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H-rald
26.11.2007, 07:21
versteigert wieder ein Bild von Costa um damit die Handicap-Segler zu unterstützen - tolle Sache!

Mast- und Schotbruch wünscht

Harald

H-rald
11.12.2007, 12:35
Moin Freunde von Handicap - schaut mal in den Quicklink Costa - es geht voran.

Mast- und Schotbruch wünscht

Harald

YACHT-online
11.12.2007, 14:05
hier auch gleich noch der direkte Link: http://www.yacht.de/yo/yo_news/powerslave,id,6631,nodeid,30.html

H-rald
12.12.2007, 07:58
das haben wir mit dem Geld der letzten Versteigerung gemacht:

Zitat aus "neue Osnabrücker Zeitung" vom 12. 12. 2007

Die Widersprüche des Lebens
S. Osnabrück.
Autisten segeln eine Woche auf dem Meer. Ist das denn möglich? Nein, meinten Experten, und wenn, dann höchstens drei Tage lang. Ja, meinten die Organisatoren eines Segeltörns auf der Ostsee. Und sie behielten recht.

Kristina fand es aufregend. Auch wenn sie anfangs das Bedürfnis hatte, möglichst schnell an Land zurückzukehren, sagte sie heute. "Ich würde wieder mitsegeln." Guido war erst ebenfalls skeptisch und zeigt sich im Nachhinein begeistert: "Aber die Crew muss stimmen."
Das war bei diesem Törn auf der Ostsee von Heiligenhafen über Fehmarn und zurück offensichtlich der Fall. Zu Skipper Rollo Beckmann gingen Ergotherapeutin Lena Kudi, Heilerziehungspfleger Thomas Wendtland, Guido, Frank, Kristina und Karsten an Bord der "Taifun".

"In einigen Gesichtern habe ich dabei das blanke Entsetzen gesehen", lacht Skipper Rollo bei der Erinnerung an die Ankunft im Hafen. Die Enge auf der Yacht jagte zunächst nicht nur den vier Menschen mit Asperger Autismus einen Schrecken ein. "Ich dachte, wir kriegen nicht mal unser ganzes Gepäck unter", meint rückblickend Thomas Wendtland: "Es ist erstaunlich, wie gut das dann alles funktioniert hat." Bei Windstärke 8 konnten aber die ersten beiden Tage keine Segel gesetzt werden. "Das wäre verantwortungslos", sagt Rollo Beckmann, der seit acht Jahren regelmäßig für Menschen mit Behinderung Freizeitsegeln auf dem Dümmer anbietet.

Als die Gruppe dann endlich in See stechen konnte, wurden Ängste durch Neugier und die übertragenen Aufgaben verdrängt. Navigieren, Steuern, Logbuch schreiben gehörten ebenso wie Kochen zu den Pflichten aller - wobei jeder seine speziellen Fähigkeiten für die verschiedenen Arbeitsbereiche an Bord einbrachte.

"Die Widersprüche des Lebens finden sich auch im Boot", erklärt Lena Kudi. Der Enge unter Deck und an Bord steht die schier endlose Weite des Meeres gegenüber. Ein Gegensatz, der für Menschen mit Autismus angesichts ihrer Angst vor Enge schwerer zu überwinden ist als für Menschen ohne Behinderung.

"Es war ein Experiment, und es ist geglückt", fasst Rollo Beckmann zusammen. Er war es auch, der Lena Kudi darin bestärkte, das Experiment zu wagen. Die Ergotherapeutin bei der Heilpädagogischen Hilfe, seit zwei Jahren selbst begeisterte Seglerin, hatte die Idee dazu, Autisten einmal eine besondere Art des Urlaubs zu ermöglichen. Denn Menschen mit Autismus (siehe auch "Autismus") haben oft Kontaktschwierigkeiten und daraus folgend auch Probleme mit ihrer Freizeitgestaltung.

Experten rieten von einem einwöchigen Törn ab. Drei Tage wäre es wohl möglich, aber eine ganze Woche - das könne nicht gutgehen. Auch Rollo Beckmann hörte nur Bedenken: "Aber ich war von Anfang an davon überzeugt, dass es alles klappen wird."

Zudem stellt Lena Kudi langfristig positive Ergebnisse fest: Die Teilnehmer seien selbstbewusster geworden und hätten untereinander Kontakte geknüpft. Sie würde ebenso wie Skipper Rollo gern weitere Segeltörns für Menschen mit Autismus anbieten. Probleme gibt es dabei jedoch vor allem bei der Finanzierung. Für diesen Urlaub mussten die Teilnehmer tief in die Tasche greifen. Rollo Beckmann hat allerdings inzwischen ein größeres Boot: "Je mehr mitkommen, desto preiswerter wird es für jeden Einzelnen."







Schönen Tag wünscht Harald