Gefunden in der Ostsee Zeitung

17.02.2009 | TRS,MV,RUE
Fischkutter kollidiert vor Rügen mit Fähre

Sachschaden, aber keine Verletzten: Ein Fischkutter ist in der Nacht zu heute vor Rügen mit einer polnischen Fähre zusammengestoßen. Die Ursachen sind noch unklar.

Sassnitz (dpa/ddp) Verletzt wurde bei dem Unfall rund 16 Seemeilen östlich von Deutschlands größter Insel niemand, wie Wasserschutz- und Bundespolizei mitteilten. Der Kutter „Gitte“ aus Heiligenhafen (Schleswig-Holstein) sei beschädigt worden. Die Fähre „Scania“ habe nach dem Zwischenfall um 2.00 Uhr morgens ihre Fahrt vom polnischen Swinemünde (Swinoujscie) nach Ystad in Schweden fortgesetzt. Dort sollen schwedische Behörden das Schiff auf eventuelle Schäden untersuchen.
Zur Schadensbilanz am Fischereiboot gehören unter anderem ein gebrochener Vormast, eine eingedrückte Decksreling und ein beschädigtes Schanzkleid. Darüber hinaus ging der Anker verloren. Die Unfallursache ist noch unklar. Auch zur Höhe des Sachschadens konnten bislang keine Angaben gemacht werden.
Alkohol hat nach derzeitigem Kenntnisstand keine Rolle gespielt, wie der Sprecher der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, Matthias Menge, sagte. Die Bundespolizei See habe im Auftrag der Lübecker Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr aufgenommen. Ermittelt werde zunächst gegen unbekannt. „Wir müssen die Vernehmung der Kapitäne abwarten“, sagte Menge. Auch müssten beide Schiffe untersucht werden. Angaben über möglicherweise schwierige Wetterverhältnisse gab es zunächst nicht.
Der Kutter „Gitte“ hat nach den bisherigen Erkenntnissen zu nächtlicher Stunde vor Rügen gefischt, als die Fähre ihn rammte. Menge sagte, die Beteiligten hätten bei dem Unfall Glück gehabt. „Wenn eine große Fähre einen Kutter rammt, kann das böse ausgehen.“ Die polnische Fähre fährt den Angaben zufolge unter der Flagge der Bahamas.


Stark lädiert: Die „Gitte“ im Sassnitzer Hafen.