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  1. #11
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    Standard

    Zitat Zitat von leebedoo Beitrag anzeigen
    Wie viel m2 war denn das, was in 2 Tagen abging? Ich habe ca.40 m2 Stahl Unterwasser und trocken sandstrahlen ist nicht erlaubt auf dem Platz. Dem erlaubten Nass Strahlen trau ich aber nicht...
    Wie gesagt, es handelte sich aussen angebolzten Gusseisenballast, ca .6,00 m2 Fläche; beim
    Gusseisen ist die Gefahr Riefen in das Material zu schneiden fast gleich Null .

  2. #12
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    Standard Flex mit dicker Drahtbürstenscheibe

    hey,

    habe das auch mal überlegt wie ich meinen Kiel sanieren musste.
    Habe aber einen anderen Weg gefunden der sehr gut funktioniert hat.
    Eine Flex mit groben Drahtbürstenaufsatz.
    Damit bekommt mann auf Eisen alles runter. Habe für meinen Kiel 32 Fuß Schiff zwei Drahtbürsten Aufsätze und einen Tag (sehr anstrengend) gebraucht. Wichtig du solltest sofort nach dem Flexen eine Epoxy Grundierung aufbringen da das Guseisen sofort durch die Luftfeuchtigkeit wieder Flugrost ansetzt.

    Habe meinen Kiel vor 3 Jahren so gemacht und auf anrahten eines Jachtfarben Spezialisten nicht mit Rostschutz gestrichen sondern gleich mit einer Epoxyfarbe. Habe bis heute keine einzige Blase oder offene Roststelle der Kiel sieht aus wie bei einem neu Boot.

    Als Farbe habe ich 6 x Schogun Epoxy Grundierung (ähnlich Geelschield) genommen. Nach zwei mal streichen habe ich mit Gigant 2000 Epoxy Spachtel von Rüegg gespachtel, und dann noch 6 x übergestrichen.

    Wenn du allerdings dein ganzes Boot machen willst würde ich es Sandstrahlen lassen. Da die Arbeit am Kiel bei mir schon echt anstrengend war. Und ich mir nicht sicher bin ob mann wirklich alles an Rost ab bekommt. Wenn du es so machst dann am besten bei kalte Temperaturen dann geht die Unterwasserfarbe besser ab so ab -3 Grad. Dicke Arbeitshandschuhe und eine gute Schutzbrille. Denn neben der farbe fliegen auch Drahtteile von der Bürste durch die gegend.

    Gruß

    Eric

  3. #13
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    Standard

    Das mit einer Flex und der Drahtbürste war die schlechteste Lösung. Auch die Kniebürste (ist eine Drahtbürste) selbstschärfend taugt nichts. Auch wenn es mit dem 3-Fach Scrapper mühselig ist, so war es immer noch die beste Methode. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass die Eigenschaften der Altbeschichtung dabei auch noch von Bedeutung sind.

    Wenn sich aber einer die Arbeit macht, dann sollte einer auch dann einen Kathodischen Schutz auftragen der mit einer Schuppenpanzerbeschichtung mit Hämatit versiegelt wird. Darauf dann ein Teerepoxyd, das mit PVC-Vinylteer dann versiegelt wird. Dieses System mit einer Standzeit von 15 Jahren wird auch von der Bundesbahn angewendet. Keine Sorge, ich will da keinen was verkaufen, denn so kleine Bedarfsmengen könnte ich auch nicht liefern.

    Auch wenn die Methode wie vorgeschlagen für 3 Jahre funktioniert, dann liegt es an der Qualität bzw. Reinheitsgrad des Stahlgusses, oder es ist ein Graugusskiel. Ansonsten ist diese Epoxydbeschichtung weder ein Rostschutz noch Korrosionschutz und wird bei den meisten Yachten so nicht funktionieren.

    Speed

  4. #14
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    Um 1990, 91 oder 92 hatten wir den Gußeisenkiel komplett vom Rumpf abgeschraubt,
    sandstrahlen lassen und (ich vermute noch am selben Tag) mit dem damals noch erhältlichen VC-Tar Teerepoxid (nicht das heutige Tar2) gestrichen, dann nach damaligem Kenntnisstand VC-17 als Antifouling.
    (Ich weiß leider nicht aus dem Kopf, ob wir den Kiel vor der Behandlung mit Tar noch mit einem Rostschutz behandelt hatten, ich glaube aber ja, weil sonst der Rostschutz wohl nicht 100% gesichert wäre, ich weiß nicht, welche Hafteigenschaften das damalige VC-Tar Teerepoxid auf gesandstrahltem Gußeisen gehabt hat).
    Dieser so behandelte Kiel zeigt auch heute noch keinen Rost erkenntlich durch evtl. Blasen o.ä.

    Wenn eine Stelle des Kiels beschädigt worden ist z.B. bei den Kranvorgängen, wenn eine Stelle der Kielkante an einer Führungsschiene des Trailers aneckt, dann haben wir auf jeden Fall heutzutage solch eine Stelle mit Rostschutz ausgebessert, darüber noch einen Rest VC-Tar und wieder Antifouling.

    Lieber einmal etwas richtig machen und langfristig sichern, dadurch Werte erhalten, als eine Dauerarbeitsstelle beackern!
    Geändert von Hai-710 (08.09.2008 um 21:57 Uhr)
    Hai 710 KS www.hai-710.de.vu - Perfektes Segeln mit dem Trailerboot - Törns: www.hai-710.blogspot.de

  5. #15
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    Bei einem Grauguss, Kugelgraphitguss oder auch z.B. einem Cortenstahl wird das funktionieren. Da genügt ein Chlorkautschuk, Vinylprimer oder auch Primokon. Wenn es ein VCTar alt oder neu ist, wird es auch funktionieren. Entscheidend aus welchen Material ist der Kiel. Da besteht eher das Problem mit der Haftung. Mit ausschwitzen, entfetten mit Trychloräthylen haftet dann zu ziemlich jede Beschichtung.

    Probleme machen die billigen Stahlgüsse die z.B. von den Stahlkochern aus der Gegend von Mailand oder auch Kattowitz kommen. Dabei handelt es sich um stark verunreinigte Stähle mit hohen Phosphor und Schwefelanteilen. Da kann einer streichen was er will, den natürlichen Alterungsprozess kann da kaum einer was entgegensetzen.

    Speedy

  6. #16
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    Standard Perago

    Also ich hatte das Thema ja gestartet und inzwischen dazugelernt.

    Die Perago Scheibe (gekauft bei ToppLicht) ist brauchbar. Eine Doppelscheibe taugt meiner Schätzung nach für ca. 5 m2, danach ist sie abgeschliffen.

    Eine Sandstrahlung eines Rumpfes ist damit wohl zu mühsam. Perfekt fürs Nacharbeiten (die krumme Wasserlinie z.B.) oder Ecken, die übersehen wurden oder Fensteröffnungen mit ihren Winkeln.

    Hinweis, schlecht lieferbar, also rechtzeitig ordern, sonst steht die Baustelle mal so eben einen Monat.

  7. #17
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    Standard

    Ich habe mein Holzboot jetzt komplett abgezogen (incl. Kielballast) und verschiedene Werkzeuge ausprobiert:


    1. mit der weichen Peragoscheibe für Holz werde ich nicht mehr auf Holz arbeiten. Habe sie an einigen Stellen ausüprobiert und muß sagen, dass das Risiko für Kratzer und Riefen im Holz zu hoch ist.
      Für das Abziehen von Holz ist die 'Heißluft-Schaber Methode' nach meinen jetztigen Erfahrungen immer noch das Beste.
    2. jedoch habe ich mit der Perago Holzscheibe auf VC 17 Antifouling eer zufällig gute Erfahrungen gemacht. Ich habe mit dieser scheibe die obere Schicht VC17 entfernt und konnte dann viel einfacher mit Heißluft die darunter liegenden Schichten abziehen.

    Gruß
    Reimund

  8. #18
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    Standard Bezug ?

    ich suche an sich schon seit einiger Zeit nach diesen Scheiben, da die wohl doch die einzige Alternative zu Sandstrahlen ist. Allerdings sagte mir ein Freund, das man nur 400 Umdrehungen pro Minute einstellen soll bei der Bohrmaschine. Hier stand aber was von 3000-4000 .
    Was stimmt denn nun ?

    Und wo bekommt man diese Scheiben überhaupt noch her ? SVB hat die nicht mehr .... zumindest nicht im Katalog.

  9. #19
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    bei Toplicht in HH gibt´s die Dinger... s.o.

  10. #20
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    Standard

    ja genau: Toplicht. Da habe ich meine auch gekauft.

    Zur Drehzahl: nach meiner Erfahrung während der letzten Winterarbeiten, gibt es 'die richtige Drehzahl' nicht. Das hängt auch vom jeweiligen Werkstof ab, den man bearbeiten will. Ich habe eine ganz herkömmliche, grüne Bosch Bohrmanschine verwendet und habe mit unterschiedlichen Drehzahlen gearbeitet. Auf Holz z.B. sollte man durchaus langsamer vorgehen. Letzendlich bin ich aber beim Abziehen von Holzteilen dann wieder zur klassischen Methode mit Heißluft und Schaber übergegangen. Das ist bei diesem werkzeug deutlich besser zu dosieren und gibt eine bessere Oberfläche. Den gußeisernen Kiel und andere Metallfläche habe ich aber mit der Perago gut säubern können.

    Aber wie schon öfter in erwähnt. Schutzbrille und Atemschutz sind ein absolutes Muß!!! Ich kann nur dazu raten, eine sehr gute Atemschutzmaske wie z.B. die von 3M oder ähnliche zu nutzen. Neben der guten Schutzwirkung, hatte die von 3M hat für mich als Brillenträger den deutlichen Vorteil, dass sie gut sitzt und die Brille nicht beschlägt, da die Atemfiler (2) jeweils links und rechts von der Maske angeordnet sind. Bestimmt aber bieten andere Hersteller ähnliche Systeme an.

    Gruß
    Reimund

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