:

Hans willst wieder alle Pfeile auf dich ziehen? :D

Und ist der Ruf erst ruiniert.... :D

charterpartner
19.10.2006, 18:22
*schmunzel*
Da ich mich ungewollt zum Anwalt der verfolgten Charterfirmen gemacht habe, bleib ich dabei und nehme mir die einzelnen Fragen gerne vor:

@Cosmic wohl wahr, und auch viele anonyme Antworten zeugen ja nicht von viel Sachverstand oder Einsichtswillen oder nur Diskursfähigkeit, sondern nur von Rechthaberei und persönlichen Animositäten, und d man nicht weiß, wer dahintersteckt, bleibt nur die "Stimmungsmache".

@alle klar, jetzt kommt´s gleich wieder: ich bin der oberste Rechthaber.
Aber ich bemühe mich wenigstens um sachlich begründete ARGUMENTE und Gegenteiliges lese ich wenig - im Übrigen lebt ein Diskurs von unterschiedlichen Standpunkten, wär mir nur lieber, wenn die nicht nur behauptet, sondern auch begründet oder gar belegt würden.

Es ist halt nunmal so: solange kein überzeugendes ARGUMENT kommt, habe ich Recht - bin also in den Augen der nicht Durchsetzungsfähigen ein Rechthaber!
Es ist ja auch einfacher, jemanden dieserart (und anders) verbal anzugreifen, als mal beim Thema zu bleiben und Fakten zu präsentieren statt Vermutungen und Unterstellungen sowie persönliche Wertungen

Pete 51 verstehe den Einwurf mit den 2-4% nicht .
In der Tat zählen wir über´s Jahr 2-4 % (es schwankt) Querulanten.
Das sind keineswegs diejenigen Leute, welche mit berechtigten Reklamationen oder mit Verbesserungsvorschlägen an uns herantreten, denen sind wir doch dankbar! Und keiner, der nicht insbesondere MEINE Kulanz zu schätzen weiß.

Sondern es sind eben unbelehrbare, uneinsichtige Nörgler, Meckerer, Besserwisser, die IMMER einen anderen Schuldigen kennen, und die eben AUCH wie oben teils zu lesen ist, ein "Feindbild Vercharterer" haben, oder einfach nur völlig überzogene Erwartungen.
Und diese wenigen Leute sind der knallharte Störfaktor.
Wegen DENEN sichert sich jeder Vercharterer ab, muß man (lange) vorauszahlen, Kaution hinterlegen usw.

Bsp: jedes Jahr mehrere Fälle, wo Leute versuchen, ohne Bezahlung auf eine Yacht zu gelangen. Manche schicken gefälschte (!!) Zahlanweisungen per Fax und behaupten: Geld ist unterwegs.
Ich will hier keine Tricks ausplaudern, aber glaub mir: würde es DIESE Typen nicht geben, und es sind nur wenige, dann wäre es viel einfacher, kulant zu Kunden sein zu können.
Stattdessen schmeißen wir und andere knallhart Reservierungen raus, wenn
das Geld nicht kommt, dann bucht ein anderer Kunde (und nicht nur wir, auch die gesamte Reisebranche, die Fluggesellschaften, Hotels reservieren teilweise nur gegen Kreditkarte, die wird sofort auf Gültigkeit geprüft, und bei NOSHOW wird eine Nacht oder mehr belastet usw.)
Mach die Augen auf...


Du reklamierst bei mir "Wortdurchfall" - eine komplexe schriftliche Argumentationskette ist bei Dir also (abwertend: Durchfall=implizit Scheiße...) Wortdurchfall.
Na, wenn Dir sonst zum Thema nichts einfällt, schweig doch einfach.
Es ist kompliziert genug, bei den unterschwelligen Angriffen und Wertungen Einzelner relativ ruhig und sachlich zu argumentieren. Und man muß - will man es ernsthaft diskutieren - auch aus meiner Sicht blödsinnige comments entgegnen, denn sonst (forums-und internetkommunikationstypisch) steht das unwidersprochen im Raum und dann wirkt die alte "Anwaltsregel": "Gesagt ist gesagt" (was soviel heißt wie: auch, wenn nicht zulässig, dann haben es (die Entscheider)dennoch gehört und können es gar nicht mehr ignorieren, selbst, wenn die wollen oder müssen, ist ein rhetorischer Trick, der aber wirkt)
Meinerseitiges Ignorieren hilft da nur, wenn mir das Thema egal ist, aber dieses Thema ist mir nicht egal (merkt man kaum, gell ? ;-)

cc3829
Du schreibst:
Ich unterstelle hier gar nichts. Ich habe nur Möglickeiten Aufgezählt, die ich hier sehe. Was Unterstellungen angeht bist du meiner Meinung nach hier recht einsam. Weil nur der böse Charterer macht was kaputt und wenn nicht dann hätte er sich halt besser bei der Übergabe aufpassen sollen. Dass der Vercharterer vielleicht auch in der Pflicht steht ein mängelfreies Boot abzugeben kommt dir wohl nicht in den Sinn.

Wir wollen uns nicht mit Semantik und Grammatik quälen.
Dein von mir kommentierter Satz sagt aufgrund er Wortwahl eben das aus, was ich dann entgegnet habe, aber das würde zu weit führen.(wir sind ja nicht im Linguistik-Seminar.
Ich kann auch keine Unterstellungen meinerseits erkennen, bitte benennen mit Zitat und bitte im Kontext. Daß auch ich nicht immer ganz sauber formuliere, kommt vor, und dann nehme ich Korrekturen gerne entgegen...

Es ist aber erstaunlich, daß VÖLLIG ignoriert wird, daß ich KEINESWEGS unterschlage, daß der Vercharterer SELBSTVERSTÄNDLICH Pflichten hat, und ich halte diese doch eben deswegen für gar nicht erwähnenswert.
Ich weiß gar nicht, warum man darüber sprechen soll, wie ein Anbieter sein Angebot aufzubereiten und zu präsentieren hat...? [Selbstverständlich bestens, was sonst. Und nur von solchen reden wir doch, und wenn es andere gibt, ja DANN greift die Gegenkontrolle durch den KUNDEN .
Wie beim Gammelfleisch: ja: ich gehe davon aus, daß es frisch ist, in der Supermarktkühltheke - aber wenn es stinkt, MUSS doch ICH reagieren, wenn es der Anbieter schon versäumt... da kann ich doch nicht vergammeltes Fleisch zubereten, und darauf verweisen, der Supermarkt hätte mal müssen...

Ich habe auch an mehreren Stellen nicht ausgeschlossen, daß Fehler passieren und versucht, dies zu erklären.

EBEN Darum MÜSSEN eben Vercharterer UND Charterer als Partner an die Sache herangehen - weder kann der Vercharterer die Reparatur und Reinigung der Yacht an den Kunden abgeben, noch kann der Charterkunde davon ausgehen, daß immer alles so ist, wie er es sich wünscht, leider, Gründe sind dabei doch egal.
Kontrolle ist eben wichtig,
Woher kommt eigentlich die naive Ansicht, daß man nicht kontrollieren muß?? Es ist doch zum Schutz BEIDER, ebenso wie Verträge von BEIDEN unterzeichnet werden, da kann doch hinterher nicht einer kommen und sagen: "oh - hab ich nicht gelesen, gilt also nicht..."
Unterschrift ist Unterschrift.

Und auch ein Übergabeprotokoll wird: unterschrieben.
Ich gucke doch VORHER, was ich unterschreibe, und wenn ich zu faul, zu blind oder zu doof bin, mich vorher zu vergewissern, dann muß ich eben den Schaden tragen.
So isses in der Welt - gibt kein "Vollkasko", nur "Vollkaskomentalität" - das ist vorbei, Freunde!!! Zynismus? Nein - Realismus, Aufwachen...

Manchmal gibt es eben Probleme, daran muß man arbeiten - das tun übrigens Großkonzerne auch, und die sollten ausweislich ihres tollen und ausgewählten hochqualifizierten Personals doch viel besser sein, sind sie aber oft nicht, wie wir alle wissen.

Ich sage doch nur, daß VORSATZ bei Charterfirmen extrem selten ist, aber bei Charterkunden schon aufgrund der größeren Zahl an Vorgängen sehr viel höher. Das nimmt doch nicht alle Charterfirmen per se in Generalschutz und beschuldigt doch längst nicht alle Charterer.... da wär ich doch auf dem falschen Dampfer, wenn ich diese Einstellung hätte!
Aber a bisserl kritische Einstellung und Reflektion ist erlaubt, oder???

Um eine Qualitätsverbesserung durchzuziehen brauchen wir doch beide Sichtweisen, und da analysieren wir jeden Vorgang.
Was ich hier schreibe ist mir nicht gestern Nacht im Traum zugeflogen, das sind belegbare Fakten.
Ob die Schlüsse 100% richtig sind, wird sich weisen, bislang liege ich ziemlich gut mit der Trefferquote, also so ganz falsch kann es nicht sein.


Bei der Übernahme war jedenfalls alles ok, wurde nämlich wie es sich gehört von uns gecheckt. Es war auch auf diversen Fotos von der Abreise gut zu sehen das da kein Schaden war. Während des Törns lagen wir nur zwischen Pfählen ...

Moment-haste das falsch formuliert oder lese ich falsch oder hatte Meister Freud seine Griffel im Spiel?
Wenn man auf Fotos bei der Abreise sieht, daß da KEIN Schaden war, und Du gibst MIT Schaden zurück, dann warst Du es doch - oder zumindest geschah es, während Du die Verantwortung hattest... ja, kann natürlich eine Nachbaryacht gewesen sein. Hättste den halt mal dingfest gemacht...

Kurzum: dier Vercharterer hat auch hier korrekt gehandelt und wie Du sagst, auch nur die Reparaturkosten berechnet, ist doch in Ordnung und korrekt und hört sich schon ganz anders an, als Deine erste Darstellung, findest Du nicht auch???

Eine sorgfältige Übernahme hat auch nicht den Zweck, versteckte Mängel zu FINDEN, sondern deren verstecktes Vorhandensein AUSZUSCHLIESSEN - ein völlig anderer Denkansatz, oder?
Und in meinem eigenen Interesse als Kunde ist es auch.

So - ich hoffe, so langsam kommen wir auf dieselbe Schiene, wichtig ist mir, klarzustellen, daß es eben BEIDER Partner Aufgabe ist, eine ordentliche Über- und Rückgabe zu machen.
Und was ich oft sehe und was manche sich wünschen (alles ok auf´m Törn? Jo, alles klasse, tschüss) kann es nicht sein, und führt am Ende zu Streit und Ärger und Anschuldigungen, die unkorrekt und falsch sind.
Gegen korrekte Kritik habe ich überhaupt nichts einzuwenden.
Begründet, belegt... aber oft stellt sich Einiges halt eine Schönfärberei heraus, und wenn die zu geschäftsschädigenden Halbwahrheiten führt, geht mir der Hut hoch...

Ciao
Hans (http://charterpartner.eu)

charterpartner
19.10.2006, 18:33
Auweia! Und ist der Ruf erst ruiniert.... :D

wieso - was wahr ist, könne auch einige wenige "Pfeile" nicht ändern...

der junge (?) Mann hat eine ernsthafte Frage gestellt... und arum dann nicht sagen, wie es ist?
Hab ICH es nötig IRGENDJEMANDEM nach dem Maul zu reden... oder mich um "verlorene Kunden" zu sorgen ??? paaah...
Meine Wiederholerquote spricht ihre eigene Sprache, da erlaube ich mir mal draus zu schließen, daß nicht alles gar so falsch ist, was und wie ich es machen - und auch manche Kunde lernt schnell: hier wird man gut bedient, aber Faxen machen wir hier besser keine ;-)
Ansonsten gibt es ja genug Agenturen ... steht jedem frei, diese zu wählen.

Und ansonsten erlaube ich mir zu sein und zu reden wie ich bin - es ist niemand verpflichtet, mich und meine Meinungen zu mögen... aber jede/r darf (und viele tun...)

So long..

P.S. Glück gehabt, der Herbsteinbruch in TR kam zwar 3 Wochen zu früh,, aber schon diese Woche und nicht erst nächste... gestern wurden ziemlich viele Charteryachten durch den Sturm beschädigt (in Marmaris wurde teilweise 60-70kn Wind in der Marina gemessen)... die Winterarbeit an den Charterstützpunkten und Marinas ist gesichert *g*

CC3829
19.10.2006, 19:13
Hallo Hans,
Ich habe das Beispiel mit dem Schaden als Beispiel dafür angeführt, dass ein Schaden auch passieren kann ohne dass die Crew das mitbekommt. Würdest du im Kunden nicht nur den kriminellen Bootszerstörer sehen dann hättest du das erkennen können. Beim Anlegen ist es auch nicht passiert, da haben wir noch die Leinen übernommen und geholfen. Ich gehe also davon aus, dass der Schaden morgens beim Ablegen während wir noch in der Koje lagen passiert ist. Anders kann ich mir das auch nicht erklären.
Weiterhin habe ich auch kein Problem damit gehabt den Schaden zu bezahlen. Ist halt Pech.

Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass du nicht verstehst was mein Anliegen ist. Ich erwarte von einem Vercharterer, das bei Übernahme das Boot in Ordnung ist, dass ich keine neuen Mängel finde. (Besteck und so was ausgenommen) Sollten Mängel am Boot sein, dann erwarte ich vom Vercharterer, dass er mir vor der Übernahme sagt was kaputt ist oder was nicht richtig funktioniert. Weil dann weiß ich, dass der Vercharterer bei der vorherigen Übernahme das Boot auch vernünftig geprüft hat und das Boot gut gewartet ist. Weil angenommen das Beispiel mit dem Backofen stimmt: Bei einer vernünftig durchgeführten Endreinigung hätte das auffallen müssen und dann hätte das schon im Übergabeprotokoll gestanden.

Ich bin der Meinung, dass ich für die Boote die ich chartere gutes Geld bezahle und aus diesem Grund auch einen guten Service verlangen kann. Aus diesem Grund bevorzuge ich auch keine Firmen, wo man schon am Preis erkennen kann, dass die super eng kalkuliert haben und beim Personal und der Wartung spart es sich bekanntlich am leichtesten.

Denken wir den von dir favorisierten Weg doch mal weiter und der Kunde hat halt Pech wenn er einen Mängel nicht findet. Hältst Du es etwa dann auch für richtig, dass unter Umständen der Kunde dann mit einem nicht seetüchtigen Schiff ausläuft, weil er ist ja selber schuld, hätte er halt besser gucken müssen.

Und was ist mit Wartungsarbeiten die ich gar nicht kontrollieren kann, kann ich davon ausgehen, dass wenn der Backofen bei einer Endreinigung nicht geputzt wird überhaupt davon ausgehen, dass alle Inspektionen die sonst noch so nötig, sind überhaupt gemacht wurden. Bei mir bleibt dabei schon ein ungutes Gefühl, weil meiner Meinung nach lässt so was auf eine allgemeinen Umgang mit der Sache schließen


Bei den von mir bisher in Anspruch genommenen Firmen konnte ich mich auf so was verlassen. Mängel die ich gefunden habe, waren mir schon bei Beginn der Übernahme bekannt. Aus diesem Grund chartere ich auch gerne bei den Firmen und kann sie auch guten Herzens weiterempfehlen.

Gruß Jan

Oldman
19.10.2006, 19:16
Hans, dein Fehler ist wirklich, daß du dich zu schnell angegriffen fühlst ---- und vor allem Angriffe siehst, wo gar keine sind. :confused:

cc3829 hat klar - und auch für mich einfachen Mann verständlich - gesagt, daß er den Kratzer zu verantworten hat.

Und er hat das nun nochmals - noch klarer und eindeutiger - wiederholt,
aber das liest du anscheinend gar nicht.

Ansonsten bin ich schon weitgehend bei dir und deiner Argumentation.

... auch wennst mit den Charterern als dicken Maxen wieder mal in alle Fettnäpfchen trittst. :D :D :D

charterpartner
19.10.2006, 21:06
Hallo Hans,
Ich habe das Beispiel mit dem Schaden als Beispiel dafür angeführt, dass ein Schaden auch passieren kann ohne dass die Crew das mitbekommt. Würdest du im Kunden nicht nur den kriminellen Bootszerstörer sehen dann hättest du das erkennen können. Beim Anlegen ist es auch nicht passiert, da haben wir noch die Leinen übernommen und geholfen. Ich gehe also davon aus, dass der Schaden morgens beim Ablegen während wir noch in der Koje lagen passiert ist. Anders kann ich mir das auch nicht erklären.
Weiterhin habe ich auch kein Problem damit gehabt den Schaden zu bezahlen. Ist halt Pech.
nu guck mal (auch Oldman), was Du schreibst:
Zitat:
Wir konnten uns nicht erklären wie der an das Boot gekommen ist und auch ausschließen, das wir es waren. Bezahlen mussten wir trotzdem.

ich meine, das heißt doch eindeutig: "wir waren es nicht..."
oder?



Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass du nicht verstehst was mein Anliegen ist. Ich erwarte von einem Vercharterer, das bei Übernahme das Boot in Ordnung ist, dass ich keine neuen Mängel finde. (Besteck und so was ausgenommen)

da sind wir doch absolut einer Meinung... ICH halte das für selbstverständlich....



Sollten Mängel am Boot sein, dann erwarte ich vom Vercharterer, dass er mir vor der Übernahme sagt was kaputt ist oder was nicht richtig funktioniert. Weil dann weiß ich, dass der Vercharterer bei der vorherigen Übernahme das Boot auch vernünftig geprüft hat und das Boot gut gewartet ist. Weil angenommen das Beispiel mit dem Backofen stimmt: Bei einer vernünftig durchgeführten Endreinigung hätte das auffallen müssen und dann hätte das schon im Übergabeprotokoll gestanden.

ich dachte immer, ICH wäre der Träumer und hätte Wunschdenken... DAS wär ja schön, und wird auch sicherlich in vielen Fällen so sein, aber wenn es IMMER so wäre, dann bräuchte es ja auch keinen EINCHECK, dann müsste man auch keinen Eincheck, und damit die Bestätigung, daß man alles geprüft hat, zu unterzeichnen - verstehst Du jetzt, was ich meine???
Ich würde mir das doch auch wünsche, eine schnöne, ehrliche Welt mit lauter netten, ehrlichen Menschen, und auch kein bißchen schlampig oder fahrlässig oder einfach nur überarbeitet.... aber so ist die Welt doch nicht....



Ich bin der Meinung, dass ich für die Boote die ich chartere gutes Geld bezahle und aus diesem Grund auch einen guten Service verlangen kann.


absolut einverstanden und absolut Deiner Meinung, aber WEIL eben nicht alles so ist, wie Du es "eigentlich" verlangen KANNST (oder können müsstest), MUSST Du eben Deinen Teil beitragen und.... kontrollieren...!
Es gibt KEINE einzige zwischenmenschliche Beziehung, die ohne Kontrolle klappt... nichtmal Eheleute sind sich gegenseitig so ehrlich...jeder hat so seine kleinen oder größeren Geheimnisse, und es gibt so viele Gründe, warum Menschen lügen...(psychologischer Exkurs gefällig?)
Sogar Affen lügen.... was erwartest Du von Deinem vercharterer?
Altruisische Selbstaufgabe und Firmenschild "Mahatma Ghandi Yachtcharters"???



Aus diesem Grund bevorzuge ich auch keine Firmen, wo man schon am Preis erkennen kann, dass die super eng kalkuliert haben und beim Personal und der Wartung spart es sich bekanntlich am leichtesten.


freut mich, sowas zu hören, wobei ich den Preis alleine weder nach unten noch nach oben als Qualitätsmerkmal überbewerten würde...wenngleich Du tendenziell natürlich Recht hast: wer genug erzielt, hat mehr Möglichkeiten



Denken wir den von dir favorisierten Weg doch mal weiter und der Kunde hat halt Pech wenn er einen Mängel nicht findet. Hältst Du es etwa dann auch für richtig, dass unter Umständen der Kunde dann mit einem nicht seetüchtigen Schiff ausläuft, weil er ist ja selber schuld, hätte er halt besser gucken müssen.


sei mir nicht bös: ja.... nehmen wir mal an, der Ofen war wirklich kaputt, und niemand hat´s gesehen, auch der (sorgfältige) Vercharterer nicht.
Irgendeinen beißen die Hunde, und meist ist es der Letzte...
ohen böse Absicht: hätte der berühmte Charterer seinen Ofen reklamiert, wäre es am Vercharterer hängengeblieben...so reicht der den schwarzen Peter (ich unterstelle mal) unbewußt weiter... warum denkst Du, wurde "schwarzer Peter" erfunden? Und da weiß man es sogar, wer weiterreicht...hier können wir es nicht sagen (und das regt mich halt auf: daß man es dem Vercharterer per se einfach unterstellt und eigene Verantwortlichkeit dafür ausblendet.)

Oder Dein Kratzer - Ihr wart es nicht. Glaub ich sogar.
Aber: wer soll jetzt dafür aufkommen?
Das MUSS halt derjenige sein, der in der Nutzungszeit die Verantwortung dafür hatte... dafür giibt´s halt in Gottes Namen Zusatzversicherungen oder eben Eigenbeteiligung...
Ist schlichtweg Pech...kann jedem passieren... und in Deinem Fall hatetst Du ja auch einen der offensichtlich fairen Vercharterer, der nur die echten Reparaturkosten berechnete, obwohl eine Yacht mit Kratzer im gelcoat halt (genau genommen) einen Wertverlust hat (hör Dir mal den Kaufinteressenten an, wenn der eben diesen Kratzer findet *heul*jammer*)



Und was ist mit Wartungsarbeiten die ich gar nicht kontrollieren kann, kann ich davon ausgehen, dass wenn der Backofen bei einer Endreinigung nicht geputzt wird

da spekulieren wir wieder - vielelicht wurde er geputzt (und wenn der Eincheck den dreckigen Ofen nicht sieht, ja sorry...) und vielleicht hat der Putzmensch es nicht gemeldet (soll ja vorkommen, daß gerade untere Chargen nicht mitdenken oder schnell Dinge unter den Tisch fallen lassen - kommt das in EUREM Betrieb nicht vor? Ihr wärt die Einzigen!).

Also lassen wir den Ofen einfach mal Ofen sein... im Prinzip gebe ich Dir Recht.... nur sehe ich es halt als im Eigeninteresse liegende Selbstverantwortung des Kunden, eben DAS zu entdecken... ich denke eben, man kann und sollte nicht zuviel erwarten.
Enttäuschungen sind die Folge zu hoch gesteckter Erwartungen *smile*

schönen Abend
hans

pete51
19.10.2006, 21:37
... eine komplexe schriftliche Argumentationskette ist bei Dir also (abwertend: Durchfall=implizit Scheiße...) Wortdurchfall.
[/url]

Deine Tiraden sind keine komplexen Argumentationsketten. Auf Argumente gehst Du selten ein, schon gar nicht mit Gegenargumenten. (Warum Deine beiden genannten Zitate sich eigentlich widersprechen hast Du erst gar nicht verstanden.) Plausible Argumente ignorierst Du meist völlig, stürzt Dich lieber auf die, denen Du leichter was entgegenhalten kannst.

Du wiederholst nur immer wieder die gleichen Aussagen in anderen, sagen wir mal recht ausschweifenden und etwas leseunfreundlichen Formulierungen. (Daß Du bei der gleichzeitigen Nutzung des Forums als Werbeplattform für Deine Agentur, wogegen ich nichts habe, eigentlich immer eine Art Unternehmenskommunikation betreibst, scheint Dir nicht bewußt zu sein. Sonst würdest Du an die Leser denken. Mit Wortdurchfall ist nämlich vor allem gemeint, daß Du die Worte nicht halten kannst und sie Dir in einem Riesenschwall rausrauschen. Und daher ist allerdings auch viel Mist dabei.)

Beim konkreten Fall zu bleiben gelingt Dir schon gar nicht.

Das Schema ist immer gleich. Jemand beschreibt eine negative Erfahrung mit einem Vercharterer, Du greifst zum Flammenschwert und schlägst wild um Dich, mit zig Beispielen a la "... kommen ohne Vorschiff zurück in den Hafen und behaupten, sie wären es nicht gewesen usw. usf...."

Du redest von Perspektivenwechsel und kennst selbst nur eine einzige Perspektive, nämlich die des Vercharterers, der den ständigen Betrugsversuchen von 2-4% böswilligen Charterern ausgesetzt ist.

Und nochmal: Ich finde das schade, weil man von Dir sicher viel lernen könnte.

Jetzt reg Dich nicht wieder auf und antworte mal in - sagen wir - 15 Sätzen von normaler Länge.

Seglergrüße
pete

georg_s22
21.10.2006, 00:24
Ich glaube, das mit dem blöden Backofen als ergänzendes Beispiel, habe ich leicht missverständlich formuliert.

Der Vercharterer gehörte wohl -im Sinne eines meiner Vorposter- zum Typ1: "wir überprüfen nichts wirklich". Letztlich bezahlen müssen, haben wir den auch nicht. Bei diesem Törn haben wir auch einen teuren Block geschossen, den wir -sollte selbstverständlich sein- gemeldet und bezahlt haben.

Das Backofenbeispiel sollte dazu dienen, klar zu machen, wie auch ein Vercharterer Kunden, zumal wenn nicht selbstsicher genug, dazu indirekt nötigt, gesehene Mängel zu verschweigen, aus Angst dafür dann haftbar gemacht zu werden. Der nächste Charterkunde ist dann der Dumme und der Vercharterer hat vielleicht auch seine schlechten Erfahrungen und so schaukelt sich das auf.

Das sollte also eher eine Argumentation dafür sein, bei einem Vercharterer zu bleiben -sofern man dann seinen gefunden hat- und auch akribisch alle gesehenen Mängel zu listen, auch wenn die Mängel einen persönlich gar nicht stören. Denn nur so hat die Basis eine Chance, irgendwann diese Mängel zu beseitigen.

Was meine Kritik an @charterpartner anbelangt, bezieht sich das -zumindest wie er hier im Forum schreibt- darauf, dass man meiner Meinung nach nicht verchartern sollte, wenn die Meinung über die Kunden a priori so schlecht ist. Das gibt unruhige Nächte und verleidet den Spaß an der Arbeit. Um das mal auf meine Arbeit zu übertragen: Wenn ich Betriebssysteme/Wrapper schreibe, über die die Kollegen fluchen, sollte ich auch mal bei mir nachhaken, was ich falsch mache und nicht auf die Kollegen schimpfen, oder mir eine andere Arbeit suchen. Soviel zur persönlichen Kritik.

Vielleicht noch dazu aus der Branche Charter: Ein DSV-Prüfer und Mitbasisleiter hat mir mal gesagt, für ihn sei es wichtig, dass die Leute keine Schiffe gefährden -Beispiel SE8 in Serce Liman mit Totalschaden- und 150Kg Epoxyd-Harz pro Jahr kalkuliere er sowieso, da ohne dürfe man eben nicht verchartern; wohl im Sinne von "jedenfalls nicht gewinnbringend".

bluewater_ny
21.10.2006, 05:39
Mannomann ist das vielleicht ein bloeder troet. Die bloeden Charterer.. die boesen Vercharterer. Gaehn. Hier hat jemand schlechte Erfahrungen gemacht und das Hauptziel ist eigentlich schon erreicht. Wer den ersten post liest und evtl das naechste Mal bei dieser Firma chartert (oder bei einer anderen Firma) wird sich das Boot gut anschauen. Oder was. Kann doch nicht schaden. Spart euch doch bittebitte die Tiraden, hier in der Sparte moechte ich lieber wissenswertes, Tipps, Erfahrungsberichte usw ueber schoene Segelreviere lesen! Hey Bubu erzaehl mal lieber wo es die beste Hafenkneipe in der Aegaeis gibt oder sonstwas aus deinem Erfahrungsschatz.
Meint
Paul

hansjo
21.10.2006, 08:35
Moin, ich kann nur immer wieder wiederholen: Alles was auf die schnelle gemacht wird ist ein krummes Geschaeft, dass ich persoenlich sofort ablehnen wuerde.

leisuresailor
21.10.2006, 17:24
wahrscheinlich will hans der charterpartner mit diesen elendslangen, unsachlichen und beleidigenden beiträgen auf seine charteragentur aufmerksam machen und damit potentielle kunden beeindrucken in dem er vermeintlich demonstriert wie schlau er ist. vielmehr demonstriert er damit dass in seiner firma bzw. seinen firmen recht wenig zu tun ist - ein gut beschäftigter, ausgelasteter und erfolgreicher geschäftsmann hat wohl kaum die zeit sich hier zu tode zu posten.

hans - losgelöst von obenstehendem - punktuell könnte man dir ja durchaus recht geben und deiner argumentation folgen. auch die sichtweise des vercharterers sind durchaus interessant aber deine ausritte und rundumschläge sind gelindegesagt eine frechheit.

es muss doch möglich sein dass jemand seine erfahrungen mit einem unternehmen hier kundtut ohne von dir in schimpf und schande mit unsachlichen beiträgen die vom 100ersten ins tausende kommen durch die virtuelle welt dieses forums gejagt wird. oder willst du hier den rächer aller zu kritisierenden charteranbieter werden?

bleibt eine alte weisheit: kunden sind durchaus gewillt sich etwas verkaufen zu lassen - nur belehren und beleidigen lassen sie sich äußerst ungern.

in diesem sinne fair winds

hansjo
23.10.2006, 09:16
Wir sind im September einen Törn in Athen mit einer SO 54 DS gesegelt. Vercharterer war die Seafarer Sailing in Athen Kalamaki. Nach der Übergabekontrolle der Yacht wurde uns in aller Eile noch der Blister übergeben. Eile deshalb, weil der Melthemi mit 8 Bft blies und wir noch schnell aus dem Hafen in die nächste Bucht vor Einbruch der Dunkelheit wollten. Ganz klar unsere Nachlässigkeit, wir hätten das Ding ausbreiten und kontrollieren sollen. Am 3. Tag endlich Blisterwetter. Beim Auspacken kam die Überraschung, das Ding war total zerfetzt (Ein Schothorn ausgerissen, Lieks abgetrennt, Kopf abgerissen - Totalschaden sozusagen) Das Teil wurde uns auf jeden Fall untergeschoben - Resultat - Kaution einbehalten. Die Skipperversicherung hat zwar den Schaden bezahlt, ich finde es trotzdem reichlich frech, so abgezockt zu werden. Vielleicht war es einfach auch nur Schlamperei, Resultat ist das gleiche. Der Vercharterer hat schliesslich nachzusehen, ob die Ausrüstung i.O. ist.

Es ist schwer den Vorfall so zu beweisen, aber wenn jemand nach Athen zu Seafarer fährt, aufpassen!! Bitte auch mal melden, wenn jemand den Blister evtl. selbst als beschädigt gemeldet hat, oder dafür auch schon mal die Kaution eingebüsst hat. Vielleicht kann man da mal nachhaken.

Grüße

tax
Moin Tax,
nein, es ist DEINE aufgabe alles zu untersuchen egal wind oder was sonst noch. Wenn du das getan haettest, waere alles kein problem nur eben ein Tag(Nacht) laenger im Hafen.
Gruss Hansjo

charterpartner
23.10.2006, 10:26
wahrscheinlich will hans der charterpartner mit diesen elendslangen,


komplexe Sachverhalte bedürfen manchmal der ausführlichen Beschreibung- das ist für manche "elendslang", für andere gerade eben ausreichend dargelegt
Wie schon so oft gesagt: es ist niemand gezwungen, das zu lesen oder gar es zu bedenken,w as da ausgebreitet wird, so Mancher ist auch überfordert..? Wir wissen es nicht.



unsachlichen


soso. was ist daran unsachlich, wenn man punktuell zu diskutierende Punkte zitiert und explizit dazu Stellung nimmt?



und beleidigenden beiträgen


die sind nicht "beleidigend", sondern diejenigen, die haltlosen Unsinn abliefern, und überzogene Vorstellungen nicht realisiert bekommen, sind BELEIDIGT - das ist aber was anderes



auf seine charteragentur aufmerksam machen und damit potentielle kunden beeindrucken in dem er vermeintlich demonstriert wie schlau er ist. vielmehr demonstriert er damit dass in seiner firma bzw. seinen firmen recht wenig zu tun ist - ein gut beschäftigter, ausgelasteter und erfolgreicher geschäftsmann hat wohl kaum die zeit sich hier zu tode zu posten.


kann man so auslegen, wenn man so negativ ist, und über mich (nur mich?) so negativ denkt, wie der Autor dieser Zeilen.
Tatsächlich ist mein Laden so gut organisiert, daß mir ausreichend Zeit bleibt, meinen vielfältigen Aufgaben nachzukommen - z.B. hier zu posten und die Debatte zu suchen.
Das ist in der Tat eine Art von Öffentlichkeitsarbeit und wie gesagt: aus meiner Sicht kann und soll die durchaus dazu dienen, diejenigen, die MEINE Aspekte für realistisch und akzeptabel und damit annehmbar halten, anzusprechen und nall diejenigen, die das nervt, beleidigt oder sonstwie abstößt, zu vergraulen - die sind nämlich meist die 20% derjenigen "Kunden", die 80% der unnützen Arbeit verursachen.. diese Zeit würde mir dann fehlen, mich hier aktiv zu beteiligen, auch, wenn es manchmal wirklich Don-Quichottesk wird... aber wartet nur Ihr alten Riesen, Ich krieg Euch alle... sagte der Käfer und strampelte auf dem Rücken liegend so kräftig mit den Beinen, daß die Yacht bei 9 Bft nicht auslaufen konnte *lol* naja, kleine Abschweifung... *lach*



hans - losgelöst von obenstehendem - punktuell könnte man dir ja durchaus recht geben und deiner argumentation folgen.


watnu - unsachlich oder nicht?



auch die sichtweise des vercharterers sind durchaus interessant aber deine ausritte und rundumschläge sind gelindegesagt eine frechheit.


jeder zieht sich den Schuh an, der ihm zu passen scheint.... und der getroffene Hund jault am Lautesten



es muss doch möglich sein dass jemand seine erfahrungen mit einem unternehmen hier kundtut ohne von dir in schimpf und schande mit unsachlichen beiträgen die vom 100ersten ins tausende kommen durch die virtuelle welt dieses forums gejagt wird.


aber jederzeit doch - aber derjenige muß auch Manns (Frau) genug sein, eine darauf kommende Replik und Kritik an seinem eigenen offensichtlich falschen Verhalten zu akzeptieren (oder seine Brüder im Geiste).
Hannsjo sagt es ganz richtig: hätte er seine Pflicht gemacht und kontrolliert, wäre das gar kein Problem geworden!
Ich nenne (und nannte nachzulesenderweise) das mehrfach "ordentliche Seemannschaft".... daß so mancher Schlamper sich selbst als "besten Seemann" hält aber angesichts solcher Kritiken seine eigene Nase wachsen spürt, DAS ist dann Auslöser des Beleidigt seins...



oder willst du hier den rächer aller zu kritisierenden charteranbieter werden?


Quatsch - im Gegensatz zu fast allen Charteragenturen habe ICH tatsächlich ALLE von uns angebotenen Charterbasen gesehen und lese nicht nur aus Prospekten vor oder kenne die Leute nur von der Messe (wenn überhaupt!).

Daher weiß ich, was läuft, ganz unbescheiden.
Und wenn Du oben mal bitte nachlesen willst, habe ich durchaus ausgeführt, daß es eben Probleme geben kann und wo die herkommen können.

Im Übrigen habe ich bereits im ersten meinerseitigen post darauf hingewiesen, daß wir mit der kritisierten Firma nichts zu tun haben, mir ging (und geht) es um die Sache, (oder wie Du es nennst: Unsache *g*), nämlich das Verhalten des Skippers, der Crew beim Eincheck und den daraus resultierenden Haftungsübernahmeverpflichtungen oder Ausschlußmöglichkeiten. Punkt.
Gezeigt hat sich, daß manche Leute halt zuviel erwarten, und ich sage: das ist eben falsch. Ausrufezeichen.!


bleibt eine alte weisheit: kunden sind durchaus gewillt sich etwas verkaufen zu lassen - nur belehren und beleidigen lassen sie sich äußerst ungern.
in diesem sinne fair winds

und man muß nicht jedes Herren Diener sein und nicht seine Fahne in jeden Wind hängen, der gerade weht.
Das gefällt manchen nicht, anderen besser, und um Letztere geht es mir, und davon haben wir auch erfreulich viele!

Und jetzt, liebe Gemeinde, muß ich packen, denn um 16:10 geht mein Flieger in die sonnige Türkei *smile* - dringende Geschäftsreise zum Jahresende nochmal alle Charterbasen an der türkischen Küste und auf Kos besuchen. Leider ist das etwas mühsam, per Yacht, man kommt nur sehr langsam voran, daher haben wir 12 Tage eingeplant... man hat´s nicht leicht... echt... *lol*

Bis denne...

Grüße
Hans,BuBu (http://www.charterpartner.eu)
Reviertips und Inselbeshreibungen Griechenland mit vielen Bildern (http://www.greece.charterpartner.com) ( in engl. muß ich noch ins Deutsche übersetzen, kommt scho noch)

Fahrwasser
23.10.2006, 10:54
Was mir auffällt, Mr. Taxman sacht überhaupt nix mehr. Wahrscheinlich hat Bubu mal wieder gepetzt und Taxman hat schon die Abmahnung von Seafarer Sailing :D :D

Iss doch schön hier. Alleine die Romane von Partner Bubu saved my day :D

Und all die Aufgeregten. Bestes Forumskino !! Weitermachen !!

FW

leisuresailor
23.10.2006, 11:30
.... und der getroffene Hund jault am Lautesten...

...oder in schriftlicher form am längsten *sfg*...

Fahrwasser
23.10.2006, 11:32
Und jetzt, liebe Gemeinde, muß ich packen, denn um 16:10 geht mein Flieger in die sonnige Türkei *smile* - dringende Geschäftsreise zum Jahresende nochmal alle Charterbasen an der türkischen Küste und auf Kos besuchen. Leider ist das etwas mühsam, per Yacht, man kommt nur sehr langsam voran, daher haben wir 12 Tage eingeplant... man hat´s nicht leicht... echt... *lol*

Bis denne...

Grüße


Schwein gehabt. Die letzten 14 Tage waren wohl wettermässig nicht sooo sonnig in Türkei. Jetzt wird das Wetter wieder besser. Na ja, wenn Lyriker auf Reise jehn......:D

Waren selbst ab Mitte Sept. zwei Wochen in Türkei zum (Strand) Cat fliegen. Hatten auch Glück. Bevor die Schlechtwetterperiode kam. Also mach es janz jut. Aber mach es.

Und immer daran denken, wer im Glashaus sitzt, solle sich im dunkeln ausziehen :D

FW

pete51
23.10.2006, 11:57
Das ist in der Tat eine Art von Öffentlichkeitsarbeit und wie gesagt: aus meiner Sicht kann und soll die durchaus dazu dienen, diejenigen, die MEINE Aspekte für realistisch und akzeptabel und damit annehmbar halten, anzusprechen und nall diejenigen, die das nervt, beleidigt oder sonstwie abstößt, zu vergraulen - die sind nämlich meist die 20% derjenigen "Kunden", die 80% der unnützen Arbeit verursachen..

Mindestens 20% potentieller Kunden zu vergraulen sollte Dir problemlos gelingen. Daß die auch nur Ärger machen würden, kannst Du sicher am besten beurteilen. Nur....wie lernst Du die denn kennen? ;-)

Ausgeschiedener User
23.10.2006, 13:54
:D Wie schön zu sehen, dass sich BuBu mal wieder mit allen in die Haare kriegt .... wie üblich versucht, jedwede andersartige Meinung mit Beleidigungen gleich im Keim zu ersticken oder, falls das doch nicht wirkt, mit ellenlangen Ergüssen zu erschlagen ....

...und das Schönste daran, die ganze Zankerei ohne die "üblichen Verdächtigen", zu denen ich ja immer wieder gezählt werde. :p



PS: Nebenbei finde ich es spannend, wie gekonnt unauffällig (*Ironie*) versucht wird, in so ziemlich jedem Beitrag möglichst viele Links auf die eigenen Seiten unterzubringen. Muss ich irgendwie immer an die Geschichte mit George W. denken ..... nur bei "BuBu" gibt Google noch zu viele "fremde" Suchergebnisse, daran sollte der Autor dringend arbeiten..... ;)

Ossibaer
23.10.2006, 16:25
Irgendwie kann man wieder sagen, Bubu ist wieder da - die Münchner Ausgabe von Monty Pithons. Zwischenzeitlich nervte er das Forum der österreichischen Yacht-Revue, da gab es aber auch nur "ignorante" Teilnehmer.
Ach Bubu, wie soll ich es nur zwei Wochen ohne dich aushalten, bitte bleib am Computer sitzen. Da gibt es die zweiten Feinde nach den Charterern, die Andersdenkenden.
Da Deine Beiträge immer solang sind, kann nicht jemand diese mal zusammenfassen - wie das Beste von Harald Schmidt??

Granagg
25.10.2006, 18:59
mit ner Tüte (Chips) ist dieser Trööt wirklich amüsant.....

Seetiger_1
24.10.2007, 14:17
Auch wenn der Thread schon älter ist und sich in eine unschöne Diskussion entwickelt hat, möchte ich meine diesjährigen Erfahrungen mit der Firma Seafarer Sailing erzählen.

Ausganglage war die Verwirklichung eines kleinen Lebenstraumes.
5 Wochen in Griechenland segeln.
Es wurde eine kleine Bavaria ( 33 C ) gechartert und auch darauf geachtet das es sich um ein neueres Schiff handelt. Die "Van Mar" war dann auch Baujahr 4/07. Die Agentur in Deutschland unterbreitete ein interessantes Angebot von der Firma Seafarer Sailing, einer Ihrer besten Partner in Griechenland. Im Jahr zuvor hatten Freunde von mir aber schon mal Probleme mit Seafarer, da sie in Lavrion über einen Tag auf Ihre beiden Boote warten mussten. Mir wurde glaubwürdig versichert ,das dies eine absolute Ausnahme gewesen sei. Der nachfolgende Mailkontakt mit Seafarer war sehr positiv,
den ich hatte diverse Kleinwünsche wie z.B einen Kugelfender. Kein Problem,
der Chef kümmert sich persönlich um mich und in Athen kann ich mir alles aussuchen was ich brauche. Schließlich ist dort das Hauptquartier.

Reisetermin war 01.09.07 - 06.10.07
Route Athen-Ägäis-Dedokanes-Ägäis-Saronischer Golf-Athen

01.09.07
cirka 17:00 Uhr Ankunft in Kalamaki, das vermeindliche Headquarter entpuppt sich als Wohnwagen in einem winzigen eingezäunten Areal.
George ( der Chef ) ist anwesend und will erst mal die Kaution und die Endreinigung bezahlt haben.
Meine Kreditkarte von RSB wird nicht akzeptiert, da damit irgendwas nicht stimmen soll ?
Da das Boot noch nicht fertig ist, sollen wir zwischenzeitlich ein Bier trinken gehen.Die Crew will zum Einkaufen. Die Frage nach dem "Lidl" welchen wir im
Internet gegoogelt haben ( 1,6 km entfernt ) wird von George mit der Antwort " den gibt’s nicht mehr " beantwortet, aber er könnte einen Lieferwagen zu einem anderen Geschäft arrangieren. Klar, Du mich auch !
George verabschiedet sich und meint wir sehen uns nachher wieder, später stellt sich heraus, er ist in's Wochenende.
Die Crew zieht zu Fuss los und kauft beim Lidl ein.
18:45 das Boot ist fertig, ein neuer Mitarbeiter erscheint zur Übergabe.
Der Mann ist schlichtweg überfordert, kann viele Fragen nicht beantworten, erklärt keine Ventile etc. und behauptet es gäbe keine Möglichkeit das Boot an den Landstrom anzuschließen, da kein Ladegerät installiert wäre.
Na ja, bei 5 Wochen ist das ja auch nicht so wild -;)

Fazit der Übergabe:

- keine Sprayhood ( wie vertraglich vereinbart )
- das Biminitop lässt sich nicht wegklappen ( da irgendein Billigteil )
- Schwimmwesten = Hilfen mit 50KN
- eine Gasflasche leer
- Gasventil an der Flasche derart verrostet, das es sich nicht schließen lässt
- Ankerwinschbedienung derart verrostet, das nur "UP" geht
- Festmacher teilweise bis auf eine Kardele durchgescheuert
- Verbandskasten 1998 abgelaufen und Inhalt mehr als mangelhaft
- ausser einem Keilriemen und einer Sicherung keine Ersatzteile an Bord
- Werkzeug besteht aus einem Satz Inbusschlüsseln und einer Zange
- Kartensatz ist für das Fahrgebiet unvollständig
- Karten sind teilweise von 1964 ( kein Witz )
- Dinghitank und Kanister leer
- kein Ersatzöl, Diesel usw.
- kein Barometer an Bord

Grundsätzlich alles was nicht vom Werk installiert wurde ( Schotten, Fallen usw. ) ist von sehr minderer Qualität und/oder sehr alt.

Der Mitarbeiter drängt auf eine Unterschrift der Übernahmepapiere, da es dunkel wird und wir sonst nicht auf dem Boot nächtigen können.
Der andere Kollege von George ( S.. hab den Namen leider vergessen )
verspricht am nächsten Tag Abhilfe. Meine Anmerkung das am nächsten Tag Sonntag sei, wird mit " Hey, wir arbeiten 7 Tage die Woche " beantwortet und mir wird versprochen er meldet sich morgen um 9 Uhr. Wiederwillig unterschreibe ich und vertraue der mündlichen Zusage.
S. verschindet und wir stellen fest, das sie netterweise unser Gepäck nahe Ihrem Wohnwagen eingeschlossen haben. Klettertour über den Stacheldrahtzaun.

Am nächsten Tag kein Anruf, überhaupt ist keiner am Sonntag zu erreichen.
Wir beschießen bis Montag zu bleiben; füllen Benzin etc. auf, ziehen Schrauben nach, reparieren dies und das. Wir stellen fest ,das sehr wohl ein Ladegerät vorhanden ist und leihen zum Test an Stromkabel. Funktioniert.
Nachmittags werden wir von diversen Peronen sehr unfreundlich darauf hingewiesen, das der Liegeplatz des Bootes Ihnen gehört und wir da weg müssen.
Eine Suche nach Seafarerplätzen ist leider erfolglos. Die Port Authority bestätigt das Seafarer in Kalamaki keine eigenen Liegeplätze hat und nur als Broker arbeitet.

Wir machen einen Probeschlag.
Wir stellen fest, das die Windanzeige nicht funktioniert ( 75% BB sind 0 Grad echter Wind ) auch mehrmaliges neukalibrieren bringt kein Ergebnis, was im Endeffekt manchmal sehr lästig war, da ja das Biminitop
nicht zum wegklappen ist und dadurch der Segeltrimm und der Verklicker nicht zu sehen waren.
Autopilot ( netter Kranz auf dem Steuerrad ) funktioniert mit einer Abweichung von cirka + -20 Grad da er nachträglich irgendwie hingepfuscht wurde, ab cirka 4 Bft. war aber auch damit Schluss.
Zu cirka 60% hatten wir mehr als 4 Bft.

Montag morgens große Augen bei S. da wir immer noch da sind. Auch George ist jetzt telefonisch zu erreichen. Jetzt entbrennt eine wütende Diskussion um Festmacher, Ladekabel, Benzin, Ersatzteile, Barometer usw. nach zirka 3 Stunden kommt S. mit einem winzigen Kugelfender und einem geflickten Stromkabel zurück und drückt uns 20€ fürs Benzin etc. in die Hand.
Alles weitere könne er nicht besorgen.
Telefonisch meint George was eigentlich das Problem wäre, ich hätte doch die Übergabe unterschrieben.

Wir merken das dies alles keinen Sinn hat, da Seafarer nicht über Teile etc. verfügt und nicht gewillt ist Geld auszugeben. Wir laufen am frühen Nachmittag aus.

Wir reparieren die Ankerbedienung, das Gasventil und vieles andere mehr; kaufen dann im Laufe der Zeit neue Festmacher und diverse Kleinteile, SeeKarten, Werkzeug usw.

Nach cirka 2 Wochen fallen gleichzeitig das Heck, Anker- und Motorlicht aus.
Da wir kurz vor Kos sind, rufe ich den Basemanager von Seafarer in Kos an, der nach längerem zögern meint er kommt gleich mal vorbei. Keiner erscheint und am nächsten Tag rufe ich nochmals an.
1 Anruf nach mehrmaligem Klingeln = Besetzt
2 Anruf dito
3 Anruf, er meldet sich tut aber so als ob er nichts versteht " hello....hello ... hello" und legt auf
4 Anruf keiner geht mehr hin

Etwas erbost rufe ich George in Athen an, er will sich gleich zurückmelden.
Der Rückruf ergibt, das der Mitarbeiter schwer im Stress sei, aber morgen kommt, meine Frage " wann" kann nicht beantwortet werden..wir sollen halt am Boot bleiben.
Wir veranstalten diverse Messungen können ein defektes Kabel reparieren und
die auch defekten Birnen besorgen ( Dauer etwa 5 Stunden, mit Rollermiete etc. )
Kein Mitarbeiter erscheint am nächsten Tag.

Ich weis es ist ein bischen lang aber was hilft's:
Weiter mit Teil 2

Seetiger_1
24.10.2007, 14:19
2 Wochen später haben wir einen Crewwechsel am Festland und laufen Lavrion an, da ich ja aus den schlechten Erlebnissen aus dem Vorjahr wusste, das hier eine Base von Seafahrer ist. Toplicht ist zwischenzeitlich nämlich wieder defekt und keiner hat Lust wieder mit diesen uralten Fallen auf den Mast gezogen zu werden.

Der Empfang ist sehr unfreundlich..wir können dort nicht liegenbleiben, ausserdem arbeite man nicht für Seafarer. Komisch eine fette Seafarerflagge schlägt im Wind. Wir bleiben trotzdem liegen und lernen eine Crew kennen, welche schon seit 6 Stunden auf Ihr Boot wartet.
Charterer = Seafarer.

Einen Tag vor Schluss ( wir sind in Ägina ) lässt sich der Motor nicht mehr starten. Die elektronische Volvo-Penta Tafel welche nahe am Steuerrad installiert ist und auch Tankanzeige und Drehzahlmesser versorgt
reagiert nicht mehr. Diverse mögliche Fehlerquellen werden geprüft. Batterie voll, Sicherungen ok, Strom am Anlasser. Es bleibt nur ein Anruf bei George, der dann auch nach cirka 1 Stunde zurückruft.
Er lässt sich das Problem erklären und meint er schaut das er einen Elektriker auf Ägina auftreibt.
Wieder eine Stunde später ruft George wieder an und meint " Was den los wäre ? Das ginge doch gestern auch, wir sollen nochmal suchen". Kein Erfolg, wir rufen wieder an und ein anderer Mitarbeiter ruft zurück,
Mit der Anweisung wir sollen den Motor kurzschließen, mit einem gelb-roten Kabel, das da und dort sein müsste. Wir finden das Kabel aber nicht und endlich wird für 14 Uhr ( wir wollten um 9 Uhr los ) ein Elektriker aus Athen angepriesen. Der kommt auch um 14:30 Uhr und schließt gleich eine neue Elektronikbox im Motorraum an. Beim Test leuchtet das Modul am Steuerrad kurz auf und ist dann wieder tot.
Der Elektriker tauscht dann mal schnell diverse Kabelstränge an der Elektronikbox ( was mir schon ziemlich komisch vorkam )
und wollte wieder nen Test..aber es ging nichts mehr. Der Elektriker unisoliert mehrere Kabelstränge und zeigt uns eine Möglichkeit den Motor kurzzuschließen ( das gelb - rote Kabel war nur in der Elektronikbox zugänglich ) und verschwindet wieder nach Athen. Da es zwischenzeitlich recht spät war beschließen wir am nächsten Tag in der Früh um 5:30 auszulaufen um nach Kalamaki zu kommen. George ruft wieder an und meint wir sollen heute noch kommen.
Da ich keine Lust habe mit einem Kurzschlussmotor, ohne Wind, in der Nacht Athen anzulaufen, wird’s dann doch erst der nächste Tag, wir sollen möglichst früh da sein, den es muss ja alles repariert werden. Ok, 5 Uhr raus.
Wir laufen um 8:30 in Kalamaki ein und nachdem alles voll ist und kein Mitarbeiter von Seafarer anwesend, suchen wir uns selber eine Box.
Um 9:30 ein Mitarbeiter erscheint und meint wir müssen umlegen. Da es keinen Platz gibt müssen wir mit dem Bug zwischen zwei Boote.
Deren griechischer VercharterBesitzer ist aber sehr unfreundlich und verweigert uns das Betreten. Der Mitarbeiter und der Besitzer streiten.
Nach längerem hin und her dürfen wir unsere 5 Taschen dann doch noch an Land tragen.
Der Elektriker von gestern erscheint und fängt an diverse Teile zu zerlegen, auf Rückfrage meint er, er baue einen Schalter ein, da er kein Ersatzteil habe und das Boot ja heute wieder raus muss.
Na der nächsten Crew viel Spass ohne Tankanzeige, Drehzahlmesser und beim Ausstellen des Motors unten im Maschinenraum.

Die Rückgabe ist so gut wie die Übergabe, auf kleinere defekte wie Toplicht, fehlende Schrauben, Autopilot etc. wird nicht eingegangen. Der Taucher ist nicht da, wir sollen erst mal ein Bier trinken gehen, George ruft uns dann an.
Um 11 Uhr immer noch kein Anruf, da unser Flieger um 14 Uhr geht gehen wir wieder vorbei.
Ein sehr unfreundlicher George empfängt uns und meint es wäre etwas mit der Elektronik kaputt. Na, wie sind wir überrascht.
Wortlos verschindet er für 30 Minuten und lässt uns verduzt stehen.
Was wir den jetzt da machen können, meint er bei wiederkehr, er müsse das Ersatzteil zahlen und das kostet 350 €.
Meine Kaution will er mir nicht geben. Es folgt ein längeres Streitgespräch über den Verursacher und wer den Schaden
zu tragen hat. Erst nach der Drohung meine Kaution sperren zu lassen und einen Anwalt mit Forderungen ( Sprayhood, Ausfalltage etc. ) zu beauftragen, beendet die Diskussion. Meine Kaution erhalte ich wieder.
Wir rufen selber ein Taxi, da George meint, es wäre besser wenn ein Ausländer das macht.

George meint er hätte für nächstes Jahr tolle Angebote in Samos -;)

Andreas120
25.10.2007, 16:26
Moin,

bereits das Grauen, wenn auch nur ein Bruchteil zutrifft! Und der Beleg, dass das Ausgangsposting berechtigt war. 90 % von dem, was dann kam, war entbehrlich.

Obwohl, nicht ganz: Ich konnte mich mit dem Chartergedanken nie ganz anfreunden; als Eigner wird man möglicherweise irgendwann verschroben...;)
Aber dieser gesamte Trööt inkl. der Einlassungen der Vercharterer zwischendrin (und gerade die) bestärken mich darin und das ist doch auch schon mal was!

Schöne Ferien und den Vercharterern viel Spaß mit ihren geliebten Kunden!

Andreas

P. S. Irgendwann teste ich es doch noch mal...

Okokea
26.10.2007, 06:58
Habe dieses Jahr "nur" zwei Seekajaks "gechartert"

und (deswegen?!) herrlich entspannte problemfreie Ferien auf der Finnischen Seenplatte verbracht...

keinerlei Probleme beim check-out
obwohl ich bei jedem Landfall vorsaetzlich Grundberuehrung hatte

Charly99
26.10.2007, 07:27
das mal in der richtigen Relation sehen!

Sicher gibt es schwarze Schafe unter den Vercharterern. Ebenso schwarze Schafe unter den Charterern.

Aber ich denke das es weit mehr Vercharterer gibt, die ihre Arbeit gut machen und auch viele Charterer die sich ordentlich auf den Schiffen benehmen und ehrlich beim Check-Out sind.

Ich habe mich jetzt beim Check-In auch mal darauf verlassen, das die Segel in Ordnung waren. Wurden dann beim Check-Out nicht geprüft. Hätte also auch mit kaputten Segeln losfahren können. Ich habe jetzt schon weit über 20 Mal gechartert und eigentlich noch nie so richtig Probleme bekommen. Und nur einmal wurde ein Teil meiner Kaution enbehalten. Für einen Schaden, der in meiner Charterwoche passiert ist. Obwohl man sich darüber streiten könnte, ob ich den auch zu verantworten habe. Naja, aber was ich sagen wollte: Kann durchaus sein das Seafarer zu den schwarzen der Branche gehört. Und unbestreitbar ist auch die Tatsache, das manche Charterer was kaputt machen und dann dafür nicht gerade stehen. Da wird verschwiegen oder vertuscht. Oder es wird behauptet, das war schon so oder ich habe daran keine Schuld. Genauso wie wohl einige Vercharterer Schiffe übergeben, von den sie wissen, das einiges nicht mehr in Ordnung ist.

Ich bin froh, bisher immer Glück gehabt zu haben. Und dabei achte ich schon auf den Preis und chartere nicht bei dem teuersten. Wobei mir auch klar ist: Je günstiger desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, das ich weniger Leistung bekomme. Naja, die Geiz ist geil-Werbung ist ja jetzt Schnee von gestern. Laut Mediamarkt haben sich die Zeiten und Kunden geändert. Man will jetzt doch mehr Qualität und zahlt dafür auch. Schauen wir mal.

Allen Vercharterern wünsch ich angenehme Kunden und allen Charteren einen schönen Törn ohne Probleme mit ihrem Schiff oder ihrem Vercharterer.

sagt
Charly

zx6
26.10.2007, 15:44
...woher wohl Hans' Emotionalität bei der ganzen Angelegenheit kommt. Nu ist's ja klar:



ja, weil alle den dicken Maxe machen wollen (vor allem der Charterskipper), aber dann möglichst viele Mitsegler/innen brauchen, die die Kosten mittragen, um das Ego des Skippers zu fördern, schließlich ist man dann ja "wer"

Ich denke, wer über seine Kunden so redet, dem kann man die Fähigkeit zu einer sachlichen Diskussion absprechen.

Danke, daß Du es endlich rausgelassen hast, Hans.

zx6

Granagg
27.10.2007, 08:55
...woher wohl Hans' Emotionalität bei der ganzen Angelegenheit kommt. Nu ist's ja klar:



Ich denke, wer über seine Kunden so redet, dem kann man die Fähigkeit zu einer sachlichen Diskussion absprechen.

Danke, daß Du es endlich rausgelassen hast, Hans.

zx6

Lass ihn um Gottes Willen in Ruh´, sonst kommt er am Ende noch zurück.....

Sailor*11
01.11.2007, 16:04
ich melde mich hier ja nur selten zu Wort, aber das was hier geschrieben wird ist ja wohl Teilweise das letzte. Da gibt jemand seine Schuld zu und dann wird noch kräftig auf Ihm herum gehackt.
Nur jemand der noch niemals einen Fehler gemacht hat kann sich solches Geschreibsel leisten, alle anderen legen besser die Steine aus der Hand bevor sie das Glashaus betreten !!!
Ich segel seit mehr als 30 Jahren, davon die letzten 7 Jahre auf eigenem Schiff und immer als Skipper in Charter.
Gerade in Griechenland - und besonders Kalamaki - ist besondere Vorsicht angebracht.
Das weiß ich aus langjähriger Erfahrung und habe mir schon überlegt ein Buch nur über dieses Thema zu schreiben.

Dirk

Herbert
01.11.2007, 17:00
man muss das mal in der richtigen Relation sehen!

Sicher gibt es schwarze Schafe unter den Vercharterern. Ebenso schwarze Schafe unter den Charterern.

Aber ich denke das es weit mehr Vercharterer gibt, die ihre Arbeit gut machen und auch viele Charterer die sich ordentlich auf den Schiffen benehmen und ehrlich beim Check-Out sind...Vollkommene Zustimmung.

Ich habe zweimal 20 Dollar für Taucher bezahlt, einmal für Leinen, in die ich mich verfangen hatte, und einmal nach einer heftigen Grundberührung, die ich selbstverstänlich gemeldet hatte, und einmal etwas mehr für die Reparatur eines Gennackers. Das war's. Kleinigkeiten sind nie berechnet worden, und so bin ich mit allen Verchartern immer zufrieden gewesen.

Gruß Herbert

kaki93
12.11.2007, 17:27
Die Frage ist, ob ein neuer Beitrag die ganze Diskussion wieder von vorn lostritt. Das ist definitiv nicht meine Absicht!! :(

Bei der gesamten Diskussion geht mir ein Aspekt etwas verloren: Der Vercharterer betreibt sein Gewerbe professionell, der Charteter sporadisch. Damit habe ich schon den Anspruch, dass der Vercharterer seine Ware (Schiff) bei der Rücknahme vollständig (!!) kontrolliert. Er kennt kritische Stellen und übliche Fallen. Ich als Charterer habe natürlich auch eine Verantwortung zur Kontrolle - davon kann mich niemand befreien. Aber ich bleibe der, der lediglich sporadisch (1 - 2 x im Jahr?) eine Yacht übernimmt. Und scheinbar ist das der Punkt, der mitunter (und eben nicht überlicher weise) ausgenutzt wird, um "späte" Schäden zu "regulieren".
Bisher habe ich immer eine Lösung zu existierenden Mängeln / Schäden mit meinem Vercharterer gefunden.

Ich stimme mit denen überein, die sagen:
- lasst die Finger von Vercharterern, über die es öfters Beschwerden gibt,
- gebt einem Vercharterer, mit dem man mal nicht zufrieden war eine 2. Chance (nehmen wir für uns doch auch in Anspruch, oder ?)
- Chartern ist ein gut Stück Vertrauenssache _ entweder man hat es zueinander oder man sollte es sein lassen.

Moin moin Kaki93

Herbert
17.11.2007, 12:40
Die Frage ist, ob ein neuer Beitrag die ganze Diskussion wieder von vorn lostritt. Das ist definitiv nicht meine Absicht!Meine auch nicht.
Bei der gesamten Diskussion geht mir ein Aspekt etwas verlorenIch habe noch einen anderen Aspekt:

Man chartert in einem betimmten Land; das übliche Geschäftsgebaren ist aber von Land zu Land unterschiedlich. Wenn ich in einem Land chartere, in dem es als clever gilt, jemand übers Ohr zu hauen (wie der listenreiche Odysseus), dann sollte man bei einer internationalen Firma chartern oder bei einem lokalen Vercharterer, für den gute Erfahrungen vorliegen. In anderen Ländern, in denen man sich auch an Land einigermaßen sicher vor Betrügereien fühlt, kann man bei jedem Vercharterer chartern.


Ich konnte mich mit dem Chartergedanken nie ganz anfreunden; als Eigner wird man möglicherweise irgendwann verschroben...
Aber dieser gesamte Trööt inkl. der Einlassungen der Vercharterer zwischendrin (und gerade die) bestärken mich darin und das ist doch auch schon mal was!Es gibt einige Trööts hier, in denen Eigner ihre Probleme mit einem neuerworbenen Schiff darstellen. Der Schaden ist dann ungleich größer.

Gruß Herbert

Giovanni
28.11.2007, 15:42
...stieß ich auf diesen Trööt.

Zum Eingangsbeitrag (sofern er wahr ist) und dessen Geiselungen muss folgendes gesagt werden:
selbst , wenn der Skipper volltrunken mit der Heroinspritze im Arm losfährt, also der schlimmste aller Schlimmen ist, selbst dann bleibt doch die Tatsache, dass der Blister kaputt ist. Daher dem Vercharterer anzulasten.Auch, wenn einer ein Trottel ist, und das ist er, wenn er bei 8Bft rausgeht, darf man ihn nicht für alles verantwortlich machen und höher hängen.
Und auch höhnische Beiträge unter dem Motto 'hättest halt nachgesehen, dann wärst nicht beschissen worden', äußern eigtl nur ein Verständnis gegenüber dem Geschäftemacher, der immer Vorfahrt haben soll vor dem Privatmann.
Was mir auch missfällt, ist die moralische Verurteilung des Schreibers, dass so einer ja eh nicht gut auf ihm anvertraute Sachen aufpasse.
Das ist alles moralisches Gesosse.
So gehts nicht, meine Herren!


Gio

Firsty
28.11.2007, 15:57
...lieber Gio,
unterstellen wir mal, dass das so war, wie beschrieben. Dann ist es für Dich ok dem Vercharterer einfach Betrug zu unterstellen?
Der war/ist vielleicht genauso blauäugig vorgegangen wie der Themenstarter und hat den so von einer Crew ohne Kontrolle zurück genommen und halt wieder ausgegeben.

Aber klar, als Vercharterer muss er natürlich kontrollieren, ist ja Geschäftemacher.

Wenn ich mir einen Leihwagen nehme (sogar in München), muss ich mir den nach Blessuren anschauen. Da geht am Flughafen keiner mit. Die drücken Dir den Schlüssel in die Hand und gut ist.

Kommst Du zurück, gibt es da schon Personal, dass genau den Check macht.
Und ist dann eine Beule drin, darfst Du raten wer haftbar ist....

Du kennst den Spruch: Den Letzten beissen die Hunde?

Giovanni
28.11.2007, 16:27
wenn ich mir ein Auto bei Sixt leihe und besoffen losfahre. Dann nach 10 km will ich bremsen und 'bemerke', dass keine Bremsflüssigkeit da ist.
Wer hätte die Bremsflüssigkeit reinmachen sollen ?
Dann unterstelle ich dem Vermieter, dass er keine Bremsflüssigkeit rein hat.
Da kannst du mir hundertmal vorwerfen, dass ich ein Säufer bin. Das hat mit der Bremsflüssigkeit nix zu tun. Die hätte er reintun müssen.

Ansonsten argumentierst auch du moralisch, indem du etwas höhnisch schreibst "Aber klar, als Vercharterer muss er natürlich kontrollieren, ist ja Geschäftemacher."
Selbstverständlich ist er Geschäftemacher und deswegen sollte er auch saubere Ware abgeben.
Aber klar. Wir 'User' sollten zu Experten in Allem werden. Fleisch ? Immer das mobile Labor zum Check dabei ?
Geh zur Bank, aber vergiss den Rechtsanwalt nicht, denn, is doch klar!, die wollen ja Geschäft machen.

Ja. Ich kenne auch viele Sprüche. Deiner ist einfach zynisch.
Kennst du den ? "Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler."

Gio

Firsty
28.11.2007, 16:52
...ob Du es mir übel nimmst oder nicht, Du solltest Dir eine Insel suchen, wo Lex Giovanni gilt, sonst bekommst Du noch Magengeschwüre....

Giovanni
28.11.2007, 23:46
Meinst du die Magengeschwüre , die du schon längst hast ?
Moralinsäure macht die nämlich.

Nein. Ich nehm dir nix übel. Du mir etwa ?

KuGeLfAnG
29.11.2007, 00:15
scenario 1

Crewmember will den Blister auspacken und bleibt irgendwo hängen. ratsch
Oh Skipper das war so. Der war schon kaputt.

scenario 2

Skipper lügt sich so lange selber was vor, bis er es selber glaubt. ( hat ihn selber kaputt gemacht)

scenario 3

Verscharterer war nachlässig. Kunde auch. Dumm gelaufen. Er hats übernommen.

scenario 4

verscharterer wollte betrügen



Wäre doch nen bissl viel evtl. oder? Ich bin auch im Vermietgeschäft. (keine Boote) Was meint ihr wie viele Leute sachen unter aller Sau zurückbringen. Seltsammerweise haben alle immer mind. 10 Zeugen. Auch ich übersehe sicherlich Schäden. Aber wenn der Mieter nicht wirklich schaut, muß ich sagen "Pech".

hansjo
29.11.2007, 07:03
Ich weiss es wird viel mist betrieben. Alls Normaler charterer(der ich noch wie war) wuerde ich folgende Punkte genau durchnehmen.:
1) keine Anzahlung bis ich das boot gesehen un inspektiert habe.

2) wenn alles obiges zufrieden, dann erste Zahlung.

3) wenn charterfirmen mein programm ablehnen, keine charter.

So einfach ist es im prizip doch. Wenn ihr das nicht wollt....gut, dann keine meckerei hinterher auf diesem Forum.:)



































a

ToDi
29.11.2007, 08:19
na, dann flieg vorab im Winter mal in die Türkei, um das Schiff vorab zu besichtigen, was du im September chartern willst.

Man merkt, dass du noch nie gechartert hast

Skipper Kim
12.12.2007, 13:29
Na dann will ich auch mal meinen Senf dazu abgeben.
1.) Das Anliegen des Erstellers war ja festzustellen/rauszubekommen ob jemand die gleichen Probleme hatte, bzw. den Blisterschaden verursacht und bezahlt hat. Da gibt es aus meiner Sicht nichts auszusetzten.

2.) Was das Ablegen bei 8 Bft. betrifft, da hängt es meiner Meinung nun, neben möglichen gesetzlichen Vorschriften, auch davon ab, ob man das Schiff schon kennt und ob alle an Bord auch die nötige Erfahrung haben. Ob es sinnvoll ist gleich am ersten Abend sich so etwas anzutun steht nun auf einem anderen Blatt.

3. Was allerdings die Überprüfung des Schiffes & Segel etc. betrifft, da gebe ich Hans absolut Recht. Ich sehe es als absolute Pflicht und Verantwortung gegenüber meiner Crew, das Schiff vollständig durchzuchecken. Wer das nicht macht, der muss sich nicht wundern wenn nur die Kaution weg ist....es kann schließlich schlimmer kommen.
Wenn sofort nach Übernahme abgelgt wird, dann kann keine vernüftige Einweisung an den Rest der Crew erfolgen....insbesondere bei so viel Wind !!

So das war mein Senf dazu....Meine Meinung muss nicht eurer entsprechen...aber es herrscht ja Gott sei Dank Meinungsfreiheit.

Gruß aus Bayern
Kim

PS.: Wer eine Checkliste sucht, der kann auf meiner Seite www.world-of-sailing24.com unter Tips und Tricks sich diese gerne ausdrucken (Falls noch was fehlen sollte, lasst es mich wissen)