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  1. #1
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    Standard Kleinkreuzer bei Starkwind

    Ich war also mit meiner Albatros 570 auf Rund Rügenkurs. (01.-06.06)
    Sehr schöne ERfahrung, richtig gute Häfen, schöne Landschaften.
    Nur zwischen Sassnitz und Thiessow gab es mal ordentlich Wind, Bft8 und 2Meter Welle. War da nicht ganz so lustig.
    Zum Starken Wind eine Frage an die werte Kleinkreuzerseglerschaft:
    Wir konnten gut vorm Wind ablaufen, da der Kurs stimmte.
    Ich habe mich für das zweite Reff im Groß als einziges Segel entschieden. Andere haben nur die Genua gesetzt. Was ist besser, wie würdet ihr euch verhalten?
    Freue mich auf die Anworten!
    LG
    Ingo

  2. #2
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    Standard

    wenn Du nicht am Wind segeln musst, geht's auch mit Fock, was bei einer Rollfock natürlich den Vorteil hat, dass man immer schön im Cockpit bleiben kann, um die Segelfläche zu vergrößern bzw. zu verringern. Bei hoher Welle ist es nicht immer ganz ungefährlich, wenn man nach vorne zum Mast gehen muss, um das Großsegel zu bergen, vor allem bei einem kleinen und leichten Boot wie der Albatros ist das sicherlich nicht ganz ohne. Oder kannst Du das Groß vom Cockpit aus bergen? Bei achterlichem Wind besteht beim Groß die Gefahr der Patenthalse. Die Fock kannst Du bei halben Wind im Falle eine Böe nicht so einfach fieren wie das Großsegel. Hat alles so seine Vor- und Nachteile würd ich mal sagen ;-)

  3. #3
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    Standard Mit ZWEI kleinen Flächen -bist Du für ein ev. Manöver besser gerüstet...

    Mit ZWEI kleinen Flächen -bist Du für ein ev. Manöver besser gerüstet...

    1. Wenn du nur allein von A nach B rauschen willst ...und keine Manöver zuerwarten sind ... eine kleinere Fläche vor dem Mast... usn alles ist gut...

    2. Aber :
    > nun kommt dann doch mal was dazwischen ... das du Qurfahrer oder Berufschiffahrt ausweichen musst ...

    > dann ist das mit ZWEI kleine Flächen besser zum Manöverirern ...steuern..
    das Groß mit allen Reffs..hat schon eine gute Steuerhilfe wenn du dann doch mal Kreise drehen musst ...

    > oder du merkst erst später das deine Einflugschneise doch schon hinter dir
    liegt ....

    dann bist dumit ZWEI Flächen immer TOP Startklar...

    3. Idee:

    > probiere mal o h n e Not beide Varianten aus ...
    > spiele ein MOB Manöver mal mit beiden Takelungen ...

    > ertaunlich wie "steuerlos " du nur mit dem GerefftenGroß bist
    wenn du fix wieder gegenan fahren musst..

    Viel Spaß beim "forschen" ;-)



    Nachtrag:
    Ich hatte mal selber beim "SPass -Üben " dann meine liebe Not
    überhaupt den "bewusst über Bord geworfenen Ring " wiederzufinden ...

  4. #4
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    Standard

    Hi

    bei 8 Bf und 2 Meter Ostseewelle und dann noch mit einem unter 6 Meter Segler Gegenankreuzen, das funktioniert nur in der Theorie, in der Praxis machst du keinen Meter Höhe.

    Bei so einem Wind ist nur Ablaufen vorm Wind gefragt, wenn möglich raum oder rein achterlich, bei Halbwind besteht die gute Chance wenn dich breitseits eine hohe Welle unterläuft dass du über den eigenen Kiel stolperst, und dann ist aufrichtendes Moment gefragt. Wenn du auf der Backe liegst, kannst du so mit der nächsten Welle durchkentern.

    Daher würde ich immer schön genau ablaufen versuchen, eine Hafenansteuerung quer zur Welle würde ich nur unter Landabdeckung machen und alle GPS Daten wie Ansteuerungstonne usw. vorher genau im GPS einspeichern, damit ja nichts daneben geht, Ausweichhäfen oder Buchten wenn was nicht so klappt ebenfalls.

    Bei 8 Bf würde ich beim 6 Meter Kleinkreuzer generell nur mehr das Vorsegel fahren, denn hier ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass du quer zur Welle kommst, immer darauf achten, dass die Rumpfgeschwindigkeit nicht zu viel überschritten wird, dann geigen die kleinen Segler oft, dass hier wieder Gefahr zum Querschlagen gegeben ist. Am komfortabelsten ist das Vorsegel mit Profilvorstagrollanlage, hier kann sich der ober Teil bei Starkwind nicht aufdrehen und das Segel steht sehr gut. Gerefft kann die Fock dann je nach Bedarf bis auf Handtuchgröße werden. Wer noch eine Stagreiter Fock hat, den würde ich dringend einen Umbau empfehlen der kostet bei diese Bootsgröße eine Kleinigkeit und die Segel kann man einfachst umnähen.

    Bei meinem 19 Füssler funktioniert das so gut, dass bei 7 und Böen 8 Bf ein ablaufen der Wellen (gut 2 Meter) mit der Genua (teils 50% teils 100 %) das Boot auf den Wellen ins Surfen kommt, das ist ein erhebendes Gefühl wenn du auf der Welle bist und das Boot laut GPS der Rumpfgeschwindigkeit davonläuft.

    LG

    Manta
    PS.: Lieber ein schlechter Segeltag als ein guter Arbeitstag

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von nunsagdochmal Beitrag anzeigen
    Mit ZWEI kleinen Flächen -bist Du für ein ev. Manöver besser gerüstet...

    1. Wenn du nur allein von A nach B rauschen willst ...und keine Manöver zuerwarten sind ... eine kleinere Fläche vor dem Mast... usn alles ist gut...

    2. Aber :
    > nun kommt dann doch mal was dazwischen ... das du Qurfahrer oder Berufschiffahrt ausweichen musst ...

    > dann ist das mit ZWEI kleine Flächen besser zum Manöverirern ...steuern..
    das Groß mit allen Reffs..hat schon eine gute Steuerhilfe wenn du dann doch mal Kreise drehen musst ...

    > oder du merkst erst später das deine Einflugschneise doch schon hinter dir
    liegt ....

    dann bist dumit ZWEI Flächen immer TOP Startklar...

    3. Idee:

    > probiere mal o h n e Not beide Varianten aus ...
    > spiele ein MOB Manöver mal mit beiden Takelungen ...

    > ertaunlich wie "steuerlos " du nur mit dem GerefftenGroß bist
    wenn du fix wieder gegenan fahren musst..

    Viel Spaß beim "forschen" ;-)



    Nachtrag:
    Ich hatte mal selber beim "SPass -Üben " dann meine liebe Not
    überhaupt den "bewusst über Bord geworfenen Ring " wiederzufinden ...

    Hi

    die zwei kleinen Flächen beginnen meiner Meinung nach erst ab Booten mit 8 Meter Länge, besser 9 oder 10 Meter sinnvoll zu werden, denn die machen auch bei 7 und 8 Bf noch Höhe.

    LG

    Manta
    PS.: Lieber ein schlechter Segeltag als ein guter Arbeitstag

  6. #6
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    Standard Nun ja ... meine Erfahrung beschränkt sich auf ne Überführung einhand eines Folkeboot

    Nun ja ... meine Erfahrung beschränkt sich auf ne Überführung einhand eines Folkeboot...
    von Sassnitz nach Rostock bei "W - SW" mal im Herbst... ich müsste mal das Datum suchen...

    aber jedenfalls soo das mir der Satz in den Sinn kam :

    "Ich wünsche mir die Kraft in einem Schluck das Meer auszutrinken... - damit die Qual ein Ende hat ... und ich zu Fuss ... durch den Matsch und die zappelnden Fische nach Hause tappern kann "

    Nun - das wirkt dann nach .... schönen Sonntag ;-)

  7. #7
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    Standard

    Zitat Zitat von nunsagdochmal Beitrag anzeigen
    Nun ja ... meine Erfahrung beschränkt sich auf ne Überführung einhand eines Folkeboot...
    von Sassnitz nach Rostock bei "W - SW" mal im Herbst... ich müsste mal das Datum suchen...

    aber jedenfalls soo das mir der Satz in den Sinn kam :

    "Ich wünsche mir die Kraft in einem Schluck das Meer auszutrinken... - damit die Qual ein Ende hat ... und ich zu Fuss ... durch den Matsch und die zappelnden Fische nach Hause tappern kann "

    Nun - das wirkt dann nach .... schönen Sonntag ;-)
    Hi

    Wenn ich einem Boot bei 7 bis 8 Bf noch etwas Höhe zutrauen würde, dann wäre es ein Folkeboot.

    Habe in Rügen ein altes Mahagoni Folke nach einem fast fertigen Refit gesehen, ein Traum von einem Holzboot.

    LG

    Manta
    Geändert von mantaspeed (19.06.2009 um 20:26 Uhr)
    PS.: Lieber ein schlechter Segeltag als ein guter Arbeitstag

  8. #8
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    Standard

    Moin Ingo,

    für die Frage gibt es kein grundsätzliches "Richtig" oder "Falsch".

    Nur mit Fock bist Du beim Ablaufen natürlich gut bedient und sollte Dich bei hoher achterlicher See mal eine ungewollte Halse ereilen, fliegt Dir nicht gleich das Rigg um die Ohren.

    Aber wenn Dein Kurs nicht homogen ist, sondern vielleicht mal ein Stück eines Fahrwassers ein höherer Kurs gefragt ist, bist Du eingeschränkt in Deinen Möglichkeiten.
    Wir haben auf unserer Express bei Starkwind oft auf das zweifach gereffete Groß reduziert. Das war eine stressfreie Universal-Besegelung für alle Kurse. Damit waren auch Am-Wind-Kurse möglich und wäre mal jemand in den Teich gegangen, hätten wir auch noch mal drehen können.
    Nur Aufkreuzen bei Welle geht damit nicht gut: Nicht ausreichend Fahrt im Schiff. Nur mit Fock bei Seegang: Höhe fehlt.
    Aufkreuzen funktioniert letztlich nur mit Groß + Fock wirklich befriedigend. Bei 8 Bft stellt sich das Thema "Am-Wind-Kurs" aber in der Tat nicht mehr.

    Ein Risiko des Ablaufens bei hoher achterlicher See ist halt die Halse. Platt vor dem Laken würde ich das nur mit Groß nicht machen.

    Bei kleineren Schiff ist übrigens das Handling der Fock oft schwierig, wenn das geborgene Groß samt Baum im Cockpit herumnervt. Und der Rudergänger ist weiterhin auf die Crew angewiesen. Bei unerfahrenen Mitseglern kann bei noch stehendem Groß notfalls alles vom Rudergänger gemacht werden.

    Grüße

    Andreas

  9. #9
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    Standard Das sind "KOMA" , "PANIK" "CAHOS" alle drei schicke Holzdinger ....

    Zitat Zitat von mantaspeed Beitrag anzeigen
    Hi

    Wenn ich einem Boot bei 7 bis 8 Bf noch etwas Höhe zutrauen würde, dann wäre es ein Folkeboot.

    Habe in Rügen ein altes Mahagoni Folke nach einem fast fertigen Refit gesehen, ein Traum von einem Holboot.

    LG

    Manta
    NUN :

    >>> Das sind "KOMA" , "PANIK" "CAHOS" alle drei schicke Holzdinger die auch verchartet ... wurden / werden

    >>> eines der drei schönen Dinger durft ich mal GRATIS überführen ....

  10. #10
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    Standard

    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    Wir haben auf unserer Express bei Starkwind oft auf das zweifach gereffete Groß reduziert. Das war eine stressfreie Universal-Besegelung für alle Kurse. Damit waren auch Am-Wind-Kurse möglich ....
    Hab ich gerade dieses Wochende bei "Rundt Als" gesehen.
    Nach zwei Tagen Starkwind aus West mit Sturmböen und entsprechend See, lagen die Expressen noch kommod auf´m Ruder.
    Tschüß, Bronsky

    Rennyachten kreuzen gut, Kreuzeryachten rennen nicht

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