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  1. #1
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    Standard Bussystem auf Sportboot

    Moin allerseits,

    muss im Winter meine Hauptschalttafel erneuern und bin dabei auf eine neue Lösung mittels Bus-System gestoßen. www.apbus.eu Bin eigentlich überhaupt kein Freund von Elektronik an Bord aber das ganze würde den Arbeitsaufwand sehr übersichtlich gestalten. Wie ich auf der Homepage lesen konnte nutzt auch die DGzrS auf ihren Neubauten dieses System.
    Deshalb Frage an Alle: Kennt ihr das System und habt Ihr evtl. schon Erfahrungen damit gesammelt?
    Was haltet Ihr generell von solch elektronischen Helferleins an Bord?

    Beste Grüße
    Sven

  2. #2
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    Standard Oh Oh - vieles spricht dagegen...

    Oh Oh - vieles spricht dagegen...

    1) Folgen beim Ausfall ...
    2) Mit Feuchte im "Gebälk" ist 100% alles ohne Funktion ....
    3) Der INSTABUS in der gebäude technik .... ja der hat Vorteile z.B im Messebau wo
    dauernd und ständig umprogramiert werden mus ..statt umzuverdrahten .... da macht das Sinn...
    4) Alle SPS Steurunegnen in der Berufschiffahrt _ auch OK...
    5) Oder sogar die "Redundanten SPS Steurungen " - da gibt sogar der TÜV Reinlnd seinen Segen
    bei "DÜSEN TEST STÄNDEN der LUFT-FAHRT"...

    6)Wo würde ich damit spielen ???

    a) Auf dem Sport Boot >>> ausschließlich und nur bei Dingen die nix mit Schifführung zu tun haben ...

    b) Wenn es dir eine Werft verbaut - die darauf weltweiten Sevices anbietet ( z.B.AMEL ? )
    und den dann auch tatsächlich durchziehen kann...

    Aber: berichte mal ... oder wirf deine Pläne oder Skizzen hier rein oder Liste

    WAS genau du damit an Bord betrieiben würdest ...

    Beste Sonntags-Grüße von Johannes
    Geändert von johannesderseefahrer (02.12.2008 um 14:18 Uhr) Grund: wexstaben verbuchtelt...

  3. #3
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Hallo Sven,
    leider geht aus der Werbung nicht hervor, wie die einzelnen Anschlussknoten am BUS abgegriffen werden. Habe einmal ein solches System auf der BOOT in Düsseldorf gesehen. Da wurden die jeweiligen Abzweigungen mit Messerkontakten hergestellt, die in das BUS-Kabel an beliebiger Stelle eindrangen. Das wurde als besonderer Vorteil des Systems propagiert, war aber in Wahrheit der größte Schwachpunkt, weil dort Feuchtigkeit eindringen und zu Korrosionsschäden im BUS-Kabel führen kann. Wenn das System, das Du im Auge hast, auch so funktioniert, würde ich die Finger davon lassen.
    Gruß
    Wepi

  4. #4
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    Hallo Wepi,

    was Du da gesehen hast, war das Capi2- System. aber selbst die sind von diesem unsäglich komplizierten "Messersystem" wieder abgekommen. Was Theo meint, ist das EmpirBus - System, was wir mittlerweile auf z.B. der "Pinasse" (Mittelmanns Werft) eingebaut haben. Vorteilhaft ist so ein System vor allem beim Neubau, weil einiges an Verkabelung gespart werden kann. Theo sollte mal posten, um was für ein Boot es sich handelt, dann kann man eher sagen, ob sich das lohnt.

  5. #5
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    Meiner Meinung nach, muss man sehr unterscheiden zwischen der Bus-Technik an sich, mit der man z.B. daran angeschlossene Geräte zentral sehr einfach und komfortabel steuern kann und der physikalischen Ausführung der Verkabelung eines Buses.

    Dies wird immer wieder in einen Topf geworfen und miteinander verwechselt (siehe oben).

    Die Bustechnik hat bereits in sehr vielen Bereichen, auch im Sportbootbereich wie z.B. der Raymarine-Geräte, die herkömmliche Verdrahtung aus vielerlei Gründen verdrängt. Dies wird zukünftig, u.a. aus wirtschaftlichen Gründen noch viel mehr zunehmen. Für die Benutzung ist ein Busystem der bisherigen Technik immer überlegen und wird z.B. seit langem im LKW-Bereich mit deren hohen Anforderungen an die Betriebssicherheit benutzt (CAN-Bus). Diese Technik wird zunehmend auch im PKW Bereich verwendet.

    Unter der Vorraussetzung, dass die Art der Busverkablung für die Umgebung eines Sportbootes definiert ist und richtig umgesetzt wird, spricht alles dafür so eine Technik einzusetzen, wenn man z.B. die Elektronik eines Schiffes völlig erneuert.

    Auch ein teilweiser Einsatz z.B. für die Verbindung der Geräte einer Familie von Navigationsgeräten wie z.B. Raymarine ist empfehlenswert und wahrscheinlich anders auch garnicht mehr anders machbar.

    Eine Billigversion die mit Messerkontakten auf alten Kabeln arbeitet scheidet natürlich völlig aus.
    Gruss, Alfred

  6. #6
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    Kann mir vielleicht jemand kurz erläutern, wozu sowas (BUS-System) gut sein kann?

    Also mal eine rein praktische Anwendung beschreiben, die aufzeigt, was daran besser zu handhaben ist, als bei einer üblichen Verkabelung.
    Viele Grüße
    alinea
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  7. #7
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    Zitat Zitat von alinea Beitrag anzeigen
    Kann mir vielleicht jemand kurz erläutern, wozu sowas (BUS-System) gut sein kann?

    Also mal eine rein praktische Anwendung beschreiben, die aufzeigt, was daran besser zu handhaben ist, als bei einer üblichen Verkabelung.
    Etwas vereinfacht: Im Gegensatz zu Punkt-Punktverbindungen werden bei einem Bussystem alle Geräte parallel an die Datenübertragungsleitung angeschlossen. Eine spezielleÜbertragungsprozedur regelt wer gerade Daten senden darf, alle anderen müssen dann zuhören. Das ist etwas komplexer hat aber eine Reihe von Vorteilen, deren Aufzählung hier zu weit führen würde. Ein typisches Beispiel für ein Bussystem im Sportbootbereich ist das Seatalk von Raymarine.

    Benjamin

  8. #8
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    Standard

    Benjamin, erstmal danke für die Erklärung!

    Sagen wir mal so...
    Bei Geräten von Raymarine und ähnlichen, die man irgendwie über ein Netzwerk verbinden könnte um ggf. über einen gemeinsamen Monitor bestimmte Daten abrufen zu können, erschliesst sich auch der Sinn dieser BUS-Systeme. Konkret also, um "Nutz-Daten" zu verarbeiten.

    Aber ich fragte nach einer ganz praktischen Anwendung - weil Sven bei der Erneuerung seiner Hauptschalttafel an sowas dachte.

    An meiner Hauptschalttafel sind so moderne Geräte wie die Navigationslampen, die Innenbeleuchtung, die Wasserpumpen für die Wasserversorgung, ein Kühlschrank, ein Autopilot, ein Radio, das Funkgerät, Echolot und Logge angeklemmt. (die Aufzählung ist beispielhaft und erhebt nicht den Anspruch auf Vollzähligkeit) Jedes dieser Geräte hat (wo es sinnvoll erschien) eine Sicherung und einen Schalter um diesen Stromkreise ein/auszuschalten. Die o.a. netzwerkfähigen Geräte sind hier auch mit ihrer Stromversorgung angeklemmt. "Nutz"-Daten werden hier keine verarbeitet.

    Ich sehe an der Schalttafel, welche Verbraucher "Strom haben" und welche nicht. Ich sehe den Zustand meiner Batterien, soweit mich das auf meinem Kleinkreuzer interessieren muss. Ich sehe nicht, welche praktische Vereinfachung ein Bussystem an der Schalttafel haben sollte.

    Deshalb meine zugegeberweise etwas ketzerische Frage.
    Viele Grüße
    alinea
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  9. #9
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    Die Automobil-Industrie forscht schon seit Jahren an einem Bus-System allerdings dann auch 42 V Basis, um im Gegenzug auch gleich Kupfer einsparen zu können.

    Aktuell sind mir keine positiven Ergebnisse bekannt, daher überlasse ich die Experimente denen, die hierfür genügend Geld in die Hand nehmen wollen.

  10. #10
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    Zitat Zitat von alinea Beitrag anzeigen
    Jedes dieser Geräte hat (wo es sinnvoll erschien) eine Sicherung und einen Schalter um diesen Stromkreise ein/auszuschalten. Die o.a. netzwerkfähigen Geräte sind hier auch mit ihrer Stromversorgung angeklemmt. "Nutz"-Daten werden hier keine verarbeitet.
    Ein Bus ist für Datenübertragungen. Als Beispiel: Wenn du einen Bildschirm, einen Videorecorder und einen DVD-Recorder hättest, könntest du, wenn du die Geräte an den Bus hängst zwischen allen Geräten Daten austauschen, also z.B. von Video an Bildschirm zum gucken, von DVD an Bildschirm aber auch z.B. von DVD an Video um eine DVD zu kopieren. Wenn man das mit "normaler" Verkabelung lösen will müsste man jedes Endgerät mit jedem anderen verkabeln.
    Nützlich wird das vor allem, wenn man sehr viele Geräte hat die miteinander kommunizieren. Da musst du beim Bussystem nur n-1 (n=#Geräte) Kabel legen (eine Strippe an jedem Gerät vorbei) wohingegen du bis zu n*(n-1)/2 Kabel brauchst um jedes Gerät mit jedem anderen Gerät einzeln zu verkabeln.

    Da stellt sich natürlich die Frage, wieviele Geräte hat man so an Bord und wie müssen diese Geräte untereinander kommunizieren.

    Ob über die Busleitung die Geräte auch mit Strom versorgen kannst weiss ich nicht, kommt sicher auf das System an. Aber der Sinn eines solchen Systems ist Datenübertragung nicht Stromversorgung.

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