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  1. #1
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    Standard Hubkiel einholen bei Krängung möglich bzw. ratsam?

    Hallo,
    vom Schwertkieler weiß ich, dass es da bei Lage zwar mit etwas mehr Anstrengung verbunden ist als wenn das Boot im Wind liegt, aber dass es durchaus möglich ist, auch am Wind bei Lage mal eben das Schwert hochzuholen, wenn es eine auf dem Kurs liegende Untiefe erfordert.
    Ist das Einholen eines Hubkiels (ca. 300 kg) bei Lage ebenfalls möglich bzw. angeraten?
    Könnte das schwierig werden, weil bei 300 kg doch andere Hebelkräfte zur Krängung hinzukommen als bei einem Kielschwert?
    Nützlich fände ich die Möglichkeit durchaus, da ich es, wie beschrieben, vom Kielschwerter so gewohnt bin und auch ganz praktisch finde, nicht erst einen Aufschießer fahren zu müssen und das Boot womöglich in den Wellen stampfen lassen.
    Danke!
    Grüße
    Ahab

  2. #2
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    Zitat Zitat von KptAhab Beitrag anzeigen
    Ist das Einholen eines Hubkiels (ca. 300 kg) bei Lage ebenfalls möglich bzw. angeraten?
    Nein, ist nicht angeraten. Ganz im Gegenteil - ist sogar kontraproduktiv.

    Wenn das Boot Lage schiebt, segelt es am Wind oder reacht. Ohne wirksamen Lateralplan hat man nur noch Abdrift.
    Abgesehen davon, das der höhere Schwerpunkt die Krängung noch erhöht.

    Bei tiefen Kursen bis platt vorm Laken kann man den Kiel selbstverständlich aufholen, um die benetzte Fläche zu reduzieren.
    Tschüß, Bronsky

    Rennyachten kreuzen gut, Kreuzeryachten rennen nicht

  3. #3
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    Standard

    lieber mit "großer" lage über ne sandbank "rutschen",
    als mit aufgeholtem kiel festsitzen !

    bedenke... ein langer kiel ist auch ein guter hebel zum runtewuchten,
    bewahrt vor all-zu langem gelächter von der lästerbank
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
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  4. #4
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    Hallo Bronsky,
    meine Frage zielt auf was anderes ab. Ich weiß, dass die Verringerung des Tiefgangs und damit auch der Lateralfläche zunächst einmal die Abdrift beim Amwindsegeln erhöht. Krängung natürlich auch. Es geht hierbei jedoch um Fälle, bei denen ich die erhöhte Abdrift durchaus in Kauf nehmen würde. Das ist z.B. dann der Fall, wenn ich ansonsten gar nicht mehr segeln könnte, weil ich mich sonst an die Fahrwasserbetonnung halten müsste und motoren müsste.
    Das kommt auf friesischen Seen häufig vor.
    Ein weiterer Fall wäre, wenn durch die Tiefgangreduzierung eine erhebliche Abkürzung erfolgt. Hier schwebt mir das Fahrwasser über den "Bollen" vor Oudeschild Texel vor. Da geht es um ein Aufholen des Kiels von 1,60 auf 1,00 Meter. Da dürfte ja auch vom aufrichtenden Moment noch genügend sein, wenn es nicht zu doll weht.
    Die Frage ist wirklich viel mehr, ob das möglich ist, oder vielleicht gar nicht geht, weil der gekrängte Kiel im Kielkasten so viel Reibung erzeugt, dass man ihn nicht bewegt kriegt.
    Oder wenn man ihn doch bewegt kriegt, ihm und dem Kielkasten damit unnötig viel Gewalt antäte. Wie gesagt, beim Kielschwerter geht es, ist aber schwerer zu kurbeln, als wenn das Boot gerade liegt.
    Grüße
    Ahab

  5. #5
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    Zitat Zitat von KptAhab Beitrag anzeigen
    ....Es geht hierbei jedoch um Fälle, bei denen ich die erhöhte Abdrift durchaus in Kauf nehmen würde. Das ist z.B. dann der Fall, wenn ich ansonsten gar nicht mehr segeln könnte, weil ich mich sonst an die Fahrwasserbetonnung halten müsste und motoren müsste.....
    Grüße
    Ahab
    Schau mal in der Anleitung Deines Bootes nach.
    Bei der Varianta zB wird das Aufholen des Schwertes bei zu viel Lage empfohlen. Dadurch vergrößert sich die Abdrift, aber die Krängung reduziert sich.

  6. #6
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    @142:
    Hieße das, was du schreibst, nicht eigentlich, dass man einen Hubkiel nur entweder ganz draußen oder ganz drinnen fahren sollte??
    Dann wäre er aber doch nur zum Trailern von Vorteil oder bspw. um in flachen Buchten zu ankern, bzw. unter Motor flachere Häfen anzulaufen.
    Wenn man mit halb aufgeholtem Hubkiel gar nicht mehr am-Wind segeln sollte, den Hubkiel also nicht zur kurzfristigen Reduzierung des Tiefgangs nutzen kann, finde ich ihn für meine angedachten Reviere und Segelgewohnheiten eher unpraktisch.
    Ist das denn der Fall: Ganz oder gar nicht?
    Grüße
    Ahab

  7. #7
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    Zitat Zitat von KptAhab Beitrag anzeigen
    @142:
    Hieße das, was du schreibst, nicht eigentlich, dass man einen Hubkiel nur entweder ganz draußen oder ganz drinnen fahren sollte??

    Ist das denn der Fall: Ganz oder gar nicht?

    Genau so, und nicht anders.
    Tschüß, Bronsky

    Rennyachten kreuzen gut, Kreuzeryachten rennen nicht

  8. #8
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    Zitat Zitat von Piratensmart Beitrag anzeigen
    Schau mal in der Anleitung Deines Bootes nach.
    Bei der Varianta zB wird das Aufholen des Schwertes bei zu viel Lage empfohlen. Dadurch vergrößert sich die Abdrift, aber die Krängung reduziert sich.
    So´n Unsinn.
    Dann kannst Du lieber gleich tiefer fahren. Da läßt die Krängung auch nach.
    Oder reffen?
    Tschüß, Bronsky

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  9. #9
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    Das ist bei Schiffen wie einer Varianta oder Neptun 22 absolut kein Unsinn. Dazu ist deren Balastanteil zu gering.
    Es wird ja nicht bei 2 Windstärken das Schwert hochgezogen und nicht jeder segelt gerne am Limit.

    Ich gebe allerdings gerne zu, dass solche Schiffchen mehr aushalten als der Skipper glaubt.

  10. #10
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    Zitat Zitat von GER_752 Beitrag anzeigen
    So´n Unsinn.
    Dann kannst Du lieber gleich tiefer fahren. Da läßt die Krängung auch nach.
    Oder reffen?
    Bei der Varianta wird eine gewisse Reihenfolge von Segelwechsel... Genua zu Fock, Schwert einziehen und reffen empfohlen.
    Das hat weniger mit dem zu tun was der Skipper abkann
    sondern mehr mit dem Trimm des Bootes.
    Die Kiste wird sonst einfach zu luvgierig.

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